Die Jusos, die Politik und der Kindermord

Die Grünen, die Linke und vor allem die SPD drängen mit Macht, die Werbung für Abtreibung zu legalisieren. Und die Jungen Sozialisten beschlossen auf ihrem Bundeskongress Anfang Dezember 2018 nun gar die Forderung, überhaupt jegliche Abtreibung bis zum 9. Monat in die ungehinderte Beliebigkeit jeder Frau zu stellen. Denn „das Recht auf körperliche und reproduktive Selbstbestimmung“ stelle für die Jusos „ein zentrales Menschenrecht“ dar.  –  Bis auf die AfD blieb ein empörter Aufschrei der anderen Parteien, der Medien und selbst der Kirchen aus. Es sind bedeutungsvolle Vorgänge.

Noch ist die Abtreibung grundsätzlich rechtswidrig, wenn auch nicht mehr in allen Fällen strafbar. Für eine rechtswidrige und gar strafbare Handlung Werbung zuzulassen, ist natürlich absurd; sie höhlt den Sinn des Schutzes der Rechtsordnung für ein hohes moralisches Gut völlig aus und macht ihn lächerlich. Das ist ja wohl auch die Absicht. Und mit der unverblümten Forderung nach einer vollständigen Legalisierung der Abtreibung bis zum 9. Lebensmonat des embryonalen Kindes würden endgültig die Schleusen für den ungehinderten breiten Mord an unerwünschtem Leben geöffnet.

Schon mit der 1992 eingeführten Straffreiheit von Abtreibungen, die nach einer vorherigen Beratung bis zur 22. Woche des Embryos von einem Arzt vorgenommen werden (§ 218a StGB), betrat man eine schiefe Ebene, auf der es nun unaufhaltsam weiter in den moralischen Abgrund geht. Seitdem sind in Deutschland Millionen von Kindern straffrei abgetrieben worden, allein im Jahr 2017 waren es 101.200. Auch dies ist Mord an hilflosem menschlichem Leben, über das es keine menschliche Verfügungsbefugnis gibt, wenn es einmal aus einem geheimnisvollen Hintergrund heraus entstanden ist.

Das menschliche Leben

Diesem offenen Vernichtungswillen embryonalen Lebens liegt die Vorstellung zugrunde, der Mensch entstünde erst mit der Konzeption allmählich im Mutterleib; je jünger das Stadium der Schwangerschaft sei, desto weniger handele es sich um einen Menschen, von dem man erst voll nach der Geburt sprechen könne. Es ist nicht nur der beschränkte Materialismus, der den Menschen so auf seinen physischen Leib reduziert, sondern auch die völlige Abwesenheit jeglichen logischen Denkens, woraus solche Meinungen aufsteigen.

Denn man muss sich ja fragen, wie und von wem die Entstehung eines so komplizierten lebenden Organismus bewirkt wird. Die Mutter macht es nicht, sie hat keine Ahnung, wie das zu bewerkstelligen wäre; es verläuft alles völlig außerhalb ihres Bewusstseins. Und wenn man meint, ein lebendiges Kind entstünde halt irgendwie von selbst aus der Materie des Samens und der Eizelle, ist das tiefster unwissenschaftlicher Aberglaube. Einem menschlichen Organismus muss natürlich ein umfassender Konstruktions- und Funktionsplan zugrunde liegen, den kennen zu lernen ja ein jahrelanges Studium erfordert. Wenn das Denken hier nicht völlig aussetzt und Emotionen an die Stelle treten, muss man nach den kausalen Gesetzen der Logik geistige Wesen voraussetzen, durch die dies alles aus einem geistigen Hintergrund in die physische Verdichtung gestaltet wird.

Der Mensch ist ein geistiges Wesen, ein „Ich“, das unabhängig vom physischen Leibe besteht, aus dem es nicht erklärbar, sondern dem es übergeordnet ist. Eine Vormacht des Leibes wird allein schon durch die Tatsache widerlegt, wie stark sich der Leib von der Kindheit bis ins Alter verändert, ja dass die Materie des Leibes durch den Stoffwechsel alle 7 Jahre nahezu vollkommen ausgetauscht ist – und doch ist es derselbe Mensch, also dasselbe geistige Wesen. Folglich muss es bereits vor der Geburt in einer geistigen Welt existiert haben, aus der heraus es nun nach einer irdischen Verkörperung strebt, d. h. sich mit Hilfe höherer Wesen einen Leib aufbaut, den es als Instrument für ein irdisches Leben benötigt und benutzen kann.

Wer kleine Kinder in den ersten Wochen nach der Geburt und dann auch die nächsten Monate und Jahre erlebt und beobachtet, der sieht, wie das geistige Wesen des Kindes seinen kleinen Leib immer mehr zu durchdringen und zu ergreifen strebt und die zunächst fahrigen, zappeligen Bewegungen immer geordneter und zielvoller geführt werden. Und was für ein beglückender Augenblick für die Mutter, wenn nach ca. 5-6 Wochen ein Lächeln nicht nur wie von außen über das Gesicht huscht, sondern ihr das Wesen des Kindes von innen aus den Augen entgegenstrahlt.

baby-lächeln

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Und das Kind lernt ungeheure Dinge in den ersten drei Jahren: Aufrichten und Gehen, Sprechen und anfängliches Denken. Diese für das ganze menschliche Leben fundamentalen Fähigkeiten werden nicht vererbt, wie es für die spezifischen Fähigkeiten der Tiere der Fall ist. Das Kind braucht das Vorbild der Erwachsenen, die Fähigkeiten müssen aber von innen ergriffen und mühsam erworben werden. Nicht die Materie des physischen Leibes richtet sich auf, sondern  eine geistige Kraft stemmt sie entgegen der physischen Gesetze und der Schwerkraft in die Aufrechte, in der sie mit den Fußsohlen der Schwerkraft die kleinstmögliche Angriffsfläche bietet, so dass dieser wunderbar schwebende Gang des Menschen möglich wird.

Es ist ein geistiges menschliches Wesen, das sich in einen wachsenden irdischen Leib inkarniert und sich ihn zum Instrument seines irdischen Lebens gestaltet.

Erneutes Leben

Wer mehrere Kinder hat, erlebt, wie unterschiedlich sie sind, welche ganz verschiedenen geistigen Anlagen und Fähigkeiten sie haben, die sich aus denen der Eltern und weiteren Vorfahren nicht erklären lassen. Woher kommt das? Wenn man sein Denken nicht ausschaltet, führt es zu dem Gedanken, dass diese Fähigkeiten nur in früheren Erdenleben erworben sein können. Der deutsche Dichter Novalis (1772-1801) fragte sich: „Sollte es nicht auch drüben einen Tod geben, dessen Resultat irdische Geburt wäre? Wenn ein Geist stirbt, wird er Mensch. Wenn der Mensch stirbt, wird er Geist.“

Zahllose Rätselfragen des Lebens klären sich durch die Idee der Wiederverkörperung auf, die durchaus eigenständig im mitteleuropäischen Geistesleben aufgetreten ist. Immer mehr Kinder erinnern sich auch an ein noch nicht lange zurückliegendes Erdenleben, und ihre Angaben sind von Wissenschaftlern vielfach auf verblüffende Weise bestätigt worden.1

Vor diesem Hintergrund ist die Abtreibung, gleich in welchem Stadium der Schwangerschaft, ein Eingriff in die aus einer geistig-göttlichen Welt intendierte Inkarnation eines Menschen, durch die er seinem Schicksal gemäß seine Weiterentwicklung sucht. Diese wird durch die Vernichtung seines in  Entwicklung begriffenen Leibes verhindert. Ein blindes, ganz schwerwiegendes zerstörerisches Werk. Es ist Mord, der sich prinzipiell nicht von dem an einem schon geborenen Menschen unterscheidet.

Massenmord

Wenn Jungsozialistinnen die Selbstbestimmung der Frau über ihren Bauch fordern und in verächtlichem, wegwerfendem Ton von „irgendwelchen Ungeborenen“ sprechen, kann man nur noch sagen: „Herr vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“. Sie waren selbst einmal Ungeborene, deren Mütter nicht so skrupellos gewesen sind, so dass sie dem ihr Leben verdanken. Der Leib der Frau ist gezielt so organisiert, dass in ihm der Leib eines anderen Menschen heranreifen kann. Ihr Bauch ist die Empfangsstation, in der ein Mensch aus der höheren Welt in das Erdenleben treten kann. Diese Leibesfrucht gehört ihr nicht, sie gehört zu einem anderen Menschen, dem sie die Gelegenheit gibt, sich zu inkarnieren. Es ist ein Opferdienst, ja, der ein hohes Maß an Selbstlosigkeit fordert, der aber durch die Liebe zwischen Mutter und Kind geheiligt wird.

Doch es sind ja nicht nur ein paar verirrte Jugendliche. Das weitgehende Schweigen der Öffentlichkeit, selbst der Kirchen, ist das Besorgniserregende. Der Publizist Nicolaus Fest hat sich mit tiefer Empörung und in äußerst scharfer Form dazu geäußert:
„Die Empfehlung, Kinder zu töten, wird achselzuckend hingenommen! Keine Forderung nach einem Parteiausschluss der verantwortlichen Jusos, keine Nach-Distanzierung der Mutterpartei SPD! Stille! –
Die anderen Parteien ducken sich weg, die Zeitungen, die Fernsehsender, der Präsident. Und auch die Kirchen: kein Herr Woelki, kein Herr Marx! Wo seid Ihr verkommenen, widerlichen Heuchler jetzt?! Herr Bedford-Strohm, Frau Irmgard Schwaetzer von der EKD, wo bleibt Ihr Aufschrei? Ihr bigotten Religionsschauspieler! Herr Schuster vom Zentralrat der Juden, Herr Kauder, Herr Thierse! Wo sind sie, die ihre jüdische oder christliche Moralität immer wie eine Monstranz vor sich hertragen?! Warum hören wir nichts?!
Was wir erleben, ist die ekelhafteste Verlogenheit des linksgrünen Zeitgeistes. Einerseits Kinderrechte in der Verfassung fordern, aber gleichzeitig Kinder umbringen wollen.“ 2

Nicolaus Fest zieht den Vergleich mit dem durch Herodes angeordneten Mord an allen Kindern unter 2 Jahren in Bethlehem und Umgebung, von dem das Matthäus-Evangelium im 2. Kapitel berichtet. Dieser furchtbare Kindermord galt immer als das Schändlichste, zu dem Menschen imstande waren. Und in der Tat: Herodes ging es darum, mit dem Mord aller Kinder auch den prophezeihten rechtmäßigen König aus der salomonischen Linie Davids auszuschalten, der ihm, dem Usurpator auf den Thron, in seiner egoistischen Machtgier unbequem und gefährlich werden konnte. –

Hinter der heutigen Forderung nach legaler Abtreibung bis zur Geburt steht ebenfalls die Sorge um die Beeinträchtigung des eigenen ungehinderten bequemen Lebens, der vermeintlichen „Selbstverwirklichung“, also der pure Egoismus.

N. Fest prangert mit scharfen Worten an, dass sich das Schweigen letztlich auch darauf beziehe:
„Die ultimative böse Tat war immer der bethlemitische Kindermord. Und nun? Schweigen der ach so liberalen Zivilgesellschaft! Es ist das Schweigen von Komplizen. Es ist das Schweigen, das lauthin sagt: Ich bin genauso ein Schwein wie die Mörder von Bethlehem. Bethlehem ist der Maßstab für den Kindermord der Jusos. Und auch für das Verhalten der Mutterpartei SPD. Wer sie wählt, ist mitschuldig. Und gleiches gilt für Union, für FDP, für Grüne und Linke. Wer hier nichts sagt, hat Blut an seinen Händen.

Der Beschluss der Jusos überschreitet eine tiefrote Linie. Und das Schweigen aller gesellschaftlich verantwortlicher, tatsächlich aber völlig unverantwortlicher Gruppierungen tut es auch. Sie alle haben deutlich gemacht: Auch Kindermord ist für sie keine Grenze. Die Täter, die bethlehemitischen Kindermörder, sie sind unter uns. Sie sitzen in den Medien, in den Kirchen, in den Stiftungen. Überall sitzen sie, und sie sitzen überall links, auch in den Landesparlamenten, auch im Bundestag.“

Peter Paul Rubens, Wikipedia – Kindermord in Bethlehem, Bild gemeinfrei

Gegenüber dem Kinder-Massenmord des Herodes ist derjenige durch Abtreibung im Grunde noch eine Steigerung. Denn zum einen geschieht er nicht einmalig wie damals, sondern permanent, fortgesetzt, sozusagen als „kulturelle“ Einrichtung. Zum anderen wird er nicht durch fremde Schergen, sondern auf Betreiben der Mütter selbst vollzogen. Das geistige Wesen eines Menschen, dem eine Frau die Möglichkeit geboten hat, in ihr zu einem Erdenleben heranzuwachsen, und das sich voller Liebe und Vertrauen mit ihr verbindet, wird brutal zurückgewiesen und wie ein überflüssiges Geschwulst abgetötet. Es ist im Grunde eine teuflische, menschenfeindliche Empörung gegen die Ordnung des Lebens.

Barbarisierung

Die abendländische Moralentwicklung, auf der die Strafgesetze basieren, ist zentral von den Zehn Geboten beeinflusst, die Moses, der seherisch in die göttlichen Welten eingeweiht war, übermittelt hat. Das bedeutet, dass dem 5. Gebot „Du sollst nicht töten“ selbstverständlich das Bewusstsein des Leibes als eines Instrumentes des menschlichen Geistes zugrunde liegt, der sich durch die Inkarnationen hindurch entwickelt. Dieses Bewusstsein ist im Laufe der Zeit immer mehr geschwunden, hat aber eine gewisse Zeit noch unterbewusst das moralische Empfinden und Rechts-Gefühl der Menschen bestimmt. Doch in der jetzigen völligen Abgeschnittenheit des rein materialistischen Bewusstseins von einer höheren Welt, verschwindet offenbar völlig auch jegliches moralische Gefühl.

Die schiefe Ebene, die mit der teilweisen Straffreiheit der Abtreibung – von den Fällen der berechtigten medizinischen Indikation abgesehen – bereits betreten ist, führt, wie die Ereignisse zeigen, immer weiter abwärts. Wenn wir mit unserem Erkennen aus eigener Anstrengung nicht in die höheren Welten wieder aufsteigen ­– aus denen Christus dazu herabgestiegen ist –, um die volle Wirklichkeit zu erfassen, wird der weitere Absturz in immer größere moralische Verkommenheit und Barbarisierung nicht aufzuhalten sein.

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1   Vgl. Entwicklung durch Wiederverkörperung
2   https://www.youtube.com/watch?v=pwSbTtdaYFM

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36 Kommentare zu „Die Jusos, die Politik und der Kindermord“

  1. Wie oft bist du schon schwanger gewesen?
    Ich war schwanger und habe abgetrieben und ich habe eine Tochter empfangen und ausgetragen.
    Ich würde mich immer wieder für eine Abtreibung entscheiden, wenn ich mich nicht in der Lage sehe das wachsende Wesen in mir anzunehmen und zu lieben. Das ist dann eine Entscheidung zwischen dem Wesen und mir. Was aber geschieht, wenn ich dieses Wesen nicht lieben kann und es trotzdem austragen und in die Welt setzen muss, dass betrifft dann auch all die Menschen, die später mit dieses seelisch verkrüppelten Menschen umgehen müssen.
    In dieser Gesellschaft ist zu wenig Platz für Kinder….

    1. “ In dieser Gesellschaft ist zu wenig Platz für Kinder“

      Aber genug Platz für Weiber, die ihre Geilheit nicht beherrschen wollen, und sei es auch Mord, den sie dafür begehen.

      1. „Aber genug Platz für Weiber, die ihre Geilheit nicht beherrschen wollen“
        Das ist nur 50 % der Wahrheit. Was ist mit der Geilheit der Männer, die ihre Triebe nicht beherrschen?

        1. „…Triebe nicht beherrschen ?“

          Sind solche Männer nicht wie Tiere ? Freiheit rausnehmen wollen wir meist alle. Nur ist Verantwortung die andere Seite dieser Münze. Davor schrecken manche Männer und Frauen oft mehr zurück als vor Kindsmord. Sie erkennen nicht, dass ein Kind ein Mensch ist, der schon mehrmals verkörpert war, der schon mehrfach auf der Erde gelebt hatte.
          Es ist die Blindheit des Materialismus, welche Vertierung mitbringt. Ist es nicht so ?

    2. Zusatzfrage eines Wissbegierigen:
      Was würde dann mit dem Kind geschehen, wenn sich herausstellen sollte, dass Du dieses Kind zwei Jahre lang akzeptiert und erzogen hast, aber dann feststellen musst, dass Du dieses in Dir gewachsene Wesen nicht mehr lieben kannst `? Wie sähe die Entscheidung zwischen Dir und dem Wesen aus ?

    3. @kathrin temming
      „Wie oft bist du schon schwanger gewesen?“

      Ein Mann, schon mehrmals verheiratet. erschlug im Streit seine jetzige Frau. Auf die Vorhaltung des Richters, die Tötung eines Menschen sei ein schweres Verbrechen, antwortete er: Wie oft sind Sie schon verheiratet gewesen?

      Vollkommen in seinen Emotionen befangen, konnte er gar nicht begreifen, worum es ging.

  2. Viel Glauben kaum Wissenschaft aber was soll’s, jeder muss sein Glück selbst finden. Es geht doch gar nicht um Werbung für Abtreibung. Es geht darum, dass Aufklärung nicht unter das Werbeverbot fällt. Außerdem dürfen sich auch Christen an dieser Aufklärung beteiligen.

    1. @gripseljagd
      „Viel Glauben kaum Wissenschaft.“

      Eine logische Gedankenfolge führt, wie in dem Artikel angedeutet, eher dazu, dass der Körper von einem geistigen Wesen bewohnt wird, als dazu, dass sich die Materie von selbst so zusammenballt. Letzteres ist auch kein wissenschaftliches Ergebnis, sondern materialistischer Glaube, Aberglaube.
      Der Glaube an den Geist wird zur Wissenschaft, wenn der Mensch seelisch-geistige Wahrnehmungsorgane entwickelt, durch die er Einblicke in eine geistige Welt erlangt.
      (Vgl. Rudolf Steiner: Wie erlangt man Erkenntnisse höherer Welten?)

    2. @ gripseljagd
      -> „Aufklärung“

      Ich bin mir sicher, dass eine Aufklärung, im Sinne des Wortes, einzig die Idiotie dieser Campagne darlegen kann. Wenn das Thema noch weiter politisch hochkocht, erhält man von der übrigen getreuen Wählerschaft die nächste große Klatsche.

      Irgendwie lustig zu sehen, wie sich die anfängliche Idee zur Campagne und ihre anschließende programmpolitische Zeugung von selbst abtreibt. Nur dumm für jene, die sich nichts dabei denken.

  3. „Viel Glauben kaum Wissenschaft..“

    Christentum ist Geisteswissenschaft, was innerhalb Kirchen bei manchen in Vergessenheit geraten zu sein scheint.

  4. Mike Adams, der Health Ranger, hat diese Thematik beleuchtet.Ich werde die Einleitung übersetzen, für den Rest des Artikels bitte auf den Link gehen, der nach der Einleitung kommt.
    Das was die Linken fordern ist nur die Umsetzung dessen, was die Globalisierer fordern und was Mike Adams in seinem Artikel aufzeigt. Zur Übersetzung:

    Globalisierer fordern „Feier“ des Absturzes der menschlichen Fruchtbarkeit, da der Krieg gegen die Menschheit immer schneller wird.
    Mittwoch, 26. Dezember 2018 von: Mike Adams

    (Natural News) Sie erinnern sich vielleicht, dass die New York Times vor knapp zwei Wochen einen Applaus für die Vernichtung der menschlichen Rasse als Mittel zur „Rettung des Planeten“ veröffentlichte. Jetzt hat The UK Guardian, ein globalistisch geführter Propagandafetzen, der die menschliche Freiheit verachtet, eine Geschichte veröffentlicht, in der es heißt, dass sinkende Geburtenraten bei menschlichen Babys ein „Grund zum Feiern“ sind.
    „Sinkende Fruchtbarkeitsraten auf der ganzen Welt sollten Anlass zum Feiern geben, nicht zur Sorge, wie ein führender Experte sagte“, berichtet der britische Guardian.
    Die Geschichte zitiert Sarah Harper, eine ehemalige Direktorin der Royal Institution, einer globalistisch geprägten Entvölkerungsfront, die erklärt, dass „weit davon entfernt ist, Alarm auszulösen und Panik zu erzeugen, die die Gesamtfruchtbarkeitsrate zu senken, und die Länder sollten sich keine Sorgen machen, wenn ihre Bevölkerung nicht wächst“.
    Unglaublich, Sarah Harper nennt den Aufstieg von KI (Artificial Intelligence) und illegaler Einwanderung als Gründe, warum die menschliche Fruchtbarkeit keine Rolle mehr spielt.
    Anscheinend glaubt sie, dass illegale Einwanderer aus der Dritten Welt und selbstbewusste Maschinen die Menschen in Entwicklungsländern ersetzen werden. Genau deshalb wollen diese Globalisten offene Grenzen, übrigens…. um die Nationen der Ersten Welt zu überrennen und sie mit bildungsfernen Massen zu bevölkern, die leicht zu kontrollieren (und für Globalisten leicht zu vernichten) sind.

    Die Geburt von menschlichen Babys, um die menschliche Gesellschaft zu erhalten, „ist wirklich altes Denken“, erklärt sie im britischen Guardian-Artikel. „Alles deutet darauf hin, dass, wenn Familien, Haushalte, Gesellschaften, Länder mit einer großen Anzahl von Angehörigen zu tun haben, es Ressourcen wegnimmt, die für die Förderung von Gesellschaft, Wirtschaft usw. eingesetzt werden könnten“, sagte sie. Mit anderen Worten, Harper argumentiert, dass die Geburt menschlicher Babys die Gesellschaft behindert und dass echter „Fortschritt“ die Einstellung der reproduktiven Fruchtbarkeit erfordert.
    Zum Glück für sie verursachen Grippeschutzimpfungen spontane Abtreibungen. Glyphosat stört die menschliche Fruchtbarkeit. Soziale Medien isolieren Menschen voneinander, so dass sie sich nicht vermehren können, und verschreibungspflichtige Medikamente verursachen einen frühen Tod. Es sieht so aus, als ob die Dinge für jeden, der die Menschheit verachtet und den Zusammenbruch der menschlichen Zivilisation sehen will, auf dem richtigen Weg sind.

    Babys zu machen ist schlecht für den Planeten, behaupten antihumane Globalisten
    ……….

    https://www.naturalnews.com/2018-12-26-globalists-call-for-celebration-of-plunging-human-fertility-as-war-against-humanity-accelerates.html

    1. Stimmt, das ist die Ideologie der Herrschenden. Deren Maximalgrenze wurde auf etwa 4,15 Milliarden Menschen festgelegt. Die Georgia-Guidestones verlangen weniger.
      Die Frage ist, wer die „Vermehrung“ in der artgerechten Menschenhaltung steuert, Kriege und polare Systeme als Voraussetzung steuert und warum?

      Ab Minute 8: BRDDR-Diktatur: Demokratie in Gefahr?

      Es gibt verschiedene Ebenen, die rein körperliche Abtreibung ist schon schrecklich, aber die seelischen Traumata bei vielen Frauen sind eine andere Sache. Diese Abtreibungsgeschichte ist eine Anpassung an die Gleichschaltung weltweit (in USA schon länger).

      Danach kommt die schärfere Enthebung der Menschen aus ihrer Selbstbestimmung und nicht nur auf diesem Gebiet.

    2. Auch Bazillen (einige Arten: Eliten, Neocons, Deep State, Zionisten) verteidigen ihren Lebensraum. Man möchte also Lemminge züchten.
      Was wäre es doch für eine wunderbare Gesellschaft, die keine Angst vor der Geburt eines Kindes hätte, keine Angst vor Armut, keine Angst vor Krieg und Unterdrückung. Eine Gesellschaft, die eigenverantwortlich ihre Zahl und ihren Wohlstand regulieren könnte, ohne zu töten!
      Obiger Artikel ist mit Verlaub genau so irreführend (da ideologisch verbrämt), wie die Befürwortung der Abtreibung.

  5. „Der Mensch ist ein geistiges Wesen, ein „Ich“, das unabhängig vom physischen Leibe besteht, aus dem es nicht erklärbar, sondern dem es übergeordnet ist.“
    Der Gedanke ist ja durchaus interessant. Wann beginnt denn nach Meinung des Autors das menschliche Leben? Mit der Zeugung? Oder schon vorher? Ist jeder Mensch ewig? Wäre es demnach unmoralisch, keine Sex zu haben und der geistigen Existenz eines Menschen seinen Körper vorzuenthalten? Oder muss jeder Mensch unendlich viel Sex haben, um möglichst vielen geistigen Wesen Körper zu geben?

    1. Alles biologische Leben hat dem Gesetz des Universums zu folgen. Dieses Gesetz ist: Energieumwandlung. Stoppt diese Umwandlung (z.B. die Sonne), so stirbt damit auch jede davon abhängige Induzierung.

  6. Wie Eva Strittmatter, in der DDR eine bekannte Schriftstellerin, die seelische Verarbeitung einer Abtreibung beschrieb:

    Interruptio

    Ich muß meine Trauer begraben
    Um das ungeborene Kind.
    Das werde ich niemals haben.
    Dämonen pfeifen im Wind
    Und flüstern im Regen und speien
    Mir gerade ins Gesicht.
    Und mag auch Gott mir verzeihen.
    Ich verzeihe mir nicht.
    Es hat mich angerufen,
    Es hat mich angefleht,
    Ich soll es kommen lassen.
    Ich habe mich weggedreht.
    Es gab mir kleine Zeichen:
    Eine Vision von Haar.
    Und zwei drei Vogellaute
    Eine Stimme von übers Jahr.
    Ich hätte es sehen können,
    hätt ich es sehen gewollt.
    Es war ja in mir entworfen.
    Ich aber habe gegrollt
    Über die Tage und Jahre,
    Die es mir nehmen wird,
    Und um meine grauen Haare,
    Die Krankheit. Und wahnwitzverwirrt,
    Hab ich mich darauf berufen,
    Ich sei zum Schreiben bestellt.
    Dabei war vielleicht diese Hoffnung
    Viel wichtiger für die Welt
    Als all meine Selbstverzweiflung
    Und die kleinen Siege in grün,
    Die ich dem Leben abringe
    Und den Dingen, die dauern und fliehn.
    Das schwere Recht der Freiheit
    Hab ich für mich missbraucht.
    Und hab mich für immer gefesselt.
    In Tiefen bin ich getaucht,
    In Trauer bis zum Irrsinn.
    Es brodelt noch neben mir.
    Die unsühnbare Sünde
    Unterscheidet mich vom Tier.

    (Aus ihrem Buch: Zwiegespräch. Gedichte. Berlin und Weimar 1980)

    1. Trost für eine Mutter, die abgetrieben hat: nicht du hast getötet, sondern das System in das du hineingeboren wurdest und in welchem du aufgewachsen bist. So lange unsere Politiker an der Aufgabe scheitern ,Gesellschaften positiv zu verändern und ihnen nichts anderes einfällt, als Werbung für Abtreibung zu machen, so lange hast du und das Kind keine Chance in Frieden zu leben!

      1. @ Alois Müller
        „…nicht du hast getötet“

        Nicht solche „Mutter“ braucht Trost sondern ihr Opfer ! Es sind individuelle Menschen, die Kinder töten, es sind nicht “ Systeme“ sondern Menschen, welche sich schuldig machen.
        Die getöteten Kinder sind nun ohne Körper in die geistige Welt zurückgestossen worden und brauchen Trost.
        Ihre Geister und Seelen brauchen den Trost.
        Ihre Mörder brauchen kleine Zellen hinter Schloss und Riegel.

  7. Naja, es scheint ein komplexes Thema zu sein – ist es m.E. aber eigentlich nicht!
    Der Körper des Menschen wächst und gedeiht dadurch, dass er Nahrung zu sich nimmt. Wie kommt es, dass die Nahrung zu dem hochkomplexen Körper transformiert wird, der wir dann werden? Es ist ja kein bewußter Vorgang, sondern es ist eine in uns angelegte Intelligenz, die die aufgenommene Nahrung in unseren Körper verwandelt. Ein einziges Wunder!
    Diese Tatsache belegt m.E. eindeutig, dass wir weit mehr sind als nur physische Wesen. Und diese Intelligenz ist von Anbeginn in uns vorhanden, spätestens also sobald die Eizelle befruchtet wird. Allein nur diesen einen unter vielen weiteren Aspekten außer acht zu lassen, zu verleugnen, ist m.E. schlicht und ergreifend Wahnsinn!
    Ich hoffe, ich werde die Zeit noch erleben, in der wir wieder zu den Menschen werden, die wir in Wahrheit sind …

    1. “ sondern es ist eine in uns angelegte Intelligenz, die die aufgenommene Nahrung in unseren Körper verwandelt.“: bei allem Verständnis für die Suche nach dem Geist des Lebens: auch eine Amöbe nimmt Nahrung zu sich und verwandelt diese z.B. in Alkohol. Die Intelligenz der Amöbe wird sichtbar, wenn man zu viel von ihrem Produkt zu sich nimmt!

      1. Diese Intelligenz von der ich schrieb ist die Quelle allen Lebens, auch das einer Amöbe 😉

  8. Hier noch etwas zu dem Hass aus christlicher Anschauung

    Lukas 14 /26

    „Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter,Frau, Kinder, Brüder, Schwestern und dazu sich selbst, der kann nicht mein Jünger sein.“

    1. @Michael
      Diese Übersetzung von Luther halte ich nicht für treffend. Es ist nicht vorstellbar, dass Christus hier im Sinne von Hass gesprochen hat. In der Übersetzung von Emil Bock heißt es daher auch „… und sich nicht freimachen kann von seinem Vater usw.“

      Also er hat nicht zu verletzendem, zerstörerischem Hass aufgerufen (denn jeder Hass wirkt auch auf die eigene Seele zerstörerisch), sondern zu einer inneren Distanzierung und Verselbständigung gegen Autoritäten und Abhängigkeiten der Blutsverwandtschaft.

      Viele Grüße
      hl

      1. @ hwludwig

        Ob Luther falsch übersetzt hat, steht mir leider nicht frei, zu beurteilen. So steht mir ebenfalls nicht frei, zu beurteilen, ob dasjenige, was Herr Bock übersetzte, richtig oder falsch ist. Muss passen.
        Aber was Sie über „Blutsverwandtschaft“ schrieben, trifft wohl in jedem Fall zu.
        Und da scheint ein fundamentaler Unterschied zwischen Islam und Christentum zu liegen.

        Viele Grüsse
        m

  9. mich würde mal interessieren wieviele Frauen sich hier in dieser Diskussion befinden? Also ich bin dann mal eine. Wer noch?
    Ich meine wer spricht hier ?
    Männer? und worüber? über ein Thema, dass sich in dieser Inkarnation leider eurem Wirkungsraum entzieht.
    Wenn über Schwangerschaft, Mutterschaft und auch Abtreibung gesprochen wird können ja wohl einzig Frauen darüber sprechen.
    Was Männer leisten könnten, wäre in dieser männerregierten Welt (auch Hosenanzüge machen noch keine Frau :)) wäre Frauen, die schwanger werden ein bedingungsloses Grundeinkommen zu sichern, einen kindergeeigneten Wohnraum, gerne mit vielen anderen Frauen und Kindern in der Nähe, zur Verfügung zu stellen und ansonsten auch jegliche benötigte Unterstützung zu kommen zu lassen.

    1. Hallo Kathrin,
      ich bin eine Frau, seit Anfang der 70er Jahre denke ich über dieses Problem nach, als in der DDR Abtreibung legalisiert wurde und ich gerade alt genug war, daß mich dieses Problem hätte betreffen können. Gleichzeitig knnte man aber auch kostenlos die Pille bekommen. Liebe Männer, für mich war das ein ungeheuerer Fortschritt und trotzdem habe ich heute zwei Enkel. Was mir seitdem auffällt: Die meisten Männer diskutieren so wie hier oder halten sich raus.
      Männer waren jahrtausendelang, jedenfalls in dieser Beziehung, Anhänger des Aristoteles. Sie „machen“ die Kinder, die Frau ist der passive, empfangende Teil. Wenn Frauen aktiv werden, vergessen die Herrschaften gern ein paar elementare Zusammenhänge. Herrschaften, schlagt mal auf Euch selber ein, statt auf den Frauen rumzuprügeln. Verwendet Euere Energie dafür, die schwangere Frau und (zukünftige) Mutter Euerer Kinder zu beschützen und den Kindern ein lebenswertes Nest zu bauen. Sorgt dafür, dass Kinder und Familien und auch gescheiterte Familien gute Lebensbedingungen haben, dann wird auch der laute Ruf nach Abtreibungen verstummen. Ich meine das in einem sehr umfassenden Sinne. Abtreibungen hat es immer gegeben und wird es immer geben und ein paar Dinge, Herrschaften, gehen Euch einfach nichts an. Eva Strittmatter beschreibt den Gewissenskonflikt der Frau sehr berührend. In Gesellschaften, in denen so gedacht wird (Anfang der 70er war das noch der Fall), wird die Abtreibung Ausnahme bleiben. Dort aber, wo Hypersexualisierung und Pornographie tief ins Alltagsleben eindringen, Frauen ihren Stolz als Frau und Mutter aufgeben und nicht die Kraft haben, sich zu verteidigen, wird eben Abtreibung ihren Ausnahmecharakter verlieren. Das haben wir hier alle nicht gewollt, es ist aber eingetreten.
      Vielleicht kann mir hier auch einmal jemand erklären, warum plötzlich nach dem Entschließungsantrag der Jusos so eine Empörungswelle durchs Netz schwappte wegen der Spätabtreibungen. Ich habe dieses Problem immer wieder im Ethik-und Rechtskundeunterricht mit Pflegekräften besprochen(den Job habe ich geschmissen und arbeite mittlerweile im CallCenter, bekommt meinem Seelenheil besser). Eigentlich habe ich nie jemanden getroffen, dem die Rechtslage klar war, bis vor wenigen Jahren wohl mal die Beratungspflicht für Spätabtreibungen diskutiert, wenn nicht sogar eingeführt wurde. Spätabtreibungen, bis zum letzten Tag der Schwangerschaft, sind nämlich seit 1995 (wie es in der BRD davor war, weiß ich nicht) legal. Es bedarf nur einer Indikation, die sich leicht finden läßt. Zur Not ist es die seelische Gesundheit der Mutter, die bedroht ist. Die Fristenregelung mit Beratungspflicht gilt ja nur für Abtreibungen ohne Indikation. Den heutigen Stand der medizinischen Entwicklung kenne ich nicht. Bis vor wenigen Jahren war es noch so, daß auch die Fruchtwasseruntersuchung belastbare Ergebnisse (wenn überhaupt) erst um die 20./21. Woche lieferte. Frauen und Paare werden ja häufig unter Ausnutzung ihrer besten menschlichen Bestrebungen (gesunde Kinder) erst zu solchen Untersuchungen und dann zur Abtreibung gedrängt. Der medizinisch-industrielle Komplex profitiert in jedem Falle davon. Auch daß so etwas aufhört, zählt für mich zu einer lebenswerten Umwelt.
      Frauen für diese Zustände zu beschimpfen, verdeckt das Problem.

      1. @leipzigoma
        „Frauen für diese Zustände zu beschimpfen, verdeckt das Problem.“

        Frauen werden hier nicht für gesellschaftliche Zustände beschimpft, sondern es wird die Abtreibung als das thematisiert, was sie ist: Mord eines sich inkarnierenden Menschen, gleich aus welchen Motiven und menschlichen Nöten er geschehen mag. Diese können schuldmindernd wirken, den Mord aber nicht rechtfertigen. Das muss man klar auseinanderhalten.

        Natürlich sind die gesellschaftlichen Verhältnisse, zu denen das Verhalten der Männer gehört, ein großes Problem. Das Leben der Gesellschaft beruht ganz auf Egoismus. Da sind Kinder, die selbstlose Pflege fordern, vielfach unerwünscht, auch bei vielen Vätern, denen ein Kind nicht in ihre Pläne passt. Sie drängen die Frau auf Abtreibung oder lassen sie alleine. Das heißt, sie machen sich natürlich moralisch mitschuldig.

        Insofern ist es richtig, dass die überwiegend von Männern geprägten gesellschaftlichen Verhältnisse dem Abtreibungsproblem den Boden bereiten.
        Trotzdem ist es ein Irrtum zu meinen, wenn den Familien gute Lebensbedingungen geboten würden, würde der Ruf nach Abtreibung verstummen.

        Denn die eigentliche Ursache sowohl für die Abtreibung als auch für die kinderfeindlichen Zustände ist der verbreitete Materialismus mit dem Egoismus im Gefolge, der die geistige Seite des Menschseins und damit die volle Wirklichkeit des Lebens ausblendet und meint, über die bloße Materie frei verfügen zu können. Das hat die Barbarisierung zur Folge. Und die wird so weiter zunehmen.

  10. @ kathrin temming

    Frage: Was haben die Wahrheit und die Lüge gemeinsam?
    Antwort: Beide provozieren.

    Und doch gibt es einen fundamentalen Unterschied:
    Die Wahrheit ist eine Provokation, die dazu dient, den süßdumpfen Schlaf der Unbewusstheit zu stören.
    Die Lüge ist eine Provokation, die dazu dient, den süßdumpfen Schlaf der Unbewusstheit zu vertiefen.

    Eine Provokation, deren Quelle die Wahrheit ist, will die Menschen zu Freiheit und Frieden führen.
    Eine Provokation, deren Quelle die Lüge ist, will die Menschen in die Versklavung und in den Krieg führen.

    Wenn ich Ihnen einen (freundschaftlichen) Rat geben darf: Gehen Sie in sich und finden Sie heraus, aus welcher Quelle Ihre Provokationen stammen. – Wenn Sie dazu nicht bereit sind, werden Sie (geistig) nicht begreifen können, worum es wirklich geht, und weiter in Ihren (vom Verstand erzeugten) Emotionen gefangen bleiben.

    Liebe Grüße @all und einen guten Rutsch in ein hoffentlich erkenntnisreiches Neues Jahr.

  11. „Wenn über Schwangerschaft, Mutterschaft und auch Abtreibung gesprochen wird können ja wohl einzig Frauen darüber sprechen.“

    Darüber zu sprechen, wie im Familienkreis, ist nicht das Problem. Sobald die Sache ethisch wird und die Allgemeinheit betrifft, haben sehr wohl alle darüber zu sprechen und zu entscheiden.

    „Was Männer leisten könnten… wäre Frauen, die schwanger werden ein bedingungsloses Grundeinkommen zu sichern, einen kindergeeigneten Wohnraum, gerne mit vielen anderen Frauen und Kindern in der Nähe, zur Verfügung zu stellen und ansonsten auch jegliche benötigte Unterstützung zu kommen zu lassen.“

    Ist nicht alles Aufgezählte die Aufgabe des Mannes/Partners überhaupt, das alles zu sichern? Allein schon aus reinem Selbstverständnis heraus? Obwohl, es könnte etwas problematisch werden beim geforderten „bedingungslosen Grundeinkommen“.
    Oder geht es hier nur um alleinstehende oder sitzengelassene Frauen mit Kindern? Ohne ihren Anteil an der Gesamtbevölkerung zu wissen, sind die wenigen mir bekannten, tatsächlich benachteiligt. Genauso übrigens, wie deren frühere Männer. Daher ist es durchaus für beide Geschlechter legitim mehr staatliche Zuwendung zu erbitten. Gleichsam sind hier „bedingungslose“ Forderungen für beide Geschlechter nicht angebracht, wenn sie selbst die Grundbedingungen, aus denen ihre Kinder entstanden sind, nicht in ihren Konsequenzen einzusehen bereit waren.

  12. Gott hat die Verantwortung für das ungeborene Leben den Frauen übertragen. Eine Abtreibung mag falsch sein, sie mag unmoralisch sein. Sie ist Sünde, sie verursacht schlechtes Karma. Sie ist Verrat an dem ungeborenen Wesen, welches auf die Welt kommen wollte. Menschen treffen falsche Entscheidungen, aus Angst, Verzweiflung, Egoismus, Unreife, Charakterlosigkeit. Aber die Verantwortung für das Ungeborene bleibt bei der schwangeren Frau. Kein Mann hat das Recht zu sagen: Ich bestrafe dich, denn du hast abgetrieben. Damit überschreitet er seine Zuständigkeit. Auch keine Frau hat dieses Recht gegenüber der anderen schwangeren Frau und kein Staat hat das Recht zu sagen: Ich bestrafe dich, wenn du abtreibst. Wir können alle nur versuchen zu helfen.

    1. @Maxi Kurschnik
      Das ist ein einseitiger gruppenegoistischer Standpunkt. Die im Mutterleib heranwachsenden Kinder gehen nicht nur die Frauen an.
      @Robert hat oben dazu das Richtige geschrieben: „Sobald die Sache ethisch wird und die Allgemeinheit betrifft, haben sehr wohl alle darüber zu sprechen und zu entscheiden.“

  13. also ich glaube hier diskutieren immer nur Männer ein Thema, dass sie in dieser Inkarnation nicht beurteilen können. Ein Ereignis, dass sie niemals erleben werden. Von außen zuschauen und viele Kommentare abgeben ist die eine Seite, aber schwanger sein ist eine ganz andere Sache.
    Es gibt dabei den Säugetieraspekt und als Säugetierweibchen entscheide ich intuitiv im Falle einer Schwangerschaft ob die Umstände gegeben sind einen Nachkommen großziehen zu können oder nicht. Schweine fressen ihre Babies sowie auch Ratten oder Mäuse das tun. Andere Säugetiere werden in nichtlebensfördernden Umgebungen gar nicht erst schwanger oder verlieren ihr Baby sofort wieder. Wenn Frauen in dieser Gesellschaft keine Kinder bekommen wollen, dann muss wohl was am Umfeld nicht stimmen.
    Die Empfängnis meiner Tochter habe ich zwei Monate im voraus bestimmt. Ich habe das Datum angegeben und wusste ab dem Moment dass ich schwanger bin. Das ist der spirituelle Aspekt. Ich bin in Kommunikation mit dem Wesen, dem ich meinen Leib und mein Sein zur Verfügung stellen muss. Kein Mann kann beurteilen, was es bedeutet, sich ganz und gar einem anderen Wesen zur Verfügung zu stellen und das nicht nur 9 Monate sondern so lange, bis dieses Wesen ganz alleine seinen Weg machen kann.
    …und das Thema töten?
    Was genau ist schlimm am Tod?

  14. Liebe Kathrin, ich sehe im vorigen Beitrag Parallelen zu mir. Ich habe damals 6 Monate vor der … ähm… Zeugung mit dem Rauchen aufgehört. Diese Zeit habe ich mir willkürlich gesetzt, um mögliche Nachteile auf das Ungeborene auszuschließen. Hätte meine Frau die Pille genommen, hätte ich ihr geraten, für mindestens 2 Monate darauf zu verzichten. Aus ebenjenem Grund, nämlich um Nachteile auf das Ungeborene auszuschließen. Das war zumindest meine Hoffnung, real, ohne irgendwelche spirituelle Hintergrundaspekte. Warum sollte also meine Unterstützung mit oder nach der Schwangerschaft meiner Frau aufhören? Tritt deinem Mann unbedingt in den Hintern, wenn er anders gehandelt hat, aber bitte nicht allen Männern (und deren Frauen).

    Der Vergleich mit den Säugetieren ist gut. Die Bandbreite der Mutterschaft reicht von der Verteidigung des Lebens der Nachkommenschaft bis zu deren Vernichtung. Bejahung, oder Verneinung des Lebens. Beides ist möglich. Und in beiden Fällen trägt das männliche Prinzip seinen speziellen Anteil bei. Wenn du es hauptsächlich als Nachteil für die Frau kennst, tut es mir leid. Der Mensch hat im Tierreich auch deshalb eine Sonderstellung, da er über diese Bejahung oder Verneinung verfügen kann, also den Trieb und das „Getriebensein“ an sich bestimmen könnte, wenn er denn wollte. Und der gesetzliche Ist-Zustand ist bei uns momentan gar nicht mal sooo schlecht. Hwludwig weist im Artikel völlig zurecht auf Möglichkeiten und Anzeichen einer systematischen Verrohung hin, welche die Abkehr von einem zuvor höherwertigen Zustand immer in sich trägt. Und ich weise darauf hin, dass das im Kleinen genauso gilt. Hier kann der Einzelne mit einem Tritt mehr bewirken, als es eine Gesetzesänderung jemals könnte.

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