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Zunehmende Erinnerungen von Kindern an ein vorheriges Leben

7. Oktober 2016

Nicht nur alle Institutionen, Zustände und Ereignisse haben eine äußere Fassade, an der man kratzen muss, wenn man die treibenden Kräfte erkennen will. Auch das menschliche Leben selbst bietet uns in seinem äußeren Ablauf zwischen Geburt und Tod gewissermaßen eine Fassade, hinter der die verursachenden Kräfte verborgen sind, deren Erkennen erst die Fragen nach dem Sinn des Lebens, dem Woher und Wohin des Menschen beantworten könnte. Alles tiefere Sehnen und Denken des Menschen in Religion und Philosophie zielt letztlich nach dieser Erkenntnis.

So sieht es der FASSADENKRATZER neben seinen Hintergrund-Artikeln zum Zeitgeschehen auch als seine Aufgabe an, auf Phänomene aufmerksam zu machen, die einen Spalt in der Fassade des menschlichen Lebens aufreißen und in tiefere Dimensionen blicken lassen oder zumindest dadurch große Rätselfragen des Lebens ins Bewusstsein heben, die nach Antworten drängen.

In den letzten Jahrzehnten scheinen global die Fälle vermehrt aufzutreten, dass Kinder davon sprechen, sich an ein noch nicht lange zurückliegendes voriges Leben auf der Erde erinnern zu können und sich ihre Angaben vielfach auch auf verblüffende Weise bestätigen. In einem vorigen Artikel ist bereits ein besonders eindrücklicher Fall aus Deutschland ausführlich geschildert worden.1 Solche Fälle führten den Medizin-Prof. Ian Stevenson von der Universität Virginia dazu, sich von 1953 an und ab 1964 vorrangig damit forschend zu befassen. „Wann immer ihm von einem Kind irgendwo in der Welt berichtet wird, das sich an frühere Leben erinnert, dann reist er – so es seine Zeit erlaubt – dorthin und untersucht den Fall, wobei ihm meist wissenschaftliche Mitarbeiter aus den betreffenden Ländern helfend zur Seite stehen. Manchmal werden … fünfzig und mehr Personen befragt, um Verifikationen einer vorliegenden Reinkarnationserinnerung durchzuführen. In seinen Unterlagen befinden sich Berichte von über 2.500 Reinkarnationsfällen!“ 2

Von einigen soll hier die Rede sein.

Der kleine Titu Singh aus Indien

Titu Singh wird in Baad, einem Dorf im Norden Indiens, als jüngstes von sechs Kindern der Eheleute Singh geboren. Im Alter von zweieinhalb Jahren beginnt er über eine andere Familie zu erzählen. Er behauptet energisch, Suresh Verma zu sein und seine Frau heiße Uma. Sie hätten zwei Kinder mit Namen Ronu und Sonu. Er habe mit seiner Familie in Agra gelebt, wo er ein eigenes Radio-Geschäft habe. Auch habe er dort ein Haus. Jemand habe ihn erschossen, und sein Körper sei zu Asche verbrannt und in den Fluss verstreut worden.

Anfangs nahm niemand seine Geschichte ernst. Doch Titu bat in den folgenden Jahren immer wieder, nach Agra zu fahren, das 13 km entfernt liegt, er habe großes Heimweh. Mehrmals versuchte der Knirps, mit einem Reisebündel alleine dorthin zu pilgern. Irgendwann beschloss ein größerer Bruder von Titus, nach Agra zu fahren und sich dort zu erkundigen, ob es ein solches Radio-Geschäft gebe. Und er fand tatsächlich ein Geschäft mit dem Namen “Suresh Radios” – das eine Witwe namens Uma besaß.

„Im Geschäft fragte er nach dem Besitzer und bekam zur Antwort, er sei einige Jahre zuvor gestorben. Als er genauer nachfragte, verwies man ihn auf die Witwe Uma Verma. Diese erzählte ihm, ihr Mann Suresh sei vor einigen Jahren vor dem Haus erschossen worden. Der Mord sei jedoch nie aufgeklärt worden. Titus Bruder berichtete ihr die Geschichte seines kleinen Bruders zu Hause, worauf Uma darauf bestand, ihn persönlich zu treffen. Als Uma Titus in seinem Dorf besucht, verhält er sich sehr eigenartig. Er fordert sie auf, sich neben ihn zu setzen. Ein sehr ungewöhnliches Verhalten für einen 6-jährigen Inder gegenüber einer erwachsenen Frau. Er fragte, ob sie ihn wiedererkenne und wie es den Kindern ginge. Uma aber ist nicht so leicht davon zu überzeugen, der Junge wäre ihr ehemaliger Mann.“ 3

Als Titu, inzwischen 6 Jahre alt, endlich nach Agra fahren kann, um Uma einen Gegenbesuch im Geschäft abzustatten, scheint er, im Bewusstsein, dass er als kleiner Junge seiner ehemaligen Frau gegenübertritt, vor Schüchternheit fast zu vergehen. Er lässt aber nicht von seinem Bemühen ab, sie zu überzeugen, dass er ihr früherer Mann Suresh gewesen sei. Er erinnert sie zu ihrer Verblüffung an Begebenheiten, die nur er und sie wissen konnten. Auch weiß er viele Details aus dem Laden und kann ihr sagen, was sich dort alles, “seit dem er weg war”, geändert hat. Die Witwe Uma Verma wurde immer mehr überzeugt, dass Titu ihr ehemaliger Mann Suresh gewesen sein müsse.

Der Fall wurde natürlich im Land schnell bekannt. Von einem Kollegen aus Indien erfuhr Prof. Stevenson davon. Er schickte die Wissenschaftlerin Antonia Mills nach Agra, die die Authentizität des Falles überprüfen sollte. Im Gespräch mit der Witwe Uma Verma schilderte diese, wie sie den Tag des Mordes erlebt hatte. Sie hätte draußen ein Geräusch gehört und sei hinausgegangen, um zu schauen, ob Sureshs Auspuff geknallt hätte. „Aber er stieg nicht aus. Als ich die Tür öffnete, fiel er mir entgegen. Ich schrie”, erinnerte sie sich. Suresh war durch einen Kopfschuss getötet worden.

Frau Mills konnte den Autopsie-Bericht einsehen, in dem die Eintritts- und Austrittswunde der Kugel genau beschrieben wird. Sie wusste, dass Prof. Stevenson bei den meisten Kindern, die sich an ein nicht weit zurückliegendes Vorleben erinnerten, eine Gemeinsamkeit festgestellt hatte: Sie waren eines gewaltsamen Todes gestorben. Und er hatte zu seinem Erstaunen herausgefunden, dass an genau der Stelle, wo in den Autopsie-Berichten die tödliche Wunde markiert war, sich jetzt bei den Kindern in derselben Form und Größe ein Muttermal befand.

Und die Aufregung war groß, als man Titus Haare an den Stellen rasierte, wo die Kugel durch Sureshs Kopf gegangen war: dort war exakt ein gleichgroßes Muttermal. – Später gelang es Titu sogar, zur Aufklärung des Mordfalles beitragen. Er konnte sich an den Namen des Mörders erinnern, der ausfindig gemacht wurde und, von der Polizei mit dem Fall konfrontiert, schließlich den Mord zugab.

James Leininger aus Louisiana

Mit zwei Jahren bereits überkamen den kleinen James nachts heftige Alpträume, mit einem Flugzeug ins Meer zu stürzen und sich nicht mehr daraus befreien zu können. Angsterfüllt flüchtete er in das Bett seiner Eltern. Als er älter wurde, erzählte er den Eltern immer mehr Einzelheiten seiner dramatischen Erinnerungen. Er sei im Krieg von Japanern mit seinem Flugzeug abgeschossen worden. Das Schiff, von dem aus er gestartet sei, habe „Natoma“ geheißen. Ein Freund mit Namen Jack Larson sei ebenfalls auf dem Schiff gewesen. Auch den Absturzort, nahe Iwojima, einer große japanische Vulkaninsel im Pazifik, wollte er auf einem Foto erkennen können. Besonders der Vater konnte das alles nicht glauben.

Von klein auf spielte der Junge am liebsten mit Flugzeugen und war besonders vernarrt in Flugzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg. Mit dem Sechsjährigen besuchten daher die Eltern ein Militärmuseum, in dem er für die alten Maschinen ein ungewöhnliches Interesse entwickelte. Der Fall dieses Jungen wurde von Dr. Jim Tucker von der Universität Virginia, dem Nachfolger von Dr. Ian Stevenson, untersucht, einem der aktuell führenden Reinkarnations-Forscher.

Die Beschreibungen des Jungen konnten mit einer großen Schlacht zwischen den japanischen und amerikanischen Streitkräften im Jahr 1945 in Verbindung gebracht werden. Die „Natoma“ war in der Tat in diese Schlacht verwickelt. Sie hieß vollständig „Natoma Bay“ und war ein U.S.-amerikanischer Flugzeugträger. Und auch ein Pilot namens Jack Larson konnte bei historischen Recherchen gefunden werden. Ein Foto von ihm im Alter von 21 Jahren zeigt mit dem Bild des inzwischen ebenso alten James Leininger eine erstaunliche Ähnlichkeit.4

Ein Skeptiker, der für den Blog Skeptico schreibt, bemerkte, dass der Junge ein Militärmuseum mit seinen Eltern besucht hatte, bevor sein Alpträume begannen. Während des Besuchs schien ihn der Anblick eines Flugzeugs zu versteinern, wie der Pittsburgh Daily Courier berichtet. Der Blogger vermutete, dass der Besuch im Museum die Alpträume verursacht haben könnte, und dass die Eltern ihn ermutigt hätten, sich an sein vergangenes Leben zu erinnern. Er glaubt die Erinnerung wäre ein Phantasie-Konstrukt des Jungen, gibt aber auch zu, es wäre schwer zu erklären, wie sich der Junge an die Namen hat erinnern können. Vor allem geht er davon aus, dass die Begeisterung der Eltern das Kind dazu verführt haben könnte, sich die Geschichte auszudenken.

Dr. Tucker ist es gewohnt, in solchen Fällen begeisterten Eltern zu begegnen und muss diesen Umstand in Betracht ziehen. Er fand jedoch auch Kinder, deren Eltern die Begeisterung für die Geschichte ihres Kindes völlig fehlte. Laut Dr. Tucker sei vor allem der Vater von James evangelischer Christ und ebenfalls jemand, dem der Gedanke an eine mögliche Wiedergeburt seines Sohnes völlig widerstrebte. Erst nach eigenen Recherchen und wegen der historischen Belegbarkeit der Ereignisse, war der Vater schließlich selbst überzeugt von der Richtigkeit der Angaben seines Sohnes.

In einem Interview mit Fox-TV erklärt der Junge, die Alpträume hätten damals aufgehört, nachdem er den Ort des Absturzes besucht hatte und sich mit seiner Vergangenheit aussöhnen konnte.“ 4

Luke Ruehlman aus Ohio

Als der kleine blonde Luke in Cincinnati in Ohio sprechen lernte, redete er öfter Gegenstände mit dem Namen Pam an. Und mit gerade zwei Jahren begann er seiner Mutter Erika Ruehlman immer wieder zu erzählen, er sei “ein Mädchen namens Pam” gewesen. Er machte auch konkrete Angaben: “Als ich ein Mädchen war, hatte ich schwarze Haare”, oder “solche Ohrringe hatte ich auch, als ich ein Mädchen war.” Außerdem meinte der Knirps, dass er in Chicago gelebt habe – und er redete auch von seinen früheren Eltern. Er sei bei einem Brand gestorben, wiederholte er immer wieder.

Die Mutter forschte schließlich im Internet nach und fand heraus, dass ihr kleiner Sohn den Brand des Paxton Hotels 1993 in Chicago meinen musste, bei dem in der Tat eine Frau namens Pamela Robinson, eine dreißigjährige Schwarze, ums Leben kam, als sie aus dem brennenden Hochhaus sprang.

„Lukes Geschichte wurde auch in der US-Realityserie „Ghost inside My Child“ gezeigt. In dieser Sendung wurden viele Kinder vorgestellt, die sich an ein früheres Leben erinnern können. Im Rahmen der Doku wurde ein Experiment mit Luke gemacht: Man zeigte ihm Fotos von mehr als 30 schwarzen Frauen, er erkannte Pamela Robinson sofort wieder. Auch nahm Lukes Mutter mit der Familie Robinson Kontakt auf und es kam heraus, dass die Erzählungen von Luke und den Angehörigen von „Pam“ nahezu übereinstimmten. Pam schwärmte sogar für den gleichen schwarzen Sänger wie Luke heutzutage.“ 5

Doch Luke erinnerte sich nicht nur daran, wie er aus einem brennenden Hochhaus in den Tod gesprungen war. Er sprach auch von dem, was er danach “im Himmel” und bei seiner Widergeburt erlebte: „Ich war Pam, aber ich bin gestorben und in den Himmel gekommen. Ich habe Gott gesehen, aber er hat mich wieder zurück auf die Erde geschubst. Als ich wieder aufwachte, war ich ein Baby, und ihr habt mich Luke genannt„, zitierte ihn seine Mutter im Radio.

„Mittlerweile ist Luke fünf Jahre alt und hat aufgehört, von seinem früheren Leben zu erzählen.“ 5

Überlegungen

Die Zahl solcher Fälle könnte aus den Büchern von Ian Stevenson und Trutz Hardo z. B. schier endlos vermehrt werden. Es gibt aber sicher noch viel mehr Kinder mit Reinkarnations-Erinnerungen, als bekannt geworden sind, deren Äußerungen von den Angehörigen jedoch nicht ernst genommen und für blühende kindliche Phantasie gehalten werden, vor allem in Europa, wo der Reinkarnations-Gedanke keine breite Tradition hat und von den christlichen Kirchen auch abgelehnt wird. Dabei können sie sich aber auf Christus nicht berufen, der die Reinkarnation als selbstverständlich vorausgesetzte, als er den Jüngern sagte, dass Johannes der Täufer der wiedergeborene Prophet Elias sei (Matth. 11, 14).

Die meisten Menschen, die sich an einen gewaltsamen Tod im vorigen Leben erinnern, werden offensichtlich in sehr kurzer Zeit wieder verkörpert, wohl, wie man sich denken könnte, um das vorzeitig abgebrochene Leben nachzuholen. Dadurch können, anders als bei Erdenleben, die viele Jahrhunderte zurückliegen, verhältnismäßig leicht physische Beweise oder zumindest Tatsachen festgestellt werden, die eine Reinkarnation dieses Menschen äußerst nahelegen, wie sich Prof. Stevenson noch mit wissenschaftlicher Vorsichtigkeit ausdrückt.

Wenn man unter der Annahme der Widerverkörperung bedenkt, wieviel Millionen junge Menschen im 20. Jahrhundert und bis in die Gegenwart in Kriegen gewaltsam ums Leben gekommen sind, kann man sich vorstellen, wie viele Menschen in kurzer Zeit wieder geboren worden sind und noch werden, die sich ja bisher nur zum geringen Teil daran erinnern und davon wiederum nur wenige Verständnis finden. Der permanente Anstieg der Weltbevölkerung könnte in dieser großen Zahl eine Ursache haben.

Die Idee der Wiederverkörperung in Europa

Der deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer, der sich viel mit orientalischer Weisheit und dem Buddhismus beschäftigt hatte, schrieb 1851: „Aber wahrlich, wenn mich ein Hochasiate früge, was Europa sei, so müsste ich ihm antworten: es ist der Weltteil, der gänzlich von dem unerhörten und unglaublichen Wahn besessen ist, dass die Geburt des Menschen sein absoluter Anfang und er aus dem Nichts hervorgegangen sei.“ 6

Doch es gibt auch eine eigene, unabhängig von asiatischen Einflüssen verlaufende Strömung der Wiederverkörperungs-Idee in Europa. Sie tritt da auf, wo Menschen die Eigenständigkeit des Geistes des Menschen, seines Ich, gegenüber dem physischen Leib stark empfinden, so dass sie sich nicht mit diesem identifizieren. Denn das ist die Voraussetzung dafür, sich selbst unabhängig und außerhalb eines physischen Leibes denken zu können, den man nach seiner Unbrauchbarkeit verlassen hat. Dies bedeutet, dass der Geist des Menschen nicht aus der irdischen Welt stammen kann, sondern in einer geistigen Welt urständen muss, in die er nach dem Tode des Leibes zurückkehrt, um über kurz oder lang  wieder „zurück auf die Erde geschubst“ zu werden und in einem neuen Leib mit neuem Namen „aufzuwachen“.

Die frühen Philosophen der griechisch-römischen Antike, wo ja noch eine große Gewissheit einer göttlichen Welt vorhanden war, aus der man kam, waren vielfach selbstverständlich von der Wiederverkörperung überzeugt, die sie gedanklich begründeten: Heraklit, Pythagoras, Sokrates, Plato, um nur einige zu nennen, auch Marc Aurel und Cicero in Rom z. B.  Plotin lehrte noch im 3. Jahrhundert n. Chr. die Reinkarnation: „Solche Dinge … wie sie dem Guten ohne Gerechtigkeit widerfahren, wie Strafen, Armut oder Krankheit, mögen wohl eintreten aufgrund von Vergehen, die in einem früheren Leben begangen wurden.“ 7 Julius Caesar wies in seinem „Gallischen Krieg“ auf die Reinkarnationsüberzeugung hin, die er bei den keltischen Druiden in Gallien und Britannien antraf.

Die christliche Sekte der Katharer wurde im 13. Jahrhundert wegen ihrer häretischen Überzeugungen – auch ihres Reinkarnationsglaubens – von der katholischen Kirche verfolgt und ausgerottet. Im 15. Jahrhundert verdammte die Kirche die Lehren des Florentiner Philosophen Pico della Mirandola, zu denen auch die Reinkarnation gehörte. Aus den gleichen Gründen wurde Giordano Bruno als Ketzer verurteilt und verbrannt. In Shakespeares Dramen gibt es immer wieder Anspielungen auf die Reinkarnation.

Die Idee der Wiederverkörperung erreichte im 18., 19. Jahrhundert in der deutschen Klassik, Romantik, bei den Denkern des deutschen Idealismus und bei einzelnen Gestalten auch noch danach einen gewissen Höhepunkt. Er wird vielfältig behandelt und ausgesprochen bei Goethe, Schiller, Novalis, Hebbel, Grillparzer, Hesse, Peter Rosegger, Richard Wagner, Wilhelm Busch und auch bei dem Amerikaner Benjamin Franklin. Neben Schelling waren Herder, Hölderlin, Fichte Hegel, Schleiermacher und Johann Peter Hebel, die übrigens alle evangelische Theologen waren, von der Wiederverkörperung überzeugt.

Goethe dichtete im „Gesang der Geister über den Wassern:

Des Menschen Seele
Gleicht dem Wasser:
Vom Himmel kommt es,
Zum Himmel steigt es,
Und wieder nieder
Zur Erde muss es,
Ewig wechselnd.

Der österreichische Dichter Peter Rosegger schrieb: „Die Unsterblichkeit, die ich meine und wünsche und habe, ist die persönliche Unsterblichkeit, die Unzerstörbarkeit des Ichbewusstseins … – Ich rate nur, dass wir das Spiel nicht auf eine einzige Karte setzen sollen, nicht auf die des gegenwärtigen Erdenlebens; dass wir froh sein mögen, diesen Körper, wenn er unbrauchbar geworden, ablegen zu können, um einen neuen, frischen anzuziehen.“ 8

Der tiefsinnige Humorist Wilhelm Busch dichtete ernsthaft:

Wiedergeburt

Wer nicht will, wird nicht zunichte,
Kehrt beständig wieder heim.
Frisch herauf zum alten Lichte
Dringt der neue Lebenskeim.

Keiner fürchte, zu versinken,
Der ins tiefe Dunkel fährt;
Tausend Möglichkeiten Winken
Dem, der gerne wiederkehrt.

Dennoch seh` ich dich erbeben,
Eh du in die Urne langst.
Weil dir bange vor dem Leben,
Hast du vor dem Tode Angst.9

Und der amerikanische Drucker, Erfinder und Staatsmann Benjamin Franklin war bereits in jungen Jahren überzeugt, dass ein Leben nicht ausreiche, um sich in der gewünschten Weise zu entwickeln, dass man weitere Leben benötige, um die Lehren aus dem vergangenen zu ziehen und sich immer weiter zu verbessern. Mit 23 Jahren entwarf er für sich den folgenden Grabspruch:

Hier ruht der Leib des Buchdruckers
Benjamin Franklin
als Speise für die Würmer, gleich dem Einband eines alten Buches,
aus dem der Inhalt herausgenommen und seiner Aufschrift und
Vergoldung beraubt ist. – Aber das Werk selbst wird nicht verloren sein,
sondern es wird dermaleinst wieder erscheinen in einer neueren, schöneren Ausgabe, durchgesehen und verbessert von dem Verfasser.“ 10

Am gründlichsten hat sich im Anfang des 20. Jahrhunderts der Anthroposoph Rudolf Steiner in geisteswissenschaftlichen Forschungen mit der Wiederverkörperung des Menschen und den damit verbundenen Schicksalsgesetzen auseinandergesetzt, sie in vielen Vorträgen von den verschiedensten Seiten beleuchtet und in Schriften logisch umfassend begründet.11

——————————–
1   Die dramatischen Erinnerungen des
2   Trutz Hardo: Ich hab schon mal gelebt, Güllesheim, 2014, S. 206
3   Epoch Times 14.6.2006, siehe auch die interessante Dokumentation im Video
4    Epoch Times 11.5.2016
5    Epoch Times 9.2.2015
6    Zitiert nach Ian Stevenson: Reinkarnation in Europa, Grafing 2014, S. 15-16
7    Zitiert nach Stevenson, S. 11
8    Zitiert nach Johannes Hemleben: Jenseits, Reinbek bei Hamburg 1980, S. 229
9    Zitiert nach Hemleben, S. 230
10    Zitiert nach Hemleben, S. 160
11    Rudolf Steiner: Wiederverkörperung des Geistes und Schicksal,
in: „Theosophie“ (Gesamtausgabe Nr. 6);
Rudolf Steiner: „Reinkarnation und Karma“, GA 34

 

 

36 Kommentare
  1. Hat dies auf Manfred O. rebloggt.

  2. Andreas permalink

    Für mich war Reinkarnation seit meiner Jugend immer etwas selbstverständliches…
    Erst später durch intensivere Beschäftigung mit Christentum/Bibel kamen Zweifel, die ich aber mittlerweile als unbegründet ansehe.

  3. Michaela Wolff permalink

    Erstaunlich, wie präzise die Erinnerungen an vorige Inkarnationen bei Kindern sein können.
    Habe vor Jahren einmal bei Rudolf Steiner irgendwo im Vortragswerk gelesen und eine Begründung dafür gefunden, warum – allgemein – der Faden der Erinnerung an vorige Erdenleben abreisst. Laut Steiner werden diejenigen Kräfte, die solche Erinnerung braucht, dafür ver-braucht, um den neuen Leib aufzubauen. Also diese Wachstumskräfte ! Beim Kind im ersten Jahrsiebt vor dem Zahnwechsel sind sie noch nicht ganz aufgebraucht.
    Ob das vielleicht ein Grund dafür ist, warum gerade Kinder so präzise Erinnerungen haben ?
    Was mich selber betrifft, so gab es in der Kindheit keine solche Erinnerung. Erst mit etwa 17 Jahren blitzte eine solche Erinnerung sehr intensiv auf, was wiederum auch mit dem Durchleben von Nahtod – also schon etwas Pathologischem – verbunden war. Und in solchem Zustand sind ja die den Körper aufbauenden Kräfte zurückgedrängt, wenn auch nur für kurze Zeit.
    Aber diese eine Sequenz von Erinnerung liess mich weder erkennen, wer “ ich“ war, noch machte sie mir erkennbar wann und wo genau das stattfand.
    Kein Vergleich zu den Erinnerungen dieser Kinder, die genau wussten, wie sie gestorben waren, wer sie waren und wo sie verkörpert gewesen waren.
    Gar kein Vergleich zu diesen spektakulären Phänomenen.
    Meine Erinnerung gibt nur her, dass „ich“ ein nicht sehr grosser Mann war, der an einer etwa drei Meter hohen Mauer aus etwas grösseren rundlichen Natursteinen, Findlingen entlang ging.
    Diese Mauer links von „mir“. Heller Tag mit blauem Himmel. Die Landschaft erinnerte an die Toskana, aber wo genau sie ist, blieb mir verborgen.
    Seitdem denke ich Reinkarnation als eine Tatsache.

  4. Die Bibel sagt in Hebräer 9,27: Und wie den Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, darnach aber das Gericht..

    Ich empfehle zur weiteren Recherche die Seite http://www.achtung-lichtarbeit.de und dazu aber auch die Bibel und hier den Römerbrief zu lesen oder mit Johannes 1 zu beginnen.

    Das Evangelium, die Heilsbotschaft des Herrn ist keine Religion. Religion versucht durch Werke zu Gott zu gelangen wie eben ja auch der Humanismus.

    Das aber geht nicht. Sündenvergebung gibt es nur durch Buße in Bekehrung. Das Evangelium ist unverdiente Gnade. Kein Mensch ist ohne Sünde und Sündenvergebung gibt es nur durch Jesus Christus der Bibel, wenn der Mensch Buße tut. Siehe dazu auch Johannes 5,24.

    Es gibt auch ein gutes Buch von Elmar Filipot, Novum Nova, Auszüge davon auf Google books. Ebenso vielleicht das Büchlein Soulsaver auf clv.de kostenlos zu laden, 36 Argumente für Gott. Auf clv.de gibt es viele Bücher kostenlos zu laden.

    Gottes Segen

    • Maranatha permalink

      Danke, Kammerjäger! Es ist schon interessant, wie sehr sich die Bemühungen des Satan inzwischen immer mehr verstärken, die Wahrheit der Bibel zu verdunkeln. Jetzt benutzt er dazu eben häufiger Kinder <10 Jahren, die noch einen geistlich sehr offenen Zugang zum Außer-/Übernatürlichen haben und deshalb auch von Jesus Christus entsprechend gesegnet sind (Lukas 18,16). Es ist kein Wunder, wenn Kinder sich an Namen, Orte und Vorgänge "erinnern", denn das sind nur die (Vor-)Kenntnisse Satans, der ihren Geist und Körper dazu benutzt, die Umwelt entsprechend vom Konzept der 'Reinkarnation' zu überzeugen, das im krassen Gegensatz zur Wahrheit der Bibel steht.

      • Michaela Wolff permalink

        @ Maranatha: “ …im krassen Gegensatz zur Wahrheit der Bibel..“ Wie kommen Sie denn darauf, dass Reinkarnation dem widerspricht, was durch die Bibel gegeben ist ?
        Diese „Wahrheit der Bibel“, wie Sie das formulierten, müssen wir ja so sehen: Christus ist Weg,Wahrheit und Leben. Das ist eine Aussage der Evangelien.
        Doch mit der Wahrheit verhält es sich doch so: Der Weg, zwischen Wahrheit und Illusion, also zwischen Wahrheit und Unwahrheit unterscheiden zu können, ist der Weg der Suche nach Erkenntnis, wofür Geistes-Freiheit die Voraussetzung ist.
        Wer uns vordiktiert, was wir als Wahrheit blind zu glauben haben „weil“ es geschrieben steht, der will uns um unsere Geistes-Freiheit bringen.
        Der betrügt uns um den Geist, und die Sünde wider den Geist ist diejenige, die nicht vergeben wird. Wer uns abverlangt, blind an eine „Wahrheit“ zu glauben, der appelliert nicht an unser selbständiges Denken und Forschen, sondern der wirkt suggestiv am Denken vorbei direkt auf den für viele Menschen im Unterbewusstsein „schlafenden“ Willen.
        So jemand führt die Menschen „hinter den Mond“, und die Ideologie mit dem Halbmond im Logo ist da eben ein ganz besonderer Geistdespotismus.
        Wir können doch – sofern wir die Bibel berücksichtigen wollen – auch die Erzählung von der „Verklärung“ auf dem Berg mit der Frage nach Reinkarnation verbinden.
        Und wenn wir Karma mit Reinkarnation verbinden, finden wir folgendes: Die Wirkungen unserer Taten und Unterlassungen bekommen wir in den darauffolgenden Erdenleben zu spüren. Ruft uns nicht dieser Gedanke auf, uns selbst zu erziehen ?

      • Hallo Maranatha, danke dir für die Antwort. Ein paar aktuelle Texte habe ich gerade verfasst, auf http://www.bibelmedizin.wordpress.com.

  5. Ingrid Kopp permalink

    Texte mit grauen Buchstaben sind schwer leserlich

  6. kannman permalink

    1965 geb. in Hamburg, die erinnerung (schönes Wort für hervorholung des inneren) an mein letztes Leben ist leider nur soweit vorhanden, wie es mein sterben betrifft.
    Hervorholen konnte ich diese vergangenheit mit der Malerei im frühen Alter.
    Es gab nur eine Thematik, bei der ich mit wenigen Strichen größtmöglichen Ausdruck und Stilsicherheit hinbekam, es war das 2te World War u. KZ Thema, da ich mit anderen Malern unterwegs war, hatten diese sich darüber gewundert und mich ermuntert, da weiterzumachen.

    Das tat ich bis zu meinem letzten Bild, nachdem ich den Pinsel nicht mehr anrührte, es zeigte jemanden, der bei dem versuch, dem Massengrab zu entfliehen, verhungert. Er erstarrt in einer krappelnten Pose mit dem Gesichtsausdruck eines Siegers der König geworden ist.

    Ich kann für mich aus diesem Thema entnehmen, wie die Geisteshaltung von Sieg und Niederlage sich auf das nächste Leben auswirkt.

  7. Ranma permalink

    Fassadenkratzer erfährt wohl gerade einen Neptuntransit…

    Ich war mal eine halbe Ewigkeit auf der Jagd nach einem Buch von Ian Stevenson. Das Wissen aus alten Büchern bleibt uns im Internetzeitalter weitgehend vorenthalten. Gute Bücher gab es bis ungefähr in die 1980er, danach konnten sich mehr Leute eine Veröffentlichung leisten und heute schreibt jeder Depp ein eigenes Buch. Es ist jetzt eher etwas Besonderes, noch kein eigenes Buch geschrieben zu haben. Also worauf ich hier hinaus will ist, daß nicht mehr passiert, sondern nur mehr geschrieben und veröffentlicht wird. Das meiste davon ist zwar Unfug, aber wenn sich Kinder an frühere Leben erinnern, dann wird auch darüber mehr geschrieben, weil irgendetwas muß man in das eigene Buch, das fast jeder heutzutage haben muß, schließlich hineinfüllen…

    Ich bin froh darüber, daß man sich heutzutage leichter über die Forschungen von Ian Stevenson und Ähnliches informieren kann, nur Internetzugang vorausgesetzt. Für mich selbst habe ich die Frage nach der Reinkarnation außerdem noch durch Religionsvergleich gelöst. Sogar im Judentum gilt Reinkarnation als selbstverständlich. Erst der Katholizismus ist davon abgewichen und davon wiederum stammt wohl der Islam ab. Zu dem Zusammenhang gibt es hier sicherlich auch irgendwo einen Artikel. Bisher habe ich noch keine weitere Religion gefunden, die Reinkarnation leugnen würde.

    Was mir bisher allerdings noch nicht vergönnt war, ist Einblick in meine eigenen früheren Leben, obwohl ich einige Versuche dazu unternommen habe. Ich kenne einige Anleitungen dazu und ungefähr gleich viele Warnungen, daß das keine gute Idee ist. Die eigentliche Frage ist nämlich: Wie weiter? Was fange ich nun mit dem Wissen um die Reinkarnation an?

    • Ranma permalink

      „Was fange ich damit an?“ Mal zur Erläuterung dieser Frage:

      Einst meditierte ein Yogi unter einem Bodhi-Baum. Das ist in Indien sehr beliebt, weil der Buddha unter einem Bodhi-Baum zur Erleuchtung fand. Der Yogi hatte eine Vision, in der ihm offenbart wurde, wieviele Inkarnationen noch vor sich habe: „Betrachte den Baum. Du hast noch hundertmal so viele Inkarnationen vor dir wie dieser Baum Blätter hat.“ Es war ein großer, weitausladender Baum mit sehr vielen Blättern. Da rief der Yogi erfreut: „Was, nur noch so wenige?!“

      Wenn ein Europäer mit der Armut, hungernden Kindern, fehlender Trinkwasserversorgung und fehlender Abwasserentsorgung und sich dadurch ausbreitenden Seuchen in indischen Slums konfrontiert werden, dann reagieren sie darauf so: Die Europäer gründen eine Hilfsorganisation, sammeln Spendengelder und versuchen dann mit kleinen Projekten wenigstens etwas Abhilfe zu schaffen.

      Inder lösen das gleiche Problem so: In der nächsten Inkarnation geht es uns besser. Falls nicht in der nächsten, dann in der übernächsten oder in der zehntnächsten oder nach hundert oder wenigstens nach tausend Inkarnationen. Falls man nichts besonders Schlimmes tut, dann wird das Gesetz des Karmas schon dafür sorgen. Was man in einer Inkarnation aushalten kann, das kann man auch noch zehn oder hundert weitere Inkarnationen aushalten. Vielleicht kann man es nicht aushalten und stirbt. Wenn man jung stirbt, dann wird man im gleichen Zeitraum öfter wiedergeboren und verbringt insgesamt mehr Zeit jung und kräftig. Außerdem helfen die Europäer besonders gerne Kindern. Also besteht kein Handlungsbedarf. Nicht in dieser Inkarnation und nicht in der nächsten und nicht in der übernächsten.

      Manchmal kommen Europäer dann noch auf solche Ideen wie Kondome und andere Verhütungsmitteln in den Slums zu verteilen. Das kann der Inder in so weit nachvollziehen, daß nicht im Slum geborene Kinder irgendwo anders reinkarnieren müssen und dann vielleicht die Chance auf ein besseres Leben haben. Aber dann denkt der Inder weiter: Wenn das Karma weiterhin erfordert, in einem Slum geboren zu werden, dann wird es den Slum dafür auch geben. Wenn das Karma, das zur Geburt im Slum führte, abgearbeitet ist, dann wird der Slum so oder so verschwinden. Hängt der Europäer wirklich der kruden Idee an, daß er den Prozeß irgendwie beschleunigen könnte?

      Wissen um die Reinkarnation, vor allem zusammen mit einer Vorstellung von Karma, führt also zum Bewußtsein von Machtlosigkeit und als Konsequenz gerne zur Untätigkeit. Genau deswegen kann der Europäer diese Vorstellung nicht ertragen. Deswegen mußte der Europäer sich Religionen erschaffen, in denen man die Reinkarnation leugnen kann. Viel konsequenter als im Katholizismus noch wird das im Marxismus getan. Der ist ein frühes materialistisches Weltbild und die Grundlage weiterer materialistischer Weltanschauungen.

      • Michaela Wolff permalink

        Die Anthroposophie Rudolf Steiners unterscheidet zwischen der Wiederverkörperung des Geistes – also der Ichheit – und der Seelenwanderung.
        Sie unterscheidet zwischen dem Leib, der mit der Vererbung verbunden ist und der Seele, mit der das selbst geschaffene Schicksal bzw. Karma zu tun hat, und sie spricht von der Wiederverkörperung des Geistes, der Ichheit. Der Geist entwickelt sich gerade durch die Inkarnationen weiter.
        In den östlichen Lehren, deren Symbol der „Feigenbaum“ bzw. Bodhibaum ist, geht es aber um das Fliehen vor dieser Welt, um ein Hinauskommen aus dem „Rad der Wiederkehr des Gleichen“. Vom Christus ist uns gesagt, dass er an einem „Feigenbaum“ keine Früchte fand sondern nur Blätter., Da brachte er diesen Baum zum Verdorren bis zur Wurzel.
        Es ist nicht mehr die Zeit der Feigen.
        Nur hat der Katholizismus den Unterschied zwischen Seele und Geist verwischt, hat sogar per Konzilsbeschluss anno 869 zu Byzanz die ur-christliche Trinitätslehre abgeschafft, die besagt, der Mensch besteht aus 1.) Geist 2.) Seele und 3.) Leib. Der „Geist“ wurde abgeschafft.
        Wissenschaft wurde um den Geist gebracht,indem die wahre Esoterik aus der Lehre entfernt worden ist. Der Klerus verfolgte und tötete die Esoteriker und Okkultisten, weil dieser Klerus das Monopol auf den Geist ganz für sich wollte.
        So entstand eine Geistesleere intern der Wissenschaft. Und dieses Vakuum führte dann dazu, dass später der Marxismus entstehen konnte.
        Wo der sich in Asien ausbreitete unter z.B. Pol Pot, da wurden Massen von Menschen grausam umgebracht. Und die Wirkung dieses Leides, das sie auf der Erde durchmachten, könnte diese Seelen und Geister dazu bewegen, auf weitere Inkarnationen gar keinen Wert mehr zu legen. Das wäre – so betrachtet – ganz im Sinne derer, die dem Erdendasein zu entfliehen suchen, anstatt Inkarnationen als Möglichkeit der Entwickelung der Ichheit aufzufassen.

      • Ranma permalink

        „Die Anthroposophie Rudolf Steiners unterscheidet zwischen der Wiederverkörperung des Geistes – also der Ichheit – und der Seelenwanderung.“

        Rudolph Steiner hat eine Unmenge Zeug geschrieben. Mehr als mancher Akademiker (also sehr belesene Leute) in seinem ganzem Leben liest. Ich würde mir wünschen, daß es wenigstens eine Art Übersicht über die ganze anthroposophische Lehre gäbe.

        „In den östlichen Lehren, deren Symbol der „Feigenbaum“ bzw. Bodhibaum ist, geht es aber um das Fliehen vor dieser Welt, um ein Hinauskommen aus dem „Rad der Wiederkehr des Gleichen“.“

        Oh ja. Das ist möglicherweise eine kluge Idee. Der Europäer, dem das Wissen um die Wiedergeburt mehrere Generationen lang vorenthalten wurde, möchte das Rad der Wiederkehr lieber als Chance begreifen. Vielleicht liegt das jedoch nur daran, daß ihm das Wissen darum so lange verwehrt wurde. Ähnlich wie auch Tierschutz erst als erstrebenswert gilt seit der Stadtmensch sich von der Natur entfremdet hat und nicht mehr täglich Tiere sterben sieht. In diesem Fall war auch das Vorenthalten des Wissens um die Wiedergeburt ein notwendiger Entwicklungsschritt.

        „Und die Wirkung dieses Leides, das sie auf der Erde durchmachten, könnte diese Seelen und Geister dazu bewegen, auf weitere Inkarnationen gar keinen Wert mehr zu legen.“

        Zwar mußte ich nicht das Grauen unter den Roten Khmer erleiden, dafür aber andere Grausamkeiten. Ich bin durchaus so weit, daß ich garkeinen Wert auf eine weitere Inkarnation lege. Um die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Inkarnation meinerseits zu verringern, verzichte ich auch darauf, meine jetzige vorzeitig zu beenden. Das ist also auch etwas, das vom Wissen um die Reinkarnation bewirkt wird. Der Katholizismus war stattdessen gezwungen, den Selbstmord zur Todsünde zu erklären. Als Europäer will ich mich trotzdem weiterentwickeln. Vielleicht kommen dafür Inkarnationen auf anderen Planeten in Frage. Das ist eine Sache, die ich mir wahrscheinlich nur deswegen vorstellen kann, weil es inzwischen die entgeistigte Wissenschaft gibt, die solche Vorstellungen möglich gemacht hat. Also die Leugnung der Reinkarnation erfüllt wohl gerade eine Aufgabe im Sinne der Weiterentwicklung der Ichheit.

        Auch Leid scheint eine Funktion in diesem Sinn zu haben. Schon im Alten Testament erinnert Gott sein Volk immer wieder an vergangenes Leid. Diese Erinnerungen begleiten Forderungen, andere nicht schlecht zu behandeln. Eigenes Leid scheint notwendig zu sein, um Empathie zu entwickeln. Zwar würde ich von mir behaupten, daß ich schon immer viel Mitgefühl hatte, aber ich habe schließlich schon von frühester Kindheit an Prügel eingesteckt. Das Einzige, was das Leben auf der Erde wirklich im Überfluß bietet, ist Schmerz und Leid in allen Varianten. Obwohl ich manche der Varianten nur vom Hörensagen kenne, habe ich genug Leid erfahren. Darum wüßte ich nicht, was ich in Zukunft noch auf unserem Planeten verloren hätte.

        So ein Entschluß ist nur ein Teil der Möglichkeiten, wenn man sich tatsächlich fragt: Was fange ich mit meinem Wissen umd die Reinkarnation an? Ein anderer und sehr europäischer Ansatz ist: Ab nun bestimme ich selbst, wo ich wiedergeboren werde. (Vielleicht tun wir das, aber dieser sehr europäische Ansatz will das bereits in der jetzigen Inkarnation festlegen.) Ein weiterer ist auf das Wissen aus eigenen vergangenen Inkarnationen zugreifen zu wollen. Für beide Ansätze findet man Leute, die einem entsprechende Methoden anbieten. Ob das zuverlässige Methoden sind oder nur Unfug, läßt sich leider nicht feststellen bevor man die Inkarnation beendet hat.

  8. anders olafson permalink

    Es gibt heute, neben den von Ihnen erwähnten Begebenheiten, auch bei Nahtoderlebnissen beweisbare Tatsachen die sich einfach nicht mehr weg diskutieren lassen. Was über Jahrtausende normal-tägliches Gedankengut der Menschen war, kann jetzt auch der verbohrte, überbordende Materialismus in der Naturwissenschaft nicht mehr ignorieren. Dabei kommt es innerhalb der „Götter des unfehlbaren Wissens “ zu recht erheiternden Verrenkungen.

    Neuerdings dürfen speziell ausgesuchte Renegaten (die ihre Position natürlich nicht gefährden) hochwissenschaftlich verbrämt, erstmals auch Theorien veröffentlichen, welche diese Phänomene ins (sebstverständlich materialistische) Weltbild einpassen. Bevor auch noch die letzten Felle der Glaubwürdigkeit der Allwissenden im Elfenbeinturm davon schwimmen, werden alle Register gezogen. Denn Eines dürfte doch klar sein: Wenn sich BEWEISEN lässt, dass das Ablegen des Körperleibes nicht den ewigen Tod, sondern nur den Beginn des Übergangs in anderen Seins-Zustand bedeutet, bräche nicht nur das herrschende Wissenschaftsparadigma sondern auch die Macht der Katholen in Rom zusammen. Zu lange haben sie ihre Schäfchen belogen.

    Kurz noch zu den ulkigen Verrenkungen in der „exakten Wissenschaft“. Es wird neuerdings sogar die Quantenphysik bemüht um das gefährliche Knirschen im Gebälk zu übertönen. Ich meine, mit dem Planckschen Unsinn kann man so gut wie alles beweisen oder auch widerlegen – wie´s gerade passt. Dazu werden u.a. auch die bahnbrechenden Arbeiten von Pribham und Bohm* derart verdreht und ihres ursprünglichen Inhaltes beraubt, dass man nur noch im Gossenjargon fragen kann: Tickt ihr noch richtig? Glaubt ihr wirklich, dass euch das noch retten wird? Eine grundlegende Neuausrichtung wäre wohl eher angebracht. Das ist allerdings ein anderes Schnack.

    Danke schön, dass Sie sich diesem Thema widmeten.

    *Pribham (Psychologe) und Bohm (Physiker) wandten sich diesem Thema, sehr ernsthaft und nach den Kriterien der wissenschftlichen Methodik nachvollziehbar, Ende der 50iger Jahre zu. Sie kamen trotz unterschiedlichen Herangehens an das Thema zur gleichen Aussage: Die Inkarnation ist eine Tatsache. Beide mussten den Preis für ihre Ehrlichkeit zahlen. Einfach mal im Netz stöbern.

  9. rzz permalink

    Katharen waren keine Christen, sondern Gnostiker. Ein kleiner, aber wichtiger Unterschied.

    Ansonsten zum Thema – kennt man so seit Jahrhunderten, in meiner Kindheit (70er/80er) hatten diese Stories auch so eine Hochphase. Nichts davon war jedoch echt.

    Purer abergläubischer Unfug, was auch bisher immer bestätigt wurde, wenn man es tatsächlich nachgeprüft hat.

  10. Michaela Wolff permalink

    @ Ranma: “ Ob das zuverlässige Methoden sind oder nur Unfug, lässt sich leider nicht feststellen bevor man die Inkarnation beendet hat.“

    Bei manchen Menschen scheint ja weiter nichts als „Neugier“ die Triebfeder zu solchem Suchen zu sein. Man zahlt dann irgendwelchen (angeblich) kompetenten Leuten etwas, die dann z.B. „Rückführungen“ anbieten. Der „Neugierige“ wird dann irgendwie in einen herabgedämpften Bewusstseinszustand gebracht und soll sich an vorige Leben erinnern.
    In mir ist weder solche „Neugier“ vorhanden, noch möchte ich mich derart „hypnotisieren“ lassen.

    „Was fange ich mit meinem Wissen um die Reinkarnation an ?“ Haben Sie denn da ein wirkliches Wissen ? Eine klare Erinnerung an ein oder mehrere vorige Erdenleben ?
    Ich meine, man muss ja in einen Bewusstseinszustand kommen, der über dem gewöhnlichen Alltagsbewusstseinszustand liegt, um dafür wach zu werden.
    Man muss ja dafür irgendwie mit dem Bewusstsein aus dem materiellen Körper rauskommen.
    Entweder zieht man sich selbst bewusst raus, indem man meditiert, übt, sich trainiert, was lange Zeit brauchen kann. Oder man durchlebt einen Schock, z.B. Nahtod, wodurch man rauskommt.
    Aber man muss anschliessend auch wieder auf gesunde Weise hineinkommen in den Leib.
    Ein Kind von vier, fünf Jahren usw. ist noch gar nicht so fest mit seinem materiellen Körper verbunden. Da ist der Körper noch kein so grosses Hindernis, aus dem man schwer hat, mit dem Bewusstsein rauszukommen. Vielleicht erinnern sich daher Kinder viel müheloser an vorige Erdenleben, als bei Erwachsenen möglich ist ?

    Zu : „Schmerz und Leid“: Schmerz und Leid sind ja auch Wachmacher. Betäubung des Leides bringt uns dem Schlaf nahe. Indem wir Schmerz empfinden, spüren wir auch uns selbst.
    Z.B. schneiden wir Rosen. Ein Dorn ritzt unsere Haut, und wir spüren einerseits das Dasein des Dornes, spüren andererseits aber auch uns selbst. Leid bringt so gesehen auch Selbstbewusstsein mit sich. Könnte nicht sein, dass wir nur hier auf der Erde ein wirkliches Selbstbewusstsein als ein Ich entwickeln können ? Dass – wären wir rein geistige, nicht verkörperte Wesen – wir zwar Bewusstsein haben könnten aber kein Selbstbewusstsein als ein Ich entwickeln würden ?
    Das zu Ihrer Bemerkung: “ Darum wüsste ich nicht, was ich in Zukunft noch auf unserem Planeten verloren hätte.“

    „…Wissen um die Wiedergeburt mehrere Generationen lang vorenthalten “ Wer anderen Menschen irgendein Wissen vorenthalten will, der muss dieses Wissen ja selber erstmal haben.
    Und wer solches Wissen hat, der kommt ja gar nicht umhin, den Begriff der Ewigkeit sowohl mit dem des Vorgeburtlichen als auch mit dem des Nachtodlichen zu verbinden.
    Der Katholizismus spricht in dem Zusammenhang nur vom Nachtodlichen und nicht vom Vorgeburtlichen.

    Zur Anthroposophie Steiners und der „Uebersicht“, die Sie wünschen: Da gibt es gewiss kompetentere Menschen als ausgerechnet meine Wenigkeit. Bin selber der „offiziellen“ AG/AAG gar nicht zugehörig. Habe aber rein autodidaktisch sämtliche von Steiner selbst verfassten Bücher und darüber hinaus grosse Teile des Vortragswerkes gelesen, weil mich das – seit einer Nahtoderfahrung in jungen Jahren – einfach brennend interessiert.
    Anthroposophie Steiners ist nicht nur eine Lehre, sondern sie ist ein Lebewesen, ist auch Leben.
    Ueber Buddha las ich bei R.S., der sei „Weg und Wahrheit“, doch Christus ist laut R.S. „Weg, Wahrheit und Leben“.

    Woher stammt denn Ihr ganz persönliches Interesse an diesen Fragen betreffs Reinkarnationen ?

  11. Ranma permalink

    @Michaela Wolff: „Woher stammt denn Ihr ganz persönliches Interesse an diesen Fragen betreffs Reinkarnationen ?“

    Na, ich wollte wissen, was mit mir passiert, wenn ich mich selbst umbringe. Seit wann siezen wir uns eigentlich? Was habe ich Ihnen getan?

    Eigene Nahtoderfahrungen habe ich nicht. Obwohl, wie nahe ist eine Bewußtlosigkeit da dran? Durch Befragung anderer konnte ich nur drei Fälle sammeln, weil Nahtoderfahrungen selten sind. Demnach würde es zwei Drittel für einfach nichts nach dem Tod stehen. Natürlich sind das viel zu wenige Fälle für eine statistisch relevante Aussage. Aber um Statistik geht es dabei nicht, weil mir schlecht zu zwei Dritteln etwas anderes passieren kann als im dritten Drittel.

    Rückführungshypnose ist sicherlich das verbreitetste Verfahren, um Informationen über frühere Leben zu sammeln. Obwohl die Zuverlässigkeit dieses Verfahrens bestenfalls sehr umstritten ist. Ich selbst will mich auch nicht hypnotisieren lassen. Es ist für mich aufgrund von Erfahrungen und noch (wohl bis zu meinem Lebensende) bestehender Situation völlig unmöglich, mich freiwillig in einen wehrlosen Zustand zu begeben. Aus dem gleichen Grund scheiden auch Astralreisen für mich aus, obwohl die Fähigkeit dazu sicher sehr bereichernd wäre.

    Trotzdem erschließt sich mir nicht, warum Neugier in gewissen Kreisen so verpönt ist. Neugier ist doch etwas Gutes?

    Es gibt eine Anthroposophie-Netzseite, aber dort heißt es nur, daß das Material, das Rudolph Steiner hinterlassen hat, erst noch gesichtet werden muß. Rudolph Steiner hat es tatsächlich geschafft, ganz alleine ein Big-Data-Problem zu erzeugen.

    Angeblich gibt es Leute, die unfreiwillige außerkörperliche Erfahrungen dadurch hatten, daß sie Schläge einsteckten. Mit vier, fünf Jahren habe ich praktisch täglich Schläge eingesteckt. Die Kombination aus dem jungen Alter und der Gewalt hätte mich demnach weit aus dem Körper katapultieren müssen. Trotzdem habe ich nicht eine einzige Erinnerung an eine außerkörperliche Erfahrung. Auch auf das Spüren meinerselbst auf diese Weise hätte ich gerne verzichtet.

    Natürlich muß es irgendeinen Sinn haben, daß wir uns auf der Erde inkarnieren. Aber solange wir kein gesichertes Wissen über das Ob und das Wie haben, wissen wir erst recht nichts über das Warum. Ich kann mir vorstellen, daß ich genug Inkarnationen hinter mir habe. Aber wir wissen noch nichtmal, ob die Inkarnationen freiwillig geschehen. Die fernöstlichen Lehren bestreiten das.

    Wie hätte die katholische Kirche die Reinkarnationslehre abschaffen können, wenn sie die nicht gekannt hätte? Natürlich sorgte sie für das Vorenthalten des Wissens darum. Wir wissen auch nur deswegen von diesem Vorgang, weil es Aufzeichnungen darüber gibt. In den höherrangigen Kreisen der Kirche war also immer bekannt, was im frühen Christentum gelehrt wurde. Sogar das Vorgeburtliche dürfte in der Kirche bekannt gewesen sein, sonst wäre es doch befremdlich, daß die islamische Theologie das Vorgeburtliche kennt.

    Die Verbannung der Reinkarnation aus der katholischen Lehre geschah ungefähr fünfhundert Jahre vor der Verwischung zwischen Geist und Seele. Bisher war mir nichtmal bekannt, daß das bewußt geschah. Bisher hielt ich übersinnliche Erfahrungen einfach für zu abstrakt, um präzise sprachliche Ausdrücke dafür zu finden. Alles Weitere dazu käme demnach nur von Theoretikern. Nun frage ich mich natürlich, wozu die Verwischung der Begriffe dient.

    Das Thema der Reinkarnation scheint hier beim Fassadenkratzer viel weniger Leute zu interessieren als die wirtschaftlichen Themen. Das alleine läßt schon weitere interessante Schlußfolgerungen zu. Man sollte doch gerade dort berücksichtigen, daß unsere Zeit auf Erden begrenzt und der fiese Dämon Mammon, der uns die Sch… des Teufels gegen unsere Seelen verkauft, keinesfalls ein Freund ist.

    • @ranma
      „Das Thema der Reinkarnation scheint hier beim Fassadenkratzer viel weniger Leute zu interessieren als die wirtschaftlichen Themen.“

      Nein, das stimmt nicht. Das Interesse misst sich nicht an der Zahl der Kommentare, sondern an der Zahl der Aufrufe. Die liegt höher als bei den meisten anderen Artikeln.

  12. Michaela Wolff permalink

    @ Ranma: “ Seit wann siezen wir uns eigentlich ? Was habe ich Ihnen getan ?“

    Wir können uns auch gerne duzen. Wollte nur vermeiden, unhöflich -aufdringlich oder allzu persönlich rüberzukommen.
    Du schreibst ja von „Rückführungshypnosen“ und fragst Dich, wie nahe denn „Nahtoderfahrungen“ an einer „Bewusstlosigkeit“ dran sind. Es ist ja Reinkarnation das eigentliche Thema, um das es hier geht. weniger sind es Nahtoderfahrungen. Aber um bis zu einer wachen selbstbewussten Erinnerung an ein voriges Erdenleben kommen zu können, muss das Ichbewusstsein ja eine Schwelle überschreiten, die normalerweise nur bei realem Tod überschritten wird.

    Da ist aber die primäre Frage, ob solcher Schwellenübertritt überhaupt bewusst stattfindet oder ganz im Unbewussten bleibt. Es gibt z.B. sehr viele Menschen, die irgendwie während einer Operation o.ä. anderen Gegebenheiten das durchmachen, was die Mediziner als „Klinischer Tod mit Reanimation“ benennen. Und da gibt es einerseits Menschen, die während dieser Phase des sogenannten „klinischen Todes“ den „Faden des Selbstbewusstseins“ festhalten. Das sind solche, die Nahtod bewusst durchmachten und nachher ihre Erinnerungen beschreiben können.
    Andererseits gibt es aber auch viele Menschen, die auch Nahtod durchmachten und reanimiert werden mussten, die aber gar keine Erinnerung haben, wenn sie im Aufwachraum o.ä. wieder zu sich (!) kommen. Da hat deren Ich sozusagen das verschlafen.

    Also man würde zu kurz denken, wenn man da verallgemeinern würde und denken würde, dass Suizid einem da zum Wissen verhelfen müsse. Da ist eben das individuelle Bewusstsein und somit die Frage nach einer individuellen Kontinuität des Bewusstseins das Wesentliche, mit dem die Frage des Erinnerungsvermögens zusammenhängt. Ist ja auch ähnlich beim Schlaf. Wenn wir die Träume z.B. im Gedächtnis festhalten wollen, müssen wir die Augen beim Erwachen eine Weile geschlossen halten. Wenn wir beim Aufwachen gleich – ohne den Uebergang vom Traumbewusstsein zum Wachbewusstsein bewusst zu erleben – die Augen aufreissen, sind diese Traumerinnerungen futsch. Um diese Uebergänge geht es !
    Darum geht es, den Uebergang zwischen Wachen und Einschlafen sowie zwischen Schlafen und Aufwachen bewusst zu erleben. Und ähnlich bei Reinkarnation. Da sind die Uebergänge realer Tod und Neugeburt usw. Warum da manche Menschen solche Erinnerungen festgehalten haben und andere nicht, halte ich für eine Frage, für die das Individuum der Mass-Stab ist.
    Es ist ja auch eine individuelle Willensfrage, ob jemand überhaupt z.B. daran interessiert ist, seine Träume festzuhalten. Auch, ob jemand an vorigen Erdenleben interessiert ist.
    Wer ganz materialistisch denkt, der kann ja diesen Fragen kein Interesse aufbringen und muss daher all das für „abergläubischen“ Kokolores betrachten.

  13. Ranma permalink

    @hwludwig:
    Man weiß ja nicht, wer die Aufrufe gemacht hat und warum. Für das zuverlässigste Maß halte ich daher die Anzahl der Kommentatoren. Natürlich nicht die der Kommentare, schließlich mache ich selbst mehrere.

    @Michaela Wolff:
    „Andererseits gibt es aber auch viele Menschen, die auch Nahtod durchmachten und reanimiert werden mussten, die aber gar keine Erinnerung haben, wenn sie im Aufwachraum o.ä. wieder zu sich (!) kommen. Da hat deren Ich sozusagen das verschlafen.“

    Also wie bei einem Traum. Vielleicht kann man sich aus den gleichen Gründen nicht erinnern. Beim Traum ist es trainierbar. Allerdings so zäh und langwierig, daß ich dieses Training bereits aufgegeben habe und mich wieder nicht mehr an meine Träume erinnere. Nahtodeserfahrungen will man verständlicherweise garnicht üben. Darum wäre die nächste in der Forschung zu klärende Frage: Kommen Erinnerungen an Reinkarnation und Nahtodeserlebnisse hauptsächlich bei denen vor, die sich auch gut an ihre Träume erinnern können? Gilt auch der Umkehrschluß? Kritiker würden ein positives Ergebnis in dem Punkt natürlich gleich nutzen, um jede Nahtodeserfahrung zu einem Traum zu erklären. Das wirkliche Problem an der Fragestellung ist allerdings, daß entsprechende Informationen bei den Fällen der Vergangenheit nicht eingeholt wurden.

    „Also man würde zu kurz denken, wenn man da verallgemeinern würde und denken würde, dass Suizid einem da zum Wissen verhelfen müsse.“

    Das ist die Idee des Filmes „Flatliners“, nicht meine.

    „Wenn wir die Träume z.B. im Gedächtnis festhalten wollen, müssen wir die Augen beim Erwachen eine Weile geschlossen halten. Wenn wir beim Aufwachen gleich – ohne den Uebergang vom Traumbewusstsein zum Wachbewusstsein bewusst zu erleben – die Augen aufreissen, sind diese Traumerinnerungen futsch.“

    Gerade die Extrazeit nach dem Aufwachen ist wohl für viele unerreichbarer Luxus. Also nicht unbedingt eine Willensfrage. Allerdings wollte ich eigentlich mit dem Erinnerungstraining dem Klarträumen (wenn ich schon nicht astralreisen kann) einen Schritt näherkommen. Aber ich kam keinen Schritt näher und es gibt sogar Klarträumer, die sagen, daß das sich widersprechende Ziele sind. Das sind die Hauptgründe, warum ich das wieder aufgegeben habe. Das Erlernen des Klarträumens habe ich auch aufgegeben, weil das zu schlechtem Schlaf führen und so noch mehr Zeit rauben soll als das Erinnern von Träumen.

    Das wird wohl alles von den gleichen Leuten als Kokolores betrachtet. Das ist wahrscheinlich gut so. Die Reinkarnation alleine ist noch keine große Erkenntnis. Für die meisten Menschen auf der Welt ist Reinkarnation nichts weiter als eine Selbstverständlichkeit. Wirklich interessant sind erst die nächsten Fragen: Habe ich mich wirklich für meine Inkarnation entschieden? Wurde sie vorher geplant? Muß das nicht bedeuten, daß die prägenden Ereignisse des Lebens schon vorher feststehen? Also ist die Zukunft vorherbestimmt? Sollte ich einen freien Willen haben, dann könnte ich mich trotzdem niemals gegen etwas entscheiden, das von meinem Karma verlangt wird? Inwiefern kann man das noch als freien Willen bezeichnen? Falls meine Inkarnation aber einfach einem Naturgesetz folgte, dann ist das Universum deterministisch und es steht sowieso alles von vorneherein fest? Falls jedoch die Zukunft vorherbestimmt ist, welchen Unterschied gäbe es dann noch zwischen einer bewußten und einer unbewußten Inkarnation, außer daß sich das höherentwickelte Bewußtsein selbst mit seinen Entscheidungen und mit solchen Fragen quält? Wieso bringt das Thema der Reinkarnation nur mich auf solche Fragen?

  14. Michaela Wolff permalink

    @ Ranma: “ Habe ich mich wirklich für meine Inkarnation entschieden ? Wurde sie vorher geplant?“

    Dieselben Fragen, die Dich bewegen, die bewegen auch mich. Danke Dir für diesen Kommentar.
    Wenn wir uns im Leben mal irgendwie „blamieren“ und uns dafür schämen, könnten wir glauben, dass wir nicht uns jemals dafür „entschieden“ haben, solche Blamage zu erleben.
    Aber sofern wir davon ausgehen, dass in uns ein rein geistiger höherer Mensch lebt, für dessen Sein wir nur noch nicht aufgewacht sind, den wir also normalerweise „verschlafen“, dann schaut die Sache anders aus.

    Nehmen wir mal an, dass dieses höhere Ich unsere geistige Führung ist, die uns schon vor der Inkarnation (und Konzeption) in der geistigen Welt begleitet. Das ist der Herr unseres Karmas.
    Wenn wir in einer vorigen Inkarnation viel Lügen erzählt hatten, dann ist aus der Sicht dieser Führung heraus notwendig, uns die Wirkungen der Lügen erlebbar zu machen.
    Wirkung der Lüge ist Dummheit. Wir werden selber dumm wiedergeboren, weil wir in vorigen Leben andere verdummt hatten, indem wir sie belogen hatten.
    Und wenn wir nun aus solcher Dummdusseligkeit heraus uns selber mal „bis auf die Knochen blamieren“, ist da aus der Sicht unserer geistigen Führung eine Notwendigkeit.
    Denn das Leid macht uns wach dafür, aus Fehlern zu lernen.

    Diese Frage nach der Entscheidungs- bzw. Willensfreiheit – meine ich – müssen wir ja auch so sehen: Manches unterliegt unserer eigenen Willkür, anderes gar nicht. Unserer Willkür unterliegt, ob wir z.B. eine Kerze anzünden. Dadurch bringen wir Wärme und Licht in den Raum.
    Auch im menschlichen Organismus finden fortwährend Wärmeprozesse statt.
    Aber dieses „innere Feuer“- wenn ich so sagen darf – der Blutwärme, das haben wir nicht selber willkürlich entzündet.
    Wir müssen atmen, müssen trinken, müssen essen, müssen verdauen usw. Das alles ist unserer bloss menschlichen Willkür entzogen. Doch hinter unserem Müssen lebt höherer Wille, dem gegenüber das gewöhnliche Bewusstsein „schläft“.
    Und all diese Uebungen, die Du beschreibst, dienen ja eigentlich nur dazu, bewusstseinsmässig wach zu werden für das, was als Wille da lebt.
    Z.B. „Erinnerungstraining“ Geht mir ähnlich wie Dir, denn auch ich habe mich dafür entschieden, das zu trainieren und tue das seit 1993, aber es fällt mir sehr, sehr, sehr schwer.
    Eine Methode ist die: Abends direkt vor dem Einschlafen rückwärts den gesamten Tagesablauf erinnern. Tagsüber ging man die Treppe in den Keller runter. Rückwärts erinnert sieht man sich also rückwärts die Treppe raufgehen usw. Selbst nach so langer Zeit gelingt mir selten, bis zum Aufwachen am vorigen Morgen anzukommen, weil ich es kaum schaffe, das rückwärts durch zu erinnern. Schlafe oft vorher ein…
    „Die Reinkarnation alleine ist noch keine grosse Erkenntnis.“ Sehe ich genauso.
    Ich rechne diese Phänomene eher unter „Nebenwirkungen“ der geistigen Entwickelung.
    Und wenn jemand all diese Dinge, die mit Reinkarnation und Nahtoderfahrung zusammenhängen, als „abergläubisch“ betrachtet und dafür sich auf die Bibel stützen will, dann stelle ich mal die Frage in den Raum: Ist denn nicht die biblische Erzählung von der „Erweckung des Lazarus“ die Beschreibung einer Nahtoderfahrung ?
    Und was will uns das sagen ?

  15. Ranma permalink

    @hwludwig:

    Ein Gedicht eines unbekannten Verfassers ist doch nur eine Spekulation wie jede andere und keine richtige Antwort? Aber du scheinst eher davon überzeugt zu sein, daß wir uns unsere Inkarnationen selbst aussuchen.

    @Michaela Wolff:

    Du scheinst auch der Variante zugeneigt zu sein, daß wir uns unsere Inkarnationen selbst aussuchen.

    Erinnerungstraining (und überhaupt jedes in spirituelle Richtungen zielende Training) vor dem Einschlafen verstärkt noch Einschlafprobleme (weil es eine Art Energie freisetzt und mindestens aufputscht), so daß am Ende Schlafmangel die wahrscheinlichste Konsequenz ist. Vor allem wenn man mit den Übungen nichtmal weiterkommt. Dann bleibt nur der Schlafmangel. Das sehe ich doch als kontraproduktiv an und habe deswegen solche Übungen aufgegeben.

    Nun neigen wohl alle, die auf meine Frage eine Antwort versucht haben, der Variante zu, daß wir uns unsere Inkarnationen selbst aussuchen. Das ist aber nur sinnvoll, wenn die prägenden Ereignisse der Inkarnation bereits vorher feststehen. Woran würden wir sonst auswählen? Das würde aber nun bedeuten, daß die Zukunft feststeht. Möglicherweise steht sie nur auf der materiellen Ebene fest, so daß zwischen den Inkarnationen eine freie Wahl möglich ist. Eigentlich ein weiterer Grund, um nicht inkarnieren zu wollen.

    Gemäß diesem Modell wäre es auch möglich, in unterschiedlichen Zeitepochen zu inkarnieren, ohne auf deren Abfolge achten zu müssen. Man könnte nach einer Inkarnation, die den Zweiten Weltkrieg miterlebt, im Mittelalter das nächste Mal inkarnieren (zum Beispiel weil man in eine Epoche ohne Schußwaffen möchte) und danach direkt in den Wilden Westen springen. Man könnte auch mehr als einmal in der gleichen Epoche geboren werden. Bei Rückführungssitzungen würden dann natürlich auch Erinnerungen an die Gegenwart und an die Zukunft auftauchen. Die meisten Leute würden solche als offensichtlichen Unfug verwerfen. Für den Reinkarnationsforscher wären das falschnegative Daten und um die zu vermeiden, würde er viele falschpositive feststellen. So könnten wir erst recht nichts erfahren. Für denjenigen, der sich an seine vergangenen Inkarnationen erinnert, könnten solche an Gegenwart oder Zukunft mindestens so nützlich wie jene an die Vergangenheit sein. Andererseits wären sie zu kaum irgendetwas nützlich, weil alles in der materiellen Ebene bereits feststünde. Welchen Sinn hat es, sich hier zu inkarnieren? Zumal wenn man die freie Wahl hat?

    Der Materialist betrachtet jede Erfahrung nur als Erregung seiner Neuronen und mit seinem Tod ist jede davon gegenstandslos und irrelevant. Konsequentes Verhalten wäre dann sich möglichst bald Heroin zu besorgen, sich damit einige Glücksgefühle zu verschaffen und bevor körperliche Folgen eintreten an einer Überdosis zu sterben. Damit hätte der Materialist das maximal Mögliche aus seinem Leben herausgeholt. Der Materialist, der anders handelt, belügt sich selbst. Es sei denn, daß er alle anderen belügt. Glaubt man an ein einziges Leben und danach an eine Beurteilung, die über anschließend Himmel oder Hölle in Ewigkeit entscheidet, dann muß man natürlich jegliche Sünde vermeiden. Das tut man am effektivsten durch einen frühen Tod und bis dahin sollte man möglichst viel von seiner Zeit verschlafen. Das erklärt, warum die katholische Kirche den Selbstmord zur Todsünde erklären mußte. Andernfalls wäre der immer dann fällig gewesen, wenn jemand als Katholik seine Religion verstanden hätte.

    Geht man dagegen von der Reinkarnation aus, dann ist der Selbstmord nicht mehr als ein versuchter Gefängnisausbruch. Man wird sowieso wieder eingefangen. Eine dabei auftauchende kleine Frage ist die, ob man dafür insgesamt länger sitzen muß. Das Ziel muß hier nicht der Ausbruch, sondern die Rehabilition sein. In der asiatischen Variante ist das Mokṣa (मोक्ष), die Befreiung aus dem ewigem Kreislauf der Existenzen, welcher als Übel gesehen wird. Der Europäer wird eher versuchen, das Maximum auch aus den vielen Existenzen herauszuziehen. Der Selbstmord wird unattraktiv. Stattdessen macht man sich lebenslanges Lernen zum Motto. Selbst falls man etwas erst am letzten Tag seines Lebens lernt, kann man es danach immernoch nutzen. Nur muß man irgendwann die Erinnerung an die Vorleben erreichen. Darum ist es dann doch wichtig wie alles warum und mit welchen Mechanismen abläuft. Also sollte es viel mehr Reinkarnationsforschung geben.

    Nun müßte ich eigentlich noch fragen, warum es so wenig Reinkarnationsforschung gibt. Aber dazu habe ich die Theorie, daß höher entwickelte Seelen nicht mehr auf der Erde inkarnieren. Vielleicht auf anderen Planeten, in anderen Dimensionen oder garnicht mehr, aber nicht mehr auf der Erde. Darum ist das Interesse an spirituellen Fragen auf der Erde ziemlich gering.

    • Maranatha permalink

      Guten Tag, Ranma – zum besseren Verständnis der eigenen menschlichen (begrenzten) Sichtweise innerhalb unserer Dreidimensionalität im Blick auf die Person und die Dimensionen Gottes empfehle ich folgendes Video, das hier vielleicht etwas mehr Einblick verschafft und die Sache gut und anschaulich erklärt: https://www.youtube.com/watch?v=Ib-svOL_NbI Es empfiehlt sich, die angegebenen Bibelstellen anhand des Vortrags selbst aufmerksam zu prüfen und im Zusammenhang zu lesen.

      Es steht in der Bibel geschrieben, dass Gott dem Menschen die Ewigkeit ins Herz gelegt hat (Prediger 3,11 bitte selbst nachlesen http://www.bibel-online.net/buch/dual/schlachter_1951/prediger/3/elberfelder_1905/prediger/3/). Insofern ist es nicht verwunderlich, dass JEDER Mensch davon zumindest eine ‚vage Ahnung‘ hat, dass nach dem leiblichen Tod noch etwas kommen MUSS.

      Gottes Wort in der Bibel ist übrigens nicht „katholisch“. Letzteres ist eine totale Verfremdung und Verdrehung des sündigen Menschen und hat mit den Aussagen der Bibel nichts gemein. Bitte immer das unverfälschte Original lesen und den Autor (= Gott) zum besseren Verständnis desselben selbst befragen. 😉

      Alles Gute!

  16. Michaela Wolff permalink

    @ Ranma: “ so wenig Reinkarnationsforschung“ Könnte es nicht auch so sein, dass sehr viele Menschen da ihre eigenen Forschungen betreiben, dass sie aber weder diese Art der Forschung noch deren Ergebnisse an die grosse Glocke hängen ?
    Das brächte einem evtl. nur Scherereien ein, wenn man privat esoterische Methoden anwendet und dann im alltäglichen Leben mit den Ergebnissen hausieren ginge.

    Zum Gedicht eines unbekannten Verfassers: Dieses Gedicht bringt einen ja schon in eine Stimmung herein, die man braucht, um in die geistige Welt hineinzukommen. Das „Ward mir gezeigt“ deutet darauf hin, dass da ein höheres Wesen uns den Weg weist.
    Da von „Forschung“ zu sprechen bedeutet, vom Erforschtwerden und vom Erforschtwordensein auszugehen, bevor man selber etwas aktiv erforscht und dem gemäss einen Entschluss fasst.
    Von jener geistigen Welt des Vorgeburtlichen aus betrachtet, ist das irdische Geborenwerden ein Sterben. Ein Tod. Und wenn auf der Erde jemand stirbt, ist das eine Neugeburt in der geistigen Welt.

    Dein Thema scheint „Selbstmord“ zu sein, Ranma. Du scheinst ja wirklich diese Welt als ein reines Jammertal zu betrachten, als ein Gefängnis, aus dem es nur auszubrechen gilt.
    Hat das Erdenleben denn nicht auch schöne Dinge zu bieten ? Genuss ?
    Gibt es nicht Musik, bei der Du eine Gänsehaut bekommst ? Gibt es nicht Dinge, die Dir den Kick geben ? Liebst Du denn niemand so sehr, dass Du wünschst, mit der Person möglichst lange und möglichst gesund zusammen zu leben ? Oder mal zu feiern, bis der Schamane kommt ?

    Zu: „Materialist“: Immer wenn ich den Versuch unternahm, die Gedanken eines Materialisten selber mit zu denken, landete mein Denken in einer Art von enger kleiner Zelle aus Beton.
    Das muss diese harte Gehirnzelle des Materialisten sein. Bevor ich da drinnen hätte gefangen bleiben müssen, gab es jedesmal einen verbalen Streit, der mich auf 180 brachte…
    Der Materialist hat ein so hartes Gehirn, dass der einen Weichmacher brauchte.
    Oder der bräuchte ein neues Gehirn aus Knetgummi oder so, damit der mal merkt, dass Verstand auch den Stretchfaktor haben kann !
    Der Materialist ist schon tot, selbst wenn der so tut, als würde der leben. Der sieht nämlich nicht das Leben. Sondern der sieht nur Bausteine. Der Materialist denkt ja – etwas platt ausgedrückt, um zu veranschaulichen – das Leben als etwas, das aus toter Materie (Bausteinen) entstanden sei.
    Aber hast Du jemals gesehen, dass ein Haufen toter Materie zu leben anfängt ? Leben entsteht nur aus Lebendigem. Es ist doch genau umgekehrt: Steine, z.B. der Diamant ist aus Lebendigem heraus entstanden, nämlich er entsteht aus der Kohle urzeitlich verbrannter lebendiger Bäume.
    Die Kohleschicht gerät unter eenormen Druck und der Diamant entsteht.
    Aehnlich der Bernstein. Also die Mineralien oder toten Stoffe sind Abfallprodukte des Lebens.
    Wie ein abgeschnittener Fingernagel ein Abfallprodukt des lebendigen Organismus ist.

    Zu den Zeitepochen und Inkarnationen: Ich meine, dass da in Deinem Beispiel zwei Welten miteinander verwechselt wurden: 1.) Die irdische Welt. 2.) Die Mondensphäre.
    Wenn wir schlafen, sind wir geistig nicht auf dieser Erde sondern auf dem Mond.
    Der Körper liegt im Bett und schläft. Wir sind uns dessen nicht bewusst. Mit dem Bewusstsein sind wir während des Schlafens in der Mondsphäre der Träume z.B. Da sind wir in der Welt, in der auch die sogenannten Verstorbenen sind. Und in dieser Welt läuft die Zeit rückwärts und vieles ist spiegelverkehrt herum im Vergleich zur Erdenwelt, wo bekanntlich nur in Bayern die Uhren etwas anders laufen.

    Thema Erinnerungstraining und Einschlafprobleme: Ist bei mir ganz anders, weil ich fast niemals Einschlafprobleme habe. Sondern mein Problem ist, dass ich oft schon einschlafe, ohne die Uebung beendet zu haben.
    Mir geht es um ZWEI kurze Momente: 1.) Den des Aufwachens. 2.) Den des Einschlafens.
    Das beides BEWUSST zu erleben. Deswegen übe ich für fünf Minuten (nach Gefühl, nicht nach der Stoppuhr) am Morgen und für fünf Minuten am Abend. Einmal vor dem Einschlafen und einmal nach dem Aufwachen. Um ganz bewusst diesen Uebergang vom Wachen zum Schlafen zu erleben und den vom Schlafen zum Wachen bewusst zu erleben.
    Und das gelingt mir am Morgen mühelos, nur am Abend das bewusste Erleben dieses kurzen Ueberganges fällt mir schwerer. Aber gerade weil mir das schwerer fällt, übe ich das weiter und bleibe dran. Meine, dass wenn wir diese Kontinuität da hier auf der Erde üben, dass uns das auch befähigt, die Uebergänge zwischen Sterben und Geborenwerden usw. bewusst zu erleben und zu erinnern.

    Zur Sinnfrage der Inkarnation: Sinn des Erdenlebens ist es, den Christus in der Aetheraura der Erde zu schauen, zu finden. Den Herrn des Karmas. Wer Suizid beginge, der würde sich selbst ein Richteramt anmassen, das dem Christus gehört. Vielleicht sogar aus Angst vor dem Leben ?
    Warum diese Eile, Ranma ? Besser, den alten Saulus in uns sterben zu lassen, diesen inneren Schweinehund sterben zu lassen, damit der neue Paules geboren werden kann. Bildhaft gesagt.
    Sagt Dir das was ? Oder empfindest Du das als schön gedrechselte Phrase und denkst Dir dabei: Was für Bockmist ! ?

  17. Ranma permalink

    @Maranatha:

    Ich wollte nie sagen, die Bibel sei katholisch. Trotzdem ist es die katholische Kirche, die jene Kompilation zusammengestellt hat, welche wir heute als Bibel kennen. Die katholische Kirche verfügte, welche Texte im Alten Testament, welche Texte im Neuen Testament, welche Texte garnicht in der Bibel zu sein hatten und welche Texte anerkannte Apokryphen sind, die man nur in der katholischen Ausgabe der „Einheitsbibel“ findet. Außerdem werden an heiligen Texten besonders gerne „Korrekturen“ vorgenommen und die katholische Kirche wurde dessen bereits in einigen Fällen überführt. Man muß also sehr viel Forschung betreiben bis man den Unterschied zwischen christlicher und katholischer Lehre findet. Aber nur sehr daran Interessierte kommen überhaupt so weit, eine Sammlung weiterer Apokryphen käuflich zu erwerben. Also wenn man nach der christlichen Lehre sucht, dann kommt man an der katholischen fast nicht vorbei. Das merkt man leicht daran, daß auch in anderen christlichen Konfessionen der Selbstmord als Sünde gilt und Reinkarnation nicht vorkommt.

    @Michaela Wolff:

    „Könnte es nicht auch so sein, dass sehr viele Menschen da ihre eigenen Forschungen betreiben, dass sie aber weder diese Art der Forschung noch deren Ergebnisse an die grosse Glocke hängen ?
    Das brächte einem evtl. nur Scherereien ein, wenn man privat esoterische Methoden anwendet und dann im alltäglichen Leben mit den Ergebnissen hausieren ginge.“

    Von hausieren gehen war nicht die Rede. Eher davon, Erlebnisse an Sammelstellen zu melden, ähnlich wie UFO-Sichtungen an entsprechende Sammelstellen gemeldet werden. Die Sammelstellen könnten dann die Daten an professionelle Forscher wie Ian Stevenson weitergeben. Aber schon hier, wo das Interesse offensichtlich und ein Kommentar leicht zu verfassen ist, berichtet kaum jemand von entsprechenden Erlebnissen.

    In der wissenschaftlichen Forschung ist es traditionelle, weil sinnvolle, Praxis erstmal die schon vorhandenen Ergebnisse und Erkenntnisse anzusehen bevor man eigene Experimente anstellt. Dadurch wird sichergestellt, daß man nicht ständig wieder bei Null anfangen muß.

    „Du scheinst ja wirklich diese Welt als ein reines Jammertal zu betrachten, als ein Gefängnis, aus dem es nur auszubrechen gilt.“

    Aber ja. Umso mehr, wenn man hier allem hilflos ausgeliefert ist. Nur kommt man genau darum hier nicht heraus. Also muß ich mein Verhalten anpassen und muß mich als erstes fragen: Was fange ich mit meinem Wissen um die Reinkarnation an? Aber so weit waren wir eigentlich schon?

    „Hat das Erdenleben denn nicht auch schöne Dinge zu bieten ?“

    Nein. Zum Glück muß es das nicht. Vielleicht gab andere Inkarnationen oder wird es welche geben, in denen das anders war oder sein wird. Andererseits besagt die Erste Edle Wahrheit im Buddhismus: Alles Leben ist Leiden. Also mache ich mir da keine großen Hoffnungen. Ich bin offensichtlich mehr der Rote-Pille-Typ als der Blaue-Pille-Typ.

    „Genuss ?“

    Davon gehört. Nie erlebt. Bin mir nicht ganz sicher, was das überhaupt ist.

    „Gibt es nicht Musik, bei der Du eine Gänsehaut bekommst ?“

    Weil sie so schauerlich ist? Weniger Lärm wäre klasse, nicht noch mehr davon.

    „Gibt es nicht Dinge, die Dir den Kick geben ?“

    Drogen halte ich nicht für eine Lösung. Da arbeite ich doch lieber an Mokṣa (मोक्ष).

    „Liebst Du denn niemand so sehr, dass Du wünschst, mit der Person möglichst lange und möglichst gesund zusammen zu leben ?“

    Buddhas erster Schüler erklärte in einem Kommentar die Erste Edle Wahrheit anhand von sieben Beispielen. Das fünfte und das sechste Beispiel finde ich besonders wichtig: „Mit Leuten zusammensein, die man nicht ausstehen kann, ist Leid.“ und „Von Leuten, die man mag, getrennt sein ist auch Leid.“ Diese beiden Formen des Leidens zählst du ernsthaft zu den schönen Dingen? Etwas anderes als diese beiden Formen des Leidens kann ich in dem von dir vorgeschlagenem Wunsch nicht erkennen.

    „Der Materialist hat ein so hartes Gehirn, dass der einen Weichmacher brauchte.“

    So, jetzt frage ich mich zusätzlich auch noch, ob die gegenwärtige Umweltverseuchung mit Weichmachern irgendwie einen spirituellen Hintergrund hat.

    „Wenn wir schlafen, sind wir geistig nicht auf dieser Erde sondern auf dem Mond.“

    So weit ich weiß war ich noch nie auf dem Mond. Ein trockener Fels mit einem Drittel der Erdschwerkraft und ohne Atmosphäre, aber dadurch einem phantastischem Blick auf den Sternenhimmel.

    „Thema Erinnerungstraining und Einschlafprobleme: Ist bei mir ganz anders, weil ich fast niemals Einschlafprobleme habe. Sondern mein Problem ist, dass ich oft schon einschlafe, ohne die Uebung beendet zu haben.“

    Die Übung ist so schwierig, daß das auch mit Einschlafproblemen so abläuft. Insgesamt bekommt man dadurch weniger Schlaf. Das tut weder dem Alltag noch der spirituellen Entwicklung gut.

    „Zur Sinnfrage der Inkarnation: Sinn des Erdenlebens ist es, den Christus in der Aetheraura der Erde zu schauen, zu finden. Den Herrn des Karmas. Wer Suizid beginge, der würde sich selbst ein Richteramt anmassen, das dem Christus gehört. Vielleicht sogar aus Angst vor dem Leben ?
    Warum diese Eile, Ranma ? Besser, den alten Saulus in uns sterben zu lassen, diesen inneren Schweinehund sterben zu lassen, damit der neue Paules geboren werden kann. Bildhaft gesagt.
    Sagt Dir das was ? Oder empfindest Du das als schön gedrechselte Phrase und denkst Dir dabei: Was für Bockmist ! ?“

    Ich finde, daß du plötzlich ziemlich viele Antworten hast, obwohl du einen Tag zuvor noch eher Fragen hattest. Außerdem zielen deine Antworten ganz stark in eine bestimmte Richtung. Dabei hätten wir hier doch Gelegenheit, Schlußfolgerungen zu ziehen, Widersprüche aufzudecken und anhand derer manche Spekulationen zu verwerfen. Dadurch kämen wir Erkenntnissen näher anstatt uns vorgefertigten Dogmen zuzuwenden.

    @alle:

    Eine Feststellung und zwei wichtige Fragen habe ich bisher vergessen.

    Ob wir unsere Inkarnationen wählen oder nicht, in beiden Fällen stehen die Abläufe in der materiellen Welt bereits fest. Aber einen Unterschied gibt es: In der anderen Welt (wohl die „Mondsphäre“ von Michaela Wolff) ist unser Wille bei der ersten, westlichen, Variante sehr wohl frei. In der zweiten, östlichen, Variante werden auch die Abläufe in der anderen Welt nur naturgesetzlich festgelegt und wir haben deshalb keinen Einfluß darauf, welche Inkarnation uns als nächste bevorsteht.

    Verständlicherweise wird hier die westliche (also die einheimische) Variante bevorzugt. Die führt aber zu der Frage: Warum beginnen wir überhaupt mit den Inkarnationen?

    Die andere Frage ist: Warum können wir uns nicht an frühere Inkarnationen oder die andere Welt erinnern?

    Zu der letzten Frage kann ich schon sagen, daß es für jene Menschen, die nur durch Groll und Wut angetrieben werden, sicherlich nicht ratsam wäre, sich auch noch an weitere Leben zu erinnern. Aber falls das der Grund sein sollte, wieso sollte man nicht auch Traumata innerhalb einer Inkarnation durch den gleichen Mechanismus vergessen können, was sicherlich gleichermaßen sinnvoll wäre?

  18. Michaela Wolff permalink

    @ Ranma: “ Verständlicherweise wird hier die westliche(also die einheimische)Variante bevorzugt.“

    Mitteleuropa liegt zwischen Ost und West. Das vorweg. Und es kommt doch gar nicht darauf an, ob jemand irgendeine Variante bevorzugt. Sondern es kommt auf die Wahrheit an, und wenn wir vorbehaltlos nach der Wahrheit suchen wollen, dann müssen wir die Wahrheit so hinnehmen, wie sie ist, ob sie uns gefällt oder nicht gefällt, ist da gar kein Kriterium.

    „Ich finde, dass du plötzlich ziemlich viele Antworten hast,…“ Es gibt Dinge, betreffs derer ich aus eigenem Erleben heraus auch zu Erkenntnisssen geführt wurde. Da habe ich betreffs manchem eben ein direktes Wissen bekommen. Nicht zu verwechseln mit einem Zuwenden zu einer Glaubens-Dogmatik gemäss dem dubiosen Motto: Weil ich das glaube, muss es die Wahrheit sein, und wer meinen Glauben nicht teilt, kommt in die Hölle.

    Du wirfst ja die Frage auf, was Du mit Deinem „Wissen“ um die Reinkarnation denn „anfangen“ könntest. Ist das bei Dir persönlich ein reales Wissen, das einer selbst erlangten Erkenntnis entstammt ? Oder ist es bei Dir ein Glauben an buddhistische Dogmen ?
    Ist da bei Dir eine präzise Erinnerung an vorige oder voriges Erdenleben ?
    Oder entstammt das bei Dir eher einem mystischen Glauben ?

    Zu „Paules“ Sollte „Paulus“ heissen. Schreibfehler von mir. Ob nun Reinkarnation eine Tatsache ist oder nicht, hängt doch nicht davon ab, ob wir der Meinung sind, es handele sich da um eine durchaus wahre Tatsache. Die Tatsachen richten sich nicht nach unseren Meinungen, sondern wir müssen doch unsere Meinungen gemäss den realen Tatsachen uns bilden. Und da geht es zuerst um die Erlangung von Erkenntnissen. Diese heutige Wissenschaft, von der Du meinst, sie könne ja „Erlebnisse“ von „Sammelstellen“ hernehmen und so zu Erkenntnissen betreffs Reinkarnation kommen zu können, ist doch völlig materialistisch geprägt.
    Sie müsste jedoch von einer objektiven geistigen, übersinnlichen Welt ausgehen, müsste zumindest eine solche Welt erstmal denken können und dann etwa auch fähig werden, diese Welt schauend zu erleben. In diese Richtung überhaupt selbständig zu denken, hat ihr die katholische Kirche, die durch Jahrhunderte hindurch die europäischen Universitäten verwaltete, gründlich ausgetrieben. Dieser Klerus wollte das Monopol auf „Geist“ und somit auf die übersinnliche Welt, die für die äusseren Sinne nicht wahrnehmbar ist die nur durch entwickeltes Schauen bzw. Hellsehen, Clairvoyance erlebbar wird, sich selbst einräumen.
    Vom Geist sollte die Wissenschaft gar nicht reden dürfen ! Und alle, die irgendwie ausserhalb dieser Kirche nach dem Geist forschten, wurden als Ketzer verfolgt.

    Zu „Formen des Leidens“. Zur Liebe gehört meiner Meinung nach auch die Leidenschaft dazu.
    Ein Leben ohne Liebe und ohne Leidenschaft wäre aus meiner Sicht heraus armselig.
    Und es wäre feige, vor allem Leid davonzulaufen. Der buddhistische Klerus muss nicht selber arbeiten, sondern den Reis, den die Mönche essen dürfen, müssen diejenigen anbauen und ernten, denen versagt bleibt, in Klöstern nach Erleuchtung zu suchen.
    Diejenigen Menschen, die am Mysterium von Golgatha nach Erleuchtung suchen, müssen innerlich, also geistig – seeliscch dasjenige miterleben, was Christus laut der Evangelien im äusseren Leben vorlebte. Das müssen sie innerlich nach- erleben, von der Fusswaschung durch mystischen Tod und Grablegung hindurch bis zur Auferstehung als neuer Mensch.
    Das ist nur auf der Erde möglich.
    Thema „Mond“ Der materielle Mond ist ja nur sozusagen wie das Dotter in einem Ei. Die gesamt Sphäre des Lunaren,Mondhaften, umfasst auch die Welt der Träume.

  19. Ranma permalink

    @Michaela Wolff:

    Du willst also sagen, daß allen denjenigen, denen nicht die Gnade zuteil wurde durch göttliche Führung zu direktem Wissen zu gelangen, jegliche Erkenntnis auf ewig versagt bleiben muß und soll?

    • Michaela Wolff permalink

      @ Ranma: “ Du willst also sagen,….?“ Nein, nein, Ranma, das ist nicht, was ich sagen will.
      Sondern ich denke den Begriff der Erkenntnis mit der Freiheit zusammen, die wir ja unbedingt braiuchen, um Erkenntnisse auch erlangen zu können.
      Und die Freiheit, die es bedeutet, auf Erden leben zu dürfen, die verdanke ich ja nicht mir selber.
      Sondern da halte ich für wahr, was Rudolf Steiner zur Freiheit sagte: “ Wenn wir frei sein wollen, müssen wir das Opfer bringen, die Freiheit dem Christus zu verdanken.“

  20. Ranma permalink

    @Michaela Wolff:

    Das habe ich irgendwie nicht verstanden. Für mich klingt das so als freust du dich darüber, in einer maximal ungerechten Welt zu leben. Und dann soll ich auch noch Christus dafür verantwortlich machen?

    Sind wir uns nichtmal darüber einig, daß die Welt sehr viel gerechter, barmherziger und in jeder Hinsicht besser sein könnte?

  21. Michaela Wolff permalink

    @ Ranma: „..verantwortlich..“ Um Verantwortung über-nehmen zu können, muss man die Hände frei haben, wie könnte man sonst irgendetwas über-nehmen ? Wir sind doch selber nur in dem Masse verantwortlich, wie wir frei sind für die Uebernahme von Verantwortung.
    Und es ist doch nicht an mir, Dir zu sagen, was Du „sollst“ bzw. wen Du „verantwortlich machen sollst“. Mich interessiert viel mehr, was Du willst.

    Zu: “ als freust du dich“: Ich will mein Dasein. Es gibt wohl drei Säulen im irdischen Leben, die wir brauchen. Liebe, also Partnerschaft und etwa Nachkommen. Gesundheit. Und auch Besitztümer.
    Besitztümer schützen uns davor, dass irgendwelche Sklaventreiber uns von sich besessen machen können. Die uns in ihr „Hamsterrad“ treiben wollen und uns als Ware betrachten.
    Gesundheit brauchen wir, um nicht zur Last fallen zu müssen. Und ohne die Liebe wäre doch alles nichts, oder ?

    Natürlich könnte die Welt besser sein ohne Kriege, ohne Umweltzerstörung und Lohnsklaverei.
    Aber wir können nur uns selbst ändern, nicht die anderen Menschen.
    Es gibt ja so krasse Egoisten, die meinen, man lebe nur einmal. Und wenn die diese Erde zerstören, denken die : Nach mir die Sintflut. Da könnte vielleicht der Gedanke der Reinkarnation deren üble Gesinnung ändern. Wenn die wüssten, dass sie zurückkehren müssen auf eine Erde, die sie verseucht hatten, dann würden die vielleicht achtsamer mit der Erde umgehen.

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