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Die deutsche Obrigkeitshörigkeit und ihr Ursprung

29. September 2017

„Ein Deutscher ist mit Vergnügen alles, nur nicht er selber.“
Jean Paul (1763 – 1825)

Obrigkeitshörigkeit und Untertanengeist der Deutschen ziehen sich durch die neuere Geschichte. Das ist vielfältig beschrieben worden. Carl Friedrich von Weizsäcker wird die treffende Charakterisierung zugeschrieben, der typische Deutsche sei absolut obrigkeitshörig, ein typischer Befehlsempfänger und des eigenen Denkens entwöhnt; er sei zwar ein Held vor dem Feind, aber im bürgerlichen Leben kennzeichne ihn ein totaler Mangel an Zivilcourage. Letzteres beklagte selbst Bismarck mit den Worten:Mut auf dem Schlachtfelde ist bei uns Gemeingut, aber Sie werden nicht selten finden, daß es ganz achtbaren Leuten an Zivilcourage fehlt.“ 1  Heinrich Mann beschrieb in seinem Roman „Der Untertan“ eindrucksvoll den Typus des Mitläufers und Konformisten, der total an die von oben vorgegebenen gesellschaftlichen Normen, Meinungen und Erwartungen angepasst ist.

Die Frage nach den Ursachen

Die Ursache der besonderen deutschen Untertanengesinnung wird vielfach in einer verbreiteten autoritären Erziehung in Elternhaus und Schule gesehen, die sich in dem auf Befehl und Gehorsam beruhenden preußischen Militär gleichsam fortsetzte. Max Weber sieht eine zentrale Ursache im Protestantismus, der den Staat als göttliche Einrichtung absolut gesetzt und den Obrigkeitsstaat legitimiert habe. Das Luthertum sei für den Untertanengeist und die Obrigkeitshörigkeit der Deutschen verantwortlich. Allgemein meint man, dass diese gläubig-gehorsame Seelenhaltung gegenüber der Obrigkeit über Generationen hinweg schließlich so verinnerlicht worden sei, dass es in der Regel keiner äußeren Gewalt mehr bedürfe, um sie aufrecht zu erhalten.

Aber woher ist die autoritäre Erziehung gekommen? Die Änderung in der Erziehung nach 1945 hat den Untertanengeist nicht zum Verschwinden gebracht. Den Militarismus haben die Franzosen viel stärker ausgebildet, ohne dass er bei ihnen zu einem solch ausgeprägten Untertanengeist geführt hätte. Und der Protestantismus ist zunächst als Freiheitsimpuls aus dem Innern einzelner Individualitäten gegen den seelischen Imperialismus einer religiösen Obrigkeit aufgestiegen; die Legitimierung des Obrigkeitsstaates hat da eher einen partiellen Rückfall bedeutet.

Die Obrigkeitshörigkeit ist durch äußere Bedingungen und Umstände nicht zu erklären, sie ist ein inneres Phänomen der Deutschen, eine innere Schwäche, der man daher auch nicht durch äußere Maßnahmen beikommen kann. Dies hat auch der scharfsichtige Heinrich Heine so gesehen:

Der Deutsche gleicht dem Sklaven, der seinem Herrn gehorcht ohne Fessel, ohne Peitsche, durch das bloße Wort, ja durch einen Blick. Die Knechtschaft ist in ihm selbst, in seiner Seele; schlimmer als die materielle Sklaverei ist die spiritualisierte. Man muss die Deutschen von innen befreien, von außen hilft nichts.“ 2

Die Frage ist, wodurch diese seelische Knechtschaft entsteht, und wie sie zu überwinden ist. Auch von innen wird man allerdings die Deutschen nicht befreien können, wie Heine meint. Das kann nur jeder Deutsche selbst tun. Denn sie hängt ja mit einer Schwäche der Individualität, des Ichs zusammen, das sich nur selbst ergreifen und verändern kann. Wie kommt diese Schwäche zustande? Dazu müssen wir uns zuvor eine zentrale positive Veranlagung der Deutschen vergegenwärtigen, die auch kulturgeschichtlich konstatiert und vielfach beschrieben worden ist.

Das höhere Ich

Der spanische Diplomat und Kulturphilosoph Salvador de Madariaga hat treffend auf ein wesentliches Charakteristikum der Deutschen aufmerksam gemacht, das in der deutschen Sprache zum Ausdruck kommt:

Das Hauptmerkmal der deutschen Sprache … ist wohl das Vorherrschen des Wortes werden.( …) Dieses Merkmal verleiht der Sprache eine Art von ständiger Bewegung, eine Qualität des Fließens …, welche der tiefste Wesenszug des deutschen Lebens ist.( …) Was für England und Frankreich nur ein Gedanke unter vielen ist und für Spanien überhaupt kein Gedanke, ist für Deutschland geradezu der Wesenskern allen Denkens, so dass eben beide, die Sprache und das Denken, in Deutschland das Fließen eines Stromes annehmen.“ 3

In diesem Empfinden des ständigen Werdens kommt die besondere Veranlagung des Deutschen nach unaufhörlicher Entwicklung seines eigenen Wesens zum Ausdruck, seines innersten Ichs. Das Ich ist in seinem Grunde nichts Fertiges, sondern ein Werdendes, sich Entwickelndes. Damit unterscheidet es sich von dem, was wir gewöhnlich im Alltag als „Ich“ bezeichnen, das ein Beharrendes ist, das immer bleiben will, wie es ist. Dieses erscheint gleichsam als ein verzerrtes Spiegelbild des wahren, höheren Ichs, das selbst nicht unmittelbar in das Alltagsbewusstseins eintritt, sondern sozusagen im Hintergrund schwebt. Aber sein Einfluss ist spürbar und beobachtbar.

Wir messen die Zustände um uns und das Handeln der anderen Menschen mehr oder weniger unbewusst ständig daran, wie es eigentlich sein sollte. Und wir merken, dass wir auch selbst mit unserem Verhalten, unserem Tun und unseren Fähigkeiten vielfach nicht zufrieden sind. Wir genügen nicht unseren eigenen Idealen und moralischen Ansprüchen. Wir bleiben zumeist hinter ihnen zurück. Dies festzustellen, ist aber nur möglich, wenn es eine höhere Instanz in uns gibt, die das, was wir gewöhnlich Ich nennen, beurteilt und am eigenen höheren Maßstab misst – das höhere Ich. Friedrich Schiller schrieb in seinen „Ästhetischen Briefen“:

„Jeder individuelle Mensch, kann man sagen, trägt, der Anlage und Bestimmung nach, einen reinen idealischen Menschen in sich, mit dessen unveränderlicher Einheit in allen seinen Abwechslungen übereinzustimmen die große Aufgabe seines Daseins ist“.

Er verwies dabei auf seinen Freund, den Philosophen Johann Gottlieb Fichte, der ebenfalls das empirische, also das gewöhnlich erfahrbare Ich, von einem reinen, idealen Ich unterscheidet. Dieses ist für ihn das „erste Prinzip aller Bewegung, alles Lebens, aller Tat und Begebenheit“, das dem intelligenten, bewussten Ich logisch vorangeht. Beide stimmen selten überein, sie aber zur vollkommenen Übereinstimmung zu bringen, sei die ständige Aufgabe und Bestimmung des Menschen. Doch dazu reiche der bloße Wille nicht aus. Wir müssten uns allein und gemeinsam in einem ständigen Prozess des Lernens und der Selbsterziehung die Fähigkeiten dafür erwerben, um die Widerstände und Hindernisse der Sinneswelt zu überwinden. Und diesen ganzen Prozess des Erwerbs vielfältiger Fähigkeiten mache letztlich das aus, was wir „Kultur“ nennen.

Die deutschen Dichter haben diesen vielfach unbewussten Prozess literarisch beschrieben, in Dramen oder  Entwicklungsromanen, in denen, wie z. B. in Goethes „Wilhelm Meisters Lehrjahre“, „die geistig-seelische Entwicklung einer Hauptfigur in ihrer Auseinandersetzung mit sich selbst und mit der Umwelt dargestellt wird,“ die ihre „Erlebnisse und Erfahrungen reflektierend verarbeitet und (ihrer) Persönlichkeit einverleibt.“ (Wikipedia) Es geht im Grunde immer um die Auseinandersetzung zwischen dem in seinen Eigenheiten beharrenden niederen Ego und dem höheren Ich, das eine Änderung, ein partielles Absterben des Niederen verlangt, damit der Mensch nicht stehen bleibt, sondern sich im Werdestrom weiterentwickelt.

Goethe fasste dies schließlich in die Worte zusammen: „Und solang du dies nicht hast / Dieses Stirb und Werde, /Bist du nur ein trüber Gast / Auf der dunklen Erde.“ Und Friedrich Rückert sah das höhere Ich als etwas an, das wie ein Zukunftsbild vor jedem schwebt, dessen Realisierung er entgegenstrebt und dichtete: „Vor jedem steht ein Bild des, was er werden soll: / Solang er das nicht ist, ist nicht sein Friede voll. / Was er geworden ist, genüget nie dem Mann; / O wohl ihm, wenn er stets nur werden will und kann.“

Der Herrscher in uns

Im Gegensatz zum gewöhnlichen Ego tritt das höhere Ich also nicht von selbst ins Bewusstsein. Es muss gesucht, ins Auge gefasst und willentlich hervorgebracht werden. Das Ich ist seinem Wesen nach ein Agens, ein Auto-mobil, d. h. ein Selbst-Beweger. Ein Ich, das von außen geschoben oder gezogen werden müsste, ist noch keins. Es ist nur insofern, als es sich von innen heraus selber aktiv im Denken ergreift, in Bewegung setzt und sich selbst bestimmt. Darin liegt aber auch der Grund dafür, dass das höhere Ich immer nur von verhältnismäßig wenigen bewusst angestrebt und zu realisieren gesucht wurde und wird. Die Philosophen des deutschen Idealismus, insbesondere Fichte, haben einen sehr anspruchsvollen gedanklichen Weg dazu aufgezeigt. Rudolf Steiner wies auf einen einfacheren, unmittelbar lebenspraktischen Weg hin, den er als elementaren Bestandteil einer höheren Erkenntnisschulung beschrieb.4

Er empfiehlt, sich täglich Augenblicke innerer Ruhe zu verschaffen, in denen man sich eine kurze Zeit aus seinem täglichen Leben zurückzieht und all seine Freuden, Leiden, Sorgen, Erfahrungen und Taten vor seiner Seele vorbeiziehen lässt, aber so, dass man sie von einem höheren Gesichtspunkt aus betrachtet, als ob man sie nicht selbst, sondern ein anderer erlebt oder getan hätte. Man soll in diesen Zeiten die Kraft suchen, sich selbst wie ein Fremder gegenüberzustehen. Dann ist man nicht mehr so eng mit den eigenen Erlebnissen verwoben, und sie zeigen sich in einem neuen Licht. Das Wesentliche beginnt sich von dem Unwesentlichen zu sondern.

Man zieht sich dadurch aus der emotionalen Egozentrik des niederen Ichs allmählich heraus, so dass sich immer mehr höhere Gesichtspunkte für die Beurteilung der Dinge einstellen können. Dabei kommt alles darauf an, „dass man energisch, mit innerer Wahrheit und rückhaltloser Aufrichtigkeit sich selbst, mit all seinen Handlungen und Taten, als ein völlig Fremder gegenüber stehen kann.“ Das bedeutet, dass das höhere Ich mehr und mehr Einfluss auf das Alltags-Ego geltend machen kann. „Denn jeder Mensch trägt neben seinem – wir wollen ihn so nennen – Alltagsmenschen in seinem Innern noch einen höheren Menschen. Dieser höhere Mensch bleibt so lange verborgen, bis er geweckt wird. Und jeder kann diesen höheren Menschen nur selbst in sich erwecken.“ 6

Dieses in den ausgesonderten Augenblicken der inneren Ruhe gewonnene „höhere Leben“ wird nach und nach seinen Einfluss auch auf das gewöhnliche Alltagsleben ausüben. Man wird ruhiger werden, mehr Sicherheit in seinen Handlungen gewinnen und nicht mehr leicht aus der Fassung gebracht werden können. Man ärgert sich nicht mehr über alle möglichen Dinge, und andere hören auf, einem Befürchtungen zu machen. Man wird sich immer mehr innerlich selbst lenken und weniger von den Umständen und äußeren Einflüssen gelenkt werden. So fängt man an, „sein Lebensschiff einen sicheren, festen Gang zu führen innerhalb der Wogen des Lebens. Während es vorher von diesen Wogen hin und her geschlagen worden ist.“ 7

Das höhere Ich ist in einem fortwährenden Drängen nach Entwicklung begriffen, das sich gegen alle Widerstände und Niederlagen im Gewissen, in Sehnsüchten, Träumen und Idealen bemerkbar zu machen sucht. Dadurch dass man sich regelmäßig kurze Zeiten der beschriebenen inneren Ruhe verschafft, wird dem höheren Menschen in uns eine gesetzmäßige Entwicklung ermöglicht, in deren Verlauf er über das Alltags-Ich immer mehr die Oberhand gewinnt und dieses allmählich in Übereinstimmung mit sich bringen kann.

„Dieser «höhere Mensch» wird dann der «innere Herrscher», der mit sicherer Hand die Verhältnisse des äußeren Menschen führt. Solange der äußere Mensch die Oberhand und Leitung hat, ist dieser «innere» sein Sklave und kann daher seine Kräfte nicht entfalten. Hängt es von etwas anderem als von mir ab, ob ich mich ärgere oder nicht, so bin ich nicht Herr meiner selbst, oder – noch besser gesagt -: ich habe den «Herrscher in mir» noch nicht gefunden.“ 8

Es kommt also darauf an, den Herrscher in mir, das heißt die Herrschaft des höheren Ich über das niedere zur Entwicklung zu bringen.

Die Suche außen

Darin, dass die Ich-Entwicklung der inneren Anstrengung und Aktivität des Ichs selbst bedarf, liegt aber nun die Ursache, warum sie von vielen, ja den meisten Deutschen nur schwach angestrebt wird. Aber die Sehnsucht nach dem Höheren lebt in jedem, wenn auch noch so verborgen; und kann er es in seinem Inneren nicht finden, so scheint es ihm stattdessen von außen in der hohen Obrigkeit bequem entgegenzukommen. „Die innere Herrschaft des Ichs im einzelnen Menschen verwandelt sich in die äußere Herrschaft des Staates über ihn.“ 9  Der Mensch bleibt in Alltags-Ich stecken, das an die äußeren Verhältnisse gebunden ist, und empfängt gehorsam die Anordnungen der staatlichen Herrschaft, der es sich wie selbstverständlich unterwirft. Und wer als Funktionsträger, als Beamter in den Machtapparat aufsteigt, wird selbst zu einem Teil dieses höheren Pseudo-Ichs, der einerseits nach unten über den einzelnen Menschen als seinen Untertan stolz gebietet und andererseits den Vorgesetzten über ihm in treuer Pflichterfüllung ergeben ist.

Hier liegt der eigentliche Ursprung der deutschen Obrigkeitshörigkeit, des ausgeprägten Untertanengeistes, die so verhängnisvoll gewirkt haben und bis in die unmittelbare Gegenwart wirken. Denn es ist prinzipiell kein Unterschied zwischen der Obrigkeit eines pompösen, hohlen „Gottesgnadentums“, eines aufgeblähten Usurpators oder der durch scheindemokratische Wahlen erhobenen egomanischen Parteienkaste, die heute mit denselben überkommenen Machtstrukturen ihre Herrschaft ausübt. Sie werden noch durch die modernen psychologischen Mechanismen einer vielseitigen medialen Bewusstseinsindustrie unterstützt, welche täglich die Herrschaft dieser Clique von Oligarchen propagandistisch absichert und die eingeschläferten Untertanen immer wieder zu deren Wiederwahl an die Urnen führt, in denen ihre Hoffnungen stets neu begraben werden.

Nur aus dem Erleben der inneren, in sich selbst gegründeten Unabhängigkeit des höheren Selbst kann die Empörung gegen jede Form von Fremdbestimmung wachsen, die den Menschen nicht als freies, sich selbst bestimmendes Ich, als Subjekt, sondern als Objekt eines fremden Willens behandelt und zum folgsamen Untertanen macht.
—————————————————–
1   Wikipedia: Zivilcourage
2   Heinrich Heine: „Gedanken und Einfälle, Kap. 4
3   Salvador de Madariaga: Porträt Europas, Stuttgart 1953, S. 100 f.
4   Rudolf Steiner: Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten, Dornach   1961 S. 30 ff.
5   a.a.O. S. 36
6   a.a.O. S. 32
7   a.a.O. S. 34
8   a.a.O. S. 35, 36
9   Hans Erhard Lauer: Die Volksseelen Europas, Stuttgart 1965, S. 171

 

 

 

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27 Kommentare
  1. Logiker permalink

    Ich sehe uns hier vor einem Henne/Ei Problem stehend. Um eine nach Humboldtschen Sinne freie und selbstbestimmte Gesellschaft zu gründen, bräuchte es freidenkende, selbstbestimmte, in vollem Umfang bewusste und weitgehend unabhängige Menschen (ebenso Kant, Goethe, Steiner). Da es diese Menschen nicht in der erforderlichen Anzahl (Zwischenfrage: wie groß müsste diese in Prozent mindestens sein?) gibt, kann es auch das hier gewünschte, ideale System nicht geben. Und wie sollen all die Menschen, die den direkten Anschluss an ihr höheres Ich noch nicht gefunden haben, diesen Schritt jemals vollziehen, wenn alles um sie herum, sie daran hindert? Ehe du es unter diesen Bedingungen geschafft hast, bist du mit hoher Wahrscheinlichkeit alt. Und die jungen „Nachrücker“ bedienen das sinnfreie Kasperletheater von Neuem.

    • Stimmt. @Taurec vom weltenwende-Forum meint ja, man solle mit gutem Beispiel voran gehen und „den anderen ein Leuchtturm sein“. Ich sehe da das massive Problem, dass diese verrückte, ja schizophrene Gesellschaft gar nicht mehr erkennen kann, wer „Leuchtturm“ sein könnte. Im Gegenteil, „Leuchttürme“ haben es in dieser Gesellschaft extrem schwer, überhaupt nur zu überleben, denn sie leben immer wider die Gesellschaft, die angepasst ist, und die rasch, erkennt sie die Abweichler, den Tod Letzterer fordert. Denn: Das geht ja gar nicht, daß da einer frei ist, während man selber in unzerreißbar scheinenden Fesseln vor sich hin lebt. – Die Masse der Dummen wird jeden Abweichler („Leuchtturm“) lynchen.

  2. enrico permalink

    Tja, jetzt haben die Deutschen es verpasst, sich selbst zu fragen, was sie eigentlich einmal werden wollen, wenn sie gross sind. Gross sind sie nie geworden, aber alt sind sie geworden. Werden wollen wenn man nicht will werden, was in einem steckt und lieber sich nach den anderen oder dem Chef richtet, scheint eine sichere Strategie zu sein, bringt einem aber auf falsche Wege, macht unselbständig und am Ende, traurig.

    Sterbe und werde noch einmal werden, grosse, alte Deutsche Seele.

    Auferstehe noch einmal und streue deinen edlen Geistessamen in die weite Welt…
    Ein Jeder aus sich selbst heraus.

    Die Raupe hat sich verpuppt, jetzt kommt es darauf an ob daraus ein Schmetterling wird oder nur eine staubige Mumie übrig bleibt.

    LG enrico

  3. Habnix permalink

    Das man die Obrigkeitshörigkeit bei der Lohnabhängigkeit suchen muss, fällt scheinbar keinem auf.

    “ Wess Brot ich ess, dessen Lied ich sing“

  4. Zeitgenosse permalink

    Sie zitieren aus Schillers 4. Brief „Über die ästhetische Erziehung des Menschen“ – und Sie zitieren, wie es (fast) immer getan wird: Ihr Zitat endet zu früh (!), denn genau einen Satz später führt Schiller weiter aus: „Dieser reine Mensch, der sich mehr oder weniger deutlich in jedem Subjekt zu erkennen giebt, wird repräsentirt durch den Staat; die objektive und gleichsam kanonische Form, in der sich die Mannichfaltigkeit der Subjekte zu vereinigen trachtet.“

    Nun ließe sich zu den ‚ Ästhetischen Briefen ‚ sicher vieles beitragen- aber überlegen Sie sich doch nur eines zunächst: Falls es Menschen gäbe, die Schiller hier nicht als Dichter verstünden, sondern als Menschen mit einer enormen Menschenkenntnis, als einen Sachverständigen und Lehrmeister auf dem Gebiete seelisch-geistiger Zusammenhänge und falls diese Menschen manipulativ Macht über andere erhalten wollten- was müssten sie tun? Sie müssten ein Staatsgebilde vor den (noch) geistig schlafenden Augen der Untertanen entstehen lassen, das in sich keine Wahrheit trägt.
    Mit einer solchen Schimäre wäre fast unendlich viel zu erreichen- denn auf den Umstand, dass der allgemeine Deutsche wie bedingt paralysiert auf sein höheres Staats-Ich schaut, hatten sie bereits hingewiesen.Und mit den so entstandenen Thor-Hammer (der Erkenntnis) könnten Sie ja einmal an die Türen und Tore des Staates BRD klopfen- mglw. würden Sie sich wundern, wie hohl das klingt. Nicht mehr weiter wundern müssten Sie sich von da ab über den Charakter der Wahlen in demokratischen Ländern wie Deutschland in der Bundesrepublik eines geworden ist.

    • @Zeitgenosse
      Vielen Dank für den Hinweis. Der von mir zitierte Satz von Schiller hat ja in sich seine Gültigkeit. Den Folgesatz, dass dieser reine Mensch durch den Staat repräsentiert werde, habe ich bewusst weggelassen, weil ich Schiller in dieser idealistischen Erhöhung des Staates nicht folge. Ich hätte ihn natürlich bringen und mich mit ihm als Pseudo-höheres-Ich auseinandersetzen können, auf das dann diejenigen ersatzweise ausweichen, die das eigene höhere Ich nicht stark genug anstreben.. Aber das hätte den Rahmen, den ich mir gesetzt habe, überschritten.

      • Zeitgenosse permalink

        Schiller erlebte die französische Revolution, von der er zunächst angetan war, weil das alt-überkommene, inhaltsleer (bezogen auf ein höheres Ich) gewordene Königtum überwunden wurde, um dann feststellen zu müssen, dass die neue brutal-dumpfe Volksherrschaft dem alten Despotismus höchstens an Blödheit, Verblendung und Hohlheit voranging. Dennoch fand Schiller in den auch vorhandenen Strömungen der neuen Menschenbewegung das, was Sie nun als idealistisches pseudo-höheres-Ich abtun; Schiller fand – wenn auch rudimentär – den dreigegliederten Staat (sofern das in seiner Zeit und ihm bereits möglich war) und wie er uns dies durch den Marquis Posa im ‚ Don Karlos ‚ (insbesondere:III Akt,10) wissen lässt und legt damit das Fundament, auf dem – über ein Jahrhundert später – Rudolf Steiner die Dreigliederung des Sozialen Organismus weiter bauen kann.

      • @Zeitgenosse
        Repräsentant des höheren Ichs ist allenfalls im Alterum die Theokratie in Gestalt des in die Mysterien eingeweihten Pharao gewesen. Der König von Gottes Gnaden wies schon nur noch auf das Göttliche hin, das nicht mehr in ihm lebte, sondern dem er nach besten Kräften als schwacher Mensch diente. Aber das Gottesgnadentum hatte mit Beginn der Neuzeit seine innere Substanz verloren. Was bis dahin noch als berechtigte innere Macht in selbstverständlicher Autorität gewirkt hatte, wurde nun, geistig entleert, zur äußeren Macht, die sich nur als Gewalt durchsetzen und behaupten konnte. Es verbietet sich daher, in der Neuzeit noch den Staat als Repräsentanten des höheren Ichs zu sehen.

        In der Dreigliederung des sozialen Organismus wird die unberechtigte Macht des Einheitsstaates gerade aufgehoben, indem der Staat auf das reine Recht, das die freien Bürger vereinbaren, reduziert wird und das Geistes- und Wirtschaftsleben in die horizontal koordinierende Selbstverwaltung entlassen werden. Der dreigliedrige Organismus repräsentiert nicht das höhere Ich, sondern schafft die Bedingungen, dass jeder Einzelne im Zusammenwirken mit den Anderen sein höheres Ich entwickeln kann.

  5. MBTI permalink

    Es ist sehr einfach. Wenn man sich mit Jung oder MBTI beschäftigt weiß man, dass es im Text um sensorische (nicht intuitive) Menschen geht. Unter diesen Sensoren, sind traditionelle Menschen, besonders der ISTJ (einfach mal googeln), die konsequentesten/reinsten Untertanen. Auch Merkel gehört dazu. Auch die Bevölkerungsverteilung der einzelnen Typen ist interessant (ca. 75% sensorische und 25% Intuitive Typen).

  6. Jürgen Elsen permalink

    Ich bin der ich bin – mein Reich ist nicht von dieser Welt. Das Sich-Selbst-Schöpfende ist in »dieser Welt« nicht gesehen, denn es kann nur vom Sich-Selbst-Schöpfenden aus gesehen werden (auto-mobil Vergleich im Text oben, sowie das Henne-Ei-Problem).

    Das Licht kam in die Finsternis, aber die Finsternis hat es nicht begriffen. L-ich-T.
    Was ist die Finsternis?
    Zur Materie hin »verdichtetes Licht« als Grundlage für unseren physischen Körper – dessen physisches Steuerorgan, für unser Wachbewusstsein maßgeblich, der Verstand ist.

    Dieser Verstand ist weder für Licht noch für Ich geschaffen, sondern ein »Weltpragmatiker«.
    Er lebt in einer abgesonderten Schattenwelt, der Finsternis, in der Welt der Dinge, der Schubladen, fixen Bausteine, diese erfassend und kombinierend mittels Sinneseindrücken und eigener (digitalen) Logik.
    Sein Umgang sind also Schatten, Abbilder (siehe Platons Höhlengleichnis) und er kann nicht anders, als sich selbst damit zu identifizieren (das Wesen erstirbt ins Abbild – siehe Narziss).
    Seine Logik impliziert notwendig Hierarchiebildung (Verschachtelungen der Dinge zu Komplexitäten, die Hierarchieordnungen ergeben).
    Es ergibt sich ein »Kastensystem« in dem der Verstand, will er aufwärts, auf die Gunst der »nächsten Hierarchieebene« angewiesen ist (nach oben beten, nach unten treten; teile und herrsche).

    Das ICH als Selbsterregendes ist fluide, ist eigentlich aus Sicht des Verstandes ein Nichts. Nur was Nichts ist kann ALLES sein. Lasse »ich« mich von einer Sache ganz und gar bestimmen (Identifikation) – kann ich nichts mehr anderes sein, als genau diese Sache (der Hausbesitzer wird Besitz des Hauses).
    Bin ich nichts und kann alles sein, dann bin ich das multidimensionale Vermittlungswesen – ich bin das Ding, die Pflanze, das Tier usw., erfahre, was es ist, ohne in der Bestimmung verharrend zu sein – sondern bringe ein universelles »Verständnis« jedem gegenüber.

    Wie kann sich nun der Verstand seine Herrschaft auf Erden sichern, ohne von diesem Übergeordnetem »Ich« als Werkzeug benutzt zu werden (davor hat er, bzw. die Wesen, die ihn ohne das ICH brauchen, nämlich enorme Ängste) ?
    Die Antwort darauf ist:
    1. Abhängigkeitsschaffung durch die Hierarchiebildung und Sicherung derselben durch Waffengewalt ausgeführt von den Abhängigen gegen sich selbst (dem Volk).
    2. Bringe das fluide Wesen des Ichs, was alles sein kann aber nichts ist, auf eine physische Ebene, in der du es beherrschen kannst! Das ist das Geld !

    Geld ist selbst nichts und nur deshalb kann es alles sein: mein Brot, meine Wohnung, mein Urlaub – hätte ich jedoch nur Geld – es nützte mir gar nichts. Erst indem es eine Identifikation eingeht, erhält es scheinbar durch das tatsächliche Wesen (also Ding, wie z.B. Brot) einen Wert.

    Das Geld übernimmt eine Führerrolle aus dem physischen Nichts, weil das Geistige dem Verstand als Nichts erscheint und der Mensch, versunken in seiner Finsternis, nach dem Schein greift und damit ein »Lichtbedürfnis« bedient.

    Mehr zum ICH – kostenloser Download: http://www.ich-buch.de

  7. horus permalink

    Luther nannte Kopernikus einen Narren. Er selber saß den Hexenprozessen in Wittenberg vor und für ihn war schlechtes Wetter ein Werk des Teufels.
    Was die Reformation für die Normalbevölkerung bedeutete lässt sich am einfachsten am Buch „Vita Dr.Martini Lutheri et successum Evangelicae Reformationis“ von 1699 erkennen.
    Man muss sich nur die zeitgenössischen Medaillen ansehen und sich an einer Bildinterpretation versuchen.
    Am interessantesten und aufschlussreichsten ist für mich diese Medaille:
    https://books.google.de/books?id=5spYAAAAcAAJ&pg=RA1-PA318&focus=viewport&dq=Vita+D.+Martini+Lutheri+et+successuum+Evangelicae+Reformationis&hl=de

    Auf dieser wird auf der Vorderseite der Kurfürst von Martin Luther erleuchtet, über ihnen in der Sonne hebräisch Jahwe. Auf der Rückseite hält der Kurfürst eine Waage in der Hand. In der schwerer wiegenden Waagschale sitzt das Jesuskind und darunter steht die Allmacht. In der anderen ist eine Schlange abgebildet und darunter steht Vernunft. Die Allmacht wiegt folglich schwerer als die Vernunft.

    Und warum sind gerade das Jesuskind und die Schlange als Sinnbilder abgebildet?
    Ich habe das im Buch „das Gesetz des Gar“ dargelegt. Für die meisten wird das erst einmal schwer begreiflich sein, aber das Christentum basiert nicht auf dem Judentum, sondern auf dem Isis-Kult.
    Die Lebensbeschreibung von Jesus ist ein pythagoräisches Gleichnis.
    Jesus wirft die jüdischen Geldwechsler aus dem Tempel, diese verlangen daraufhin seinen Tod. Judas verrät Jesus für 30 Silberlinge und als Pontius Pilatus die jüdische Volksversammlung fragt, ob der Verbrecher Barnabas oder Jesus gekreuzigt werden soll, entscheidet die sich für Jesus.
    Wenn Jesus die personifizierte Moral, die Juden die Unmoral, Judas der moralische Fehltritt und Pontius Pilatus die Entscheidung ist. Dann heißt das, dass die Moral der Feind der Unmoral ist. Die Unmoral verlangt deshalb den Tod der Moral. Der moralische Fehltritt liefert die Moral, der Unmoral aus. Und lässt man der Unmoral die Entscheidung, so wird diese für den Tod der Moral votieren.
    Dieses Gleichnis ist ein universelles Prinzip um eine Gesellschaft zu befrieden, deshalb heißt es auch Pax Christi, der Friede Christi. Es funktioniert darüber hinaus auch mit dem Begriff Wahrheit.

    • Jürgen Elsen permalink

      Wenn´s um´s Geld geht … ist mir das, wie Sie (HORUS) es bezeichnen: pythagoräische Gleichnis (was jedoch 1 : 1 die bittere Realität ist) sehr im Bewusstsein und ich kann nicht anders umhin, als dabei eine tiefe Betroffenheit und auch Traurigkeit zu empfinden, nämlich, dass wir Menschen das wirklich Heilsam-Heildend-Göttliche für ein paar Euros verkaufen oder gar kreuzigen, während das echte Verbrechen frei gesprochen wird.
      Ein lebendes Beispiel ist da das Königreich Deutschland bzw. Peter Fitzek: der hat niemandem etwas zu Leide getan, sondern in Gemeinschaft, heilsame Strukturen aufgebaut (»Gesundheitskasse«, »alternatives Geldsystem, Bank« u.a.) – und das in Abstimmung z.B. mit entsprechenden Mitarbeitern der BaFin (gescannte Originalschreiben usw. sind alle im Netz verfügbar – die Grundlage waren Kapitalüberlassungen mit Nachrangabrede, so dass also gar nicht von Anlagen und Bankgeschäften ausgegangen werden konnte, wie das auch in den Schreiben der BaFin bestätigt wurde).
      Das hat wunderbar funktioniert und die Gemeinschaft wurde immer größer. Dann hat die BaFin von ihren eigenen Dokumenten nichts mehr wissen wollen, Razzien (weil ohne richterlichen Beschluss – braucht sie nämlich auch gar nicht !!!) durchgeführt, schließlich die Gelder (respektive KRD-Konten) der Menschen »eingezogen« (auch meine sind dabei) – mit der Begründung, diese nun für »die Anleger« vor den Fängen des Herrn Fitzek sicher gestellt zu haben (habe natürlich bis heute nichts von meinem Geld gesehen).
      Es wurden dann auch gleich Grundstücke, die regulär und schuldenfrei (bis auf einen »Gläubiger«, der aber wieder innerhalb der Gemeinschaft war) im Grundbuch des Amtsgericht Wittenberg auf die juristischen Personen eingetragen sind, abgewickelt.
      Im Sinne der Anleger hätte man ja eigentlich einen Marktwert beim Verkauf erzielen müssen, statt dessen ist z.B. ein Grundstück in Reinsdorf für 25.000 EUR verhökert worden und der Makler hat kurze Zeit später einen Bruchteil davon für EUR 45.000 verkauft.
      Das (Rest)Grundstück kann aber jetzt von der Gemeinschaft für ca. 180 000 zurück gekauft werden (um eventuell wieder abgewickelt zu werden).
      Peter Fitzek wurden unerlaubte Bank- und Versicherungsgeschäfte unterstellt – der Prozess läuft noch – aber das spielt keine Rolle, denn man hat ja eh schon alles »abgewickelt« und zwar vor dem Prozess…

      Peter Fitzek sitzt unschuldig seit mehr als 15 Monaten in Untersuchungshaft (Einzelhaft mit 1 Std. Ausgang pro Tag!), eine Zeitspanne, die »rechtlich« überhaupt nicht geht (§ 112 StPO: max 6 Monate, bei besonderer Gefahr: 12 Monate).
      Er ist von der »Geldmafia« veraten, denuziert und eingesperrt und diejenigen, die einmal etwas »vom KRD gehört haben« (»die Volksversammlung«) finden das alles gerecht und richtig.

      Das Licht ist in die Finsternis gekommen, aber die Finsternis hat es nicht begriffen …
      So ist das eben und es geschieht jeden Tag, ohne dass die Menschen etwas tun …
      Der Triumph des »Bösen« basiert auf den Nichttaten der Guten …

      [apropos: Peter Fitzek ist weder »König« noch ist das Königreich eine Monarchie, sondern eine aufsteigende Demokratie in der Organisationsform einer Räterepublik mit einer konstitutionellen Wahlmonarchie – ein König kann nur durch die Räte (vom Volk gewählte Abgesandte für überregionale Anliegen) gewählt werden – das mus ja erst einmal vom Volk geschaffen werden]

  8. Sapere aude permalink

    Rudolf Steiner in GA186: Der Engländer ist etwas; der
    Deutsche kann nur etwas werden. Daher ist es so schwierig mit der
    deutschen Kultur, daher ragen in der deutschen und in der öster-
    reichisch-deutschen Kultur immer nur einzelne Individualitäten her-
    aus, die sich in die Hand genommen haben, während die breite Masse
    beherrscht sein will, sich gar nicht mit den Gedanken befassen will,
    die bei der britisch sprechenden Bevölkerung in die Instinkte gelegt
    sind. Daher verfiel auch die mitteleuropäische Bevölkerung solchen
    Herrschaftsgelüsten, wie die der Habsburger und Hohenzollern es
    waren, eben wegen der apolitischen Natur, weil ganz andere Not-
    wendigkeiten vorliegen, wenn der Deutsche zu seiner Aufgabe kom-
    men will. Er muß zu dieser Aufgabe erzogen werden. Er muß ge-
    wissermaßen berührt werden von dem, was Goethe im «Faust» zur
    Gestaltung gebracht hat, vom Werden des Menschen zwischen Geburt
    und Tod.
    In GA186 finden sich viele Antworten auf die Hintergründe, die seit mehr als 100 Jahren wirken und doch – vordergründig – unverstanden zu sein scheinen.

    – Der Deutsche soll nicht werden, und er kommt dem bereitwillig und anscheinend mit Freuden nach.

  9. Michaela Wolff permalink

    @ Jürgen Elsen: “ Königreich Deutschland bzw. Peter Fitzek: der hat niemandem etwas zu Leide getan..“

    Habe diese völlig irre „Krönungs“-Zeremonie gesehen. Irre, weil zu einer wirklichen Krönung eine wirkliche Krone gehört, die aber bei dieser „Krönung“ fehlte. Fitzek trug zwar einen Umhang mit Hermelin-Besatz, aber keine Krone. Nichtmal eine Krone aus Pappe, wie es sie in einer bestimmten Fast Food-Kette gibt.
    In seinem „Königreich Deutschland“ herrscht das Rauchverbot. Schon deswegen käme für mich gar nicht in Frage, dem Fitzek auch nur einen einzigen Cent anzuvertrauen.
    Hätte der Mann sich wenigstens eine Krone aus Pappe, mit Dornen durchbohrt aufsetzen lassen und hätte als erste Amtshandlung einen Joint geraucht, wäre das ein Ausdruck von Freigeistigkeit gewesen. Da hätte ich mir überlegt, ob ich dem 1 Unze Gold und eine Kiste Bananen noch extra dazu spende. Mit dem Gold hätte der seine Krone veredeln können.

    • Jürgen Elsen permalink

      Wirklich königlich geschrieben – dabei ging es ja gar nicht um eine Krönung, sondern um eine Staatsgründung bei der auch noch fast tausend »Irrer« anwesend waren 😉
      Freuen Sie sich, dass Sie nicht dazu gehören 🙂
      Und im übrigen können Sie auch deswegen beruhigt sein, weil die alle völlig friedlich sind …

      • Michaela Wolff permalink

        „Staatsgründung“

        Ja, das sollte wohl eine Staatsgründung werden. Und es sollte auch niemand als „Irrer“ beleidigt werden, sondern ich fand diese angebliche „Krönungszeremonie so „irre komisch“, weil Peter Fitzek barhäuptig im Hermelinmantel an der Krone vorbei lief, ohne sich die aufzusetzen.☺
        Das wäre Königin Elisabeth nicht passiert, die Krone zu ignorieren, denn die weiss ja, was sich für eine Königin gehört ! ☺
        Vielleicht ist all das ein Symptom der Sehnsucht des allgemeinen Deutschen nach einem wirklichen gediegenen Oberhaupt ? Nach einem König, der denen sagt, wo`s langgeht ?
        Mit dem König Peter dem Ersten hat es nun nicht sollen sein. Vielleicht klappt`s ja nach der Haftentlassung mit einer richtigen Krönung von Kaiser Peter ?
        Die Krone aus russischem Bärenfell, rings herum Goldreif mit Bernstein besetzt ?
        Oben die Form einer Kuppel bzw. Zwiebelturm ? Zu Ehren der deutschrussischen Freundschaft. Das wär`doch mal was.
        Man könnte den Medien, die das begleiten, auch der Presse dazu Kaiserschmarren und Wodka Gorbatschow servieren.
        Diese Zeremonie müsste künstlerisch durchgeplant werden. Salbung des Hauptes. Krönung durch einen Priester. Alles in Ernsthaftigkeit getaucht. Würde Peter das machen ?

      • Jürgen Elsen permalink

        Einige tausend Deutsche, die offensichtlich nicht obrigkeitshörig sind, haben sich auf Grund der vielen Mißstände (Finanz-, Kranken-, Renten-, Mediensysteme in der BRD) und dem Fakt, dass noch keine einzige Organisation/Institution wirklich neue Systemansätze (also auf oberster Systemebene !!!) angestrebt hat, zusammengefunden, um gemeinsam nach neuen Lösungen zu suchen und diese auch umzusetzen.

        Diese Lösungen waren am Anfang Projekte z.B. im Verein Ganzheitliche Wege. e.V.. Es ging u.a. auch darum, eine »Staatssimulation« zu betreiben aus der dann nützliche und für das Gemeinwohl positive Erfahrungen generiert werden sollten und konnten.

        Peter Fitzek hat dabei einige Persönlichkeiten aus den Bereichen von Politik, Banken usw. persönlich kontaktiert und mit diesen die »Staatsimulation«, je nach ihren Kompetenzfeldern, besprochen, um auch rechtliche Konstrukte zu finden, die sich NICHT im Widerspruch zur bestehenden BRD-Rechtsprechung befinden.
        Auf Grundlage dieser Erkundungen wurden dann die NDGK (Neudeutsche Gesundheitskasse), die Währung (Engel) u.a. eingerichtet.
        Schließlich sollte in dem Aufruf und der Aktion: »wir gründen Deutschland neu« ein (berufend auf GG Art.146) herausgefunden werden, wer und wie viele Menschen dazu bereit sind an echten Systemalternativen zu arbeiten (auf basisdemokratischer Grundlage).
        Nach einer Weile zeigte es sich jedoch, dass viele Menschen zwar mit Worten und auch Empathien dabei sind, aber nicht unbedingt in die Tat kommen.
        Daraufhin besann sich die agile Kerntruppe darauf, mit wenigen mehr zu machen und es kam zur Gründung des Staates Königreich Deutschland.
        Nochmals: Peter Fitzek hat nichts mit dem König von Deutschland zu tun – ein etwaiger König (Königin) muss verfassungsgemäß gewählt werden durch die Räte, welche aber noch gar nicht bestehen.

        Was die gängigen u. kontrollierten Medien hierzu verlautbaren, ist zum aller größten Teil erfunden und / oder gelogen. Bitte wo möglich immer direkt an die Quelle wenden …

        Ich danke allen, die sich hier Ihrer Aufmerksamkeit nicht verschließen und dass ich diese Bemühungen einer Gemeinschaft ansprechen darf, welche sich mit großen Entbehrungen und hohen persönlichen Einsätzen dafür einsetzt, dass das deutsche Volk eine Alternative hat, die es selbst gestaltet, mit der es sich selbst gestalten … und echte Subsidiarität, Solidarität und Souveränität sowohl der einzelnen wie auch des Volkes selbst gelebt werden kann.

        Gerade im Sinne der Frage der deutschen Obrigkeitshörigkeit ist das KRD ein sehr aktueller und sehr inspirierender Fall, wie ich meine …

        Verbinden Sie das Wort König nicht mit althergebrachten Begriffen. Es geht hier um das, wie es auch die Verfechter des Grundeinkommens benutzen: möge jeder Mensch lernen, sein König zu werden — und das ist aus meiner Sicht ein „urdeutscher“ Impuls (Rudolf Steiner: ethischer Individualismus) …

  10. Nein, ich teile den Grundtenor und Anlass dieses Artikels nicht, zumal nicht in Zeiten wie diesen, da ich sich unser Volk mit existenziellen Herausforderungen konfrontiert sieht.

    Die Deutschen seien Obrigkeitshörig und der Ursprung läge unter anderem im preußischen Militarismus. Dies hätte auch kein staatlich und somit letztlich systemisch alimentierter Soziologe „besser“ formulieren können.

    Betrachten wir mal den vermeintlichen preußischen Militarismus. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die (ohne große natürliche Grenzen versehene und von mächtigen Feinden umgebene) Mark Brandenburg wiederholt von durchziehenden Heeren geplündert und gebrandschatzt. Daher der nachvollziehbare Entschluss eine schlagkräftige Armee aufzubauen, um nie wieder zum passiven Spielball fremder Heerführer zu werden. Ironischerweise führte der Vater dieses erstarkten preußischen Heeres, der sogenannte Soldatenkönig, keinen einzigen Krieg.

    Und nach dem Tode Friedrich des Großen, als sich Preußen zunehmend liberaler aufstellte und weniger Augenmerk auf das Militär legte, kam Napoleon und fegte Preußen beiseite.
    Vom Ende der napoleonischen Befreiungskriege (1815) bis 1864 führte Preußen keinen einzigen Krieg. Von 1871 bis 1914 auch keinen.

    Und nun überlegen wir mal wie viele Kriege in diesem Zeitraum das von Frieden und universalistischen Werte beseelte Frankreich und das altruistische Britische Imperium führten?
    Aber nein, Preußen-Deutschland war von Grund auf böse und muss daher bis heute und in alle Zukunft verdammt, d.h. in den schwärzesten Farben beschrieben werden.

    ZITAT
    „Hier liegt der eigentliche Ursprung der deutschen Obrigkeitshörigkeit, des ausgeprägten Untertanengeistes, die so verhängnisvoll gewirkt haben und bis in die unmittelbare Gegenwart wirken.“
    ZITATENDE

    Der Erste Weltkrieg (die „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts und der Beginn dieses „Zweiten 30-jährigen Krieges“) wurde uns Deutschen mehr aufgezwungen, als dass wir ihn wollten, um es noch zurückhaltend auszudrücken.

    ZITAT
    „Wir sind wahrscheinlich Narren, dass wir keinen Grund finden, um Deutschland einen Krieg zu erklären, bevor es zu viele Schiffe baut und uns unseren Handel wegnimmt.“
    ZITATENDE

    (Lord Balfour, 1907)

    Aber abermals nein: wir Deutschen sind auf ewig Schuld, da mag sogar ein in Cambridge lehrender Historiker öffentlichkeitswirksam mit der Hauptschuldthese Deutschlands am Ersten Weltkrieg brechen, die hiesigen Apologeten der deutschen Erbschuld ficht das nicht an!

    („deutsche Obrigkeitshörigkeit“, „ausgeprägter Untertanengeist“, „verhängnisvolle Auswirkungen“ usw., das könnte auch von Claudia Roth sein)

    https://valjean72.wordpress.com/2017/04/29/der-1-weltkrieg-und-die-abkehr-von-der-these-der-deutschen-alleinschuld/

    „D e r g e r m a n i s c h e G e i s t i s t d e r G e i s t d e r F r e i h e i t“
    (Georg Wilhelm Friedrich Hegel)

  11. Zunächst einmal vielen Dank für die Freischaltung meines Kommentars.

    Ihrer Antwort entnehme ich wiederum, dass es für Sie feststeht, dass die Deutschen „obrigkeitshörig“ sind (seit jeher waren und immer noch sind) und dass dies grundsätzlich etwas schlechtes ist.

    Nun, allein im gewählten Adjektiv schwingt ja schon das negative Selbstbild des modernen Deutschlands mit. Ein Selbstbild, das freilich von den ehemaligen Feinden und blühenden Demokratien ins deutsche Herz implantiert wurde.

    Auch Lenin kommt mir in den Sinn, der es bedauerte, dass in Deutschland nicht solch ein Gemetzel epischen Ausmaßes angezettelte wurde, wie während der „russischen“ Revolution.

    Wenn wir die Entwicklung des Deutschen Kaiserreiches von 1871 bis 1913 betrachten, so kommen wir nicht umhin festzustellen, dass dieses Deutschland auf verschiedensten Gebieten herausragende Leistungen erbracht hat: kulturell, wissenschaftlich, industriell, städtebaulich.

    Nach meiner Auffassung übertraf das damalige Deutschland auf diesen Gebieten alle anderen europäischen Länder. Auch auf sozialem(!) Gebiet war man im Kaiserreich weiter als beispielsweise im Britischen Imperium, einer doch so gepriesenen parlamentarischen Monarchie mit langer demokratischer Tradition.

    Die Deutschen sind in ihrem Kern aufrichtige, ehrliche und fleißige Menschen. Sie sind bereit sich in einer funktionierenden, gedeihlichen Staatsordnung einzufügen und das ist per se nicht schlecht.

    Ein Staat ohne Hierarchie und dementsprechende Ordnung ist nicht denkbar. England wurde weder durch Friedensliebe, noch mittels Anarchie zum Imperium. Aber nein: es ist der Deutsche, der militaristisch und obrigkeitshörig ist.

    Wenn wir zudem in Betracht ziehen, dass der Erste Weltkrieg Deutschland aufgezwungen wurde, dann wird auch Kritik hinsichtlich „Obrigkeitshörigkeit“ in dieser Zeit hinfällig, da es galt Land und Nation zu verteidigen.

    In den westlichen „Demokratien“, wie auch in der BRD wird nun seit Jahrzehnten dieses Geschichtsbild des deutschen „Untertanen“ (von 1870 – 1945) gezeichnet und dies dient auch als unausgesprochene Rechtfertigung das deutsche Kaiserreich und letzten Endes auch Preußen zerschlagen zu haben.

    Und das ist der springende Punkt, der mich stört. Durch diese Herabstufung und Schwarz/Weiß-Zeichnung des alten Deutschlands werden gemeinhin die Verhältnisse in den westlichen Industrieländern, folglich auch und gerade in der real existierenden BRD, schön gespiegelt.

    |: ihr Glück ist Trug und ihre Freiheit Schein:
    Ich bin ein Preuße, will ein Preuße sein! 😐

    P.S.: ich bin kein Preuße

    P.P.S.: Durch Zufall bin ich heute Vormittag auf einen älteren Artikel von Ihnen aus dem Jahr 2015 gestoßen, in welchem Sie sich kritisch mit der offiziellen Geschichtsschreibung in Bezug auf polnisch-deutsche Spannungen, britische Heucheleien und den Beginn des Zweiten Weltkrieges auseinandersetzten. Insofern – und auch, da ich schon einige andere Ihrer Artikel mit Gewinn gelesen habe – ist mir schon bekannt, dass Sie kritisch und ergebnisoffen an zeitgeschichtliche Aspekte herangehen.

  12. Michaela Wolff permalink

    @ Jürgen Elsen: „…, möge jeder Mensch lernen, sein König zu werden, und das ist aus meiner Sicht ein urdeutscher Impuls..“

    Ja, das ist wohl wahr und ist der Kern dieser Dinge. Selbst zum Souverän zu werden, setzt aber Freiheit, Unabhängigkeit – also eine gewisse Form von Macht über sich selbst z.B. – voraus.
    Soetwas ist reine Machtfrage zuallererst, und dann sekundär eine formaljuristische Frage.
    Man kann formaljuristisch noch so viel „Recht“ haben, aber darauf kommt es in der heutigen Zeit nicht mehr an, weil die „BRD Regierung“ sich selbst über geltendes Recht hinwegsetzt.
    Man müsste – statt über „Recht“ zu streiten – sich über Machtfragen Gedanken bilden.

    Mir kommt es so vor, als wolle der allgemeine Deutsche über weiter nichts als „Recht“ nachdenken.
    In einem souveränen Rechtsstaat würde es Sinn ergeben, aber es ergibt keinen Sinn, mit Räubern darüber zu diskutieren, ob die ein „Recht“ haben, jemand zu berauben. Denn sobald die Räuberbande an der Macht ist, zwingt sie uns ihren Willen auf und erklärt das für „Recht und Gesetz“. Und wenn man dann nicht fähig ist, über das Alte Testament bis zum Neuen Testament hinaus zu kommen, dann geht man entweder dem römischen Jesuitismus auf den Leim, oder man geht Luther auf den Leim, der behauptet, man müsse sich der „Obrigkeit“ unterordnen, denn diese sei von Gott gegeben. Zu welchem Gott beten die ?

    Wenn Christus als Weg,Wahrheit und Leben benannt wird, dann wird die Wahrheit durch das A.T. beiseite geschoben. Das beweist die Erzählung über Jakob und Esau, wo der väterliche Segen durch Lug und Trug erschlichen wurde. Deren Gott ist einer der Elohim-Engel, aber der Christus – Geist gehört zur höheren Trinität. Wenn ER in jemandem lebt, lebt in diesem Jemand ein höheres ICH BIN. Das kann aber nur dann KRAFT entfalten, wenn Ihm wenigstens Glaube entgegenkommt.
    Ein wahrer Souverän ist nur dann ein wirksamer König, wie Sie es ausdrücken, wenn er das Opfer bringt, seine Freiheit dem Christus zu verdanken.
    Wirkliche und wirkmächtige Souveränität entspringt immer einer solchen Devotion.
    Und sie ist nicht die „Souveränität“ einer Räuberbande, die uns anstelle von Weg, Wahrheit und Leben in einen Abgrund,bzw. Weglosigkeit, in Verdummtheit durch Lügenkampagnen und in mörderische Todeskräfte durch Kriege, Vergiftung der Pflanzen,Tiere und Menschen hinein führt.
    Entweder wird der allgemeine Deutsche sein Denken spiritualisieren, oder er segelt am vermeintlichen Rettungsschirm hängend in den Abgrund, was längst geplant ist.
    Man kann ja vieles sich selbst verdanken. Aber was kein einzelner Mensch sich selbst verdankt, ist die Freiheit, Leben haben zu dürfen. Wir brauchen Weg,Wahrheit und Leben.

    • Jürgen Elsen permalink

      vielen Dank – sehe ich genauso. Wir könnten die Räuberbande auch im spieltheoretischen Sinne formulieren:
      Die Erfinder eines Spieles sind im Spielfeld mit eigenen Figuren beteiltigt. Sie behalten sich vor, wenn eine Spielfigur einen erheblichen Nachteil entgegennehmen müsste, kurzerhand die Spielreglen zu ändern, oder gesetzte Spielregeln in diesen Fällen nicht mehr zu beachten.

      In dem Moment ist das aber gar kein Spiel mehr (mit gleichen Regeln für alle Teilnehmer), sondern reine Willkür und Unterwerfung und niemand würde dieses Spiel spielen wollen …

      Oder doch? Ich gehe davon aus, das Christus schon gewusst hat, auf welches „Spiel“ er sich einläßt. Es ist nun halt einmal so, wer ins Wasser springt wird auch nass…

      Aber was heißt es denn, dass er es trotzdem tat ? – wir können nicht von einer masochistischen Ader ausgehen – sondern steckt darin nicht vielmehr der Beweis, dass auf dem Erdenplan durch uns Menschen nicht doch noch ein wirklich edles Spiel geschaffen werden kann, in dem es auch keine Verlierer mehr gibt – jeder ein König ???

  13. Michaela Wolff permalink

    @ Jürgen Elsen: “ Aber was heisst es denn, dass er es trotzdem tat ?“

    Was das heisst können wir nur dadurch erkennen, dass wir uns völlig befreien von dem Christus – Bild, das die Exoterik uns vorgaukelt. Die gaukeln uns das Bild eines Menschen vor, der sich unter die Gesetze der damaligen „Obrigkeit“ unterordnete, und das ist eine Unwahrheit. Aber gemäss diesem unwahren Bild sollen wir uns an diesem Menschen ein Beispiel nehmen und sollen uns unter die heutige angebliche „Obrigkeit“ unterordnen. Warum ist denn jenes Bild unwahrhaftig ?

    Der Entschluss zur Tötung des Jesus Christus wurde gefasst, weil Er einen Mysterienverrat beging, auf den damals die Todesstrafe stand. Die Erweckung des Lazarus hätte nicht im Beisein des Volkes vollzogen werden dürfen, nur insge(heim), nicht öffentlich (!!!) hätte das stattfinden dürfen.
    Also Er beging einen Hochverrat, Er übetrat ganz bewusst die Gesetze dieser „Obrigkeit“, und schon zuvor machte Er Sich eine Geissel aus Stricken und prügelte die vom Geld Besessenen aus dem Tempel.

    Also wenn wir uns diesen Christus zum Vorbild nehmen wollen, müssen wir uns an einem Hochverräter und Illegalen ein Vorbild nehmen. Das ist aber gar nicht die Sache des allgemeinen Deutschen. Solange der allgemeine Deutsche nicht den l e b e n d i g e n Christus sucht, wird er das Joch der Knechtschaft tragen müssen. Und das geziemt keinem „König“, nicht wahr ?

    • Jürgen Elsen permalink

      ja, danke für die interessanten Hinweise. Fest steht jedenfalls, daß er – in welchem Maße und auf welchen Ebenen auch immer – »Gesetz(t)e(s) der Obrigkeit« nicht als Handlungsanleitung kolportierte, sondern als Souverän handelte – eben trotz des Wissens um die Sanktionsmächte …

      Ich denke, das ist für jeden deutlich und ebenso deutlich ist für (fast) jeden, wie der Mensch etliche Male in seinem Alltag nicht im Sinne der eignen Souveränität handelt und mit jeder dieser Unterwerfungen genau denen weiter die Macht gibt, denen er sich unterwirft.

      Ich werde mein Handeln im Hinblick auf die Souveränität im Alltag nochmals bewusster durchleuchten und stringenter mit meinem Herz »abgleichen«…

  14. Michaela Wolff permalink

    Folgendes kann sichtbar machen, wo heute die reale Macht ist: Die City of London ist exterritoriales Gebiet und gehört nicht zu Grossbritannien. Selbst die Queen muss sich da wie bei einem Staatsbesuch vorher anmelden. An der Grenze wird sie vom Oberhaupt der City empfangen.
    Seit 1.Mai 2016 ist Sadiq Khan Bürgermeister von London. Ein Muslim. Oberhaupt der City of London ist der „Lord Mayor“. City of London hat 8000 Einwohner, und 241 ausländische Banken haben dort ihren Sitz. Brokerfirmen und Investmentbanker haben grosse Teile des Kundenvermögens dorthin ausgelagert.
    Britische Gesetze gelten dort nicht !!!

    Auf folgenden Inseln hat das Volk nichts zu sagen: Jersey, Guernsey, Isle of Man, Felsen von Gibraltar, Bermudas, Bahamas, Turks-und Caicoinseln, Caymaninseln, Virgin Islands.
    Kronkolonien, die noch weniger zu Grossbritannien gehören als City of London.
    Vertreter der Krone ist der Gouverneur. Diese Inseln haben eigene Gesetze und sind „offshore“.
    Die KRONE selbst ist jedoch Befehlsempfänger der City of London.

    Gesteuert wird die City of London allerdings durch Logen, durch Jesuiten des Vatikans, und führende Instrumente sind evangelikale Gruppen in USA: „Letzte Tage-„Gruppen, denen Reagan sehr verbunden war, als „Armageddon – Aktivist“.
    Das sind die Kräfte, gegenüber denen wir uns zu emanzipieren haben, wenn das Wirklichkeit werden soll, was Jürgen Elsen als „jeder ein König“ so treffend beschrieben hat.
    Aber setzte diese Befreiung nicht ganz andere Denkweise und neue Allianzen voraus ?

  15. Pjotr Paninin permalink

    Also schon das einleitende Zitat ist ein Widerspruch in sich und erst recht zum Thema „Obrigkeitshörigkeit“.

    Mir persönlich ist noch niemand untergekommen der unter diese Kategorie fallen könnte. Sicher gibt es einige die den Staatskatechismus rauf- und runterbeten. Die haben aber alles eines gemeinsam. Sie werden von diesem Gebilde auf die eine oder andere Art bezahlt.

    Der (Geld)Schein bestimmt also das bewusst Sein. Ist z.B. bei meinen Bekannten vom Staatsfunk gut zu beobachten. Seitdem deren Sendemonopol gefallen ist haben diese sich von „kritischen Mitbürgern“ in widerliche Speichellecker transformiert.

    Wer zahlt sagt an, das gilt auch für die TV-Lobotomierten Rentner die in der Tagesschau et al. nur wissen wollen was Sie zu denken haben. Der Grund ist simpel. Sie wollen Rente von Kindern die Sie nie bekommen haben (bzw nicht in ausreichender Anzahl). Das wissen Sie auch ganz genau, Menschen haben für ihre Vorteile eine gut ausgestattete Instinktsammlung.

    Deshalb sind Sie auch für „Flüchtlinge“ und nicht weil sich die FDJ-Tusse in ihrer sagenhaften Dämlichkeit eine Fehlentscheidung nach der anderen einflüstern lässt. Irgendwer muss die Drecksarbeit halt machen.

    Womit meine kleine Kausalkette beim I Weltkrieg angekommen ist. Der ist mit der Heinsonnschen Youth Bubble wesentlich besser zu erklären als mit irgendwelchen psychologischen Abhängigkeitstheorien an abstrakte Gebilde. Der II war schlichte Notwehr wo dann natürlich eine mafiaähnliche Schlägertruppe beauftragt wurde von der man hinterher nichts mehr wissen wollte. Ähnlichkeiten zum (bisherigen) Führungspersonal der AfD (als Farce zur Tragödie) natürlich rein zufällig.

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