Die zerstörerischen Kräfte des globalen Finanzsystems

Die Finanzmärkte verzeichnen seit 2008 den längsten Aufwärtstrend ihrer Geschichte. Doch dies ist kein positives Zeichen, sondern gleicht, wie es der Systemkritiker Ernst Wolff ins Bild bringt, der Fieberkurve eines Patienten, der nur durch immer höhere Dosen an Medikamenten am Leben erhalten werden kann. In der umfassendsten Manipulation in der Geschichte haben wir es heute mit der größten Geldmenge, den größten Blasen an den Aktien-, Anleihen- und den Immobilienmärkten und der höchsten Verschuldung aller Zeiten zu tun. Der Zusammenbruch, der die Realwirtschaft mit sich reißen wird, ist nur noch eine Frage der Zeit.

Herrschaft der Banken

Die heutige Gesellschaft wird von den Banken beherrscht. Sie besitzen mit den Zentralbanken das Monopol auf die Geldschöpfung, das sie zur eigenen Bereicherung und Ausbeutung der Menschen skrupellos ausnutzen. Auch die Staaten sind, wenn sie über die Steuereinnahmen hinaus Geld brauchen, auf Kredite der Banken oder Anleihen der Bürger angewiesen. Die Kreditvergabe des aus dem Nichts geschöpften Geldes gegen Zins und Zinseszins hat auf der einen Seite einen permanenten Wachstumszwang der Wirtschaft und auf der anderen Seite die ständige Ausweitung des Geldvolumens zur Folge, das nur noch zum geringen Teil von den Werten der Realwirtschaft gedeckt ist.

So fließen die ungeheuren Gewinne der Banken und der Unternehmenseigentümer zu großen Teilen in einen eigenen Finanzmarkt, in dem es darum geht, sie profitabel zu „investieren“, „anzulegen“, d.h. weiteres Eigentum von Unternehmen per Aktienkauf zu erwerben, sowie durch eine Palette von Spekulations- und Wettformen das eigene Geld ständig zu vermehren. Dieser Finanzmarkt führt gegenüber der realen Wirtschaft ein vollkommen abgehobenes Dasein. Seit den 1970er Jahren ist das Volumen des internationalen Kapitalverkehrs auf diesem wirtschaftlich völlig unproduktiven, parasitären Markt 100-mal so hoch wie das Volumen des internationalen Güterverkehrs (Wikipedia – Globales Finanzsystem).

Ernst Wolff weist in einem grundlegenden und für Laien gut verständlichen Vortrag über die Strukturen des globalen Finanzsystems* darauf hin: „Was wir in den letzten elf Jahren an den Finanzmärkten erlebt haben, ist die umfassendste und hemmungsloseste Manipulation, die es in der gesamten Geschichte der Menschheit gegeben hat.“ Außer der größten Geldmenge, den größten Blasen und der höchsten Verschuldung haben wir es auch „mit der höchsten Vermögenskonzentration aller Zeiten zu tun“. Noch nie besaßen so wenige Menschen so viel wie in unserer Zeit. „In den USA z.B. besitzen drei Männer: Jeff Bezos, der Gründer und Chef von Amazon, Bill Gates, der Gründer und Chef von Mikrosoft und Warren Buffet, der Chef von Berkshire Hathaway und größter Investor des Landes, genau so viel wie die Hälfte der Bevölkerung, also 160 Millionen Bürger des wohlhabendsten Landes der Erde. … Noch nie ist der Unterschied zwischen denen, die von ihrer Arbeit leben müssen, und denen, die von ihrem Vermögen leben können, so groß gewesen wie in unserer Zeit.“ (hier)

Wie ist diese seit elf Jahren andauernde ungeheure Ausweitung des Finanzmarktes zu erklären? Schließlich liegt doch an seinem Ausgangspunkt 2007/2008 gerade, so Ernst Wolff, „die größte Finanzkrise aller Zeiten“, die durch viele Fachleute also als noch schwerer eingeschätzt wird als der riesige Crash, die große Depression von 1929. Damals gab es weltweit massenhafte Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit und unendliche menschliche Not, aber das System hat sich nach einer sehr schwierigen Phase allmählich selbst wieder erholt. Im Herbst 2008 sah das jetzt anders aus. „Im Gegensatz zu 1929 war das System 2008 klinisch tot und musste reanimiert werden.“ Und um dies zu erreichen, sprangen die Regierungen ein und retteten die privaten Finanzinstitute mit öffentlichen Geldern, also mit den Steuern der arbeitenden Bevölkerung. Das aber bedeutete die „größte Vermögensumverteilung aller Zeiten und zwar einer Umverteilung von unten nach oben.“

Und die Aufgabe, nach der Reanimation das System weiter am Leben zu erhalten, übernahmen die Zentralbanken. Denn diese sind, worauf Ernst Wolff an anderer Stelle aufmerksam macht, keine Kontrollorgane der Banken, wie die meisten denken, sondern umgekehrt Instrumente der privaten Banken, gleichsam ihre Speerspitze und handeln vollkommen in deren Interesse, wie jeder gegenwärtig am Beispiel der EZB beobachten kann. Sie arbeiten zwar teilweise unter staatlicher Kontrolle, aber letztlich geben die Zentralbanken vor, was die Staaten zu tun haben (hier).

Die Zentralbanken „haben dem Patienten, also der Finanzindustrie, zwei Drogen verabreicht: einerseits riesige Geldmengen geschaffen und andererseits für die Vergabe dieser Summen immer niedrigere Zinsen verlangt. Den Bürgern wurde damals erklärt, das sei notwendig, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Heute wissen wir: Das war eine Lüge. Das Geld ist zum überwiegenden Teil nämlich nicht in die Realwirtschaft, sondern wieder in die Finanzspekulation geflossen und hat die Finanzmärkte weiter aufgeblasen. Der normale Bürger hat von diesen Billionen-Summen so gut wie nichts gesehen.“ (hier, ab min. 15:06)

Spekulationsblasen entstehen, wenn die Preise von Handelsgütern (z.B. Rohstoffe oder Nahrungsmittel) Vermögensgegenstände (Immobilien und Wertpapiere wie Aktien oder Anleihen) bei hohen Umsätzen über ihren inneren Wert steigen. Sie müssen irgendwann platzen und greifen dann leicht auf die Realwirtschaft über, da sich das Eigentum oder Eigentumsanteile der großen Wirtschaftsunternehmen heute überwiegend in den Händen der großen Banken und sonstiger Großinvestoren befinden.

In dieser Sorge, dass die entstandenen Blasen nach einiger Zeit zu platzen drohen, sind die Zentralbanken daher noch einen Schritt weitergegangen und haben zur Stabilisierung direkt in die Märkte eingegriffen:
–   „Sie haben wertlose Papiere aufgekauft, um Banken über Wasser zu halten;
–   sie haben Kredite übernommen, um Unternehmen vor der Insolvenz zu retten;
–   sie haben Staatsanleihen gekauft, um ganze Staaten nicht untergehen zu lassen;
–   sie haben Unternehmensanleihen gekauft und Unternehmen stabilisiert, obwohl diese nicht mehr kreditwürdig waren und eigentlich längst hätten Bankrott erklären müssen;
–   sie haben Aktien gekauft, um ein Absinken der Kurse und Verluste der Großinvestoren zu verhindern;
–   und sie haben sogar Verbriefungen gekauft (Bündelung von z.T. risikoreichen Kreditforderungen in einer Urkunde, die als Wertpapier gehandelt wird), genau die Papiere, die in der Krise 2007/2008 als Brandbeschleuniger gewirkt haben.“

Diese Stabilisierung des Systems hat also genau denen genützt, die die Krise verschuldet haben. Die großen Banken sind seit elf Jahren die Gewinner, die von der Rettung profitieren. Dazu haben sie sich diesen Status vor elf Jahren auch noch auf Dauer gesichert, indem sie sich von der Politik für systemisch notwendig und unverzichtbar, also für „to big to fail“ erklären ließen. Damit sind sie jenseits von Recht und Ordnung unantastbar geworden. –
Auch das hat es ebenfalls „noch nie gegeben, dass die Betreiber der weltweit größten Finanzinstitutionen sich seit mehr als zehn Jahren jede noch so riskante Spekulation leisten können, in dem sicheren Bewusstsein, dass man sie ja nicht fallen lassen und im Notfall garantiert retten wird.
Wir haben es damit heute im Finanzsystem mit Zuständen zu tun wie im Absolutismus, eigentlich sogar noch schlimmer. Im Absolutismus hatten Kaiser und Könige ihre geographisch begrenzten Reiche; die Finanzindustrie dagegen herrscht heute bis in den letzten Winkel dieser Welt.“

Wie ist die heutige Situation entstanden?

Ernst Wolff weist darauf hin, dass man dazu das ursprüngliche Bankensystem, das in Europa seit 500 Jahren besteht, vom gegenwärtigen Finanzsystem unterscheiden muss, das gerade mal ein dreiviertel Jahrhundert alt ist und seine Wurzeln in den USA hat. „Die USA, die ja aus dem Zweiten Weltkrieg als erste Supermacht hervorgegangen sind, haben ihre damalige Übermacht nämlich benutzt, um der gesamten Welt Mitte der vierziger Jahre (1944 in Bretton Woods, hl.) ein Finanzsystem aufzuzwingen, das vor allem nur einer Nation und einer Währung nützt: den USA und dem US-Dollar. Dieses System hat in den ersten drei Jahrzehnten nach dem Weltkrieg dafür gesorgt, dass die Welt mit amerikanischen Waren und mit US-Dollars überschwemmt wurde. Dieser sogenannte Nachkriegs-Boom war vor allem für das Bankwesen eine Art Goldgrube, da die gewaltige Nachfrage nach Krediten ihm ebenso gewaltige Gewinne bescherte.“

Als es mit diesem Boom Mitte der 70er Jahre zu Ende ging, sei auch die Zeit des leichten Geldverdienens für die Banken vorbei gewesen. Jetzt aber habe sich gezeigt, wie stark sie in den Jahrzehnten zuvor geworden waren. Sie konnten für ihre Profitinteressen die Politik dazu drängen, ihnen neue Möglichkeiten des Geldverdienens zu eröffnen. Und die Politik habe ihnen nicht nur in den USA, sondern weltweit nachgegeben. Ab Mitte der 70er Jahre setzte der globale Prozess der Deregulierung ein, der bedeutete, dass die Politik immer mehr rechtliche Regelungen für die Finanzindustrie aus dem Weg räumte, die ihrem Handeln im Interesse der Allgemeinheit moralisch-rechtliche Grenzen gesetzt hatten. Dieser Rückzug des Rechtsstaats aber hatte gewaltige Folgen, so dass Ernst Wolff konstatiert: „Es gibt im ganzen 20. Jahrhundert keinen von der Politik und der Wirtschaft in Gang gesetzten Prozess, der das Leben so grundlegend und so nachhaltig verändert hat und es heute so sehr prägt wie diese Deregulierung.“

 Besonders aktiv waren in den 70er und 80er Jahren die amerikanischen und britischen Banken, also die Wallstreet und City of London. Und sie bekamen Hilfe von zwei Politikern, nämlich Ronald Reagan und Margret Thatcher. Die beiden räumten den Banken immer mehr rechtliche Hindernisse aus dem Weg, bis Margret Thatcher im Oktober 1986 mit dem ´Big Bang, dem ´Urknall`, den Höhepunkt setzte, indem sie in der City of London u.a. das Trennbanken-System, also die Trennung von normalen Geschäftsbanken und Investment-Banken, aufheben ließ. Diese Trennung war einmal eingeführt worden, um Bankkunden zu schützen. Sie verbot nämlich den normalen Geschäftsbanken, mit den Einlagen ihrer Kunden zu spekulieren. Mit dieser, für die arbeitende Bevölkerung sehr wichtigen Sicherheit ist es seit dem ´Big Bang` in Großbritannien und seit 1999 auch in den USA vorbei.“

Da Margret Thatcher außerdem verfügte, dass auch in London aktive ausländische Banken mit ihren Kundengeldern spekulieren und hohe Gewinne machen konnten, erlebte die City of London Ende der 80er Jahre einen riesigen Zulauf und entwickelte sich schnell zum wichtigsten globalen Finanzplatz neben New York. Das wiederum übte auf den Finanzsektor anderer Länder einen gewaltigen Druck aus, so dass die meisten von ihnen nachzogen. „Die Folge dieser Entwicklung war das, was man heute als ´Finanzialisierung` der Weltwirtschaft bezeichnet. Beweis: Der Finanzsektor wuchs schneller als alle anderen Wirtschaftsbereiche und nahm Ausmaße an, die die Welt bis dahin nicht gesehen hatte.“

Wichtigste Folgeerscheinungen der Finanzialisierung

Zwei der wichtigsten und wirksamsten Folgeerscheinungen dieser Finanzialisierung waren die starke Zunahme von Hedgefonds und der Boom im Bereich der Derivate. „Wer den Zustand der Welt von heute auch nur einigermaßen verstehen will, der muss unbedingt wissen, worum es sich bei diesen beiden Erscheinungen handelt.“

A   Die Hedgefonds

Allgemein sammeln Fonds das Geld von Investoren ein, um es für sie zu investieren, „anzulegen“ und auf diese Weise zu vermehren. Dies ist auch die Aufgabe der Hedgefonds. Sie unterscheiden sich aber in mehreren wesentlichen Punkten von den übrigen Fonds:
1.  die Klientel: Zugang zu den Hedgefonds hat nur, wer ein extrem hohes Vermögen nachweisen kann, so dass die meisten Menschen, die ihr Vermögen in Hedgefonds investieren, zu den Ultrareichen dieser Welt gehören.

 2.  die Strategie: Die Hedgefonds konzentrieren sich nicht wie die anderen Fonds nur auf bestimmte Anlagebereiche, also z.B. Aktien, Anleihen oder Immobilen, sondern sie haben keinen festumrissenen Anlagebereich. „Ihre Manager durchkämmen die Finanzmärkte ständig auf der Suche nach Gelegenheiten, um ihr wichtigstes Ziel zu erreichen: nämlich in möglichst kurzer Zeit möglichst hohe Gewinne zu erzielen.“
„Häufiger Schwerpunkt … sind Wetten auf Kurs- oder Preisschwankungen, und zwar nicht nur auf Ausschläge nach oben, sondern auch auf Ausschläge nach unten.“

Dem dient insbesondere das Instrument der Leerverkäufe:
Man verkauft Aktien, die einem gar nicht gehören, sondern die man von anderen leiht; der eigene Bestand ist daher „leer“. Man kauft also die Aktien nicht, um sie später mit Gewinn zu einem höheren Preis zu verkaufen, sondern man leiht sie sich, verkauft sie in Erwartung fallender Kurse sofort, wartet dann ab, bis der Kurs gefallen ist, und kauft sie wieder. Dann hat man die Differenz zwischen dem höheren Verkaufspreis und dem niedrigeren Rückkaufspreis als Gewinn. Nun gibt man die geliehenen Aktien plus Leihgebühr an den Eigentümer zurück und behält den Gewinn.

Ein weiteres solcher Mittel ist die Hebelung:
Der kompliziert erscheinende Vorgang bedeutet im Grunde: Ein Hedgefonds schließt eine Wette ab und leiht sich anschließend Geld, um den eigenen Wetteinsatz zu erhöhen, oft um das 30- bis 40-Fache. Dadurch erhöht sich auch der ja immer über dem Wetteinsatz liegende Gewinn entsprechend. Die Rückzahlung des demgegenüber geringen Kredits ist dann kein Problem. „Anders ausgedrückt: Hebelung heißt nichts anderes als Spekulieren auf Kredit.“
Mit der Hebelung können aber ebenso auch sehr hohe Verluste gemacht werden. Sie ist also sehr riskant. Und dies deutet auf einen weiteren Unterschied der Hedgefonds zu den allgemeinen Fonds:

3.   die hohe Risikobereitschaft. Wie sie sich im negativen Fall gesamtgesellschaftlich auswirken kann, hat sich schon zweimal gezeigt. „1998 hat sich ein amerikanischer Hedgefonds im Währungsbereich verspekuliert und dadurch fast das gesamte globale Finanzsystem zum Einsturz gebracht. 2008 waren Hedgefonds mit ihren Wetten entscheidend daran beteiligt, dass das System nur durch das Eingreifen der Regierungen und der Zentralbanken gerettet werden konnte.“

4.    Das vierte Merkmal der Hedgefonds ist ihre Aggressivität im Vorgehen. Aufgrund ihrer Marktmacht und Strategie des möglichst schnellen möglichst hohen Gewinns greifen sie gern zum Mittel der feindlichen Übernahme großer Unternehmen. Dabei schlucken sie diese gegen den Willen von Inhabern und Mitarbeitern, führen sie aber nicht langfristig in deren Interesse weiter, „sondern weiden sie aus, verkaufen die profitabelsten Teile mit Gewinn und hinterlassen einen Scherbenhaufen.“
Die Möglichkeit dazu bieten zumeist die Aktien, die Eigentumsanteile enthalten und mit deren Kauf an den Unternehmen vorbei die Unternehmensmehrheit erworben werden kann.

Der 5. und 6. Unterschied zwischen Hedgefonds und normalen Fonds besteht in der Steuervermeidung und in der Intransparenz.
„Hedgefonds haben ihren Sitz zumeist in den Offshore-Finanzplätzen dieser Welt, in Steuerparadiesen, wo sie keinen Cent an Steuern zahlen müssen und wo ihnen außerdem ein Höchstmaß an Diskretion entgegengebracht wird. Was wiederum dazu führt, dass die Vermögensverhältnisse oft äußerst undurchsichtig sind.“

„Die Frage, die sich stellt: Sind Hedgefonds nun zu einer Konkurrenz für die Großbanken geworden?  Nein, viel schlimmer. Da Hedgefonds wie Banken operieren dürfen, deren Einschränkungen aber nicht unterliegen, haben zahlreiche Großbanken entweder eigene Hedgefonds gegründet, oder sie lassen all diese Geschäfte, die ihnen verboten sind, über Hedgefonds erledigen. Auf der anderen Seite sind diverse Hedgefonds inzwischen so groß geworden, dass ihnen wiederum ein Großteil der Banken gehört. D.h. hier hat sich zwischen den großen Banken und den Hedgefonds eine Art Symbiose gebildet, die die Machkonzentration im Finanzsektor in nie gekannter Weise vorangetrieben hat – und das zum Nachteil von uns allen.
Während klassische Spekulanten immerhin noch versucht haben, am Erfolg des Unternehmens teilzuhaben, ist Hedgefonds deren Wohlergehen vollkommen gleichgültig; im Gegenteil, wenn es ihnen nützt, führen sie deren Niedergang sogar vorsätzlich herbei. D.h. Hedgefonds, die in unserer Zeit neben einigen Großbanken mächtigsten Finanzorganisationen der Welt, erfüllen sowohl volkswirtschaftlich, als auch gesellschaftlich keinerlei nützliche Funktion, sondern dienen einzig und allein der Bereicherung von Spekulanten.“

 Und diese Bereicherung vollzieht sich heute vor allem im  Bereich der Derivate. „Der Derivate-Sektor ist mittlerweile der mit Abstand größte Teil des Finanzwesens und hat bereits zweimal dafür gesorgt, dass das globale Finanzsystem fast in sich zusammengebrochen wäre. Und trotzdem ist er heute noch großenteils unreguliert und dient Profi-Zockern im Finanzkasino als wichtigste Bereicherungsplattform.“

Derivate

Derivate sind Finanzprodukte, welche die Möglichkeit bieten, auf steigende oder fallende Kurse anderer Produkte zu wetten. Der Preis der Derivate leitet sich vom Preis der anderen Produkte ab (lat. derivare = ableiten). Bei den anderen Produkten kann es sich um allesmögliche handeln, z.B. um Rohstoffe, einen Aktienkurs oder auch einen Zinssatz.

Die Entwicklung der Derivate kann man sich im kleineren Maßstab eines Großmarktes, auf dem Bauern ihre Waren anbieten, Zwischenhändler diese Waren aufkaufen und anschließend an Einzelhändler weiterverkaufen, folgendermaßen vorstellen: Nachdem in der Aufbauphase die Kreditvergabe der Bank neben dem Großmarkt an die Bauern und Händler zu deren funktionierender Existenz geführt hat und sie sich weitgehend schuldenfrei konsolidiert haben, ebben die Kredite der Bank ab. Mit vereinzelten Krediten für gelegentliche neue Landmaschinen, Autos und Ladenumbauten ist das große Geschäft nicht mehr zu machen.

„In dieser Situation kommt der Banker nun auf eine Idee: Er eröffnet auf dem Großmarkt einen eigenen Stand und bietet dort Wetten an. Zuerst lässt er die Leute darauf setzen, ob an einem Tag mehr Äpfel oder mehr Kartoffeln verkauft werden. Als das Wettgeschäft dann anzulaufen beginnt, lässt er sie wetten, welche Apfelsorte sich wohl am besten verkauft. Und nach einer Weile entwickelt sich sein Geschäft so gut, dass er immer neue Wetten auflegt: Werden rote oder grüne Äpfel besser verkauft, inländische oder ausländische, solche mit großem oder kleinen Kerngehäuse.
Und tatsächlich, der Plan des Bankers geht auf. Immer mehr Bauern und Händler, aber auch immer mehr Kunden des Marktes nehmen an seinem Wettgeschäft teil. Der Grund: wetten ist einfach, erfordert keine Arbeit, sondern nur den Wetteinsatz. Und außerdem lassen sich mit Wetten schnell hohe Gewinne machen.“

Mit der Zeit führt das aber dazu, dass immer mehr Bauern und Händler ihre eigene Tätigkeit vernachlässigen, die Qualität der Waren auf dem Großmarkt zunehmend zu wünschen übriglässt und schließlich einzelne Bauernhöfe, Fuhrparks und Einzelhandelsgeschäfte zu zerfallen beginnen. Außerdem hat die entstandene Wettsucht noch weiter zur Folge, dass sich diverse Bauern und Händler verzocken und pleitegehen. Einige wenige, die sich aufs Wetten konzentrieren, machen Riesengewinne und verabschieden sich aus ihren Berufen, um Profizocker zu werden. „Der größte Gewinner aber – und das ist das Entscheidende – ist die Bank, die ja von Anfang an jeder einzelnen Wette verdient hat und die aufgrund ihres Informationsvorsprungs alle Beteiligten beherrscht und das Spiel grenzenlos zum eigenen Vorteil manipulieren kann. –

Und genau das ist die Situation, in der wir uns heute weltweit befinden. Die Ausuferung von Derivaten hat dazu geführt, dass die Realwirtschaft verkümmert und das Wettkasino sich dreht wie nie zuvor. Mit dem Ergebnis, dass eine winzige Anzahl von Menschen, nämlich Banker und Profizocker, immer reicher werden und das Geschehen bestimmen, während die große Masse hilflos zusehen muss, wie ihr Lebensstandard nach und nach immer weiter sinkt.“

Das schlimmste aller Derivate ist eine bestimmte Form der Kreditausfallversicherung, die der US-Großinvestor Warren Buffet bereits in den 90er Jahren als „finanzielle Massenvernichtungswaffe“ bezeichnet hat „und die die ganze Schamlosigkeit und Skrupellosigkeit der Finanzwelt von heute offenbart.“  Ein Team der Bank J.P. Morgan hat diese Kreditausfallversicherung in den 90er Jahren erfunden, und diese hat bereits zweimal entscheidend dazu beigetragen, dass das globale Finanzsystem fast kollabiert wäre.

Ihre Besonderheit besteht darin, dass sie nicht nur vom Kreditgeber, sondern von jeder völlig unbeteiligten beliebigen Person oder Institution abgeschlossen werden kann. „Das bedeutet, dass Profis im Finanzgewerbe, die mehr Informationen besitzen als andere Marktteilnehmer, sich umgehend auf die Suche nach Unternehmen machen, von denen sie annehmen, dass sie ihre Kredite möglicherweise nicht zurückzahlen können, und die gleich mehrere Kreditausfallversicherungen auf diese abschließen.“

Das hat zur Folge, dass sich der Schaden eines zusammengebrochenen Unternehmens vervielfacht, da die Kreditausfallversicherungen nicht nur an den Kreditgeber, sondern an alle ausgezahlt werden müssen, die eine abgeschlossen haben.
„Es geht aber noch weiter. Statt auf die Zahlungsunfähigkeit eines Unternehmens zu warten oder zu hoffen, können Großinvestoren aufgrund ihrer Marktmacht sogar nachhelfen. Sie können den Untergang eines Unternehmens beschleunigen oder im Extremfall sogar selbst herbeiführen. Wer also über sehr viel Geld verfügt, kann folgendermaßen vorgehen: Er sucht sich ein Unternehmen, das nicht auf festen Beinen steht, schließ massenweise Kreditausfallversicherungen darauf ab, kauft es anschließend auf. Schlachtet es aus und treibt es in den Ruin. Folge: Das Unternehmen ist pleite, Arbeitsplätze gehen unwiederbringlich verloren, aber der Verursacher der Misere streicht ein Vermögen ein.
Man glaubt es als Außenstehender kaum, aber das ist im Finanzsystem gängige Praxis.
Es gibt zwei recht berühmte Beispiele dafür. Der amerikanische Handelsminister unter Trump, Wilbur Ross, hat auf diese Weise Milliarden verdient. Und der Gegenspieler von Barack Obama in der letzten Wahl, Mitt Romney, ist ebenfalls einer dieser Profiteure.“

Der Handel allein mit Derivaten macht heute ein Vielfaches des globalen Bruttoinlandsproduktes aus und ist eine der Haupteinnahmequellen der internationalen Großbanken.

Die Deregulierung „hat das globale Finanzsystem nicht nur in ein Casino verwandelt, sondern in ein Haifischbecken, in dem der pure Finanzdarwinismus gilt.“ (Hervorhebung hl.)
In der Folge der Deregulierung wurden und werden den Staatshaushalten erhebliche Summen entzogen. Und die Rettungen in das System haben Unsummen von Steuern verschlungen. „Diese Unsummen sind von den Regierungen und den Gesetzgebern aber nicht etwa denen aufgebürdet worden, die die Schäden verursacht haben, also den Spekulanten, sondern den Opfern der Spekulation, nämlich den arbeitenden Menschen, und zwar in Gestalt der Austeritätspolitik.
Die Austeritäts- oder Sparpolitik der vergangenen Jahre bedeutet nichts anderes, als dass die gesamte Finanzlast der Krise denen aufgebürdet wurde, die nichts, aber auch gar nichts zu ihrer Verursachung beigetragen, sondern im Gegenteil ihre größte Last getragen haben.“

Ausblick

Ernst Wolff äußert sich trotz der aussichtslos erscheinenden Lage davon überzeugt, dass wir ihr nicht hilflos ausgeliefert sind, sondern tatsächlich etwas dagegen tun können.
Da nämlich das bestehende System nur noch durch solche Maßnahmen erhalten werden kann, die den Lebensstandard der Menschen verschlechtern, wird die Mehrheit in der vor uns liegenden Zeit in immer schärferen Konflikt sowohl mit der Minderheit, die dieses System erhalten will, als auch mit den eigenen falschen Vorstellungen geraten. Und genau dieser Konflikt wird die Bereitschaft erhöhen, sich mit dem System und den Fragen, die sich daraus ergeben, auseinanderzusetzen.

Wenn es also gelänge, einen Großteil der Menschen das gegenwärtige Geld- und Finanzsystem zumindest in seinen Grundzügen verstehen zu lassen, dann könnte es auch gelingen, über einen grundlegenden gesellschaftlichen Umbruch ein neues, ein anderes System zu schaffen, das nicht dem einen Prozent, sondern der Mehrheit der Menschen dient, und das es schafft, das Geld zu einem Produkt zu machen, das nicht den Menschen beherrscht, sondern von der Mehrheit der Menschen beherrscht wird.
Deshalb besteht eine der wichtigsten Aufgaben in unserer Zeit in meinen Augen darin, diesen auf uns zukommenden Konflikt zu nutzen und so viele Menschen wie irgend möglich, über den Charakter und die Funktionsweise des gegenwärtigen Geldsystems aufzuklären und so die Tür aufzustoßen für ein anderes System, eines, das nicht einer Minderheit dient, sondern der Mehrheit, und das nicht auf Gier, Machtstreben und dem Raubbau an den Ressourcen der Erde aufbaut, sondern auf einer friedlichen, vernünftigen und sozial verträglichen Nutzung dieser Ressourcen und das zum Vorteil von uns allen.“ (Hervorhebung hl.)

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* https://www.anti-zensur.info/azk17/dieluntebrennt

40 Kommentare zu „Die zerstörerischen Kräfte des globalen Finanzsystems“

  1. „dann könnte es auch gelingen, über einen grundlegenden gesellschaftlichen Umbruch ein neues, ein anderes System zu schaffen, das nicht dem einen Prozent, sondern der Mehrheit der Menschen dient“.
    Das kann nicht gelingen. Längst wird der Grund und Boden als Geldspeicher genutzt und dieser ist verdammt gewaltig und groß. Es sind nicht die Schulden die uns bedrohen, es sind die Vermögen, die zunehmend im Grund und Boden gesichert werden (-> Landgrabbing). Solange der Boden in privaten Händen ist und unter dem Schutz der Militärs und der Polizei steht, wird das nicht gelingen. Sie werden uns mit immer mehr Arbeit „unterhalten“; sie haben das Geld dazu.
    -> http://www.endederrevolutionen.de/archives/2019/10/7/index.html

    1. „(-Landgrabbing). Solange der Boden in privater Händen ist und unter dem Schutz der Militärs und der Polizei steht, wird das nicht gelingen.“

      (NICHT ERNST GEMEINT):
      Boden ? Wofür brauchen wir noch Boden in privaten Händen und unter privaten Füssen ?
      Machen wir`s wie die Schnecken. Die tragen ihr eigenes Haus auf dem Rücken.
      Höchstens in Frankreich wird`s dann für uns gefährlich..

      IM ERNST: Wie soll denn der Boden von wem entprivatisiert werden und wofür ? Bräuchte diese Entprivatisierung nicht eine Macht, die stärker ist als Militärs und Polizei, die aber mir mein schuldenfreies Haus & Grundstück – warum auch immer- einfach wegnehmen müsste ?

  2. Die Kreditvergabe des aus dem Nichts geschöpften Geldes gegen Zins und Zinseszins ….

    Schade, dass ein eigentlich informativer Artikel, mit solcherlei Unsinn aus der „Zinskritik“ beginnt. Es gibt zwar vieles zu kritisieren und renovieren an dem heute gängigen Kreditgeldsystem (KGS)….. dazu sollte man aber auf Polemik aus der „Zinskritik“ (orwellschen Neusprech) verzichten…. ansonsten man ziemlich schnell unglaubwürdig wird.

    Zum Anfang: Geschäftsbanken (GB’s) schöpfen kein Geld…. GB’s gehen eine Verpflichtungen (Buchgeld) ein, auf verlangen Geld (gesetzliches Zahlungsmittel) aus zu zahlen….

    Wenn die Propagandisten der Kreditgeldschöpfungs-Mythen und Zinskritik nun ihren Slogan „Geldschöpfung aus dem Nichts“ korrekt ändern würden in „Schuldanerkennungsschöpfung aus dem Nichts“, begännen vermutlich viele an deren Thesen zu zweifeln….. Wie auch immer….

    Was lässt den nun die Schuldenberge und natürlich das Gegenüber, die Geldberge ins Unermessliche wachsen? Nun diese Frage lässt sich relativ leicht beantworten. Ein modernes und effizientes Kreditgeldsystem (KGS) ist kein Hortgeldsystem! In einem gesunden KGS geben Wirtschaftsteilnehmer, die einen Kredit aufnehmen, geben diesen in der Wirtschaft aus. Zum Beispiel kaufen sie Rohstoffe, um daraus dann ein Produkt zu erzeugen, dass sie weiterverkaufen können. Das erzeugte Kreditgeld befindet sich so nun im Tauschmittelkreislauf und das Geld tauscht andauernd weiter. Es gibt nun zwei Möglichkeiten, wie dieses Geld den Tauschmittelkreislauf verlassen kann…..

    Entweder das Tauschmittel wird durch Ablösung des Kredits wieder vernichtet (Das Geld hat in der Zeit seiner Existenz als Tauschmittel funktioniert und hat im besten Fall der Allgemeinheit durch Schaffung von Mehrwert gedient) oder aber es wird gehortet (geparktem Kreditgeld).

    Gehortetes Geld kauft aber nicht mehr in der Wirtschaft ein…wird also de facto dem Tauschmittelkreislauf entzogen. Es entstehen die üblen Verzerrungen (Finanzmarktkapitalismus), die wir heute zu sehen bekommen.

    Wir müssen umdenken: Zum Anfang ein paar Forderungen an die Politik…… um irgendwo zu beginnen

    1.
    Der Spekulationszirkus ist unverzüglich ein zu stellen. In anderen Worten, in einem der Wirtschaft dienenden Kreditgeldsystem gehört dies verboten. Eventuell kann man darüber nachdenken, für den Markt der Finanzprodukte ein eigenes Banksystem auf zu ziehen…. welches jedoch strikt getrennt vom KGS zu unterhalten ist und die Konvertierung von Spekulationsgeldeinheiten zu Kreditgeldeinheiten bis aufs Detail genau geregelt ist… auf alle Fälle so, das es dem KGS nicht Schaden zugefügt wird.

    2.
    Ein KGS verträgt kein horten. Denn durch das Horten werden dem KGS Kreditgeldeinheiten entzogen, welche anderen Kretitgeldteilnehmern die erfüllungen ihrer Kreditverträge erschwert bis unmögich macht. Dies macht es notwenig, neben dem KGS ein eigenständiges und strikt vom KGS getrenntes Spargeldsystem zu entwickeln. Auch hier wieder: die Konvertierung von Spargeldeinheiten zu Kreditgeldeinheiten müssen bis aufs Detail genau geregelt sein… auf alle Fälle so, das es dem KGS nicht Schaden zugügt.

    3.
    Eine Kapitalisierung von Zins auf Guthaben, gehören sofort verboten und zwar ohne Ausnahme. Zinserträge sind vom Ursprungsbetrag getrennt zu verbuchen (zum Beispiel Zinskonto zu XXX) und dürfen nicht weiter verzinst werden. Dies würde ein sofortiger Stop des Zinseszins bedeuten.

    4.
    Erbschaften gehören gedeckelt…. Was jedoch nicht heisen soll, das Guthaben resozialisiert werden. Alle Guthaben aus Erbschaften die zum Beispiel die Deckelungshöhe von 5 Millionen Kreditgeldeinheiten übersteigen, und keinen realen Mehrwert für die Gesellschaften bringen, werden vernichtet.

    Das hätte neben dem Gerechtigkeit, gleiche Chancen für alle, auch noch den Vorteil, dass in der Höhe der vernichteten Guthaben, auch die gleiche Höhe an Schulden vernichtet würde… In anderen Worten, die Staatsschuldenkrise würde effektiv bekämpft und nicht sozialisiert wie heute. In Wahrheit gibt es ja gar keine Staatsschuldenkrise, sondern wir haben eine Guthabenkrise.

    Denn: des einen Geldberge sind des anderen Schuldenberge

    1. @dragaonordestino
      Zitat: „Geschäftsbanken (GB’s) schöpfen kein Geld…. GB’s gehen eine Verpflichtungen (Buchgeld) ein, auf verlangen Geld (gesetzliches Zahlungsmittel) aus zu zahlen…. “

      Das Giralgeld wird von den Notenbanken und den Geschäftsbanken aus dem Nichts geschöpft. Dies beschreibt die Deutsche Bundesbank in ihrem Bericht „Geld und Geldpolitik“ wie folgt:
      „Geld entsteht durch „Geldschöpfung“. Sowohl staatliche Zentralbanken als auch private Geschäftsbanken können Geld schaffen. Im Eurosystem entsteht Geld vor allem durch die Vergabe von Krediten, ferner dadurch, dass Zentralbanken oder Geschäftsbanken Vermögenswerte ankaufen, beispielsweise Gold, fremde Währungen, Immobilien oder Wertpapiere. Wenn die Zentralbank einer Geschäftsbank einen Kredit gewährt und den Betrag auf dem Konto der Bank bei der Zentralbank gutschreibt, entsteht „Zentralbankgeld“. Die Geschäftsbanken benötigen es zur Erfüllung ihrer Mindestreservepflicht, zur Befriedigung der Bargeldnachfrage und für den Zahlungsverkehr.
      Die Geschäftsbanken können auch selbst Geld schaffen, das sogenannte Giralgeld. Der Geldschöpfungsprozess durch die Geschäftsbanken lässt sich durch die damit verbundenen Buchungen erklären: Wenn eine Geschäftsbank einem Kunden einen Kredit gewährt, dann bucht sie in ihrer Bilanz auf der Aktivseite eine Kreditforderung gegenüber dem Kunden ein – beispielsweise 100.000 Euro. Gleichzeitig schreibt die Bank dem Kunden auf dessen Girokonto, das auf der Passivseite der Bankbilanz geführt wird, 100.000 Euro gut. Diese Gutschrift erhöht die Einlagen des Kunden auf seinem Girokonto – es entsteht Giralgeld, das die Geldmenge erhöht.“
      (Zitiert nach Oliver Janich: Das Kapitalismus-Komplott, München 2011, S. 83, 84)

      1. @hwludwig …. beispielsweise 100.000 Euro. Gleichzeitig schreibt die Bank dem Kunden auf dessen Girokonto, das auf der Passivseite der Bankbilanz geführt wird, 100.000 Euro gut. Diese Gutschrift erhöht die Einlagen des Kunden auf seinem Girokonto – es entsteht Giralgeld, das die Geldmenge erhöht.

        Das ist falsch @hwludwig. Eine GB kann keine Euros gutschreiben. Eine GB kann nur Buchgeld gutschreiben…. welches aber lediglich ein Versprechen auf Euros (Zentralbankgeld) darstellt.

        Also der Kunde hat eine Forderung an die GB. …. dies aber entsteht durch einen Vertrag. ….

        Man kann somit grundsätzlich festhalten: Buchgeld ist eine Forderung (ein Anrecht, ein Anspruch, ein Guthaben, ein Versprechen auf Zentralbankgeld) eines Kunden an eine Bank, dafür erhält die Bank eine Forderung an den kreditnachfragenden Kunden.

        Fazit: Buchgeld ist eine Forderung an eine Bank (Versprechen auf Zentralbankgeld). Es ist doch offensichtlich, dass eine Bank niemals eine Forderung an sich selbst gegen Nichts ausstellen wird. Somit ist die zur Propaganda verkommene Mär von der sogenannten Geldschöpfung aus dem Nichts enttarnt.

        1. Leider – oder zum Glück – bin ich kein Fachmann für das Geldsystem, kenne mich auch nicht aus mit doppelter Buchführung.
          Lieber dragaonordestino, erklären Sie mir bitte folgenden Zusammenhang: Ich leihe bei der Bank 100.000 € zum Zinssatz von 1 % Zins pro Jahr, keine Tilgung. Die Bank selbst muß aber nur 2% der Geldsumme vorrätig halten, die sie verleiht. Wäre ich der einzige Bankkunde, müßte die Bank in ihren Büchern rechts oder links einen Betrag von 2.000 € im Plus stehen haben. Diese 2.000 € müßte also jederzeit als Bargeld (keine Buchung) irgendwo vorhanden sein.
          Nochmals: eine Bank kann, wenn sie 2.000 echte €uros besitzt, Geld im Wert von 100.000€ verleihen, die ich bar, also in Banknoten abheben könnte.
          Jetzt zahle ich fleißig meine Zinsen, jedes Jahr 1.000 €. Das scheint nicht viel. Aber die Bank erhält jedes Jahr allein von mir schwer erarbeitetes Realgeld dafür, dass sie mir mit einer Buchung Realgeld geliehen hat.
          Da die Bank zur Zeit der Kreditvergabe für mich gerade einmal 2.000 € besaß, bekommt sie ab diesem Zeitpunkt mit 1.000 € pro Jahr jedes Jahr 50-100% ihres vormaligen Besitzes zusätzlich ausgezahlt. Wo gibt es sonst so einen Gewinn?
          Ein zweites Beispiel. Ich kaufe auf Kredit ein Haus im Wert von ca 500.000 € für 1 % Zins.
          Leider kann ich nach einem Jahr keine Zinsleistung mehr erbringen. Das Haus – Realwert – wird für die Bank versteigert. Die Bank erhält 500.000 € oder auch weniger in Realgeld, also echtem Wert. Wofür??? Sie hatte doch bloß in ihren Büchern einen Realwert für meinen Kredit von 10.000€.
          Gewinn der Bank: 5.000 %
          Was verstehe ich falsch?

        2. Hallo @Eva Scherrer…. Ein zweites Beispiel. Ich kaufe auf Kredit ein Haus im Wert von ca 500.000 € für 1 % Zins. …. Gewinn der Bank: 5.000 % ….. Was verstehe ich falsch?

          Irgendwo fehlt bei Ihrer Darstellung der Verkäufer des Hauses. Auf dessen Konto wurden ja die 500’000 in Form von Buchgeld als Zahlungsversprechen der Bank gutgeschrieben.
          Wir haben da also eine klassische Form von GB Geschäft.

          Zusammenfassung:
          Es gibt einen Verkäufer eines Hauses. Sie @Eva Scherrer wollen dieses Haus kaufen. Sie haben aber zuwenig Geld, um das Haus zu finanzieren. Also gehen Sie zur Bank und fragen einen Kredit nach. Die Bank gibt dem statt. Sie erwerben das Haus und die Bank zahlt dem Verkäufer den Preis, indem sie ihm das Geld auf seinem Konto gutschreibt.

          Man könnte auch sagen, dass die GB an Ihre Stelle des Schuldners gegenüber dem Hausverkäufers getreten ist. (dieses gilt natürlich analog auch bei Betriebs- oder Baukrediten usw.):

          Eigentlich ist es ganz einfach und völlig logisch, solange man sich nicht verwirren lässt.

        3. @dragaonordestino
          Es ist ein Streit um Worte.
          Rechtlich gesehen ist das Giral- oder Buchgeld selbstverständlich kein Geld, sondern es handelt sich um Forderungen an die Bank auf Zahlung von Euro in Banknoten und Münzen (dem einzigen wirklichen Geld). Und diese Forderungen an die Bank kann ich nun weiter an andere abtreten (überweisen). Damit erfülle ich deren Forderungen gegen mich.
          Aber diese Forderungsübertragungen per Überweisung, Bankcard oder Kreditcard kommen ja einer Zahlung mit Geld gleich, so dass sich der Name Giral- oder Buchgeld dafür eingebürgert hat.

          Was ich zitiert habe, ist ja nicht von mir, sondern von der Deutschen Bundesbank. Lesen Sie genau. Ich wiederhole den 2. Absatz:
          „Die Geschäftsbanken können auch selbst Geld schaffen, das sogenannte Giralgeld. Der Geldschöpfungsprozess durch die Geschäftsbanken lässt sich durch die damit verbundenen Buchungen erklären: Wenn eine Geschäftsbank einem Kunden einen Kredit gewährt, dann bucht sie in ihrer Bilanz auf der Aktivseite eine Kreditforderung gegenüber dem Kunden ein – beispielsweise 100.000 Euro. Gleichzeitig schreibt die Bank dem Kunden auf dessen Girokonto, das auf der Passivseite der Bankbilanz geführt wird, 100.000 Euro gut. Diese Gutschrift erhöht die Einlagen des Kunden auf seinem Girokonto – es entsteht Giralgeld, das die Geldmenge erhöht.“

          Also die Geschäftsbanken können auch Geld, das sogenannte Giralgeld, schaffen. Wie?
          Durch die Buchung einer Kreditforderung gegenüber dem Kunden und gleichzeitiger Gutschrift auf dessen Girokonto. Die Gutschrift erhöht die Einlagen des Kunden auf seinem Girokonto, also seine Forderungen an die Bank um 100.000 €. Woher kommt die Kredit-Forderung, der Bank der die entsprechende Forderung des Kunden an die Bank gegenübersteht? Aus dem Nichts! Und diese aus dem Nichts entstandene Forderung, die der Kunde an andere überweisen, also abtreten kann, wird „Giralgeld“ genannt. Er kann sich die Forderung auch als Bargeld auszahlen lassen, oder auch der, an den er die Forderung abgetreten überwiesen hat.
          Das Geldvolumen hat sich entsprechend vermehrt.

        4. Nun zu Ihrem ersten Beispiel @Eva Scherrer

          Eine GB gibt Ihnen 100’000 Kredit …. mit oder ohne Sicherheit, egal, verschuldet sich die GB bei Ihnen und muss auf Verlangen diese 100’000 in gesetzlichem Zahlungsmittel auszahlen. Um dieses zu erhalten, muss die GB bei der ZB Sicherheiten hinterlegen.

          Also auch hier @Eva Scherrer ist rein gar nichts aus dem Nichts.

        5. @hwludwig …. Es ist ein Streit um Worte. …. Aber diese Forderungsübertragungen per Überweisung, Bankcard oder Kreditcard kommen ja einer Zahlung mit Geld gleich, so dass sich der Name Giral- oder Buchgeld dafür eingebürgert hat.

          Ja nun, falsche Worte schaffen Verwirrung…. Auch wenn man heut zu tage in den meissten Fällen mit GB Buchgeld bezahlen kann ist dieses trotzdem lediglich ein Versprechen auf ZB Geld (Bargeld). Wenn irgend jemand der an den Transaktionen beteiligt ist ZB Geld (Bargeld) beansprucht, muss die GB liefern. Dieses bekommt diese aber bei der ZB nur gegen Sicherheiten……. da kommt gar nichts aus dem nichts

        6. @dragaonordestino, nun, fast habe ich es verstanden. Nur ein letztes. Die Bank zahlt für mich, das ist sehr lieb von ihr, sie spendiert mir ein Haus, was ich so nach und nach bei ihr abzahle mit vielen, vielen Zinsen, also etwa dreimal so viel, wie mir die Bank spendiert hat.
          Aber…, aber… aber die Bank hatte selbst doch nur 2% in Realgeld/Wert von der Summe, die sie für mich bezahlt hat. Und wenn ich nicht mehr zahlen kann, bekommt sie mein Haus als Realwert, hat damit jetzt einen 5.000 %igen höheren Realwert, der mit Buchgeld wieder so verbucht wird, dass der Kredit auf Null fällt, das Giralgeld also wieder 0 beträgt.
          Die Bücher stimmen, aber da steht ein echtes Haus, das kann die Bank verkaufen und bekommt dafür echtes Geld. Und das alles mit dem Trick, ein Versprechen zur Zahlung abgegeben zu haben, was nun leider, da ich nicht zahlen konnte, beglichen werden muß mit echtem Geld für das Haus mittels Versteigerung, und Erlös an die Bank….
          Finde den Fehler
          Ich frage jetzt auch nicht weiter.
          Ansonsten finde ich Ihre Vorschläge zur Änderung des Finanzsystems echt lesenswert, wenn mir leider Grundlagen dazu fehlen. Ich werde noch viel ´drüber nachdenken.

        7. @Eva Scherrer …. Die Bank zahlt für mich, das ist sehr lieb von ihr, sie spendiert mir ein Haus, was ich so nach und nach bei ihr abzahle mit vielen, vielen Zinsen, also etwa dreimal so viel, wie mir die Bank spendiert hat.

          Da ist nichts lieb und auch nicht spendabel… das Ganze ist einfach ein Geschäft. Wieso unterschlagen Sie eigentlich den Verkäufer des Hauses.? dieser hat ja bei dem Geschäft mit der GB seine ihm zugesicherten Zahlungsversprechen bekommen…… oder etwa nicht.?

          Bei dem ganzen Ding um die GB’s sollte man einfach nicht aus dem Auge verlieren, dass Buchgeld per sé ein Schuldschein ist… ja dass dieser Schuldschein auch per sé Privatgeld ist….. also kein offizielles Zahlungsmittel und, dass dieses Privatgeld von niemandem angenommen werden muss.

          Jeder, Jede und Jedes kann Schuldscheine ausstellen, auch Sie @Eva Scherrer … ob Sie diese dann als Zahlungsmittel benutzen können, oder ob diese gedeckt sind, nun dies ist Vertrauenssache.

        8. @dragaonordestino 26.2. 19:06 Uhr
          „Eine GB gibt Ihnen 100’000 Kredit …. mit oder ohne Sicherheit, egal, verschuldet sich die GB bei Ihnen und muss auf Verlangen diese 100’000 in gesetzlichem Zahlungsmittel auszahlen. Um dieses zu erhalten, muss die GB bei der ZB Sicherheiten hinterlegen.
          Also auch hier @Eva Scherrer ist rein gar nichts aus dem Nichts.“

          Das ist ein Kurzschluss. Nur in den wenigsten Fällen wir die Auszahlung der Forderung in gesetzlichen Zahlungsmitteln verlangt. In den allermeisten Fällen werden Waren, Handwerker, Häuser etc. durch Übertragung der Forderung gegenüber der Bank (Überweisung) bezahlt. Diese Überweisungen wirken wie die Bezahlung mit barem Geld (daher Giral- oder Buchgeld genannt), bedeuten also eine gewaltige Ausweitung des Geldvolumens, das durch die Gewährung des Kredits aus dem Nichts entstanden ist.

        9. @hwludwig …. Das ist ein Kurzschluss. Nur in den wenigsten Fälle…

          Nun dies spielt eigentlich keine Rolle, denn vermutlich unterliegen Sie einem Irrtum was Geld in einem Fiat-Kreditgeldsystem überhaupt ist.

          Geld ist eine Schuld einer Bank! Bargeld ist ein Schuldschein einer Zentralbank; Buchgeld ist eine Bargeldschuld einer Zentral- oder Geschäftsbank….. Ist man sich dieser Tatsache erst einmal bewusst, wird man sich hinterfragen müssen, ob man die Floskel „Geldschöpfung der Geschäftsbanken“ nicht „Schuldschöpfung der Geschäftsbanken“ nennen sollte.

          Mal ganz nebenbei bemerkt; eine Bank kann sowenig wie Sie und ich Geld schöpfen. Allerdings kann sie eine Schuldverpflichtung eingehen wie Sie und ich auch. Da eine Bank der Bankengesetzgebung unterstellt ist, nennt man ihre Schuldverpflichtung halt einfach Buchgeld statt Schuldanerkennung……

          Es gibt keine Geld (Schuld) aus dem nichts …. Geld (Schuld) benötigt immer eine Gegenbuchung in Form eines realen Wertes.

        10. @dragaonordestino
          “ … ob man die Floskel „Geldschöpfung der Geschäftsbanken“ nicht „Schuldschöpfung der Geschäftsbanken“ nennen sollte. “

          Natürlich ist das eine Schuldschöpfung, die durch den Kredit der Bank entsteht, dem aber bei der Bank kein realer Gegenwert entspricht, d.h. genau genommen nur 1% Sicherheitseinlage von der Zentralbank und Spareinlagen. 90 % sind aus dem Nichts.

          Damit ist offensichtlich, dass die Bank laufend Forderungen an sich selbst gegen Nichts ausstellen kann.

          Und da die Forderungen der Kreditnehmer an die Bank zu allermeist nicht in Bargeld ausgezahlt, sondern nur durch Überweisung abgetreten und damit reale Werte gekauft werden, dann bedeutet das de facto eine entsprechende Geldvermehrung (aus dem Nichts), wobei hier eben dieses Schuld- (oder Buch-) Geld in seiner tatsächlichen Auswirkung wie Bargeld wirkt und die Bezahlung der Schuld, die man täglich beim Kauf eingeht, durch Forderungsabtreteung (Buchgeld) bewirkt wird.

          Das Gesamtvolumen des Geldes setzt sich auf diese Weise aus den Banknoten und -Münzen (Bargeld) und dem Schuldgeld (Giral- oder Buchgeld) zusammen, letzteres bildet den allergrößten Teil.

        11. @hwludwig …. Damit ist offensichtlich, dass die Bank laufend Forderungen an sich selbst gegen Nichts ausstellen kann.

          So offensichtlich wie Sie dies darstellen ist dies nicht…..

          Eigentlich geht bei jedem Kredit immer eine Sicherheit voraus…… Sie erhalten kaum einen Blankokredit. Die wenigen Blankokredite, die ausgereicht werden, sind wohl Kreditkartenschulden, Kleinkredite, kleine Betriebskredite oder – und das ist der Schwerpunkt – Staatskredite.

          So ziemlich alles andere muss mit irgendwelchen Sicherheiten, ob Bürgschaften, Faustpfänder oder Hypotheken usw. abgesichert werden. Lieferanten liefern Waren, die bereits produziert wurden und dadurch entsteht eine Schuld des Warenempfängers unsw.

          Also ich möchte schon klarstellen, dass ich nicht das System in Schutz nehme , sondern es einfach nur zu erklären versuche.

          Dass dieses unser Kreditgeldsystem durch den laufenden neoliberalen radikalen Finanzmarktkapitalismus und Spekulationszirkus völlig entartet wird, stelle ich dabei nicht in Frage…..

        12. @dragaonordestino
          Sie schmeißen alles durcheinander. Was Sie jetzt schreiben, bezieht sich auf die Sicherheiten, die der Kreditnehmer leisten muss.
          Es geht aber um die realen Gegenwerte der Bank, die Kredite gutschreibt, ohne dass sie in dieser Höhe reale Gegenwerte hat.

        13. Es geht aber um die realen Gegenwerte der Bank, die Kredite gutschreibt, ohne dass sie in dieser Höhe reale Gegenwerte hat.

          Hat ein Hauskäufer beim Kauf eines Hauses das Bargeld dafür, wenn er bei einer GB um einen Kredit für den Kauf nachfragt? Nein, dieser geht bei der GB eine Schuldverpflichtung ein. Wieso verlangt man denn von der Bank, dass sie bei der Übernahme der Schuld entsprechend Bargeld halten müsse und behauptet vollmundig, es sei „fractional reserve“, wenn die Bank das entsprechende Bargeld nicht habe?

          Das kommt daher, weil nur wenige Menschen Geld verstehen und dieser Fakt von einigen ideologisiert ausgenutzt wird.

          Wer von Teilreserve spricht, muss annehmen, dass Bargeld aus sich heraus einen Wert habe. Dem ist aber nicht so. Bargeld ist nicht das Fundament des Geldsystems. Bargeld bezieht seinen Wert aus den Vermögenswerten, welche in der Volkswirtschaft erarbeitet wurden und einzig zum Bargeldbezug (resp. Giroguthaben) der Zentralbank z.B. per Repogeschäft vorübergehend verkauft wurden. Die Vermögenswerte gehören jedoch nicht der Zentralbank, weshalb sie Schuldscheine, genannt Bargeld, ausstellt. Je mehr Bargeld bezogen wird, desto mehr Vermögenswerte müssen der Zentralbank verkauft werden.

          Eine Bank ist eine private Firma. Keine private Firma, noch weniger als eine Privatperson, gibt eine Schuldanerkennung heraus, wenn sie nicht ihren Grund hat. Und dieser Grund kann nicht Nichts sein! Also ist das Argument „Geld aus dem Nichts“ einfach nur populistisch! Man muss Leute die so etwas behaupten einfach mal fragen, wie die Bank das denn bewerkstelligen soll! Diese Leute gehen nämlich anscheinend mit ihrer Aussage davon aus, Geld sei ein Aktivum, also ein Vermögenswert der Bank sei. Wo würde denn dann die Gegenbuchung stehen, wenn die Bank Geld schöpfte? Geld an … Nichts? Tja, da bleibt nur ratloses Kopfschütteln…

          Ganz abgesehen davon: wie erklären diese Leute denn, dass Banken pleite gehen können, obwohl sie ja angeblich Geld aus dem Nichts schöpfen können? Klar hat die Bank ein Aktivum, das sich Geld nennt: Bargeld! Aber Bargeld kann sie so wenig „schöpfen“ wie Sie! Würde sie Bargeld schöpfen, stünde der Strafrichter schnell vor der Tür…

          Reserven sind aber immer Eigenkapital und stehen auf der Passivseite der Bilanz.

          Bargeld ist aber ein Aktivum der Bilanz einer Geschäftsbank. so ist dies eben. Begriffsverwirrungen sind Grundlage von Verirrungen. Neusprech ist die Grundlage von Hirnwäsche. Wenn also Reserven Teil des Eigenkapitals sind, gibt es keine Teilreserve. Entweder hat eine AG Reserven – oder sie hat eben keine.

          Klar hat die Bank mehr Ansprüche auf Bargeld ausgegeben, als sie Bargeld hat. So wie auch Sie z.B. Hypothekarschulden eingehen können, wenn Sie kein Bargeld haben! Dann wird Ihnen auch niemand den Vorwurf machen, Sie hätten Ihre Schulden nicht mit Bargeld gedeckt – sonst bräuchten Sie ja keinen Kredit! Aber Sie könnten das Haus verkaufen und dann den Kredit zurückzahlen – der Kredit ist also auch bei Ihnen gedeckt, halt nicht mit Bargeld, genau so wie bei der Bank… Auch eine Bank muss sich vorfinanzieren, wenn sie existieren will, wie jedes andere Unternehmen auch. Ohne Fremdkapital geht es schlicht und einfach nicht.

  3. „Dieser sogenannte Nachkriegs-Boom war vor allem für das Bankenwesen eine Art Goldgrube,..“

    Wenn nicht etwas beim Lesen übersehen wurde, ist „Goldgrube“ das einzige obig erwähnte Wort, in dem „Gold“ vorkommt.
    Wir brauchen nur in der deutschen Sprache die Worte „Geld“ und „Gold“zu vergleichen, um die Verwandtschaft beider Worte zu erkennen.

    Falls wir dem Geld seinen Stachel nehmen wollten, müssten wir dem Geld ein Verfallsdatum aufdrucken, wie bei Nahrungsmitteln usw. der Fall ist. Kein vernünftiger Mensch würde dann noch auf die Idee kommen, Geld festzuhalten über das Verfallsdatum hinaus, wo es den Wert verliert.
    Geld würde „fliessen“wie Blut im Kreislaufsystem fliesst. Doch weil es scheinbar unbegrenzt haltbar ist, rentiert sich eher, es in Tresoren usw.etc.usf. aufzustapeln. Die Abschaffung des Bargeldes würde wohl solchen Verfallsdatum-Aufdruck oder Ausdruck erschweren ?

    Man könnte sehr leicht dem Papiergeld solchen Verfallsdatum-Hinweis aufdrucken, doch in EINEM Fall macht es KEINEN Sinn. Bei Goldmünzen würde es nichts nutzen, denen aufzudrucken, ab dem und dem Datum seien sie wertlos.
    Nur ein Idiot würde seine Krugerrand 1 Unze – Goldmünzen deswegen „fristgemäss“ wegwerfen, als sei es bloss altes Geld.
    Man sagt: Papier ist geduldig. Massenhaft Papier herzustellen, ist kein Problem. GOLD existiert nur in begrenztem Ausmass.
    Und selbstverständlich ist auch Grund & Boden ein Besitztum.
    Wer z.B. ein Haus besitzt, besitzt auch den Grund & Boden, auf dem es steht. Sofern er keinen Schuldschein unterschrieben hat.
    Ist denn der Besitz von einem Haus ein Verbrechen ? Reicht demnächst etwa pro Person ein Rucksack aus ?
    Sollen wir demnächst unseren Grund & Boden ein Abschiedslied singen un winke winke machen mit Rucksack auf dem Rücken ?

  4. Man hält es im Kopf nicht aus. Was haben denn die ganzen – im Beitrag trefflich erklärten – Schweinereien der vom normalen „Leben“ losgelösten „Finanzwirtschaft“ (hehe) mit der Zins- und Finanztheorie aus dem ersten Semester Volkswirtschaft zu tun? Allenfalls einen roten Hering, nichts sonst.

    Die Gier nach immer noch mehr wird es zu verhindern wissen, „Mittel“ dafür sind genug vorhanden, um dafür zu sorgen, dass der Plebs kein Oberwasser bekommt, wenn es ihn überhaupt noch geben darf. Für die Gewinn- und Vermögensmaximierung wird er schließlich schon lange nicht mehr gebraucht. Insofern ist auch die erwähnte Hoffnung, dass sich doch irgendwann mal alles zum Guten wenden könnte ein fataler Trugschluss. Das „System“ kann und wird sich selbst auffressen. Und erst wenn die allerletzte Metastase Bezos die vorletzte namens Gates mit einem Nuggetsäckchen erschlagen hat, wird evtl. Ruhe einkehren.

    1. ZITAT @ Michael Mammon:
      „Insofern ist auch die erwähnte Hoffnung, dass sich doch irgendwann mal alles zum Guten wenden könnte ein fataler Trugschluss.“

      Sehr geehrter Herr Kohle, auch weil SIE „schwarz“ sehen – können SIE nach einfacher LOGIK, nicht zur gleichen Zeit „klar“ sehen – aber es braucht nicht nur klare Sicht, sondern noch mehr grundlegende KLARHEIT über das System, daß wir „LEBEN“ nennen, in dem wir sowohl materiell als auch spirituell existieren & über die exakten URSACHEN & WIRKUNGEN von kriminellen Machenschaften EINZELNER oder ganzer Gruppen – um als gesamte Menschheit & als ÜBERLEBENDE aus dem von EINIGEN von uns vorsätzlich angerichteten Schlamassel zu entkommen . . . !

      Menschen in dieses „schwarz“ sehen – tief hinein zu führen & zu verführen – ist das uralte Ziel aller Satanisten, aller Schwarz-Magier, aller Psychopathen.

      Ganze Sekten, Kulte, Philosophien, Religionen & sogar geheime militärische & medi-zynische Techniken haben zum meist verborgenen Ziel – Menschen in die tiefe, weil hoffnungslose Depression zu schicken, wo die Welt nur noch „schwarz“ aussieht – weil das die kriminelle Kontrolle über die Menschen zum Zwecke ihrer Ausbeutung dramatisch erleichtert. Das prominenteste Beispiel ist der VOR-christliche Satanismus aus dem ALTEN Testament, aus der THORA & dem TALMUD, was wir als aktuellen „Auge um Auge-Wahnsinn“ gerade beim Kampf um Syrien erleben können, wo unser Maas-loser & völlig entgleister Außenminister das syrische VOLK & seinen eigenen Präsidenten vor der UN anklagt, weil die Syrer es wagen, ihr eigenes VOLK und ihr eigenes LAND zu verteidigen, nachdem erst die NATO mit GEHEIMEN, weil kriminellen Methoden durch den Drohnen-Killer Barack Obama & Hillary Clinton und die GEHEIME Finanzierung & Ausbildung der Terroristen der ISIS & jetzt erstmals offen durch die Türkei, das Land Syrien in einem illegalen, weil völkerrechtswidrigen ANGRIFFS-KRIEG erstens überfallen, und zweitens die Flüchtlingswellen vorsätzlich in Gang gesetzt haben, die inzwischen nicht nur das geeinte EUROPA zerrissen haben, sondern auch das gerade erst geeinte Deutschland schon wieder vor eine extreme Zerreissprobe gestellt haben!

      Diejenigen DEUTSCHEN – die diesen offensichtlichen Wahnsinn durchschauen, und sich NICHT beteiligen wollen – werden als „Faschisten“ & „Nazis“ durch öffentliche Hassprediger der Regierung diffamiert, angegriffen & gerade in Hamburg von ALLEN geplanten 30 Wahlveranstaltungen AUSGEGRENZT. Damals hieß es: „Deutsche kauft nicht bei Juden!“ – heute heißt es: „Deutsche vermietet keine Räume an die AfD!“

      Wir stehen schon wieder direkt am Rande der dritten Diktatur in Deutschland – wenn wir schon wieder den durchaus erlaubten, berechtigten & vor allem verständlichen PROTEST großer Teile unseres eigenen VOLKES derart ängstlich mit Füßen in den Dreck treten – statt diesen durch & durch VERSTÄNDLICHEN PROTEST endlich ernst zu nehmen & uns zu freuen, daß er (noch) in derart geregelten Bahnen, wie ja in der Demokratie auch so vorgesehen, verläuft.
      Wer die AfD mit ANTI-DEMOKRATISCHEN Methoden, wie Diffamierungen, Ausgrenzungen, Beleidigungen, Tricksereien, Mobbing & massivster & krimineller AntiFa-GEWALT aus der parlamentarischen Arena wirft, wie zuletzt in Hamburg geschehen – DER IST IN MEINEN AUGEN VERANTWORTLICH DAFÜR, DASS IMMER MEHR BÜRGER „SCHWARZ“ SEHEN – und schließlich ebenfalls vollkommen entnervt & desillusioniert von unserer PSEUDO-DEMOKRATIE, schließlich selbst auch zu Gewalt greifen, was ja sogar als „WIDERSTANDS-RECHT“ im Grundgesetz für derartige Fälle als „legitim“ eingestuft erscheint!

      GUTES Management ist dagegen definiert als „harmonious alignement“ – was soviel heißt, wie eine für alle Beteiligten harmonische Lösung zu erarbeiten – was wir Deutschen im Grunde viel besser können, als fast alle unserer Nachbarn . . !

      Es gibt jede Menge gute Gründe GENAU hinzuschauen & mehr denn je auch HINTER die Kulissen der Macht zu schauen – und DAFÜR gibt’s den „FASSADENKRATZER“ – denn HIER werden SIE geholfen . . .

  5. Wenn die Börsenkurse fallen,
    regt sich Kummer bei fast allen,
    aber manche blühen auf,
    Ihr Rezept heißt Leerverkauf.

    Keck verhökern diese Knaben
    Dinge, die sie gar nicht haben,
    treten selbst den Absturz los,
    den sie brauchen- echt famos.

    Wenn in Folge Banken krachen,
    haben Sparer nichts zu lachen
    und die Hypothek aufs Haus
    heißt, Bewohner müssen raus.

    Triffts hingegen große Banken,
    kommt die ganze Welt ins Wanken-
    auch die Spekulantenbrut
    zittert jetzt um Hab und Gut!

    Soll man das System gefährden?
    Da muß eingeschritten werden:
    Der Gewinn , der bleibt privat,
    die Verluste zahlt der Staat.

    Dazu braucht der Staat Kredite,
    und das bringt erneut Profite,
    hat man doch in jenem Land
    die Regierung in der Hand.

    Für die Zechen dieser Frechen
    hat der kleine Mann zu blechen
    und- das ist das Feine ja-
    nicht nur in Amerika!

    Und wenn Kurse wieder steigen
    fängt von vorne an der Reigen-
    ist halt Umverteilung pur,
    stets in eine Richtung nur.

    Aber sollten sich die Massen
    das mal nimmer bieten lassen,
    ist der Ausweg längst bedacht:
    Dann wird bißchen Krieg gemacht.

    Könnte gestern als kleine dichterische Ergänzung zu dem guten Beitrag von Herrn Wolff – ich weiß, es ist utopisch, aber diese Art von Aufklärung müsste Pflicht in den Schulen sein – geschrieben worden sein, hat sich Tucholsky allerdings schon vor 90 Jahren einfallen lassen.

    Wir sehen also, dass sich an den Mechanismen, die automatisch das erwirtschaftete (Volks-)Vermögen von „fleißig“ zu „reich“ leiten, absolut nichts geändert hat.
    Welcher kleine Stamm von „Auserwählten“ das Geld- und Kreditsystem – und als Konsequenz daraus sukzessive auch Medien, Wirtschaft, Politik, Wissenschaft etc.- seit Jahrhunderten kontrolliert, dürfte dem einen oder anderen auch bekannt sein. Das Resultat: alleinige Meinungs- und Deutungshoheit auf diesem Planeten, was sich wunderbar am Beispiel 9/11 – eine total hanebüchene offizielle Version wird von sämtlichen Mainstreammedien bis hin zur letzten Dorfpostille nicht ernsthaft in Frage gestellt, und zwar nicht nur im „Wertewesten“, sondern eben weltweit- nachvollziehen lässt.

    Ich sehe für die „goyim“ lediglich zwei Möglichkeiten, sich aus den Fesseln des Sklavendaseins – wobei sich die allermeisten frei nach Goethes „niemand ist hoffnungsloser versklavt, als der sich frei fühlt, ohne es zu sein“ dieser Fesseln nicht einmal bewusst sein dürften – zu befreien, idealerweise, bevor das kleine Völkchen mit seinem ihm innewohnenden Hang zur Zerstörung den Planeten endgültig und womöglich irreversibel beschädigt hat: Mathilde Ludendorff befürwortete vehement die Bitte um den „Esausegen“, sollte das Völkchen seine Schriften so ernst nehmen, wie es suggeriert, müsste es diesem Segen stattgeben und die „goyim“ aus ihrem Joch entlassen.

      1. „…, das Geld zu einem Produkt zu machen, das nicht den Menschen beherrscht, sondern von der Mehrheit der Menschen beherrscht wird.“

        Wenn wir diesen Gedanken für richtig erachten und mit Lk 16, 9-15 vergleichen, wo geschrieben steht: „Kein Knecht kann zwei Herren dienen…“ …“Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“, dann finden wir eine Übereinstimmung.
        Doch dann müssen wir uns auch fragen: WARUM konnte seit 1913, wie Kalle Möllmann beschreibt, eine Gruppe von sogenannten Politikern während des Winterurlaubs anderer Politiker ziemlich geheim dafür sorgen, dass bestehendes Recht auf den Kopf gestellt wurde ?
        So dass im Ergebnis der Mensch dem Mammon zu dienen habe ?

        Es hat so weit überhaupt nur kommen können, weil diese oben erwähnte „Mehrheit“ geistig geschlafen hat und dem Materialismus im Schlaf verfiel.
        Der Schlaf ist heute noch tiefer in Europa, als er 1913 in Amerika gewesen ist. Ein Beispiel ist „Mathilde Ludendorff“, die vom „Esausegen“ statt vom CHRISTUS-SEGEN sprach, weil sie offenbar einem Materialismus zum Opfer fiel und deswegen nichtmal HINTERFRAGEN konnte, WER Christus IST.
        Stammt Er von leiblichen Eltern ab ? NEIN, NEIN, sondern ALLE Elternpaare stammen von IHM ab, weil Materie vom Geist stammt und Er Geist IST. Von leiblichen Eltern stammt Jesus ab, aber NICHT DER CHRISTUS, Der erst bei der Jordantaufe in den ca. 30 jährigen Jesus-Körper hinunter stieg und für ca. drei Jahre in diesem Körper lebte, bis die Juden den Bringer des Christus, den Jesus töten liessen.

        Der Schlaf sog. „Christen“ hält weiter an in den Kirchen, wo immer wieder zwischen Altem und Neuem Testament hin und her gesprungen wird, und es ist wohl wert zu beachten, dass die Kirchen mit dem sog. „Staat“ gemeinsame Sache machen und dem Materialismus, der in öffentl. Schulen den Kindern eingetrichtert wird, nichts entgegensetzen.

        ENTWEDER wir dienen dem GEIST, der uns FREI machen kann, dann hat der Mammon uns zu dienen, ODER wir wären Sklaven, die dem Geld zu dienen hätten. Doch welchem MENSCHEN, den wir LIEBEN, könnten wir noch dienen, wenn wir Knechte oder Sklaven des Mammons und somit von antichristlichen Massenmördern wären ?
        Bin zwar in keiner Kirche, doch Luther hat noch ein Erlebnis gehabt unter Gewitter, was ihm eine gewisse Hellsichtigkeit gab. Das Gegenteil von der heute verbreiteten Schwarzseherei, was ja auch Kalle Möllmann zum Thema gemacht hat, weil es mit dem Hauptthema verbunden ist.

    1. „Mathilde Ludendorff“

      Der CHRISTUS ist derjenige, welcher SEGEN spendet !
      Und ausgerechnet Mathilde L. war eine „Lehrerin“, die nicht erkennen konnte, dass durch Ihn Selbst ein SEGEN kommt, der an INDIVIDUEN gegeben ist.
      Die Zeiten sind vorbei, wo ein Volk sich über andere Völker erheben durfte.
      Es braucht nur EIN Neues Testament, um EIN Altes Testament ausser Kraft zu setzen, nur scheinen das manche „Christen“ noch nicht erkannt zu haben, trotzdem Rechtsanwälte es erkennen könnten.
      SEGEN ist mit uns, die wir Glauben- und etwa auch gewisse Erkenntnis- haben.
      Seien wir mit Paulus verbunden, der dem „Völkchen“schon vor etwa 2000 Lenzen den Dienst quittierte.
      Vielleicht braucht Mathilde 3000 Jahre, um es zu begreifen ? Eine neue Inkarnation ?

  6. Ezra Pound schrieb schon vor fast 100 Jahren und in Folge über die Problematik des Zins und Zinseszins und deren unverhältnismäßige Nutzung, was eben zu Wucher führt. Pound’s frühes Sinnieren über diesen USURA genannten Umstand, sein Warnen und die Aufdeckung der Zusammenhänge bis hin zu Kriegsfinanzierung war damals schon bestimmten Kreisen anrüchig und möglicherweise ein Grund, warum er nach 1945 von seinen eigenen Landsleuten, zunächst zum Tode verurteilt, dann für 12 Jahre in der Psychiatrie interniert wurde.

    Wer wissen möchte, was mit einem seinem Vers:

    „Bei USURA hat keiner ein Haus von gutem Werkstein | die Quadern wohl behauen, Fugenrecht | dass die Stirnfläche sich zum Muster gliedert“,

    der diese Praxis poetisch umschreibt, passiert ist, möge hier weiterlesen.
    https://klarschicht.art/2020/02/22/pounds-polterstolperstein/

    Der Vers wurde am 27. Januar! vom Walter Benjamin Platz in Berlin entfernt. Der Besitzer hatte gewechselt.
    Der heißt seit 2018: BLACKSTONE, ehem. Tochter von BLACKROCK.

  7. Danke für den Artikel und die rege Beteiligung.
    Vielleicht sprenge ich den Rahmen aller vernünftigen Erklärungen zur Finanzwissenschaft, aber, wie Hubert Bergmann schon eine Tür oeffnet,
    … wird das ganze Geschehen nicht schon seit sehr langer Zeit durch ‚Schwarze Magie‘ beherrscht, die sich unserer rationaler Ergründung entzieht?

    Gold, welches eigentlich zu unserer Gesundung und zu unserer spirituellen Entwicklung beitragen sollte, und einst reichhaltigst an der Oberfläche vorhanden war, wird in Barren geformt, tief unter der Erde oder in einer Bundeslade des Banker-Wesens versteckt, …um Mangel zu generieren,
    …es geht um weit mehr als den monetären Aspekt oder die Farbe des Geldes, denke ich.
    Gerne darf man mich als Verrückt – dazu – erklären.
    Beste Grüße
    Hardy

  8. Die Gewinne der Banken sehen mittlerweile eher schlecht aus. Zinsen gibt’s auch keine mehr, was noch mehr Geld von Bankkonten in’s Casino treibt. So ein glücklicher Zufall aber auch. Es ist allerdings ein Problem, wenn Risiko-Geldanlagen durch ihre Grösse (Systemrelevanz) quasi risikolos werden.

  9. HIER G. Edward Griffin über das wichtigste Datum betreffend der bis heute wirksamen, kriminellen Übernahme des gesamten Geld-Wesens des Planeten im Jahre 1913, mit seinem Klassiker zum Thema:

    Klicke, um auf The-Creature-from-Jekyll-Island-by-G.-Edward-Griffin.pdf zuzugreifen

    »Gebt mir die Kontrolle über die Währung einer Nation, dann ist es für mich gleichgültig, wer die Gesetze macht.« Mayer Amschel Rothschild

    Wie soll ein Bankier die Macht über die Währung einer Nation bekommen, werden Sie sich jetzt fragen. Im Jahre 1913 geschah in den USA das Unglaubliche. Einem Bankenkartell, bestehend aus den weltweit führenden Bankhäusern Morgan, Rockefeller, Rothschild, Warburg und Kuhn-Loeb, gelang es in einem konspirativ vorbereiteten Handstreich, das amerikanische Parlament zu überlisten und das Federal Reserve System (FED) ins Leben zu rufen – eine amerikanische Zentralbank. Doch diese Bank ist weder staatlich (federal) noch hat sie wirkliche Reserven. Ihr offizieller Zweck ist es, für die Stabilität des Dollars zu sorgen. Doch seit der Gründung des FED hat der Dollar über 95 Prozent seines Wertes verloren! Sitzen dort also nur Versager? Oder hat das FED im Verborgenen vielleicht eine ganz andere Aufgabe und einen ganz anderen Sinn? G. Edward Griffin enthüllt in diesem Buch die wahren Hintergründe über die Entstehung des Federal Reserve Systems und den eigentlichen Sinn und Zweck dieser Notenbank.

    »Wenn Sie verstehen wollen, was hinter den Kulissen des Welt-Bankensystems wirklich läuft, wenn Sie den wahren Sinn und Zweck von Kriegen erkennen wollen und wenn Sie sich für die Ursachen und Hintergründe der kommenden Weltwirtschaftskrise interessieren, kann ich Ihnen dieses Buch nur wärmstens empfehlen. Es ist das Beste, was Sie zu diesem Thema bekommen können. Ein unheimliches Buch!«
    Ferdinand Lips, Privatbankier, langjähriger Direktor der Bank Rothschild in Zürich und Bestsellerautor

    https://www.amazon.de/Kreatur-Jekyll-Island-schrecklichste-internationale/dp/3864452988
    Die Kreatur von Jekyll Island: Die US-Notenbank Federal Reserve – Das schrecklichste Ungeheuer, das die internationale Hochfinanz je schuf (Deutsch) Gebundenes Buch – 4. August 2006
    von G. Edward Griffin (Autor)

  10. Mein Verständnis zur Geldvermehrung: Wenn eine Bank das Geld nicht in realen Werten besitzt, dass sie verleiht, dann entsteht der echte Wert nach Rückzahlung des Kredits. Dadurch wird ein Wachstumszykluszwang ausgelöst. Dragaonordestino geht vermutlich von wertegedecktem Geldverleih aus, soweit ich ihn richtig verstanden habe.

  11. Durch die NATO wollen die Amerikaner die EU unter ihre Kontrolle bringen. Der Euro bedroht ernsthaft die Existenz des Petrodollars. Aus diesem Grund versuchen die Amis jetzt Europas Wirtschaft,Finanzpolitik und Sozialsysteme durch die Überflutung mit Flüchtlungen zu destabilisieren.
    Als nächstes wird der Überwachungsstaat,Polizeistaat massiv ausgebaut aufgrund des Chaos in Europa.
    Und über die Notstandsgesetze wird europaweite NATO-treue Putschregierungen in ganz Europa installiert.
    NATO steuert die EU-Politik in Europa. Die EU ist seit der Eurokrise und Ukraine-Russland-krise kein souveräner Staatenbund mehr.
    Brüssel und NATO haben die Macht in Europa übernommen.
    https://propagandaschau.wordpress.com/2016/04/28/wie-mit-der-nato-verknuepfte-denkfabriken-die-eu-fluechtlingspolitik-kontrollieren/

    Wer finanziert und organisiert die Flüchtlingsrouten nach Europa?
    US-Agenturen und USGOS NGOs (Nichtregierungsorganisationen)
    http://www.neopresse.com/europa/us-organisationen-organisieren-die-fluechtlingsroute/
    http://www.neopresse.com/europa/asyl-fluchthelfer-sponsored-by-us-think-tank/
    https://morbusignorantia.wordpress.com/2015/09/25/wer-lockt-auf-twitter-fluechtlinge-nach-deutschland/
    http://www.info-direkt.at/linke-gutmenschen-oder-us-agenturen/

    Ein US Finanzdienstleister Western Union finanziert die Routen für Flüchtlinge nach Europa
    Western Union der große Profiteur der Flüchtlingskrise
    http://www.rp-online.de/politik/western-union-bargeld-service-fuer-fluechtlinge-aid-1.5664644
    https://www.profil.at/wirtschaft/wie-western-union-fluechtlingskrise-geld-6168487
    https://en.wikipedia.org/wiki/Western_Union

    DIe EU muss schnellstens reagieren zum Beispiel ein generelles Verbot aller US Finanzdienstleister und
    US Banken und US NGOs aus Europa rausschmeißen und verbieten, da sie von der Flüchtlingskrise auch finanziell profitieren.

    WIKILEAKS Enthüllungen aus dem Jahre 2011:
    DIe US-Amerikaner arbeiten schon seit langem darauf hin, Europas Bevölkerungsstruktur zu verändern und Europa mit Massenmigration zu überfluten
    http://korrektheiten.com/2011/02/02/us-strategie-mulitkulti-frankreich-wikileaks/
    http://korrektheiten.com/2011/02/08/die-us-strategie-umerziehung-europa/

    1. @ Detektiv: „Der Euro bedroht ernsthaft die Existenz des Petrodollars. Aus diesem Grund versuchen die Amis jetzt Europas Wirtschaft, Finanzpolitik und Sozialsysteme durch die Überflutung mit Flüchtlingen zu destabilisieren.“

      Wir kommen gewissen „Amis“ und Engländern ja erst auf die Schliche, wenn wir deren Haupt-Absicht durchschauen.
      Die besteht nicht unbedingt nur in der raschen Maximierung von Geldgewinnen, sondern deren ZIEL – koste es was es wolle, seien es Menschenleben, seien es Geldgewinne – besteht darin, KONKURRENZ auszuschalten.
      Und die grösste KONKURRENZ sehen diese Kreise in einer DEUTSCH-RUSSISCHEN Verbindung. (Scheinbar sehen das kaum Deutsche selber, weil viele Deutschen nur noch fähig sind, von Zwölf bis Mittag zu denken, weil sie zu faul zum Denken sind und staatl. Schulen nur noch vordiktieren, was sie zu denken hätten)
      Diese KONKURRENZ haben sie seit über hundert Jahren verhindert, was George Friedman vom Think Tank STRATFOR in Chicago offen zugibt.

      Die Überflutung mit sogenannten „Flüchtlingen“ dient prinzipiell dem selben Ziel.
      Die „EU“ war gar nicht als souveräner Staatenbund geplant! Geplant war die ANSCHAFFUNG willenloser Dienstboten, die den Angloamerikanern zu Diensten sind, doch so, dass es ausschaut wie ein souveräner Staatenbund. DANKE dass Sie das durchschauen !

      Diese angloamerikanischen Kreise sind schlau und skrupellos genug, um Kulturen genau da zu treffen und zu zerstören, wo sie der Zerstörung nichts entgegensetzen, und EIN wunder Punkt sind die Sprachen diverser Völker.
      Das Englische ist die Sprache, die anderen Sprachen den Garaus machen möchte.
      Als z.B. die Ureinwohner Nordamerikas als Kinder in die Schulen gingen, durften sie nicht mehr die eigene Sprache sprechen, sondern mussten Englisch sprechen, und wer die eigene Sprache sprach, dem wurde der Mund mit Seife ausgewaschen.
      Ähnlich geht es schon uns Deutschen. Wir werden mit Werbung samt Plastik- Fantastik zugemüllt, doch welche Sprache wird verwendet?
      Etwa die deutsche Sprache? In deutschen Prospekten? „IN LOVE!“ statt „IN LIEBE!“ usw. etc. usf.
      Noch lebe ich auf deutschem Grund & Boden, und falls wieder ein Krieg kommen sollte, um uns Deutsche als KONKURRENZ auszuschalten, bleibe ich trotzdem hier und laufe nicht davon, seien es Bomben, seien es Granaten.

  12. Gedeckter Kredit:
    vorhandene Energiespeicher werden verliehen und zurückbezahlt (angenommen ohne Zinsen), dann ist das gleichwie der Kreditgeber eine zündende Idee gehabt hätte und seinen ungenutzten Energiespeicher produktiv gemacht hätte – und zwar so erfolgreich, daß er innert kürzester Zeit seinen eingesetzten Energiespeicher wieder aufgefüllt und sich zusätzliche Energiezufuhr verschafft hat.

    Ungedeckter Kredit:
    Nicht vorhandene Energiespeicher ….. verschafft hat. Gedeckt ist der Kredit dann, wenn die VERSPRECHUNGEN, DIE ALLE IN DER ZUKUNFT LIEGEN auch gehalten haben, was sie versprochen haben.

    Die Unwägbarkeiten der Zukunft und mangelnde Vertragstreue machen ungedeckte Kredite ungeeignet einen Wirtschaftsverband solide gedeihen zu lassen.

  13. Folgendes ist über Ernst Wolff auf http://www.Hubert-Brune.de zu lesen:

    „Vielleicht kennen Sie Ernst Wolff, der 2014 das Buch »Weltmacht IWF« und 2017 das Buch »Finanz-Tsunami« veröffentlichen ließ. Es folgen einige Sätze, die er in einem Gespräch mit Ken Jebsen und in verschiedenen Vorträgen äußerte:

    »Heute besitzen 85 Menschen auf der Welt soviel wie die halbe Menschheit.« »Es gibt 2200 oder 2300 Familien oder Individuen, die Privatvermögen haben, die 1 Milliarde Dollar überschreiten.«

    »Was wir jetzt … erleben, ist praktisch nichts anderes als die Endphase des Kapitalismus, so, wie wir ihn kennen.«

    »Die ganze Führungselite des IWF gehört vor Gericht gestellt und wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt.«

    »Die Finanzindustrie beherrscht unser ganzes Leben.«

    »Der wahre Herrscher ist die Finanzindustrie. Die Politiker sind nichts anderes als die ausführenden Organe der Finanzindustrie.«

    »Der Petrodollar hat dazu geführt, daß die wichtigste Reservewährung auf der Welt der Dollar geworden ist. Im Jahre 2000 haben die Zentralbanken der Welt 70 Prozent ihrer Weltreservewährungen in Dollar gehabt; im Jahre 2010 waren es noch 60 Prozent; im Moment nähern wir uns der 50-Prozent-Marke; wenn diese 50-Prozent-Marke einmal unterschritten wird, dann kann man damit rechnen, daß es eine Flucht aus dem Dollar geben wird, und dann kann man damit rechnen, daß das Dollarsystem zusammenbrechen wird, der Wert des Dollars wird dann langsam gegen Null gehen.«

    »Der IWF ist praktisch die letzte Konsequenz des amerikanischen Kapitalismus.«

    »Die Zentralbank der USA, also die Federal Reserve, ist eine private Einrichtung, die seit 1913 existiert.«

    »Die Banker, die damals zusammenkamen – das waren alles Wall-Street-Banker, und zwar die einflußreichsten der Wall Street -, verkörperten damals ein Viertel des Reichtums der gesamten Welt. Also, hinter der Federal Reserve stehen heute auch noch die reichsten Familien der gesamten Welt. …. Interessant ist, daß keine dieser Familien jemals in der Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt auftaucht (https://www.forbes.com/). Das dürfte der Tatsache zu verdanken sein, daß eine Armada von Anwälten seit ungefähr 103 Jahren damit beschäftigt ist, dies Vermögen dieser Familien zu verschleiern.«

    »Das Bruttoinlandsprodukt der Welt im Jahre 2015 betrug 75 Billionen US-Dollar; der Finanzsektor betrug im selben Jahr über 750 Billionen US-Dollar.«

    »Die Finanzindustrie hat es im vergangenen Jahrhundert geschafft, ihr Zentrum in den USA zu errichten, die Welt in zwei Weltkriege zu stürzen, zahllose weitere Kriege vom Zaun zu brechen, die Welt auf Kosten der in Krisengebieten lebenden Menschen zu destabilisieren und die eigene Herrschaft so bis heute zu erhalten und sogar zu festigen.«

    »Die Gründung der Federal Reserve Bank (FED) war nichts anderes als eine Verschwörung der größten amerikanischen Banker gegen die amerikanische Bevölkerung. Die Folge dieses Treffens von 1910 (auf Jekyll Island; HB) war, daß im Jahre 1913 (23.12.1913; HB) die FED, also die Zentralbank der USA gegründet wurde. Und das Jahr 1913 war genau das Jahr, bevor der 1. Weltkrieg anfing, und der 1. Weltkrieg sollte sich für die amerikanischen Banken zu einer wahren Goldgrube entwickeln.«

    »Der wirkliche Grund für den 1. Weltkrieg war nichts anderes als der Versuch, die Nachfolge des britischen Empires anzutreten – weil das britische Empire mit dem 1. Weltkrieg weitgehend zu Ende war -, und es ging jetzt darum, welche Nation sich als Supermacht nach Großbritannien etablieren konnte, und da waren Deutschland und die USA in den Startlöchern, und es war eigentlich ein Konflikt zwischen diesen beiden Ländern.«

    Das ist genau das, was ich seit »gefühlten Ewigkeiten« sage.

    Die Macht des Geldes wird aber auch wieder besiegt werden.“

    ( Zitat-Ende, http://www.Hubert-Brune.de/g1_a_e_abue_1.html#hb_2018_12_14 . )

    Die Amis und Engländer können noch nicht einmal von „ZWÖLF BIS MITTAG“ (Zitat vom 1. März 2020 um 14:06) denken, denn es sind ja nicht wirklich die Amis und Engländer, die hinter der Finanzindustrie stecken, sondern Globalisten, die aus aller Herren Länder gekommen sind, vor allem aus Deutschland. Die in den Ländern der Geldhauptstützpunkte ansässigen Völker, also die Amis und Engländer, sind schon seit dem 17. Jh. (Engländer) bzw. seit dem 18. Jh. (Amis) UNMÜNDIGE.

    Die Vereinigten Staaten von Amerika sind nie unabhängig gewesen, sondern seit ihrem Bestehen abhängig von der Finanzindustrie geblieben, und die Finanzindustrie ist nie Bestandteil eines Staates gewesen, sondern immer schon privat, unabhängig und globalistisch.

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