Versailles 1919 – Die Unterwerfung Deutschlands unter das Kriegsschuld-Diktat

Am 28. Juni 2019 jährte sich zum 100. Mal der Tag, an dem die Vertreter Deutschlands erpresst wurden, das Versailler Diktat zu unterzeichnen und die Lüge von der deutschen Kriegsschuld zu akzeptieren – ein folgenschweres Ereignis, das die weitere äußere und innere Zerstörung Mitteleuropas bis heute bestimmt hat. Umso wichtiger ist es, die wahren Kriegstreiber aufzuzeigen, wie sie heute nachgewiesen werden können. Der Deutsch- Franzose Cyril Moog stellt aufgrund der Forschungen schottischer Historiker übersichtlich das Netzwerk dar, das gegen Mitteleuropa geknüpft wurde. (hl.)

Ein Gastbeitrag von Cyril Moog

„Die alliierten und assoziierten Regierungen erklären, und Deutschland erkennt an, dass Deutschland und seine Verbündeten als Urheber für alle Verluste und Schäden verantwortlich sind, die die alliierten und assoziierten Regierungen und ihre Staatsangehörigen infolge des Krieges, der ihnen durch den Angriff Deutschlands und seiner Verbündeten aufgezwungen wurde, erlitten haben.“

So lautet der Artikel 231 des «Friedensvertrages» von Versailles, den die deutsche Delegation am 28. Juni 1919 im Schloss von Versailles unterzeichnen musste, um nicht zu riskieren, dass Deutschland besetzt und die britische Seeblockade, die zu Hunderttausenden von zivilen Toten in Deutschland und Österreich-Ungarn, aber auch in neutralen Staaten wie Dänemark führte, weiterhin aufrecht erhalten werden würde.

Dagegen vertritt der australische Historiker Christopher Clark die These, dass die «Schuld» für den Ersten Weltkrieg keineswegs bei einem einzigen Akteur zu finden sei. Vielmehr sieht er die Ursache in einer verhängnisvollen Kette von Entscheidungen verschiedener Akteure, die zum Krieg geführt haben sollen. Mit seinem Titel The Sleepwalkers (deutsch: Die Schlafwandler: Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog, 2012) greift Clark das scheinbar versöhnliche Diktum des ehemaligen britischen Premiers David Lloyd George aus den 1920er Jahren auf, demzufolge keine der europäischen Mächte den großen Krieg wirklich gewollt habe. Vielmehr seien sie alle mehr oder weniger schlafwandelnd blind in die Katastrophe «hineingeschlittert».

Was, wenn es einen solchen Kriegswunsch eben doch gegeben hat? Was, wenn der Krieg erwünscht und von langer Hand geplant gewesen ist – allerdings nicht von deutscher Seite? In ihrem 2013 erschienenen Buch Hidden History: The Secret Origins of the First World War offenbaren Gerry Docherty und Jim Macgregor, wie unser Bild von den damaligen Ereignissen in einem ganzen Netz vorsätzlicher Lügen besteht, das die damaligen Siegermächte sorgfältig gestrickt haben, damit es sich tief in der Psyche festsetzt. Die beiden schottischen Historiker stützen sich dabei auf Fakten und Indizien, die im Laufe der vergangenen Jahrzehnte ans Tageslicht gekommen sind: Tatsächlich habe nicht Deutschland den Ersten Weltkrieg zu verantworten, sondern ein einflussreicher Zirkel in Großbritannien, der lange vor Beginn des Krieges die militärische Niederwerfung Deutschlands angestrebt habe.

Am Anfang war die Angst
Die bislang weitgehend unbekannte Geschichte, wie eine geheime Elite die Menschheit in den Ersten Weltkrieg stürzte, beginnt mit der Angst: der gemeinsamen Furcht einiger Angehöriger der englischen Oberschicht, dass eine Wachablösung anstehen würde, sollte nicht sehr bald etwas äußerst Radikales geschehen. Deutschland war drauf und dran, in wichtigen Bereichen wie Technik und Forschung, Industrie und Handel an England vorbeizuziehen. Daraufhin wurde im Jahr 1891 in London von Mitgliedern der englischen Herrscherklasse eine Geheimgesellschaft gegründet, deren Ziel nichts Geringeres als die Weltherrschaft war. Zu diesem Zweck sollte das British Empire reformiert und auch die engen Verbindungen zwischen Großbritannien und den USA erneuert werden. «Im innersten Kreis des von Cecil Rhodes gegründeten und finanzierten Geheimbundes stand eine handverlesene Gruppe von Männern, die heimlich die britische Kolonial- und Außenpolitik kontrollierte.»1

Dazu gehörten William T. Stead, einer der einflussreichsten Journalisten seiner Zeit, und Lord Esher, der in den letzten Regierungsjahren Queen Victorias die Interessen des Königshauses vertrat und sowohl unter König Edward VII. als auch unter König George V. die imperiale Politik steuerte. Die Gesellschaft konnte zudem auf den großen Einfluss zurückgreifen, den die Familien Salisbury und Rosebury schon seit Langem in der britischen Politik innehatten. Auch King Edward VII. und die dem britischen Establishment sehr nahestehende internationale Bankiersfamilie der Rothschilds konnte miteingebunden werden…

Südafrika
Mithilfe massiver Investitionen seitens der Familie Rothschild war Cecil Rhodes in der Lage, mit Gold und Diamanten in Südafrika ein enormes Vermögen anzuhäufen. Hinzu kam, dass die Krone ihm die Erlaubnis erteilte, die British South Africa Company zu gründen, durch die er in den Genuss einer eigenen privaten Polizei und einer Armee kam, mit deren Hilfe den Eingeborenen auf brutale Weise mehr und mehr Land abgenommen wurde. Als der Geheimbund um Rhodes den Entschluss gefasst hatte, sich das Transvaal-Gold zu sichern, wurde ein unausgegorener Plan für eine Invasion entwickelt, die dann auf peinliche Weise scheiterte. Daraufhin übernahm Alfred Milner, ein enger Vertrauter von Cecil Rhodes, die Leitung. Es gelang ihm, zum Hochkommissar der Kapkolonie ernannt zu werden, nur um anschließend einen erneuten Krieg gegen die Buren vom Zaun zu brechen. Während der Kampfhandlungen wurden den Briten jedoch mehrere schwere Niederlagen zugefügt. «Das britische Heer brauchte nicht lange, um eindrucksvoll zu beweisen, dass es für den Krieg in Südafrika nicht geeignet war.»

Das Blatt wendete sich erst am Anfang des Jahres 1900, nachdem Feldmarschall Lord Roberts und dessen Stabschef General Lord Kitchener mit 60’000 Mann Verstärkung in Südafrika eingetroffen waren. Als die Buren zu einem für die Briten äußerst verlustreichen Guerillakrieg übergingen, wandte Kitchener eine Strategie der «verbrannten Erde» an: Die Farmen in den Guerillagebieten wurden zerstört, die Ernten vernichtet und an die 120’000 Farmbewohner, vor allem Frauen und Kinder, in von Alfred Milner abgesegnete Konzentrationslagern interniert. Aufgrund katastrophaler Lebensbedingungen starben 26’000 Frauen und Kinder an Hunger und Krankheiten. 1905 kehrte Milner dann nach Großbritannien zurück, von wo er das nächste Ziel besser anvisieren konnte: das deutsche Kaiserreich.

Deutschland wird ins Visier genommen
Deutschlands wirtschaftlichen, industriellen und kommerziellen Aufstieg wertete die Geheime Soziopathen-Elite um Alfred Milner – Cecil Rhodes war bereits im Jahr 1902 verstorben – als direkte Bedrohung für ihre Weltherrschaftspläne. Zunächst würde man Verbündete für den Waffengang gewinnen müssen, die marode Armee musste generalüberholt werden und auch die Royal Navy würde ihren historischen Vorsprung nicht einbüßen dürfen. Außerdem musste man mit propagandistischen Methoden auch die Öffentlichkeit auf deutschfeindlichen Kurs bringen. König Edward VII., seit 1874 Großmeister der Vereinigten Großloge von England und Protektor der britischen Freimaurerei, ließ sich in die Pläne einbinden und wurde zum Architekten der Entente Cordiale, Lord Esher zum Dreh- und Angelpunkt der Bemühungen, die Armee zu modernisieren.

Marokko – der erste Versuch
In der bereits 1904 von London und Paris unterzeichneten Entente Cordiale wurden die britische Kontrolle über Ägypten und das Interesse Frankreichs an Marokko bekräftigt. Als Frankreich dazu ermutigt wurde, ein internationales Abkommen mit Marokko zu brechen, um Deutschland damit zum Krieg anzustacheln, schlug Kaiser Wilhelm II. jedoch vor, das Thema einfach auf einer Konferenz mit internationaler Beteiligung zu klären. Unterdessen lehnte das französische Parlament die Kriegstreiberei des französischen Außenministers Théophile Delcassé ab, der die volle Rückendeckung durch König Edward VII. genoss, und zwang ihn zum Rücktritt. Die Geheime Elite erkannte, dass man die französische Regierung erst noch viel gründlicher würde korrumpieren müssen.

Ein weiterer Verbündeter – das Zarenreich
Auch das Zarenreich sollte zu einem Bündnispartner gegen Deutschland gemacht werden. Mithilfe des russischen Außenministers Alexander Iswolski, der von der Geheimen Elite finanziert wurde und fortan einen Bündniskurs mit Großbritannien verfolgte, wurde 1907 ein Abkommen unterzeichnet, das Streitfragen zwischen den beiden Mächten in Afghanistan, Persien und Tibet löste.  Um Russland schließlich in die Entente Cordiale einzubinden, wurde King Edward VII. 1908 nach Reval entsendet, wo er sich mit dem Zaren traf. Edward ließ sich zu dem Treffen von seinen Beratern aus der Geheimen Elite und Mitgliedern des Committee of Imperial Defence begleiten, der Zar vor allem von Außenminister Alexander Iswolski, der nicht damit aufhörte, die Balkanstaaten gegen Deutschland und Österreich-Ungarn aufzustacheln. Die Bewegung für ein Groß-Serbien wurde dabei ermutigt, ihre Rachepläne nicht aufzugeben und sich auf spätere Einsätze vorzubereiten.

Eine neue Regierung in England
Noch während sich die Regierungszeit der Konservativen dem Ende näherte, hatten die Konservativen unter Balfour und Landsowne einen geheimen Unterausschuss ins Leben gerufen: das Committee of Imperial Defence. Das Gremium nahm geheime Militärgespräche mit Frankreich und Belgien auf. Das Thema: Wie würde man bei einem Krieg gegen Deutschland vorgehen? Als schließlich ein Regierungswechsel anstand, konnte die geheime Elite H.H. Asquith zum Premierminister machen, Richard Haldane zum Kriegsminister und Edward Grey zum Außenminister, so dass die Außenpolitik nahtlos fortgesetzt werden konnte. Alle drei waren enge Freunde und Bewunderer Alfred Milners, mit dem sie regelmäßig in Kontakt standen. Sämtliche Informationen zu ihren Aktivitäten verheimlichten sie vor dem liberalen Kabinett, um in aller Ruhe weiter auf einen Krieg mit dem Deutschen Reich zuzusteuern. Während Außenminister Grey die Pläne für den Krieg weiter vorantrieb, gab Kriegsminister Haldane der Armee eine neue Struktur. Admiral Sir John Fisher wiederum verpasste der Flotte eine radikale Modernisierung: die Kriegsschiffe sollten fortan mit Öl befeuert werden. Später übernahm Winston Churchill diese Aufgabe.

Die Reihen schließen sich
Die Geheime Elite wollte in der Öffentlichkeit das Gefühl vermitteln, dass Deutschlands Flottenbauaktivitäten eine Bedrohung für Großbritannien darstellten. Zu diesem Zweck förderte Lord Northcliffe in seinen Blättern ausgedachte Schauergeschichten über eine deutsche Invasion in England, ebenso über zahlreiche deutsche Spione, die angeblich verdeckt im Land agierten. Währenddessen wurden überall im Empire Ableger der Geheimgesellschaft gegründet, um die «Dominions» stärker zu einer Einheit zu verschmelzen und auf den Krieg vorzubereiten; auch die USA sollten stärker eingebunden werden.

Schon Cecil Rhodes hatte erkannt, dass die USA eine zentrale Rolle würden spielen müssen, wenn man eine Welt anstrebe, die von der «angelsächsischen Rasse» dominiert werden solle. In den USA sammelte sich die wirtschaftliche Macht immer stärker in einigen New Yorker Familiendynastien, darunter die Häuser Morgan und Rockefeller. Auch die Rothschilds waren eng mit Morgan sowie mit anderen aufstrebenden Kreditinstituten wie etwa Kuhn, Loeb & Co., Jacob Schiff und Paul Warburg verbunden. Der Geldadel in den USA wirkte massiv auf die Präsidentschaftswahlen von 1912 ein, damit seine Marionette Woodrow Wilson zum Präsidenten gewählt wurde. Wilson ermöglichte anschließend die Gründung des Federal Reserve Systems im Jahre 1913, das US-amerikanische Zentralbankensystem, mit dem maßgeblich der Erste Weltkrieg finanziert werden konnte.

Der zweite Versuch – Fes und Agadir
1911 wurden Gerüchte einer Rebellion in Fes gestreut. Daraufhin setzte Frankreich ein großes Truppenkontingent in Marsch, das sich dann als Besetzungsarmee entpuppte. Deutschland protestierte lediglich, indem es ein kleines Kanonenboot nach Agadir entsandte. Dies wurde allerdings von der Geheimen Elite maßlos übertrieben: Man behauptete, Deutschland wolle in Agadir einen Marinestützpunkt errichten und von dort aus die Seefahrtswege bedrohen. In Frankreich selbst widersetzte sich der neu gewählte Ministerpräsident Joseph Caillaux den Kriegshetzern und nahm Verhandlungen mit dem Deutschen Reich auf. Erneut also gingen die Deutschen nicht in die Falle und handelten schon wieder eine diplomatische Lösung aus. Die Geheime Elite würde die vollständige Kontrolle über die französische Regierung übernehmen müssen.

In ganz Europa, in Großbritannien und im Empire suchte sich die Geheime Elite Politiker und Diplomaten, die sie nach ihrem Willen formen konnte. In Paris setzte sie Alexander Iswolski, inzwischen russischer Botschafter in Paris, darauf an, den amtierenden französischen Ministerpräsidenten Caillaux zu schwächen, und ihn durch Raymond Poincaré ersetzen zu lassen, einen überzeugten Revanchisten. Unter Poincaré verwandelte sich das französisch-russische Bündnis von einem Verteidigungsabkommen hin zum Kriegsabkommen. 1914 hielten französische Banken über 80 Prozent der russischen Staatsschulden: Poincaré und seine Förderer koppelten die Darlehen an die Bedingung, dass Russland sein Militär ausbaue und das Eisenbahnnetz so modernisiere, dass sich die Truppen schneller gegen Deutschland in Stellung bringen lassen könnten. Die Rothschild-Häuser in London und Paris arbeiteten Hand in Hand daran, Russland über verschlungene Kanäle mit dem notwendigen Kapital zu versorgen.

Pulverfass Balkan
Als das Jahr 1912 anbrach, war es der Geheimen Elite bereits zweimal misslungen, das Deutsche Reich zu einem Krieg anzustacheln. Marokko schien sich also dafür nicht zu eignen, so dass Agenten der Geheimen Elite die schwelenden nationalistischen Spannungen auf dem Balkan anfachten mit dem Ziel, die ganze Region in einen Brandherd zu verwandeln. Die Kommandokette lief vom Foreign Office zu Iswolski in Paris, weiter zu Außenminister Sergei Dmitrijewitsch Sasonow in Russland und schließlich zum russischen Botschafter in Belgrad Nikolaus Hartwig, der als Panslawist die expansionistischen Bestrebungen Serbiens gegen Österreich-Ungarn unterstützte. Außenminister Sasonow meldete dem Zaren, dass sich die Briten insgeheim verpflichtet hatten, Frankreich bei einem Krieg mit Deutschland zu unterstützen. Entsprechend ermutigt, taten sich die Russen mit dem serbischen Nationalisten Oberst Apis und dessen Organisation «Schwarze Hand» zusammen, um das Attentat gegen den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand vorzubereiten.

Als seine Ermordung gelungen war, sorgte die Geheime Elite dafür, dass sich die Morde in Sarajewo zu einer umfassenden Krise auswuchsen. Dabei erhielt Österreich-Ungarn zunächst eine Menge geheuchelter Unterstützung; auch Deutschland wurde mit Freundschaftsbekundungen und Sympathiebeteuerungen hinters Licht geführt. Auf diese Weise wurde Graf Berchtold, seit 1912 österreichischer Minister des kaiserlichen und königlichen Hauses und des Äußern, schließlich zu einer kühnen Reaktion ermutigt: Er würde der serbischen Aggression ein für alle Mal ein Ende bereiten. Mit anderen Worten: Er würde in die britische Falle tappen und Deutschland getreulich folgen. Wie bereits 1912 reiste der französische Ministerpräsident Raymond Poincaré nach Sankt Petersburg und bekräftigte sein Versprechen, dass Frankreich, sollte Deutschland Österreich beistehen, an der Seite Russlands in den Krieg ziehen würde. Im Parlament, in der Presse und in Diplomatenkreisen wurde Deutschland unterdessen vorgelogen, dass sich die Beziehungen zu Großbritannien deutlich gebessert hätten. Dabei trieben die Agenten der Geheimen Elite ihre Vorbereitungen für die Zerstörung des Kaiserreiches immer weiter voran.

Serbiens Antwort auf Österreichs Forderungen setzte schließlich die Falle in Kraft, die man Graf Berchtold gestellt hatte. Während der deutsche Reichskanzler Bethmann Hollweg noch verzweifelt nach Wegen suchte, den Frieden zu wahren, und auch Graf Bechthold nun bereit war, «einen Schritt vom Abgrund» wegzutreten, genehmigte der Zar am 26. Juli eine Teilmobilisierung der russischen Streitkräfte. Dass die Generalmobilmachung durch eine Großmacht die erste Kriegshandlung war, galt als allgemein akzeptierte Tatsache.

Am 1. August sandte der russische Botschafter Alexander Iswolski ein Telegramm aus Paris nach Sankt Petersburg: «Frankreichs Kriegsminister, in herzlicher und bester Laune, informierte mich, dass die Regierung sich verbindlich zum Krieg entschieden habe.» Also fast 24 Stunden bevor Deutschland die Generalmobilmachung verkündet und Russland den Krieg erklärt hatte. Um 16 Uhr gingen aus dem zentralen Telegrafenamt in Paris Telegramme mit dem Befehl der Geheimmobilmachung ab. Zu diesem Zeitpunkt hatten auch Serbien, Österreich, Russland, Frankreich und Großbritannien auf die eine oder andere Weise damit begonnen, ihr Militär vorzubereiten. Einzig das Deutsche Reich hatte noch nichts unternommen. Erst nachdem der Kaiser 24 Stunden lang vergeblich auf eine Antwort seiner telegrafischen Forderung gewartet hatte, Russland solle sämtliche Truppenbewegungen entlang der Grenze einstellen, befahl er die Generalmobilmachung.

So entschloss sich das Deutsche Reich als letzte der europäischen Großmächte zu diesem unwiderruflichen Schritt, der ihm von der Entente Cordiale aufgenötigt wurde. «Wie», fragen Docherty und Macgregor, «passt das zu der Behauptung, Deutschland habe den Ersten Weltkrieg begonnen? (…) Was sonst hätte Deutschland tun können? Entweder geduldig die eigene Vernichtung abwarten oder zuschlagen, um sich zu verteidigen. Damit die deutschen Streitkräfte bei einem Zweifrontenkrieg überhaupt eine Chance hatten, mussten sie blitzartig Erfolge einfahren.»

Eine gerechte Sache
Der britische Außenminister Edward Grey wusste mittlerweile, dass die britische Öffentlichkeit nicht zum Krieg bereit wäre, wenn Deutschland nicht klar als Aggressor hingestellt werden könnte. Also benötigte er noch unbedingt eine vermeintlich gerechte Sache, um die Briten mit in den Krieg zu reißen: Man fand sie im «tapferen kleinen Belgien», das man vor den verachtenswerten «Hunnen» beschützen müsse. Als der deutsche Botschafter in London den Vorschlag unterbreitete, dass Belgiens Souveränität gewahrt bliebe, insofern Großbritannien dafür seine Neutralität versprechen würde, bekam er von Außenminister Grey keine aufrichtige Antwort. Stattdessen log er, dass es vorläufig nicht die geringste Absicht gebe, feindlich gegen Deutschland vorzugehen. Auf diese Weise sorgte Grey dafür, dass jedes Angebot von Frieden und Neutralität aus Berlin abgelehnt oder zurückgehalten wurde. Gleichzeitig zeigte er sich über das deutsche Verhalten überaus empört: Angeblich habe das Kaiserreich alle Bemühungen um Einigung abgetan, um stetig auf den Krieg zuzumarschieren. Dabei wusste er nur zu gut, dass Deutschland notwendigerweise durch Belgien würde marschieren müssen, um sich gegen Frankreich zur Wehr zu setzen.

Am Abend des 2. August übergab der deutsche Botschafter in Brüssel den versiegelten Brief, den Generaloberst Moltke der Chef des deutschen Genalstabs, ihm vorher zur Aufbewahrung zugestellt hatte. In dem Schreiben hieß es, Deutschland habe verlässliche Informationen, dass Frankreich durch Belgien marschieren und das Kaiserreich angreifen wolle. Deutschland sei als Reaktion darauf seinerseits gezwungen, in Belgien einzumarschieren. Wenn sich Belgien nicht in den Weg stelle, verspreche Deutschland, nach Ende des Krieges und mit Friedensbeginn das Territorium zu räumen, für alle entstandenen Schäden aufzukommen und die Lebensmittel zu bezahlen, welche von den deutschen Truppen verbraucht würden. Sollte Belgien die deutschen Einheiten dagegen nicht widerstandslos passieren lassen, sehe Deutschland sich leider gezwungen, Belgien als Feind zu betrachten. Der belgischen Regierung wurden zwölf Stunden Zeit für eine Antwort gegeben, also bis 7 Uhr am Morgen des 3. August. König Albert I. von Belgien schickte Sir Edward Grey eine Botschaft: Belgien werde das deutsche Ansinnen ablehnen, man bitte um die Hilfe Großbritanniens.

Als nun endlich feststand, dass Deutschland die belgische Neutralität definitiv verletzen würde, ließ Außenminister Grey seine heuchlerische Maske fallen und «machte sein Engagement für eine Sache öffentlich, die nicht benannt werden konnte – den Vernichtungskrieg, den die Geheime Elite gegen Deutschland führen wollte». Im Kabinett ging es nun schlagartig um die Loyalität gegenüber Belgien. Sollten die Briten einfach tatenlos mit ansehen, wie Belgien unter die Räder kommt, wäre der Ruf des Empire auf ewig beschädigt. In Wirklichkeit hatte es bereits seit 1906 streng geheime Militärabkommen zwischen Belgien und Großbritannien gegeben: bis in die kleinsten Details hatten Briten und Belgier ihre Militärtaktik geplant und aufeinander abgestimmt. Die Neutralität Belgiens war also nichts weiter als eine weitere Lüge, eine Täuschung, die man psychologisch sehr geschickt aufrechterhalten hatte, um die Briten vom Krieg gegen Deutschland zu überzeugen und die Deutschen als Bösewichter darstellen zu können. Nun erklärte Grey im Unterhaus, dass Großbritannien nicht tatenlos zusehen würde, sollte es zu einer Invasion Belgiens kommen, dass man Frankreich auf See unterstützen und Deutschland davon in Kenntnis setzen würde.

Am 3. August 1914 hielt Sir Edward Grey vor dem Unterhaus eine Rede, in der er noch einmal betonte, wie sehr er sich und seine Kollegen vom Foreign Office darum bemüht hätten, den Frieden in Europa zu bewahren. Er sprach vom furchtbarsten Verbrechen, das je die Seiten der Geschichtsbücher besudelte, dann eilte er aus dem Parlament, um Deutschland das schicksalhafte Ultimatum zu stellen – wohlwissend, dass die Besetzung Belgiens bereits im Gange war, die zentrale britische Forderung also nicht mehr zu erfüllen war. «Das Ultimatum war somit im Grunde eine Kriegserklärung.» Dann unterschrieb König George V. am Abend des 4. August 1914 im Buckingham Palace die offizielle Kriegserklärung. So bekam die Geheime Elite endlich ihren Krieg gegen Deutschland, den sie seit so vielen Jahren angestrebt und geplant hatte. Kaum begonnen, wurde das Kaiserreich auch schon propagandistisch mit Schuld überhäuft.

Vier Jahre später, am 11. November 1918, wurde nördlich von Paris, im Wald von Compiègne, in dem Eisenbahnwagon von General Foch der Waffenstillstand mit Deutschland unterzeichnet. «Der Vertrag besagte, der deutsche Kaiser habe einen Expansionskrieg geführt und Europa tyrannisiert, während Großbritannien, Frankreich und Russland alles getan hätten, um dies zu verhindern. Deutschland habe sich der schwersten Verbrechen gegen die Menschlichkeit und die Freiheit, die je eine Nation beging, die sich selbst als zivilisiert bezeichnet, schuldig gemacht. Mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln – Universitäten, Presse, Kirchenkanzeln und dem gesamten Staatsapparat – trug die Geheime Elite diese falsche Schuldzuweisung in die Welt hinaus. Sie diffamierte den Kaiser und Deutschland und glorifizierte die Entente-Mächte.» Gleichzeitig musste die tatsächliche Verantwortung der britischen Elite für den Krieg vertuscht werden: die wahren Hintergründe sollte auch die Nachwelt niemals erfahren.

Tatsächlich waren diese Leute auch in der Lage, die für sie relevante Geschichtsschreibung zu kontrollieren – und zwar «von der kleinsten Dorfschule bis hinauf zu den Elfenbeintürmen der akademischen Welt». Regierungsunterlagen wurden sorgfältig darauf überprüft, ob sie in die offizielle Version der Geschichte des Ersten Weltkrieges einfließen durften oder nicht. Potenziell belastende Unterlagen wurden verbrannt, aus den offiziellen Registern getilgt, vernichtet, gefälscht oder umgeschrieben.

Geschichte als Immunsystem
Wir können davon ausgehen, dass eine solche Betrachtung der Geschichte – ganz besonders, wenn es sich nun um die wahre Beschreibung historischer Tatsachen handelt – auch heute noch politisch mehr als unerwünscht ist; mit anderen Worten: «volkspädagogisch wertlos», weil eine solche Geschichte wohl nicht dazu beiträgt, die Deutschen «in Schach zu halten». Viele Menschen im In- und Ausland scheinen immer noch eine tief verankerte Angst davor zu haben, dass die Deutschen – sobald sie keine Schuld, oder auch nur weniger Schuld und Gewissensbisse verspürten, jene mörderische Bestie in sich wieder aufsteigen lassen könnten, die für einen Großteil der Gräuel des 20. Jahrhunderts verantwortlich gemacht wird. Dabei sollte man nicht vergessen, dass gerade die offensichtlich ungerechtfertigte Schuldzuweisung in Bezug auf den Ersten Weltkrieg selbst nicht ganz unverantwortlich war am Erstarken des Nationalsozialismus. Schließlich diente sie als Rechtfertigung für die Kriegsreparationen, die von den Nationalsozialisten propagandistisch ausgeschlachtet wurden, um gegen die Weimarer Republik, um gegen Freiheit, Demokratie, ja gegen das sogenannte «internationale Judentum» zu wettern.

Selbst die Bundesrepublik wurde noch in die Pflicht genommen und musste bis etwa 1983 14 Mrd. DM an Reparationszahlungen für den Ersten Weltkrieg zurückzahlen. Eine stolze Summe, wenn man davon ausgeht, dass die Schuldzuweisungen auf Lügen beruhten. Hinzu kamen Zinsen in einer Höhe von 251 Millionen Mark aus den Jahren 1945 bis 1952, die bis zur Wiedervereinigung Deutschlands ausgesetzt und schließlich ab dem 3. Oktober 1990 wieder fällig wurden, und schließlich am 3. Oktober 2010 getilgt wurden.

Wichtiger ist jedoch die Frage, welche Wirkung dieses Schuldbewusstsein im Bereich des Seelisch-Geistigen hat. Wenn es nun wirklich so ist, dass im deutschen Volk – im Sinne einer «historisch gewachsenen Kulturgemeinschaft, in der die Menschen eine ganz spezifische seelische Grundhaltung zur Welt einnehmen und zu einer besonderen Art des gedanklichen, künstlerischen und religiösen Strebens hinneigen»2, wenn in dieser deutschen Kulturgemeinschaft «das tiefe Streben veranlagt ist, zu den Ursachen der materiell wahrnehmbaren Welt zu dringen und die Erkenntnis auf die hinter der Oberfläche wirkenden geistigen Kräfte zu erweitern, die den Erscheinungen zugrunde liegen»3, dass «der Deutsche», wie Friedrich Hebbel 1860 schrieb, «alle Eigenschaften hat, sich den Himmel zu erwerben», so kann man sich fragen, welche Folgen dieses Schuldbewusstsein für das Streben nach den geistigen Quellen des Daseins haben könnte. Könnte es nicht sein, dass die Deutschen vor der eigenen inwendigen Hölle eine solche Angst haben, dass sie wie programmiert davor zurückschrecken, nach den Sternen zu greifen?
Womöglich wirkt das deutsche Schuldbewusstsein, das mit einer Dämonisierung der deutschen Kultur einhergeht, in allen seinen Facetten wie eine Art geistiges Immunsystem.

Betrachtet man nun all die Geschehnisse, die zu den zwei Weltkriegen geführt haben, aus einer geistigen Perspektive, dann können diese Weltkriege als diabolische Inszenierungen erscheinen, die u.a. auch dazu geführt haben, dass die Deutschen so sehr an sich selbst verzweifeln, dass sie keinen Gebrauch mehr von ihren spirituellen Eigenschaften machen, dass ihr Streben, zu den Ursachen der materiell wahrnehmbaren Welt zu dringen, aufgeben, um sich nur noch rein weltlichen Dingen zu widmen. Möge der Tag kommen, da die Deutschen und alle, die mit der deutschen Kultur auf die eine oder andere Weise verbunden sind, bei klarem Wissen um die grauenhaften Taten der Nationalsozialisten – Taten, die tatsächlich auch im Namen des deutschen Volkes begangen wurden – zurückfinden zu den lichten Quellen ihrer eigenen Kultur.

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Anmerkungen
1    Docherty, Gerry & Macgregor, Jim: Verborgene Geschichte – Wie eine geheime Elite die Menschheit in den Ersten Krieg stürzte, Rottenburg 2014. Alle nicht ausdrücklich gekennzeichneten Zitate sind Zitate aus diesem Buch.
2    https://fassadenkratzer.wordpress.com/2015/10/07/volk-oder-bevoelkerung-von-den-quellen-der-deutschen-kultur/
3    https://fassadenkratzer.wordpress.com/2015/10/21/deutscher-geist-und-deutsche-seele-verkannt-verdraengt-verleumdet/

Hinweise:
Der Artikel wurde zuerst veröffentlicht in „Der Europäer“ Februar 2019.

Von Cyril Moog ist ein neuer Roman erschienen: Der neue Mensch – 1917-1923.

Cyril Moog 9783943007138
https://zeitgeist-online.de/2013-11-30-00-57-32/1061-cyril-moog-der-neue-mensch.html

 

39 Kommentare zu „Versailles 1919 – Die Unterwerfung Deutschlands unter das Kriegsschuld-Diktat“

  1. Zitat: „Auch das Zarenreich sollte zu einem Bündnispartner gegen Deutschland gemacht werden.“ (um 1907)
    Ein Bündnispartner gegen Deutschland, zunächst allerdings nur Frankreichs, war Russland ganz offiziell schon seit 1894. Der Grund der Entfremdung zwischen Russland und Deutschland lag in der zunehmend russlandfeindlichen deutschen Politik nach Bismarcks Rücktritt 1890, wobei die Nichtverlängerung des Rückversicherungsvertrages nur ein Mosaikstein war. In den Jahren darauf änderte sich an „unserer“ Politik nichts – obwohl es seitens des Zarenreichs Gesten der Entspannung gab. Russland blieb für die deutsche Öffentlichkeit, in den letzten Jahren vor dem 1.Weltkrieg zunehmend, das „Reich des Bösen“- schön an den Karikaturen sowohl der rechten Presse (Kladderadatsch) als auch der linken (Simplizissimus) zu sehen. Kaum einer in DE nahm war, dass man sich selbst durch dumme Außenpolitik in eine Sackgasse manövriert hatte und Großbritannien inzwischen der eigentliche Hauptgegenspieler war.
    Einige Parallelen mit der Gegenwart sind kaum übersehbar.

    1. Jan von Flocken hat das mal auf den Punkt gebracht. Um ein Bündnis mit Rußland zu haben, dafür muß auch Rußland gewillt sein sein solches einzugehen. Und weiter, Bismarck wäre irgendwann so oder so gestorben, was wäre denn dann mit dem Bündnis geworden, wenn es angeblich so sehr von ihm abhing.

      Die Behauptung, Wilhelm II. sei daran schuldig, daß Rußland den Bündniswechsel vornimmt, ist a-historisch und gehört ins Reich der Schlafwandler und Alleinschuldigen.

      1. Stichwort „a-historisch“: das Deutsche Reich (offiziell Caprivi, aber tatsächlich standen natürlich Leute wie von Holstein, Waldersee und Wilhelm 2. selbst dahinter) lehnte ein Bündnis ab. Nicht das Russische. Das ist historisch.
        Hängt allerdings nur insoweit mit dem Thema des Artikels zusammen, als es um epochenübergreifende Fehlertendenz deutscher Außenpolitik geht.
        Was den Grundtenor des Artikels betrifft: nur über Willkür und Fehler der Sieger in Versailles zu klagen mag ja für den einen oder anderen angenehm sein. Es verhilft jedoch sicher nicht dazu, aus der Geschichte zu lernen.

        1. „Es verhilft jedoch sicher nicht dazu, aus der Geschichte zu lernen.“

          Was soll man denn da lernen? Es gibt doch nur zu lernen, dass die offizielle Geschichtsschreibung vollständig verbogen und manipuliert ist. Dass Deutschland zur vertraglichen Annahme einer „Alleinschuld“, die es niemals gab, gezwungen wurde, dafür bis in die allerjüngste Vergangenheit massiv bezahlt hat, und sich kurz nach Ende der Zahlungen plötzlich herausstellen durfte, dass es ja gar nicht so war.

          Weiterhin dürfen wir lernen, dass sich niemand um die Wiedergutmachung dieser aufgezwungenen Schuld bemüht, und diese ganze Scharade weiterhin in den Köpfen aller Menschen herumgeistern soll, obwohl sie nicht stimmt.

          Wir können weiterhin daraus lernen, dass das, was Putin vor ein paar Jahren, absolut stimmt: nämlich, dass die Schuldigen am 2. Weltkrieg die Gewinner des ersten sind. Also nicht Deutschland. Ich bin mir sicher, in einiger Zeit wird auch beim 2. Weltkrieg die Geschichtsschreibung feststellen dürfen, dass alles anders war, als man immer geglaubt hat, und viele der „historisch bekannten Tatsachen“ sich als propagandistische Kriegstreiberei und Finanz- und Machtpolitische Vorteilsnahme herausstellen werden. Wie schon beim ersten Streich.

          Aber dann wird man vermutlich das Deutsche Volk nur noch im Zoo bewundern können…

  2. Falls jemand sich durch diesen Text zum Widerspruch herausgefordert fühlt und vom „barbarischen deutschen Militarismus“ während des Kaiserreiches erzählen will, hier eine Liste über die tatsächlichen Kriege während des 19. Jahrhunderts (nach den Napoleonischen Kriegen) die von den europäischen Großmächten geführt wurden:

    Kriege des British Empire zwischen 1816-1913:

    1. Gurkha-Krieg (1814–1816)
    2. Dritter Marathenkrieg (1817–1818)
    3. Erster Anglo-Birmanischer Krieg (1824–1826)
    4. Zweiter Anglo-Birmanischer Krieg (1852–1853)
    5. Dritter Anglo-Birmanischer Krieg (1885)
    6. Erster Anglo-Afghanischer Krieg (1839–1842)
    7. Zweiter Anglo-Afghanischer Krieg (1878–1881)
    8. Dritter Anglo-Afghanischer Krieg (1919)
    9. Erster Opiumkrieg (1840–1842)
    10. Zweiter Opiumkrieg (1856–1860)
    11. Neuseelandkriege (1845–1872)
    12. Erster Sikh-Krieg (1845–1846)
    13. Zweiter Sikh-Krieg (1848–1849)
    14. Krimkrieg (1853–1856)
    15. Anglo-Persischer Krieg (1856 – 1857)
    16. Sepoy-Aufstand (1857)
    17. Schweinekonflikt (1859)
    18. Britische Äthiopienexpedition von 1868 (1868)
    19. Aschanti-Kriege
    20. Red River Expedition (1870)
    21. Zulukrieg (1879)
    22. Erster Burenkrieg (1880/81)
    23. Anglo-Ägyptischer Krieg (1882)
    24. Mahdi-Aufstand (1881–1898)
    25. Gordon Relief Expedition (1884/85)
    26. Britisch-Sansibarischer Krieg (1896)
    27. Zweiter Matabelekrieg (1896)
    28. Malakand Field Force (1897)
    29. Boxeraufstand (1899/1900)
    30. Zweiter Burenkrieg (1899–1902)
    31. Feldzüge in Somaliland (1902–1920)
    32. Britischer Tibetfeldzug (1903-1904) https://de.wikipedia.org/wiki/Britischer_Tibetfeldzug

    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Portal:Britisches_Weltreich/Kriege_des_Britischen_Weltreiches

    Kriege des russischen Zarenreiches zwischen 1816-1913 –

    1. 1816–1825: Russisch-Georgischer Krieg
    2. 1817–1864: Kaukasuskrieg – (eigentlich Kaukasuskriege – nach „Russische Zaren“)
    3. 1826–1828: Russisch-Persischer Krieg
    4. 1827: Sieg von Admiral Micahil Lasarew über die türkisch-ägyptische Flotte in der Bucht von Nawarin.
    5. 1828–1829: Russisch-Osmanischer Krieg
    6. 1830-1831: Polnischer Aufstand. Niederdrückung des Aufstands im Jahre 1831.
    7. 1849: militärische Intervention zugunsten Österreichs in der Ungarischen Revolution 1848/1849
    8. 1853: Mittelmeer-Feldzug von General W. Perowski. Einnahme der kokandischen Festung Ak-Metschetj. (Quelle: Russische Zaren)
    9. 1853–1856: Krimkrieg
    10. 1857–1858: Russisch-Georgischer Krieg
    11. 1858: Gewinn der Gebiete zwischen Amur und Küste. (Quelle: Russische Zaren)
    12. 1859: Eroberung des Ostkaukasus (Quelle: Russische Zaren)
    13. 1865: Einnahme von Taschkent durch russische Truppen (Quelle: Russische Zaren).
    14. 1868: Einnahme von Samarkand. (Quelle: Russische Zaren).
    15. 1865–1868: Eroberung des Emirats Buchara
    16. 1865–1869: Eroberung des Khanats von Kokand
    17. 1877–1878: Russisch-Osmanischer Krieg
    18. 1881: Einnahme von Aschchabad.
    19. 1885: Russisch-afghanischer Konflikt. Anschluss von Merw. (Quelle: Russische Zaren).
    20. 1899–1901: Niederschlagung des Boxeraufstands
    21. 1900: Russisch-Chinesischer Krieg
    22. 1904–1905: Russisch-Japanischer Krieg
    23. 1911–1914: Russische Invasion in Täbris, Persien
    Entnommen aus Quellen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Milit%C3%A4roperationen_Russlands_und_der_Sowjetunion
    und: Boris Antonow: Russische Zaren. Petersburg 2012.

    Kriege Frankreichs zwischen 1816-1913

    1. 1821-1829 Griechischer Unabhängigkeitskrieg / Griechische Revolution (Europa)
    2. 1823 Französische Invasion in Spanien (Europa)
    3. 1828-1834 Miguelistenkrieg (Portugal)
    4. 1833-1840 Erster Karlistenkrieg (Europa)
    5. 1838-1839 Kuchenkrieg (Mexiko)
    6. 1830-1848 Eroberung Algeriens (Nordafrika)
    7. 1853-1856 Krimkrieg (Krim, Schwarzes Meer, Balkan, Pazifik)
    8. 1856-1860 Zweiter Opiumkrieg (China)
    9. 1859 Sardinischer Krieg / Zweiter Italienischer Unabhängigkeitskrieg (Italien)
    10. 1862-1867 Französische Intervention in Mexiko (Mexiko)
    11. 1870-1871 Deutsch-Französischer Krieg (Europa)
    12. 1884-1885 Chinesisch-Französischer Krieg (Südostchina, Taiwan)
    13. 1893 Französisch-Siamesischer Krieg (Siam, heute Thailand)
    14. 1899-1901 Boxeraufstand (Nordchina)
    15. Am 21. Mai 1911 marschierten französische Truppen unter General Charles Moinier nach Marokko ein und besetzten Fès und Rabat. https://de.wikipedia.org/wiki/Zweite_Marokkokrise

    Quelle: – wissenschaftl. Dienst d. Deutschen Bundestags, als PDF herunterzuladen:
    Wd-1-046-16-pdf-data.pdf-Adobe Reader
    Siehe auch: Wissenschaftliche Dienste Deutscher Bundestag, Dokumentation: „Beteiligungen Englands und Frankreichs an Kriegen im 18. Und 19. Jahrhundert.“

    Kriege deutsch-sprachiger Staaten zwischen 1816-1913

    Und nun, im Vergleich dazu, die Liste der Kriege, die die späteren, sogenannten „Mittelmächte“, also Preußen, der Deutsche Bund und Österreich im gleichen Zeitraum geführt haben:
    1. Schleswig-Holsteinischer Krieg (1848–1851)
    2. Krieg gegen Ungarn 1848 und 1849
    3. Deutsch-Dänischer Krieg (1864)
    4. Deutscher Krieg (1866)
    5. Deutsch-Französischer Krieg (1970-1871)
    6. Militärische Besetzung Bosnien-Herzegowinas durch Österreich-Ungarn (auf Anraten Lord Salisburys während des Berliner Kongresses, 1878)
    7. Boxeraufstand (1899/1900)
    8. Herero-Aufstand (1904)
    9. Nama-Aufstand (1904-1908)

    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kriege_und_Schlachten_Preu%C3%9Fens
    https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Kaiserreich
    https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96sterreichische_Milit%C3%A4rgeschichte

    Und eine wirklich lange Liste der Kriege, sind diejenigen der USA während dieses Zeitraums, doch die habe ich nicht aufgeführt, aber bei Interesse, siehe hier: : http://www.washingtonsblog.com/2015/02/america-war-93-time-222-239-years-since-1776.html

    1. „8. Herero-Aufstand (1904)“
      „9. Nama-Aufstand (1904-1908)“

      Ist das nicht eigentlich nur ein Punkt? Da ein Aufstand, von 2 Völkern, im gleichen Schutzgebiet, die halt nur zu unterschiedlichen Zeitpunkten final besiegt wurden.

      Jedenfalls wurde das angezettelt von den Engländern. Sollte man eventuell noch hinzufügen, da dies in den Zeitraum des Artikel fällt und eventuell weitergehende Ziele hatte.

      1. Haben Sie denn dafür Belege und Quellen, dass das von den Engländern angezettelt worden sei?

  3. Schöne Zusammenfassung der Vorkommnisse. Leider schifft der Artikel um das Geldwesen herum, sodass das Gewicht der eigentlichen Ursachen zugunsten der Beschreibung von Wirkungen zu kurz kommt. Macht geht eben immer einher mit der Hoheit über das Geld.

    So fehlt im Artikel der Hinweis auf die Tatsache, dass das Empire aufgrund der teuren Expansion Ende des 19. Jahrhunderts faktisch pleite war, während das Kaiserreich aufgrund eines völlig anderen Aufbaus des Steuersystems und der maßvollen Expansion nach außen, zu diesem Zeitpunkt (1877) mit einer Verschuldung von unter 2 Mrd. Mark viel Luft nach oben hatte, um eine Expansion voranzutreiben, die sich in der Ausweitung des Militärs für Auslandseinsätze ausdrückte . Ein Gefahr für das Empire.

    Den Menschen ging es seinerzeit vergleichsweise gut, die Wirtschaft boomte, weil die Steuerbelastung gemessen an heutigen Verhältnissen extrem gering war (Steuerquote auf Einkommen ab 4% bis 0,62 % abwärts) und der Hauptteil in die Länder und Kommunen floss. Die Staatsverschuldung betrug geringe 8% des BIP aufgrund der föderalen Struktur des Staatswesens. Dieses Erfolgsrezept war ein Dorn im Auge des Empires.

    Mit dem verloren Krieg – wie oben beschrieben – war eine erste Maßnahme der Sieger, dieses Steuersystem zugunsten einer leichter zu führenden „Zentrale“ mit exorbitant gestiegenen Einkommensteuersätzen zu zerschlagen und an die angelsächsischen Methodik anzugleichen. Übrigens auch nach dem zweiten WK. Die Siegermächte schraubten den Spitzensteuersatz 1946 auf konfiskatorische 95 Prozent herauf, um den immensen Geldüberhang der verdeckten Inflation abzuschöpfen. Bei verrückten Einkommen- und Umsatzsteuern zugunsten der „Zentrale“ und zulasten des föderalen Prinzips blieb es dann bis heute, um an den geschaffenen Werten über Beteiligungen durch angelsächsische Konzerne zu partizipieren.

  4. Interessant ist, dass seit dem 19ten Jahrhundert immer wieder die gleiche Geldethnie als Kriegstreiber auftaucht. Sei es Warburg, Rothschild, Rockefeller et al. Heute zum Teil abgelöst durch Soros mit den Zuarbeitern Yasha Mounk (Ex-SPD-Mitglied), Barbara Lerner Spectre (Schweden,Padeia-Institut) und Merkel nebst nachgeordneten Charchen der Zentralräte usw. Ausweglose Situation für die friedliebenden Deutschen. Zur Zeit unterstützt Soros Kräfte seiner „Werte“ in den Neuen Bundesländern, um ein Aufsteigen der AfD zu hintertreiben.

  5. „das deutsche Schuldbewusstsein“

    Das „deutsche Schuldbewusstsein“ ist eine eine glatte Lüge.
    Was FEHLT ist das BEWUSSTSEIN derjenigen Deutschen, die nach 1945 geboren wurden und somit gar keinen Schaden angerichtet haben können. Wie sollen diese denn „schuld“ sein an Dingen, welche andere Deutsche, die vor ihnen lebten, getan haben ?

    Welcher Richter verurteilt denn einen 20 jährigen Enkel für Taten seines Grossvaters, die dieser beging, als der Enkel noch nicht mal auf der Welt war ?
    Solcher Richter müsste psychiatrisch untersucht werden.
    Alle diejenigen, welche den heute lebenden Deutschen eine „Schuld“an Dingen „geben“wollen, die geschahen,bevor diese Deutschen geboren wurden, sollten bedenken: Wer jemandem etwas geben will, muss es erstmal selber haben.

  6. „.. bei klarem Wissen um die grauenhaften Taten der Nationalsozialisten – Taten, die tatsächlich auch im Namen des deutschen Volkes begangen wurden “

    Im Teil 2 zum obigen Artikel bitte auch die Wahrheit über den WW2. Denn auch hier sind bis heute viele Siegerlügen im Umlauf. Wenn ich nur an den 3.9.1939 denke, oder an die Krematorien in A…, die bis in die 1970er Jahre hätten durchlaufen müssen, damit die Todeszahlen möglich sind. Ich traue heute keinem „Beweis“-Foto mehr, das aus einem KZ stammen soll. Die können genau so gut von Stalin aus seinen Gulags beigesteuert worden sein. Z.B. die Fotos mit Schuh- und Brillenbergen.
    Man lese z.B. Gerard Menuhin.

    1. Danke, Patriot, genau auf die ‚ grauenhaften Taten der Nationalsozialisten ‚ wollte ich auch kommen. Es darf wohl nicht sein, dass man einen Artikel schreibt, wo nicht an irgendeiner Stelle wieder der Kuebel ueber die Nationalsozialisten ausgekippt wird. Das verdirbt mal wieder den ganzen Posten. Feige, verlogen, beschaemend. Schade.

    2. @Patriot @Frigga
      Nun verlangt mal nicht zuviel in einem Artikel, er ist schon lang genug.
      Natürlich gibt es auch viele Lügen und eine verzerrte Sieger-Geschichtsschreibung über die Zeit des Nationalsozialismus.
      Aber Hitler und seine Genossen waren eine Verbrecherbande mit einer antifreiheitlichen, totalitären Rassenideologie und wirklich auch „grauenhaften Taten“.

      Zu Hintergründen und Lügen siehe:
      https://fassadenkratzer.wordpress.com/2015/04/30/von-der-wegbereitung-des-nationalsozialismus-durch-britisch-amerikanische-finanzkreise/
      https://fassadenkratzer.wordpress.com/2015/05/15/das-britische-schachspiel-die-instrumentalisierung-hitlers-fur-die-westliche-kriegs-strategie/
      https://fassadenkratzer.wordpress.com/2015/05/29/zwang-england-hitler-zum-angriff-gegen-polen/

  7. Den wahren, ausschlaggebenden Grund für den 1. WK halte ich die Bagdadbahn!!!
    (Ruhig mal danach suchen, falls sie nicht bekannt ist.)

    Zu der Zeit hatte GB das Seefahrtsmonopol, und kassierte andere Schiffsführer ab.
    Mit der Bagdadbahn war das hinfällig – und man fürchtete um seine Einnahmen.

    Des weiteren stimme ich „gmccar“ oben zu über deren religiöse Polung: Christen waren das nicht, die Deutschland zerstören wollten (und wollen: Merkel ist eine von ihnen).

    1. Und auch das ist ein einziger Unsinn. Eine einzelne Eisenbahn ist kein Anlaß für einen solchen Krieg, insbesondere nicht mit einem Vorlauf von 1,5 Jahrzehnten, einer Finanzierung des Bahnbaus durch Frankreichs Banken und dann der Fertigstellung der gleichen Bahn, in den 1930ern, wenn diese doch so eine Bedrohung sei.

      Die Bagdadbahn ist eine diese Lügen, die sich nicht ausrotten lassen, wie die dt. Flotte als Kriegsgrund. Oder die Invasionsgefahr der USA über Mexiko.

  8. Habe das Buch von Peter Haisenko gelesen, „England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert“.
    http://anderweltverlag.com/
    Danach liegt die Ursache des ganzen Schlamassels darin, dass das Empire ein ausuferndes Außenhandelsdefizit hatte, mehr oder weniger pleite war im Gegensatz zu Deutschland. Denen mußte dringend etwas einfallen, so wie das Außenhandelsdefizit der Briten vor dem 2. Weltkrieg auch wieder exorbitante Höhen erreicht hatte trotz Raparationen der Deutschen. Wieder drohte die Pleite. Man sieht, es dreht sich alles ums Geld, wie auch das notwendige Gründen der FED 1913.

    Deutschland hatte um 1900 durch internationale Ausschreibungen den Bau der Bagdad-Bahn gewonnen und baute fleißig eine direkte Verbindung von Berlin nach Bagdad. War schon fast fertig. Vorteil: direkte Land-Tranporte deutscher Ingenieurskunst + Eisen/Stahl + andere Vorfertigungen gegen gerade erst im heutigen syrischen Gebiet entdecktem Erdöl. Diese Nicht-See-Handelsgesellschaft hätte den Briten endgültig den Garaus gemacht, zumal der Transport direkt ins Herzland ohne Schiffe optimal gewesen wäre. Und DAS ging gar nicht. Siehe heute die neue Seidenstraße.

    Erdöl wurde damals noch kaum benutzt. Nur als Treibstoff für große Schiffe/Kriegsschiffe wurde Öl der neue Energieträger der Wahl. Vier mal schneller waren Öl angetriebene Schiffe als Schiffe, die Kohle als herkömmlichen Energieträger nutzten. Die Engländer wären dadurch völlig ins Hintertreffen geraten. Deutschland hätte Handel mit Öl-betriebenen Schiffen + Kriegsschiffen im Gegensatz zum Empire betreiben können, dem weiterhin nur Kohle zur Verfügung stand?
    DAS ging gar nicht.

    Die Geschichte lehrte uns, dass das Empire dies zu verhindern wußte. Die imperialistischen Betrügereien des Empire werden deutlich, mit sicheren Quellen belegt, beschrieben und weisen eindeutig nach, wie sehr gerade England den Nahen Osten bis heute destabilisiert hat einschließlich der Förderung der Feindschaft zwischen Juden und Arabern.

    Ja so langsam kommt nun doch alles ans Licht. Die Geschichte wird mit Sicherheit umgeschrieben werden, es sei denn die „Eliten“ sitzen dank u.a. Soros und Resettlement noch einmal am längeren Hebel.

    Betreff des deutschen Geistes: ich verwies schon einmal auf Jean Gebser „Ursprung und Gegenwart“. Seine Texte kommen jetzt erst so nach und nach ans Licht und sind unbedingt lesenswert, da sich das Bild völlig verändert.

    1. „Vier mal schneller waren Öl angetriebene Schiffe als Schiffe, die Kohle als herkömmlichen Energieträger nutzten. “

      Und auch dies ist reiner Unsinn. Kohlefeuerung oder Ölfeuerung hat keinen Einfluß auf die Geschwindigkeit eines Schiffs. Kohle enthält eine geringere Energiedichte, als Öl, weshalb man mehr Kohle mitführen muß, um die gleiche Entfernung wie mit Öl zurücklegen zu können. Und mal rüberpumpen, ist wesentlich schneller als schaufeln müssen.

      Ihre Argumentation mit „England kein Öl, Deutschlands Schiffe aber schon“, ist dann völlig daneben. Es waren die englischen Kriegsschiffe, die mit Öl fuhren, nicht die Deutschen. Woher hatte England dann nur dieses Öl, für die größte Flotte der Welt?

      Englische Schiffe hatten daher eine größere Reichweite, als die Kohlenpötte der Kaiserlichen Marine. Ihre Rauchfahne war geringer, da Kohle unsauberer verbrennt = Entdeckung auf Entfernung leichter / schwerer. Nach dem 1. Weltkrieg wurden viele Schiffe von Kohle zu Öl umgerüstet, aber nicht mit neue Maschinen rein, sondern die vorhandenen leicht umbauen, fertig. „4x schneller“ wurde dadurch keines.

      „https://books.google.de/books?id=4L20DQAAQBAJ&pg=PA77&lpg=PA77&dq=umrustüng+kohle+ölfeuerung+kriegsschiffe&source=bl&ots=U5KDJ9QeET&sig=ACfU3U07llPqYQLJACvqlRoE4zrtzfue4w&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwjD_sL7lIrjAhXPxqQKHSYWB6wQ6AEwBHoECAkQAQ#v=onepage&q=umrustüng%20kohle%20ölfeuerung%20kriegsschiffe&f=false“

      Seite 77 Mittelteil, falls Sie ihren Fehler verstehen wollen und mir nicht glauben.

      1. 4 mal schneller war natürlich Blödsinn. Schiffe mit Öl gab es aber erst nachdem die Ölvorkommen im heutigen Syrien entdeckt wurden. Das haben die Engländer natürlich sofort für sich beansprucht. Die Bagdadbahn wurde aber zuerst von den Deutschen gebaut und war als Landkonkurrenz zur englischen Flotte zu verstehen, vonwegen Heartland, welches man beherrschen wollte. Die Oelvorkommen entdeckte man erst etwas später!Die folgenden Jahre zeigten, wie sich die Tommis das Öl der damaligen Länder aneigneten. Und das ist keine Lüge. Die eigentliche Bagdadbahn existiert auch gar nicht mehr, hätte sie doch Nachteile für die Anglo-Menschen. Siehe auch später im Iran. Es ging wirklich um Öl. Nachdem man die iranischen Oelvorkommen verstaatlichen wollte, die Engländer hatten bis dahin das Nutzungsrecht, gabs promt eine Revolution gegen den gewählten Mossadegh. Ja, ja, Geld regiert die Welt – noch!!

  9. Wenn wir unbefangen nachdenken wollen über Ziele zweier Weltkriege, dann führt uns alles Gerede über „Schuld“nur in die Irre.
    Was uns weiter führt ist die Frage nach dem Ziel samt demjenigen, der es anstrebt.

    Wer als Ziel die Weltherrschaft anstrebt, wer einen Nationalismus mit englischer Sprache möchte, der muss unbedingt Mitteleuropa zwischen Ost und West abschaffen , also Deutschland abschaffen, um zu verhindern, dass Deutschland eine Allianz mit Russland bildet. Denn Russland gibt den Landweg bis nach China, den weder die Engländer noch die Amerikaner haben. Die haben Seewege, aber keinen direkten Landweg.
    Um diese deutschrussische Allianz zu verhindern, wurden zwei Weltkriege geführt. Es wurde alles dafür getan, um Hass zwischen Deutschen und Russen zu säen, und bisher wurde Russland dreimal der Eiserne Vorhang aufgezwungen, um nur ja nicht uns Deutschen jenen Landweg zu eröffnen.

    Sollten wir Deutschen immer noch nicht kapieren, warum der Eiserne Vorhang wieder vor der russischen Grenze ist und die deutschen Landesgrenzen weit offen stehen wie Scheunentore, um Hinz und Kunz Einlass zu gewähren, dann ist Hopfen und Malz für uns verloren.
    Falls wir aufwachen für diese Dinge, ist Hopfen und Malz für unsere schlimmsten Feinde verloren.

  10. 2014 Scheil – „Mitten im Frieden überfällt uns der Feind – Vergessene Wahrheiten des Ersten Weltkriegs – Die Schuld der Sieger in den Debatten der zwanziger Jahre.“
    Falls es wer nicht verstanden hat, Stefan Scheil bringt englisch, französische, sowjetische, deutsche Quellen aus den 1920ern in diesem Buch zusammen und legt dar, wie Rußland und Frankreich den Krieg gemacht haben.

    2018, Scheil – „Die dreiste Fälschung – Das französische Gelbbuch und die Kriegsursachen von 1914“
    Scheil läßt hier einen Franzosen sprechen (er übersetzte), der in den 1920ern und 30ern die Fälschungen des frz. Gelbbuchs nachspürte, mit denen die „Kriegsschuld Deutschlands 1914 belegt wurden“.

    Den völligen Unsinn von Clark, „Schlafwandler“, kann man auch als Klopapier verwenden.

  11. „Unter Poincaré verwandelte sich das französisch-russische Bündnis von einem Verteidigungsabkommen hin zum Kriegsabkommen.“

    Das stimmt nicht, die Angriffsplanungen gegen Deutschland, die Absprachen wer, wie, wann, mit welcher Truppenmenge vorgeht, waren lange vor Poincare getroffen worden. Defensiv war das Bündnis Rußland-Frankreich zu keinem Zeitpunkt.

    Stichwort „Mobilmachung“. England hatte Flottenmanöver abhalten lassen, glaube mich zu erinnern, die Flotte beendete diese Manöver nie, sondern man beließ sie einfach in dem erhöhten Kriegsbereitschaftszustand, den dies mit sich brachte, was natürlich völliger Geheimhaltung unterlag. Der perfide Albion, wie man ihn halt kennt.

  12. Wenn ein Mann in ein Haus einbricht und den Hausbesitzer mit vorgehaltener Waffe zwingt, ein Schrifstück zu unterschreiben, andernfalls müssten seine Frau samt Kinder sterben, dann würde der Einbrecher von einem Richter dafür verurteilt werden.

    Es gibt eine Ausnahme. Falls der Richter auch selber der Einbrecher war, lässt dieser „Richter“das erzwungene Schriftstück gelten, welches besagt, dass dem „Richter“ jetzt auch noch das Haus des Opfers gehört.
    Etwa so geschehen vor hundert Jahren in Versailles. Viele Deutsche wären weiter verhungert, wenn das Diktat nicht unterschrieben worden wäre unter der Bedrohung durch Lügner.

    Wir können uns fragen, ob wahr ist, was in Joh. 8:32 geschrieben steht, dass die Erkenntnis der Wahrheit uns frei macht. Welche Wahrheit haben Deutsche nicht erkannt, so dass sie besiegt und dadurch unfrei wurden ?
    Diejenige Wahrheit, dass der Richter und der Einbrecher nicht zwangsläufig ZWEI Personenm sein müssen.

  13. Herrliche Diskussionen über „SCHULD“ – genau so alt wie die bekannte Welt – aber leider noch niemals geeignet, den gordischen Knoten der ewigen Kriege gegen das „Böse“ endlich einmal zu zerschlagen, besser aufzuknoten, oder noch besser, endlich ein für alle Male komplett aufzulösen . . .
    .
    Bei SCHULD denken wir an Justitia – an ihre verbundenen Augen & an die zwei Waag-Schalen – von denen eine fast immer schwerer wiegt . . .
    Also KRIEG – um dass Gleichgewicht wieder herzustellen – so sieht es die EINE Seite!
    .
    Nach dem KRIEG – klagen dann aber wieder die Verlierer – weil nun ein neues UN-Gleichgewicht entstanden ist.
    DIESE uralte Methode kann nicht funktionieren – und hat deshalb auch noch niemals funktioniert – und wird auch in der Zukunft niemals funktionieren!
    Irgend etwas haben wir bisher völlig ÜBERSEHEN . . .
    .
    Wenn wir endlich die Wahrheit über die Reinkarnation wissen dürften – dann würden wir das gegenseitige MORDEN als sofort beenden – denn es erschafft mehr neue Probleme, als das es irgendwelche Probleme löst . . .
    .
    Und als Folge dieses ersten Gebotes – würden wir die völlig kontraproduktive „Idioten-Technik“ & „Mörder-Ideologie“ der geisteskranken Militaristen – und damit als erstes den Wahnsinn der KRIEGE durch echte Psychopathen aus unseren Kulturen verbannen!
    .
    Und wir würden statt MÖRDER – nur noch Weltklasse-Manager in unsere Regierungen wählen – und die würden danach bewertet & bezahlt – wie sie ALLE Probleme ENDGÜLTIG lösen, denn das geht nur harmonisch MIT, und nicht GEGEN die Anderen . . . !
    Auf neu-Deutsch nennt man das „win-win“ . . .
    .
    JESUS von NAZARETH gab vor 2019 Jahren den entscheidenden Tipp:
    „Vergebung!“
    Ob wir das eines Tages kapieren . . . ?

    1. Nun, wer guten Willens ist und den Weg bis zu diesem Blogger aufrecht ging – muß ihm hier – an dieser Stelle – zusitmmen. Vergeben.

      Das Schlimmste mußte ich seh’n, Freunde habe ich betrogen usw.

      Bin ich ein Betrüger?

      War ich.

      Jetzt nicht mehr?

      Hoffe ICH.

      Nicht, weil der Glaube zuletzt stirbt – sondern weil: ohne Glaube – nichts geht.

      Also dann: an Alle, die guten Willens sind : Sie dürfen irren, so lang‘ – bis es – paßt.

      An die Anderen (die wissen, daß sie lügen): es wird – so meine ich – Zeit, noch Ein’s d’raufzulegen, denn SO dämlich sind die auch wieder nicht, die ihr zu beeindrucken sucht – obwohl …..

      TIME WILL TELL

    2. @Kalle Möllmann:“Wenn wir endlich die Wahrheit über die Reinkarnation wissen dürften-“

      Es gibt ja bereits mehr und mehr Menschen, die sich der Tatsache bewusst sind, schon als ein anderer Mensch vor geraumer Zeit auf der Erde gelebt zu haben. Und wem solche Erkenntnis urplötzlich aufgeht, der muss noch nicht wissen, wer dieser Mensch namentlich war und wo genau der gelebt hatte, aber solches Bewusstsein hat doch Nachwirkungen.
      Denn wer von mehrfachen Erdenleben ausgeht, der wird die Erde ganz anders wertschätzen als jemand, der glaubt, nur einmal auf der Erde zu leben. Wer glaubt, nur einmal auf der Erde zu erscheinen, dem ist es vielleicht wurscht, wenn nach ihm dieser Planet durch Atomkriege verwüstet wird.

      Ganz anders derjenige Mensch, der von Reinkarnation ausgeht. Ihm liegt am Herzen, die Erde bewohnbar und schön zu gestalten, sie zu bewahren auch für seine eigenen neuen Inkarnationen, in denen dieser Mensch die Möglichkeit hat, Fehler wieder auszubessern, die er in vorigen Inkarnationen beging.
      Das Wissen um Reinkarnationen ist ein Hemmnis für Kriegstreiber, die nur eines wollen: Business as usual.

      Und gerade zu der Zeit, als WK1 begann, war in Deutschland die Anthroposophie lebendig geworden, die auch die Reinkarnation beleuchtet. Die sie aber ganz anders beleuchtet, als der Buddhismus es vermochte.
      WK1 hatte auch den Grund, diese Anthroposophie zum Schweigen zu bringen, die auch besonders den spirituell begabten Russen das zu geben vermag, was sie brauchen. Um das zu verhindern wurde der Materialismus des Karl Marx nach Russland transportiert.
      Der war ja etwas, das geistig dem entspricht, was materiell der Eiserne Vorhang darstellt.
      Marxismus sollte die Russen zu Materialisten machen, damit sie geistig – seelisch den Christus aus ihrem Denken und ihrem Bewusstsein verbannen und somit geistig völlig blind würden für all das, was Christus dem Begründer der Anthroposophie gegeben hat.

    3. Hallo Herr Möllmann,
      danke für Ihren Kommentar. Auch ich halte „Vergebung“ für ganz unerlässlich. Ich frage mich jedoch: Setzt Vergebung nicht Wahrheit voraus? Wie kann ich vergeben, was ich gar nicht weiß?

      Doch auch ich sehne mich danach, dass jene göttliche Liebe in der Menschen Herzen erblühen, jene inwendige Sonne am Horizont erscheinen möge, des Geistes eigene Kraft, um uns – eines Tages von der Schuld erlösend – an die Quelle allen Seins zu führen. Viele Grüße

      1. Hallo Herr Moog,
        aus meiner Sicht ist „Vergebung“ – wie JESUS von NAZARETH sie damals coachte – zunächst ja nur ein anderer Denk-Ansatz, wenn man sich mit einem Problem beschäftigt.

        Nicht nur Vergebung setzt Wahrheit voraus.
        Ohne Wahrheit geht eigentlich NICHTS – wenn man es denn mal zu Ende denkt – denn selbst der direkte „Profit“ einer Lüge wird sofort wieder aufgefressen, durch die MEGA-ANGST vor Aufdeckung & die extremsten Anstrengungen aller Art, diese Aufdeckung möglichst lange zu verhindern . . .
        Wenn dann noch der heilende Effekt des Wissens um die Reinkarnation mit in die Berechnung einbezogen wird, wie es @ Michael beschreibt:
        ZITAT @ Michael:
        „Wer glaubt, nur einmal auf der Erde zu erscheinen, dem ist es vielleicht wurscht, wenn nach ihm dieser Planet durch Atomkriege verwüstet wird.
        Ganz anders derjenige Mensch, der von Reinkarnation ausgeht. Ihm liegt am Herzen, die Erde bewohnbar und schön zu gestalten, sie zu bewahren auch für seine eigenen neuen Inkarnationen, in denen dieser Mensch die Möglichkeit hat, Fehler wieder auszubessern, die er in vorigen Inkarnationen beging.“
        (Ende Zitat)

        Wer die Macht der Wahrheit begreift – und damit auch die in hundert-tausenden von Fällen wissenschaftlich dokumentierte Reinkarnation als Wahrheit des menschlichen Lebens erkennt – dem erschließt sich die geistige Natur des Lebens!

        Damit ist auch der KRIEG, als die größte aller LÜGEN – die mit Abstand größte & gefährlichste Umwelt-Verschmutzung – und wesentlich schlimmer als Klima-Wandel, CO², Ozon-Loch, Stickoxide, Micro-Plastik, G5, und alle anderen Nebenwirkungen des Fortschritts zusammen.

        Aber Vergebung & Wahrheit hängen eng zusammen.
        Vergebung bedingt Wahrheit – aber auch Wahrheit bedingt Vergebung . . .
        Wer aus blinder Wut zurück schlägt – der hat weder Lust noch Zeit – die exakten Hintergründe einer Tat aufzudröseln und den in den meisten Fällen den perfekt getarnten Täter zu identifizieren . . .

        Das lernen wir meist erst 50 oder 70 Jahre später – WER denn der wahre Täter war, der HINTER den Kulissen die geheimen Fäden zog – und mit dem Finger & mit Hilfe der Propaganda auf den FALSCHEN zeigte . . .
        OHNE Wahrheit geht gar NICHTS.

  14. . . .
    ZITAT @ Cyrill Moog:
    „Am Anfang war die Angst
    Die bislang weitgehend unbekannte Geschichte, wie eine geheime Elite die Menschheit in den Ersten Weltkrieg stürzte, beginnt mit der Angst: der gemeinsamen Furcht einiger Angehöriger der englischen Oberschicht, dass eine Wachablösung anstehen würde, sollte nicht sehr bald etwas äußerst Radikales geschehen. Deutschland war drauf und dran, in wichtigen Bereichen wie Technik und Forschung, Industrie und Handel an England vorbeizuziehen. Daraufhin wurde im Jahr 1891 in London von Mitgliedern der englischen Herrscherklasse eine Geheimgesellschaft gegründet, deren Ziel nichts Geringeres als die Weltherrschaft war.“ (Ende Zitat)
    .
    Die mit Abstand BESTE Erklärung der Ursachen & geheimen Hintergründe für den ersten Welt-KRIEG.
    .
    ANGST ist das deutsche Wort für Psychose, also für Geisteskrankheit.
    .
    Wenn mal aber noch weiter zurück geht – als nur an den Anfang vom Anfang des ersten Weltkrieges – dann entdeckt man den Urzustand des Menschen, und der ist OHNE Angst.
    .
    Und DAS ist eine gute Nachricht.
    .
    Denn die science of logos beschäftigt sich nicht nur mit diesem UR-ZUSTAND des Menschen – sondern auch mit den Gründen & Ursachen dieser ANGST – und vor allem damit, WIE man diese Angst denn auch wieder los werden kann . . . ?
    .
    DAS ist ja in Wahrheit die WICHTIGSTE aller Fragen – denn sie entscheidet darüber, ob aus geheimer ANGST geborene KRIEGE uns auf ewig weiter in Atem halten werden – oder ob wir dieser ANGST-PSYCHOSE unserer Verführer, irgend wann einmal entkommen werden können . . . ?
    .
    Der direkte Weg zum FRIEDEN wäre dem zu Folge völlig klar:

    1.) Methoden & Techniken sind zu entwickeln, um GEHEIME ANGST-PSYCHOTIKER deutlich früher als bisher als Terror-anfällige „GEFÄHRDER“ zu identifizieren & aus allen Führungs-Positionen komplett fern zu halten!

    2.) Derartig geisteskranke Kreaturen – von ihren uralten Traumata zu befreien – BEVOR sie wieder die Welt in Schutt & Asche legen!

    3.) Endlich der Wissenschaft grünes Licht zu geben – die echten Ursprünge derartiger versteckter Psychosen nicht nur in der frühen Kindheit wie bei Freud suchen zu dürfen – sondern auch dasjenige bisher „verbotene“ weil GEHEIME MILITÄRISCHE Forschungs-Gebiet endlich FREI zu geben, wo diese kriminellen Ursprünge regelmäßig gefunden & gelöst werden können: In den realen früheren Leben des betroffenen Psychopathen!
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  15. Es ist wenig bekannt, dass in Großbritannien schon ab 1907 Kriegepläne gegen Deutschland geschmiedet wurden. Nähere Infos darüber finden sich in W. Effenbergers 2 Büchlein„Europas Verhängnis – die Herren des Geldes greifen zur Weltmacht“ ab S. 36 und Europas Verhängnis – Kritische angloamerikanische Stimmen zur Geschichte des Ersten Weltkriegs, ab S. 57 in Kapitel: Lord Hankey und das „Economic Warfare Paper“: Planungen zu Wirtschaftskrieg und Blockade gegen Deutschland.

    Es ist interessant, wie die Fäden innerhalb der Britischen Elite zusammenliefen.
    In der Geheimgesellschaft, die Cecil Rhodes 1892 gegründet hatte, war ja Lord Esher eine zentrale Figur des innersten Kreises (Society of the Elect). Und eben jener Lord Esher war ab Ende 1905 ständiges Mitglied im CID, dem Committee of Imperial Defence. Das war ein Forum unter Vorsitz des Premierministers, das führende Politiker mit Admirälen und Generälen zusammenbrachte, um die Verteidigungspolitik zu diskutieren. Tja – und die Unterausschüsse dieses CID, z. B. der unter Captain George Ballard, der den äußerst fähigen Maurice Hankey anforderte, fertigten schon 1907 Kriegspläne gegen Deutschland an.

    Hankey gilt auch als Planer der Blockade gegen die Mittelmächte. Ab April 1912 wurde Hankey ständiger CID-Sekretär.

  16. Der Historiker Christopher Lambert schreibt in der Einleitung von seinem umfassenden Werk über die britische Blockade mit dem Titel „Planning Armageddon“ (in englisch), dass es seitens der Britischen Regierung eine Manipulation der historischen Aufzeichnungen gab. (S. 7). Die Kontroverse um die Umsetzung der Blockade-Strategie während des Krieges und noch danach habe zu strikter Zensur und einer nahezu vollständigen Geheimhaltung geführt.

    Am 28. Juni 1916 kündigte Premierminister H. H. Asquith an, bald nach Kriegsende die ersten Bände einer „offiziellen“ Geschichte veröffentlichen zu lassen. Diese sollte unter der Leitung der Historischen Sektion des Committee of Imperial Defence erarbeitet und in drei Themenbereiche unterteilt werden: Militärische Operationen, Marineoperationen und Blockade. Einer der Historiker, die ausgewählt wurden, war Julian Corbett (1854-1922), der führende Marine-Historiker. Die Vergabe der Verantwortung für den dritten Teil, „The General Effects of the War on Sea-borne Trade“ wurde der Garton Foundation übergeben, einer seit 1912 existierenden Stiftung. Die treibende Kraft hinter der Garton Stiftung war jedoch wieder Lord Esher(!!!). Esher war 1906 auch der Hauptverantwortliche für die Schaffung der Historischen Sektion innerhalb des CID.
    Mein Kommentar: So frühzeitig hat es Lord Esher also schon für wichtig gehalten, dass im CID eine Historische Abteilung entstehen müsse – noch bevor der Krieg da war. Ein weiteres Mitglied im Beirat der Garton Foundation war Arthur James Balfour, Premierminister von 1901-1905, der das CID eingerichtet hatte.

    Corbett hatte schon 1907 eine Einführung fertig gehabt für die „1907 War Plans“, die Kriegspläne von 1907. Lambert schreibt auf S. 76, im Frühjahr 1907 habe der Erste Seelord, Admiral John Fisher Exemplare von Corbetts Einführung in die Kriegspläne von 1907 an „nicht-professionelle“ Leser verteilt. Zu den Ersten, die Exemplare erhielten, gehörten König Edward VII., Reginald McKenna, Präsident des Bildungsministeriums, Lewis „Lou-Lou“ Harcourt, „First Commissioner of Works and Public Buildings“ sowie James L. Garvin, ein führender Marinepublizist.

    Und das ist jetzt wichtig zu konstatieren: Im Frühjahr 1907 haben also schon König Edward VII., Reginald McKenna, Lewis Harcourt und James L. Garvin Corbetts Einführung in die Kriegspläne von 1907 bekommen. Und der US-Chefdelegierte zur Haager Friedenskonferenz, Augustus Choate (eine emminent einflussreiche Persönlichkeit!) hat dieses Vorwort auch bekommen (siehe Lambert, S. 76). Diese hochrangigen Leute wussten also schon 1907 von Kriegsplanungen und Kriegsszenarien Großbritanniens gegen Deutschland. Und weiter habe ich aus Lamberts Buch erfahren, dass die von der Admiralität anvisierte Wirtschaftskriegsführung „Eingaben mehrerer Ministerien“ benötigte. Das heißt im Klartext, alle Leute innerhalb dieser Ministerien, die später damit beschäftigt wurden, wussten also auch Bescheid, dass Krieg gegen Deutschland anvisiert wurde. Und trotzdem haben alle diese Leute (sofern sie nicht vorher gestorben sind, wie König Edward), wider ihr eigenes Wissen und Gewissen, nach dem Krieg darüber geschwiegen und es geduldet, evtl. sogar befürwortet, dass Deutschland 1919 die alleinige Kriegsschuld angelastet wurde.

    1. @ Angelika Eberl_“Kriegsschuld“

      Solange wir Deutschen immer die Vergangenheit auf „Schuld“- Fragen untersuchen, tun wir doch genau das, was die Gewinner des WK1 wollen.
      Sie wollen verhindern, dass wir Deutschen, Österreicher und Schweizer über unsere ZUKUNFT nachdenken.
      Womit sie unser Denken in die VERGANGENHEIT bannen, ob es „Alleinschuld“ oder sonstwas ist, das ist denen doch schnurz-piep-egal, denn es hält UNS davon ab, in der GEGENWART unsere (!) ZUKUNFT zu planen und zu MEISTERN und unsere Grenzen zu sichern. Weder Sie noch ich waren vor hundert Jahren auf der Welt, und so betrachtet sind weder Sie noch ich an dem damaligen Krieg „schuld“,aber wir zahlen die Steuern mit, aus denen angebliche „Kriegsschulden“ bezahlt werden, die Herr Müller und Herr Meier vor hundert Jahren auftümten ? Wie dumm sind wir selber ?

      Bei Krieg geht es primär um ZIELE. Schuld ist sowieso jeder, der Krieg plant und führt. Denen, die ihre ZIELE erreichen, ist jede Frage nach „Schuld“doch unwesentlich, denn mit solchen Fragen sollen sich gefälligst die Besiegten beschäftigen, die dadurch davon abgehalten werden, eigene Zukunft zu gestalten.

      Die Amerikaner sind schuld an der Ermordung von vielleicht einer Milliarde Indianer, denen sie ihr Land gestohlen haben. Aber es wäre völlig sinnlos, heutigen Amerikanern eine „Schuld“ dafür zu geben.
      Sie betrachten das Land, was ihre Vorfahren den Indianern geraubmordet haben, als ihr eigenes Land.
      Und die Tatsache, dass das Land geraubt werden konnte, macht sie sogar noch stolz.

      1. Antwort an Michael:Es geht hier um ein falsches Geschichtsbild, das Generationen vermittelt wurde und das bis in die allerjüngste Zeit weitergetragen wird. Und DEUTSCHE Historiker halten es in Unis, in Büchern und Zeitschriften aufrecht – und dadurch sorgen sie dafür, dass dieses Geschichtsbild, bei dem die Deutschen sehr schlecht wegkommen, über die Lehrer auch an die Jugend weiter vermittelt wird.
        Fritz Fischer war doch nicht der Einzige, sondern Heinrich August Winkler, Dr. Peter Becker – eigentlich ein engagierter Friedensaktivist – Professor Wolfgang Benz, die Historikerin Eva Ingeborg Fleischhauer und Susanne Brandt halten doch dieses Geschichtsbild, bei dem die Deutschen und Österreicher negativ dargestellt werden, aufrecht und sprechen von gezielter Kriegsplanung von seiten der Deutschen. Doch gerade dieses Bild wird in den neuesten Forschungen widerlegt: durch Gerry Docherty und Jim Macgregor, Wolfgang Effenberger, John P. Cafferky, Christopher Lambert, ja sogar durch den Jean-Monnet-Professor Andrea Bosco, der schreibt, dass Deutschland gezielt Fallen gestellt wurden, Terry Boardman und Markus Osterrieder.
        Diese letzteren bestätigen heute in Details und mit Namen und konkreten Recherchen, was Rudolf Steiner schon 1916 in den Zeitgeschichtlichen Betrachtungen in erstaunlicher Klarsicht durchschaut hat. Was heißt das, dass aber trotzdem gerade deutsche Historiker am negativen Deutschlandbild festhalten?

        Die akademischen Mainstream-Historiker revidieren ihr Geschichtsbild nämlich offenbar nicht, wie allerneueste Artikel, wie diese beiden hier in einem, eigentlich interessanten, alternativen Medium beweisen: https://de.sputniknews.com/politik/20190627325326646-100-jahre-versailles-kein-schand-vertrag/
        vom 27.6.2019 – Professor Wolfgang Benz
        und hier:
        https://de.sputniknews.com/politik/20190628325332969-versailler-vertrag-jahrestag-historikerin/
        28.6.2019 – Historikerin Susanne Brandt

        Weitere Texte, bei denen die Deutschen schlecht wegkommen:
        Essay https://www.nachdenkseiten.de/?p=48554
        „Der Friedensvertrag von Versailles – ein Schandvertrag? vom 18. Januar 2019. Sie sehen, das ist in einem, eigentlich guten Internet-Medium – und Dr. Peter Becker ist ein engagierter Friedenskämpfer, den ich ansonsten in der Friedensbewegung schätze.
        Weitere Beispiele:
        Heinrich August Winkler -Aktualisiert am 25.08.2014-15:01
        https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/deutsche-politik-vor-den-weltkriegen-13114532.html
        https://www.sozialismus.de/detail/artikel/kriegsschuldfrage-von-1914/
        ein Artikel von Winkler in Zeit Online: „Die verdrängte Schuld“ vom 17. März 1989

        Und hier ist ein Artikel, der meiner Ansicht nach ein total falsches Bild vermittelt:
        http://www.sueddeutsche.de/politik/ausbruch-des-ersten-weltkriegs-wie-deutschland-den-krieg-plante-1.1903963
        „Wie Deutschland 1914 den Krieg plante“
        Das widerspricht so eklatant den Moltke-Memoiren, John P. Cafferky, Walter Millis, Gerry Docherty und Jimmacgregor, Terry Boardman und den akribischen Forschungen von Markus Osterrieder und anderen…

        Zum Vergleich bringe ich auch noch den Link zu meinem Widerlegungs-Text hier, auf dem Fassadenkratzer:
        https://fassadenkratzer.wordpress.com/2019/03/27/widerlegung-der-hauptschuld-deutschlands-am-1-weltkrieg/#more-5330

        Sicher, ich bin keine akademische Historikerin. Ich bin nur Übersetzerin, die versucht, sich anhand, ihr glaubwürdig erscheinender Forscher, ein eigenes Urteil zu bilden. Ich werde bestimmt nicht viele Leute erreichen und gegen die akadmischen „Autoritäten“ anzukommen, dürfte bei der Wissenschaftsgläubigkeit, die allgemein herrscht, äußerst schwierig sein – ich bin ja nur Übersetzerin. Und lange werde ich dieses Thema wohl auch nicht mehr machen, weil andere Aufgaben rufen. Aber jetzt ist es eben aktuell: Jetzt ist es 100 Jahre her – jetzt regen sich die Geister, werden unruhig – und der Mainstream schweigt. Nicht einmal bei KenFM haben sie am 28. Juni an die Unterzeichnung des Vertrags erinnert.

        Ich beharre deswegen so darauf, weil ich es für sehr wichtig halte, zu beobachten, was in den akademischen Geisteswissenschaften gelehrt wird. Ich frage mich: Was heißt das, dass man partout will, dass die Deutschen schon zu Zeiten des Kaiserreichs schlecht dastehen? Welche Wirkung hat das?

        1. Liebe Angelika,

          auch ich denke, dass die Frage nach der Wirkung des heute bestimmenden Bildes der deutschen Geschichte von besonderer Relevanz ist. Denn sollte die deutsche Kultur auch heute noch das Potenzial in sich tragen, die westliche Wissenschaftskultur umwandeln und vergeistigen zu können? Sollte aus deutschem Geiste noch immer im Sinne der Goethezeit, ganz im Sinne Rudolf Steiners, ein Beitrag zur spirituellen Umwandlung der westlichen Kultur zu erwarten sein?
          Man stelle sich vor, welche Wirkung es auf die Talente und Begabungen eines Menschen haben könnte, wenn man ihm immer und immer wieder – und zwar von Kindesbeinen an – weismachen wollte, dass er gar keine besonderen Talente besitzt, dass er vielmehr einen schrecklichen Abgrund in sich trägt, der schon in der Vergangenheit zu zwei Weltkriegen geführt hat, zu einem unbegreiflichen Rückfall in die Barbarei und einer grauenhaften Ermordung von Millionen von Menschen? Was würde mit seinen Talenten geschehen, wenn dieser Mensch ein solch einseitiges Bild von sich selbst hätte?

        2. Liebe Frau Eberl,

          Sie fragen sich, was es heisst, dass man will, dass die Deutschen schon zu Zeiten des Kaiserreiches schlecht dastehen und, welche Wirkung das hat. Rudolf Steiner hat wirklich mit erstaunlicher Klarsicht genau diese Zusammenhänge aufgedeckt, welche durch viele Staatsschullehrer aus dem Bewusstsein der Deutschen entfernt werden.Diese staatlichen Lehrer dienen nicht uns Deutschen, sondern sie dienen einem so genannten Staat, den die Siegermächte uns nach WK2 aufgezwungen haben.
          Dieser Staat tut so, als sei er „unser“Staat, aber er ist ein Konstrukt der Feinde Deutschlands.

          Und diesen Feinden Deutschlands dienen die Staatsschullehrer. Nicht alle staatlichen Lehrer sind sich dessen bewusst, wem sie in Wahrheit dienen. Aber alle diese staatlichen Lehrer haben Lehrpläne des Staates zu erfüllen.
          Und diese Lehrpläne basieren auf einem Materialismus, der speziell -nach aussen hin – angloamerikanisch geprägt ist, aber das wirklich angloamerikanische Wesen ist da gespalten in Initiaten der Geheimwissenschaft, welche ihr spitituelles Wissen vor dem Volk in Logen usw. geheimhalten, und dem Volk, das von jener Geheimwissenschaft nichts lernen soll. Das Volk wird zum Affen dressiert.

          Und WK1 begann, als in Deutschland Rudolf Steiner all das veröffentlichte, all das auch dem Volk mitteilte, was die Feinde Deutschlands vor dem Volk geheimhalten wollten. Die erste Waldorfschule war ja eine Schule für die Kinder, deren Eltern bei einer Tabakfirma arbeiteten. Und wie stellt die Politik heute das Rauchen hin ?
          Wie stellt sie den Menschen hin ? Als Trockennasenaffen. (Wikipedia)
          Affen entzünden im Urwald keine Lagerfeuer, um dort sitzen und rauchen zu können. Staatsschulen dressieren die Menschen zu Affen, die bekanntlich kein Feuer entzünden.
          Lukas 14-49:“Ich bin gekommen, ein Feuer anzuzünden auf Erden. Was wollte ich ,lieber, als dass es schon brennte !“

        3. Zitat @ Angelika Eberl:
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          „…ich bin keine akademische Historikerin. Ich bin nur Übersetzerin, die versucht, sich anhand, ihr glaubwürdig erscheinender Forscher, ein eigenes Urteil zu bilden.“
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          DANKE dafür – Sie machen das geradezu grandios!
          Eine der perfiden Techniken der geisteskranken Psychopathen besteht daraus, ihre eingebildeten „Gegner“, zu KAUFEN – genau so, wie es seit JUDAS in der Bibel steht – da aber derartiger VOLKS-VERRAT bei Politikern, Journalisten & anderen Schein-Heiligen derzeit gang & gäbe ist, laufen wir mal wieder in die nächste Falle . . .
          .
          Siehe: Dr. Udo Ulfkotte: „Gekaufte Journalisten“

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          Wem die historischen LÜGEN zu weit weg sind – das GLEICHE „passiert“ im HIER & HEUTE, live & in HD zu verfolgen – wenn mann denn die „Eier“ hat, um der Wahrheit in’s Auge zu sehen!
          Gemeint ist der vor unseren Augen ablaufende KRIEG der „Five Eyes“ GEGEN die Pressefreiheit, und damit gegen einen der Grund-Pfeiler der Demokratie!
          .
          Die kriminellen Verschwörer sind diesmal die GEHEIMEN „Dienste“ der USA, von England, Canada, Neuseeland & Australien, die nicht nur unser deutsches Computer-GENIE „Kim Dotcom“ (Kim Schmitz aus Kiel) mit allen erdenklichen illegalen & kriminellen Mitteln versuchen „klein zu kriegen“ – die gleiche GEHEIM-DIENST-MAFIA vernichtet in ihrem HASS auf die Wahrheit auch mit Julian Assange die PRESSEFREIHEIT auf diesem Planeten!
          https://fm4.orf.at/stories/2987460/
          https://de.wikipedia.org/wiki/Kim_Dotcom
          .
          Gerade auch bei Kim Dotcom müssen wir Deutschen aber anerkennen, daß wir uns selbst auch wieder SELBST mit SCHULDIG machen – weil wir, und besonders unsere gewählten VOLKS-VERTRETER eisern SCHWEIGEN – zu den Verbrechen der GEHEIMEN Angreifer unserer angeblichen „ALLIIERTEN“ auf unser aller FREIHEIT.
          .
          Wenn WIR beim Mord an unserer Nachbarin schweigend zuschauen – landen wir wegen „Mitschuld“ oder „unterlassener Hilfeleistung“ völlig zu Recht im Knast – für amtliche Straftäter gilt dagegen Narrenfreiheit . . .

  17. Lieber Cyril Moog, lieber Michael,
    ich würde ja gerne optimistisch sein, was die Entwicklungsfähigkeiten Mitteleuropas angeht – aber wenn ich mich so umsehe und beobachte, wie gefragt und begehrt die „künstliche Intelligenz“ ist, die ja das Gegenteil einer Spiritualisierung der geistigen Fähigkeiten ist, dann bin ich eher pessimistisch, aber ich will die Hoffnung noch nicht ganz aufgeben.

    Doch zum Thema Versailler Vertrag: Wolfgang Effenberger hat, ganz aktuell, ein drittes Büchlein aus der Reihe „Europas Verhängnis 14/18″ bei Zeitgeist herausgebracht (lila): Untertitel : Revolutionen, Rätewirren und Versailles.

    Wer das Thema vertiefen will, hier weitere Quellen:

    Wolfgang Effenberger: Europas Verhängnis 14/18 Kritische angloamerikanische Stimmen zur Geschichte des Ersten Weltkriegs.
    Wolfgang Effenberger: Europas Verhängnis 14/18. Die Herren des Geldes greifen zur Weltmacht. Höhr-Grenzhausen, 2018.
    John P. Cafferky: Lord Milner’s Second War. 2013;
    Dr. Jacob Ruchti: ZUR GESCHICHTE DES KRIEGSAUSBRUCHS NACH DEN AMTLICHEN AKTEN DER KÖNIGLICH GROSSBRITANNISCHEN REGIERUNG, Bern 1916.
    Á. J. A. Morris: The Scaremongers. London, 1984.
    Professor Evgenij A. Adamow: Die Diplomatie des Vatikans zur Zeit des Imperialismus. Berlin, 1932.
    John Charmley: Splendid Isolation? London, 1999/2009.
    Walter Millis: Road to War – America 1914-1917
    Markus Osterrieder: Welt im Umbruch, Stuttgart 2014.
    Wiederkehr der Hasardeure von Wolfgang Effenberger und Willy Wimmer.
    Wolfgang Effenberger Herausgeber Sie wollten den Krieg..
    Andrea Bosco: The Round Table Movement and the Fall oft he „Second“ British Empire (1909-1919) Cambridge Scholars Publishing, 2017

    1. Tatsächlich kann man sich nur allzu schwer vorstellen, durch welch wundersame Ereignisse die heutigen Deutschen dazu gelangen sollten, diese zukunftsträchtigen Taten zu vollbringen. Bis dahin können wir uns glücklich schätzen, dass es solche Inseln, Refugien des Geistes gibt wie diesen so wertvollen Blog, über den wir uns gerade austauschen. Schon immer gab es – in Zeiten geistiger Verdunkelung – solche Zentren, die sich wie an der Peripherie, scheinbar unbedeutend, als sei man auf verlorenem Posten, der Pflege des Geistes widmen, um ihn für zukünftige Generationen zu bewahren – in der ruhigen Gewissheit, dass der Geist niemals untergehen kann.

  18. „Karlheinz Weißmann stellte am 21. Juni 2019 sein neues Buch „1919 – Von der Revolution zum Friedensdiktat“ vor. In seinem Vortrag vertrat der Göttinger Historiker die These, daß gerade 1919 ein Schicksalsjahr für die Deutschen gewesen sei. Die Entwicklungen hätten die Gesellschaft erschüttert und Zeit danach zutiefst vorgeprägt. “

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