Spaltung der Bevölkerung in sich bekämpfende Gruppen – Die Strategie der multipolaren Konfrontation

Es ist von großer Wichtigkeit, aus der unmittelbaren, oft emotionalen Verflochtenheit in die täglichen Ereignisse des Zeitgeschehens immer wieder zurückzutreten und den Überblick und Zusammenhänge zu suchen. Dann kann man bemerken, dass vieles Ausdruck von politischen Methoden und Strategien ist, mit denen planmäßig bestimmte Ziele der Herrschenden verfolgt werden. Die Bevölkerung ist da oft nur Manövriermasse, in der Gruppen gegeneinander ausgespielt werden, um ein Aufwachen und  geschlossenen Widerstand zu verhindern. Manches gelingt allerdings auch nicht.

Das Konzept z. B., durch das ungeheure Lügengebäude über die ab 2014 eskalierende Ukraine-Krise1 Russland als den Schuldigen darzustellen und die europäische Bevölkerung gegen Russland aufzubringen und langfristig eine europäisch-russische Feindschaft zu erzeugen, ist bisher gescheitert. Dies wurde bereits am Ende des vorangegangenen  Artikels dargestellt.2 Insbesondere in Deutschland sind viele Menschen gerade an der verlogenen Ukraine-Berichterstattung zu einer kritischen Haltung gegenüber der regierungstreuen „Lügenpresse“ aufgewacht.

Die Ukraine-Lügen werden zwar noch immer aufrechterhalten, sind aber in den Hintergrund getreten. Denn die USA wollen als angebliche Demokratie immer das Gesicht wahren und brauchen die allgemeine Zustimmung der eigenen wie auch der Bevölkerung der jeweils benötigten Vasallenstaaten, um zu offenen militärischen Aktionen zu schreiten. So schrieb der US-Geostratege Brzezinski:

Da Amerika im eigenen Land strikt auf Demokratie hält, kann es sich im Ausland nicht autokratisch gebärden. Dies setzt der Anwendung von Gewalt von vornherein Grenzen, besonders seiner Fähigkeit zu militärischer Einschüchterung. Nie zuvor hat eine volksnahe Demokratie internationale Vormachtstellung erlangt. Aber das Streben nach Macht wird kein Volk zu Begeisterungsstürmen hinreißen, außen in Situationen, in denen nach allgemeinem Empfinden das nationale Wohlergehen bedroht oder gefährdet ist.“

Ja, vielfach sei die Zustimmung der Bevölkerung für das internationale Engagement der USA erst aufgrund besonderer Ereignisse erfolgt, wie zum Eintritt Amerikas in den Zweiten Weltkrieg durch die „Schockwirkung, die der japanische Angriff auf Pearl Harbour ausgelöst hatte.“ 3

So findet nur ein leiser martialischer Aufmarsch der Nato im Baltikum und in Polen zum „Schutz“ der osteuropäischen Staaten statt. Man wartet wohl auf eine nächste Gelegenheit, ein neues inszeniertes oder provoziertes Ereignis, durch das die Emotionen der Menschen erregt und für die geplante Sache gewonnen werden können.

Gefahr der Islamisierung

Parallel wird eine weitere Strategie verfolgt, die zum Ziel hat, eine geschlossene Haltung der Bevölkerung gegen die seit Anfang des Jahrhunderts aufgebaute Gefahr des Islam dadurch zu verhindern, dass die Bevölkerung in unterschiedliche Gruppierungen gespalten wird, die sich gegenseitig bekämpfen. Der Geisteswissenschaftler und Philosoph Lars Grünewald bezeichnet dies als Strategie der multipolaren Konfrontation. Strategie deshalb, weil diese Dinge ja nicht einfach so zufällig entstehen, das muss man sich klarmachen, sondern insbesondere durch die Meinungsmacht der Medien gezielt erzeugt werden.

Die geschaffene globale Gefahr des Islam4 hatte eine Verschärfung durch die mit bestialischen Grausamkeiten in Syrien bekannt gewordene Terrorgruppe „Islamischen Staat“ erhalten, der seine Entstehung eben auch der amerikanischen Invasion und Politik im Irak verdankt.5 Insbesondere viele IS-Kämpfer aus Europa, ca. 5.000 von insgesamt ca. 40.000, von denen immer mehr nach Europa zurückkehren, erhöhen die Gefahr der Radikalisierung des sowieso schon fundamental radikalen Islam bei den Massen islamischer Flüchtlinge und Migranten, denen die herrschenden Eliten alle Tore geöffnet haben.

So war klar, dass sich in wachsamen Teilen der Bevölkerung Angst vor einer schleichenden Islamisierung des eigenen Landes, ja der ganzen abendländischen Zivilisation breit machte. Sie führte zu größeren Demonstrationen in Deutschland, etwa die der „Hooligans gegen Salafisten“ oder zur Gründung der „Pegida-Bewegung“, der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“, aus der die seit 2014 regelmäßig stattfindenden Montags-Demonstrationen in Leipzig hervorgegangen sind.
Wie konnte man verhindern, dass sich dies zu einem Widerstand der ganzen Bevölkerung auswächst?

Methoden der Spaltung

Als erstes wurden in den Medien über die Namen dieser Bewegungen und dieser Protestaktivitäten  Antipathien hervorgerufen, wie Lars Grünewald beschreibt.
„´Hooligans gegen Salafisten` stellt den normalen Bürger Deutschlands zunächst vor die Frage, mit welcher Gruppe er sich denn eher identifizieren möchte, mit den Hooligans oder den Salafisten. Und das Ergebnis ist voraussehbarerweise, dass beide Gruppierungen als antipathisch erscheinen.“
Bei dem Namen der Pegida-Bewegung „wird man zunächst vermutlich allgemein der Auffassung sein, dass eine Islamisierung Europas und der westlichen Zivilisation keineswegs als wünschenswert erscheint.“ Auf der anderen Seite werden aber die Ausdrücke „Patriotische Europäer“ und die Verwendung des Wortes „Abendland“ so dargestellt und kommentiert, „dass es sich hier um eine hoffnungslos reaktionäre Bewegung handelt, die das Gedankengut nationalistischer, faschistischer, gegebenenfalls nationalsozialistischer Ideologien wiederzubeleben gedenkt und insofern auch allgemeine Ablehnung erzeugen muss.“ 6

Nach dem Eskalieren der Demonstrationen im Oktober 2014 folgte
die unverzügliche soziale Ächtung und Kriminalisierung all dieser Bewegungen durch die deutschen Leitmedien, verbunden mit dem unvermeidlichen Nazi-Vorwurf und der Aufforderung zu umfangreichen Gegendemonstrationen. Diese haben dann auch stattgefunden und haben dazu gedient, wie gewünscht das politische Klima weiter aufzuheizen. Die Bedrohung durch den internationalen Terrorismus einerseits, der Kampf einiger Gruppen gegen die Islamisierung des Abendlandes und der daraus entstehende Kampf gegen die „nationalistisch“ orientierten Bewegungen füllten die Schlagzeilen, bestimmten das politische Klima in Deutschland, heizten es immer weiter auf.“  

Das islamistische Attentat auf das französische Satire-Magazin Charly Hebdo am 7. Januar 2015 mit 17 Toten und weiteren Toten in den folgenden Tagen führte zu einer weiteren Eskalation der beschriebenen Entwicklung.
„Hier wurde von den Medien eine Stimmung des allgemeinen Zusammenstehens der westlichen europäischen Zivilisation gegen die islamische Bedrohung erzeugt und protegiert. Und es wurde die Bevölkerung zu umfangreichen Solidaritätsbekundungen mit Charly Hebdo aufgerufen. Dazu wurden auch gleich entsprechende Formen und Motive angeboten, bei denen das Wichtige ist, dass die Solidarisierung mit der Zeitschrift Charly Hebdo vorbehaltlos, nämlich „Ich bin Charly Hebdo“, geschah und nicht etwa nur partiell, nämlich in Bezug auf die Verteidigung der Presse- und Meinungsfreiheit. Diese fehlende Differenzierung, dass man ja durchaus auf der einen Seite für vollkommene Presse- und Meinungsfreiheit eintreten kann, auf der anderen Seite sich keineswegs unbedingt mit dem solidarisieren muss, was die Presse aus dieser Meinungsfreiheit macht, hat gezielt zur Eskalation des Konfliktes beigetragen.
Denn die vorbehaltlose Identifikation weiter Teile der europäischen Bevölkerung bedeutet eben auch die Identifikation mit dem Gegenstand des Artikels, nämlich den Mohammed-Karikaturen, die von weiten Kreisen der islamischen Bevölkerung als beleidigend empfunden worden sind. Wenn sich nun große Teile der europäischen Zivilisation mit dem, was als beleidigend empfunden wird, solidarisieren, kann das ja nur als eine kollektive Beleidigung empfunden werden. Und das wird natürlich weitere Attentate und weitere Todesopfer und damit eine weitere Aufheizung der politischen Szenerie, des politischen Klimas zur Folge haben. Somit werden also durch die Solidarisierung mit den Mohammed-Karikaturen aggressive Gegenreaktionen geradezu provoziert. Und was sich damit in gewissem Sinne selber inszeniert, ist gerade derjenige Kampf der Kulturen, der „clash of zivilisations“, der im Mittelpunkt von Huntingtons Konzept gestanden hat.“

Man sieht, dass hier ganz gezielt subtile Methoden der Steuerung der Bevölkerung durch die Medien eingesetzt werden, wie L. Grünewald hervorhebt, um diesen „Clash of Civilisations“ tatsächlich hervorzubringen. Denn von alleine oder nur aufgrund aggressiver Ambitionen des Islam entfalte sich ein solcher Konflikt nicht; dazu bedürfe es einer entsprechenden gezielten politischen und medialen Anheizung.

Strategie der multipolaren Konfrontation

Machen wir uns die Strategie hinter den Ereignissen bewusst. Millionen von Menschen aus islamischen Ländern dringen seit Jahren in den westlichen Kulturkreis ein. Radikale Angehörige des Islam verüben gezielt terroristische Attacken auf Teile der Bevölkerung. Dies löst in der Bevölkerung unterschiedliche Reaktionen aus. Eine Gruppierung betrachtet nur den islamistischen Terror als Gegner, den Islam selbst aber als eine zu tolerierende Religion wie jede andere auch. Eine andere Gruppierung sieht jedoch nicht nur im Terrorismus, sondern auch im Islam ganz allgemein und in den islamischen Expansionsbestrebungen eine Bedrohung.

Beide sind Terrorismus-Gegner, doch ihre unterschiedliche Haltung zum Islam spaltet sie. Solche, die auch gegen den Terrorismus sind, sehen sich auf der anderen Seite veranlasst, den Islam als harmlos darzustellen und unter den Parolen „Kampf gegen rechts“, „Kampf gegen Nationalismus“, „Kampf gegen Intoleranz“ und dergleichen gegen die Islam-Gegner zu kämpfen.

„Die multipolare Konfrontation beruht also auf der Zersplitterung zunächst einheitlich agierender Gruppen so, dass die Gruppe in zwei Teilmengen gespalten wird, die einander dann bekämpfen, weil sie nicht mehr gemeinsame Gegner haben, sondern gerade deswegen eine interne Gegnerschaft ausbilden, weil sich die einen mit einem bestimmten Gegner solidarisieren, etwa dem Islam als solchem, während die anderen genau diese Gruppierung als Gegner auffassen. Und wenn dieses Prinzip nun konsequent fortgesetzt wird, dann spalten sich auch wiederum die durch Abspaltung entstandenen Gruppen. Also die Pegida zerfällt in unterschiedliche Richtungen, die AfD zerfällt in unterschiedliche Fraktionen, und es entstehen immer kleinere Splittergruppen.“ 7

Darauf sieht man, wie durch die Medien weitere Splitterungen der Bevölkerung provoziert werden. Silvester 2016 wurden in großem Umfang Frauen durch überwiegend islamische Ausländer sexuell belästigt. Für diejenigen Menschen, die liberal und tolerant dem Islam und den hereingekommenen Moslems gesonnen sind, entstand nun das Dilemma, beide, die islamischen Ausländer und natürlich die Frauen auf der Seite schützenswerter Existenzen zu finden. Indem nun aber die Medien berichten und dokumentieren, dass muslimische Ausländer Frauen angreifen, muss sich die Tendenz ergeben, dieses Lager wiederum in zwei Teilgruppierungen zu spalten.

„Nämlich eine Gruppierung, die sinngemäß sagt: Wenn jetzt Ausländer Frauen angreifen, dann ist ein gewisses Maß der Toleranz überschritten, denn Frauen sind selbstverständlich nicht nur gegen Übergriffe Deutscher, sondern auch gegen Übergriffe von Ausländern zu schützen, und dann müssen diese Ausländer bestraft und gegebenenfalls als Kriminelle ausgewiesen werden. Die andere Teilgruppierung sieht bereits darin aufkeimenden Rassismus und wendet sich dagegen, dass hier jetzt nationalistische dumpfe Vorurteile gefördert und verbreitet werden durch diese Auffassung eben, dass man Ausländer bestrafen müsse, wenn sie Frauen sexuell belästigen. Dadurch geschieht wiederum eine Spaltung einer zuvor in Bezug auf ihre Wertevorstellungen homogenen und einheitlichen Gruppe.“ 8

Eine nächste Aufsplitterung entstand dadurch, dass das BKA und andere davor warnten, mit den Flüchtlingen auch wirkliche oder potenzielle Terroristen nach Deutschland eingereist seien – worauf ja jeder normal denkende Mensch von selber kommen kann, wenn auf umfangreiche Einreisekontrollen verzichtet wird. Auch die Befürworter der unbegrenzten Flüchtlingsaufnahme sind natürlich gegen das Eindringen von Terroristen nach Deutschland. Eine Gruppierung votiert nun dafür, zu einer restriktiveren Flüchtlingspolitik zurückkehren. Eine andere sieht darin wieder eine Diffamierung von Flüchtlingen, die unter Generalverdacht gestellt würden. An dem Prinzip des ungehinderten Zustromes dürfe prinzipiell aus Gründen der Menschenfreundlichkeit nichts geändert werden.
Wiederum entsteht eine immanente Opposition, indem solche Menschen, die prinzipiell der Zuwanderung positiv gegenüberstehen, gespalten werden.

Das hat für den einzelnen Menschen eine einschneidende Bedeutung. Er steht jetzt nicht mehr wie noch im Kalten Krieg vor der einfachen Entscheidung von Pro und Contra, sondern ist jetzt angesichts einer immer mehr wachsenden Zahl von Splittergruppen zu vielfältigen individuellen Stellungnahmen gezwungen. L. Grünewald nennt die Summe aller individuellen Stellungnahmen eines einzelnen Menschen sein individuelles „Positionierungs-Profil“, in dem seine gesamten Sympathien und Antipathien gegenüber den unterschiedlichen politisch relevanten Gruppierungen eingegangen sind.

„Nun wird ein solcher Mensch nur mit solchen anderen Menschen vorbehaltlos zusammenarbeiten und an einem Strang gesellschaftlich ziehen, der dasselbe individuelle Positionierungsprofil besitzt, der also in seinen Vorlieben und Abneigungen mit ihm weitgehend lückenlos übereinstimmt. Bei einer solchen Vielzahl unterschiedlichster Positionierungsmöglichkeiten ist aber die Chance, vollständig Gleichgesinnte zu finden, sehr gering, und sie wird immer geringer. Stattdessen wächst die Möglichkeit, trotz weitgehender Übereinstimmungen, an bestimmten Diskrepanzen, bestimmten nicht mehr miteinander zu vereinbarenden Einstellungen, Konflikte entstehen zu lassen und sich als gesellschaftliche Gruppierung wiederum auseinanderzudividieren.“ 9

Lähmung der Bevölkerung

Das bedeutet, dass die Menschen in der Summe immer weniger in der Lage sind, zusammenzuarbeiten. Nur durch Zusammenarbeit können aber von der Bevölkerung gesellschaftliche Veränderungen und Reformen erreicht werden. Sie verschwinden daher immer mehr aus dem Bereich des Möglichen.

Das ist gerade der Sinn dieser Strategie. Die Bevölkerung soll in immer kleinere Splittergruppen zerlegt werden, „die sozusagen systematisch Antipathien entfalten gegen mindestens eine andere Splittergruppe, mit der ein potentieller Mensch, der mit mir zusammenarbeiten könnte, sympathisiert. Und aufgrund dieses Interessenunterschiedes, dieses Neigungsunterschiedes, ist dann eine vorbehaltlose Zusammenarbeit nicht mehr möglich. Es entstehen jetzt also, wenn wir wiederum die Menschen, die dasselbe Positionierungsprofil besitzen, in eine Menge zusammenfassen, immer kleinere und am Ende schließlich verschwindend kleine Schnittmengen, die aus solchen Menschen bestehen, die noch miteinander arbeiten können, ohne grundlegende weltanschauliche Differenzen aufzuweisen.

Auf diese Weise wird das Oppositionspotential beständig zersplittert und schwächt sich damit ab. Das ist nichts anderes als der Zerfall der Zivilgesellschaft, der heute bereits stattgefunden hat und den ich für nicht umkehrbar halte. Die Menschen werden, soweit ich sehen kann, so sehr von ihren eigenen Sympathien und Antipathien getrieben, dass sie nicht in der Lage sind, mit genügend vielen Menschen zusammenzuarbeiten und tatsächlich gesellschaftliche Veränderungen in relevantem Maße zustande zu bringen. Die Gesellschaft ist also primär in innere Kämpfe verstrickt. Das ist die wichtigste politische Erscheinung unserer Zeit. (…) Dies geschieht mit großem Erfolg, und die Spaltung der Gesellschaft ist so weit vorangeschritten, dass von einer einheitlichen Zivilgesellschaft inzwischen nicht mehr die Rede sein kann.“ 10

Während die Zivilgesellschaft, von den Medien gelenkt, mit ihrer eigenen Zerstörung vollauf beschäftigt ist, bleiben so die wirklichen Entscheidungsprozesse und die Gestaltung der Gesellschaft bei den politischen und wirtschaftlichen Eliten, die unbehelligt und unkontrolliert von der Zivilgesellschaft nach ihren Zielsetzungen gestalten können. „Droht sich die Antipathie gegen die Initiatoren, also gegen die Strategen zu richten, von denen diese Gestaltung ausgeht, wird sofort über die Medien ein neuer Gegner serviert oder ein alter wieder aufgewärmt und das Aggressionspotential, die Antipathie, darauf abgelenkt.“  

Bei der Urteilsabhängigkeit vieler Menschen von der öffentlichen Meinung fällt es den Medien nicht schwer, die Emotionen der Menschen so zu instrumentalisieren, dass sie in der Regel nicht dort ihre Gegner sehen, „wo sie wirklich sind, sondern dort, wo ihnen suggeriert wird, dass sie seien.“
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1    Vgl. Die Verdrehungen im Ukraine-Konflikt
2    Die US-inszenierten Konfrontationen anderer
3    Brzezinski: Die einzige Weltmacht, Frankfurt/M, S. 59, 45
4    Vgl. Anm. 2
5    Vgl. Das Zerstörungswerk der USA im Irak
6    Lars Grünewald Video 4/7 ab min. 4.06
7    Lars Grünewald a.a.O. ab min. 12.13
8    Lars Grünewald a.a.O. ab min. 14.19
9    Lars Grünewald a.a.O. ab min. 18.25
10  Lars Grünewald a.a.O. ab min. 19.50

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50 Kommentare zu „Spaltung der Bevölkerung in sich bekämpfende Gruppen – Die Strategie der multipolaren Konfrontation“

  1. Gut ist es für Jedermensch doch auch, bei und für sich selbst zu suchen, ob es etwas zu lernen gibt, das der Verbesserung und Entwickelung und vielleicht auch dem eigenen Schutz dient. Und das gibt es.
    Dazu braucht hier und heute einmal Dr. R. Steiner das Wort:

    „Das ist etwas, was für die Gegenwart notwendig ist. Denn das gestaltende Denken hat eine ganz bestimmte Eigenschaft. Wenn Sie zergliedernd denken, wenn Sie so denken, wie der heutige Naturforscher denkt, dann denken Sie ebenso wie gewisse Geister der ahrimanischen Welt, und daher können diese ahrimanischen Geister in Ihre Seele hereindringen. Wenn Sie aber das gestaltende Denken nehmen, das metamorphosierte Denken, ich könnte auch sagen das Goethesche Denken, wie es sich zum Beispiel darstellt in der Gestaltung unserer Säulen und Kapitale und so weiter, wenn Sie dieses gestaltende Denken nehmen, das auch in all den Büchern beachtet ist, die ich versuchte in die Geisteswissenschaft hineinzustellen, so ist dieses Denken eng an den Menschen gebunden. So gestaltend, wie der Mensch mit dem Denken in sich selber wirkt, vermögen es keine andern Wesen als diejenigen, die mit der normalen Menschheitsentwickelung zusammenhängen. Das ist das Eigentümliche. Dadurch können Sie nie auf falsche Wege kommen, wenn Sie sich durch die Geisteswissenschaft auf gestaltendes Denken einlassen. Da können Sie niemals sich verlieren an die verschiedenen geistigen Wesenheiten, die Einfluß gewinnen wollen auf Sie. Die gehen natürlich durchaus durch Ihre Wesenheit hindurch. Aber sobald Sie gestaltend denken, sobald Sie sich bemühen, nicht bloß zu spintisieren und zu unterscheiden, sondern so zu denken, wie es wirklich diese moderne Geisteswissenschaft will, so bleiben Sie in sich, so können Sie nicht das Gefühl der bloßen Ausgehöhltheit haben. Deshalb betont man, wenn man auf dem Standpunkt unserer Geisteswissenschaft steht, so häufig den Christus-Impuls, weil der Christus-Impuls in der geraden Linie des gestaltenden Denkens hegt. Die Evangelien kann man auch nicht verstehen, wenn man sie bloß zergliedert. Was dabei herauskommt, hat gerade die moderne protestantische Theologie gezeigt. Die zergliedert, aber es ist ihr auch alles entfallen, und es ist gar nichts mehr geblieben. Diejenigen Zyklen, die von den Evangelien handeln, die verfolgen den entgegengesetzten Weg. Sie bauen etwas auf, was gestaltet wird, um durch diese neuen Gestaltungen zum Verstehen der alten Evangelien vorzurücken. Es braucht heute tatsächlich – das ist gar nicht übertrieben – jemand nichts anderes, als sich an die Vorstellungsart, an die Denkweise dieser Geisteswissenschaft zu halten, dann können ihm diejenigen dämonischen Wesenheiten, die als Begleiterscheinungen der Geister der Persönlichkeit hereinrollen mit der neuen Welle, nichts anhaben. Daher sehen Sie, was es eigentlich für ein großer Schaden für die Menschheit ist, wenn sie sich sträubt, geisteswissenschaftlich zu denken.“ (Lit.: Dr. R. Steiner Gesamtausgabe Nr. 187, S. 176ff)

    Das gestaltende Denken zu üben ist eine feine Aufgabe und ein prima Schutz des eigenen Mensch-Seins. Denn genau diese Fähigkeit des Menschen greifen bestimmte Gruppierungen -die sich die Zersplitterung systematisch zu Nutze machen – an.

      1. bevor du so sinnfrei rumschwaffelst, solltest du dich mal mit den neusten erkenntnissen der quantenphysik INTENSIVST auseinander setzen!
        es ist kein wunder, dass in den umerziehungslagern für wehrlose aka schulen, weiterhin das steinzeitliche newtonsche modell gelehrt wird…

  2. Zwar ist nicht so ganz deutlich, warum der Herr Vorschreiber Heßling hier mit seinen Zynismus wettert, aber mit Schillers “ Durch die Schönheit wird der sinnliche Mensch zur Form und zum Denken geleitet; durch die Schönheit wird der geistige Mensch zur Materie zurückgeführt und der Sinnenwelt wiedergegeben.“
    (Quelle: Schiller, Theoretische Schriften. Über die ästhetische Erziehung des Menschen in einer Reihe von Briefen, 1793-1794. Achtzehnter Brief, ist doch wenigstens ein Weg gewiesen, auf dem der „schöne Schwafler“ dann doch sinnreich werden kann. (Wobei das Wort schwafeln gedankenlos reden bedeutet- das ist hier letzlich doch gänzlich fehl am Platze…)

  3. Das Spaltungs-Toolset in jedem von uns besteht aus: Identifikation
    »mit welcher Gruppe er sich denn eher identifizieren möchte«
    »vorbehaltlose Identifikation weiter Teile der europäischen Bevölkerung«
    »auch die Identifikation mit dem Gegenstand«

    plus daraus induziertes Fühlen
    »individuelles „Positionierungs-Profil“, in dem seine gesamten Sympathien«
    »mit der ein potentieller Mensch, der mit mir zusammenarbeiten könnte, sympathisiert«
    »so sehr von ihren eigenen Sympathien und Antipathien getrieben«

    Dieses Sympathie oder Antipathiefühlen ist hierbei also die Folge einer INTERPRETATION, also eines per Verstand gebildeten Urteils über die Situation, Wahrnehmung oder Sache …

    Diese Interpretation läuft durch unseren Verstand automatisiert ab. Die Spaltung in uns selbst von der Wirklichkeit ist dann gewiß, wenn dieser automatisierte Vorgang NICHT mehr eine erneute, bewußte Betrachtung findet – also im NICHT-Fall ein archaisches und von irgendwo „erlerntes“ Reiz-Reaktion-Schemata weitere Kaskaden (zum Beispiel Endokrine über die Hypothalamus – Niebennierenmark – Schiene) anstößt, an derem Ende also besagte Antipathie oder Sympathiegefühle entstehen und erst diese ins Bewußtsein fallen und uns dann zu einer Handlung oder „Stellungnahme“ „zwingen“.

    Diesen Spaltungsmechanismus bedienen nun die Medien bzw. die hinter ihnen stehenden Agitatoren ganz bewußt im Sinne des »Teile und Herrsche«.
    Ebenso sind nahezu alle Menschen mindestens 10-13 Jahre genau in diesem Duktus trainiert durch das staatlich vorordnete Bildungssystem.

    @Herr Thilo Hahn verweist folgerichtig auf eine heilwirkende Alternative, die so in dieser Klarheit und auch praktischen Anwendbarkeit keiner außer Goethe niedergeschrieben hat, was Rudolf Steiner dann später aufgriff und weiter präzisierte.
    Aber auch Matthias Grünewald – Isenheimer Altar – zeigt im BildERLEBEN, wie Krankheit entsteht und wie sie geheilt werden kann: der hl. Sebastian, dessen Körper mit Pfeilen durchbohrt ist – der hl. Antonius, dessen Bewußtseinraum (dargestellt durch einen Raum, durch dessen Fenster ein Dämon einbläßt) okkupiert werden soll – aber beide völlig gelassen, in sich gegründet, souverän dort stehen. Man sieht es ihnen förmlich an: sie haben einen inneren, unabhängigen Standpunkt, sie sind nicht identifiziert: ich (a) bin das Gefühl (b), sondern: ich (a) bin der ich (a) bin (mathematisch: EXISTENZsatz) – sie sind souverän!

    Die Strategie der multipolaren Konfrontation (Teile und Herrsche) ist also nichts weiter, als die in jedem Menschen vorliegende Struktur von Identifikation und Gefühl nach außen projiziert, um dort über den Weg des Außens Leid zu schaffen, damit auf die Menschen zurückzuwirken, so daß sie eines Tages erkennen mögen, wie das Leid zu vermeiden und wo das Heil zu finden ist.

  4. Guter Artikel, es erinnert mich etwas an mein Ingenieur-Studium vor ein paar Jahrzehnten.
    Der Physik-Prof sagte, das die Entropie immer nur zunehmen kann. Also die „Unordnung“ Wenn ich Ordnung schaffen will, muss dafür an anderer Stelle noch mehr Unordnung geschaffen werden.

    Teile und herrsche, ganz langsam (viel zu langsam) wird mir das Prinzip klar, das funktioniert aber nicht ewig so. Lange Jahre habe ich es für blöd gehalten. Teilen, gemeinsam benutzen. hab ich immer geglaubt und das Prinzip für dämlich gehalten. Bin wohl zu gut für diese Welt. Teilen, spalten, zergliedern ist wohl gemeint.

    Einen Kuchen durchschneiden, bis nur noch Krümel da sind ist ja wohl nicht der richtige Weg.

  5. Ein wahrer Meister der Kunst der Teilung und Zersplitterung, Mephisto, spricht zu uns in Goethes Faust (I) „Wer will was Lebendigs erkennen und beschreiben, Sucht erst den Geist heraus zu treiben, Dann hat er die Teile in seiner Hand, Fehlt, leider! nur das geistige Band.“

    Was wäre das geistige Band?
    Hegels „Das Denken macht die Seele, womit auch das Tier begabt ist, erst zum Geiste “ gibt doch eine Richtung vor.
    Grund genug sich in einer stillen Stunde einmal des Umstandes gewahr zu werden, dass im Denken auf die Objekte des Denkens geschaut wird, dabei aber die Tätigkeit des Denkens -üblicherweise-gar nicht wahrgenommen wird , es ist lediglich wie im Hintergrund vorhanden. Und genau das entdeckte Rudolf Steiner! „Das gemeinsame Urwesen, das alle Menschen durchdringt, ergreift somit der Mensch in seinem Denken. („Die Philosophie der Freiheit“, S.250)

    Wird aber dieses gemeinsame Urwesen nicht vom Menschen einmal ganz individuell ergriffen, führt das zwangsläufig zur Zersplitterung. Und die Zersplitterung ist Unfreiheit! Weil die Menschen so von den herrschenden Eliten und ihren folgsamen Helfershelfermedien gelenkt werden- je nach Bedarf, so „dass sie in der Regel nicht dort ihre Gegner sehen, wo sie wirklich sind, sondern dort, wo ihnen suggeriert wird, dass sie seien.“

    Darum sollte es doch dem individuellen Menschen gehen: Zunächst seiner Freiheit gewahr zu werden – und sie dann gegen die Manipulationen zu verteidigen!

  6. PC-Game „Staats-Simulator“ / Wir spielen Deutschland schafft sich ab!

    Das Spiel kann von der Realität geringfügig abweichen.

    Special Operations
    Unbestechbare Leute können Sie per ferngesteuerter Präzisions-Autobombe, in der Badewanne, durch gezielten Kopfschuß oder per Fallschirm, der sich nicht öffnet, entsorgen. Halten Sie die Scheingerichte sauber. National und/oder sozial denkende Richter sind sofort aus dem Verkehr zu ziehen. Deutsche sind stets schlechter zu behandeln, als Migranten, insbesondere bei der Strafverfolgung. Sie erhalten über die Geheimdienste vollen Zugriff auf Terror-Management, um mittels Terror-Anschläge die Bevölkerung in Angst und Schrecken zu versetzen vor einem Feind, den es so gar nicht gibt. Bringen Sie die Anschläge so oft Sie können mit dem IS in Verbindung, um bei der Bevölkerung Vorurteile gegenüber dem Islam zu schüren. Das bringt hohes Ansehen bei der CIA, MOSSAD, MI5 und MI6.

    Social Operations
    Halten Sie die Straßen vor unliebsamen Demonstrationen sauber. Mieten Sie notfalls Gegendemonstranten für 25 Euro pro Stunde und lassen Sie sie Luftballons mit deutschenfeindlichen Texten, wie „Deutschland verrecke“ oder „Bomber Harris do it again“ aufblasen und verteilen. Mit der Abteilung Agent Provocateur oder ANTIFA können Sie in jede Demonstration Gewalt einfliessen lassen. Lösen Sie mit der POLIZEI™ die Demonstrationen wieder auf, fordern Sie notfalls die EUROGENDFOR an und verhängen Sie Ausgangssperren und diskreditieren Sie Andersdenke als Linksautonome, Rechtsautonome oder einfach als Reichsbürger, um das nationale und soziale Bewußtsein der Deutschen endgültig zu zerstören. Optional können Sie über das Geo-Engineering/Climate-Engineering-Programm unter dem Vorwand des Solar-Radiation-Managements leichte Narkotika mithilfe von Stratosphere-Aerosole-Injections im Luftraum über den Ballungszentren versprühen lassen, um die Bevölkerung ruhig, willenlos und gefügig zu halten.

    PC-Game „Staats-Simulator“ / Wir spielen Deutschland schafft sich ab!
    https://aufgewachter.wordpress.com/2016/01/21/pc-game-staats-simulator-wir-spielen-deutschland-schafft-sich-ab/

    1. Ein Spiel für Mächtige und Ohnmächtige. Ich habe mich dazu entschieden mit anderen gemeinsam einen anderen Spielplan zu verwirklichen, je mehr dort mitspielen, um so interessanter wird das für jeden !

  7. PC-Game „Staats-Simulator“ / Wir spielen Deutschland schafft sich ab!

    Das geht mir zu fix, dass Deutschland aufgegeben wird – und ist mir auch zu zynisch.

    Gehen wir lieber mal zu Malwida von Meysenburg, die 1870 schreibt:
    “ Von Ems fuhr ich am Rhein hinunter, den ich immer mit Wehmut und Liebe wiedersah, auf dessen Wellen holde Erinnerungen aus ferner Jugendzeit und teure, längst entschwundene Gestalten zu
    schwimmen schienen und der mir die tief im Herzen wohnende, nie erlöschte
    Liebe zum Vaterland, zum wahren Deutschtum, stets lebendig
    zum Bewußtsein brachte. Ja das Land, das einen Schiller und Goethe, einen
    Beethoven und Wagner und eine Schar edler bedeutender Geister, die
    jener würdig, wenn auch ihnen nicht gleich waren, hervorgebracht hat,
    mußte mir ewig teuer bleiben, obgleich für meine Überzeugungen viele
    tiefe Schatten über seiner Gegenwart lagern (…). aus: Der Lebensabend einer Idealistin. Nachtrag zu den
    Memoiren einer Idealistin, S.279, Malwida Freiin von Meysenburg

    Auch heute noch, trotz aller Sünden, wirkt der Zauber, den diese Gegend verströmt. Der Rhein, der Deutscheste aller Ströme, der Vater Rhein- fast seufzt er wie von Urferne her sein verklungenes Lied, dass auch eine Loreley aufnimmt, wie magische Zauberworte.
    Wer diese Gegend kennt, der man (u.a.) den Hort des Rheingoldes nachsagt, der kann auch heute noch an diesen Zauber des Deutschen Landes erinnert werden. Und er hat mglw. so Gelegenheit, zu fühlen- nein, Deutschland ist nicht tot, nur unendlich weit verborgen liegt es brach hinter dem was die Augen ergreifen. Aber es raunt mir zu und an mir ist es den Ruf zu vernehmen.

    Nein, Deutschland ist nicht tot, aber sein Schicksal ist, dass nur der individuelle Mensch es für sich finden kann.

  8. Eine Gemeinschaft deren Mitglieder sich über ein oder mehrere »Dagegen« definieren, ist nahezu mühelos teilbar. Es wird nie an Feindbildern mangeln.

    1. Leider wahr, aber machen Sie das mal einer genügend grossen Menge an Menschen klar.
      Einzelnen kann man dies schon klar machen, die wenigsten aber werden das „gelernte“ azch anwenden. MfG: M.B.

  9. „…politischen und wirtschaftlichen Eliten, die unbehelligt und unkontrolliert von der Zivilgesellschaft nach ihren Zielsetzungen gestalten können.“

    Herr Ludwig hält den „Zerfall der Zivilgesellschaft“ für „nicht umkehrbar“. Bin derselben Auffassung, dass das nicht mehr umkehrbar ist. Aber was bedeutet es denn, wenn etwas unumkehrbar zerfällt ? Dass es sinnlos wäre, zu versuchen, den Zerfallsprozess aufzuhalten. Denn er ist sowieso unumkehrbar.
    Solche „Zivilisation“ ist es wert, unterzugehen. Ihre Architekten und Baumeister haben bewusst gepfuscht. Statt die Zivilisation auf solidem Fels zu bauen, haben sie die auf Flugsand gebaut und haben in das Gebäude den Spaltpilz integriert.

    Nun zu den „Eliten“ und dem zerstrittenen Haufen, den wir „Bevölkerung“ nennen: Auf der Seite der „Bevölkerung“ sehen wir Leute, die von Sympathien und Antipathien getrieben gegeneinander kämpfen, statt ihr Denken von allen Sympathien und Antipathien zu befreien. Eine willenlose, ziellose Masse. Da ist kein einigendes Band. Kein lebendiges Ideal. Nur hündisches Kuschen vor der Politik. Ent – spiritualisiertes Denken. Maschinenhaftes Denken. Der Aberglaube, der Mensch sei eine Maschine beherrscht sie teils unbewusst, teils bewusst. Aber Maschinen haben weder ein Ich noch einen eigenen Willen.

    Auf der Seite der „Eliten“ sind Menschen, die genau wissen, was sie wollen. Was sie eint, sind gemeinsame Ziele.
    Sie planen auf Jahrhunderte voraus. Sie haben etwas geschafft, was mir Respekt abnötigt: Sie haben diesen Sauhaufen von Politik dazu dressiert, das zu tun, was sie wollen !!! Chapeau !!!
    Es sind Okkultisten, die ihr Geheimwissen nicht veröffentlichen, damit es ihr alleiniger Besitz bleibt.
    Wir müssen von diesen „Eliten“ lernen ! Wenn die „Eliten“ auch wie ein Drache sind, hat dieser eine Schwachstelle: Die Weichteile sind unten. Sigurd stiess von unten dem Fafnir ins Herz und geriet so in dessen Hautausstrahlungen, die ihn unverwundbar machten. Ein Drache ist oben am Rücken stark gepanzert.
    Was will diese Veranschaulichung uns sagen ?
    Ueberheblichkeit führt nicht zum Ziel. Wer das Herz des Drachen braten will, muss zuerst unter ihm zu stehen kommen. Wer diese „Eliten“ bekämpfen will, muss zuerst sich mit Einweihungswissenschaft bekannt machen.
    Das will der allgemein Deutsche nicht. Er will den Intellekt keiner Weisheit unterordnen.
    Denn er hat bereits den Instinkt für das Geistige verloren. Was uns Deutsche einen könnte, liegt im Wort ICH.
    I für IESUS CH für CHRISTUS. Wem sag`ich das ?

  10. hallo lieber falke!

    herb hat leider recht, von wg rabenschwarz.

    das hauptproblem liegt aber noch ne etage drüber, die müsste man den schafen mal unter schmwerzandrohung einhämmern: die staatsreligion!

    es ist so tragisch und lächerlich, wie die mehrheit der geleb als materialisten und realisten, partout an diesen schwachsinn glauben.
    hatte ich schon dutzend mal geschrieben, es gibt nur eine einzige form von souveränität und die hat das individuum inne. es gibt keine souveränen länder, staaten oder sonstwas, verlogener schwachsinniger bullshit!
    und wenn die souveräne diese in form ihrer stimme ab geben und in einer urne be erdigen, ist dies eine generalvollmacht.
    da muss, darf, braucht man sich nicht wundern, insofern sind alle selber schuld und bekommen tatsächlich was sie verdienen, ganz einfach.

    mit der heutigen technik, ich sach nur mal blockchain, ist es das aller erste mal in der geschichte der menschheit möglich, eine wirkliche form der demokratie umzusetzen.

    ich kann dieses kindlich naive afd geschwafel nicht mehr hören. auch dieses gesindel wird ihre fahne mit dem wind schwenken, wetten?

    spread your love!

  11. „staatsreligion“
    Man gab eine Einweihungswissenschaft, die vor ca. 2000 Jahren veröffentlicht wurde, als Religion aus.
    Als blosse Glaubenssache. Den Stifter haben sie wegen Mysterienverrates gekreuzigt. Dann sorgten sie dafür, dass das allgemeine Denken derart materialistisch wurde, dass Atheismus den Ton angab.
    Weil Atheisten Religion für Aberglauben halten, befassen sie sich nicht damit.
    So wurde erreicht, dass die Einweihungswissenschaft aus dem allgemeinen Bewusstsein verschwand.
    Und genau da liegt die Ursache für den Zerfall der Zivilisation. Ihr ist das Leben entwichen, das geistige Leben.
    Einweihungswissenschaft ist dieses geistige Leben.

  12. @Michaela: »Sympathien und Antipathien getrieben gegeneinander kämpfen, statt ihr Denken von allen Sympathien und Antipathien zu befreien«
    Danke für Ihren Beitrag. Ich glaube, ich weiß, was Sie meinen – bin mir aber auch ziemlich sicher, daß hier wiederum die Gefahr einer Abspaltung liegen kann: nämlich Sympathien und Antipathien zu bekämpfen, also abzuspalten.

    Unsere »Muster«, d.h. gewisse in uns mitlebende Intelligenzien, können nur so (als Bruchstücke in einer Suppe) leben, da ihr Bewußtsein nicht ausreichend ist, das Große Ganze (die Suppe) zu orchestrieren. Wenn da aber etwas ist, was dieses orchestrieren könnte (ein »Suppenherr oder – dame«), dann ist dieses zugleich auch der Feind dieser Intelligenzien, denn diese könnten dann ja nicht mehr machen, was sie wollen, sondern würden sinnvoll mitorchestriert oder gar aufgelöst werden …

    Das Herz ist ein Ort, welches grundsätzlich alles annimmt. In diesem Ort gibt es keine Angst – es gibt auch keine Verletzbarkeit. Es gibt Heil und dort ist ausschließlich Wahrheit. Deshalb ist dort auch Unverletzbarkeit.
    Man meditiere einmal in diese Qualitäten hinein: ich bin Heil, ich bin die Wahrheit!

    Das »hündische Verhalten« generiert sich ja genau deswegen, weil der Mensch sein Herz (=Ich-Geist-Organ) verlassen hat.

    Stellen wir an uns selbst doch einmal die Frage: Und was TUE ich gegen die Spaltungstendenzen – auch kollektiv!
    Denn tausenden von weisen oder besserwissenden Einsiedlern ändern auch nichts an den Verhältnissen!

    Kann mir jemand von den Lesern eine Organisation oder eine Menschengruppe nennen, die das – nämlich eine neue Gemeinschaftsstruktur für das Volk – umsetzen, wo er vielleicht mitmacht?

    Das würde mich sehr interessieren …

    1. @ Jürgen Elsen : “ Gefahr einer Abspaltung“

      Wie ist das zu verstehen ? Gefahr ? Das Denken ist etwas Anderes als das Fühlen, und das Fühlen ist wiederum etwas Anderes als das Wollen. Heutzutage fällen manche Leute „Gefühlsurteile“. Sogenannte Linke reden nicht mal mehr mit sogenannten Rechten. Und manchmal umgekehrt genauso. Da verhindert ein Gefühl der Antipathie, dass eine ergebnisoffene Diskussion zustande kommen kann.
      Auf dem Feld des reinen Denkens hat aber das Fühlen nichts verloren.
      Anderes Beispiel: Eine Frau erklärte mir, warum sie ein super günstiges Angebot eines seriösen Kaufmannes rundweg ablehnte. Der Mann war ihr ganz unsympathisch. Sie schlug das aussergerichtliche Angebot aus , und im Ergebnis entging ihr eine 6 stellige Summe. Das Gefühl der Antipathie verhinderte bei ihr, dass diese Frau überhaupt ins reine Denken kommen konnte. Hätte sie in dem Punkt ihr Fühlen vom Denken abgespaltet, hätte sie nicht sich selber von einem Vermögen abspalten müssen.

      „Man meditiere einmal in diese Qualitäten hinein: ich bin Heil, ich bin die Wahrheit !“

      Lieber Herr Elsen, ich meditiere lieber: Ich bin. Setze dahinter den Punkt. Da ist es auf jeden Fall wahr.

      „Und was TUE ich gegen die Spaltungstendenzen – auch kollektiv !“ Was kann man da denn noch tun, wenn das unumkehrbar ist ? Ausser zusehen und daraus vielleicht etwas lernen ?

      „…neue Gemeinschaftsstruktur für das Volk“

      Das neue deutsche Volk steht bereits in Afrika in den Startlöchern ! Vor rund 200 Jahren standen dort noch christliche Missionare auf dem Speiseplan. Man müsste dann die neuen Gemeinschaftsstrukturen den neuen Gegebenheiten anpassen.

      1. Liebe Michaela, danke für die Anregungen. Vielleicht zur Ergänzung: mit Spaltungstendenzen (Gefühle abspalten als Beispiel) meinte ich konkret, erst einmal alles, was sich auf dem Ereignishorizont meines Wachbewußtseins als Wahrnehmung (egal ob das Sinneseindrücke, Gedanken, Gefühle usw. sind) widerspiegelt gleichmütig zu beobachten und eben nicht in einen Reiz-Reaktions-Mechanismus hineinzukommen, der ja dann von was auch immer gesteuert ist.
        Das Feld des reinen Denkens – wäre zu definieren 😉
        Wobei ich das eher fließend sehe: gelange ich in das reine Denken, beginnt sich Wesen in Wesen zu offenbaren -man kann auch sagen, es ist das im rein Geistigen verlaufende Erfassen eines rein geistiges Inhaltes, was Rudolf Steiner z.B. mit Intuition verbindet.
        Wörter spielen im reinen Denken z.B. auch keine Rolle mehr – sondern erst davor oder danach …
        Ich kann aber auch sagen: bin ich in einem solchen Zustand, dann erfahre ich eine Sättigung in der bereits ein Wollen und Fühlen mitenthalten ist.
        So läßt sich darüber streiten, oder auch nicht, inwieweit z.B Wahrheit überhaupt gedacht oder nicht viel eher gefühlt wird?
        Auch kann ich bei gewissen geometrischen Umstülpungsübungen, die innerlich dynamisch bei Unendlichkeitsdurchgängen ins reine Denken führen, eine Ästhetik oder andere „Gefühle“ mitempfinden…

        Ihr erstes Beispiel: politisch Rechts oder Links stehen ist ja auch wiederum ein Beispiel für die Identifikation: mein Verstand muß erst einmal für sich selbst definieren, ob „ich“ rechts oder „links“ bin und ob die da draußen „rechts“ oder „links“ stehen. Und DANACH schließt sich beispielsweise das Gefühl der Antipathie an – aber nur das ist dann in meinem Bewußtsein (nicht das davor gefällte Urteil) und „ich“ mache ÄHHH! BÄH!

        Danke für Ihre ehrliche Antwort auf die von mir gestellte Frage an die Leser, was sie denn tun …
        Ich habe die Frage ja schon an anderer Stelle beantwortet und will das nicht immer wieder neu hier auf´s Brot schmieren – deshalb finde ich es eben interessant, ob es ja eventuell noch eine andere konkret gelebte Lösung gibt, außer der, die ich kenne und bei der ich mitmache …

        Und das mit dem neuen deutschen Volk – Stichwort „Buntland“ oder multipolare Konfrontation – das kann nur dann umgekehrt werden, wenn das deutsche Volk sich als das begreift, was es ist: nämlich der Souverän, aus dem sich das Gesetz ableitet und bei dem alle Staatsgewalt liegt … Naja, und dann handelt man eben danach …

      2. Wie hätte die arme Frau das zustandebringen sollen? Bei Frauen ist der Balken, der die linke mit der rechten Gehirnhälfte verbindet, dreimal so groß wie bei Männern. Dadurch ist es Frauen unmöglich, emotionslos zu entscheiden. Du verlangst also Unmögliches von der Frau, die du als Beispiel anführst. Ich finde, gerade dadurch wird das angeführte Beispiel zu einem sehr gutem. Um einen Ausweg aus der momentanen Misere zu finden, werden hier und anderswo sehr oft Aktionen von Menschen verlangt, die denen schon vom rein Biologischen her völlig unmöglich sind.
        らんま

  13. @ Jürgen Elsen: “ Intuition“

    Lieber Herr Elsen, Voraussetzung dieses Bewusstseinszustandes ist, das Denken soweit zu beherrschen, dass wir es auch rigoros abstellen können. Herstellung eines leeren Bewusstseins für die Möglichkeit des Empfanges geistiger Inhalte. Nicht wahr ? Das Feld reinen Denkens ist also zu definieren ?
    „Ranma“ spricht ja davon, dass es Frauen unmöglich sei, emotionslos zu denken, weil ein biologischer „Balken“sie daran hindert. Sind wir denn die Sklaven unserer Biologie ? Können wir denn gar nicht zwischendurch mal aussteigen aus diesem „Auto“ ? Um geistige Luft atmen zu können ? Wie sehen Sie das ?
    Bei manchen Männern sind die Gehirne hart wie Zement. Sie kommen nicht raus aus dem Gehirndenken.
    Reines Denken bedarf keines materiellen Gehirnes ! Das Gehirnwasser reicht aus, um damit zu denken.
    Aber das ist hier ja nicht das Thema.

    „mein Verstand muss erst einmal für sich selbst definieren, ob „ich“ rechts oder „links“ bin,,“
    Wenn wir das einmal am Beispiel WK 2 anschauen, gibt es mindestens noch eine dritte Identifikations-Möglichkeit.
    Sofern wir die Nazis als Rechte definieren wollen, – man könnte sie auch als Linke sehen, weil sie ja auch „Sozialisten“ waren, nur eben nationale Sozis – also sofern das die Rechten sind, sind die Roten die Linken.
    Da können wir das bildhaft denken und denken die Nazis als“ braunen Stier“, denken die Bolschewiki als“ rotes Tuch“.
    WK 2 als Stierkampf. Wer hat beide Seiten finanziert ? Die „Eliten“ ! Wall Street. Wer war der „Torero“ in diesem „Stierkampf“ ? Wir könnten uns auch mit diesem okkulten Torero identifizieren. Ja ?

    „wenn das deutsche Volk sich als das begreift, was es ist: nämlich der Souverän“
    Müssen wir da nicht ernstnehmen, was „r.u.sirius“ (03:39) formulierte ? “ es gibt nur eine einzige form von souveränität und die hat das individuum inne “
    Wie wir gemäss dieser Erkenntnis das dann ins Politische überführen können, geht mir noch nicht auf.
    Da bin ich genauso noch am Suchen wie Sie.

    1. Wir sind Sklaven unserer Biologie. Es nicht zu sein ist pathologisch. Ein Selbstmörder muß seinen Selbsterhaltungstrieb überwinden, um sein Vorhaben wirklich durchziehen zu können. Möchte sich nun jemand hier auf den Standpunkt stellen, daß ein Selbstmörder körperlich und geistig gesund ist?
      らんま

    2. @Michaela: »das Denken soweit zu beherrschen, dass wir es auch rigoros abstellen können«
      Interessant zu fragen: welche Instanz ist hier „wir“, bzw. die „beherrschende“ – die ja dann in dem Moment das „Denken“ (welches Denken?) kontrollieren kann und gleichzeitig außerhalb dieses Denkens stehen muß, da sonst der „Denk-Ausschalter“ ja wiederum nur Denken ist.
      Das Denken, was hier „ausgeschaltet“ werden soll, ist wahrscheinlich ein Denken, welches an das Materielle, an das Spaltungsprinzip, nämlich verGEGENSTÄNDlichung (z.B. vermittelt über die Sinnesorgane = Biologie), gebunden ist.

      Das „Aufwachen morgens“ (biologisch gesteuert) bindet das Bewußtsein in die Welt der Sinnesorgane und den damit biologisch verbundenen Nervenprozessen (die wiederum biologisch zur Schlafnotwendigkeit führen).
      Hier kann man sagen: @らんま: »Wir sind Sklaven unserer Biologie«

      Aber gerade das Beispiel des Selbstmörders zeigt ja auf, daß es „Instanzen“ gibt, die sich über die Biologie „stellen können“ in dem sie diese verneinen (Exodus).
      Die Frage ist: kann es nicht auch eine Instanz geben, die die Biologie transzendiert, ohne notwendigerweise „pathologisch“ zu sein (wie am Beispiel des Selbstmörders), eventuell sogar die Biologie „veredelt“ (also weiterentwickelt)???
      Hat also mein Bewußtsein die Möglichkeit einerseits „wach“ zu sein (mit der Biologie) aber auch nicht im Physischen (biologisch determiniert) lokalisiert zu sein ?
      Ich sage: JA, weil ich es selbst erlebe. Jeder der es nicht erlebt muß mit Fug und Recht sagen: NEIN! (er kann es höchstens als Hypothese gelten lassen). Diskussionen und Vorwürfe darüber sind wohl eher Macht- oder Besserwissereispielchen.
      Wer ehrlich ist, geht am besten von seiner Beschränkung aus mit der Offenheit für neue ERFAHRUNGEN.

      Denn das kennzeichnet den Souverän: @Michaela: »es gibt nur eine einzige form von souveränität und die hat das individuum inne« Er hat es nicht nötig, Dinge für wahr zu halten und sich nach diesen „Wahrheiten“ zu richten, die AUSSERHALB seiner eigenen ERFAHRUNG liegen.
      @Michaela: »Das Erste müsste wohl sein, den Schulzwang abzuschaffen.«
      @らんま:Und wer soll das tun?

      Eben: der Souverän!
      Und eine Gemeinschaft der Souveränen setzt diese neuen Strukturen (zu denen auch ein „anderes Bildungssystem“ gehören) ja bereits um.

      (übrigens: der Schulzwang rekrutiert sich wie beispielsweise auch das Einkommens-
      http://www.gesetze-im-internet.de/estg/EStG.pdf
      und Gewerbesteuergesetz sowie weitere 87 noch angewendete Gesetze aus der Nazi-Gesetzgebung in der Zeit zwischen März 1933 und April 1945, die damals schon rechtswidrig waren und zu dem auch noch durch die Besatzungsmächte – Kontrollratsgesetz NR.1 – 05.06.1945 – für null und nichtig erklärt wurden!!! – welche durch das GG Art. 139 sowie Art. 123 Abs.1 bestätigt bzw. nicht außer Kraft gesetzt werden dürfen
      )

      1. @ Jürgen Elsen: “ …welche Instanz ist hier „wir“, bzw. die „beherrschende“..“

        Das ist der Mensch selber ! Sobald er entdeckt, dass er die „Rappelkiste“ namens Gehirn durchaus auch mal abstellen kann und es bewusst tut. Alle Vorstellungen, auch Selbstbilder, Gottesvorstellungen (wer solche hat) und Erinnerungsvorstellungen komplett ausblenden. Leeres Bewusstsein herstellen. Aber dabei nicht einschlafen.

        „… kann es nicht auch eine Instanz geben, die die Biologie transzendiert“ ( Variante ohne Exitus durch Suizid)
        Sie hatten „Exodus“ geschrieben, aber wahrscheinlich meinten Sie Exitus. Ist meine Vermutung richtig ?
        Es gibt Berichte von Menschen, die „klinischen Tod mit Reanimation“ durchmachten und so etwas durchlebten, was sie dazu befähigte, ihr Denken zu spiritualisieren.
        Die bekannteste Geschichte finden wir im Neuen Testament, wo die Erweckung des Lazarus das Thema ist.
        Thema „Beschränkung“ Ja, lieber Herr Elsen, davon auszugehen, ermöglicht ja auch erst ein Suchen nach Weisheit. Wer meint, diese schon zu haben, sucht ja gar nicht mehr weiter nach Erkenntnis, aber das Suchen ist ein Forschen, und Forschung braucht Freiheit.
        @ Ranma : „Und wer soll das tun ?“ ( Schulzwang abschaffen) Alle diejenigen, welche es tun wollen. Die die Einsicht haben, dass zwei Dinge sich gar nicht vertragen: Entwickelung zum freien Menschen und Zwang.

      2. „Aber gerade das Beispiel des Selbstmörders zeigt ja auf, daß es „Instanzen“ gibt, die sich über die Biologie „stellen können“ in dem sie diese verneinen (Exodus).
        Die Frage ist: kann es nicht auch eine Instanz geben, die die Biologie transzendiert, ohne notwendigerweise „pathologisch“ zu sein (wie am Beispiel des Selbstmörders), eventuell sogar die Biologie „veredelt“ (also weiterentwickelt)???
        Hat also mein Bewußtsein die Möglichkeit einerseits „wach“ zu sein (mit der Biologie) aber auch nicht im Physischen (biologisch determiniert) lokalisiert zu sein ?
        Ich sage: JA, weil ich es selbst erlebe.“

        Was erlebst du? Sprichst du von außerkörperlichen Erfahrungen? (Unter anderem bringt mich das Wort Exodus darauf.) Während du dich außerhalb deines Körpers befindest, brauchst du körperlichen Notwendigkeiten nicht zu folgen. Außerkörperliche Erfahrungen enden normalerweise sobald das nötig wird. Zwar mache ich keine solchen, aber das hindert mich nicht an der Feststellung, daß der Mensch nur deswegen in den menschlichen Körper inkarnieren kann, weil der dazu in der Lage ist, den seelischen und geistigen Regungen des Menschen Ausdruck zu verleihen. Das bedeutet für die meisten Menschen nichts weiter, daß neben den Gesetzen der Biologie auch noch gleichermaßen die Gesetze der Psychologie zu beachten sind. Dazu gehört zum Beispiel innerhalb einer größeren Menschenmenge noch leichter manipulierbar zu sein (Massenpsychologie) als sonst schon. Wir wissen dadurch, daß wir noch sehr viel Evolution vor uns haben. Anderweitig hilft uns das nicht.
        らんま

  14. P.S. : „Naja, und dann handelt man eben danach…“

    Das Erste müsste wohl sein, den Schulzwang abzuschaffen.

    1. Und wer soll das tun?

      Die Einzigen, denen es möglich ist, den Schulzwang abzuschaffen, sind genau jene, die vom Schulzwang profitieren.
      らんま

      1. @ Ranma : Die Behauptung dass es nur denen möglich sei, den Schulzwang abzuschaffen, die vom Schulzwang profitieren, entlässt Sie ja aus jeder Verantwortung, sofern Sie nicht selber zu den Profiteuren gehören.
        Bequeme Einstellung.
        Sie passt auch zusammen mit der Aussage, wir seien die Sklaven der Biologie. Denn wenn wir die Sklaven der Biologie sind, ist die Biologie „verantwortlich“, niemals der Sklave, weil Freiheit und Verantwortung wie zwei Seiten einundderselben Münze sind. Ohne Freiheit ist Verantwortung gar nicht vorhanden.
        Dann ist auch das materielle Gehirn „verantwortlich“ dafür, was Sie denken“ müssen“. Von einem „Ich“, welches denkt, kann eigentlich keine Rede sein. Sie dürften nicht sagen:“Ich denke“ sondern: „Mein Gehirn denkt.“
        In letzter Konsequenz bedeutet das, dass kein Mensch mehr strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden dürfte, dass stattdessen „Gehirne“ therapiert werden müssten, indem man diese oder jene Droge gibt.

  15. Es ist ganz nett, daß Einzelne an einem alternativem Bildungssystem arbeiten. Aber es sind halt nur Einzelne. Darum wird das am großen Ganzen nichts ändern.
    らんま

    1. sehe ich ähnlich. Es sei denn, daß:
      die Einzelnen die an einzelnen Projekten arbeiten oder diese verbessern, wie hier genannt das Bildungssystem als Beispiel, AUCH GLEICHZEITIG UND DIREKT am GROSSEN GANZEN mitwirken/ändern.

      Das heißt also: sie unterstützen ganz bewußt und gezielt eine von ihnen, vom Volk, geschaffene neue GESAMTSTRUKTUR, die man auch Staat nennen könnte …

      Und genau das – also das GLEICHZEITIGE Arbeiten von OBEN und von UNTEN – da haben leider nur sehr wenige den Mut dazu oder bekommen gleich Befindlichkeitsstörungen …

      Und gewiß ist OHNE DIESE Volksleistung nur EINE Entwicklungsrichtung möglich: weitere Eskalation der Verhältnisse, weiteres Leiden bis hin zu einem Punkt, an dem die Menschen wieder nur auf das reine Überleben hin ausgerichtet sind (=Reset) und dann oder danach die neuen Organisationsinhaber wieder die Alten sein werden, wie gehabt …

      1. Es gab nie und wird es nie geben: ein souveränes Volk mit einer homogenen Identität. Selbst die antiken Griechen waren und hatten kein Volk (so wie man es heute bezeichnet), welches »Demokratie« erfunden und umgesetzt hätte. Der einzige Souverän ist der Mensch. Menschen unterscheiden sich unter anderem durch unterschiedliche, (zum Teil sehr) diffenrenzierte Meinungen. Sie sind sogar in der Lage, völlig verschiedene Identitäten gleichzeitig anzunehmen und sich dementsprechend, ähnlich Neuronen im Gehirn, mit anderen Menschen zu vernetzen.
        Identitätsstiftende Völker, Nationen und Volksherrschaft sind meiner Meinung nach Phantome, denen Menschen nachjagen, die von Herrschafts-Demagogen in die Irre geführt wurden und werden.

      2. @Carlo: »sind meiner Meinung nach Phantome, denen Menschen nachjagen«
        Aus der Perspektive des Menschenverstandes gesehen ist es wohl genau so, wie Sie es beschreiben. Mein Vater sagte dazu: »Wenn du drei Deutsche unter einen Hut bekommen willst, mußt Du zwei erschlagen!«

        Das Problem, welches zu Spaltungen und damit auch nicht zu wahren Gemeinschaften führen kann, ist ja genau, daß, sobald wir morgens im Bett die Augen aufmachen, unser Bewußtsein einschläft in den Verstand, mit dem es sich dann den ganzen Tag über identifiziert, was wiederum äußerst ermüdend ist …
        Ich = Verstand
        Ich = Körper
        Ich = Gefühl
        Ich = Gedanke
        Ich = Meinung
        Ich = Auto
        Ich = (Beruf-Tätigkeit)
        usw. usw.
        also: Ich (A) = irgendetwas (B) -> Identitätssatz

        Gehe ich aber nun in die Existenz selbst:
        A = A
        Ich bin der Ich bin

        verhält sich das, was zuvor nie und nimmer unter einen Hut zu bringen war, völlig anders.
        Im Ich-Bewußtsein selbst habe ich nämlich folgendes vorliegen:
        Ich bin EINMALIG
        UND allen ICHen gemeinsam ist das ICH BIN.

        Mit anderen Worten: in jeder Einmaligkeit selbst ist etwas, was sie als Einmaligkeit mit allem anderen teilt.
        Für das Verstandesbewußtsein klingt das völlig paradox. In der 3D-Welt kann, wo ein Stuhl steht nicht gleichzeitig auch noch ein anderer stehen. Der Verstand arbeitet nur mit diesen 3D-Gesetzen, da er selbst von diesen abhängt und darin seine materielle Grundlage findet.
        Beschränken wir unser Gesamtbewußtsein durch Identifikation nur mit diesem Mini-Teilbewußtsein, dann werden die Spaltungen auf immer das Feld beherrschen und Friede ist eine Illusion.

        Gelangen die Menschen eines Volkes (oder ein gewisser Teil davon) jedoch in dieses Ich-Bewußtsein, dann sind sie Souveräne, werden mächtig in ihren Gestaltungen – insbesondere was das Soziale anbetrifft, aber auch ihrer indiviudellen Volksaufgabe, die z.B. auch mit der Sprache verbunden ist, förderlich im und für den Gesamtorganismus Menschheit.

        Ein Volk ist wie ein Organ im Menschen: wenn die Leber keine Ahnung mehr davon hat, was sie auszeichnet, dann vermischt sich alles miteinander, der ganze Körper würde nur mehr homogener Matsch sein. Hier funktioniert dann gar nichts mehr …
        Nur in dem die Verschiedenheit das Gemeinsame erfaßt, wird Komplexität und höhere Entwicklung möglich … der Mensch hat es in der Hand und die Freiheit ist es, daß er es eben nicht tun MUSS.

      3. Wie Carlo so richtig sagt, sind Völker, Nationen oder was sonst noch Identität stiften soll, nur Phantome. Deshalb wird es auch niemals eine Volksleistung geben. Das Einzige, was einen Staat zusammenhält, ist Gewalt. Darum funktioniert auch die Gründung eines neuen Staates oder die Umkrempelung eines bestehenden nur mittels Gewalt. Für denjenigen, der diesen Weg gehen will, reicht es nicht aus, etwas Randale zu machen. Vielmehr braucht er eine den bestehenden Staaten überlegene militärische Macht. Darum ist dieser Weg ausgeschlossen.

        Ein kleiner Hoffnungsschimmer ist nur, daß jene Kinder, die in alternativen Schulen waren, vielleicht nicht so sehr auf die staatliche Propaganda hereinfallen. Aber jene, die ich kenne und nicht mehr auf die staatliche Propaganda hereinfallen, waren alle an staatlichen Schulen. Vielleicht hat es dadurch länger gedauert, die Propaganda zu durchschauen, oder die Schulen sind heute viel schlechter oder es stimmt doch nicht, daß ein alternatives Bildungssystem eine Verbesserung bewirkt. So oder so ist es möglich, daß es in einigen Generationen wieder völlig offensichtlich sein wird, daß ein Staat nur durch Gewalt zusammengehalten wird. Viel wird sich jedoch auch dadurch nicht ändern, schließlich war es vor einigen Generationen noch allen Leuten völlig klar, daß ein Staat nur auf Gewalt beruht. Vielleicht wird das in Zukunft weniger leicht akzeptiert werden, aber eine Alternative zum Staat bedeutet das noch lange nicht. Wenn man ihn einfach abschafft, dann fallen andere Staaten über die Reste her.
        らんま

      4. @ らんま: »Darum funktioniert auch die Gründung eines neuen Staates oder die Umkrempelung eines bestehenden nur mittels Gewalt«
        Jüngstes Gegenbeispiel aus dem Jahre 2012: Gründung des Staates Königreich Deutschland (KRD).
        Ohne Gewalt, völlig friedlich !
        Weiterhin: obwohl gegen diesen Staat (völlig legales völkerrechtliches Subjekt!) Hundertschaften an Polizeiaufgebot, Enteignungen, Zerstörungen und Verhaftung erfolgte, ohne daß die Staatsangehörigen selbst je Gewalt angewandt haben, existiert dieser Staat weiterhin und sein Volk wächst jeden Tag !!!
        Eine Idee hinter der Menschen stecken und daheraus handeln ist eben nicht tot zu KRIEGen!
        Jeder Staat ist eben nur ein Hüllenkonstrukt – es kommt auf die Idee dahinter an und die Menschen, die die Idee leben wollen.

        Inwieweit die BRD ein Staat ist, sei ja mal dahingestellt, jedenfalls wird sie von einer Elite als Konstrukt benutzt und ist eben weder vom Volk ausgerufen, gegründet noch organisiert – im Gegensatz zum KRD!

        Es liegt also wie immer am Einzelnen, wo er mitspielen will. Und ein Staat(Elite) ohne Volk hat dann auch nicht mehr die Exekutivkraft, um mit Gewalt gegen das Volk oder andere Völker vorzugehen !!!
        Das erkannten ja bereits die 68er mit dem Plakat: »stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin …«

        Einen solchen Fall gab es bislang auch noch nicht in der Geschichte. Aber immerhin wurde ja schon mal 2012 ein Anfang gemacht. Wer diesen friedlichen, auf den Kräften des Herzens aufbauenden nicht nutzt, muß sich auch nicht wundern, daß es eben mit der Gewalt so weitergeht … und es bewahrheitet sich somit die selbstefüllende Prophezeiung: gab es nicht(wobei das ja schon mal widerlegt ist), gibt es nie …

      5. wahnsinn, ab und an stolpert man doch noch über menschen, die es verstanden haben, dass das konzept der „macht“ immer und ausschliesslich auf gewalt beurht und logischerweise auch nur dadurch verändert werden kann!
        mir ist es schleierhaft, wie die maße der gelebn das prinzip macht zwar erkannt hat, aber den weiterführenden, logischen schluss partout nicht denken und wahr haben will.
        wenn man dann noch miteinbezieht, dass je erschwerter der zugang zu waffen ist, desto weiter ist man von einer „demokratie“ (gab es bisher noch nirgendwo auf diesem planeten) entfernt, bzw umgekehrt ist man umso näher an einer diktatur.
        tja, dummerweise haben wir hier in unserem lande eine der restriktivsten waffengesetzte.
        nun kann sich jeder ausmalen, wo wir leben und dass sich hier gar nix ändern kann, denn der andere weg der verweigerung ist aufgrund der massiven wohlstandverdummung vollkommen ausgeschlossen, denn grundsätzlich geht es ALLEN noch viel, viel, viel zu gut!

      6. @ Ranma @Carlo
        „Wie Carlo so richtig sagt, sind Völker, Nationen oder was sonst noch Identität stiften soll, nur Phantome. Deshalb wird es auch niemals eine Volksleistung geben. Das Einzige, was einen Staat zusammenhält, ist Gewalt. “

        Dem unverstellten kulturgeschichtlichen Blick zeigt sich, dass jedes Volk eine historisch gewachsene Kulturgemeinschaft bildet, in der die Menschen eine ganz spezifische seelische Grundhaltung zur Welt einnehmen und zu einer besonderen Art des gedanklichen, künstlerischen und religiösen Strebens hinneigen. In der Sprache, in Wortbildung und Wortgebrauch, in Grammatik und Syntax, in Redewendungen und bildhaften Ausdrücken offenbart sich am unmittelbarsten die seelische Konfiguration einer Volksgemeinschaft, die sich in Dichtung und Literatur ihren höchsten künstlerischen Ausdruck verschafft. Aber auch in den anderen Künsten wie der Malerei und der Musik, sowie in Wissenschaft, Recht und religiösem Leben prägt sich die seelische Eigentümlichkeit eines Volkes in einer besonderen Form und eigenem Stil deutlich aus. …
        Woher kommt es, dass die Menschen eines Volkes in einer besonderen Weise seelisch konfiguriert sind, dass wir von typisch italienisch, typisch britisch oder typisch deutsch sprechen? Dieses Besondere wird ja nicht zwischen den Menschen abgesprochen und herbeigeführt. Es gibt keine Vereinbarung, dass sich jetzt alle so verhalten wollen, weder irgendwann in der Vergangenheit noch später. Erst recht nicht entspringt die Sprache mit ihrem weisheits- und kunstvollen Aufbau irgendeiner bewussten menschlichen Konstruktion. Der Mensch wächst unbewusst in sie hinein, bewegt sich in ihr und wird von ihr ergriffen und gebildet. Er bildet sie zwar etwas weiter, aber aus den Impulsen der seelischen Konfiguration des Volkstums, die ihm ganz unbewusst bleiben. Das lässt nur den vernünftigen Schluss zu, dass Sprache und einheitlicher Duktus einer Volkskultur auf den Einfluss von über dem Menschen stehenden Wesen zurückgehen müssen.
        Vgl. https://fassadenkratzer.wordpress.com/2015/10/07/volk-oder-bevoelkerung-von-den-quellen-der-deutschen-kultur/

      7. Entspricht auch meinem Erkenntnisstand und genau: Diabolo spielt hier Buntland.
        Es ist ein Kampf geistiger Mächte auf dem Spielfeld der Erde und wir Menschen haben die Freiheit, daheraus Gestaltungen vorzunehmen. Und Gestaltungen sind UMSETZUNGEN, TATEN und nicht nur Worte …

      8. @Jürgen @hwludwig

        Das ICH ist die Individualität, welche Kinder schon mit zwei, drei Jahren entdeckt haben, wenn sie das erste Mal »ich« sagen. Danach entdecken Menschen, durch Kommunikation mit anderen und dem entstehenden Gefühl der Dazugehörigkeit, Schritt für Schritt Identitäten (Mitglied einer Familie, Schüler einer Schule, Christ, Fan eines Sportvereins, Bürger einer Gemeinde, Stadt, Region; Arbeiter, Jude, Mann, Frau, Wissenschaftler, Mediziner, Physiker, vermögend, Hartz4-Empfänger, Unternehmer, Politiker, deutsch, Künstler, Moslem, Buddhist, Hausbesitzer, Intellektueller, Mitglied einer Partei, Umweltschützer … [bis unendlich] zu sein) und zwar viele bis hin zur Entdeckung der eigenen Würde, einfach ein Mensch zu sein. Auf welcher Stufe Menschen stehenbleiben ist individuell unterschiedlich. Vermutlich entdecken die meisten die eigene Würde nie.

        Aus meiner Aufzählung wird deutlich, dass Menschen mehrere Identitäten zur gleichen Zeit annehmen und dementsprechend auf verschiedenen Ebenen miteinander kommunizieren, sich vernetzen und organisieren können. Die nationale Identität ist eine von vielen (das war sie auch immer). Vor einigen Jahrhunderten waren die Identitätsmöglichkeiten wesentlich weniger zahlreich. Teilweise schwer erpresst – (zum Beispiel findet man in den Geschichtsbüchern wenig über die Form des Kolonats nach römischen Recht – die meisten Menschen lebten auf dem Land). Menschen waren einfacher führ- und verführbar. Hierarchien bildeten ein optimales Gesellschaftskonstrukt.

        Ich denke, dass mit der Fülle der modernen und noch kommenden Identitäten und der kontinentalen und globalen Kommunikation und Vernetzung und dem Erkennen der eigenen Würde die Hierarchie überwunden wird und sich menschliche Gemeinschaften möglicherweise eher heterarchisch in Demarchien oder ähnlich organisieren. Denn eine zentralistische »Volksherrschaft« funktioniert in großen Flächenstaaten, kontinental oder global nicht im Sinne des guten Lebens aller Menschen. Auch nicht, wenn sie »direkt« wäre. Es hat nichts mit Freiheit zu tun, wenn der bayrische Bauer darüber abstimmt, wie der mecklenburgische Fischer leben und arbeiten soll und umgekehrt oder Belgier darüber mitentscheiden, wie man in Mittelmeerregionen seine Mittagspause verbringt und umgekehrt oder Sudanesen mitbestimmen, was Vietnamesen zum Frühstück essen und umgekehrt. Ich habe das jetzt bewusst überspitzt formuliert.

        Ich finde, dass es an der Zeit ist, einfach über alles erneut nachzudenken.

  16. @ Carlo: „…einfach über alles erneut nachzudenken.“

    Ja, es braucht neues Denken, denn das alte Denken hat uns in die Krise gebracht. Das alte Denken war einseitig materialistisch geprägt, war mechanistisch orientiert und hing am Einheitsstaat. Das neue Denken muss organisch sein.
    Organisches Denken geht vom menschlichen Organismus aus, der im Wesentlichen aus drei Systemen besteht: Nerven – Sinnes -System, das vorwiegend im Kopf lokalisiert ist. Träger des Denkens.
    Dann dem Rhythmus – System, das mit Herz – Lunge verbunden ist. Träger des Fühlens.
    Und dem Stoffwechsel – System. Träger des Wollens.

    Dem entsprechend sollten wir die Gesellschaft gliedern in DREI TEILE: Geistesleben, Rechtsleben und Wirtschaftsleben.
    Da dürfte die Politik – also das Rechtsleben – sich gar nicht einmischen in die Dinge des Geisteslebens und des Wirtschaftslebens. Jeder Bereich verwaltet sich selbst. Das Problem des Einheitsstaates ist, dass sich die Politik einmischt in Fragen der Wirtschaft und Fragen der Wissenschaft. Politik ist jedoch derzeit reine Parteien – Ideologie, und Ideologie hat nichts in der Wissenschaft zu suchen. Wirtschaft hat eigentlich nur mit Produktion von Waren und deren Verteilung zu tun. Lobbyismus ist eine Politisierung der Wirtschaft !
    Ebenso gibt es eine Politisierung der Wissenschaft . Denn Politik verwaltet Schulen und setzt Schulzwang durch. Das schafft Probleme. Es würde auch im menschlichen Organismus zu Problemen führen, wenn Stoffwechsel (Wirtschaftsleben, Wollen) im Kopf ( Geistesleben, Denken) stattfinden würde, statt im Bauch stattzufinden.
    Aber im Sozialen Organismus haben wir genau das, weil Lobbyismus darüber bestimmt, was im Geistesleben z.B erforscht werden darf, was nicht. Der Soziale Organismus ist krank.

    Stellen wir uns einmal vor, was damals nach WK 1 in Versailles geschehen wäre, wenn statt EINER deutschen Delegation DREI Delegationen dort erschienen wären, jede mit speziellen Kompetenzen !
    Eine vom Wirtschaftsleben, eine vom Rechtsleben und eine vom Geistesleben !!!
    Steiners Plan wurde – leider – noch nicht in die Tat umgesetzt. Ist es nicht höchste Eisenbahn dafür ?

    1. Ausgerechnet die Verlierer, die dort nur einige Vorschriften entgegennehmen sollen, treten mit drei Delegationen mit unterschiedlichen Kompetenzen an. Das demonstriert sehr schön die Absurdität solcher Vorstellungen. So weit wird es nie kommen.
      らんま

    2. @Michaela

      Sicherlich gibt es viele Alternativen. Ich weiß nicht, was »wir« tun sollten. Ich habe da meine ganz eigenen Ideen, welche sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss sind. Ich weiß auch nicht, ob man etwas, was meiner Meinung nach vereint sein sollte, zergliedern sollte (Ökonomie und Recht sind leider heute schon zweigeteilt). Das nur am Rande. Was man vielleicht zunächst tun könnte, wäre auf der Basis von Dialogen Gemeinsamkeiten und Einigungen zu finden, wohin die Reise gehen soll. Danach berät man über Wege, wie man die Ziele erreicht. Ich denke, dass der Ideenpool, auf den man zurückgreifen kann, sehr groß ist. Es muss auch nicht überall das Gleiche ausprobiert und/oder umgesetzt werden.

  17. @hwludwig:

    „In der Sprache, in Wortbildung und Wortgebrauch, in Grammatik und Syntax, in Redewendungen und bildhaften Ausdrücken offenbart sich am unmittelbarsten die seelische Konfiguration einer Volksgemeinschaft, die sich in Dichtung und Literatur ihren höchsten künstlerischen Ausdruck verschafft. Aber auch in den anderen Künsten wie der Malerei und der Musik, sowie in Wissenschaft, Recht und religiösem Leben prägt sich die seelische Eigentümlichkeit eines Volkes in einer besonderen Form und eigenem Stil deutlich aus. …“

    Voraussetzung dafür ist jeweils, daß eine Gruppe Menschen lange genug als ein Volk zusammengehalten wird. Dem unverstelltem historischem Blick zeigt sich nämlich, daß die Grenzen zwischen diesen Volksgemeinschaften immer wieder neu gesetzt werden. Willkürlich und durch die Anwendung von Gewalt. Deutschland selbst ist das beste Beispiel dafür. Mal erstreckt es sich über den größten Teil Europas, dann wieder bleibt nur ein Splitter davon. Vierzig Jahre lang verlief sogar eine deutsch-deutsche Grenze durch den Splitter. Diese kurze Zeit reichte schon für ein paar eigenständige Entwicklungen in allen genannten Bereichen auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs.

    Die Existenz und den Einfluß höherer Wesen will ich nicht in Abrede stellen. Die höheren Wesen brauchen Zeit, um ihren Einfluß zu entfalten. Mittels Gewalt kann man den Einfluß schnell verändern, zum Beispiel kann man jeder Menge Literatur durch eine Bücherverbrennung schnell den Garaus machen. Das heißt, die höheren Wesen spielen keine Rolle, wenn man nicht erst das Klima dafür schafft, in denen sie eine Rolle spielen können. Für das Thema der Spaltung der Bevölkerung in sich bekämpfende Gruppen sind die höheren Wesen also irrelevant. Es sei denn, es ginge gerade darum, deren Einfluß zu beseitigen.
    らんま

  18. @Jürgen Elsen:

    2012 rannte ich um mein Leben und bekam daher nicht so viel mit von dem was sich sonst so ereignete, insbesondere in D. Verhaftet und/ oder enteignet zu werden, erscheint mir nicht besonders attraktiv. Bietet das KRD neben diesen offensichtlichen Nachteilen auch irgendwelche Vorteile?
    らんま

    1. Den Vorteil kann jeder nur für sich herausfinden. Von außen gesehen war es weder für Gandhi, Martin Luther King, Jesus und viele andere »vorteilhaft«.
      Für Pioniere, die große Opfer bringen, ist es von außen gesehen auch nie vorteilhaft!
      Das muß jeder Mensch für sich entscheiden, ob es für ihn in (s)einer Entwicklung wichtig ist, First Mover, Early Follower oder Late Follower zu sein.

      Der Vorteil am KRD mitzuwirken ist eben, seine Kraft FÜR ein menschenwürdiges Gesundheits-, Bildungs-, Finanz-, Wirtschafts- und Gesellschaftsorganisationswesen hinzugeben.
      Mir persönlich reicht es eben nicht Ökohaus, -lebenmittel, -kleidung, -strom, -konsum, Meditation, Spirituelles Wachstum, „Anthroposophie studieren, Waldorflehrerausbildung usw.“ und auch Pilates und Qigong usw. – was ich ja alles mache – aber das reicht mir nicht, denn ich weiß, daß wir Menschen es endlich „ganz oben“ anpacken müssen, wenn wir uns jede Menge Leid ersparen wollen.
      Das Entscheidende ist, daß jeder Mensch hinter dem was er tut auch stehen kann. Den Tod hatte ich bereits ein paar mal vor den Augen, ich fürchte ihn nicht und Kriegsdienst und Zivildienst habe ich auch nicht geleistet, weil mir damals schon klar war: die ganze SCH…, die hier bei uns Menschen abgeht ist doch genau deswegen, weil ich mir von anderen etwas vorschreiben lasse, was gegen meine Herzüberzeugung geht.
      Ja, und dann wird man mit Gewalt konfrontiert und dann muß man sich entscheiden, selbst auch Gewalt anzuwenden oder eben nicht.
      Das ist eine schwere Entscheidung und auch die kann nur jeder für sich treffen.
      Abgesehen davon, daß Gewalt immer Gegengewalt erzeugt und das Karmarad so weiterläuft.
      Trotzdem kann im Einzelfall auch eine Gewaltlösung der richtige Weg sein und das ist ja beispielsweise auch in den meisten „Rechtsregelungen“ als Notwehr „legitimiert“ …

      Ich bin allerdings der Überzeugung, daß die meisten Menschen Gewalt anwenden aus Angst. Und diese und damti auch der aus Angst agierende Mensch ist größtenteils fremdgesteuert.

      Durch eine Gemeinschaft der (nahezu) Angstfreien, gibt es auch keine Korruption, keine Willkür, keine Gesinnungsvorgaben (außer Aufmerksamkeit, Respekt, Würde eines jeden) usw. und so wird die Gewaltspirale erlöst es entsteht ein aufbauendes, frohes und zuversichtliches soziales Klima und all das findet man im KRD und zwar praktiziert …

  19. @ Jürgen Elsen, Thilo Hahn, Michaela et al.
    Ich möchte hier mal die Lehre zw. das Vermächtnis Bruno Grönings erwähnen.
    Gröning wurde in der Nachkriegszeit in Deutschland durch eine Vielzahl von Heilungen auch „unheilbar“ Erkrankter als sog. Wunderheiler bekannt. Seine Lehre: Es ist die Natur und die göttliche Heilkraft und der Glaube daran, was heilt. Es gibt auch heute immer noch – von Medizinern bestätigt – weiterhin Heilungen.
    Worum es hier geht:
    Seine Lehre ist jedoch weit darüber hinausgehend: Es geht darum, das Gute, die göttliche Ordnung, in sich aufzunehmen, jenseits aller religiösen Festlegung. Es gibt kein „Mein/unser“ Gott soll mich/uns beschützen gegen die Götter anderer Stämme/Länder. Er ruft auch nicht zur Gründung eines Staates auf. Es geht um die Herstellung der göttlichen Ordnung im Einzelnen , in Körper, Geist, Seele. Indem das Gute bejaht und Negatives Denken und Tun konsequent unterlassen wird, entsteht im denkenden und bewußt handelnden Individuum die göttliche Ordnung und Struktur des Gemeinwesens. Einem jeden Einzelnen wird die Verantwortung für sich und sein Umfeld übertragen. – Der Weg kann lang sein, aber es gibt bereits auf der ganzen Welt sog. Bruno-Gröning-Freundeskreise, die die Lehre leben und weitergeben.
    http://www.bruno-groening.org
    (Keine Mitgliedschaften , Gebühren etc. , freiwillig, Organisation auf ehrenamtlicher Arbeit getragen)

    1. Bruno Gröning, »es geht um …« Naja, damit schreibe ich ja anderen vor worum es geht, mit anderen Worten: Meinungshoheit.
      Bruno Gröning ist ein Phänomen und wir können alle sehr viel daraus lernen. Ich selbst war in dem vielstündigen Film mit einem Knieschaden – nach der ersten Pause im Film konnte ich wieder ohne Krücke gehen. Das Knie war komplett geheilt. In das Kino ging ich nicht mit irgendeiner Absicht sondern aus dem Interesse heraus, mehr über Bruno Gröning zu erfahren. Und in der Tat … 🙂

      Was ich aber auch wahrnahm, daß viele Bruno Gröning Fans nicht unbedingt sehr differnziert denken und Komplexitäten aufschließen können. Ja, wenn wir einfach lieben könnten, könnten wir einfach lieben. Nur ist diese Tautologie eben nicht erfüllt. Es gibt nicht einen Hebel, den man nur anzusetzen braucht. Es gibt etwas, was in jedem Hebel zugegen sein kann und das ist die Liebe. Nur sollte man das eine nicht mit dem anderen verwechseln.
      Denn Liebe ist kein Werkzeug und ohne Werkzeuge aber, läßt sich Liebe manchmal nicht umsetzen …

      Und so ein Werkzeug kann unter bestimmten Umständen, zu bestimmten Zeiten und Verhältnissen z.B. auch eine Staatsgründung aus Liebe sein…

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