Skip to content

Die verruchten Methoden der westlichen Imperialisten im Nahen Osten

21. Juli 2017

Die amerikanische Version der Kolonie ist die Militärbasis.“
Chalmers Johnson

Ohne die Kenntnis der historischen Hintergründe des Wirkens der früheren westlichen Kolonial-Imperien und des modernen Imperiums der USA im Nahen Osten sind die heutigen Vorgänge dort nicht voll zu verstehen. Kolonialismus und moderner Imperialismus zogen und ziehen eine gewaltige Blutspur von Unterdrückung und Ausbeutung, Raub und Mord größten Ausmaßes hinter sich her. Gewohnheit und die Vertuschungsphrasen von „Verbreitung westlicher Werte“ und „humanitärer Intervention“ verdrängen die ungeheure moralische Verworfenheit und verbrecherische Skrupellosigkeit der Imperialisten aus dem Bewusstsein der Menschen.

Früher konnte man das Ausmaß des Imperialismus eines Staates an der Anzahl der Kolonien messen. „Die amerikanische Version der Kolonie ist die Militärbasis“, schrieb der US-Politologe Chalmers Johnson. „Indem man die weltweite Verteilung unserer Militärbasen verfolgt, kann man viel über unseren stets anwachsenden imperialen Fußabdruck lernen, wie auch über die Militarisierung der Politik, welche damit einhergeht.“

Nach Wikipedia unterhielten die USA im Jahr 2008 nach eigenen Angaben 761 Militärbasen im Ausland. Die Gesamtzahl der Stützpunkte sei jedoch höher, da verschiedene Basen, etwa im Irak und in Afghanistan, und solche, auf denen derzeit keine Soldaten stationiert sind, in dieser Statistik nicht enthalten seien. Experten schätzten im Jahr 2004 die Gesamtzahl der jederzeit einsatzbereiten Stützpunkte auf ungefähr 1000. Hinzuzählen muss man die mobilen Stützpunkte der z. Zt. 15 großen Flugzeugträger, die je bis zu 90 Flugzeuge oder Hubschrauber tragen und von denen in Krisengebieten ständig einige unterwegs sind.

Zur Entstehung der postkolonialen Staaten im Nahen Osten

Im 19. Jahrhundert gehörten der Nahe Osten und Nordafrika noch zum Osmanischen Reich, das jedoch aus innerer Schwäche immer mehr die Kontrolle verlor. Tatsächlich kontrollierten die Kolonialmächte Großbritannien und Frankreich bereits weite Teile der Region. Frankreich hatte Marokko, Algerien und Tunesien erobert, England Zypern erworben und die Kontrolle über Ägypten und den Suezkanal erlangt. Nachdem sich das Osmanische Reich im Ersten Weltkrieg mit den Mittelmächten verbündet hatte, stachelten die Briten die Araber zum Aufstand gegen ihre jahrhundertelangen Zwingherren auf und versprach ihnen als Gegenleistung die Bildung eines arabischen Großreiches. Doch insgeheim teilten bereits 1916 die siegessicheren Briten und Franzosen in Erwartung des endgültigen Zusammenbruches des Ostmanischen Reiches den Nahen Osten unter sich auf, und unter dem Motto „Teile und herrsche“ wurde in der Balfour-Deklaration vom 2. November 1917 das Wohlwollen der britischen Regierung für eine jüdische Heimstatt in Palästina erklärt.

Die Nachkriegskonferenz von San Remo 1920 besiegelte diese geheime koloniale Neuordnung: Die Franzosen erhielten das heutige Syrien und den Libanon, die Briten den Irak, Jordanien und Palästina.
„Dabei wurden die heutigen Staatsgrenzen weitgehend festgelegt, überwiegend mit Hilfe des Lineals ohne Berücksichtigung gegebener ethnischer oder religiöser Verhältnisse und selbstverständlich ohne Rücksprache mit der einheimischen Bevölkerung.“ 2

Dem kolonialen Imperialismus ging es immer um die Ausbeutung der unterworfenen Länder, insbesondere ihrer Bodenschätze, zu denen sich Anfang des 20. Jahrhunderts die Entdeckung des Erdöls gesellte. 1908 fanden Briten im Südwesten Irans das erste Erdöl im Nahen Osten, das von der neu gegründeten Anglo-Persian Oil Company gefördert wurde. Sie war in britischem Besitz und lieferte nur einen geringen Anteil der Gewinne an den iranischen Staat ab. Britische Pläne, aus dem Iran ein britisches Protektorat zu machen und uneingeschränkt das Erdöl auszubeuten, scheiterten jedoch trotz der z.T. chaotischen innenpolitischen Zustände.

Im Blick auf ihre Interessen im Iran war den Briten die Kontrolle über den im Westen angrenzenden Irak von großer Wichtigkeit. Auch dort und am Persischen Golf wurden immer weitere Ölquellen entdeckt.
„Ursprünglich hatte sich Frankreich die erdölreiche Region um Kirkuk im Norden Iraks gesichert,    verzichtete dann aber auf seine Ansprüche zugunsten Großbritanniens und erhielt im Gegenzug einen Löwenanteil der neu entstandenen ´Iraq Petroleum Company`. Gleichzeitig erklärte London 1919 Kuweit zu einem eigenen Protektorat, das ursprünglich Teil der irakischen Provinz Basra war.“ 3

Als einzigem arabischem Land erlaubten die Briten nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches dem heutigen Saudi-Arabien die Selbständigkeit. Sie sorgten dafür, dass sich der Clan der Al-Saud, der den fundamentalistischen wahabitischen Islam vertrat, im Machtkampf mit dem Clan der Haschemiten durchsetzte. 1932 kam es dann zur Proklamation des nach den Sauds benannten Saudi-Arabiens. Die aus Mekka und Medina vertriebenen haschemitischen Stammesführer Abdallah und Feisal machten die Briten zu Königen über Jordanien bzw. den Irak. Doch die in Saudi-Arabien bald entdeckten überreichen Ölquellen fielen in das Interessengebiet der USA, dem sich die Briten beugen mussten.

Die Franzosen lösten 1920 den Libanon aus Syrien heraus, dessen Bestandteil er bis dahin war, und machten ihn zu einem eigenen Protektorat. Sie hofften mit Hilfe der christlichen Maroniten, die dort die Bevölkerungsmehrheit stellten (heute sind es die Schiiten), ihre Interessen besser durchsetzen zu können. Das übrige Syrien unterteilten sie in vier Kleinstaaten: um Aleppo, Damaskus, den Staat der Alawiten und den Staat der Drusen. Doch die Kleinstaaten waren nicht lebensfähig, so dass sie 1925 wieder zum heutigen Syrien vereinigt wurden. Ursprünglich war auch die Region Alexandretta im Nordwesten syrisch und gehörte zu Aleppo. Doch 1939 trat Paris das Gebiet, in dem ein Drittel der Bevölkerung Türken waren, an die Türkei ab, wo sie heute Hatay heißt.

Die Folgen dieser kolonialen Willkür reichen bis in die Gegenwart“, wie Michael Lüders zutreffend festhält. „So warten Kurden wie Palästinenser noch immer auf ihren eigenen Staat. … In Palästina wie auch in Syrien und im Irak kam es in der Zwischenkriegszeit wiederholt zu Aufständen der Bevölkerung, die ohne viel Federlesens blutig niedergeschlagen wurden. Am schwerwiegendsten waren die Unruhen in Palästina, die sich gegen die jüdische Landnahme richteten und als `Große Arabische Revolte` in die Geschichte eingegangen sind.“ 4

Dies alles muss man bei den aktuellen Ereignissen berücksichtigen. Das Zepter der Kolonial-Imperialisten Großbritannien und Frankreich ging nach dem Zweiten Weltkrieg auf den noch skrupelloseren modernen Weltimperialisten USA über. Für ihn geht es neben dem Erdöl um die Sicherheit Israels und den Kalten Krieg mit der Sowjetunion bzw. Russland. Zwar wurden die arabischen Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg formal unabhängig. Aber die generelle imperialistische Strategie ist, überall für gefügige einheimische Regierungen zu sorgen, die den amerikanischen Interessen mindestens nicht im Wege stehen. Für Regierungen, die das natürliche Recht einer eigenen Politik in Anspruch nehmen, entwickelte man die Mittel des inszenierten Staatsstreichs bzw. der „humanitären Intervention“.

Früher Putsch in Syrien

In Syrien sammelte der CIA, der US-Arm für die verdeckten Operationen, die ersten Putscherfahrungen. 1947 hatte die „Arabisch-Amerikanische Ölgesellschaft“ mit dem Bau einer transarabischen Erdöl-Pipeline von Saudi-Arabien in die libanesische Hafenstadt Sidon begonnen und musste durch die Staatsgründung Israels einen nicht geplanten Umweg über die syrischen Golanhöhen nehmen. Doch der demokratisch gewählte syrische Präsident Schukri al Quwatli und die Mehrheit der Parlamentsabgeordneten verweigerten die Zustimmung. Darauf nahmen im November und Dezember 1948 die beiden CIA-Agenten S. Meade und M. Copeland heimlich Kontakt zu dem syrischen Generalstabschef Husni Zaim auf, „um die Möglichkeiten einer von der Armee unterstützten Diktatur zu erörtern“, wie es in einem inzwischen freigegebenen CIA Dokument heißt.5  Wie überall in den unabhängig gewordenen arabischen Staaten war auch in Syrien eine neue Elite aus den Reihen des Militärs im Begriff, nach der Macht zu greifen. Begünstigt durch eine schwere Staatskrise ging der Putsch unter der Regie und der logistischen und finanziellen Unterstützung des CIA in der Nacht zum 30. März 1949 nahezu unblutig über die Bühne.

„Eine Armeeeinheit nahm den Präsidenten gefangen, eine andere den Premierminister, eine dritte übernahm Radio Damaskus, eine vierte das Polizeihauptquartier, eine fünfte das der paramilitärischen Gendarmerie, eine sechste schließlich die Telefon-Schaltzentrale. Copeland schreibt in seinem Buch, dass diese präzise Operation zum Vorbild amerikanischer Regimewechsel in anderen Ländern der Dritten Welt wurde: ´In den folgenden zwei Jahrzehnten gehörten dieser Putsch und seine Abläufe zum Ausbildungsprogramm von CIA-Agenten`. … Am 14. August allerdings war Husni Zaim tot, erschossen nach 136 Tagen im Amt. Auf Veranlassung des nächsten Putschisten. Die Pipeline aber wurde gebaut und blieb bis 1976 in Betrieb.“ 6

Dieser Putsch hatte für den weiteren Verlauf der syrischen Geschichte schwerwiegende Folgen. Er war Auftakt einer ganzen Reihe von Putschen und rotierenden Regierungen, wodurch sich eine allgemeine Instabilität einerseits und Strukturen autoritärer Herrschaft andererseits herausbildeten. Zugleich wuchs in weiten Kreisen der Bevölkerung bis heute das Misstrauen gegenüber Amerika, zumal Washington 1956 und 1957 erneut versuchte, in Syrien Staatsstreiche durchzuführen.

Der Putsch in Teheran

Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs im Iran der Protest gegen das Monopol der Briten auf die iranische Ölförderung, das die britische Anglo-Iranian Oil Companie (AIOC), die spätere British Petroleum (BP), seit 1908 besaß. „Rund 90 % des damals in Europa gehandelten Erdöls stammte aus der Raffinerie in Abadan (Iran).“ 7 Wortführer des Protestes im iranischen Parlament war der im Westen ausgebildete Rechtsanwalt Mohammad Mossadegh. Im März 1951 beschloss das Parlament ein Gesetz, welches das iranische Öl verstaatlichte und damit der Kontrolle der AIOC entzog, und im April 1951 wurde Mossadegh zum neuen Premierminister gewählt.

Mossadegh forderte eine gerechte Verteilung der Erdöleinnahmen. 1948 habe z. B. die AOIC nach eigenen Angaben 61 Millionen Pfund eingenommen; davon seien an den britischen Staat 28 Millionen Pfund Einkommensteuer geflossen, während der verarmte Iran nur 9 Millionen Pfund erhalten habe.8 Churchill nannte die AIOC einen „Preis aus einem Märchenland, jenseits unserer kühnsten Träume“.9   Umso mehr waren die Briten nun geschockt. Sie errichteten eine illegale Seeblockade vor den iranischen Häfen, damit kein iranisches Öl in andere Länder exportiert werden konnte und riefen, allerdings vergeblich, den UN-Sicherheitsrat an.

Doch die Briten wollten das nicht hinnehmen. Churchill und sein Außenminister Anthony Eden hatten schon längst den Plan gefasst, Mossadegh zu stürzen, waren dabei aber auf die Unterstützung der USA angewiesen. Die waren allerdings erst 1953, als Eisenhower Präsident geworden war, dazu bereit und übernahmen die Federführung des Putsches. Die Vorbereitungen zeigten ein Grundmuster, das die USA und ihre Verbündeten bis heute bei angestrebten Regierungswechseln anwenden, um die öffentliche Meinung auf ihre Seite zu ziehen: die Dämonisierung des Gegners.

„Eden verglich Mossadegh wiederholt mit Hitler. Eines der 2013 veröffentlichten CIA-Dokumente beschreibt ihn in einer Sprache, die sich später fast wortgleich gegenüber Diktatoren wie Saddam Hussein, Gaddafi oder Baschar al-Assad wiederfindet, als ´unberechenbar, irre, gerissen, provokant. … Einer der gefährlichsten Führer, mit denen wir es je zu tun hatten`“. 10

Der Putsch wurde minutiös geplant. Schlüsselfigur war der CIA-Agent Kermit Roosevelt, ein Enkel des vormaligen US-Präsidenten Theodore Roosevelt. „Er verteilte Geldsummen in Millionenhöhe an die Getreuen des Schahs, vor allem aber kaufte er die Gefolgschaft von Soldaten und Straßengesindel. Sie sorgten für den notwendigen Gewaltpegel auf den Straßen, wie er zur Durchführung eines Regimewechsels hilfreich ist. Dutzende Journalisten erhielten Geld, damit sie Mossadegh als Agenten der Sowjetunion anschwärzten.“ 11

K. Roosevelt weihte einen wichtigen Gegenspieler Mossadeghs, den iranischen General Fazlollah Zahedi, in den CIA-Plan ein, der zur Kooperation bereit war. Darauf forderte Roosevelt den Schah Mohammad Reza Pahlavi in einem Gespräch auf, Mossadegh zu entlassen und Zahedi als neuen Premierminister einzusetzen. „Wenn der Schah nicht den Vorschlägen der Vertreter der US-Regierung folgt und die entsprechenden Dokumente unterzeichnet, wird General Zahedi davon in Kenntnis gesetzt, dass die Vereinigten Staaten auch ohne die aktive Zusammenarbeit mit dem Schah handeln werden“, lauteten die klaren CIA-Direktiven.12

Als K. Roosevelt dem Schah zu verstehen gab, dass bei seiner Weigerung seine Dynastie bald am Ende sein werde, beugte sich der Schah dem Druck und unterzeichnete am 13.8.1953 die Entlassungsurkunde Mossadeghs und die Ernennungsurkunde General Zahedis. Der demokratisch gewählte Premierminister Mossadegh protestierte und war nicht bereit, sich aus dem Amt drängen zu lassen. Am 16.8.1953 erklärte er dem Volk, dass ein Staatsstreich gegen ihn im Gange sei. Doch am 19.8.1953 rollte der Putsch genau nach Plan in vier Phasen ab.

  1. 6.00 – 10.00 Uhr: Vier Banden von mehreren hundert Raufbolden marschieren ins Basarviertel Teherans und verbreiteten Angst und Schrecken.
  2. 10.00 – 15.00 Uhr: Bewaffnete Kräfte und verdeckte Agenten besetzen das Innen- sowie das Außenministerium und weitere Regierungsgebäude, ebenso das Rathaus, das Telegraphenamt und die Hauptquartiere von Polizei und Militärpolizei. Mossadegh nahestehende Zeitungsverlage werden in Brand gesetzt.
  3. 5.00 – 14.30 Uhr: Panzer riegeln das Stadtzentrum ab.
  4. 14.00 – 16.00 Uhr: Radio Teheran wird übernommen.
    16.00 – 17.00 Uhr: Zahedi hält eine Rede an die Nation. Mosadeghs Haus wird umstellt, den man „als Feigling“ fliehen lässt.13

Nach dem Staatsstreich kehrte der Schah aus seinem kurzzeitigen Exil zurück. Zwei Mossadegh nahe stehende Parteien ließ er verbieten, zwei Minister und zahlreiche Kommunisten hinrichten. Zu Kermit Roosevelt, dem Drahtzieher des Umsturzes, sagte der Schah: „Ich verdanke meinen Thron Gott, meinem Volk, meiner Armee – und Ihnen.“ 14  Er machte aus dem Iran praktisch einen amerikanischen Militärstützpunkt, der an der Südgrenze der Sowjetunion eine wichtige strategische Funktion erfüllte, und Israels wichtigster Verbündeter in der Region wurde. „Teheran wurde zum Polizisten Washingtons: Das Schah-Regime sollte nationalistische und linke Bewegungen in der gesamten islamischen Welt eindämmen helfen.“ 14

Ein internationales Ölkonsortium wurde gegründet, an dem amerikanische Öl-Erschließungs-Gesellschaften 40 % der Anteile erhielten, ebenso viele wie BP. Der neue Vertrag mit dem Iran garantierte dem Land mit 50 % der Öleinnahmen deutlich mehr als zuvor, „eine bittere Ironie“, wie M. Lüders schreibt, war doch die Forderung Mossadeghs nach einer Erhöhung gerade der Ausgangspunkt des Putsches gewesen. Der Schah betrieb die Modernisierung des Landes von oben, deren Nutznießer vorwiegend die dünne Oberschicht und ausländische Unternehmen waren.

Die Islamische Revolution und die Machtübernahme Khomeinis 26 Jahre später waren die zeitversetzte Gegenreaktion und Antwort auf den Putsch von 1953. Der verbrecherische britisch-amerikanische Eingriff hatte die Anfänge einer parlamentarischen Demokratie im Iran brutal beendet und gegen die Diktatur einer pompösen Marionette eingetauscht. Und der schiitische Islam wurde zum Sammelbecken der Unzufriedenen und errichtete einen Gottesstaat, der seitdem in der ganzen islamischen Welt als Vorbild wirkt. Zehntausende Regimegegner wurden im Verlauf der ersten Jahre liquidiert. Seit Khomeneini gilt der Iran als Feind des Westens. Und der Westen ist es, der „mit wechselnder Intensität und in unterschiedlichen Konstellationen offen oder verdeckt das Ziel verfolgt, den Iran als regionalen Akteur auszugrenzen und zu schwächen, nach Möglichkeit einen Regimewechsel herbeizuführen.“ 15

Weitere Putschversuche in Syrien

Syrien ist schon wegen seiner geographischen Lage, als kürzeste Landverbindung für Pipelines aus den Golfstaaten nach der Türkei und Europa, Zielscheibe der Raubtier-Begierden der westlichen Imperialisten. Nach wiederholten Putschen und Versuchen innerhalb der herrschenden Kaste, der Armee und der Baath-Partei, war seit August 1955 wieder Schukri al Quwatli an der Macht, der – wie oben dargestellt – 1949 wegen seiner verweigerten Zustimmung zu einer Pipeline vom CIA mit Hilfe General Zaims gestürzt worden war. Als bei den Parlamentswahlen im November 1955 die Baath-Partei gemeinsam mit anderen nationalen und linken Fraktionen stärkste Kraft wurde und erstmals ein Kommunist demokratisch gewählt in ein arabisches Parlament einzog, entwarfen der britische Auslandgeheimdienst SIS und der CIA gemeinsam einen neuen Umsturzplan.

„Er sah vor, dass die Türkei Grenzzwischenfälle provozieren sollte. Britische Agenten würden zeitgleich die Wüstenstämme zum Aufstand gegen Damaskus, amerikanische wiederum die rechtsextreme ´Syrische Soziale Nationalpartei` zu Anschlägen ermutigen. Nötigenfalls sollten irakische Truppen zusätzlich intervenieren.“ 16

Doch die über Monate vorbereitete Operation wurde von der Suezkrise torpediert und vom syrischen Geheimdienst aufgedeckt. Um der angeblichen „sowjetischen Subversion“ im Nahen Osten zu begegnen, beschloss das US-Repräsentantenhaus daraufhin auf Betreiben von Präsident Eisenhower, die weitreichende „Eisenhower-Doktrin“. Danach erklärten sich die USA überall und mit allen Mitteln bereit (also auch der Verwendung von Atomwaffen), pro-westliche Regierungen vor kommunistischer Unterwanderung oder einer Bedrohung durch den internationalen Kommunismus zu schützen.17  Kein Wunder, dass sich Syrien – ohne ideologische Ambitionen zu haben – immer enger an Moskau anlehnte, was 1957 in einem Freundschaftsabkommen gipfelte, in dem Moskau wirtschaftliche und technische Hilfe garantierte.

Anfang 1957 startete eine „Anglo-Amerikanische Arbeitsgruppe“ einen neuen Putschversuch in Syrien, von dem Einzelheiten erst 2003 durch ein Dokument in den privaten Papieren des verstorbenen britischen Verteidigungsminister Duncan Sandy bekannt geworden sind. Es ist gleichsam eine Blaupause der heutigen Versuche, Assad zu stürzen.18 Der Plan sah vor,

„mit Hilfe von Terroranschlägen und dem Einschleusen von Geld und Waffen einen Aufstand von Regierungsgegnern herbeizuführen und vor allem unzufriedene Stämme im Osten und Süden Syriens zu mobilisieren. Entlang der Grenzen mit Jordanien und dem Irak sollten entsprechende Zwischenfälle provoziert werden, um den anschließenden militärischen Vorstoß jordanischer und irakischer Truppen auf syrisches Gebiet zu rechtfertigen. … Für den Fall, dass es Damaskus gelänge, den arabischen Angriff abzuwehren, sollten türkische Truppen auf syrisches Gebiet vorrücken. …
Damit nicht genug. … Es gelte den Eindruck zu erwecken, das syrische Regime sei an „Umsturzversuchen, Sabotage und Gewalt“ in den arabischen Nachbarstaaten beteiligt. Die Medien in Syrien und Ägypten seien dahingehend zu manipulieren, dass sie sich mit „aggressiven verbalen Angriffen“ auf die übrigen arabischen Regime verleiten ließen. Auf diese Weise sollte der Öffentlichkeit der Eindruck vermittelt werden, der geplante Putsch sei Rettung aus höchster Not.
Gleichzeitig wollten CIA und SIS in Jordanien syrische Oppositionsgruppen in einem „Freien Syrischen Komitee“ zusammenführen. „Politische Fraktionen“ mit „paramilitärischen oder sonstigen handlungsorientierten Fähigkeiten“ gelte es „für die Durchführung spezifischer Einsätze im Rahmen der Möglichkeiten“ vorzubereiten, auch mit Hilfe der islamischen Muslimbruderschaft.
Und schließlich empfahl die „Arbeitsgruppe“ die „Eliminierung (!) von Schlüsselfiguren“, namentlich des Geheimdienst-Chefs, Oberst Abdel Hamid Sarradsch, des Leiters des syrischen Generalstabs und des Vorsitzenden der kommunistischen Partei.“ 19

Der Plan scheiterte erneut, weil Sarradsch rechtzeitig davon Wind bekam. Die syrische Regierung ließ Panzer vor der US-Botschaft auffahren und forderte den Zweiten Sekretär der Botschaft Rocky Stone, in Wahrheit Leiter des CIA-Büros in Damaskus, auf, das Land sofort zu verlassen. Im Gegenzug wies Washington den syrischen Botschafter aus.
Seitdem hat sich das Verhältnis Syriens zu den USA nicht wieder normalisiert, es blieb stets von Misstrauen beherrscht. Und Moskau wurde zum festen Bündnispartner und ist es bis heute geblieben.

Kriminelle Energie

Hinter einem ungeheuren Lügengewebe werden diese skrupellosen Machenschaften eiskalter Machtpolitik verborgen. Die westlichen Propagandamedien lullen die Bevölkerung mit den Phrasen gemeinsamer westlicher Werte wie Demokratie, Freiheit und Rechtstaatlichkeit ein, die es zu verteidigen und zum Wohle der ganzen Welt zu verbreiten gelte. Hinter dem Schleier und manchmal auch davor wird anders gesprochen. Wikileaks gelang es, folgende E-Mail vom 31. 12. 2012 der Beinahe-Präsidentin und damaligen Außenministerin Hillary Clinton zu veröffentlichen, in der sie die Ziele des US-Imperialismus in Syrien unverblümt ausspricht:

„Der beste Weg, Israel zu helfen, mit den wachsenden nuklearen Möglichkeiten Irans umzugehen, besteht darin, dem syrischen Volk zu helfen, das Regime von Baschar al-Assad zu stürzen. … Es ist die strategische Beziehung zwischen dem Iran und dem Regime von Assad, die es dem Iran ermöglicht, die Sicherheit Israels zu untergraben. … Das Ende des Assad-Regimes würde diese gefährliche Allianz beenden. … Syrien ist der einzige Außenposten iranischen Einflusses in der arabischen Welt. … Und das würde sowohl die Hisbollah im Libanon wie auch die Hamas und den islamischen Dschihad in Gaza entscheidend schwächen.

Assad zu beseitigen wäre nicht allein ein unermesslicher Segen für die Sicherheit Israels, es würde auch die verständlichen Ängste Israels mindern, sein nukleares Monopol zu verlieren. .. Kurzum, das Weiße Haus kann die Spannungen, die sich im Umgang mit Israel wegen Irans ergeben haben, abbauen, indem es in Syrien das Richtige tut. …

Die Rebellion in Syrien dauert nun schon länger als ein Jahr. Weder wird die Opposition verschwinden, noch wird das Regime eine diplomatische Lösung von außen akzeptieren. Der syrische Diktator Baschar al-Assad wird seine Haltung nur unter der Androhung oder Anwendung von Gewalt ändern – wenn er begreift, dass sein Leben und das seiner Familie auf dem Spiel stehen.“ 20

Michael Lüders fügt treffend an: „Es ist selten, dem Zynismus der Macht so unverblümt zu begegnen.“ Hillary Clinton empfiehlt in der E-Mail ausdrücklich, was die Briten und Franzosen von Anfang an betrieben18 und was in den Mainstream-Medien, insbesondere auch den deutschen, permanent verschwiegen und bestritten wird,

„mit regionalen Verbündeten wie der Türkei, Saudi-Arabien und Katar zusammenzuarbeiten, um syrische Rebellen zu organisieren, zu trainieren und zu bewaffnen. … Von der Türkei und möglicherweise auch von Jordanien aus können US-Diplomaten und Beamte des Pentagon dann damit beginnen, die Opposition zu stärken. Das wird Zeit brauchen. Aber die Rebellion wird ohnehin lange andauern, ob mit oder ohne Beteiligung der USA.“ 21

Es geht darum, sich diesen „Zynismus der Macht“, der Millionen Menschen das Leben kostet, Not und Zerstörung bringt, nicht durch die Gewohnheit abstumpfen zu lassen, so dass wir ihn nicht mehr als das sehen, was er ist: Ausdruck gewaltiger Verbrechen, die völlige Abwesenheit jeder Moral, das nackte Wirken des Bösen. Diese eiskalten Menschentypen, von den Mänteln der Macht und der Diplomatie geschützt, würden in der normalen bürgerlichen Welt im Hochsicherheitstrakt des Gefängnisses, in lebenslänglicher Sicherheitsverwahrung sitzen. Was ist das für ein Mensch, der auf die Nachricht von der bestialischen Ermordung Gaddafis in Libyen im Oktober 2011 erfreut ausrief: „Wir kamen, wir sahen, er starb!“ und dann unbändig lachte.22  Kommentatoren auf YouTube empfinden den Abgrund des Bösen: „Diese Frau ist zutiefst bösartig.“ „Die ist wirklich vom Teufel besessen.“ „Ekelhaftes Wesen in Menschenkostüm.“

Sie sind alle aus demselben eiskalten Holz geschnitzt. Hillary Clintons Vorgängerin Madeleine Albright wurde am 12. Mai 1996 in einer Fernsehshow gefragt: „Wir haben gehört, dass eine halbe Million Kinder gestorben sind (wegen der Sanktionen gegen den Irak) Ich meine, das sind mehr Kinder, als in Hiroshima umkamen. Und – sagen Sie, ist es den Preis wert?“ Albright: „Ich glaube, das ist eine sehr schwere Entscheidung, aber der Preis – wir glauben, es ist den Preis wert.“ 23  500.000 tote Kinder sind den Preis für die imperialistischen Ziele wert!

Und beide, Hillary Clinton und Madeleine Albright, sind Frauen, deren Natur es eigentlich ist, Leben hervorbringen und zu beschützen. Alles Menschliche scheint aus diesen „Menschenkostümen“ entfernt. Und diese Typen kommen nicht ins Gefängnis, bemerkte jüngst ein Historiker, weil ihnen das Gefängnis gehört. ——————————————————
1   Zitiert nach Daniele Ganser: Illegale Kriege, Zürich 20176, S. 31
2   Michael Lüders: Die den Sturm ernten, München 20173, S. 18
3   a.a.O., S. 19
4   a.a.O., S. 20, 21
5   Zitiert nach Michael Lüders a.a.O., S. 23
6   Michaels Lüders a.a.O., S. 24, 25
7   a.a.O., S. 16
8   Daniele Ganser a.a.O., S. 53
9   zitiert nach Michael Lüders: Wer den Wind sät, München 2015, S. 15
10 Michael Lüders: Wer den Wind sät, S. 17
11 a.a.O., S. 17, 18
12 Zitiert nach Daniele Ganser a.a.O., S. 55
13 Vgl. Michael Lüders: Wer den Wind sät, S. 18
14 Zitiert nach Michael Lüders, a.a.O., S. 19
15 Michael Lüders, a.a.O., S. 22
16 Michael Lüders: Die den Sturm ernten, S. 32
17 Vgl. Wikipedia – Eisenhower-Doktrin
18 Siehe dazu: Bürgerkrieg in Syrien
19 Michael Lüders: Die den Sturm ernten, S. 35 f.
20 Michael Lüders a.a.O., S. 86 f.
21 a.a.O., S. 88
22 https://www.youtube.com/watch?v=tIZWLhgJouQ (ab Min. 1.15)
23 https://www.youtube.com/watch?v=MwXA1j9hqGA

 

 

 

                                                    

Advertisements
29 Kommentare
  1. Vielen Dank für den excellent recherchierten Beitrag.

    Dieser ist ein wahrer Augenöffner über das Wirken des absoluten Bösen und
    wie sich dieses hinter der Maske der westlichen Scheinwerte versteckt, bzw. Menschenkostüme für seine Zwecke mißbraucht. Nach dem Lesen findet
    man fast keine Worte mehr. Trotzdem ist es ihnen gelungen, eine neutrale
    Position einzunehmen, die die historische Entwicklung treffend schildert um die Gegenwart verstehen zu können. Fassungslos und überwältigt von der
    eigenen Ohnmacht muss man dem ungehemmten Treiben des Bösen scheinbar
    hilflos zusehen, wenn es einem nicht gelingt sich zu erinnern, dass auch Gegenkräfte am Wirken sind.

    • Jürgen Elsen permalink

      Die Menschheit befindet sich zur Zeit in einer planetarischen Entwicklung »Erde«, welche durch Freiheit die Frucht der Liebe hervorbringen kann (nicht muss – eben wegen dem Freiheitsaspekt).
      Um Freiheit zu ermöglichen, muss es Irrtum, müssen es Optionen geben.
      Die Aufgabe des sogenannten Bösen ist es u.a. diese Optionen zu schaffen, damit wir Menschen die Möglichkeit der ENTSCHEIDUNG haben.
      Deshalb muss es Menschen geben, die die „böse Karte“ spielen. Dies geschieht also mit Rückendeckung des Kosmos bzw. der Schöpferkräfte, die sich auf diese Weise für unsere Entwicklung einsetzen.
      Eine Entscheidung wiederum ist jedoch nicht ein verbaler Akt, sondern eine Tat oder eine Unterlassung.
      So obliegt es uns Menschen, ob wir »Machtstellen« ausschreiben, die dann sehr wahrscheinlich von denen angestrebt werden, die Macht haben wollen und deshalb die Macht für ihre Zwecke missbrauchen – oder ob wir die Macht selbst organisieren wollen.
      Gehen wir in die Ohnmacht ist die Folge Leid und zwar als Korrektiv an dem die Menschen erwachen können – und dann vielleicht sich durch Taten dazu entscheiden, die Organisation selbst in die Hand zu nehmen – also nicht abzugeben.
      Dies steckt im Prinzip auch in dem Urbild der Demokratie.
      Um es in einem Bilde auszudrücken:
      Die meisten Menschen arbeiten noch an Kajütenlösungen – sie meinen, wenn sie ihre Kajüte aufräumen, würde sich der Kurs des Dampfers ändern.
      Sie reden sich also ein, dass sie mit ihrer Kajütenarbeit Kursarbeit verrichten.
      Das ist denen, die den Kurs bestimmen nur recht. Sie sorgen sogar für diese »Blasphemie« – Sollen die Kajütendiener nur glauben, dass sie damit den Kurs ändern könnten – dann haben wir die nämlich vom Hals … für solche eine Täuschung hat man z.B. »Parteien« eingerichtet (die Kurs des Dampfers überhaupt nichts ändern sollen!)
      Also: wer hat denn einmal die Dampferfrage gestellt ?
      Das sogenannte Böse will das eigentlich: das durch das erzeugte Leid das Volk endlich einmal die Dampferfrage stellt und die Lösung SELBST in die Hand nimmt.
      Und das haben ja auch schon welche getan … die dann als »Kajütendeppen« hingestellt werden.
      Aus der Logik der Macht muss das so sein: die „Macht-Gefährlichen“ sind die Deppen, und den Deppen gibt man Illusionen und Auszeichnungen … 😉
      Eigentlich ist es kein Spiel zwischen „Gut und Böse“ – der Mensch als „Zuschauer“ – nein, er soll selbst aktiv werden, erkennen UND handeln.

      • Natürlich ist das Ausüben von Macht ein Teil der Schöpfung, astrologisch entspricht dies dem Skorpion-Prinzip. Es kommt nur darauf an, wie diese eingesetzt wird. Wird diese dazu eingesetzt, um die Entwicklung der Menschheit direkt zu fördern oder im dialektischen Sinne als faustischer Gegenpol zu wirken: Ich bin ein Teil von jener Kraft, die Böses will und Gutes schafft. Natürlich gibt es Menschen, die sich ganz besonders mit dem Machtprinzip auseinandersetzen müssen. Das Skorpion- oder Machtprinzip kann aus astropsychologischer Sichtweise grob in drei Stufen unterschieden werden: die gehemmte oder die Kindphase, die kompensative oder die pubertäre Phase und die erwachsene oder die erlöste Form. Die gehemmte Form ist das bedingungslose Unterwerfen unter dem Willen eines Anderen, das Ausüben von Macht über andere ist die kompensative Form davon und die erwachsene Form ist ein ständiger Weiterentwicklungs- und Verbesserungsprozeß sowohl im persönlichen und ganz besonders im gesellschaftlichen Bereich oder wie Goethe in Faust II die Engel ertönen lässt:
        „Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen“.

        Richtiges Handeln setzt das Erkennen und richtiges Denken, bzw. die Unterscheidungsfähigkeit voraus. Jedes Kind ist bereits in der Lage, Gut und Böse zu unterscheiden. Genau dort setzt aber das absolute Böse seinen Hebel an, es will dem Menschen die Freiheit des eigenen Denkens, des eigenen Erkennens und des daraus resultierenden Handelns nehmen. Das Ziel des Bösen ist ICH-lose Menschen zu erzeugen, die keine Wahl mehr treffen können. Wer sich dem absoluten Bösen verschreibt, dem wird die eigene Entscheidungsfähigkeit und die Freiheit der Wahl genommen. Damit hat der Mensch die Macht über sich selbst verloren. Als Folge des inneren Verlustes der Macht über sich selbst neigen solche Menschen dazu, ihre Bestätigung im Außen zu suchen und predigen, dass ihre Entscheidungen alternativlos seien.

        Zum Schluß noch eine Bemerkung zur astrologischen Zeitqualität. Pluto als Vertreter des Skorpionzeichens befindet sich derzeit genau auf der gegenüberliegenden Position wie 1933. Auch wer nicht über astrologische Kenntnisse verfügt, wird leicht erkennen, wie derzeit ähnliche Methoden eingesetzt werden, s. Netzwerk-DG.

      • Jürgen Elsen permalink

        Vielen Dank für die astrologische Bereicherung !
        »Es kommt nur darauf an, wie diese [Macht] eingesetzt wird« Sie benutzen hier – wie auch an einigen anderen Textstellen – Passivsatzkonstruktionen, in denen immanent das handelnde Subjekt verschwindet – obwohl der Sinnfokus bzw. der Kontext gerade das handelnde Subjekt ist und zwar als nichts geringeres als der eigentliche Entscheidungsträger.
        Es ist eben nicht ein „böses“ oder „gutes“ Prinzip, welches entscheidet. Schließlich entscheidet immer der einzelne Mensch, wie er Macht einsetzt oder damit umgeht.
        Ich gebe zu Bedenken, ob »Das Ziel des Bösen ist ICH-lose Menschen zu erzeugen, die keine Wahl mehr treffen können« ?
        Da ich das »Böse« in mir selbst wahrnehme und mit ihm in einen Dialog treten kann, habe ich eher den Eindruck es ist an seiner eigenen Entwicklung interessiert und braucht aber dazu gewisse Fähigkeiten oder Teile des Menschen. Es muss also den Menschen dazu überreden, dass letzterer ihm diese Teile überläßt. Es geht um einen »Deal« (wie auch in Märchen oder auch im Faust beschrieben).
        Und wer entscheidet, ob der Deal stattfindet ? Auch wieder der einzelne Mensch!
        Der Mensch entscheidet sich dazu, Sklave zu werden oder nicht – mitunter gibt es dann auch kein zurück mehr.

        Treffend finde ich den Hinweis:
        »Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen« (Engelgesang) – was das Richtige ist zu tun, kann nämlich nicht die intellektuelle Instanz in uns entscheiden. Der einzelne Mensch kann sich darin nur bemühen. Die wirkliche Erkenntnis ersteht aus der Intuition. Durch das intellektuelle Bemühen zeigen wir Hingabe, Andacht – Fähigkeiten der Liebe – öffnen durch diese Seelenqualitäten ein Tor durch das uns das wahre Wesen entgegenströmt – kann und zwar dann, wenn wir in dem Moment bereit sind, den Intellekt sterben zu lassen (Angelus silesius: wer nicht stirbt bevor er stirbt, der verdirbt, wenn er stirbt, siehe auch Mysterium von Golgatha in der Einzelseele jedes Menschen oder auch Goethes Märchen).
        Dadurch ist dann auch erst eine Tat möglich, die mit den betroffenen Wesen (und damit der Welt) in Einklang steht.
        Das bezeichnen die Menschen dann oft als »gut«.

        Aus Sicht des »Bösen«, welches zweifellos existiert und damit ein Teil der Schöpfung ist, ist es eben »gut« mit seinem Wesen in Einklang zu stehen.
        Jedes Lebenwese ist an seiner Entwicklung interessiert. Das »Böse« leidet allerdings an dem Widerspruch, dass seine Entwicklung an Ressourcen gebunden ist, die es vernichten muss und somit – mit der Vernichtung seiner Ressourcen – sich letztendlich seine eigene Existenzgrundlage raubt. Beispiel: entscheiden sich die Menschen in zunehmenden Maße für diese Wesenheiten, verhalten sich die Menschen auch wie diese: um zu leben zerstören sie den Körper, den sie zum leben brauchen (den eigenen und/oder den Planeten).

        Also, wen unterstützen wir mit unseren Handlungen ? Welche Macht ?
        Und garantiert: die Herzmacht wird kein Zuckerschlecken sein – sie kann kein Leckerli sein, nach dem der Mensch wie der Hund nach der Bratwurst schnappt …

        Mut ! Bekenntnis ! Tat ! – das Intellektualisieren ist OK, aber bei weitem nicht ausreichend !
        Die Verhältnisse werden nicht durch das Denken verbessert – wenn gleich dies auch eine gute Vorbedingung sein kann. Schließlich: an den Taten werdet ihr sie erkennen …

      • Sehr wahrscheinlich bin nicht nur ich sondern viele Leser dieses Diskurses daran interessiert, welche Taten derzeit notwendig sind, um die Menschheit in ihrer weiteren Entwicklung zu fördern. Bitte lassen sie mich und andere Leser nicht unwissend sterben.

        Da sie in ihren Ausführungen Bezug auf das Mysterium von Golgatha nehmen, gehe ich davon aus, dass Sie generell mit der Tat die Opfertat von Jesus Christus meinen. Vorausgesetzt dem wäre so, gebe ich zu bedenken, dass die Opfertat von Jesus Christus zu Beginn des Fische-Zeitalters erfolgte und wir uns nach ca. 2000 Jahren an einem Wendepunkt zum Wassermann-Zeitalter befinden. Das Wassermann-Prinzip steht für den Bestand der Gemeinschaft. In meinem Verständnis des Ablaufes der Weltzeitalter geht es deswegen nicht mehr um eine einzelne Opfertat der allumfassenden Schöpferkraft durch eine einzelne Persönlichkeit, sondern generell um den Bestand und um das Überleben des Christentums. Daran läßt die weltweite Verfolgung aller Christen keinen Zweifel mehr offen.

      • Jürgen Elsen permalink

        Vielen Dank für Ihre humorvolle Art 🙂

        Geopolitik wird stark von israelischen Machtkreisen beeinflusst (siehe auch Petrodollar u. westliches Finanzimperium).
        Herr Ludwig zeigt u.a.in dem Zitat von H.Clinton „israelische“ Bezüge auf. Betrachten wir die „Kriegsgeschichte“ des letzten Jahrhunderts ist damit unzertrennlich die Staatengründung Israels, eine Art „deutsche Rente an Israel“ und eine äußerst agile „Schuldkomplex-Vermarktung“ (auch als fester Bestandteil im Bildungs- und Rechtssystem) verknüpft – deren Ende nach mehr als 70 Jahren immer noch nicht absehbar ist. Hier ist also ganz offensichtlich etwas miteinander verquickt.
        Ich persönlich erlebe in dieser Verquickung einen Bezug zum Mysterium von Golgatha (ist ja sogar örtlich festzumachen) im Zusammenhang mit dem ethischen Individualismus, der, wie Rudolf Steiner es ausdrückt, vom deutschen Volk entwickelt und als Geschenk in die Welt gebracht werden soll.
        Anders ausgedrückt: der Ansatz ist das Herz (als „Kreuzorgan“ und damit der urchristliche Bezug), welches jeder für sich entdecken kann (hier also der Fische-Bezug) um mit dieser Grundlage (in die Welt tragen) ganz neue Gemeinschaftsbildungen möglich zu machen (der Wassermann-Bezug).
        Ich finde es äußerst interessant, dass – ob bewusst oder nicht – auch die sogenannten Väter des Grundgesetzes – genau diese Aufgabe an das deutsche Volk gestellt haben (Rede von Carlo Schmid 1948) und sie z.B. in der Präambel und in §146 zum Ausdruck kommt.
        Darauf bezieht sich ja auch mein „Dampfer-Kajüten Bild“: hallo wir Deutschen – wir sollen uns aus den Kräften der Individualität (Herz) zur Gemeinschaft zusammenfinden (= eigene Verfassung und damit letztlich auch EIGENER STAAT gründen !)
        Zunächst geht es um die eigene Souveränität – die ja nur auf dem Subsidaritätprinzip aufgebaut werden kann. Einhergehend damit entsteht die Souveränität des Volkes und des Staates.

        Wir haben heute das Gegenteil von Souveräntät – der Staat ist entkernt und entmündigt:
        – keine Finanzhoheit (Staat geht zu Privatunternehmen „betteln“)
        – keine Gebietshoheit (US-Regierung drückt den Atombombenknopf von deutschem Boden aus!)
        – keine Bildungs- und Medienhoheit (Stichwort Atlantikbrücke)
        – keine Verfassung (sondern Grundgesetz)
        – kein gültiges Wahlgesetz (Bundestag ist nicht legalisiert! – GG§38 DIREKTE Wahl – nicht Listenwahl – wenn wundert´s: Nazigesetze sowohl im Steuerrecht als auch im Personenstand: Beispiel Personalausweis

        Aber das ganze nennen wir Staat ! Es ist einzig eine Worthülse oder man definiert Staat: wenn eine Minderheit die Mittel und Fähigkeiten besitzt, die Macht über die Mehrheit auszuüben (siehe Wikipedia Staatsbegriff)

        Sie haben Recht – es geht auch um den „Bestand des Christentums“. Denn wenn das Herz nicht die Grundlage der Tat des Einzelnen wird, dann wird in der Summe ein System etabliert, welches mit dem Christentum nicht kompatibel ist, ja dieses als seinen Feind betrachten muss!

        Also, wie Sie es eigentlich ja auch schon formulierten: welche Taten sind angesagt?
        Eben die Herztaten des Einzelnen, welche dann – das liegt im Wesen des Herzens – durch die Kraft der Individualität eine neue Gemeinschaft bilden. Jeder Mensch ist einzigartig und jeder hat seine Aufgaben, die nicht von anderen vollzogen werden können.

        Im übrigen habe ich mich für eine solche Gemeinschaft entschieden. Klar dass diese von Systemlingen denunziert und bekämpft wird … und klar, dass dies Mut verlangt … und klar, dass dies nicht jedermanns Sache ist 😉

      • Michaela Wolff permalink

        @ Jürgen Elsen „Es ist nicht ein „böses“ oder „gutes“ Prinzip, welches entscheidet.“

        Sehe das ähnlich wie Sie, weil entscheiden müssen wir selber. Und es geht auch darum,
        über diesen Dualismus „gut“ und „böse“ hinaus zu kommen. Bildhaft ausgedrückt, kann es z.B. „böse“ enden, wenn ein Schäfer nicht vermag, seine Herde vor dem „bösen“ Wolf zu schützen.
        Selbstverstäöndlich ist ein Tier weder gut noch böse, deswegen die Gänsefüsschen. Es ist nur als Veranschaulichung von mir gemeint für folgendes: Mensch vermag, das sogenannte Böse in ein Gutes umzuwandeln. Der Schäfer kann aus dem Wolf einen Hütehund machen, der die Herde schützt !
        Oder anderes Bild: Es kann „böse“ enden, wenn ein Felsbrocken im Weg liegt. Aber wenn wir den Felsbrocken zersägen und Pflastersteine daraus machen, ist es eine Befestigung des Weges.
        Wenn gewisse Kreise von Imperialisten „verruchte Methoden“ anwenden, sind sie wie reissende Wölfe. Und da frage ich mich, wie man solche „Wölfe“ in „Hütehunde“ umwandeln kann ?
        Auch Einbrecher wenden „verruchte Methoden“ an. Aber die Polizei stellt sogar schon ehemalige Einbrecher in ihren Dienst, damit die Einbrecher der Polizei helfen, Schwachstellen an Immobilien zu erkennen. Die sind ja Experten in diesen Fragen !
        Und auf ihre Art sind auch solche Imperialisten Experten darin, die Politik zu „dressieren“. Die erkennen die Schwachstellen der Politik und greifen dort an, wo die Politik schwach wird.
        Da stehe ich vor der Frage: Wie können wir diese machtgierigen Imperialisten umwandeln ?
        Ob nicht in Wahrheit hinter Gier nach Macht eine tiefe, nicht ganz bis ins Wachbewusstsein empordringende Angst verborgen sein könnte ? Angst vor Angreifbarkeit ?
        Wenn wir solchen supermächtigen Hasenfüssen die Angst wegnehmen und sie in Mut umwandeln könnten, dann würden sie vielleicht ihre Machtgier überwinden.
        Vielleicht liegt das Paradoxe darin, dass wir unsere Feinde ermutigen müssen ? Gemäss: Lieben wir unsere Feinde !?

      • Jürgen Elsen permalink

        Vielen Dank1 – Ihre Ausführungen kann ich nur unterstreichen.
        Auch AstroConsult wies ja schon auf die drei grundsätzlichen Umgangsformen mit der Macht hin – Sie beziehen sich hier darauf, wie man Form 2 in Form 3 verwandeln kann – was AstroConsult auch als „Erlösung“ bezeichnete.
        Wie Sie sagen, ist es auch der Ansatz: liebet eure Feinde (auch in dem Sinne, dass ich von diesen viel lernen kann – es aber dann anders, z.B. im Sinne des Gemeinwohls, einsetze.
        Es kann also nicht darum gehen, etwas zu bekämpfen – denn jedes Etwas hat genaus dasselbe Recht auf Entwicklung, wie ich selbst – sondern herauszufinden, wohin ich selbst entwickeln will und kann.
        Die Natur zeigt es uns ja auch: Unzeitgemäßes verfällt, während daneben schon das Neue am Start steht (Shiva-Shakti-Prinzip) – ohne, dass das Verfallende die Macht über das Neuerwachsende hat.
        Leider haben wir Menschen dass noch nicht so recht begriffen: das Unzeitgemäße, Absterbende meint seinen Untergang aufhalten zu können, dadurch, dass es Neuwachsendes unterbindet.

        So wird z.B. von einem beliebigen „ancien Regime“ (d.h. den sich damit identifizierenden Bewusstseinen – es ist also die von mir gestellte »Dampferfrage«) ein fruchtbares Neues, welches in der Tat niemanden schädigt, dennoch auf´s bitterste bekämpft.
        Dieses Verhalten ist zwar menschlich aber widernatürlich und letztlich auch hinderlich. Dennoch aber notwendig, damit die Menschen ihre Prüfungen bestehen und dieses überwinden können – eben durch Mut-/= Herzkräfte.

        Auf geht´s …

      • Uwe Zöller permalink

        Die grundsätzlichen Fragen nach dem Bösen wiird uns noch lange plagen und lässt sich durch Essays, Aufklärung oder durch Gesetze nicht lösen, nur verwalten.
        Geht es bei diesen Kriegen und Putschen nicht auch immer um Öl ? Eine angemessene Art darauf zu reagieren, wäre es , den eigenen Lebensstandard zu senken und so wenig Energie zu verbrauchen wie möglich.
        Dann wären die Politiker nicht in der Not , die hungrigen Motoren ihrer Untertanen täglich mit 92 Millionen Barrel Öl füttern zu müssen.

      • Jürgen Elsen permalink

        Ja, wie immer können wir die Dinge von ganz unterschiedlichen Seiten aus beleuchten, z.B. die „Ölperspektive“. Öl ist ein weiteres Beispiel der Abhängigkeitsschaffung – sprich: zentrale Steuerung / Monopolyspielchen.
        Und in der Tat, wie Sie anführen: würden wir Bürger das Spiel nicht mitspielen (in dem Fall: „Ölverbraucher“), hätten die Monopolisten keinen Öl-Trumph in der Tasche.
        Das ist also eine Option (von mehreren)!
        Wer „spielt da jedoch mit“? Was bringt die Menschen dazu, doch mitzuspielen? Das ist doch was wir nennen das Ego: Bequemlichkeit, Schnäppchen schlagen, viel für wenig bekommen … gratis, Vergnügung, Spass zum Umfallen …
        Wir können auch sagen: da ist immer irgendwo ein „Rattenfänger (von Hameln)“ unterwegs – der pfeift vom Gratis-Paradies. Und dann sind wir wieder beim Ausgangpunkt: Erkennen und Handeln aus der Erkenntnis, sprich: was für Optionen gibt es, welche Entscheidung treffe ich ?
        Also: es gibt immer „die Seite“, welche Optionen schafft, die dem Ego gut gefallen (und damit in die Abhängigkeit führen) – und es gibt immer noch Optionen, die im Sinne der Liebe sind: das gegenseitige Wahrnehmen und dann ist ein „Gratis-Paradies“ nicht angesagt, weil es das schlicht und ergreifend gar nicht geben kann. „Gratis“ kann nur das Ego nämlich auf Kosten eines anderen leben. Bin ich in der Liebe geht das schlicht und ergreifend nicht.
        Dafür steht die Erdenentwicklung – gäbe es auf der Erde „Gratis-Paradies“, könnten wir uns die Erdenentwicklung nämlich gleich sparen.
        So aber können wir uns auf Grund der – auch für das Ego durch das „Böse“ geschaffenen – Optionen tatsächlich entscheiden und Freiheit und dann Liebe entwickeln.

  2. Russ permalink

    Sehr guter Artikel, aber wer ist der Verfasser?

    • Artikel von Gastautoren sind namentlich gekennzeichnet. Alle anderen Artikel, also auch dieser, stammen von mir selbst.

      • Russ permalink

        Sehr geehrter Herr Ludwig, Ihre Arbeit macht mich sprachlos. Die Inhalte sind Bundesverdienstpreisverdächtig, aber bei den uns regierenden Hofschranzen ist das nicht realisierbar. Ich freue mich, endlich wieder den Ablauf der historischen Enwicklung im Nahen Osten gefunden zu haben. Die Besetzung Kuweits war aus historischen Gründen, die aus Ihrem Bericht zum Teil hervorgehen, ganz unabhängig von Saddam Hussein, für die Iraker verständlich, da Kuweit erst zum einen während der Türkenherrschaft von Basra aus regiert wurde und zum Einen, wie sie schreiben, von den Briten im Nachhinein vom Irak abgetrennt wurde.

  3. hubi Stendahl permalink

    Der Artikel fasst wunderbar die Geschehnisse der letzten hundert Jahre im Hinblick auf den Nahen Osten zusammen. Einzig der Hinweis darauf, dass solche menschenverachtenden Machenschaften nur dann möglich sind, wenn in den in Rede stehenden Staaten ebensolche Verbrecher auf Augenhöhe kollaborieren, habe ich vermisst. Auch die Unterwanderung und Gründung der Moslem-Bruderschaft durch die Briten, wäre ein wichtiger Aspekt.

    Ich halte es deshalb für wichtig, weil wir sonst drohen in die gekaperte Sichtweise zu driften, dass alles Weiße böse und alles Andersfarbige gut ist. Dem ist sicher nicht so, was wir vielfach in Entwicklungsländern sehen, deren Eliten derzeit wegen fehlenden Raubguts.relativ gering von außen beeinflusst werden, aber dennoch statt Entwicklungsarbeit zu leisten, unsägliche Verbrechen an ihren Völkern begehen.

    Es gibt also offenbar böse Triebstrukturen im Menschen, welche durch die Rahmenbedingungen die vorgefunden werden (Wachstums-Ökonomie), zu einem widernatürlichen Übergewicht führen. Nicht nur um die Macht zu erhalten, sondern auch um die schlimmsten Verwerfungen zu verhindern, abzumildern und nach dem jeweiligen Zusammenbruch einen Schuldigen präsentieren zu können. Dafür wurden die monotheistischen Religionen schließlich bereits vor 3.000 Jahren gekapert.

    Der südafrikanische Präsident, der sich auf die Kanzel stellt und predigt, alle Weißen müssten umgebracht werden, ist in diesem Sinne nicht besser oder schlechter als Hillary Clinton, die nur deshalb auf ihren Positionen sind, weil das System (Wachstumsökonomie) sie braucht. Dass Hillary und Madeiene Allbright dabei Millionen mehr auf dem nicht vorhandenen Gewissen haben, ist nicht ihrer größeren Boshaftigkeit, sondern der Position geschuldet.

    Eine neue Ökonomie, würde diese psychisch Kranken vielleicht in eine geschlossene Behandlung überführen, aber an die Staatsspitze könnten solche Menschen aufgrund des Anforderungsprofil dann nicht mehr gelangen. Heute sind es Idealbesetzungen. Das gilt auch für die kinderlose Fr. Merkel oder Theresa May, die ebenfalls nicht grundlos kinderlos ist. Sie haben keine Zukunft zu gestalten. Für wen?

    • @hubi Standahl
      Sie haben recht, Herr Stendahl. Doch der Artikel ist eh schon etwas zu lang. Andererseits ergibt sich das Verbrechertum der betreffenden einheimischen Figuren indirekt aus der Schilderung (z. B. beim Schah im Iran). Ich habe sowieso zum Schluss noch eine halbe Seite anderer Aspekte rausgenommen. Alles ist Fragment, wie das Leben selbst.

      Aber das ist ja das Schöne, dass mitdenkende Leser einen Artikel mit ihren Kommentaren ergänzen und verdeutlichen können. Vielen Dank!

  4. Einsiedler permalink

    …und die unterste Hölle im Jenseits reibt sich schon jetzt Hände, in der Erwartung der Ankunft von Frau Madeleine A. und Frau Hillary C. Ein herzliches Dankeschön für ihren aufschlussreichen Artikel.

  5. Zunächst einmal vielen Dank für diesen gut recherchierten und gut geschriebenen Artikel.

    Zu zwei Passagen habe ich ein paar Anmerkungen.

    — [ZITAT]—
    Doch insgeheim teilten bereits 1916 die siegessicheren Briten und Franzosen in Erwartung des endgültigen Zusammenbruches des Ostmanischen Reiches den Nahen Osten unter sich auf, und unter dem Motto „Teile und herrsche“ wurde in der Balfour-Deklaration vom 2. November 1917 das Wohlwollen der britischen Regierung für eine jüdische Heimstatt in Palästina erklärt.
    — [ZITATENDE]—

    Ich bin mir nicht sicher, ob die West-Alliierten 1916 tatsächlich noch siegessicher waren. Frankreich war erschöpft und zumindest Ende 1916 war abzusehen, dass Russland es nicht mehr lange machen wird. Die Unruhe war immens und führte dann auch zur Februarrevolution von 1917.

    Dennoch unterbreiteten die Mittelmächte unter Federführung des Deutschen Reichesden den Alliierten schließlich im Dezember 1916 ein F r i e d e n s a n g e b o t.

    Benjamin Freedman äußerte in seiner Rede 1961 im Willard Hotel in Washington, dass die Briten bereit waren auf dieses Angebot einzugehen aber von einflussreichen angelsächsischen Zionisten (oftmals deutschen Ursprungs) überredet wurden, dies nicht zu tun. Denn diese Zionisten würden ihren beträchtlichen Einfluss geltend machen und den Kriegseintritt der USA herbeiführen. Das enorme Potential der USA würde sodann den Krieg für die West-Alliierten gegen Deutschland gewinnen. Im Gegenzug mussten die Briten – nach erfolgter Zerschlagung des Osmanischen Reiches – den Zionisten die Zugriffsrechte über Palästina übertreten.

    Die Britische Regierung gab zunächst eine mündliche Zusage und später mittels der sogenannten Balfour-Deklaration eine schriftliche Zusage.

    Von Lord Balfour ist übrigens folgendes Zitat aus dem Jahre 1907 überliefert:

    „Wir sind wahrscheinlich Narren, dass wir keinen Grund finden, um Deutschland einen Krieg zu erklären, bevor es zu viele Schiffe baut und uns unseren Handel wegnimmt.“

    (Quelle: Allan Nevins, „Henry White – Thirty Years of American Diplomacy“, New York: Harper Bros., 1930, pp. 257-258)

    — [ZITAT]—
    Die Nachkriegskonferenz von San Remo 1920 besiegelte diese geheime koloniale Neuordnung: Die Franzosen erhielten das heutige Syrien und den Libanon, die Briten den Irak, Jordanien und Palästina.
    „Dabei wurden die heutigen Staatsgrenzen weitgehend festgelegt, überwiegend mit Hilfe des Lineals ohne Berücksichtigung gegebener ethnischer oder religiöser Verhältnisse und selbstverständlich ohne Rücksprache mit der einheimischen Bevölkerung.“
    — [ZITATENDE]—

    Dieses kaltblütige, imperiale Vorgehen wurde nach dem Ersten Weltkrieg auch gegen Deutschland angewandt. Zunächst möchte ich noch an einen Aspekt erinnern, den George Friedman, der Gründer von STRATFOR, im Februar 2015 anlässlich seines Auftritts beim „Chicagio Council on Foreign Affairs“ aufwarf. Er stellte dort die Frage, wie es dem kleinen England mit seinem überschaubaren Heer in Indien möglich war, diesen Subkontinent so lange zu beherrschen. Es war laut Friedman durch eine geschickte „imperiale“ Politik möglich: Es wurden verschiedene Landesfürsten eingesetzt und/oder protegiert und gegeneinander ausgespielt. So dass es immer wieder zu Scharmützeln bis hin zu kriegerischen Auseinandersetzungen kam, bei denen Inder gegen Inder kämpften.

    Und hier schließt sich eben der Kreis zum mitteleuropäischen Raum. Jahrhundertelang spielten die beiden imperialen Mächte Frankreich und England das Herz Europas (und insbesondere Deutsche gegen Deutsche) gegeneinander aus.

    Und nach dem Ersten Weltkrieg wurden zwar keine Grenzziehungen mit dem Lineal vorgenommen aber es wurden entgegen dem Völkerrecht und entgegen den Versprechungen des US-Präsidenten Wilson, Grenzen willkürlich gezogen und das Selbstbestimmungsrecht (der Deutschen in Danzig, Westpreussen, Böhmen etc.) missachtet.

    Wie in Afrika und im Nahen Osten wurden diese Grenzen b e w u ß t so gezogen – insbesondere im mittelosteuropäischen Raum (Deutschland/Polen, Österreich/Böhmen etc.) – um künftige Konfliktherde und Sollbruchstellen zu implementieren. Dadurch sollte gewährleistet werden, dass sich die Völker in der Mitte Europas weiterhin feindlich gegenüberstehen und dadurch gegeneinander ausgespielt werden können. „DIVIDE ET IMPERA!“

    Viele Linke erkennen dieses bösartige Spiel, wenn es den Nahen Osten oder andere ehemalige Kolonialgebiete betrifft. Sie verschließen aber die Augen oder wollen nicht wahrhaben, dass auch mit Deutschland so kaltblütig und inhuman verfahren wurde.

    • Jürgen Elsen permalink

      Ja, das geben nicht nur die geschichtlichen Quellen so her – sondern wir können es praktisch alltäglich in der gegenwärtigen Politik und den angewandten Strategien beobachten, die stets das divide et impera bedienen.
      Durch die Spaltungskräfte (Kräfte der Finsternis) konnte auch erst die Materie (heruntergebrochenes Licht) entstehen. Wirken die Spaltungskräfte ungebremst weiter, würde die Materie noch weiter zerfallen – wir nennen es Radioaktivität.
      Wir leben also immer noch in Zeiten hoher sozialer Radioaktivität (das Atomprogramme durch solche Minderheiten möglich bzw. umgesetzt wurden – wovon jeder gesunde Menschenverstand von einer Anwendbarkeit nur strikt abraten würde – zeigt die Verwandtschaft 😉 bzw. der toxischen Wirksamkeit der Abspaltungen.
      In meinen Kommentaren wollte ich auf die Integrationskraft hinweisen, die ich mit Herz oder auch Christuskraft bezeichnen kann und eben die Verquickung mit dazu widerstrebenden Kreisen, die sich schon damals in gleicher Weise verdient gemacht haben (Silberlinge – Kreuzigung) – aber wichtiger Bestandteil der gesamten Entwicklung sind …

    • Peter Heek permalink

      „Benjamin Freedman äußerte in seiner Rede 1961 im Willard Hotel in Washington, dass die Briten bereit waren, auf dieses Angebot einzugehen, aber von einflussreichen angelsächsischen Zionisten (oftmals deutschen Ursprungs) überredet wurden, dies nicht zu tun. Denn diese Zionisten würden ihren beträchtlichen Einfluss geltend machen und den Kriegseintritt der USA herbeiführen. Das enorme Potential der USA würde sodann den Krieg für die West-Alliierten gegen Deutschland gewinnen.“

      Man könnte ja meinen, oder besser man meint, der Grund für diese Einflußnahme läge hierin: „Wir sind wahrscheinlich Narren, dass wir keinen Grund finden, um Deutschland einen Krieg zu erklären, bevor es zu viele Schiffe baut und uns unseren Handel wegnimmt.“ oder darin:“Doch insgeheim teilten bereits 1916 die siegessicheren Briten und Franzosen in Erwartung des endgültigen Zusammenbruches des Ostmanischen Reiches den Nahen Osten unter sich auf, und unter dem Motto „Teile und herrsche“ wurde in der Balfour-Deklaration vom 2. November 1917 das Wohlwollen der britischen Regierung für eine jüdische Heimstatt in Palästina erklärt.“
      Das sind sicherlich strategische macht – und wirtschaftspolitische Erwägungen, die für sich sprechen, aber den eigentlichen Grund sehe ich in dem Willen den mitteleuropäischen Kulturraum zu zerstören, um seine originäre kulturelle „Welteinflußnahme“ zu verunmöglichen. Der zweite Teil des veranlagten dreißigjährigen Krieges und darüber hinaus bis in die heutige Zeit vollendeten das Werk komplett. Mir scheint die nun sozialistische BRD hat „Deutschland beerdigt“.

      Und doch besteht das kulturelle Deutschland weiter im Sinne von Herrn Elsen „das Unzeitgemäße, Absterbende meint seinen Untergang aufhalten zu können, dadurch, dass es Neuwachsendes unterbindet.“ Das Neuwachsende hat sich am Anfang des 20. Jahrhunderts so kräftig gerührt, dass die Gegenkräfte die Notbremse gezogen und die Welt durcheinander gewürfelt haben.

      Stellen wir uns einfach mal vor, eine entscheidende Menge der europäischen Menschheit würde selbständig denken, hätte eigene geistige Erlebnisse, die sie lebendig bedenken könnten. Sie wüßten von der Existenz vor der Geburt und nach dem Tod, usw. Das Lebensgefühl dieser europäischen Menschheit wäre gravierend anders, und das, was wir heute haben, würde ihnen wie die Ausdünstung höllischen Irrsinns erscheinen.

      Hinter den „einflussreichen angelsächsischen Zionisten (oftmals deutschen Ursprungs)“ standen Okkultisten/Magier, welche die „bösartige“ Gegenkraft zur Kulturströmung des Henoch/Hermes Trismegistos darstellt, welche vor dem Christuswesen hergehend, den Kulturraum zu gestalten hat.
      Neben ihm die anderen Menschheitsführer. Die Himmelfahrt des Henoch ist die Vorausetzung, das Hermes sagen konnte : oben wie unten., und in der Lage ist im Unten, Kulturschaffend dem Christus den Weg zu bereiten. Das weiß ich so, das ich es auch glaube.

      Aber die Gegenspieler: Stellen wir uns vor, die Klingsorseite hätte vor Jahrhunderten Familien wie die Rothschilds emporgehoben und gepampert, um in der europäischen Bevölkerung zu wildern und die Entwicklung zu stören, zu verhindern. gänzlich zu vernichten, zu tilgen. Und doch stehen wir hier und auch da und dort.. Stellen wir uns vor, das Klingsor das akzeptiert hat und etwas macht, er nimmt aus seiner Felljacke eine Walnuß, zerbeißt sie und spuckt sie auf den Boden. Das gilt nicht uns.

      • @Peter Keek:
        >>… aber den eigentlichen Grund sehe ich in dem Willen den mitteleuropäischen Kulturraum zu zerstören, um seine originäre kulturelle „Welteinflußnahme“ zu verunmöglichen. Der zweite Teil des veranlagten dreißigjährigen Krieges und darüber hinaus bis in die heutige Zeit vollendeten das Werk komplett …<<

        Durch einen Beitrag auf diesem Blog (https://fassadenkratzer.wordpress.com/2015/10/21/deutscher-geist-und-deutsche-seele-verkannt-verdraengt-verleumdet/) bin ich auf folgendes Zitat des spanischen Diplomaten und Schriftstellers Salvador de Madariaga aufmerksam geworden:

        "Deutschland bildet das Herzstück Europas, ist im Mittelpunkt seines Körpers, am Gipfel seines Geistes, in den innersten Räumen seines bewussten und unbewussten Wesens: die Quelle seiner erhabensten Musik, Philosophie, Naturwissenschaft, Geschichte, Technik – sie alle sind undenkbar ohne Deutschland. Wenn Deutschland fällt, so fällt Europa. Wenn Deutschland verrückt wird, so wird auch Europa verrückt. Die moralische Gesundheit des deutschen Volkes ist eine der Hauptbedingungen für die moralische Gesundheit Euro­pas, ja für seine Existenz selbst."

        (Quelle: Salvador de Madariaga: Porträt Europas; Stuttgart 1953, S. 128)

        Und meines Erachtens liegen hierin auch die Beweggründe Deutschland "ethnisch zu verändern", bzw. ins Chaos zu stürzen. Denn: "wenn Deutschland fällt, so fällt Europa".

      • Jürgen Elsen permalink

        Vielen Dank für den Hinweis – Salvador de Madariaga – siehe auch Wikipedia-Eintrag: https://en.wikipedia.org/wiki/Salvador_de_Madariaga
        Rudolf Steiner erwähnt in einigen Vorträgen ebenfalls diese »Herzaufgabe« des deutschen Volkes im Europa-Organismus. Ferner spiegelt die Kaspar-Hauser Biographie/Tragödie diese Aufgabe wieder, siehe gegebenenfalls hier: http://www.kaspar-hauser.info

        Ein Ergebnis des II. Weltkrieges ist es, wer heute auf öffentlicher Straße solches von sich gibt, oft mit Repressalien, Denunziationen und Verfeindungen zu rechnen hat.
        Insofern freue ich mich über jeden, der entgegen der »Political-Correctness«, den Mut aufbringt, diese Dinge/Zusammenhänge sachlich anzusprechen.

        Wahrscheinlich erahnen heute nur wenige den roten (=blutigen) Faden, der sich über
        -> die Weltkriege – Stichwort: Hitler als Doppelagent in dem er / NSDAP die deutsche Kultur / das Germanentum und das Christentum aufgreift, um es letztendlich zu zerstören und »unaussprechbar« werden zu lassen (verkehrte Swastika – die richtige führt uns zu Zarathustra und damit zu einem Verkünder der Sonnenwesenheit [=Christus] )
        -> gewisse westliche Logen (siehe auch Finanzsystem)
        -> über Rom (Vatikan als dem wahren Christentum entgegengesetztes Machtsystem, Bekehrung oder Verbrennung der »germanischen Barbaren«, Katharer und Templer, Redigieren der Bibel usw.) bis hin zum Tempelberg spinnt.

        Was mich interessiert – und warum z.B. auch überhaupt Menschen auf die Idee kommen, einen Blog zu schreiben – ist die trismegetische Beziehung eines »wie oben so unten« bzw. genauso: »wie Innen so Außen«: die Aufgabe des deutschen Volkes lebt in jedem Einzelnen in der individuellen Aufgabe desselben. Das, was dem deutschen Volk, oder der Volksseele, widerfährt – das widerfährt auch der Einzelseele: das Herz soll mit Müll umbaut werden. Tausende Ablenkungen und Zwangsmanöver werden dazu erfunden, die der Einzelne nicht nur durchschauen, sondern durch eigene Willenstaten überwinden muss, wenn er ihnen nicht zum Opfer fallen will.

        Die Einfallstore sind der Verstand (6. Chakra) sowie die Persönlichkeit (3.Chakra) [Widerspiegelung: Herzkrankheiten und Demenz], welche beide ohne den »Führer« (Herz, 4.Chakra) durch (geistige)Fremdmächte zu einem sogenannten »Ego« umgebaut werden, welches diesen Fremdmächten dann dienlich ist.
        Das Zerrbild ist eben: die Deutschen als Autonation (Auto als Teil der Persönlichkeit) und als Erbsenzähler/Bürokraten (ins Raster passen) – bzw.: die Deutschen als Wirtschaftsmotor(persönlicher Wohlstand) bzw. EU-Treiber(Über-Raster).

        So kann sich der Einzelne eben auch fein machen: noch satt werden am Tische und nebenbei etwas Philosophisches rastern …

        Das Herz, in dem Mut, Wahrheit und Liebe wohnt, ist in erster Linie an Taten aus dieser, seiner Mitte interessiert.

      • @Jürgen Elsen:
        Interessante Aspekte, die Sie da einbringen, gerade auch das Thema Kaspar Hauser. Allerdings teile ich Ihre Position in Bezug auf A.H. als Doppelagent nicht.

      • Jürgen Elsen permalink

        Ja, dass könnte sehr differenziert betrachtet werden – ich wollte hier nur den Aspekt aufzeigen, dass letztendlich das Gegenteil von dem eingetreten ist, was A.H. propagierte.
        Die Frage, in wie weit er bewusste Doppelstrategien einsetzte oder nicht, läßt sich wahrscheinlich nur dann sicher beantworten, wenn man in A.H. Seelenfeld hineinschauen könnte …

  6. Thilo Hahn permalink

    Ich danke Ihnen sehr für diesen herausragenden Artikel.

    Ich würde gerne dazu anregen, dem Link zu Youtube zu benutzen und sich das (kurze) Interview einmal anzusehen und anzuhören; vielleicht sogar ein paar Mal, um mit sich selbst zu experimentieren.

    Sie hören in der Stimme der fragenden Reporterin einen Anklang an etwas wie – ich sage mal dazu – Unglaublichkeit; so wie eine letzte Hoffnung, dass diese unvorstellbare Zahl von 500.000 Kindern doch nicht der Wahrheit entspricht. Wobei natürlich die Formulierung, ob das den Preis wert war, schon auch eine eigene Betrachtung wert wäre; Herr Ludwig hatte bereits die Rolle der Medien im Verhältnis zur Politik dargestellt.

    Mrs. Albright, wobei auch das ausdruckslose Gesicht Bände spricht, spricht von einem ‚very hard choice‘. Das wird mit einer „harten Wahl“ übersetzt. Das kann nur bedeuten, dass Szenarien durchdacht wurden, die diese Möglichkeit des Todes von über 500.000 Kindern bereits berücksichtigten!

    Oel, Macht, Dollar gegen Kinder, gegen das Leben, gegen Zukunft?

    Und das wurde mitkalkuliert?
    Ja! Denn hier ist eine ungeheure Kälte in der Benutzung der menschlichen Intelligenz am Werke. Dasjenige wesentliche zu ‚ entdecken‘, was Menschen dazu verführt, das menschliche Denken dazu zu benutzen, es so einzusetzen wie uns Mrs Albright dies vorführt, das sollten wir erkennen! Das würde zunächst auch den Focus von der handelnden Mrs. Albright weg führen zu etwas, was wir in unserer Zeitenlage in der politischen Entwickelung (nahezu) ständig berücksichtigen sollten – wer ist das, der Menschen zu solcher Unmenschlichkeit verführt? Hier finde ich besteht unmittelbarer Erkenntnis- und Handlungsbedarf, um unserer Freiheit als Menschen (wenigstens) annähernd gerecht zu werden.

    Das ist in einem ganz anderen Sinne der ‚ very hard choice‘ zu dem wir aufgerufen sind.

    • Michaela Wolff permalink

      @ Thilo Hahn: …- wer ist das, der Menschen zu solcher Unmenschlichkeit verführt ?“

      Gebe zu bedenken, dass zum Begriff der Verführung immer mindestens zwei Seiten gehören, eine, die verführt und eine andere, die sich verführen lässt. Und es ist da schwierig, ein konkretes „wer“ zu benennen, wenn es um „die“ Imperialisten geht. Man kann natürlich, wie Herr Ludwig es tut,
      eine „verbrecherische Skrupellosigkeit der Imperialisten“ anmerken, und es erscheint mir auch notwendig, deren „Vertuschungsphrasen von „Verbreitung westlicher Werte“ und „humatitärer Intervention“ “ zu entlarven, aber ein konkretes „wer“ verschwimmt im Begriff „die Imperialisten“.

      Es sind „die“ Staatsschulen, welche den Begriff der Moral aus deren Begriff von Wissenschaft entfernen, und es sind „die“ Mainstream-Medien, welche bestimmte Vertuschungsphrasen auf fast schon hypnotisierende Art verbreiten, aber auch da verschwimmt ein konkretes „wer“ im Allgemeinen.

      Wer auch immer sich einlullen lässt von diesen Vertuschungsphrasen, wird selber zum Teil solcher Verführungskunst gemacht. Erst betreffs uns selbst wird dieses „wer“ konkret. Ich kann z.B. auf die Opiumkriege zurückschauen und dahinter eine „verbrecherische Skrupellosigkeit“ entdecken, aber ich darf nicht unterstellen, es seien „die“ Engländer (allgemein) verbrecherisch und skrupellos.
      Eine Gefahr, in die man da selbst hineinkommen könnte, ist die, von irgendeiner „Kollektivschuld“ gedanklich auszugehen. Dadurch wäre ich selbst einer Denkweise auf den Leim gegangen, die gerade den Begriff der Moral vom Begriff des einzelnen Ich trennt und an die Stelle des verantwortlichen Iches ein „Wir“ stellen will. Wäre das nicht ein Anachronismus ?

      • Jürgen Elsen permalink

        Das »Wir« oder »Die« ist eine Projektion des korrumpierten Verstandes, welche dazu dient, nicht in sein Herz zu gehen.
        Die Projektion ist ein Teil des Mülls, welcher uns an den Herztaten hindern soll (was wir dann mit uns geschehen lassen). Siehe mein Beitrag von heute, 26.07.2017 gegen 12 Uhr.

  7. Peter Heek permalink

    @ valjean72 und @Jürgen Elsen „Und meines Erachtens liegen hierin auch die Beweggründe Deutschland „ethnisch zu verändern“, bzw. ins Chaos zu stürzen. Denn: „wenn Deutschland fällt, so fällt Europa“.
    „Das Zerrbild ist eben: die Deutschen als Autonation (Auto als Teil der Persönlichkeit).“

    Deshalb fahren die Deutschen mit ihrem „Auto“ auch nicht ans oder ins „Himmelswasser“, was veranlagt war und verunmöglicht wurde.

  8. Peter Heek permalink

    @ Jürgen Elsen
    -„> gewisse westliche Logen (siehe auch Finanzsystem)
    > über Rom (Vatikan als dem wahren Christentum entgegengesetztes Machtsystem, Bekehrung oder Verbrennung der »germanischen Barbaren«, Katharer und Templer, Redigieren der Bibel usw.) bis hin zum Tempelberg spinnt“.

    Benjamin Fulford schreibt zu den aktuellen Machenschaften der verschiedenen Gruppierungen der „globalen Herren“.
    http://benjaminfulfordtranslations.blogspot.de/2017/07/deutsch-benjamin-fulford-24072017.html#more
    „wer ihnen ihre Anweisungen erteilt, und sie werden nach Rom zeigen, zu den Verehrern der Schwarzen Sonne bei der P2-Freimaurerloge. Dort sitzen die selbsternannten Sozial-Ingenieure, die hinter den meisten der Schwierigkeiten auf der Welt stehen. Sobald sie bloßgestellt sind, ist ihr Spiel vorbei, und eine Welt-Revolution, die zum Frieden führt, kann beginnen.“

    • Jürgen Elsen permalink

      Danke für die Erweiterung!

Kommentare sind geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: