Religion, Macht und Magie bei den Schwarz-Afrikanern

Es wird uns gerne eingeredet, alle Menschen seien in ihrem seelischen Befinden und ihrer Bewusstseinsverfassung gleich. Zwischen den Gruppierungen, die man fälschlicherweise noch Rassen nenne, bestünden genetisch kaum Unterschiede. Es gebe daher gar keine Rassen. – Indem man Unterschiede so an nur mikroskopisch wahrnehmbaren Genen festmacht, schaltet man alle anderen Sinneswahrnehmungen aus, mit denen Forscher das volle Leben der Völker und Rassen in ihrer Vielfältigkeit erlebt, erfasst und beschrieben haben.

Wir sind gut beraten, wenn wir uns angesichts dessen, dass Tausende junger Schwarzafrikaner ins Land geströmt sind und weiter strömen, bei den Afrika-Forschern über die Mentalität und die kulturellen Hintergründe der Schwarz-Afrikaner erkundigen, um ihr positives und negatives Verhalten zu verstehen. Nur die Erkenntnis der Wirklichkeit kann zu einem angemessenen eigenen Verhalten und zu sinnvollen Lösungen der Probleme führen, die mit diesem Teil der Massenimmigration verbunden sind. Es seien daher zu den Aspekten, die hier bereits beschrieben wurden, weitere wesentliche hinzugefügt.

Religion

Es soll nicht um den Islam gehen, den in Nord-, Westafrika und Teilen Ostafrikas die hamitischen Völker sowie im Sudan Schwarz-Afrikaner angenommen haben, sondern um die ursprünglich afrikanischen Religionen, speziell diejenigen der Negervölker, die trotz verschiedenartiger Ausprägungen zahlreiche grundlegende Gemeinsamkeiten aufweisen. Dabei muss man bedenken, dass sich die sozialen Strukturen vieler afrikanischer Stämme seit dem Beginn der Kolonisation durch die Europäer in der Mitte des 19. Jahrhunderts allmählich aufgelöst haben, insbesondere in den entstehenden Städten, womit auch vielfach eine gewisse religiöse Entwurzelung eintrat, die aber nicht Religionslosigkeit bedeutet. „Nur sehr wenigen Stämmen wie den ihrer kulturellen Tradition besonders bewussten Yoruba in Nigeria ist es gelungen, ihre ursprüngliche Religion mit einem vollständigen Pantheon zu bewahren.“ Allerdings sind auch Islam und Christentum, das im größten Teil Zentral- und Südafrikas verbreitet wurde, „vor allem im Bereich der Volksreligiosität außerhalb der großen Städte oft nur ein dünner Firnis, unter denen sich die alten Religionen teilweise synkretistisch (vermischt mit anderem) erhalten haben, und bei zurückgezogen lebenden Völkern findet man sie durchaus noch in der Reinform“ 1

Die Religion spielte und spielt noch vielfach für die Afrikaner eine ähnlich große Rolle, die sie in der vorderasiatisch-abendländischen Entwicklung in den ägyptischen und mesopotamischen Hochkulturen (ca. 3.000-1.000 v. Chr.) und in noch älteren Zeiten eingenommen hatte. Religion bildete keinen separaten Teil des irdischen Lebens, sondern durchdrang alle Lebensbereiche. Alle Kulturen und gesellschaftlichen Ordnungen gingen aus religiösen Erfahrungen hervor, die sie bestimmten und prägten. Die Verbundenheit mit einer übermenschlichen Welt geistiger Wesen ist für den Schwarz-Afrikaner das grundlegende Element des irdischen Lebens, in das dieses vollkommen eingetaucht ist. Und „die Ahnen, die oft als Mitglieder der Familie betrachtet werden, haben ihren Platz unter den wichtigsten kosmischen Mächten, und vor allem in den westafrikanischen Religionen bestimmen sie weitgehend deren Charakter, wirken schützend und helfend in das Alltagsleben hinein, wie die Wächterfiguren in zahlreichen afrikanischen Kulturen auch figürlich demonstrieren“ (Wikipedia). 

Jedes Ereignis im Leben hat für das Empfinden des Schwarz-Afrikaners letztlich übernatürliche Ursachen, da alles Irdische aus den Taten der Götter hervorgeht. Und „die Vorstellung einer Lebenskraft, die die diesseitige mit der metaphysischen Welt verbindet“, steigt aus dem Erleben des gemeinsamen Stromes allen Lebens auf und bildet ein zentrales Element der religiösen und gesellschaftlichen Anschauung. „Das Leben ist das eigentliche Gut, und alle Tätigkeit des Menschen zielt nur auf Mehrung und Ausdruck der Lebenskraft“, schrieb der Senegalese Léopold Sédar Senghor.2 Daher entstand das kultische Leben vielfach aus Fruchtbarkeitsriten, die eine Verbindung zum geistigen Menschsein jenseits von Zeugung und Tod herstellen. So berichtete der bedeutende Ethnologe Leo Frobenius 1928 aus seinen Forschungsreisen: „Denn Leben heißt ja hier nicht die Spanne zwischen Geburt und Tod. Kein Mensch ist nur der, der hier über die Scholle wandelt; er ist auch Leben der Vergangenheit, Wiederverkörperung, Fortführung, der Zukunft Verantwortlicher. Unendlich weit ist das All, in die Zeit hinaus erstreckt sich solche Sehnsucht.“ 3

Und der Biologe Wolfgang Schad schreibt nach seiner eigenen Forschungsreise dazu:
Die Wiedergeburt ist bei ihnen nicht Lehre, sondern Leben. Daraus erfließt die restlose Ehrfurcht vor dem Kinde. Bei der Geburt begrüßt man ehrerbietig den Urahnen, und wer wird schon den Urgroßvater im Kinde schlagen oder mit ihm zanken, zu dem er selbst mit seinen Eltern gebetet hat? Jedes Kind ist die neue Bestätigung der Zusammengehörigkeit mit den Verstorbenen. So wird auch der alternde Mensch mit tiefer Verehrung beschenkt, denn er wird bald derjenige sein, zu dem als einem Vertrauten und Bekannten man sich in der Geisteswelt wenden kann und um Hilfe bitten kann, wenn er bald gestorben sein wird. Stirbt ein junger Mann in der Fülle seiner Kraft, so trauern alle. Stirbt der hochbetagte Greis, so jubelt die Sippe und feiert fröhliche Feste. Er ist am Ziel angelangt, von der Welt des Sichtbaren zur Welt des Unsichtbaren die rechte Brücke erneut zu bauen.“ 4

Der schon erwähnte Afrikaforscher Leo Frobenius bemerkte auf der Suche nach dem ganzheitlichen Charakter, der alle Einzelheiten der afrikanischen Kulturen beherrscht, dass die Stämme von zwei Strömen gelenkt und sozusagen für ihr Leben bestimmt und belehrt wurden: den vielfältigen Kräften der Natur, in die sie eingefügt sind, und höheren Mächten, die wiederum die Natur mit ihren Kräften durchdringen. So nannte er diesen ganzheitlichen Charakter mit dem griechischen Wort „Paideuma“, was Erziehung bedeutet. Jedoch würden dem normalen Menschen beide Lehrmächte vielfach nicht voll durchschaubar sein, wenn nicht in jeder Kultur Menschen aufträten, die eine höhere, hellsehende Erkenntnis dieser Mächte hätten und sie kulturschöpfend, -belebend und –erneuernd ihren Mitmenschen vermittelten.

Das waren zu allen Zeiten die in diese Aufgabe Eingeweihten, die offen oder im Verborgenen, exoterisch oder esoterisch ihren Kulturen vorangingen. Im Mythenschatz gerade der afrikanischen Kulturen, aber auch in der Sukzession der Stammespriester und Medizinmänner leben ihre Nachwirkungen. Gerade an den afrikanischen Kulturen lässt sich ablesen, wie außerordentlich stark für sie die Anbindungen an das Einweihungswesen waren. Afrikanische Geschichte vollzog sich eben nicht durch die Anreicherung schriftlicher Inhalte, die etwa erst die Kulturidentität sicherten, sondern durch die immer wieder fällige Aufnahme übersinnlicher Impulse, die die religiösen Führer vermittelten.“ 5

Der britische Afrikaforscher Basil Davidson schreibt dazu:
„Weil religiöse Überzeugungen und Gebräuche im Leben Afrikas eine so bedeutende Rolle spielen, kam den Hütern der Tempel und Heiligtümer größte Bedeutung zu. … Teils beruhte ihre Autorität auf umfangreicher Kenntnis der Kräutermedizin, verbunden mit psychologischem Einfühlungsvermögen und intimer Erkenntnis lokaler Verhältnisse, teils erwuchs sie aus dem allgemeinen Vertrauen in die Fähigkeit der Priesterschaft, eine Verbindung mit der Geisterwelt herzustellen. … Solche Fähigkeiten setzen langjährige Übungen voraus. … In Aschanti musste ein Novize ein Studium von 3 Jahren absolvieren; während dieser Zeit nannte man ihn mit dem Gott „verheiratet“.

Damit hängt der hierarchische Charakter der religiös-sozialen Stammesordnung zusammen. Die religiösen Führer waren entweder zugleich die weltlichen Häuptlinge und Könige oder deren Erzieher und einflussreiche Ratgeber. Sie repräsentierten auf Erden gleichsam den Gruppengeist, den Gott des Stammes, der diesem das besondere Gemeinschaftsgepräge gab. Der normale Mensch war ein unselbständiges Glied dieses ihn von außen religiös, moralisch und lebenspraktisch lenkenden Ordnungsgefüges; er war unmöglich imstande, sein Leben außerhalb dieser Hülle aus eigener Erkenntnis selbständig führen und bestimmen zu können.6

Verschollene Hochkulturen

Als die Araber vor tausend Jahren in Teile Afrikas vordrangen und die Europäer ab dem 15. Jahrhundert im Zuge ihrer Entdeckungsfahrten die Küsten und Teile des Inneren erkundeten, stießen sie zu ihrem Erstaunen auf hochentwickelte Kulturen. Was unter ihrem Einfluss verändert wurde, sind jedoch, wie Wolfgang Schad bemerkt, „immer nur Zutaten gewesen, die uns nicht dazu verleiten dürfen, darüber hinwegzusehen, dass hochentwickelte, rein afrikanische Kulturen vielfältig vorhanden gewesen waren.“
Die Portugiesen, die unter Vasco da Gama 1498 als erste Europäer die Ostküste Afrikas hinaufsegelten, ankerten in Hafenstädten, die, wie B. Davidson schreibt, „so prächtig waren wie die meisten, die sie in Europa gekannt haben könnten. Sie sahen einen blühenden Seehandel mit Gold, Eisen und Elfenbein, Schildplatt, Perlen, Kupfer, Baumwolltuch, Sklaven und Porzellan; sie sahen, dass sie in eine Handelswelt gekommen waren, die größer und vielleicht reicher war als irgendetwas, das Europa kannte. Diesen europäischen Seeleuten der letzten Jahre des 15. Jahrhunderts muss die Küste Ostafrikas nicht weniger zivilisiert erschienen sein als ihre eigene Küste von Portugal. Im Hinblick auf Reichtum und die Kenntnis seiner größeren Welt muss sie ihnen erheblich zivilisierter erschienen sein.“7

Schad fügt dazu an, dass allein in den folgenden 25 Jahren Portugal 247 Schiffe ausrüstete, die fast jährlich über Ostafrika nach Indien segelten und die gesamte Ostküste so plünderten und brandschatzten, dass diese Stadtkulturen rasch vernichtet waren.

Davidson weist auch auf eine Reihe großer Handelsstaaten hin, die in den ausgedehnten Steppengebieten Nordzentralafrikas vom 8. Jahrhundert bis zur Kolonialzeit existierten. „Das erste dieser Reiche war Ghana, das sich um 700 n. Chr. im westlichen Sudan bildete und im 13. Jahrhundert zerfiel. Das zweite war das Malireich, das Ghana im wesentlichen auf dem gleichen Territorium folgte, sich aber über weitere Gebiete ausdehnte und zu einem großen politischen System entwickelt. Nach seinem Aufstieg im 13. Jahrhundert verfiel es im 15. Jahrhundert und löste sich 100 Jahre später ganz auf. In zeitlicher Überschneidung mit Mali existierte etwa 1350 bis 1600 ein drittes Reich, das Königreich Songhai, das sich weiter ostwärts zum Tschadsee hin ausdehnte.“ 8
Auch in den Wäldern gab es große, gut organisierte Königreiche wie „Benin“ z.B., mit dem die Portugiesen 1486 in Berührung kamen und lange Handelsbeziehungen pflegten.

Allgemeiner Niedergang der Kulturen

Darin zeigt sich, dass diese Hochkulturen Schwarz-Afrikas allgemein aus inneren Gründen in die Dekadenz gekommen und verfallen sind, was durch die europäischen Entdecker ab dem 15. Jahrhundert und dann spätesten durch die europäischen Kolonisatoren ab Mitte des 19. Jahrhunderts beschleunigt und vollendet wurde. Das heißt, die Menschen verloren immer mehr die Hülle der religiös verfassten Stammesgemeinschaft, die ihr Leben bestimmte und umsorgte. Sie wurden sozusagen religiös und sozial entwurzelt, am radikalsten in den durch die Europäer entstehenden Städten. „Wir müssen uns immer wieder klarmachen, dass jenes Lebensgemälde, welches die Völkerkunde auszufüllen versucht, nur noch künstliche Rekonstruktion dessen ist, was der Vergangenheit angehört.“ 9  Was wir heute vorfinden, sind Überreste weitgehend verfallener und weiter verfallender Kulturen.

Dekadenz der Religion bedeutet, dass die traditionellen guten Götter und Geister im religiösen Vollzug der Rituale und Gebete immer weniger erreicht werden und ihre Stelle niedere, böse Wesen und Dämonen einnehmen. Der Südafrikaner Laurens van der Post, der tief mit den Eingeborenen Afrikas vertraut war, schilderte in seinem Roman „Flamingofeder“ den Tod des eingeweihten Königs des Stammes der Amangtakwena, der sich um die Zukunft seines Volkes große Sorgen machte, dass es ja ausreichend Impressionen und Imaginationen der guten göttlichen Welt erhalte. „Am Tage seines Sterbens sagte `Nkulixo seinem Bruder, er werde nun einen Traum für alle am Großen Flamingowasser vorbereiten, denn kein Volk könne lange hindurch ohne Träume leben. Wenn es keine wahren Träume hat, würden falsche aufgezogen werden, um deren Platz einzunehmen.“ 10

Hexenzauber

Eine durchgehende religiöse Dekadenzerscheinung „falscher Träume“ ist der in ganz Afrika verbreitete Hexenglaube. Als Hexen werden in der Regel böse Geister angesehen, die Menschen, zumeist Frauen und Mädchen, von sich besessen machen und durch diese Unheil bringend auf andere Menschen mit magischer Zauberkraft wirkten, oft auch so, dass „sie nachts aus der menschlichen Hülle schlüpfen und in dunkler Mission“ ausflögen.11

Der Hexenglaube ist in allen afrikanischen Völkern, Kulturen, Schichten, Milieus verbreitet. Er begegnet uns in den Geheimbünden und Maskentänzen auf den Dörfern oder in den Satanskulten der Großstädte. Oder beim Fußball, wenn ein Sangoma das Tor des Gegners verwünscht. Oder in der hohen Politik bis hinauf zu den Präsidenten. Dodoklounon Tozé, ein féticheur aus Benin, erzählte mir, er werde gelegentlich vom gabunischen Staatschef Omar Bongo gerufen, um vor einer wichtigen Entscheidung Fâ, das Orakel, zu befragen. Magische Mächte und Geister, juju, shetani, tokoloshi, djinnés, treiben allerwegen ihr Unwesen, Neidpfeile und böse Blicke schwirren durch den Äther, aus der Erde steigen todbringende Miasmen. Hexen und Zauberer lenken rächend oder schützend das Schicksal der Sterblichen. Man fällt bei einer Prüfung durch. Die fetteste Ziege stirbt. Die Feldfrüchte verdorren. Aus der Haut quellen Eiterpusteln. Ein Geschäft läuft schief. Das Auto überschlägt sich. Ein Kind stirbt. Das Erzböse, Unheilvolle ist allgegenwärtig, es lässt sich nur bannen, wenn man seine Medien, die Hexen, ausrottet.“ 12

Dieser Wahn, die Ursachen allen Unheils in durch Menschen wirkenden Hexen und Dämonen zu sehen, hat ungeheuer negative soziale Auswirkungen. Er dient vielfach dazu, aus niedersten Beweggründen andere Menschen zu denunzieren, so dass sich ein allgemeines Klima der Angst und des Misstrauens verbreitet.

„Zuerst werden Außenseiter denunziert, Käuze und Krüppel, Eigenbrötler, Einzelgänger. Oder Fremde, Wanderarbeiter, fliegende Händler. Es können auch besonders hübsche, erfolgreiche, kluge Menschen sein, die das Mittelmaß überragen. Oft sind die Anschuldigungen willkürlich, von Neid und Missgunst getrieben – eine mörderische Methode, um Konkurrenten und Nebenbuhler loszuwerden. Auch wer das Gleichheitsgebot der Armut verletzt, wer etwas besitzt, ein Auto, Nike-Turnschuhe oder einen Ghettoblaster, und nicht teilt, wird verteufelt. Man unterstellt ihm, er habe die Dinge mit Hilfe diabolischer Mächte erworben. Niemand käme auf die Idee, dass sie sich seiner Leistung oder Sparsamkeit verdanken könnten.“ 13

Diesen Hexenzauber in Afrika darf man nicht mit der europäischen Hexenverfolgung im Mittelalter gleichsetzen. Diese war von der Kirche inszeniert, um aus Machtgründen übersinnliche Fähigkeiten auszurotten, mit denen noch kräuterkundige Frauen begabt waren, und die natürlich auch von böswilligen Menschen zur Vernichtung missliebiger Nachbarn benutzt wurden. In Afrika handelt es sich um ein flächendeckendes Phänomen dekadenter spiritueller Erfahrungen.

„Die Dämonen und Hexen werden nicht nur als wirkmächtige, sondern als real existierende Wesen wahrgenommen. Sie bevölkern einen Imaginationsraum, den man sich vorzustellen hat wie eine zweite Realität, in der Fakten und Fiktionen, Mythos und Wahrheit, Sein und Schein verschwimmen, so wie im Ahnenglauben der Afrikaner Leben und Tod ineinander fließen. Diese „zweite Welt“ sei zur ersten geworden, stellt Filip de Boeck fest. Es ist ein irrationales Paralleluniversum, in dem Aids von Hexen verbreitet und durch den Verkehr mit Jungfrauen kuriert wird, in dem es Zombies regnet und die Strichcodes auf importierten Waren als Beweis der Weltherrschaft des Westens gedeutet werden.“ 14

Gesellschaftliche Folgen

Dies alles hat gravierende gesellschaftliche Folgen, die neben der kolonialen und nachkolonialen Ausbeutung durch die europäischen Mächte und Kapitalgesellschaften den eigenen Anteil Afrikas an der Verarmung und Stagnation jeder positiven Entwicklung ausmachen.

„Der Philosoph Valentin Yves Mudimbe zählt … den Hexenglauben, zu den größten Entwicklungsblockaden Afrikas. Wäre der Mann nicht Kongolese, er geriete unter Rassismusverdacht. Denn dass die Misere zwischen Dakar und Daressalam auch etwas mit den Afrikanern selbst zu tun haben könnte, mit ihrer Kultur, ihren Traditionen, ihrem Glauben, ihrer Mentalität, ist in der westlichen Dritte-Welt-Gemeinde ein geradezu unanständiger Gedanke.

Die Angst, sagt der nigerianische Literat Chinua Achebe, sei das große Problem seines Erdteils. Krieg, Gewalt und Elend vergällen das Leben zahlloser Afrikaner, Millionen hungern, Millionen sind auf der Flucht, Millionen sterben an Aids oder Malaria. Staatsattrappen wie der Kongo, Somalia oder Liberia zerfallen, vielerorts herrschen Chaosmächte und das darwinistische Recht des Stärkeren. Es kommt den Afrikanern manchmal vor, als hätten sich alle Teufel gegen sie verschworen. Sie müssen um ihr Leben fürchten, wenn sie einen schrottreifen Kleinbus besteigen, sich ein unbekanntes Virus einfangen oder den Weg eines mit Drogen vollgepumpten Kindersoldaten kreuzen. Der Alltag des Schreckens nährt ihre Hoffnungslosigkeit, viele fallen in Agonie, verzweifeln, werden anfällig für spirituelle Heilsversprechen. Gleichzeitig sehen sie das Luxusleben und die Prahlsucht der korrupten Eliten, und auch der sagenhafte Wohlstand des Nordens bleibt dem hintersten Urwalddorf nicht mehr verborgen – auch dort flimmert ein Fernsehkasten.

Jeden Tag fragen sich Millionen von Afrikanern: Wie können die Weißen Raketen ins All schießen und Computer bauen? Warum sind sie so reich und wir so arm? Und jeden Tag antworten sich Millionen: weil sie mit übernatürlichen Mächten im Bunde sind und die besseren Hexen haben. … Das pauperisierte Volk glaubt, dass sich der Wohlstand irgendwie herbeizaubern lasse – und handelt danach. Die Anthropologen Jean und John Comaroff haben dafür den Begriff „okkulte Ökonomie“ geprägt: Er umschreibt die Anwendung magischer Mittel zur Erzeugung materieller Reichtümer, Mittel, die rational nicht erklärbar sind und oft auf der Vernichtung anderer Menschen beruhen.

So wird der Hexenglaube zu einem Instrument der sozialen Kontrolle, ja, des Terrors, das die Macht- und Besitzverhältnisse zementiert, gesellschaftlichen Aufstieg verhindert, die Tüchtigen bestraft, die Menschen mental lähmt, die Entwicklung zum modernen homo oeconomicus blockiert. Er sei ein fait social total, der sämtliche Sphären der Gesellschaft durchdringe, befindet der Schweizer Ethnologe und Journalist David Signer.“ 15

Dekadenz der Blutsgemeinschaft

David Signer schildert aus einer Forschungsreise ein Gespräch mit einem jungen Schwarzen, der insbesondere die zersetzenden Auswirkungen des Hexenwahns auf die früher tragende und umhüllende Gemeinschaft der Sippe beschreibt:

 „Jean-Claude ist ein junger, intelligenter Mann in einer Kleinstadt der westafrikanischen Côte d’Ivoire. Wie so viele seines Alters verbringt er seine Zeit vor allem mit nichts. In einem Gespräch beklagte er sich, dass es keine Arbeitsplätze gebe und die Wirtschaft in ganz Afrika stagniere.
´Aber weisst du, was das eigentliche Hindernis für eine Entwicklung in Afrika ist?`, fragte er mich plötzlich und antwortete gleich selbst: ´Hexerei`.
´Meinst du wirklich Hexerei oder bloß den Glauben an Hexerei?`, fragte ich.
´Hexerei. Hexerei ist real. Hexer essen am liebsten Erfolgreiche, Studenten, junge, hoffnungsvolle Talente aus der eigenen Verwandtschaft. Der Hexer entführt nachts das unsichtbare Double eines Familienmitglieds und verteilt die Beute im Hexenzirkel. Der ‹Gegessene› verliert seine Lebenskraft, wird krank und stirbt. Das nächste Mal ist ein anderer aus dem Hexenklub dran, einen Verwandten zu offerieren. So geht das immer weiter. Hast du einmal mitgegessen, stehst du in ihrer Schuld. Opferst du dann nicht regelmäßig jemanden von den Deinen, geht’s dir selbst an den Kragen`. …

Es reicht nicht, die Leute aufzuklären. Denn der Druck der Verwandtschaft auf jenen, der etwas hat, ist da, ob er das nun «Hexerei», «Gier» oder «Missgunst» nennt. Die Bittsteller sind nie zufrieden, und die Verwandtschaft ist tendenziell unendlich. Dass «Hexerei» kein Problem der Psychologie oder des Aberglaubens ist, zeigt schon die Tatsache, dass jemand wie Jean-Claude das Problem haarscharf erfasst und ihm trotzdem nicht entkommt. «Hexerei» ist ein Mittel par excellence, mit dem eine konservative Gesellschaft den Status quo beizubehalten versucht, den Wandel unterdrückt oder, wo er unvermeidlich ist, leugnet.“ 16

Wie sehr die Verwandtschaft die Entfaltung des Einzelnen verhindert, zeigt sich David Signer am Beispiel eines anderen jungen Mannes, Abou, der jedoch im Gegensatz zu Jean-Claude immerhin über ein kleines Einkommen verfügt, da er am Rande des Busbahnhofs eine Telefonkabine unterhält.Aber unterm Strich geht es ihm auch nicht besser als seinem arbeitslosen Landsmann:

„´Eigentlich bringt es mehr, nichts zu tun als zu arbeiten`, sagte er mir eines Tages, als ich auf eine Verbindung wartete. ´Warum?`, fragte ich.
´Weil es auf dasselbe rauskommt. Jeden Tag kommen zehn Leute, um mich anzupumpen. Weitere zehn kommen, um auf Kredit zu telefonieren. Sie reden auf mich ein, bis ich nachgebe. Es hat so viel Bargeld in der Schublade, ich kann nicht sagen, ich hätte nichts. Und ich kann auch nicht abhauen. Sie können mich den ganzen Tag bearbeiten, bis sie kriegen, was sie wollen. Und Ende des Monats habe ich zwar gegessen, aber stehe ohne einen Sou da, genauso wie die, die mich angepumpt haben und selber nicht arbeiten. Du siehst mich seit zwei Jahren jeden Tag hier schwitzen, aber ich bin keinen Zentimeter vorwärts gekommen. Ich möchte nach London, ich muss weg.`
Wie zur Illustration dieser Situation hat Abou zwei Sprüche auf die Wand hinter sich geschrieben:
´Die Hölle, das sind die andern` und ´Was ist der Mensch ohne den Menschen?`.
Man kann das afrikanische Dilemma aus Gemeinschaftlichkeit und Kannibalismus kaum
prägnanter ausdrücken.
Durch diesen Verhaltenskodex wird man in eine widersprüchliche Anforderung verstrickt: Man muss die Familie ehren, unterstützen, die Kontakte pflegen und regelmäßig Besuche mit Geschenken im ´Dorf` machen. Wer alle Taue kappt, riskiert, verhext zu werden. Deshalb meiden viele, die ihr Glück in der Stadt gemacht haben, ihre Verwandten zu Hause und machen sich rar. Damit erhöhen sie aber die Gefahr bloß, dass die ´Zurückgebliebenen` ihnen grollen.“ 17

Kannibalismus

Doch es bleibt nicht beim seelischen „Kannibalismus“ des „unsichtbaren Doubles“ eines Menschen, sondern geht vielfach in realen leiblichen Kannibalismus über – eine Grausamkeit, die für uns jenseits aller Fassungskraft liegt. Vor allem aus den Bürgerkriegen in Liberia, Sierra Leone, im Sudan und in Uganda z.B. werden schauerliche Dinge von Kannibalismus berichtet, die sich nicht als Einzelfälle verharmlosen lassen:

Der ehemalige liberianische Rebellenführer Milton Blahyi, inzwischen zum christlichen Priester konvertiert, „behauptet in einem Interview mit der BBC, während des Bürgerkrieges in Liberia von „einem Dämon“ besessen gewesen zu sein: Vor den Schlachten habe er Menschen geopfert, um sich die Gunst der Götter für den Sieg zu sichern. Teil der Opferzeremonien sei gewesen, ´ein unschuldiges Kind zu töten und ihm das Herz herauszureißen, das dann aufgeteilt und gegessen wurde`. …
Blahyis Geständnis vor der Wahrheitskommission (in Liberia) belegt, wie im liberianischen Bürgerkrieg archaische Sitten wieder auflebten. In der Ausnahmesituation des blutigen Konflikts suchten manche Soldaten Zuflucht bei Geistern. Blahyi, der bereits als Elfjähriger traditionelle Priesterweihen empfangen hatte, handelte in seinen Truppen nach alten mystischen Traditionen. Er habe sogar zögerliche Mitstreiter überzeugt, dass es wichtig sei, vor Schlachten Menschenopfer zu bringen. „Sie wollten, dass ich die Rituale im Verborgenen durchführe, aber manche Opferhandlungen sollen eine Zeremonie sein, deshalb machten meine Jungs und ich das auch vor den anderen.“ Woher er die Kinder nahm, wollte Blahyi nicht sagen.“ 18

„Am Special Court for Sierra Leone in Den Haag steht derzeit (2008) der ehemalige liberianische Präsident Charles Taylor unter Anklage. … Im Rahmen dieses Prozesses gab der als Zeuge geladene Joseph Marzah eine Fülle von Gräueltaten zu Protokoll, zu denen, seinen Aussagen zufolge, Taylor den Befehl dazu gab. Nach Marzahs Angaben hatte der ehemalige Präsident einen Poro-Geheimbund begründet, dem auch der Zeuge und Taylors Oberbefehlshaber Benjamin Yeaten angehörten. Taylor soll der „Dankpannah“ des Geheimbundes gewesen sein, der die Befehle erteilte. Zuerst sprach Marzah davon, dass in diesem geheimen Poro die Lebern von Menschen gegessen worden seien, dann berichtigte er sich, er hätte die Herzen gemeint. Marzahs Aussagen wirkten nicht nur deshalb bizarr, weil er zahlreiche eigene Akte von Kannibalismus schilderte, sondern auch, weil sowohl er als auch Taylors Verteidiger Courtenay Griffiths mit den Kampfnamen der Kriegsverbrecher operierten – was zur Folge hatte, dass er immer wieder darauf angesprochen wurde, das Herz von „Superman“ gegessen zu haben – einem liberianischen Sankoh-Söldner namens Dennis Mingo. Marzah zufolge soll Taylor das Essen menschlicher Körper aber nicht nur in rituellem Rahmen angeordnet haben, sondern auch zur Nahrungsergänzung.“ 19

Weitere Beispiele siehe Anmerkungen20, einen grauenvollen Verdacht in Italien21

Ausblick

Die afrikanischen Menschen befinden sich in einem historischen Auflösungsprozess ihrer uralten religiösen und kulturellen Lebensformen, der mit zerstörerischen Dekadenzerscheinungen verbunden ist. Dieser Vorgang schmerzvoller Entwurzelung ist nicht rückgängig zu machen. Er bedeutet im Grunde eine ungeheure Wandlung des Bewusstseins im Entwicklungsgang der Menschheit. Der einzelne Mensch wird aus traditionellen Lebensformen, die ihm Halt und Geborgenheit gegeben haben, herausgeworfen und immer mehr auf sich selbst gestellt. Und er wird mit der Notwendigkeit konfrontiert, mit seinen Mitmenschen neue Formen zu finden, die ihren eigenen Lebensbedingungen und ihrer Mentalität angemessen sind.

Dabei haben die Europäer mehr zur Zerstörung beigetragen, als dass sie hilfreich gewesen wären. Was sie an Technik und Industrie Afrika gebracht haben, dient bis heute mit Hilfe korrupter afrikanischer Machtpsychopaten vornehmlich eigennütziger materieller Ausbeutung zu Lasten einer allgemeinen Verelendung großer Menschenmassen.22 Die Europäer konfrontieren die spirituellen afrikanischen Menschen mit einer rein materialistischen seelenlosen Zivilisation, die ihren Seelen keine Nahrung gibt, vor der sie entweder zurückschrecken oder selbst seelenlos werden. Darauf haben einzelne Forscher immer wieder mahnend hingewiesen.
Der Südafrikaner Laurens van der Post berichtete von einem tiefen afrikanischen Märchen, das ihm einmal als Kind seine schwarze Zulu-Amme erzählte, und das er nie wieder vergessen konnte:

„Es war einmal, so sagte sie, eine Person des frühen Geschlechts, die besaß eine wunderschöne Viehherde. … Er führte sie immer selber aufs Feld hinaus, wählte das beste Weideland und sorgte für sie wie eine Mutter für ihre Kinder. … Eines Morgens jedoch, als er in seinen Kral ging, in der Erwartung, die Kuheuter prall mit Milch vorzufinden, war er erstaunt zu sehen, dass sie schlaff, runzelig und leer waren. Er suchte die Schuld bei sich selber und meinte, er habe wahrscheinlich schlechtes Weideland ausgesucht und führte die Rinder zu noch besserem Gras. … aber wiederum waren die Euter am Morgen schlaff und trocken. Zum zweiten Mal wechselte er das Weideland, und trotzdem hatten die Kühe wieder keine Milch. Verstört und misstrauisch beschloss er, bei den Tieren Wache zu halten, sobald es dunkel war.
Mitten in der Nacht sah er voller Erstaunen ein Seil von feingesponnenen Fäden von den Sternen herunterkommen, und über dieses Seil ließen sich einige junge Frauen des Himmelsvolkes … hinabgleiten. Schön und fröhlich, wispernd und leise lachend, stahlen sie sich in den Kral hinein. Dort molken sie mit Flaschenkürbissen seine Kühe leer. Empört sprang er auf, um sie zu fangen. … Schließlich gelang es ihm eine zu fangen, während die übrigen mit den Kürbissen voll Milch zum Himmel hinauf entflohen. … Er war aber nicht traurig; denn die junge Frau, die er gefangen hatte, war die leiblichste von allen. Er machte sie zu seiner Frau, und das Himmelvolk ließ ihn fortan ungeschoren.
Seine neue Frau ging jetzt jeden Tag für ihn auf die Felder arbeiten, während er sein Vieh hütete. Sie waren glücklich, und es ging ihnen gut. Nur eines behagte ihm nicht. Als er seine Frau einfing, hatte sie einen dicht geflochtenen Korb bei sich, fest mit einem Deckel verschlossen. … Ehe sie einwilligte, seine Frau zu werden, hatte sie ihm das Versprechen abgenommen, dass er niemals den Deckel des Korbes abheben und hineinschauen werde, solange sie ihm nicht die Erlaubnis dazu gebe. Wenn er es je täte, würde über sie beide ein großes Unglück hereinbrechen. – Aber die Monate vergingen, und der Mann … wurde immer neugieriger. … Eines Tages lüftete er den Deckel, schaute hinein und brach in Lachen aus.
Als seine Frau abends heimkam, wusste sie sofort, was geschehen war. Sie legte eine Hand an ihr Herz, sah ihn mit Tränen in den Augen an und sagte: ´Du hast in den Korb geschaut.` Er gab es lachend zu und rief: ´Du dumme Frau. Da ist ja nichts drin.` ´Nichts?` fragte sie und hatte kaum Kraft zu sprechen. Daraufhin kehrte sie ihm den Rücken zu, ging geradewegs in den Sonnenuntergang hinein, verschwand und ward auf Erden niemals wieder gesehen. –
Noch heute kann ich die schwarze Magd zu mir sagen hören: ´Und weißt du, warum sie davonging, kleiner Master? Nicht etwa, weil er das Versprechen nicht gehalten hatte, sondern weil er, als er in den Korb hineinschaute, ihn leer gefunden hatte. Sie ging davon, weil der Korb nicht leer war; er war voll von schönen Dingen des Himmels, die sie darin für sie beide aufbewahrt hielt, und weil er sie nicht sehen konnte und einfach nur lachte, war die Himmelsfrau auf Erden zu nichts mehr nütze, und sie verschwand.`
Diese Geschichte scheint mir ein genaues Abbild unserer gefährdeten Lage in der heutigen Welt zu sein – als einzelner Mensch wie als Volk. Der ursprüngliche Geist, der uns solche warnenden Beispiele vorhält, steht in Lumpen und Fetzen da, zurückgestoßen von der zeitgenössischen Mentalität. Lachend, die Gefahr nicht wahrnehmend, lüften wir die Deckel unserer Körbe. In unserer Verblendung erklären wir sie für leer und verlieren infolgedessen unsere Seele, deren uraltes Abbild die Frau ist.“ 23

Der Verlust der höheren Seele, die mit einer guten göttlichen Welt verbunden ist, ist offensichtlich der Gang der Entwicklung über die ganze Erde hin. Überall findet eine Entmythologisierung, Säkularisierung und das Wegbrechen alter Traditionen und Werte statt, auch in Europa. Der Mensch sieht sich in einem Nullpunkt auf sich selbst gestellt, seinen Weg selbst zu bestimmen. Entweder er findet in Freiheit wieder den Anschluss an die höhere Welt, aus der er stammt und die nur seinem Leben Sinn geben kann, oder die Gesellschaften gehen immer weiter den Weg in die innere Leere des Materialismus, der nur weiter in ungeheure Zerstörungen führen muss.

Der Niedergang der Religion und der Verlust der damit verbundenen Stammeskulturen in Afrika sind nicht aufzuhalten, ebenso wenig die Ausbreitung eines technisch-kulturellen Anpassungsprozesses.
Wie aber das eine oder das andere geschieht, haben nicht wir anzugeben, sondern gehört in die Entschlussfindung der Betroffenen. Warum sollte jeder der freien und der letzten noch frei werdenden afrikanischen Staaten die geschichtlichen Kräfte nicht selbst besitzen, eine noch ganz andere Form, eben einen afrikanischen Weg durch das Nadelöhr der Geistentwurzelung zu finden, als es der Westen oder Osten in seiner jeweiligen Weise probieren? …
Das bedeutet aber auch für denjenigen, der im Lande mithelfen möchte, seine Verfahren nicht zu Hause auszudenken, sondern selbst so lange mit den Menschen, denen er helfen will zusammenzuleben, bis er mit ihnen herausfindet, wie es weitergehen kann.“ 24

Menschenverachtende kapitalistische Ausbeutung, damit verbundene Verelendung und Massenmigration sind jedenfalls irrsinnige Wege, die im Grunde auch nur psychopathologisch einzuordnen sind.
—————————————————-
1    Ich folge hier u.a. dem Wikipedia-Artikel Afrikanische Religionen, der einen fundierten Überblick bietet.
2    Zitiert nach W. Schad in: „Mensch und Landschaft Afrikas“, Stuttgart 1978, S. 175
3    a.a.O.
4    a.a.O.
5    a.a.O., S. 211 – 212
6    Afrika. Stämme, Staaten, Königreiche, rororo-Sachbuch 1974, S. 124
7    B. Davidson: Urzeit und Geschichte Afrikas, 1961, zitiert nach W. Schad wie Anm. 2, S. 209
8    wie Anm. 6, S. 77
9    Wolfgang Schad wie Anm. 2, S. 212
10  zitiert nach W. Schad, Anm. 2, S. 212
11  wie Anm. 6, S. 128
12  B. Grill auf zeit.de 15.9.2005

13  a.a.O.
14  a.a.O.
15  a.a.O.
16  David Signer in: Ökonomie der Hexerei, siehe auch seine Erfahrungen mit einem Féticheur: morgenwacht 13.10.17

17  David Signer in Ökonomie der Hexerei
18  spiegel.de 25.1.2008

19  heise.de 23.3.2008,
20  weitere Beispiele: spiegel.de 3.7.2018, Deutsche Welle 28.10.2015 , n-tv.de 6.12.2016,
21  wochenblick.at 22.2.2018
22  Vergl. Der IWF und die Ausbeutung … ; Der Welthunger

23  zitiert nach Wolfgang Schad wie Anm. 2, S. 213 ff.
24  Wolfgang Schad a.a.O., S. 216-217

 

 

 

 

Advertisements

28 Kommentare zu „Religion, Macht und Magie bei den Schwarz-Afrikanern“

  1. Es gibt einfachere Erklärungen. Z.B. von Albert Schweizer, der sein Leben Afrikanern widmete um deren Leben zu verbessern:
    „Man kann die Neger aus dem Urwald holen. Nicht aber den Urwald aus den Negern.“

    1. Zitat Schweizer:
      Ich habe mein Leben gegeben, um zu versuchen, die Leiden von Afrika zu lindern. Es gibt etwas, das alle weißen Männer, die hier gelebt haben, wie ich, lernen und wissen müssen: dass diese Personen eine Sub-Rasse sind.
      Sie haben weder die intellektuellen, geistigen oder psychischen Fähigkeiten, um sie mit weißen Männern in einer beliebigen Funktion unserer Zivilisation gleichzusetzen oder zu teilen. Ich habe mein Leben gegeben, um zu versuchen, ihnen die Vorteile zu bringen, die unsere Zivilisation bieten muss, aber mir ist sehr wohl bewusst geworden, dass wir diesen Status behalten: die Überlegenen und sie die Unterlegenen. Denn wann immer ein weißer Mann sucht unter ihnen als gleicher zu leben, werden sie ihn entweder zerstören oder ihn verschlingen. Und sie werden seine ganze Arbeit zerstören. Erinnert alle weißen Männer von überall auf der Welt, die nach Afrika kommen, daran, dass man immer diesen Status behalten muss: Du der Meister und sie die Unterlegenen, wie die Kinder, denen man hilft oder die man lehrt. Nie sich mit ihnen auf Augenhöhe verbrüdern. Nie Sie als sozial Gleichgestellte akzeptieren, oder sie werden Dich fressen. Sie werden Dich zerstören.
      Albert Schweitzer (1875-1965) deutsch-elsässischer Arzt, evangelischer Theologe, medizinischer Missionar, Kulturphilosoph, Humanist, Organist, Friedensnobelpreisträger, 1952, Autor, From My African Notebook, Allen & Unwin, 2. geprägte Ausgabe 1951

  2. ja,,ja- die Vodoo – Psychophaten sind brandgefährlich. Man hätte vor Jahrzehnten schon dafür sorgen müssen “ dass sie sich nicht vermehren können “ . Wenn sie nichts mehr zu fressen bekommen, werden sie Europa plündern. Die haben nichts zu verlieren. Ausser F……und F……. und Sch……. ist nichts in deren Hirn.

    1. Deshalb sind sie das das erwünschte humanoide Pendent zum Parlament.
      Je ekliger die Ischen desto netter die Bimbos. Es war einmla in musel-arabischen Ländern Brauch, das Gewicht der Braut in Gold aufzuwiegen als Mitgift. Murksel, Roth und A nales wären Top-Partien gewesen füe Kameltreiber.

  3. Lieber Herr Ludwig,

    sehr herzlichen Dank für diese höchst erhellende Darstellung!

    Die Parallelen zwischen der afrikanischen, der „westlichen“ und der „östlichen“ Geistesdekadenz sind
    bemerkenswert und erschreckend.
    Sie machen die Verantwortung deutlich, die auf denen ruht, die hier in Mitteleuropa darum bemüht sind,
    die anthroposophische Geisteswissenschaft in sich für die Menschheitsentwicklung fruchtbar zu machen.
    Diesen für die Menschheit notwendige Prozeß wollen die Widersacher-Geister verhindern.
    Diesem Zerstörungswerk dient auch die organisierte Masseneinwanderung nach Mitteleuropa, dessen
    Komplizen finden sich unter anderem im Berliner „Blockparteien“-Regime und in den fast schon in
    afrikanischem Maße dekadenten Großkirchen.
    – Für an der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners geschulte Mitmenschen möchte ich in diesem
    Zusammenhang auf ein wenig bekanntes, aber tiefes und hilfreiches Buch aufmerksam machen:
    Manfred Krüger, „Ichgeburt – Origines und die Entstehung der christlichen Idee der Wiederverkörperung
    in der Denkbewegung von Pythagoras bis Lessing“.

    Ihrer Arbeit weiter einen guten Stern!

  4. Ich weiß zwar nicht, was der Artikel wirklich klären will, versuche aber einmal etwas geschichtliche Tiefe zu bekommen. Ich würde mir einmal die Kultur und den Kult der Dogon in Afrika ansehen, die den Aufgang eines Sirius-Sterns feiern. (https://www.youtube.com/watch?v=ROWXCR-_Ylg)
    Dazu kommt noch Credo Mutwa, um etwas von der Weltbilderweiterung anzudeuten (https://www.youtube.com/watch?v=j1ebFahh21w).
    Nach einer Theorie haben die DIN.GIR, die Gerechten von den Raketenschiffen (aus dem Sumerischen – Babylon hieß damals KA.DIN.GIR.RA – das Tor durch das die Gerechten von den Raketenschiffen hereinkamen – nach anderen Übersetzungen „Torweg von Ra, dem Gerechten von den Raketenschiffen – was in BAB ILI im arabischen noch anklingt) die „Schwarzköpfe“, die sie als Sklaven gehalten haben (so zumindest Hochgradfreimaurer Sitchin). Marduk hatte dort sein Haus DUR.AN.KI neu geschaffen- Haus der Verbindung von Himmel und Erde.
    Es gab dann in der These Könige, die mit den Göttern reden durften, als denen das Menscheln zu viel wurde. Später wurde dann neben dem LULU-Menschen auch noch später der „Königsmensch“ geschaffen, will man Wladimir Sazonow in „Die Assyrischen Köningstitel und – epitheta“, zeigen. Er beruft sich auf den „Mythos von der Erschaffung des Menschen und des Königs“.
    Afrika war ein Teil der Domäne eines DIN.GIR. (https://www.youtube.com/watch?v=H6Fv5JjJA2U)
    Damals nannte man die ganze Geschichte noch ATLAN.TIS – Dreiberg – die drei Pyramiden sind angeblich ein Reparaturkit für die Erde.
    Vor der relativ einfachen Kultur in Afrika (wie in der ganzen Welt), sind von vor der Sintflut viele Monolitbauten vorhanden. Es ist ein wenig dran an Blavatskys Geschichten über die Wurzelrassen, besser wären ihre Bücher aus den Sonnentempeln, die aber nicht frei verfügbar sind.
    Ich würde mir einmal einmal ein Buch über die Wanderungsbewegungen der Menschheit anhand von Augenformen von Muldashew ansehen, um Anregungen zu bekommen. Religionen sind immer Tore zu „wahrem“ Wissen und zur Unterdrückung, wie es alle Organisationen sind. Nicht umsonst hat der Vatikan beide Schlüssel im Wappen, die den beiden Schlangen entsprechen. Überall wo gekreuzte Schwerter in Kirchen auftauchen, gibt es übrigens eine Wahrheit für die Eingeweihten und eine für die Profanen. Haben Sie schon das Oktagon in Ihrer Kirche gefunden – warum ist es wohl dort?
    Wenn Sie sich die Lebensdauer der Herrscher in den ägyptischen Herrscherlisten vor Pharaonenzeit anschauen, dann halten Sie sich fest, 10 000 Jahre sind da nichts. Dabei war die Riesenbaustein-Kultur der Welt schon einmal weltweit einheitlich – warum die wohl zerstört wurde? Welche Schriften wurde dort verwendet und was sagen die?
    Die protosumerischen Schriften von vor der Sintflut sind noch ein wenig ausführlicher, dort wird der große Zerstörer in einigen Texten um Rückkehr angefleht. In Afrika findet man besonders viel aus der Zeit vor der Sintflut. Die Menschen sind für die Herrscher kaum von Interesse.

  5. Wer, unterwegs in den gebunteten Städten Merkelandias, seinen Blick gelegentlich vom jeweils leitenden Bildschirm hebt und zu den jungen subsaharaschwarzen Göttern der Nordbadischen Inzestprophylaxe aufsieht, wird gelegentlich schon erstaunt sein über die von ihnen ernsthaft demonstrierte Re-Spiritualisierung von zögerlichen (drückerfreien) Fußgängerampeln, (lichtschrankenlosen) Lifttüren und dergleichen. Ich versuchte mich (vergeblich) zurückzuerinnern, ob ich derartigen Maschinen schon vor dem Kindergartenalter keine innewohnenden Dämonenkräfte mehr zugestand.

  6. Afrikanische Kultur zeichnet sich auch durch den Fortbestand uralter Traditionen und Riten aus.“ Wir beobachten die Kinder, Jungen besonders. Und wenn wir Bescheid wissen, setzen wir uns in den Lieferwagen und fahren nach Mitternacht in ihr Township. (…) Und wenn wir sechs oder sieben zusammenhaben, fahren wir raus in die Wildnis.(…) Wir verbinden ihnen die Augen und führen sie hinaus. (…) Es ist ein Kreis. Ein Ältester sitzt im Zentrum, und an der Peripherie sitzt, jeder für sich allein, ein Jugendlicher. Und in der Nacht lehren wir sie, was es heißt ein Mann zu sein.“ („Crossroads“, L.Mahdi, S.332)

    Was hier zunächst wie ein „verschärfter“ Campingausflug antönt, bedarf genauerer Schilderung eines Betroffenen wie es Malidoma Patrice Somè mit dem Buch „Vom Geist Afrikas“ als Bericht einer Einweihung getan hat. (S.376) „Die Unterwelt befindet sich nicht unter unserer Welt,höchstwahrscheinlich auch nicht darüber. Es ist eine Welt ganz eigenen Charakters.“ (S.382-384) Unter den Wurzeln des Baumes befand sich ein bläulich-violetter Stein, der aufglühte, als ich ihn betrachtete. (…) Als ich den Stein ergriff und durch die Öffnung heraufholte, glühte er wild auf. Kälte kroch mir in die Glieder. Der Stein war wie ein Eiswürfel. Er haftete an meiner Hand. Als ich aufstand, fiel er nicht heraus, sondern blieb daran kleben und erzeugte einen stechenden Schmerz. (…) Es war wie ein Kampf. Ich wollte den Stein loswerden, aber er ließ mich nicht los. (…) Schon färbte sich meine Hand violett, als wäre die vom Stein ausgehende Strahlung ansteckend. (…) Entsetzt beobachtete ich, wie ich von den Händen über die Arme bis zum Rumpf allmählich zu Eis erstarrte. Die Fähigkeit, zu denken und mich zu bewegen, die Fähigkeit, zu unterscheiden, zu beobachten und wahrzunehmen, alles, was einem Menschen das Gefühl gibt, sich von den Dingen zu unterscheiden, war mir geraubt. (…) In diesem Moment hatte ich eine Offenbarung. (…)Jetzt war es mir, als sehe ich eine lange Reihe vergangener Leben, beginnend in einer weit zurückliegenden Zeit.Und plötzlich fühlte ich mich mehr ich selbst denn je zuvor. Und der Stein glühte noch, klebte mir aber nicht mehr an den Händen. Auch fühlte er sich nicht mehr kalt an.“

    Auch wenn ein solcher Bericht für den aufgeklärten Europäer wie Phantastik klingen mag, ist dies für viele Afrikaner, die den Einweihungsritus durchlaufen haben, konkrete, fassbare Lebenserfahrung. Und wer immer noch glaubt, afrikanische Einweihung bestünde bloß darin, dass den Jungs mit einem Steinmesser die Vorhaut abgeschnitten würde, der irrt sich gewaltig. Die Erfahrungen dieser Eingeweihten führen dazu, sich mit den Kräften dieser anderen Welt in einer Art Todeskampf zu verbinden.
    Diese uralten Einweihungszeremonien mögen in der heutigen Zeit die Verbindung mit dekadenten Kräften eingehen. Aber sie bedeuten eben dennoch die Verbindung mit ganz realen und nutzbaren Kräften! Der durch „Freudsche Psychoanalyse“ und „Historischen Materialismus“ verblendete Mitteleuropäer, der sich in einer geistfreien Welt wähnt, ist dadurch auch enorm schwach und unterlegen geworden, denn sein Hauptverbündeter, der Intellekt, ist ein ganz dürrer Geselle. Der wird ihm in der konkreten Auseinandersetzung mit einem durch Einweihung gestählten Afrikaner wenig bis nichts helfen, vorallem, wenn es Mann gegen Mann ginge. Denn im Zweifelsfall ist nur der Afrikaner ein Mann. Er hat im Zuge seiner Einweihung nämlich den Tod besiegen müssen- sonst wäre er garnicht mehr hier. Welcher von Lebensbequemlichkeiten verführte Mitteleuropäer kann das heute noch von sich sagen- er hätte den Tod überwunden? Hier sehen wir ein jahrhundertelanges „Versagen“ der christlichen Kirchen, die uns wie Herr Bischof Marx zu schwächlichen Gutmenschen manipulieren und umerziehen, anstatt das Zentralereignis, den Tod und die Auferstehung Christi kraftvoll und neues Leben spendend begreiflich zu machen.

    1. @Thilo Hahn
      Die blauen Steine wurden auch in Europa gefunden, Bischöfe ließen sie in den Gewölben unter den Klöstern in Kisten packen und die Gangsysteme unter beinahe jedem Kloster versiegeln. Schon in Sumer kannte man diese Steine.
      Das blaue Licht in unseren Märchen kommt nicht von ungefähr. In Sankskrit bedeutet das Schriftzeichen H gleich ARA- was etwa leuchten oder strahlen bedeutet.
      Der unaktivierte Zustand wird oft als Schwarz beschrieben. Obwohl die blauen Steine, die ein Bischof über Jahrhunderte in einer Kiste einschließen ließ und vor denen er Angst hatte, vor Kurzem recht unansehnlich zu sein schienen.
      Die Templer nennen sich auch „Die Ritter vom schwarzen Stein“ und in der KA-BA rennen die Leute in einer Energiedrehrichtung um den schwarzen Stein – ich würde mir einmal anschauen, ob das in Erddrehrichtung geschieht oder umgekehrt und warum. Andere haben ein Buch, die KA-BA-LA – nur um einmal die Gemeinsamkeiten anzudeuten. Manche Zu-Fälle sind es wert, überprüft zu werden. Vor allem die Schriften vor der Sintflut auf den Steinplatten, die Prof. Dr. Schildmann entziffert hat , sind interessant – die sowohl als Silben- als auch als Lautschrift zu finden ist- für die, die es interessiert.
      Diese Proto-Sankskrit oder protosumerischen Schriften von vor der Sintflut sind auch in Afrika verbreitet. Der Großkönig ASSU.RA.BA.NI.BAAL, der Vater von „Encheduanna“von Niniveh (nach dem übertragenene Namen), schreibt auf einer Keilschrifttafel, daß er auch diese Texte auf den Steintafeln von vor der Flut lesen könne.
      Forscht zu den Texten jemand – außer denen, die das verbergen wollen? Warum nicht?
      Auch in Afrika, liegt vieles im Dunkel. Allerdings sind die Einweihungen in die Mysterien immer so gehalten, das sich die Hirophanten ihren Geist einer übergeordneten Macht unterwerfen, unterordnen und sie selbst in diesem Zustand eine Statue als lebend wahrnehmen könnten.

      1. @Herr Drusius

        Vielen Dank für Ihre Ergänzungen.
        Für das blaue Licht, ebenso wie für den blauen Stein wäre eine eigene Darstellung notwendig. Beides findet sich in vielfältigen Bezügen und Variationen, von Alchemie bis Musik.(usw.)

        Darum ging es mir mit der Zuschrift aber garnicht.
        Eher darum, auf einer Seite ein großes Fehlen bzw. Versagen anzudeuten.

        Mit den nun nach Mitteleuropa vorgedrungenen afrikanischen Burschen haben wir es in einer nicht so leicht zu verifizierenden Anzahl mit solchen jungen Männern zu tun, die in ihrer Kultur eine Einweihung erfahren haben. Gleichaltrige Jungen, die im katholischen oder evangelischen Glauben gefirmt oder konfirmiert wurden, fehlt solcherlei Erfahrungsschatz (fast) in Gänze. Und ja, die in Afrika gepflogenen „Einweihungen“ mögen dekadent, geistig dekadent sein. Einweihungen bleiben es trotzdem- damit geht die Erfahrung des Todes und seiner (möglichen) Überwindung einher. Und um diese „Stelle“ ging es mit der Zuschrift. Hier versagen die „christlichen“ Kirchen in der erlebbaren Nachzeichnung des Leidensweges Christi. Kreuzigung, Tod, Abstieg in die Hölle- all das wird abstrakt, „gelehrt“. So funktioniert Einweihung aber nicht. Einweihung ist konkretes Erfahrungswissen. Ja, und das blaue Licht fände sich auch bei der Verfolgung des Abstiegs Christi in die verschiedenen Erdschichten. Aber wie gesagt, die Kulturgeschichte des blauen Lichtes und Steines gehört in diesem Umfang hier garnicht hin.

  7. Fangen wir doch an den Begriff Rasse aus unserem Vokabular zu streichen und von Arten zu sprechen.
    Jeder MENSch wurde von der Schöpfung Selbst zu einer bestimmten Zeit an einen bestimmten Ort auf diesen schönen Planeten Erde geboren – DAS kann auch Jeder MENSch klar verstehen und auch annehmen, denn es wird ein höherer Grund – ein Sinn darin liegen und je eher wir lernen, dies auf Augenhöhe anzuerkennen – ohne die andere Art in besser oder schlechter einzuordnen, desto eher werden wir sehen, dass das so richtig ist und künstliche Eingriffe gegen das natürliche Leben sind und eben so auch das natürliche Leben zerstören.

    JEDER MENSch auf dieser Erde könnte einfach sein und leben, wenn die Grundbedingungen erfüllt sind: ein Dach überm Kopf mit autarkem Solarstrom, Trinkwasser, Garten/Acker pro MENSch 2000m² zum Anbau von Nahrung ggf. ein paar Hühner, Ziegen, … und dies könnte weltweit für durchschnittlich 10.000,- € (in warmen Regionen weniger, in kälteren mehr)
    pro MENSch SOFORT umgesetzt werden –
    Hier & Jetzt.

  8. Hallo Herr @Ludwig

    Interessanter Artikel…. vor allem für jemand wie mich, der Afrika (West) während gut 2 Jahrzehnten hautnah erlebt hat… irgendwie kommt mir Ihr Artikel reichlich überspitzt vor… zumindest sind die mir bekannten Naturreligionen. nie so radikal rüber gekommen…. wie Sie diese beschreiben.

    Natürlich gab es auch Ausnahmen, so zum Beispiel Liberia, in den 90er. Jedoch auf welchem Kontinent gibt es keine Ausnahmen… und im übrigen haben wir überall wo Naturreligionen vorherrschen ähnliche Szenarien wie in Afrika…

    Verschollene Hochkulturen

    Zu den verschollenen Hochkulturen (Städte und Befestigungen) an den Küsten Ostafrikas (Indischer Ozean) hätten Sie aber eigntlich darauf hinweisen müssen, dass es sich dabei nicht um schwarzafrikanische Kulturen handelte, sondern das besagte Befestigungen den Arabern gehörten die damals im 15 Jahrhundert, das Handelsmonopol im Indischen Ozean besassen und dazu die Küsten Ostafrikas kolonialisiert hatten.

    Der Konflikt zwischen Portugiesen und den damaligen italienisch-arabische Handelsmonopolisten, den die Portugisien gewannen, als Zerfall der afrikanischer Kultur dar zu stellen ist unredlich und manipulierend.

    Wie auch immer…..

    1. @dragaonordestino
      Zum letzten Punkt: Ich habe gschrieben:
      „Als die Araber vor tausend Jahren in Teile Afrikas vordrangen und die Europäer ab dem 15. Jahrhundert im Zuge ihrer Entdeckungsfahrten die Küsten und Teile des Inneren erkundeten, stießen sie zu ihrem Erstaunen auf hochentwickelte Kulturen.“

      Zur Verdeutlichung habe ich noch einen wichtigen Satz von Wolfgang Schad in den Text eingefügt:
      „Was unter ihrem Einfluss verändert wurde, sind jedoch, wie Wolfgang Schad bemerkt, „immer nur Zutaten gewesen, die uns nicht dazu verleiten dürfen, darüber hinwegzusehen, dass hochentwickelte, rein afrikanische Kulturen vielfältig vorhanden gewesen waren.“

      Ihre harsche Kritik stößt ins Leere.
      Wie auch immer. …

      1. @hwludwig …. Ihre harsche Kritik stößt ins Leere.

        Na dann dürfte es Ihnen ja leicht fallen, zumindest 2-3 dieser hochentwickelten rein afrikanischen Stadtkulturen an Afrikas Ostküste beim Namen zu nennen.

        Dass im innern des Kontinentes Königreiche existierten…. ok, diese waren halt von den Eroberungen durch die Handelsmonopolisten verschont…. beziehungsweise nicht so interessant und ja auch schwierig zu kontrollieren.

        Im Grunde wird Afrika seit 1000 Jahren ausgeraubt …. terrorisiert, zuerst durch die Araber, danach von den abendländischen Ausbeutern … und jetzt macht der Wertewesten da weiter. Dass dabei lokale Elitedarsteller korrumpiert werden, ändert m.M.n. nichts an den Ursachen des Niedergangs.

  9. Die Erfolge der Planungen sind darin abzulesen, wie sich die geschaffenen Gruppen gegenseitig ausschließen und nicht nach den Verursachern fragen. Die grenzenlose Einwanderung in einen begrenzten Raum bedeutet eine Zerstörung der vorhandenen Strukturen als Ziel.
    Für den „Clash of Civilizations“, daß der Hochgradfreimaurer und Mitglied der Ur-Loge „Three Eyes“Samuel Huntington geschrieben hat(diese Ur-Loge steuert die UNO und wurde von Breshinsky gegründet, wie auch die Ur-Loge „Hathor Pentalpha“, die für das gegenwärtige Konfliktmanagement zuständig ist und für die das Buch von Huntingtons als Strategiepapier geschrieben wurde). (Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Kampf_der_Kulturen).

    Für die Koordinierung der Migration war Hochgradfreimaurer Peter Sutherland zuständig, der Mitglied von 5 Ur-Logen war.
    (siehe „Superlogen regieren die Welt“, Heft 1-7, http://www.verlag-anton-schmid.de/index.php?page=main)

    Sutherland, der am vergangenen 7. Januar verstorben ist, war als UNO-Sondergesandter maßgeblicher Förderer der großen Migrationsflüsse aus Afrika und Asien nach Europa. Es war daher kein Zufall, daß er in den Kreis der politischen Berater von Papst Franziskus aufgestiegen ist. Seine „Ratschläge“ klingen dem Zuhörer aus verschiedenen Papst-Reden entgegen. In Rom wurde er spöttisch der „Globalisierungspapst“ genannt und mit George Soros, David Rockefeller und Henry Kissinger verglichen.
    https://www.katholisches.info/2018/01/peter-sutherland-der-migrationsberater-des-papstes/
    Ob UNO, WTO, Goldman Sachs oder EU, Sutherland war im Hintergrund als graue Eminenz der Globalisierung tätig. Unter Papst Franziskus konnte er seinen Einfluß auch auf die katholische Kirche ausweiten.
    Zum Jahreswechsel 2014/2015 tauchte das Gerücht auf, Peter Sutherland gehöre zum Kreis der Papst-Berater. Kurz darauf machte ihn Franziskus im Februar 2015 zum Vorsitzenden der International Catholic Migration Commission (Internationale Katholische Migrationskommission). Seit 2006 soll er auch Berater der Güterverwaltung des Apostolischen Stuhls (APSA) gewesen sein. Diese Information wird zwar in zahlreichen Publikationen herumgereicht. Vom Vatikan gibt es aber keine gesicherte Bestätigung.
    Sicher ist, daß der Ire Peter Sutherland, ehemaliger Generalstaatsanwalt von Irland, 1985-1989 Europäischer Kommissar für Wettbewerb, 1989-1993 Chef der Allied Irish Banks (AIB), von 1993-1995 Generaldirektor der Welthandelsorganisation WTO war.

    Ab Juli 1995 war der Multimillionär für 20 Jahre Präsident von Goldman Sachs International, zugleich Präsident des Erdölriesen BP, Direktor der Royal Bank of Scotland. Seine ganzen Führungsämter im Bank- und Industriesektor sowie der Wirtschafts-Energie- und Technologieplanung rund um den Erdball lassen sich gar nicht auflisten. Zu zahlreichen Fragen wie Wirtschaft, Finanzen, Energie und Technologie war auch Berater zahlreicher Regierungen, darunter der Bundesrepublik Deutschland, Großbritanniens, Irlands, Indonesiens und der Türkei.

    Er war führendes Mitglied der Bilderberg Gruppe (seit 2014 Lenkungsausschuß), der Trilateralen Kommission – Europa (2001-2010 Vorsitzender) und des European Round Table (2006-2009 Vize-Vorsitzender). Einflußreiche Kreise, die unter Ausschluß der Öffentlichkeit und unter strikter Geheimhaltung wirken, was ihnen den Vorwurf von „Schattenregierungen“ eingebracht hat. Man könnte auch von globalen Eliten sprechen.

    Den Finger auf die Zuwanderer zu richten, führt zu falschen Lösungen.

    1. @Drusius
      Was Sie hier schreiben, ist von mir bereits in Artikeln dargestellt worden.
      Die Dinge haben eben alle verschiedene Seiten. Auf die Seite der religiösen Mentalität der Schwarz-Afrikaner einzugehen, ist ebenso notwendig, weil wir es mit ihnen konkret zunehmend zu tun haben.
      Es ist deshalb ein einseitiger Unsinn, wenn Sie schreiben, den Finger auf die Zuwanderer zu richten, führe zu falschen Lösungen.
      Jede einseitige Betrachtung führt zu einseitigen, also die Wirklichkeit nicht voll erfassenden Lösungen.

      1. @hwludwig
        Ich meine damit, daß die Massenzuwanderung nicht von den geistig beseelten Wesen in unserem Land beschlossen wurde, sondern von der Kraft, die sich an „Ordo ab Chao“ gebunden haben. Und es wird unsere Kultur
        und auch die anderen Kulturen nicht mehr geben, wenn die Agenda 21 oder 2030 planmäßig wirksam werden. Auf dieser Ebene interessiert das dann nicht mehr, welche Kultur jemand hatte. Auf den Georgia Guidestones gibt es die deutsche Sprache nicht mehr. Die Kulturen der Menschen sollen abgeschafft werden, eine Einheitssprache soll geschaffen werden, eine Eintopfreligion ebenfalls und die Menschen sollen in Mega-Städten mit immer weiter reduzierten Zuteilungen von Wasser und Füllstoffen eingepfercht werden.
        Die Leute lassen sich schon jetzt einreden, daß es unsere Kultur kaum gibt. Nur wer eine Kultur hat, kann die andere Kultur wahrnehmen- und für sich werten. Das Werten soll beseitigt werden, auch wenn es bereichernd ist.
        Die schwarzen Menschen kommen hierher nicht als Kulturbereicherung, sondern als Opfer von Planungen.

  10. Das Spiel von Schwarz und Weiß wird uns sichtbar gemacht. Es wird immer ein Gegenpol geschaffen, um zu Erkenntnissen zu kommen und eine Synthese zu schaffen. Bemerkenswert, wie wir eingeschätzt werden.

  11. Bei uns im Ort (Bayern) war vor mehreren Jahren einmal ein katholischer Priester aus dem Kongo zu Besuch und meine Freundin hatte ihn eingeladen. Ich unterhielt mich mit ihm auf französisch. Es war sehr interessant. Er erzählte, dass er für drei Gemeinden zuständig sei und jede einen Tagesmarsch voneinander entfernt lag. Zu Fuß ging er zu den Gottesdiensten! Mir fiel auf, dass er sehr nervös wurde, als er die Kinder beobachtete, die im Garten sehr hoch und wild schaukelten und fragte warum er darüber so nervös sei. Er erklärte daraufhin, dass er fürchte, dass eines von der Schaukel stürzen und sich etwas brechen könnte. Bei ihm zuhause sei ein Beinbruch bei einem Kind eine sehr schlimme Sache, da das nächste Krankenhaus mindestens 200 km weit entfernt sei. Dann erzählte er, dass im Kongo der Glaube an Magie, Geister und Hexerei allgegenwärtig sei und dass er da folgendes Erlebnis gehabt habe: Er sei einem Bekannten begegnet, der ein Hexer gewesen sei. Dieser gestand ihm, er habe sich einmal über ihn geärgert und daraufhin versucht, ihn zu verhexen. Der Mann erzählte dem Priester freimütig, dass das aber bei dem Priester nicht geklappt habe und dass er sehr erstaunt darüber gewesen sei, denn ansonsten klappe es fast immer. Der Priester war der Ansicht, dass er durch die Taufe vor Magie geschützt sei.

    1. @ Angelika Eberl

      Das wäre schön, wirklich schön, wenn allein die Taufe uns vor Magie und Hexerei schützen könnte. Aber so einfach ist das nicht. Leider. Denn es gibt Gesetze im Universum, die unumstößlich sind und auch durch die Taufe nicht außer Kraft gesetzt werden können. Eines dieser Gesetze ist das Gesetz der Anziehung der Gleichart. Diesem Gesetz zufolge sind wir nur dann vor Magie und Hexerei geschützt, wenn wir keine Gleichart in uns tragen, also keinen Resonanzboden bilden, auf dem die Elementale der Magie und Hexerei Halt finden und uns beeinflussen können. Angst und Hass wirken hier wie offene Tore, wohingegen Vertrauen in Gott und die Liebe zur Wahrheit unüberwindbare Grenzen bilden.

      Allein ein reines Herz vermag uns zuverlässig und auf natürliche Weise vor jeder Art von Magie und Hexerei zu schützen – und ein solches reines Herz hatte wohl der Priester aus dem Kongo.

  12. Zu Afrika hat der Blog danisch.de einen sehr interessanten Aspekt bemerkt. Ich zitiere daraus und möge jeder seine eigenen Überlegungen daraus ziehen.

    „….Europa hat (Wikipedia) 10 Millionen Quadratkilometer und darauf (Stand 2016) 741 Millionen Bewohner. Also im Durchschnitt etwas mehr als 74 Bewohner pro Quadratkilometer, denn außer den Alpen und dem Polarkreis ist in Europa nahezu alles als Ackerland oder Wohnraum nutzbar. Auch klimatisch, technologisch und zivilisatorisch sind wir gut drauf und haben eine Hochleistungsagrarwirtschaft, passende Ausbildung, Kooperation und so weiter. Und keine wegen Krieges unzugänglichen Flächen.

    Das ist jetzt allerdings nur die halbe Wahrheit, weil anscheinend sehr großzügig bemessen. Nehmen wir mal die EU zum Vergleich, die hat 4,4 Millionen Quadratkilometer und 512 Millionen Einwohner, mithin 116 Einwohner pro Quadratkilometer.

    Afrika hat 30 Millionen Quadratkilometer, ist also rein flächenmäßig dreimal so groß wie Europa, und hat dort (Stand 2016) 1,3 Milliarden Einwohner, also fast doppelt so viele wie Europa. Von der Fläche Afrikas muss man nun aber viel abziehen, etwa

    Die Sahara mit 9 Millionen Quadratkilometern
    Die Kalahari mit 1 Million Quadratkilometer
    Der Dschungel im Kongobecken mit über 3 Millionen Quadratkilometern
    Die Sahelzone mit 3 Millionen Quadratkilometern
    Einige feuchte Dschungelgebiete mit extremen Bedingungen und Krankheiten
    Einige Naturschutzgebiete, Nationalparks und gefährliche Natur mit Krokodilen, Nilpferden, Löwen und so weiter
    Kriegsgebiete
    Das heißt, dass von den 30 Millionen Quadratkilometern schon nach dieser Grobabschätzung höchstens 30 – 9 – 1 – 3 – 3 – [schwer zu schätzen] , also bestensfalls 12 – 13 Millionen Quadratkilometer Fläche übrigbleiben, die effektiv bewohnbar und/oder bebaubar sind, wohlgemerkt als obere Abschätzung, realiter wohl deutlich darunter. Von Sonderfällen wie extrem niedriger Nutzung wie wenn ein paar Beduinen durch die Wüste reiten mal abgesehen.

    Das heißt, dass Afrika an bewohn- und bebaubarer Fläche kaum mehr hat als Europa, vielleicht sogar noch darunter, je nach Maßstab. Ungefähr doppelt so viel wie die EU. Und damit auf eine Bevölkerungsdichte von mindestens 130 Bewohner pro Quadratkilometer kommen. Was zu meinen Beobachtungen in Namibia, Südafrika, Lesotho und Swasiland passen würde. Da fährt man zwar immer wieder mal längere Strecken durch unbewohntes Gebiet, kommt dann aber auch wieder an Townships und Slums vorbei, die mitunter selbst mehrere Kilometer durchmessen, und in denen hunderttausende oder Millionen Menschen auf engstem Raum zusammengepfercht dahinvegetieren.

    Afrika hat also schon eine höhere Bevölkerungsdichte als Europa (es wäre mal interessant herauszufinden, wann Afrika da Europa überholt hat und welche Änderungen der Weltpolitik damit korrelieren). Dazu kommen aber drastisch niedrigere Bodenerträge, das Klima gibt eben weniger her, die Bodenbeschaffenheit ebenso, und die technologische Rückständigkeit, die fehlende Infrastruktur, das mangelnde Wissen und vor allem die lausige Arbeitsmoral (wie mir von weißen Farmern in Namibia berichtet wurde) tun ihr Übriges. Deshalb hungern die da. Mehr Leute pro Quadratkilometer bei gleichzeitig deutlich niedrigerem Ertrag. Und dann haben sie die Weißen vertrieben, die mit ihren modernen europäischen Methoden mehr aus dem Boden rausholten, die Erträgen sanken (Simbabwe) oder sinken (Südafrika) bei der Bebauung mit primitiven Methoden deutlich, und schon brechen die Erträge weiter ein.
    ….“

    hier geht es zum vollständigen Artikel:
    http://www.danisch.de/blog/2018/09/29/europa-afrika/#more-25583

    1. @Tom
      Wer zwingt die Lebensmittelfarmer zur Zeit zur Auswanderung und das Land zur Einschränkung der Lebensmittelproduktion? Welche Hintergrundorganisation sorgt für die Flüchtlingsbewegung, benötigt warum Flüchtlinge? Welche Organisationen bekennen sich zur grenzenlosen Zuwanderung – und warum?

Kommentare sind geschlossen.