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Von der Wegbereitung des Nationalsozialismus durch britisch-amerikanische Finanzkreise

30. April 2015

„Während die Halbwahrheit, dass der Hitlerismus mit Hilfe der amerikanischen Streitkräfte 1945 besiegt wurde, in alle Köpfe gehämmert wurde, bleibt die andere Hälfte der Wahrheit, dass derselbe Hitlerismus nur mit Hilfe britisch-amerikanischer Kapitalhilfe überhaupt aufgebaut werden konnte, bis heute ein Tabu akademischer Geschichtsschreibung.“ 1

Am 8. Mai 2015, dem 70. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges, klang uns wieder vielfach die politische Geschichtsversion von der Befreiung Deutschlands von der nationalsozialistischen Diktatur in den Ohren. Als reiner Vorgang auf der äußeren Tatsachenebene ist sie eine Banalität; sie war die automatische Folge des Sieges der Alliierten. Als Kriegsziel der Alliierten, das ja damit suggeriert wird, ist sie nicht wahr. Man will kein Volk befreien, wenn man es z. B. noch zum Schluss, wo der Krieg längst entschieden war, flächendeckend in Grund und Boden bombt und die Städte in Flammenhöllen verwandelt, in denen Hunderttausende von Frauen und Kindern verdampfen. Das Ziel der Alliierten war nicht die Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus, sondern seine Zerstörung.

In der amerikanischen Regierungsanweisung ICG 1067 vom April 1945 heißt es: “Deutschland wird nicht mit dem Ziel der Befreiung besetzt, sondern als eine besiegte feindliche Nation zur Durchsetzung alliierter Interessen.” 2 Und der britische Kriegspremier Winston Churchill hatte einen Vertreter des deutschen Widerstandes während des Krieges mit der Bemerkung abgespeist: „Sie müssen sich darüber im Klaren sein, dass dieser Krieg nicht gegen Hitler oder den Nationalsozialismus geht, sondern gegen die Kraft des Deutschen Volkes, die man für immer zerschlagen will, gleichgültig, ob sie in den Händen eines Adolf Hitlers oder eines Jesuitenpaters liegt.“3

Die angloamerikanischen Ziele

Vor kurzem erregte das Video einer Vortragsveranstaltung von George Friedman, Chef des einflussreichen US-Think-Tanks Stratfor, im Chicago Council on Global Affairs vom 4.2.2015 Aufsehen, in der er das seit langem verfolgte zentrale geopolitische Ziel der USA unverhüllt formulierte:

„Das Hauptinteresse der USA-Außenpolitik während des letzten Jahrhunderts, im Ersten und Zweiten Weltkrieg und im Kalten Krieg waren die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland. Denn vereint sind sie die einzige Macht, die uns bedrohen kann. Unser Hauptinteresse galt sicherzustellen, dass dieser Fall nicht eintritt. (…) Für die Vereinigten Staaten ist die Hauptsorge, dass deutsches Kapital und deutsche Technologien und die russischen Rohstoff-Ressourcen und die russische Arbeitskraft sich zu einer einzigartigen Kombination verbinden. Dies versuchen die USA seit einem Jahrhundert zu verhindern.“4

In diesem Hauptinteresse arbeiten die britischen und amerikanischen Elitenzirkel seit über hundert Jahren eng zusammen. Der amerikanische Wirtschaftshistoriker Guido Giacomo Preparata beschrieb es 2005 in einer Forschungsarbeit folgendermaßen:

„Die Geschichte, die in diesem Buch erzählt wird, ist die des britischen Empires, das um 1900 aus Furcht vor der aufstrebenden Macht des jungen Deutschen Reiches im Geheimen einen Plan für eine gigantische Einkreisung der eurasischen Landmasse schmiedete. Das Hauptziel dieser titanischen Belagerung war die Verhinderung eines Bündnisses zwischen Deutschland und Russland: Wenn diese beiden Mächte sich zu einer „Umarmung“ verbinden würden, argumentierten die britischen Wächter, würden sie in der Lage sein, sich mit so einer gewaltigen Festung von Ressourcen, Menschen, Wissen und militärischer Macht zu umgeben, dass damit der Fortbestand des britischen Empires im neuen Jahrhundert gefährdet wäre. Mit dieser frühen Einschätzung leitete Britannien eine außerordentliche Kampagne zur Auseinanderreißung Eurasiens ein, bei der Frankreich und Russland, und zuletzt auch die Vereinigten Staaten, eingesetzt wurden, um gegen die Deutschen zu kämpfen. Die wechselnden Ereignisse der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren der Stoff für das Epos von der großen Belagerung Europas.“ 5  

Es entstand der ungeheuerliche Plan, ein Bündnis Deutschlands mit Russland dadurch dauerhaft zu verhindern, dass man Konstellationen herbeiführte, durch die sie, beiderseits mit westlicher Hilfe aufgerüstet, gegeneinander in einen Krieg getrieben wurden, in dem sie sich gegenseitig zerfleischten und zerstörten – eine Methode, die auch Friedman in der Veranstaltung vom 4.2.2015 empfiehlt und als vielfach angewendet beschrieb.6 Der erste Akt einer dazu erforderlichen Einkreisung Deutschlands kam mit dem Ersten Weltkrieg zum Abschluss, der vom Eintritt der USA in das große imperiale Schachspiel gekrönt wurde. Mit der Niederlage Deutschlands waren die westlichen Ziele aber nur zum Teil erreicht. Das Diktat von Versailles, das Deutschland Reparationszahlungen in untragbarer Höhe auferlegte, gegen die sich selbst der Vertreter des britischen Schatzamtes, der Ökonom John Maynard Keynes, empörte, schuf daher keine Friedensgrundlagen, sondern legte bewusst die Keime, aus denen notwendig ein zweiter, noch vernichtenderer Krieg hervorgehen sollte.

Deutschland war im Ersten Weltkrieg auf dem eigenen Territorium nicht besiegt worden; die deutschen Eliten und die politischen und wirtschaftlichen Strukturen waren intakt geblieben. Daher begannen im nächsten Akt die verdeckten Bemühungen, unter dem Druck von Reparationen, Not und Empörung, ein radikal-reaktionäres, revanchistisches Regime entstehen zu lassen, das sich zu einem erneuten Feldzug gegen Russland verleiten ließe, welches inzwischen ebenfalls mit westlicher Hilfe zu einer radikal-sozialistischen Diktatur aufgebaut wurde.7 „Der vorausberechnete Zweck bestand darin, das neue reaktionäre deutsche Regime in einen Zweifrontenkrieg hineinzuziehen (den Zweiten Weltkrieg) und dann von der Gelegenheit zu profitieren, um Deutschland ein für alle Mal zu vernichten.“ 8

Die Finanzelite formiert sich

Nach G. Preparata gingen wesentliche Impulse von Montagu Norman aus, dem Gouverneur der Bank von England, von Benjamin Strong, dem Gouverneur der Federal Reserve Bank von New York und den „Mandarinen des amerikanischen Bankennetzes“ J.P. Morgan & Co.9 Deutscher Vermittler war Hjalmar Schacht, enger Freund Montagu Normans und auch von den Amerikanern sehr geschätztes Mitglied der internationalen Bruderschaft der Banker, der 1923 zum Reichswährungskommissar und Präsidenten der deutschen Reichsbank lanciert wurde. Er wurde eingebettet in einen „Generalrat“ der Reichsbank von vierzehn Mitgliedern, „von denen die Länder der Alliierten die Hälfte stellten.“10 Die Reparationszahlungen von 132 Milliarden Goldmark, die das ausgeblutete Deutschland unmöglich leisten konnte, worauf die Alliierten aber bestanden, boten den Ansatzpunkt. Sie setzten voraus, dass die deutsche Wirtschaft wieder in Gang kam.

Die dazu benötigten Kredite sollten aber ausschließlich angloamerikanische sein, um die Deutschen unter ihre vollständige Kontrolle zu bringen. Schacht sorgte im Zusammenhang mit der Währungsreform zur Stabilisierung der neuen Reichsmark für einen Kreditstopp im Inneren und stieß damit die Tür für die westliche Geldversorgung Deutschlands auf, in deren Verlauf schließlich kein einzelner Tropfen in Deutschlands Geldkreislauf dem Land gehörte.

Die Reparationszahlungen

Mit dem vom New Yorker Bankhaus Morgan & Co entwickelten Dawes-Plan, den der Plan des Morgan-Mann Owen Young modifizierte, flossen nach Deutschland ab 1924 jährlich Milliarden-Kredite, zumeist aus den USA, zum geringeren aus Großbritannien. Der Kreditfluss ging zum einen Teil zu überhöhten Zinsen an den Staat, zum anderen Teil an die Industrie, um die Wirtschaft anzukurbeln. Der Staat verwendete einiges für die Infrastruktur, das meiste für die Reparationen. Über die Höhe differieren die Angaben der Experten. Nach Antony Sutton11 zahlte Deutschland zwischen 1924 und 1931 etwa 36 Milliarden Mark Reparationen und erhielt etwa 33 Milliarden Mark Kredit. Guido G. Preparata12 beziffert die Kredite bis 1930 auf 28 Milliarden Dollar und die Reparationszahlungen auf 10,3 Milliarden Dollar. Carroll Quigley13 nennt für die Zeit von 1924 bis 1931 Kredite an Deutschland von 18,6 Mrd. Mark und 10,5 Mrd. Mark Reparationen.

In jedem Fall konnten die Reparationen weitgehend oder ganz mit Krediten finanziert werden, so dass die gewünschte wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands dadurch kaum belastet wurde. „Man erinnere sich daran, dass dieses System von den internationalen Bankern installiert wurde. Das Verleihen anderer Leute Geld (nämlich amerikanischer Investoren) an Deutschland war für diese Banker sehr profitabel. Mithilfe dieser amerikanischen Anleihen konnte Deutschland seine Industrie neu aufbauen und mit großem Abstand nach unten zur zweitbesten der Welt machen. (…) Mithilfe dieser Anleihen waren die (Reparations-) Gläubiger Deutschlands fähig, ohne Lieferung entsprechender Güter oder Dienstleistungen ihre (eigenen) Kriegsschulden an England und die Vereinigten Staaten zu bezahlen. Devisen gingen als Anleihen an Deutschland, dann als Reparationen weiter an Italien, Belgien, Frankreich und Großbritannien und schließlich als Rückzahlung von Kriegsschulden zurück an die Vereinigten Staaten.“14 Von dort wurde es dann, mit einer zusätzlichen Zinslast belegt, wieder nach Deutschland gelenkt – und so weiter.

Was an dem System nicht stimmte, war nur, a) dass es in sich zusammenfallen würde, wenn die Vereinigten Staaten aufhören würden zu leihen und b) dass in der Zwischenzeit die Schulden nur von einem Konto auf ein anderes verschoben wurden, aber niemand der Zahlungsfähigkeit wirklich näher kam. (…) Dadurch wurde nichts wirklich geregelt, aber die internationalen Banker saßen im Himmel unter einem Dauerregen von Gebühren und Provisionen.“15 Dabei muss man bemerken, dass die Financiers periodisch ihre Bankiershüte ablegten und neue Hüte als Staatsmänner aufsetzten. Als Staatsmänner formulierten sie den Dawes und den Young-Plan aus, um das „Problem“ der Reparationen zu „lösen“, und als Bankiers legten sie die Darlehen auf.16

Der Aufbau der Kartelle und der Rüstungsindustrie

Ein wesentlicher Teil der Operationen der angloamerikanischen Finanzwelt war der Aufbau eines industriellen Kartellsystems in Deutschland. „Die drei größten Darlehen, die unter dem Dawes-Plan von den internationalen Bankern der Wall Street für deutsche Schuldner in den zwanziger Jahren gehandhabt wurden, kamen drei deutschen Kartellen zugute, die einige Jahre später Hitler und den Nazis zur Macht verhalfen.“17 Es waren dies

  1. die Vereinigte Stahlwerke AG, die 1926 durch die Fusion der Thyssen-, der Phönix-Gruppe, der Rheinischen Stahlwerke sowie der Rheinelbe-Unternehmen Deutsch-Luxemburgische Bergwerks- und Hütten-AG, Bochumer Verein und Gelsenkirchener Bergwerks-AG gebildet wurden. Der Zusammenschluss umfasste damit einen Gutteil der deutschen Eisen-, Stahl- und Bergwerks-Gesellschaften in der Grundproduktion;
  2. Die Allgemeine Elektrizitäts-Gesellschaft (AEG), einer der weltweit größten Elektrokonzerne, stellte neben Produkten für die elektrische Energietechnik und den Haushaltsbedarf Geräte zur elektr. Heizung, Straßenbahnen, Elektro-und Dampflokomotiven sowie im Tochterunternehmen NAG auch Kraftfahrzeuge her;
  3. Die amerikanische Tochter der IG Farben, die American IG Chemical. IG Farben war das seinerzeit größte Chemieunternehmen der Welt mit Sitz in Frankfurt am Main, zu dem sich 1916 BASF, Bayer, Hoechst und andere zunächst locker verbunden und am 2. Dezember 1925 fusioniert hatten.

Nur eine Handvoll New Yorker Finanzhäuser waren an der Finanzierung der deutschen Reparationen und dem Aufbau insbesondere für die Rüstung grundlegender Industrien beteiligt. „Drei Häuser – Dillon, Read & Co; Harris, Forbes & Co und National City Company – legten fast drei Viertel desGesamtbetrages der Anleihen auf und ernteten die meisten Gewinne.“17

Ab Mitte der zwanziger Jahre beherrschten die zwei großen deutschen Kombinate der IG Farben und der Vereinigten Stahlwerke das Kartellsystem der Chemie- und Stahlindustrie, das durch die Anleihen geschaffen wurde. IG Farben war der große Produzent chemischer Grundstoffe, die auch von anderen Chemiewerken gebraucht wurden, so dass sie fähig waren, dem gesamten Markt ihren Willen aufzudrücken. Ähnlich dominierten die Vereinigten Stahlwerke mit ihrer Roheisenkapazität, die größer war als die aller anderen deutschen Eisen- und Stahlhersteller zusammen, auch den Markt der halbfertigen Eisen- und Stahlprodukte.
Unter den Produkten, welche die IG Farben und die Vereinigten Stahlwerke zur wechselseitigen Zusammenarbeit zusammenbrachten, waren Steinkohleteer und chemischer Stickstoff, die beide von primärer Bedeutung für die Herstellung von Sprengstoffen sind.“18 So erhielten die IG Farben-Tochtergesellschaften, die Sprengstoffe produzierten, ihre Teerkohleprodukte wie Benzol, Toluol usw. von den Vereinigten Stahlwerken, und deren Sprengstoff produzierende Tochterfirmen bezogen ihren Stickstoff von IG Farben.
Unter diesem System gegenseitiger Zusammenarbeit und untereinander verflochtener Abhängigkeit produzierten die beiden Kartelle IG Farben und Vereinigte Stahlwerke 95 % der deutschen Sprengstoffe in den Jahren 1937/38, am Vorabend des Zweiten Weltkrieges. Diese Produktion war von ihrer Kapazität her durch amerikanische Anleihen aufgebaut worden und wurde bis zu einem gewissen Grad durch amerikanische Technologie ermöglicht.18

Von zentraler Bedeutung für ein industrielles Land ist der Flüssigkeitstreibstoff in ausreichender Menge, dessen Bedarf in einem Kriege ins Astronomische steigt. Deutschland hatte keine Ölquellen, aber reichliche Vorräte an Kohle. Chemiker der IG Farben hatten ein Verfahren entwickelt, das Hydrierung genannt wurde, mit dem Kohle in Öl umgewandelt werden konnte. Das Vorstands-Mitglied Carl Bosch unternahm es, Amerikas obersten Öl-Trust, Standard Oil (von John D. Rockefeller), dafür zu gewinnen, die Kosten für die weitere Forschung und Entwicklung synthetischen Treibstoffs mitzutragen. „Für die Weltrechte auf die Nutzung des Hydrierungsprozesses außerhalb Deutschlands trat Standard Oil der IG Farben 35 Mio. Dollar in Standard-Oil-Aktien ab.“ 1928 wurden die amerikanischen Niederlassungen zur Holding IG Chemie zusammengefasst und 1929 zur American IG Chemical Company verschmolzen, ein Tochterunternehmen der deutschen IG Farben, in dem die beiderseitigen Interessen von IG Farben und Standard Oil zur Herstellung synthetischen Öls verfolgt wurden.19 Die Zusammenarbeit der IG Farben und der Stadard Oil gab IG Farben praktisch das Monopol über die deutsche Benzinproduktion während des Zweiten Weltkrieges.

Dabei ist nicht uninteressant: Im Aufsichtsrat der amerikanischen Tochter „saßen einige der bedeutendsten Industrie- und Wirtschaftskapitäne Amerikas wie Edsel Ford von der Ford Motor Company, Walter Teagle, der Chef von Standard Oil und Direktor der Federal Reserve New York, C.E. Mitchell, Chef der National City Bank und ebenfalls Direktor der Federal Reserve New York, und Paul Warburg, Schöpfer und erster Vorsitzender des Aufsichtsrates der Federal Reserve und Vorsitzender der Manhatten Bank.“19

Die Kontrolle der deutschen Produktion von synthetischem Benzin und Sprengstoffen, zwei der grundlegendsten Basisprodukte moderner Kriegsführung, lag also während des Zweiten Weltkrieges in den Händen zweier deutscher Konzerne, IG Farben und Vereinigte Stahlwerke, die mit Anleihen der Wall Street unter dem Dawes-Plan geschaffen worden waren.18 Auch das große Kartell AEG erhielt Darlehen von mindestens 35. Mio. Dollar. Es war zu 30 % im Besitz des US-Konzerns General Electric, dessen leitender Angestellter Owen Young, auch Morgan-Banker, hinter dem Young-Plan stand und der dann einer der ausländischen Direktoren der AEG in Deutschland wurde.

Darüber hinaus fand amerikanische Rüstungshilfe für die Deutschland auch in den Automobilwerken Opel und Ford statt, die gänzlich im Eigentum von General Motors, bzw. der Ford Motor Company Detroit waren. Sie waren nach Sutton die beiden größten Panzerhersteller Hitlerdeutschlands.20 In einem ARD-Film vom 29.1.2003 ist dagegen von einer vollen militärischen Produktion von Lastwagen und Kettenfahrzeugen die Rede.20a  „Die Nazis gewährten Opel 1936 Steuerfreiheit, um General Motors zu ermöglichen, seine Produktion auszuweiten.“20

Es war kein Versehen, dass Deutschland im Rahmen des Versailler Vertrags allmählich aufgerüstet wurde. „Je gründlicher und moderner die Ausrüstung, desto zerstörerischer die deutsche Armee, desto blutiger der Krieg, desto gewaltiger der im Voraus feststehende Sieg der Alliierten (…) und desto radikaler und nachhaltiger die Eroberungen der Angloamerikaner. Hinter dem Dawes-Plan stand weder Landesverrat noch Geldgier, sondern einzig das Fernziel, einen voraussichtlichen Feind hochzurüsten, um ihn in einer (späteren) kriegerischen Konfrontation … wieder niederzuwerfen.“21

Dazu musste aber auch direkt die erwachende „religiöse, antisemitische Sekte in der Verkleidung einer politischen Partei (d. h. der NSDAP)“ 22 gefördert werden, in deren Zentrum die geeignete fanatische Führungs-Posaune sichtbar wurde, gleichsam eine Art „bösartiger Frankenstein, der aber in seinem Bewusstsein immer teilweise geblendet und abhängig von seinen ursprünglichen Schöpfern blieb.“23

Die Finanzierung der NSDAP

Wenn ein kleiner Gefreiter in vierzehn Jahren aus dem Nichts eine Massenbewegung aufbaut, „wenn er eine Hunderttausende zählende Privatarmee wie die SA auszurüsten (die SA hatte 1924 30.000, 1930 80.000, 1932 220.000, 1933  400.000 und 1934 etwa 4 Millionen Mitglieder), auszubilden und zu ernähren vermag und eine gewaltige Propagandamaschinerie inklusive Großveranstaltungen mit hunderttausend Teilnehmern finanziert, wenn er zweimal die Woche und später täglich den Völkischen Beobachter herausgeben kann, wenn er (…) feudale Parteizentralen kauft, Tausende von Flaggen und gleich zwei Flugzeuge aufs Mal – dann muß das Geld in Strömen fließen oder gigantische Schuldenberge müssen in die Höhe wachsen. Bei Hitler ist beides der Fall. Das Geld fließt überreichlich und reicht doch oft nicht aus.“24 Die Quellen liegen noch vielfach im Dunkeln.

Es ist allgemein bekannt, dass Hitler und die NSDAP schon ab den frühen Zwanzigerjahren von deutschen Industriellen finanziell unterstützt wurden. Der springende Punkt besteht jedoch nach den Erkenntnissen Antony Suttons darin, dass es sich bei den deutschen Industriellen, die Hitler finanzierten, überwiegend um Direktoren von Kartellen mit amerikanischen Verbindungen, Besitz, Beteiligungen und einer Form von Verbindung durch Tochtergesellschaften handelte. Die Geldgeber Hitlers waren zum großen Teil nicht Firmen rein deutscher Herkunft beziehungsweise repräsentativ für deutsche Familienfirmen. Außer Thyssen und Kirdorf handelte es sich meistens um die deutschen multinationalen Firmen – also IG Farben, AEG, DAPAG (Deutsch-Amerikanische Petroleum A.G.) usw. Diese multinationalen Firmen wurden in den Zwanzigerjahren durch amerikanische Anleihen aufgebaut und hatten in den Dreißigerjahren amerikanische Direktoren und hohe amerikanische Beteiligungen.“25

Nach Wolfgang Zdral26 überwies Henry Ford, ausgewiesener Antisemit und Sympathisant Hitlers, jährlich 50.000 RM als Geburtstagsgeschenk auf Hitlers Privatkonto beim Kölner Bankhaus J. H. Stein. Nicht umsonst wurde Henry Ford von Hitler mit dem Großkreuz des Deutschen Adlerordens ausgezeichnet, der höchsten Auszeichnung, die er an Ausländer zu vergeben hatte. An der Thyssen AG waren Amerikaner nicht beteiligt, doch Fritz Thyssen besorgte 1931 für die NSDAP einen Kredit über 250.000 RM bei einer Tochter-Firma der August-Thyssen Bank in Holland, die eng mit den finanziellen Interessen der Familie Harrimans in New York verflochten war, prominenten Mitgliedern des Finanzestablishments der Wall Street. „Es gibt allen Grund zu der Annahme, dass die Harrimans von Thyssens Unterstützung für die Nazis wussten.“ 27

In den Jahren 1932 – 1933 gingen von Friedrich Flick, einem der Direktoren der AEG mit 30 % US-Beteiligung, 150.000 RM direkt an die NSDAP. Bei dem berühmte „Kaiserhoftreffen“ einiger Unternehmer mit Hitler im Mai 1932, darunter von IG Farben und der amerikanische IG Farben, kamen mehr als 500.000 RM zusammen und wurden auf dem Konto von Rudolf Heß bei der Deutschen Bank hinterlegt. Am 20. Februar 1933 trafen sich im Hause Hermann Göring die Spitzen der deutschen Wirtschaft. Hjalmar Schacht sammelte an diesem Ort etwa 1,3 Millionen Reichsmark für das von ihm eingerichtete “Sonderkonto Treuhand”. Davon sollte Hitlers Wahlkampf für den 5. März finanziert werden. In diese Wahlkampfkasse zahlten, so Antony Sutton, Konzerne der US-NS-Connection den Hauptanteil ein. „Innerhalb weniger Wochen (…) gab es eine untereinander verbundene Sequenz großer Ereignisse: die finanzielle Unterstützung prominenter Bankiers und Industrieller zur Wahl 1933, den Reichstagsbrand, die Abschaffung der verfassungsmäßig garantierten Rechte und die darauffolgende Machtergreifung der nationalsozialistischen Partei.“ 28

Es ist sicher kein Zufall, dass die deutschen Industriellen, die in Nürnberg vor Gericht standen, so der britische Amerikaner Antony Sutton, „kaum mehr als einen Klaps auf den Hintern erhielten. Wir stellen die Frage danach, ob die Nürnberger Prozesse nicht in Washington hätten abgehalten werden sollen – mit ein paar wenigen prominenten amerikanischen Geschäftsleuten sowie Nazigeschäftsleuten auf der Anklagebank.“29
—————————–
1   Cover-Text des Buches von Antony C. Sutton: Wallstreet und der Aufstieg Hitlers, Basel 7. Auflg, 2014
2   Vgl. „Die Welt“ vom 4.7.1994
3   Kleist, Peter “Auch du warst dabei”, Heidelberg, 1952, S. 370 und Emrys Hughes` „Winston Churchill – his career in war  and peace”, S. 145
4   https://www.youtube.com/watch?v=oaL5wCY99l8
5   Guido Giacomo Preparata: Wer Hitler mächtig machte, Basel 2010, S. 21
6   „Der Weg, den die Briten gegangen sind, um sicherzustellen, daß keine europäische Macht die Flotte bauen  konnte,   ist, daß die Europäer einander bekämpften. Die Politik, die ich empfehlen würde, ist die, die Ronald Reagan angewendet hat, in Iran und Irak. Er unterstütze beide Kriegsseiten, so daß sie gegen einander kämpften (Iran-Irak-Krieg 1980-88) und nicht gegen uns.“ George Friedman s. Anm. 4
7   Siehe: Antony Sutton: Wall Street and the Bolshevik Revolution, Clairview Books 2011
8   G. G. Preparata a. a. O.
9   a, a. O., S. 211
10   a. a. O., S. 226
11   Antony Sutton: Wallstreet und der Aufstieg Hitlers, Basel 7. Aufl. 2014, S. 26
12   G. G. Preparata, S. 229
13   Carroll Quigley: Katastrophe und Hoffnung, Basel 3. Aufl. 2011, S. 199
14   a. a. O., S. 198
15   a. a. O., S. 198, 199
16   Vgl. Antony Sutton a. a. O., S. 26
17   a. a. O., S. 30
18   a. a. O., S. 32
19   G. G. Preparata, S. 232, 233
20   Antony Sutton, S. 33
20a http://www.hist-chron.com/USA-3R/USA-3R_Kollaboration-StandOil-Opel-Blitz-Deomag-IBM-Film.htm
21   G. G. Preparata S. 235
22   a. a. O., S. 20
23   Andreas Bracher im Vorwort zu Preparata: Wer Hitler mächtig machte, S. 11
24   http://sauber.50webs.com/kapital/
25   Antony Sutton, S. 100
26   Wolfang Zdral: Der finanzierte Aufstieg des Adolf H., Überreuter 2002, zitiert nach Anm. 24
27   Vgl. im einzelnen Antony Sutton, S. 102 f. 28   Anthony Sutton, S. 107, 108 29   a. a. O., S. 17

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29 Kommentare
  1. Lenz permalink

    Sehr schöne Zusammenfassung, damit könnte man die Aussage Schäubles bezüglich der nicht vorhandenen Souveränität Deutschlands seit 1945 revidieren. Und den Zeitpunkt auf 1933 oder sogar auf das Ende des ersten Weltkrieges verlegen.
    Interessant finde ich auch wie gut man die Muster des heutigen Handelns der USA schon damals erkennen konnte. Eine solche Menge an krimineller Energie ist für durchschnitts Menschen kaum vorstellbar.

  2. . . .
    Diesen KLASSE-ARTIKEL wünsche ich mir auf GEOLITICO unter dem Titel: „Adolf Hitler & seine Hintermänner!“

  3. Hat dies auf kantodeaschrift rebloggt.

  4. Traumschau permalink

    Hervorragender Artikel! Vielen Dank!! Wäre ja mal schön, wenn das in deutschen „Qualitäts“-Zeitungen stehen würde, nicht wahr?
    LG Traumschau

  5. Peter Bucher permalink

    Ähnliche Muster sind auch im Zusammenhang mit der sog. Ukrainekrise festzustellen! Oder täusche ich mich da?

  6. man könnte zum Nihilist werden,wenn es das Wort Hoffnung nicht gäbe.Diese Hoffnung besteht darin,dass Menschen mit Format sich finden und dem Merkelschen Einheitsbrei/Ideologie Paroli bieten.Wie die sich nennen….CDU,CSU,SPD;Grüne usw ist eigendlixch immer die gleiche Predigt nur mit unterschiedlichen Schwätzern.Ihnen muss man ihre Machtgrenzen aufzeigen und Machtmonople brechen.Wir wollen unsere Heimat wieder lieben dürfen.Ich fühle keine Kollektivschuld und will mir das auch nicht täglich suggestiv als Gehirnwäsche verpassen lassen.Es gibt Vorbilder wie Gandhi,die uns gezeigt haben,was machbar ist und wie

  7. wolfswurt permalink

    Da gibt es noch viele andere Verflechtungen zw. Hitler, seinen Finanziers und Glaubensbrüder im Geiste der Unterdrückung aller Völker:

    http://www.pravda-tv.com/2013/01/agent-hitler-im-auftrag-der-national-zionisten-grundung-israels-videos/

  8. Danke für diese gelungene Zusammenfassung. Sie ist geeignet auch unpolitischen Mitbürgern einen Überblick zu verschaffen. Will man Veränderungen ist es zunächst wichtig seine Gegner zu kennen. Ich stelle für mich fest, dass es zunächst ein wie auch immer vereinigtes Europa ist mit dem wir die anstehenden Probleme angehen können. Natürlich ohne die Fortsetzung von Unterwerfungsmechanismen wie etwa TTIP etc.

    • Zu einem „wie auch immer vereinigten Europa, mit dem wir die anstehenden Probleme angehen können“, möchte ich doch erst eine gründliche Beschäftigung mit dem undemokratischen EU-Konstrukt empfehlen. Siehe Artikel unter „Inhaltsverzeichnis“ (oben rechts) – EU – oder Europa.

      • suckertoo permalink

        Lieber hwludwig,
        ich persönlich halte eine Auseinandersetzung mit dem undemokratischen Konstrukt Europa als Priorität für eine Veränderung nicht für Zielführend. Selbstverständlich müssen die Kräfte die für die Unterwerfung und Bindung an das Großkapital tätig sind beim Namen genannt und angeprangert werden. Oder anders ausgedrückt, die großen Bugs wie Nationale Egoismen oder Dominanz durch Kapital und oder Wirtschaft sind natürlich zu berücksichtigen. Wichtig und Voraussetzung für ein Selbstständiges ‚Europa, das in der Zukunft auch weiterhin Mitgestalten kann und nicht Gestaltet wird, ist ein wie auch immer vereinigtes Europa.
        Ich habe schon verstanden was sie meinen, aber in der Theorie war auch der Kommunismus eine tolle Sache. Aber eben nur in der Theorie
        Und überhaupt, was heißt eigentlich Demokratie in der Praxis?
        Wenn in einer Demokratie destruktive Kräfte dominieren ist das auch nur ein Zeichen das andere Interessensgruppen nicht an der Demokratie teilnehmen. Demokratie ist das wir – Sie und Ich – hier diese Zeilen schreiben können. Alles andere sind Mehrheitsentscheidungen oder durch Passivität geduldete Ereignisse.
        Wir müssen uns auf Wegführende Entscheidungen in der Politik konzentrieren um eine Veränderung zu erreichen. Dazu zählt die Verhinderung des TTIP Projekt als ein Beispiel.
        Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

  9. Antonio D. permalink

    Himmel, wie weit müssen wir noch sinken, um einen solchen Artikel als „großartig“ und verbreitenswert zu finden? Der Antiamerikanismus ist ja kaum noch auszuhalten. Bankiers und die Amerikaner – böse, alles böse! Mann, wie einfach ist doch diese Welt. Geht nicht ein wenig mehr Hirn?

    • Es handelt sich um Erkenntnisse geschichtlicher Tatsachen. Die Wahrheit ist kein Antiamerikanismus. Davon abgesehen beziehen sich die Erkenntnisse auch nur auf die Taten der dort herrschenden „Eliten“ und nicht auf alle Amerikaner oder Briten, denen selbst der Stiefel der Herrschenden auf dem Nacken steht. Auch insofern kann man nicht von Antiamerikanismus sprechen. Dies gilt es zu unterscheiden.

    • Der Demütige Protagonist permalink

      http://www.washingtonsblog.com/2015/02/america-war-93-time-222-239-years-since-1776.html

      America Has Been At War 93% of the Time – 222 Out of 239 Years – Since 1776

    • Lkr2 permalink

      Antonio D., Sie haben den Artikel unmöglich gelesen bzw. angefangen und dann nicht fertig gelesen.
      Danke, hwludwig, hervorragend!

  10. falke permalink

    Wann wachen endlich genug Menschen auf und realisieren das nichts ist wie es scheint?? !!!
    Auf Arte dudelt gerade die 2. Vientnam Docu hintereinander. Immerwieder schockierend. Wann werden die Amerikaner fuer ihre Greultaten bezhalen? Man sollte die Indianer ermutigen due US Regierung fuer den Genozid anzuklagen. Die Vietnamesen, Laoten und Cambodianer, Haitianer die Kongolesen die 40 Jahre mit billigung und Unterstuetzung der US unter einer Militaerdiktatur leben musten. Und viele viele mehr!!
    Die US Regierung hat in wirklich fast jedem Krieg, Ausseinandersetzung, Putsch oder Umsturtz ihre Finger im Spiel. Direkt und oder verdeckt!!

    TTIP kommt, auch wenn schon wieder ein Spionageskandal ansteht, in dem wie immer die Amerikaner verstrickt sind!! Und wie immer wird nichts passieren, evtl rollt dieses mal ein „kopf“, danach buisness as usual… bis zum naechtsen „Skandal“

  11. Franz-Harro Horn permalink

    Die Verbindung zu den IG-Farben waren mir bekannt. Der junge Warburg war der Geldbote und stellte Hitler das Geld cash auf den Schreibtisch, damit der Zirkel klein gehalten wurde. Der Warburg (ca. 43-jährig) wurde dann im Rahmen des Röhmputsches mit „beseitigt“, damit es keine Zeugen gäbe – anders kann man das nicht interpretieren. Es handelte sich von 1929 bis weit in 1934 um zig Millionen RM. Nicht umsonst konnte der AH schon so früh über eine Tant Ju verfügen, mit der er es schaffte, bis zu 5 Tagesgroßveranstaltungen in 5 verschiedenen Städten Deutschlands zur „Weckung“ des Deutschen Volkes aus seinem Elend zu „begeistern“ – auftragsmäßig zu verführen. Das hat in der Tat den Geruch danach….
    Die IG-Farben kamen 1929 über einen Mittelsmann in die Hände von Rockefeller. Aus diesem Grunde wurden die IG-Farben nicht bombardiert!
    Dazu sollte ein Blick in das bei amazon.uk erhältliche Buch „Hitler was a british agent“ geworfen werden. Danach soll er 1911/12 nicht in Wien sondern in und um Liverpool gewesen sein und dort zeitweilig – einmal über 7 Monate – Rothschild-nahen Institutionen „ausgebildet“ worden sein. Er soll ja über einen Fehltritt seiner Großmutter Schicklgruber, Magd, mit einem Jüngling ihrer Dienstfamilie nahe Graz ein besonderes Blut in den Adern gehabt haben. Sie heiratete nachdem der daraus entstandene Sohn 5 Jahre war, einen Hiedler – daraus wurde dann der Name Hitler. Angeblich hat sich der Amtsschreiber verschrieben…. so wurden bei altdeutscher Schreibweise aus 5 Aufwärtsstrichen des Teiles (H)ied… in (H)it(ler) nur 2! Das sieht ganz nach Ablenkung aus!
    Das war also von Anfang bis Ende eine getürkte Chose!!! So machen DIE IHRE Weltpolitik und lassen auf diesem wunderbaren Planeten die Völker sich gegenseitig verbluten – in diesem Falle zwei engste Brudervölker. Die Russen sind die Ruderer, die seit Jahrtausenden aus Nordeuropa kommend den Osten besiedelt haben! Das volk der Russ sind unsere Vettern und Cousinen!

    SIE kujonieren das Leben! Wie kann man so hinterhältig, so teuflisch sein?

  12. zeitzeichen permalink

    Ein führender Vertreter des Großkapitals vor seinesgleichen: „Alles was wir brauchen ist die eine große Krise und die Menschen werden die Neue Weltordnung [alias Kapitaldiktatur] annehmen.“

    „Der Kapitalismus in der Krise wird aufrechterthalten mit den despotischen Mitteln des Faschismus. Deshalb soll auch vom Faschismus schweigen, wer nicht über den Kapitalismus reden will.“ – Professor Max Horkheimer, ein Mensch jüdischen Glaubens und verfolgt vom genozidalen Menschenhass des nachweislich vom Kapital zu dessen Machterhalt und Profit aufgebrachten Faschismus. Wer möchte so antisemitisch sein, Prof. Max Horkheimer zu widersprechen.

    „Das zeitweilige Bündnis der Eliten mit dem Mob.“ – Hannah Arendt, ein Mensch jüdischen Glaubens und verfolgt vom genozidalen Menschenhass des Faschismus

    “So lupenrein ist unsere Demokratie auch nicht mehr….wenn man allein die Herrschaft der Medien betrachtet, da gibts eben doch sehr starke Beeinflussungen…die Einseitigkeit, die Irreführung der öffentlichen Meinung, hat man ja am Beispiel Syrien gesehen, das ist ein konzentrierter Beschuss….”
    – Peter Scholl-Latour

    DIE MÄCHTIGSTE FORM DER LÜGE IST DAS WEGLASSEN.

    – George Orwell

    Die jeweils herrschenden Gedanken sind immer die Gedanken der jeweils Herrschenden.

    Imperialismus ist die Suche des Kapitals nach neuen Anlagemöglichkeiten, global durchgesetzt mit den militärisch-terroristischen Mitteln des Faschismus, wie auch immer getarnt.

    Als Folge der kapitalistischen Krise war Italien bereits seit 1921 eine genozidale faschistische Diktatur. Dasselbe wie in Europa hatte das Großkapital 1933 auch in den USA geplant.

    US-Präsident FDR mit seinem „New Deal“ galt der US-Oberschicht als „Verräter seiner Klasse“. Durch einen Putsch mit 500 000 unzufriedenen Ex-Soldaten des Ersten Weltkriegs sollte die US-Regierung gestürzt und die von der kapitalistischen Krise zerrütteten USA in eine faschistische Diktatur verwandelt werden.

    Der „Hitler“, den sich der Kapitalismus für die USA ausgesucht hatte, hieß Smedley D. Butler, zu seiner Zeit der für seine weltweiten Dienste als „Gangster des Kapitalismus“, wie er sich später selbst bezeichnete, höchstdekorierte General der US-Armee.

    Was J. P. Morgan und Konsorten nicht wussten – General Butler hatte nach seinem Ausscheiden aus dem von Befehl und Gehorsam geprägten Militärdienst, mit dem selbstständigen Denken begonnen. So ließ sich Butler scheinbar als Bankers „US-Hitler“ in die Putschpläne einweihen, doch als er genügend Beweise gesammelt hatte, ging er zum Kongress und ließ den Landesverrat der Putschisten auffliegen. (Wir hatten weniger Glück.)

    Nach einer Zeit der Untersuchungsausschüsse wurde jedoch, zu Butlers tiefer Enttäuschung, der Prozess eingestellt, wegen Befürchtungen der Destabilisierung des ganzen Landes. Eine fataler Fehler, mit schlimmsten Auswirkungen bis zum heutigen Tag.

    Quellen:

    1. Prescott Bush und die Nazis, Uni Münster

    http://www.uni-muenster.de/PeaCon/global-texte/g-a/g-ss/AmericanEmpire/nazis.htm

    2. Smedley Butler, Wikipedia

    https://en.wikipedia.org/wiki/Smedley_Butler

    3. War Is A Racket (Krieg ist ein Betrug), YouTube

    4. War Is A Racket By Major General Smedley Butler, YouTube

    5. Major General Smedley Butler & The Fascist Takeover Of The USA – A Warning From History, YouTube

    6. The Whitehouse Coup 1933, historisches Dokument, BBC Radio

    The „Business Plot“ (also the Plot Against FDR and the White House Putsch) was an alleged political conspiracy in 1933 wherein wealthy businessmen and corporations plotted a coup détat to overthrow United States President Franklin D. Roosevelt. In 1934, the Business Plot was publicly revealed by retired Marine Corps Major General Smedley Butler testifying to the McCormack-Dickstein Congressional Committee. In his testimony, Butler claimed that a group of men had approached him as part of a plot to overthrow Roosevelt in a military coup. One of the alleged plotters, Gerald MacGuire, vehemently denied any such plot. In their final report, the Congressional committee supported Butler’s allegations of the existence of the plot, but no prosecutions or further investigations followed, and the matter was mostly forgotten.

    On July 17, 1932, thousands of World War I veterans converged on Washington, D.C., set up tent camps, and demanded immediate payment of bonuses due them according to the Adjusted Service Certificate Law of 1924. This „Bonus Army“ was led by Walter W. Waters, a former Army sergeant. The Army was encouraged by an appearance from retired Marine Corps Major General Smedley Butler, who had considerable influence over the veterans, being one of the most popular military figures of the time. A few days after Butler’s arrival, President Herbert Hoover ordered the marchers removed, and their camps were destroyed by US Army cavalry troops under the command of General Douglas MacArthur.
    Butler, although a self-described Republican, responded by supporting Roosevelt in that year’s election.

    In a 1995 History Today article Clayton Cramer argued that the devastation of the Great Depression had caused many Americans to question the foundations of liberal democracy. „Many traditionalists, here and in Europe, toyed with the ideas of Fascism and National Socialism; many liberals dallied with Socialism and Communism.“ Cramer argues that this explains why some American business leaders viewed fascism as a viable system to both preserve their interests and end the economic woes of the Depression.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Business_Plot

    7. Wer finanzierte Hitler und die NSDAP?

    http://sauber.50webs.com/kapital

    8. The Fascist Plot to Overthrow FDR (FULL Documentary)

    „Geld ist das Brecheisen der Macht“, schrieb Friedrich Nietzsche, doch wer für eine unbegrenzt nachgedruckte Währung seine Güter und sich selbst herzugeben ablehnen kann, ohne deshalb terrorisiert werden zu können, hat wohl ein Stück echter Freiheit gewonnen.

    Das Kapital sucht überall neue Anlagemöglichkeiten. Islamisch (oder wie in der Ukraine nationalistisch) getarnter faschistischer Terrorismus als Werkzeug. „Sie kämpfen für Geld und ihr Gott heißt NATO“, Sprichwort in Syrien.

    ISIS (jetzt IS) und CIA arbeiten schon lange zusammen:

    Jetzt wird auch noch Mazedonien mit Terrorismus überzogen, , um dem Ziel der Chaos-Strategen, Krieg in Europa, wi näher zu kommen

    CDU, CSU, SPD, FDP GRÜNE, AfD, NPD, bilden de facto die „Kapitalistische Einheitspartei Deutschlands KED“, mit einer stabilen Mehrheit von 80 bis 85 Prozent bei jeder Wahl.

    Offenbar weil es persönliche Vorteile bringt und andernfalls die kapitalistische Propaganda ihre bekannten medial-staatsanwaltlichen Vernichtungskampagnen fahren würde, für wen macht die KED in diesem Land Politik?

    Für die 10 Prozent, die immer mehr vom gesellschftlichen Vermögen anhäufen.

    Wie wird erreicht, dass 90 Prozent denken, das müsste so sein und über 70 Prozent gegen ihre eigenen Interessen wählen?

    Durch die Medien.

    Wem gehören die Medien?

    Den 10 Prozent, die auf diese Weise immer mehr vom gesellschaftlichen Vermögen anhäufen können und auch noch von dem gesellschaftlichen Vermögen der Menschen in allen Ländern, die sich nicht angemessen schützen können, getarnt als „Verantwortung übernehmen“, „Auslandseinsätze“, „Terrorbekämpfung“, „Demokratisierung“, „Zivilistenschützen“ etc.

    „Faschismus ist als Geschichte bewahrt, als flackernde Filme im Stechschritt marschierender Schwarzhemden, ihre Kriminalität furchtbar und eindeutig. Doch in denselben freiheitlichen Gesellschaften, deren Krieg fabrizierende Oberschichten uns dazu drängen, nie zu vergessen, wird die ständig schneller wachsende Gefahr einer zeitgemäßen Art des Faschismus verdrängt; weil es ihr Faschismus ist.“

    – John Pilger, Warum der Aufstieg des Faschismus wieder Thema ist, 2015

  13. Zitrone permalink

    Interessierten empfehle ich die Dokumentation „The Real Genocide of Nazi Germany.“
    Inzwischen auch auf deutsch, ohne lästige Untertitel. Danke für diesen Beitrag!

  14. Franz-Harro Horn permalink

    Zur Rolle des Hochgradfreimaurers und Bankiers Hjalmar Schacht hier noch eine Anmerkung über meinen Beitrag unten hinaus gehend. Von dem ehemaligen Hamburger Oberbürgermeister Carl Vincent Krogmann weiß ich um einige Vorgänge zur 1. Welthandelskonferenz in London im Jahre 1934. Die USA/Finanzeliten verweigerten die Zustimmung zu diversen Beschlüssen/Überlegungen, womit die Konferenz platzte und eine zukünftige Verifizierbarkeit der Währungen weiterhin nicht gegeben war. (Es ging dabei auch um eine gesicherte den Wert honorierende Verrechnung z. Bsp. eines Wagons Kohle, einer im Rahmen der Versailles-Verträge zu liefernden Drehbank an die „Sieger“.)
    Als die 6-köpfige Delegation (Krogmann gehörte ihr an) unter der Leitung des H. Schacht nach der länglichen Reise von London nach Berlin endlich vor Hitler stand, ja, dieser jegliche Haltung verlor mit den Worten: „Und, was machen wir jetzt?“ H. Schacht mit einer kurzen Ausführung die „Rettung“ für die deutsche Wirtschaft in Form der Lösung, nicht auf den Goldstandart fixiert zu sein, sondern die Leistung Arbeit in Form 1 Arbeitstunde = 1 RM präsentierte als auch die Idee zu der Mefa-Wechsel-Kreditierung. Damit nahm die wirtschaftliche Expansion mit der Beseitigung der Massenarbeitslosigkeit in Deutschland ihren Lauf.
    Damit soll nicht die Unschuld eines H. Schacht herbei gezaubert werden, es soll zur Betrachtung von allen Seiten beitragen.
    Was da an unserem Volk einmal, den Europäern allgemein, ja an der Welt von DENEN verbrochen wurde – geht eben auf keine Kuhhaut….

  15. arny permalink

    Das Bild mit Baghdadi ist ja wohl ein Witz. Hunderte Leute können auf einem Foto so aussehen, abgesehen von der ‚guten Qualität‘ dieses ‚Beweisbildes‘ und der allgemeinen Glaubwürdigkeit von ‚Fotobeweisen‘ heutzutage, wo jeder 3. Klässler mit Photoshop irgendwas gebacken kriegt. Solche ‚Beweise‘ schaden leider der Glaubwürdigkeit dieses Blogs und jedem, der seine Thesen auf solche Mittel abstützt.

  16. >Darüber hinaus fand amerikanische Rüstungshilfe für Deutschland auch in den Automobilwerken Opel und Ford statt, die gänzlich im Eigentum von General Motors, bzw. der Ford Motor Company Detroit waren. Sie waren nach Sutton die beiden größten Panzerhersteller Hitlerdeutschlands.<
    Das ist falsch.
    Opel baute keine Panzer sondern war in der Luftwaffenrüstung integriert. Ford taucht als Panzerhersteller auch nicht auf.

    Der Anteil der "vereinigten Stahlwerke" an der Stahlproduktion lag bei etwa 1/3 der Gesamtproduktion.

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