Skip to content

Allmächtiger Staat – Die Fesselung des Bildungslebens

16. Juni 2017

„Menschen bilden bedeutet nicht, ein Gefäß zu füllen, sondern ein Feuer zu entfachen“, schrieb einst der griechische Dichter Aristophanes. Dieses Feuer fürchten die Herrschenden wie der Teufel das Weihwasser. Daher übernahmen sie das Bildungswesen im 18. Jahrhundert von den Kirchen in die Obhut des absolutistischen Staates, um die Gefäße der Jugend Jahr für Jahr mit dem zu füllen, was sie zu gefügigen steuerzahlenden Untertanen des Staates und fleißigen Arbeitssklaven der Wirtschaft formt.

„Der Grundsatz, ´das Kind gehört dem Staat´, den jede totalitäre Staatsform vertritt, war hier bereits vorweggenommen.“  Das Menschenverachtende lag insbesondere darin, dass sich die Sorge nicht auf Wohl und  Gedeihen des Heranwachsenden richtete, sondern auf seine künftige Brauchbarkeit, seine Leistung. „Das Schulwesen stand in erster Linie im Dienste der merkantilistischen Wirtschaftspolitik, der Zwecke des Militärs und der Verwaltung. (…) Die Auswahl der zu fördernden Eigenschaften war von der durch den ´Staat´ geforderten Brauchbarkeit festgelegt.“ 1

Dieses staatliche Schul- und Hochschulsystem hat sich bis heute prinzipiell wenig verändert und den Übergang in die behauptete Demokratie unbeschadet überstanden. Dass die Herrschenden in gewisser Weise gewählt werden, ändert nicht die vertikale, hierarchische Anordnungsstruktur des Systems. Die auf allgemeine Menschenbildung und nicht auf Ausbildung gerichteten Intentionen Wilhelm von Humboldts haben eine Zeitlang eine gewisse positive Wirkung bei vielen engagierten Lehrern und Hochschullehrern entfaltet, sind aber heute auch längst durch staatliche Einwirkungen über Bord geworfen.

In Zusammenarbeit mit übernationalen Organisationen wie EU und OECD verfolgen die Staaten heute das Ziel, dass der junge Mensch nicht mehr im Sinne der christlichen Humanitätsideale Europas zur autonomen, sich selbst bestimmenden Individualität gebildet, sondern zu immer neuer Anpassung an die abstrakten Anforderungen der Wirtschaft befähigt werden soll. Die Fähigkeit und Bereitschaft zur Anpassung gelten als Schlüsselkompetenzen. So heißt es bereits 1961 bei der OECD programmatisch in unmissverständlicher Offenheit: „Heute versteht es sich von selbst, dass auch das Erziehungswesen in den Komplex der Wirtschaft gehört, dass es genauso notwendig ist, Menschen für die Wirtschaft vorzubereiten wie Sachgüter und Maschinen. Das Erziehungswesen steht nun gleichwertig neben Autobahnen, Stahlwerken und Kunstdüngerfabriken.“ Intellektuelle Fähigkeiten gelten als eine Form des wirtschaftlichen Kapitals, das wie ein Spinnrad oder eine Getreidemühle als Produktionsfaktor wirtschaftlichen Ertrag bringt.2

Auch die Hochschulen, die seit Humboldt trotz ihrer staatlichen Einrichtung und Finanzierung eine gewisse innere Unabhängigkeit geltend machen konnten, sind heute durch den Bologna-Prozess zu Instrumenten außerwissenschaftlicher Ziele geworden. Eine Formulierung in der Bologna-Erklärung macht deutlich, dass es darum geht, „die arbeitsmarktrelevanten Qualifikationen der europäischen Bürger ebenso wie die internationale Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Hochschulsystems zu fördern.“ Daraus spricht der ökonomistische Geist der neoliberalen, eng mit der OECD verbundenen EU, denen es grundsätzlich um die Ausrichtung von Wissenschaft und Forschung auf die Interessen und Ziele der profitorientierten kapitalistischen Wirtschaft geht, nicht um unabhängige Wissenschaft und nicht um Bildung.3

Fremdbestimmung – Selbstbestimmung

Diese verheerenden Entwicklungen, an den im Bildungswesen Betroffenen vorbei, sind nur dadurch möglich, dass der Staat das Bildungssystem in der Hand hat, die herrschenden Politik-Oligarchen die Dinge international unter sich ausmachen, am schlafenden Wähler vorbei in den Parlamenten von ihrem Fußvolk beschließen und über die hierarchische Anordnungsstruktur der staatlichen Schulverwaltung in den Bildungseinrichtungen durchsetzen können. Die Gestaltung des Bildungswesens ist den dort fachkundig tätigen Menschen selbst entzogen.

Diesem obrigkeitsstaatlichen Bestimmungsanspruch liegt zugrunde, dass sich die den Staat Beherrschenden  über die anderen Menschen setzen, und damit behaupten, dass diese ihrer Fürsorge und Lenkung bedürften. Sie merken in ihrer Arroganz gar nicht mehr, welche jahrtausendealte Über- und Unterordnungsstruktur sie immer noch praktizieren und durch scheindemokratische Phrasen nur verdecken. Demgegenüber beruht aber die Demokratie gerade auf der Selbstbestimmung des mündigen Bürgers, die letztlich seine Würde ausmacht.

Günter Dürig, einer der maßgebenden Kommentatoren des Grundgesetzes, beschreibt als Würde des Menschen, die Wurzel aller Grundrechte des Grundgesetzes ist: „Jeder Mensch ist Mensch kraft seines Geistes, der ihn abhebt von der unpersönlichen Natur und ihn aus eigener Entscheidung dazu befähigt, seiner selbst bewusst zu werden, sich selbst zu bestimmen und sich und die Umwelt zu gestalten.“  Der Staat bezieht, so die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, nach dem Sinn des Grundgesetzes seine Legitimation allein daraus, dass er den Menschen konkret dient.4  Und der ehemalige Richter am Bundesverfassungsgericht Udo Di Fabio schreibt: „Der Mensch ist eine mit der Fähigkeit zu eigenverantwortlicher Lebensgestaltung begabte Persönlichkeit. (…) kein Mensch (darf) zum bloßen Objekt auch der demokratischen Staatsgewalt degradiert … werden. (…) Die staatliche Ordnung dient der Freiheit.“ 5

Dem trägt das Grundgesetz auch in Art. 5 Abs. 3 Rechnung, in dem es vorschreibt: „Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei.“ Doch wird dies in merkwürdiger Inkonsequenz nur auf die Hochschulen, nicht auf die Schulen bezogen, die stramm in die hierarchische Befehlsstruktur der staatlichen Schulverwaltung eingeordnet sind, wobei man sich auf Art. 7 GG stützt, der bestimmt: „Das gesamte Schulwesen steht unter der Aufsicht des States.“ Doch würde dieser Artikel nur grundrechtskonform ausgelegt, wenn man die „Aufsicht des Staates“ als Rechtsaufsicht verstünde, die keinerlei inhaltliche pädagogische Einwirkung und Bestimmung einschließt.

In jüngster Zeit hat eine besonders tief in das Wesen der Kinder und das primäre Erziehungsrecht der Eltern hineinwirkende Direktive verschiedener Bundesländer Aufsehen erregt und die Empörung vieler Eltern hervorgerufen: die Lehrplanvorgabe, welche den Lehrern vorschreibt, schon Grundschülern die „Vielfalt sexueller Orientierungen und Geschlechteridentitäten“ und damit die „Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intersexuellen Menschen (LSBTI)“ zu lehren. Die Schulen sollen selbst Konzepte entwerfen, wie sie Geschlechteridentität, Prävention gegen sexuellen Missbrauch oder „Lust“ vermitteln. Proteste gegen das Ziel, die Schüler zur „Akzeptanz“ zu führen, beschied das hessische Kultusministerium mit der Bemerkung, der Akzeptanz-Begriff sei „nicht verhandelbar“. Der Kultusminister Lorz habe keine Chance mehr auf einen Kompromiss gesehen und daher sein Recht auf eine Ministerentscheidung geltend gemacht.Ein Minister entscheidet alleine über die Köpfe der betroffenen Eltern und Lehrer hinweg über eine solche gravierende Indoktrination. Das ist Absolutismus pur.

Nehmen wir noch ein anderes modernes Beispiel. Auch das Bundesbildungsministeriums wirkt, obwohl die „Kulturhoheit“ (was für ein obrigkeitsstaatlicher Begriff) bei den Ländern liegt, gewaltig in das Bildungswesen hinein. Im Oktober 2016 kündigte Ministerin Johanna Wanka einen Digitalpakt an. 40.000 Schulen in Deutschland sollen in den nächsten fünf Jahren mit Computern und WLAN ausgestattet werden, wofür der Bund bis 2021 fünf Milliarden Euro zur Verfügung stellt. Im Gegenzug werden Zugeständnisse der Schulen eingefordert, „die einen massiven Eingriff in das Berufsbild und das Selbstverständnis des Unterrichtens bedeuten. Der Digitalpakt ist Teil einer Neudefinition von Schule und Unterricht auf dem Weg zu einer zunehmend vollautomatisierten, digital gesteuerten Lernfabrik 4.0. Lehrkräfte werden zu Sozialchoaches und Lernbegleitern degradiert. … Es ist programmiertes Lernen der 1960er-Jahre, nur mit Big Data Mining als Kontrollinstanz.“ Dagegen hat eine Reihe von Universitätsprofessoren energisch protestiert.7 Welchen Erfolg werden sie wohl haben? Der Bürger ist hilfloses „Objekt der Staatsgewalt“.

Auch die Hochschulen befinden sich schon durch die Finanzierung des Staates und z. T. wirtschaftlicher Kreise in einer existenziellen Abhängigkeit, und der Beamtenstatus der Lehrenden bindet diese in einem besonderen Treueverhältnis an ihren Brötchengeber, dessen aufsteigende Besoldungsstruktur zusätzliche Anreize für Wohlverhalten bietet. Alle diese Faktoren bilden eine geistige Atmosphäre, in der nur wenige eine innere Unabhängigkeit behaupten und in Kauf nehmen, dass sie wissenschaftlich isoliert oder gar ausgeschieden werden. Ein Insider beschreibt seine Erfahrungen:

„Politiker und Ökonomen erwarten … nach wie vor von Wissenschaftlern, dass diese genau das herausfinden, was ihnen vorschwebt bzw. was ihnen ins Konzept passt. (…) Diese Entwicklung der Hochschulen hin zu Einrichtungen, in denen ein Sammelsurium von Gefälligkeitsforschern an der Beantwortung von Spezialaufträgen aus Politik und Wirtschaft arbeitet, sollte man nicht als karikierendes Zukunftsgemälde abtun. (…) Was unterscheidet einen Wissenschaftler, der ratsuchenden Politikern oder Ökonomen nicht ins Gesicht sagen kann, sie gingen von falschen Voraussetzungen aus, … von einem speichelleckenden Erfüllungsgehilfen, der sich unter Umständen auch noch konsequenzenblind wie ein Zauberlehrling verhält? (…) Solange die Hohepriester an den Hochschulen als willige Helfer von Politik und Wirtschaft die wirklich kreativen und kritischen (prophetischen) Köpfe aus den Hochschulen hinausekeln oder dort als Hofnarren in Nischen abdrängen, verstärken Eliteförderung und Exzellenzinitativen das, was man die allmähliche Prostituierung der Hochschulen genannt hat.“ 8

Die Autonomie des Geistes

Jeder mündige Mensch ist potenziell imstande, die Wirklichkeit zu erkennen; jeder steht – bei aller Irrtumsanfälligkeit – in einem eigenen originären Erkenntnisverhältnis zur Wahrheit und kann aus dieser eigenverantwortlich handeln. Erst recht kann sich derjenige darauf berufen, der ein Studium erfolgreich durchlaufen hat, in dem in wissenschaftlich kontrollierter und abgesicherter Methode Erkenntnis geschult und Erkenntnisse erworben wurden, wie es bei den Lehrenden in den Schulen und Hochschulen der Fall ist. Es gibt keine über ihnen stehende geistige Instanz, die eine höhere Erkenntnisfähigkeit für sich beanspruchen und vorschreiben könnte, was das jeweils Wahre und Richtige sei. Die Wahrheit kann sich nur in einer freien fruchtbaren geistigen Auseinandersetzung durchsetzen.

Diese Instanz nimmt aber der Staat in schreiendem Anachronismus noch immer für sich in Anspruch. Er setzt mit Gewalt eine bestimmte wissenschaftliche Auffassung als für alle verbindlich fest. Nicht der etwa in ihr wohnende Wahrheits- und Fruchtbarkeitsgehalt verschafft ihr im freien wissenschaftlichen Erkenntnis- und Kommunikationsprozess und in der pädagogischen Praxis Anerkennung, sondern sie wird allein durch die staatliche Gewalt per Gesetz oder Verordnung gesellschaftlich durchgesetzt. Dadurch wird sie, zwar nicht der akademisch verbalen, aber, worauf es ankommt, der effektiven Kritik und Korrektur einer fruchtbaren Wissenschafts- und Praxisvielfalt entzogen.

Nur der Lehrende selbst hat die Schüler in ihrem jeweiligen Entwicklungsstadium mit ihren Bedürfnissen und inneren Fragen vor sich. Nur er kann beurteilen, welchen Stoff sie gerade benötigen und mit welcher Methode dieser ihnen am besten vermittelt werden kann. Wahre Pädagogik ist der individuelle, selbst verantwortete Prozess, den der Erziehende originär in Gang setzt. Die Teilnahme am produktiven Umgang mit den Rätselfragen der Welt lässt im Kind eben dieselben Kräfte zur Entfaltung kommen, die der Erzieher im Unterricht entwickelt. Menschliche Erziehung kann letztlich nur heißen, den heranwachsenden Menschen zum freien, schöpferischen Gebrauch seiner Kräfte und Fähigkeiten, ihn selbst zum Bewusstsein von Freiheit und Selbstbestimmung zu führen. Erziehung in der Demokratie bedeutet: Erziehung zur Freiheit. Zur Freiheit erziehen kann aber nur ein Lehrer, der selbst frei ist.

Schon die vorgegebene Dreiteilung des Schulsystems in Hauptschule, Realschule und Gymnasium zwingt jeden Pädagogen in ein System mit tiefgehenden pädagogischen Vorentscheidungen. Doch jede organisatorische und erst recht jede inhaltliche Vorgabe des Staates nötigt dem Lehrenden als ausführendem Organ eine Verhaltensnorm auf, die sein schöpferisches Ideenvermögen, seine Eigeninitiative und Selbstverantwortung lähmen und ihn als mündigen, sich selbst bestimmenden Fachmann missachten. Es handelt sich um eine geistige Tyrannis.

Freies Bildungs- und Geistesleben

Staat und Wirtschaft haben naturgemäß das Interesse, dass die heranwachsende Generation auf ihre Bedürfnisse und Anforderungen hin ausgebildet wird. Damit wird die Jugend aber auf bestehende und oft erstarrte Formen festgelegt, ohne Rücksicht darauf, was in ihr selbst an neuen Lebensimpulsen heraufdrängt. Daher kommt es darauf an, dass das, was gelehrt und wozu erzogen werden soll, ganz aus der Erkenntnis des werdenden Menschen und seiner individuellen Anlagen entwickelt wird. Das schließt in höheren Klassen eine exemplarische Behandlung bestehender und idealer gesellschaftlicher Verhältnisse ein. Dann können die so ausgerüsteten mündigen Menschen in die Gesellschaft eintreten und ihre Impulse in die Gestaltung der Verhältnisse einfließen lassen, die so immer menschengemäß verändert werden können.

Daraus folgt, dass die Schulen Teil eines freien, von Staat und Wirtschaft unabhängigen Geistes- oder Kulturwesens werden müssen, das sich aus sich selbst heraus, aus seiner eigenen geistigen Kompetenz, d.h. aus der Erkenntnis- und Gestaltungsfähigkeit der betroffenen mündigen Menschen konstituiert und sich selber – horizontal koordinierend – organisiert und verwaltet. Dies forderte Rudolf Steiner bereits zu Beginn des vorigen Jahrhunderts.9 Dann ist es nicht mehr möglich, das Bildungswesen über das Instrument der zentralen staatlichen Verwaltung für bildungsfremde und entwicklungsfeindliche Zielsetzungen zu okkupieren.

Die Wirtschaft, das geistig-kulturelle und das staatlich rechtliche Leben bilden in ihrem Zusammenspiel einen lebendigen Organismus. Nur die Wirtschaft bringt materielle Werte hervor, aus denen die staatliche Organisation und das geistig-kulturelle Leben unterhalten werden müssen. Das Recht des Staates durchdringt, Gerechtigkeit sichernd, Wirtschaft und Geistesleben. Und das Geistesleben wiederum befruchtet Wirtschaft und Staat unaufhörlich mit erneuernden Ideen und Fähigkeiten, ohne die es nur den Stillstand des Gewordenen gäbe. Ein freies Geistes- und Kulturleben muss der ständige Quell sein, aus dem sich das Rechts- und das Wirtschaftsleben, der gesamte soziale Organismus, ständig ernähren und immer wieder erneuern. Und der Quell des Geisteslebens ist sein Bildungswesen.

Vor Jahren hatte eine Waldorfschule die lokalen Landtagskandidaten aller damaligen Parteien zu einer Podiumsdiskussion über die Schulpolitik eingeladen. Als jeder seine Vision eines in Zukunft noch besseren staatlichen Schulsystems ausgebreitet hatte, das selbstverständlich auch die Anregungen einiger „privater“ Schulen gebrauchen könne, bat ich jeden um Antwort auf die Frage, woraus sie eigentlich – außer, dass es schon immer so war – die geistige Berechtigung des Staates nehmen, das gesamte Schulwesen organisatorisch und inhaltlich zu bestimmen, also sich über die Selbstbestimmung der Eltern und wissenschaftlich ausgebildeten Lehrer zu stellen. Nach einem Schweigen wich ein CDU-Kandidat mit der Bemerkung aus, ich könnte ja eine Partei gründen, die meine Vorstellungen politisch vertritt. –

Es geht ihnen nicht um die geistige Auseinandersetzung über die rechten Wege in der Demokratie, sondern nur um die Macht. Eine Änderung ist von den heutigen Macht-Psychopaten in den Parteien, die sich ihrer Wahlschafe sicher zu sein glauben, nicht zu erwarten. Sie kann nur durch wachsenden Druck von den unterdrückten Untertanen kommen, „denen die Freiheit nur solange entzogen werden kann, als sie sich nicht bewusst sind, dass das Machtgebäude, das sie erdrückt, von ihnen selbst fortwährend Stein nach Stein, zusammengetragen wird.“ 10
———————————————-
1   Carl-Ludwig Furck: Das pädagogische Problem der Leistung in der Schule,  Weinheim/Berlin 1967, S. 74
2   Vgl. näher: Der marktradikale Griff
3   Vgl. näher: Wie die EU mit dem Bologna-Prozess
4   Vgl. Wikipedia – Menschenwürde
5   Prof. Dr. Udo Di Fabio: Einführung i. d. Grundgesetz, Beck-Texte 2007, S. XII f.
6   welt.de 21.9.2016
7   „Gegenwart“ Nr. 1 2017, S. 49
8   Gerd Simon: Die Hochschule als Zulieferbetrieb? Zitiert aus:
Das Jean Monnet Hochschulprogramm
9   Rudolf Steiner: Die Kernpunkte der sozialen Frage
10   Rudolf Steiner in einer Würdigung des Freiheitsdichters Ferdinand Freiligrath.
In: Gesammelte Aufsätze zur Literatur 1884 – 1902, Dornach4  2016, S. 127

Advertisements
17 Kommentare
  1. erforderlich permalink

    »Es geht ihnen nicht um die geistige Auseinandersetzung über die rechten Wege in der Demokratie, sondern nur um die Macht. Eine Änderung ist von den heutigen Macht-Psychopaten in den Parteien, die sich ihrer Wahlschafe sicher zu sein glauben, nicht zu erwarten. Sie kann nur durch wachsenden Druck von den unterdrückten Untertanen kommen, „denen die Freiheit nur solange entzogen werden kann, als sie sich nicht bewusst sind, dass das Machtgebäude, das sie erdrückt, von ihnen selbst fortwährend Stein nach Stein, zusammengetragen wird.“«

    Bei manch einem Untertan scheint dieser Bewusstwerdungsprozess bereits sehr weit fortgeschritten zu sein: https://hochschulgesetznrw.wordpress.com

  2. Peter - Hein Grunwald permalink

    Über die entscheidenden Bildungsvermittler, die ca. 750.000 deutschen LehrerInnen, wird im Artikel leider nur sehr wenig gesagt.
    In meiner jahrzehntelangen Zusammenarbeit mit LehrerInnen habe ich ausnahmslos eine sehr ausgeprägte Individualität feststellen können, d.h. es ist überhaupt nicht bewiesen, dass die LehrerInnen die Forderungen der Kultusministerien plankonform umsetzen. Da LehrerInnen in ihrer Unterrichtsarbeit praktisch nicht kontrolliert werden, gibt es auch keinerlei belegbares Untersuchungsmaterial.

    • Michaela Wolff permalink

      @ Peter – Hein Grunwald: “ LehrerInnen“ Das gute deutsche Wort:“Lehrer“ umfasst als Begriff sowohl männliche als auch weibliche Lehrer. Wer hat Sie dazu verführt, die deutsche Sprache zu verhunzen ? Die Begriffe „Kultus“ und „Ministerium“ passen nicht zusammen, weil es gar nicht mehr die Aufgabe der Politik bzw. Ministerien sein darf, Schulen und Hochschulen zu verwalten.
      Das moderne Geistesleben kann sich selbst verwalten, nur kann sich offenbar diese Politik, die behauptet, selbst nicht voll souverän zu sein (Schäuble und Seehofer z.B.), nicht selbst verwalten.

      Wir haben also die irre Situation, dass Ministerien, welche sich nichtmal selbst verwalten bzw. kontrollieren können (Merkels Handy wird von Ausländern kontrolliert), das Geistesleben verwalten. Dabei kommt Genderschwachsinn und die Zerstörung der deutschen Sprache z.B. heraus.

      Erziehung ist ZUERST Aufgabe freier Eltern.ZIEL guter Erziehung ist Freiheit & Selbständigkeit.
      Es liegt gar nicht im eigenen Interesse der Beamten der Politik, Menschen zur Freiheit &Selbständigkeit zu erziehen, weil dieses Politbeamtentum Duckmäuser braucht, die ihnen brav die Steuern zahlen selbst dann, wenn die Politik zuwider dem GG hier Umvolkung betreibt.
      Bitte aufwachen ! Es ist an der Zeit.

      • Peter Heek permalink

        Frau Wolff – „Bitte aufwachen ! Es ist an der Zeit.“
        Ich meine – Wenn die Götter nicht die Rahmenbedingungen des Lebens auf der Erde ändern, wird sich keine entscheidende Zäsur vollziehen.
        Wohl wahr, die Götter haben sich, um der Freiheit der Menschen zurückgezogen und greifen nicht in die Entscheidungen der Menschen ein. Doch bewirkt die Freiheit auch die Möglichkeit die Freiheit abzuschaffen; die politische Korrektheit wirkt ja sehr erfolgreich und wirksam in diese Richtung. Das oben von Herrn Ludwich geschilderte ist ja nur möglich, weil die Menschen es mit sich machen lassen – wache, handlungsfähige Zeitgenossenschaft ist nur bei eher Wenigen vorhanden.
        Die Götter werden die Rahmenbedingungen ändern müssen, daß greift nicht in die Freiheit ein, sondern fordert sie heraus. Schmerzhaft, wirksam und Wege eröffnend.
        So viel göttliche Pädagogik muß sein.
        Ich bitte darum!

    • @Peter-Hein Grunwald
      Ich habe auch etliche bewundernswert selbständige Lehrer an Staatsschulen kennen gelernt, die eigenmächtig vom Lehrplan abgewichen sind. Aber das war vor über 40 Jahren in einem gewissen Rahmen auch eher möglich als heute. Und es war eine Minderheit engagierter Pädagogen, die nicht wegen, sondern trotz des staatlichen Anordnungssystems so gehandelt haben. Die Mehrheit merkte gar nicht mehr, wie stark sie die staatlichen Vorgaben verinnerlicht hatte..

      • Das ist der Knasckpunkt: Die staatlich vorgegebenen Lehrpläne. Die sind heutzutage ideologiedurchtränkt. Wahrscheinlich diente die DDR dabei als Vorbild. Dort stand die Auswahl der zu lesenden Bücher fest, ganz vorne sowjetische Schriftsteller und Kommunisten.
        Ausgangspunkt war hier die Schlechtschreibreform. Da hat man die Ausrede des Druckens neuer Bücher gebraucht. Die schon in den 70er Jahren ideologieverseuchten Texte bekamen nun neue hinzu. „Nackt unter Wölfen“, „Jacob der Lügner“ gehören zum festen Inventar, um zu zeigen, wo der Hase hinläuft. Schuldkult auch in die Jüngsten hineinzupressen. Die Klassik wird in Hamburg gar nicht mehr behandelt, wozu sich mit deutscher Vergangenheit belasten, die Sprache versteht eh keiner mehr. Mühe zum Lesen? Genau wie bei der Schrift, Druckbuchstaben machens auch, und durch die Schlechtschreibreform weiß sowieso keiner mehr, was richtig ist.Mir fehlt der Aufschrei der Professoren und noch gebildeten Menschen. Es wird zu spät sein, wenn alle gleich dumm sind und die Mißstände nicht erkennen können, weil sie nichts anderes kennen.

      • Jürgen Elsen permalink

        @KW
        »Mir fehlt der Aufschrei der Professoren und noch gebildeten Menschen. Es wird zu spät sein, wenn alle gleich dumm sind und die Mißstände nicht erkennen können, weil sie nichts anderes kennen«

        Wessen Brot ich eß, dessen Lied ich sing …
        Es fehlt schlicht und ergreifend: Mut !
        Siehe Daniele Ganser – der hatte Mut (Interview: https://youtu.be/_fBlwaT42lA?t=616 )

        Opportunisten kommen nie in die Gelegenheit, Mut zu beweisen, denn mangels eigener Würde, haben sie nichts zu verteidigen.

        Die Würde setzt die eigene Souveränität voraus. Das ist der Ansatzpunkt der Bildungsindoktrination: das zu befüllende Bewusstsein darf sich selbst nie als souverän auffassen.

        In einem solchen System darf der Mensch nie seine Würde entdecken, nie das wahrhaft königliche in ihm.

        Wer das begriffen hat und auch den Mut besaß, konnte im Jahre 2012 (eigentlich bis jetzt) sich als Souverän in eine Gemeinschaft der Souveräne begeben: ein Reich der Könige, der Souveräne, miterschaffen, eine Be-Reicherung in dem jeder Mensch sein Königliches entdecken und entfalten könne, warum? – eben weil der dazu förderliche Rahmen von solchen für solche geschaffen worden ist.

        Ein Aufschrei ist nicht notwendig, sondern eine Tat.
        Jede Zeit hat ihre Möglichkeiten – sie können ergriffen werden oder nicht.
        Dann kommen andere Zeiten.

    • Jürgen Elsen permalink

      Ich kann die Aussage von Herrn Ludwig nur unterstreichen. Abgesehen davon, dass große oder längerfristige Abweichungen vom Lehrplan kaum mehr möglich sind, sind die Rahmenbedingungen bzw. die Eckpfeiler der gegebenen Strukturen schon so gesetzt, dass alleine dadurch eine Selektion bzw. überhöhter Anpassungsdruck gegeben sind.

      Beispiele:
      jeder soll zur gleichen Zeit dasselbe lernen
      Stellen Sie sich vor, sie hätten mit 18 Jahren keine Lust auf Führerschein – würden ihn aber dann 10 Jahre später gerne machen. Würde hierbei wie im Schulsystem verfahren, wäre der Zug für ihren Führerschein schon längst abgefahren…
      Ähnliches Beispiel: erlernen einer neuen Fremdsprache.
      Die Beispiele zeigen: Lernbereitschaft ist da, wenn (intrinsische) Motivation vorhanden – und dann macht Lernen Spaß und ist enorm effektiv und nachhaltig – ein Zeitkanonisierung ist unmenschlich.

      jeder soll zur gleichen Zeit dasselbe wiedergeben (Tests/Klassenarbeit)
      »schlechte Tage« scheint es nicht zu geben, bzw. was ich heute noch nicht gut kann, kann ich aber eventuell in einen Jahr – auch vergleichbar mit dem „Klassenschnitt“ – viel besser (siehe auch Punkt 1).

      Es muss eine Benotung stattfinden und sich dabei eine Notenverteilung ergeben (Klassenspiegel / Durchschnitt).
      So kommt es, dass, wenn eine Klasse, oder der größte Teil der Schüler, sehr gut ist, künstlich weitere Punktedifferenzieren getroffen werden müssen, so dass dann – z.B. bemessen an Parallelklassen – die eigentlichen „Zweier“ zu „Dreiern“ werden, damit der „Durchschnitt“ stimmt.
      Auch umgekehrt kann es gehen: weil zu schlecht, wird die Punkteverteilung geändert.
      Benotung, wie sie real stattfindet, ist keine Messmethode, sondern eine willkürliche Selektionsmethode!!!

      Ich kann an dieser Stelle sehr das Buch von Sabine Czerny empfehlen, die als Lehrerin genau weiß, wovon sie spricht: Was wir den Kindern in der Schule antun …

      Frau Czerny war in den Jahren 2010 bis 2012 in fast allen Podiums-/Diskussionssendungen der ARD und ZDF (z.B. auch bei Günter Jauch) als Gast geladen und hatte ein enormes Medienecho.
      Tausende von Menschen lasen das Buch, sahen die Medienbeiträge und meinten, es müsse sich etwas ändern …

      Frau Czerny hat daraufhin im Jahr 2011 als Plattform für gemeinsame Aktionen die Initiative Notenfrei gegründet. Ja, aber da haben sich dann von den tausenden ganze 6 Menschen zusammengefunden, die wirklich bereit waren, etwas zu tun …

      Wahrscheinlich entspricht das in etwa dem Verhältnis dessen, was aus der Schule rauskommt:
      jede Menge Opportunisten, viele Kritiker und Jammerer aber nur ganz wenige, die tatsächlich den Mumm haben, etwas ganz Neues aufzuziehen, was ja dann unter Umständen auch mit Einbußen bei Reputation, Gehalt oder Ansehen einhergehen könnte….

      Es gibt nichts Gutes außer man tut es 😉

      • Werner N. permalink

        @ Jürgen Eisen – Vor allem sollte man klären, ob eine verkürzte Notenskala gilt oder die von 1–6 oder ob Noten ganz abgeschafft werden sollen, wie es einige Lehrerverbände und Politiker ständig fordern. Seit Jahrzehnten versuchen Genossen der Gewerkschaft mit Hilfe der SPD in Lehrerkollegien die Notenskala subversiv zu reduzieren. Mit den bekannt gewordenen heimtückischen Methoden mobben sie Jeden, der nicht mitmacht, teils bis zur Existenzvernichtung. Auch um Führungspositionen zu erlangen.

        Überdies wird jedwede Notengebung (und Ausbildung) zur Farce, wenn 30–50% einer Klasse aus Migranten ohne ausreichende Sprachkenntnisse bestehen. Um das Herab–Konditionieren zu forcieren, kommt eine neuerliche Masche hinzu: Die Klassen zusätzlich mit spastisch Kranken zu besetzen, „weil die Sonderausbildung für sie diskriminierend sei“. Sie tragen dann durch Schreikrämpfe zum Unterricht bei. Welcher „Klassenspiegel“ ist dafür angemessen? Tatsächlich geht es in Schulen und Hochschulen um die Minimierung der Ausbildungsqualität, damit Jeder in „Multikulti“ Abitur, den Dr. oder Professor machen kann.

      • Jürgen Elsen permalink

        Ja, es ist krass – was Sie beschreiben sind Degenerationsphänomene der Gesellschaft bzw. eines »absterbenden Systems«.
        Ich hatte ja schon in Sachen Alternative für Noten auf die Inititative Notenfrei hingewiesen – zum Notenthema:
        http://www.notenfrei.de/pdf/schulproblemeAde.pdf
        http://www.notenfrei.de/pdf/initiative_notenfrei.pdf

        Es mangelt nicht an kompetenten Menschen, die nicht nur die Probleme, sondern auch die entsprechenden Lösungsmöglichkeiten kennen und es gibt seit langem andere Schulformen (in mehr oder weniger kleinen Projekten), die sehr erfolgreich sind bzw. mit sehr positiven Erfahrungen (abgesehen von Erkenntnissen der Neuro- und Kognitionswissenschaftler, die dem bestehenden System eine katastrophale „Note“ ausstellen).

        Die meisten Menschen glauben allerdings, dass sich ein System von innen heraus „erneuern“ könnte. Das widerspricht jedoch jeder Beobachtung in der Natur sowie den bislang gemachten Erfahrungen im Bereich gesellschaftlicher Transformation.

        Man glaubt also, dass man ein fahrendes Auto während dieser Fahrt umbauen könnte.
        Gerade in Gesellschaftssystemi ist dazu die Komplexität, Verschränkung (und Abhängigkeit) viel zu hoch.
        Schon ein im Verhältnis dazu recht simpel (da digital und rein schlussfolgernd) aufgebautes PC-System lehrt uns, dass, wenn signifikante Änderungen anstehen, das System heruntergefahren werden muss.

        Die Natur regeneriert komplexe Formen ebenfalls nicht innerhalb der Form, sondern es wächst parallel zum bestehenden Alten das Neue.

        Es gibt Menschen, die das erkennen und danach auch handeln. Ein Beispiel hatte ich schon genannt (KRD) ein anderes interessantes ist Damanhur:
        http://www.damanhur.org/de/was-ist-damanhur

        Statt die neuen Ansätze zu gießen (sich daran zu beteiligen) bleiben wir Menschen lieber in der alten Komfortzone, bis diese gänzlich verottet ist und deshalb es wieder zu einem gesellschaflichem Kollaps kommen muss …

        Schade, dass diejenigen, welche den Mut und den Einsatz für das Neue aufbrachten in einem solchen Fall mit in den Strudel gerissen werden. Das ist eben so, entscheidend: ich selbst habe das getan, was ich tun konnte …

  3. Michaela Wolff permalink

    @ Peter Heek: „göttliche Pädagogik“ Wie stellen Sie sich das denn konkret vor, dass „Götter“ bzw. Hierarchien eingreifen und „Rahmenbedingungen ändern“ ?
    Zur Zeit der Jungfrau von Orléans haben sie noch eingegriffen, um den Engländern zu zeigen, dass deren Aufgaben nicht in Frankreich sondern im Westen liegen.. (Eigentlich sollten die Engländer der Jungfrau ein Denkmal errichten)
    Der allgemeine „aufgeklärte“ Deutsche glaubt ja nicht mal mehr an die höheren Hierarchien, es sei denn, es sind die „Götter in Weiss“ oder die „Götter“ im Kultusministerium.
    Und sobald jemand – wie die Jungfrau von Orléans – Visionen und geistiges Telefon erlebt, wird er zu den „Göttern in Weiss“ gebracht.
    Also wie stellen Sie sich solches Eingreifen konkret vor ?

    • Peter Heek permalink

      @Michaela Wolff,“Also wie stellen Sie sich solches Eingreifen konkret vor ?“
      Rahmenbedingungen sind Wetter, Naturkräfte wie Erdbeben und Vulkanismus, …
      Das es in dem Bereich auch Geoengeering, als Instrument der globalen Herrschaften für die Erpressung und Züchtigung von Regionen gibt, nehme ich an.
      „Göttliche Pädagogik“ ist es auch, nicht wesentlich einzugreifen in die Rahmenbedingungen und der Menschheit die Qualen durch diese selbstverursachte „unterirdische“Zivilisationsmatrix zuzumuten.
      Tun oder Nichttun bezüglich der Rahmenbedingungen, beides ist göttliche Pädagogik.
      Andererseits „ist es an der Zeit“ das der Verbrauch von Lebenskräften (Sylphen/Elektrizität) deutlich zurückgeht. So geht es nicht weiter, also brennt auch den Göttern „was unter den Nägeln“, was zu Taten führen wird.

      • Michaela Wolff permalink

        @ Peter Heek: „Rahmenbedingungen sind Wetter, Naturkräfte wie Erdbeben und Vulkanismus,…“

        Ja, wie Sie beides miteinander gedanklich – bewusstseinsmässig verbinden können, einmal die höheren geistigen Hierarchien und Kräfte und dann die Wirkungen, Wetter, Erdbeben und Vulkanismus , empfinde ich zumindest als eine Art von spirituellem Realismus.
        Ich kann all das ernstnehmen, auch was Sie über „Sylphen/Elektrizität“ und „Verbrauch von Lebenskräften“ vorbringen. Es widerspricht auch nirgends den Erkenntnissen der Naturwissenschaft sondern ergänzt diese nur.

        Wo jedoch das politisch gesteuerte Beamtentum unsere Schulen und Hochschulen verwaltet, entsteht folgendes Problem: Beamte müssen dem Ideal der Gleichheit – nicht dem der Geistes-Freiheit sondern dem der Gleichheit – folgen. Betreffs des Begriffes:“göttlich“ darf der Staatsschullehrer kein Bekenntnis abgeben zugunsten z.B. einer christlichen Esoterik, weil dann sofort seitens der Materialistenkollegen der Vorwurf käme, er sei „parteiisch“.
        Solcher Einwand kann Karriereleitern knicken.

        Deswegen tun die staatlichen Schulen alles dafür, die Spiritualisierung des Denkens zu verhindern. Und seitens der mit dem Staat eng verbundenen Amtskirchen arbeitet man schon an der Zubereitung eines „Einheitsbreies“. Zutaten sollen alle Religionen sein, die man zu diesem Einheitsbrei vermischen will, bis keine mehr als solche erkennbar ist.
        Erkennbarkeit der höheren Welten soll verhindert werden. Doch erst die Erlangung von Erkenntnissen der höheren Welten ermöglicht uns, Souveräne zu werden, selbst Souveräne zu sein. Ich halte Ihren Kommentar für enorm wichtig, weil Ihr Verstand gross genug dafür ist, dass auch das Göttliche mit reinpasst. Das ist beim Materialisten nicht der Fall.

  4. Michaela Wolff permalink

    @ hwludwig: “ Auch die Hochschulen befinden sich schon durch die Finanzierung des Staates und z.T. wirtschaftlicher Kreise in einer existenziellen Abhängigkeit..“ usw. s.o.

    Um diese derzeit bestehenden Verhältnisse auf sanfte Art so umzuwälzen, dass im Ergebnis der Umwälzung Schulen und Hochschulen wirklich frei sind, sich selbst zu verwalten, braucht es – verzeihen Sie den harten Ausdruck: Geld. Geld ist Geist und Materie zugleich. Wäre nicht sinnvoll, wenn ein Freies Geistesleben sich Verbündete sucht, welche selbst an Freiheit gegenüber staatlicher Bevormundung interessiert sind ?
    Welche wirtschaftlichen Kreise kommen denn da in Frage ?
    Welche Wirtschaft leidet denn selbst an Bevormundung durch den Staat ?
    Ist es nicht die Raucherlobby ? Auch der Rauch ist Geist und Materie zugleich.
    Und all die Behauptungen seitens der Politik bzw. seitens des Staates, das Rauchen sei generell schädlich, sind Phrasen, die einerseits komplett dasjenige IGNORIEREN, was Plazeboforschung empirisch als Tatsache belegten: Suggestive Warnhinweise können selbst eigene Krankheitssymptome VERURSACHEN. Fazit: Wenn ein Raucher erkrankt, ist wissenschaftlich nicht eindeutig ferststellbar, ob er an den suggestiven und Angst erzeugenden Warnhinweisen erkrankte oder am materiellen Stoff selber erkrankte. Die Verträglichkeit x-beliebiger Stoffe ist IMMER INDIVIDUELL. Exkanzler Schmidt rauchte Jahrzehnte lang Kette und lebte fast hundert Jahre lang.
    Am Alkohol sterben zigtausende Menschen per anno, deswegen ist diese politisch – schulmedizinische einseitige Kampagne gegen die Raucherlobby juristisch gesehen eine Wettbewerbsverzerrung. Besteht denn nicht – was Freiheitsinteresse betrifft – eine Art von „Schnittmenge“ zwischen dem Freiheitsinteresse der Schulen und Hochschulen und dem Freiheitsinteresse der Raucherlobby ? Könnten sich nicht beide Lager zusammentun ?
    Will mir dazu jemand etwas mitteilen ?

  5. Willi Marcon permalink

    Hehre Kommentare….

    IHR habt sie doch alle gewählt!

    Im September könnt ihr Buße tun und -vieleicht – eine Wende anstoßen.

    DEXIT!

Trackbacks & Pingbacks

  1. Honigmann-Nachrichten vom 23. Juni 2017 – Nr. 1119 | Der Honigmann sagt...
  2. Honigmann-Nachrichten vom 23. Juni 2017 – Nr. 1119 | Terraherz

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: