Wie zentrale Weihnachts-Wahrheiten autoritativ verborgen gehalten werden

Seit Jahrhunderten lehren die Katholische und die Evangelische Kirche eine ganz bestimmte Version des Weihnachtsgeschehens, wie es angeblich in den Evangelien des Neuen Testamentes geschildert werde. Und durch die Autorität der Pfarrer, Bischöfe und Päpste, die es ja als gelehrte Theologen schließlich wissen müssten, folgte und folgt ihnen gehorsam die große Masse der Menschen. Doch wie, wenn sich das so gar nicht aus den Evangelien ergibt, und auch geschichtliche Nachforschungen im frühen Christentum ganz andere Festgestaltungen ausmachen? Was liegt diesem Vorenthalten wesentlicher Wahrheiten zugrunde?

Es wird gewöhnlich die Geburt des Jesus-Knaben in einem Stall in Betlehem beschrieben, zu dem zuerst die Hirten, dann die Heiligen Drei Könige kommen, um es als das Christkind anzubeten, das als der Jesus Christus, der Sohn Gottes, heranwachse. Christus sei also bereits als menschliches Kind geboren worden. Die zwei Evangelisten, Lukas und Matthäus, welche die Geburt des Jesus-Knaben verschieden schilderten, beleuchteten verschiedene Aspekte des Geburtsgeschehens, die zusammen ein Ganzes ergeben.

Doch die beiden Erzählungen von Lukas und Matthäus sind so unterschiedlich und einander so stark widersprechend, dass sich beide unmöglich auf ein und denselben Knaben beziehen können, sondern zwei verschiedene Jesus-Knaben betreffen müssen. So führen Lukas und Matthäus schon völlig verschiedene Stammbäume der Vorfahren Josephs an. Bei Lukas stammt Joseph in direkter Linie von dem Priester Nathan, einem der Söhne König Davids ab, bei Matthäus dagegen von König Salomo, einem anderen Sohn König Davids. Nimmt man die Evangelien ernst, kann es sich nicht um dieselbe Familie, sondern es muss sich um zwei verschiedene Familien handeln. Und diese Unterschiede setzen sich fort.
Jeder kann das durch einen genauen Vergleich der beiden Evangelien feststellen. Das wirft natürlich große Rätselfragen auf und eröffnet Perspektiven tiefer Entwicklungsgeheimnisse der Menschheit.

Auch ergibt sich aus allen Evangelien, dass das göttliche Christuswesen erst mit der Taufe des 30-jährigen Jesus im Jordan durch Johannes den Täufer in dessen Seele und Leib eingezogen ist, was der Mär vom schlichten Mann aus Nazareth den Boden entzieht.

Der Autor ist dem im vorigen Jahr in einem Artikel gründlich nachgegangen, der daher hier in voller Länge einbezogen werden soll:
Das Rätsel der zwei verschiedenen Geburtsgeschichten Jesu.

Das Geschehen der Taufe Jesu ist in einem weiteren Artikel ausführlicher behandelt und der Frage nachgegangen, welches hohe göttliche Wesen sich da wohl eigentlich in Jesus verkörpert hat:
Epiphanias – das verschüttete Fest der Erscheinung des Logos.

Das Wissen der Kirchen

Hält man sich vor Augen, dass sich dies alles allein aus dem Wortlaut der Evangelien ergibt, unterstützt von kunstgeschichtlichen Zeugnissen, ist es völlig ausgeschlossen anzunehmen, die Kirchen wüssten diese Wahrheiten nicht. Doch warum verbergen sie sie und lehren den Menschen seit Jahrhunderten eine Version der Weihnachtsgeschichte, in der zurechtgebogene Teilwahrheiten als das Ganze ausgegeben werden und so eine Unwahrheit darstellen? Sie lassen ja noch nicht einmal eine solche Interpretationsmöglichkeit und Diskussionen darüber zu, sondern bekämpfen sie mit allen Mitteln.

Sicher halten viele Pfarrer, die eine indoktrinierende Ausbildung durchlaufen haben, die Lehre ihrer Kirche für wahr. Und im herrschenden Intellektualismus und Materialismus der Evangelischen Kirche läuft das Wasser eher bergauf, als dass sich ein normaler Pfarrer die spirituelle Situation zweier Jesusknaben vorstellen könnte, bei denen das Ich des einen in die Seele des anderen hinüberwechselt und später dem göttlichen Geist des Christus Platz macht. Aber in der Spitze der Hierarchie muss die Wahrheit bekannt sein, ganz sicher in der noch spirituelleren Katholischen Kirche, deren Dogmen schon immer weniger der Wahrheit, als dem Herrschaftsanspruch über die Seelen verpflichtet sind.

Die Wirkung auf die Menschen

Welche Wirkung geht von dem Jahrhunderte-langen Verbreiten der Unwahrheit durch die Autorität der Kirchen auf die Menschen aus?
Durch die Überbetonung des Jesus, schon mit dem Verlegen des Weihnachtsfestes auf den Geburtstag des von Lukas geschilderten Knaben, ging der Zusammenhang mit dem kosmischen Christus, dem Welten-Logos, der in dem Leibe des Jesus lebte und von dem im Prolog des Johannes-Evangeliums noch die Rede ist, immer mehr verloren. Der menschliche Jesus blieb zurück. Christus auf der einen Seite und Jesus auf der anderen wurden gleichsam Synonyme, die ein und dasselbe bezeichneten. Und in der protestantischen Evangelien-Kritik, die den historischen Nachweis des Jesus überhaupt bestritt, verlor man zuletzt auch noch den Zusammenhang mit dem Jesus selbst. Die Entwicklung der abendländischen Konfessionen hat im Grunde einen immer dichteren Schleier über die eigentlichen Geheimnisse des Jesus-Christus gezogen.

Doch neben dem Inhalt ist nicht weniger wichtig die Wirkung, die dadurch auf die Bewusstseins-Verfassung der Menschen ausgeübt wird. Die Katholische Kirche insbesondere hatte schon immer das Bestreben, den Glauben ihrer Gläubigen ganz von ihren Vorgaben und Dogmen abhängig zu machen. Geglaubt durfte und darf nur werden, was die Kirche als rechtmäßigen Glaubensinhalt bezeichnet (vgl. Priesterherrschaft über die Seelen). Das ist umso leichter möglich, als die Gemeinden in einem kindlichen Bewusstsein von dem Jesus-Christus gehalten werden, aus dem heraus sie sich nicht anzustrengen brauchen, ein eigenes Erkenntnis-Verhältnis zu Christus zu entwickeln – was als persönlicher Hochmut auch verpönt ist -, sondern alles, was sie zu ihrem Seelenheil brauchen, von der Mutter Kirche vertrauensvoll und dankbar entgegen zu nehmen haben. So leben die Menschen nicht in einem individuellen, selbst aktiv erworbenen Bewusstsein, sondern werden in einem passiven kollektiven Gemeinschafts-Bewusstsein gehalten und von außen geführt.

Dabei ist gerade das Individual-Bewusstsein, in dem der einzelne Mensch generell immer mehr und mehr zu einem eigenen Erkenntnis-Urteil kommen will, seit dem 15. Jahrhundert, dem Beginn der Neuzeit, Kern und treibende Kraft alles dessen, was sich als Entdeckungs- und Freiheitsbewegungen bis heute entwickelt hat – und eigentlich noch weitgehend in seinen Anfängen steckt. Es sind gerade die großen Kirchen, welche die Menschen im mittelalterlichen Gemeinschafts-Bewusstsein festhalten, das seiner Natur nach gegenüber dem Individual-Bewusstsein eine passive, eher träumerische Bewusstseins-Verfassung bedeutet.
Unser individuelles Wachbewusstsein ist sowieso dem Traumbewusstsein, das wir in unseren Schlaf eingestreut erleben, noch näher, als man meint, kann jedenfalls auch am Tage leicht in träumerische Phasen zurücksinken. Rudolf Steiner schildert das in einem Vortrag sehr anschaulich:

„Wenn Sie die Bilderwelt eines gewöhnlichen Traumes gewahr werden, so ist sie eigentlich ihrem Inhalte nach essentiell dasselbe wie das, was im Denken auch vorliegt, nur dass im Denken der Mensch durch seine Sinne in die Außenwelt tritt und daher dasjenige, was im Traum sich nach bloßen Analogien, nach sehr äußerlichen Zusammenhängen ordnet, sich ordnet beim Anschauen der äußeren Sinneswelt nach dem, was diese Sinneswelt uns sagt.
Sie können gewissermaßen einen Beweis für das eben Angeführte darinnen sehen, dass Sie, wenn Sie sich hinsetzen und einmal die Augen schließen, oder überhaupt faul sind, die Gedanken schweifen lassen und dann sich besinnen, wie diese Gedanken da geschweift sind, dass Sie in diesen Gedanken, die hinterher Sie sich vor die Seele rufen, kaum viel anderen Zusammenhang finden als denjenigen, der auch im Traume stattfindet. Das gewöhnliche, sich selbst überlassene Vorstellen der Menschen ist in gewissem Sinne seiner inneren Gesetzmäßigkeit nach doch eine Art von Traum. Wir werden nur herausgerissen aus dem Träumen durch unsere Sinne. Und sobald wir die Sinne zum Schweigen bringen, träumen wir eigentlich.“ 1

Um nicht immer wieder ins Träumen zurückzusinken, ist es also notwendig, das Vorstellen sich nicht selbst zu überlassen, sondern aktiv zu ergreifen und selbst zu führen.

Künstlich herbeigeführte partielle Traumzustände

Zur Charakteristik des Traumes gehört es, dass wir auf die flutenden Bilder selber keinen Einfluss ausüben (können) und dass sie in vieler Beziehung unwahr sind, wir sie aber im Traumzustand für wahr halten, also nicht zwischen Wahrheit und Unwahrheit unterscheiden können.
Wenn nun den Menschen das gewöhnliche Bewusstsein, das sie nun einmal haben, indem sie sich der Sinne bedienen, zu einem religiösen passiven Gemeinschafts-Bewusstsein herabgedämpft wird, in dem sie von oben geführt werden, sind sie dauerhaft autoritativ erzählten Bildern ausgesetzt, auf die sie selber keinen Einfluss ausüben und bei denen sie selber nicht zwischen Wahrheit und Unwahrheit unterscheiden können. Unwahrheit, Lüge führen heraus aus der Wirklichkeit. Sie sind wirklichkeitsleere Illusionen, die nicht die das  Bewusstsein stärkende Kraft der Wahrheit in sich tragen und es daher schwächen und herabdämpfen. Unter Autorität die Unwahrheit zu erzählen, ist also ein Mittel, das Bewusstsein noch weiter zum traumartigen Bewusstsein herab zu dämpfen, in dem der Mensch auch gar nicht die Kraft hat, die Unwahrheit zu durchschauen, zumal ihn die erzeugte Angst vor ewiger Verdammnis zusätzlich davor zurückhält.

Rudolf Steiner wirft den Kirchen, insbesondere der Katholischen Kirche vor, dies seit Jahrhunderten systematisch zu betreiben:
„Die katholische Kirche weiß sehr gut, dass dasjenige, was ich jetzt sage, das Prinzip der neueren Entwickelung ist: das Individual-Bewusstsein der Menschen heraufzuziehen. Aber sie will es nicht heraufkommen lassen. Sie will das dumpfe Gemeinschafts-Bewusstsein erhalten, aus dem nur herausragen diejenigen, die eine scholastische Bildung errungen haben. (…)
Wenn man bewandert ist in einer solchen Sache, dann erzählt man den Leuten unter Autorität Dinge, die unwahr sind. Man macht das systematisch. Dadurch dämpft man ihr Bewusstsein bis zu der Dumpfheit des Traumbewusstseins herunter. Dadurch erreicht man, dass man untergräbt dasjenige, was als Individual-Bewusstsein seit der Mitte des 15. Jahrhunderts in den Menschenseelen herauf will. Und es ist eine grenzenlos grandiose Unternehmung …, denn dadurch erreicht man es, die Menschen nicht kommen zu lassen zu dem, wozu sie sich entwickeln sollen seit der Mitte des 15. Jahrhunderts.

Wenn man glauben wollte, daß dasjenige, was in einer solchen Richtung geschieht, wenn es auch der einzelne nicht weiß, aber es ist ja die ganze Hierarchie da, welche die Sache sehr wohl organisiert hat, wenn man glauben wollte, dass die Dinge aus bloßer Einfalt oder aus einer bloßen gewöhnlichen Ranküne entstehen, da würde man sich beträchtlich irren. Man muss selbstverständlich mit allen Mitteln, die einem zur Verfügung stehen, die Lüge und die Unwahrheit bekämpfen. Aber man soll nicht glauben, daß sie aus der Einfalt hervorgehe, oder etwa gar aus dem Glauben hervorgehe, dass dasjenige wahr sei, was man sagt. Wenn man die Wahrheit sagen wollte, würde man ja das nicht erreichen, was man erreichen will. Man will das Bewusstsein herabdämpfen, indem man den Menschen die Lüge beibringt. Es ist ein grandioses diabolisches Unternehmen.
Es muss auch das unverhohlen ausgesprochen werden: Nur auf der anderen Seite ist die Einfalt. Die Einfalt ist heute nicht auf Seiten der katholischen Kirche, die Einfalt ist auf Seiten ihrer Gegner.“ 2

Ein Individualbewusstsein entsteht erst, wenn der Einzelne sich der autoritativen Seelenherrschaft entzieht und sich selbst auf die Socken macht, auch im religiösen Leben aktiv nach eigener, individuell errungener Erkenntnis- und Urteilsbildung zu streben. Nur so kann diesem „grandiosen diabolischen Unternehmen“ das Wasser abgegraben werden.

———————————
1   R. Steiner am 6.6.2020 in GA Band 198, S. 117
2   a.a.O., S. 125 f.

43 Kommentare zu „Wie zentrale Weihnachts-Wahrheiten autoritativ verborgen gehalten werden“

  1. Beide Erzählungen sind Legenden, die in römischen Schreibstuben entstanden. Folgerichtig wurden sie dort auch seit ihrer Entstehung verwaltet.

  2. „Ein Individualbewusstsein entsteht erst, wenn der Einzelne sich der autoritativen Seelenherrschaft entzieht und sich selbst auf die Socken macht……Nur so kann diesem „grandiosen diabolischen Unternehmen“ das Wasser abgegraben werden.“

    Um es vorweg zu nehmen, an den „zweifachen Jesus“ glaube ich (in den verschiedenen Fassungen) einiger Historiker und Philosophen nicht. Ich denke, dass die Entwicklung der Menschheit untrennbar mit der Entwicklung des Ganzen verbunden ist. Wenn das Weltall sich derzeit ausdehnt, dann wird es sich irgendwann auch wieder zusammenziehen, bis es wieder zum Urknall kommt, der kein Widerspruch ist, sondern (z.B.) das Äquivalent unseres Einatmens und Ausatmens, bis es zum Stillstand mit darauf folgender ewiger Neugeburt (Urknall = Reinkarnation) kommt. Alles was existiert (Geist und Materie) ist eins, es findet nur in einer anderen Bewegungsqualität statt, die wir als Zeit beschreiben. So funktioniert es mit allem Lebendigen.

    Es gibt nur eine Ausnahme. Diese Ausnahme heißt Quelle, Ursache oder Gott, der/die mit seinem/ihrem auslösenden zweifachen Denken die geistig und materiell wahrnehmbare Welt auf ewig mit seiner/ihrer Idee manifestiert, in dem er/sie durch ein zweigeteiltes Licht über Verdichtung, Schwingung und Elektrizität die Illusion von Materie erzeugt. Deshalb unterscheiden die großen Mystiker auch zwischen Realität und Wirklichkeit. Und deshalb ist es auch ein Missverständnis zu glauben, es gäbe einen Tod. Wir glauben es, weil wir uns als Materie identifizieren, die irgendwann auf ewig stirbt. Das sterben ist aber in Wahrheit Teil des Geburtsvorgangs. Eine Wahrheit, die uns die großen Mystiker, allen voran der Größte, Jesus von Nazareth vermitteln sollen, ist die Tatsache, dass alles Geist ist und die Materie nichts weiter als die Manifestationsidee des Schöpfers. Etwa so, wie ein Drehbuchautor seine Idee über einen Regisseur mit Darstellern auf die Leinwand bringen lässt, die ihren Spielraum eins zu werden mit der Idee des Autors, individuell nutzen können/sollen.

    Das beschworene „Individualbewusstsein“ ist in diesem Sinne nicht das christliche Ziel, um eine Loslösung von den vielfach satanisch religiösen Dogmen zu erreichen. Im Gegenteil. Die Erreichung einer Bewusstseinsqualität zur Erlangung des Wissens über das Ganze, kann nur als gemeinschaftliches Ziel verstanden werden, in dem sich das Individualbewusstsein ja bereits befindet (Getrennt marschieren, gemeinsam handeln). Will man das Verstehen des Ganzen in seinen Essenzen zur Bewusstwerdung erreichen, muss man sich natürlich „auf die Socken“ machen und die Bausteine zum Bau des Hauses „Mind“ suchen (Wer suchet, der findet). Kein Widerspruch, denn es ist kein individueller Vorgang, sondern eine gruppendynamische Bewegung, deren Zeit durch laufende Fort-Entwicklung des Einzelnen zum Ganzen kommen wird. Ein kosmisches Gesetz in dem es an uns liegt, ob wir es weiter mit Dornen erfüllen, so wie es derzeit aussieht. Und diese Entwicklung läuft ja bereits seit 3.200 Jahren, wir sehen sie größtenteils nur noch nicht. Wäre es nur ein individuelles Bewusstsein, würde das erlangte Individual-Bewusstsein des Einzelnen stets im Schicksal von Jesus von Nazareth und den folgenden Märtyrern wie z.B. Giordano Bruno in Ewigkeit weitergehen.

    „Als Jesus aber von den Pharisäern gefragt wurde: Wann kommt das Reich Gottes?, antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man’s beobachten kann; man wird auch nicht sagen: Siehe, hier ist es!, oder: Da ist es! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch.“

    Und das braucht Zeit und wird sich irgendwann erfüllen. Denn das ist die unabänderlich „programmierte“ Idee der Quelle, der Ursache oder Gott, immerwährendes Leben zu manifestieren, in dem sich der Mensch der Quelle (wieder) bewusst wird.

    1. @ hubi Stendahl
      „an den „zweifachen Jesus“ glaube ich (in den verschiedenen Fassungen) einiger Historiker und Philosophen nicht.“

      Auf den Glauben kommt es nicht an. Zwei verschiedene Jesus-Knaben ergeben sich aus dem Vergleich der beiden Evangelien, deren Richtigkeit man sonst widerlegen müsste. Ihre Existenz wird auch von Rudolf Steiner aus seinen geistigen Forschungen bestätigt, die er nicht als Philosoph, sondern als Geisteswissenschaftler mit ausgebildeten übersinnlichen Erkenntnisorganen geltend macht. Diese Erweiterung der strengen Wissenschaft in das Geistige hinein hat er erkenntnistheoretisch eingehend begründet und nachvollziebar dargestellt.

      „… bis es wieder zum Urknall kommt.“

      Der „Urknall“ ist kein wissenschaftliches Erkenntnisergebnis, sondern eine Hypothese, die inzwischen den Status einer dogmatischen Glaubensvorstellung angenommen hat.

      „Das beschworene „Individualbewusstsein“ ist in diesem Sinne nicht das christliche Ziel, um eine Loslösung von den vielfach satanisch religiösen Dogmen zu erreichen. Im Gegenteil.“

      Das Individualbewusstsein besteht in der eigenen, individuell errungenen Erkenntnis- und Urteilsbildung, die Voraussetzung für die individuelle Freiheit des eigenen Handelns ist. Das individuelle Streben des Einzelnen nach eigener Erkenntnis der Wahrheit trifft sich selbstverständlich mit dem der anderen in derselben objektiven Wahrheit zu einem Gesamtbewusstsein. Eine „gruppendynamische Bewegung“ hat immer den Geruch eines Gruppenbewusstseins, in dem der Einzelne mitgenommen wird und nicht selbst aktiv erkennt. Wenn Sie dann aber schreiben: „deren Zeit durch laufende Fortentwicklung des Einzelnen zum Ganzen kommen wird“, ist das sehr verschwommen und in sich widersprüchlich.
      Das Individualbewusstsein des Menschen ist gerade das Ziel des Christus, der die Freiheit des Einzelmenschen will.

      1. „Auf den Glauben kommt es nicht an. Zwei verschiedene Jesus-Knaben ergeben sich aus dem Vergleich der beiden Evangelien, deren Richtigkeit man sonst widerlegen müsste.“

        Ein Zirkelschluss…,
        denn diese umstrittenen Evangelien als Beweisführung vorzulegen, ist ja auch nichts anderes als Glaubenssätze zu Beweisen umzuformatieren. Insofern sehe ich keinerlei Grund, die Inhalte oder die Authentizität dieser Evangelien beweisen zu müssen. Ich lehne sie ja auch nicht ab, sondern prüfe sie mitsamt der nicht biblischen Überlieferungen auf Konsistenz und Logik. So könnte ich das Philippus Evangelium anführen, wo der Autor (nach katholischer Sicht Ketzer und deshalb nicht in der Bibel) anmerkt, Jesus sei nicht zuerst gestorben und dann Auferstanden, sondern zuerst auferstanden (erleuchtet von den geistig Toten) und dann gestorben. Viel logischer!! Die Moslems lehnen übrigens die gesamte Kreuzigungsgeschichte seit dem 7. Jahrhundert ebenfalls ab. Ob die biblischen Evangelien die aus unbekannter Feder stammen, teilweise oder ganz als Quellen für eine Beweisführung herhalten können, scheint mir jedenfalls sehr fraglich, da sie ausschl. von Eliten zusammengestellt wurden und sich in Teilen widersprechen.

        Ich für meinen Teil verlasse mich daher lieber auf meinen Gott gegebenen wenn auch begrenzten Verstand (Logos) und konzentriere mich auf logische Zusammenhänge und eine darauf folgende Konsistenz, auch unter Zuhilfenahme moderner Naturwissenschaften. Selbstverständlich auch unter Beachtung der Tatsache, dass aus über 2.000 Jahre alten Vorgängen, die nur bruchstückhaft mit allen menschlichen Beeinflussungen wie Lüge, Vorteilsnahme oder sonstiger Interessen zustande kamen, ein schlüssiges Konzept wird. Denn zeitgenössische Urschriften gibt es ja nicht. Jesus sprach galiläisches Westaramäisch, eine Mundart des Altaramäisch.
        Es hatte mich schon als Jugendlicher gewundert, dass man die vielfachen Übersetzungen in einer fortlaufenden Übersetzungs-Kette von Sprachen einfach so hinnimmt und keine Logik in seltsamen Gleichnissen wie „Wer seinen Vater und seine Mutter nicht hasst, kann nicht mein Jünger sein“ suchte und nicht in einem VERNÜNFTIGEN Gesamtkontext bringt, sondern bequem einfach irgendeinem Religions-Guru hinterherläuft, der meist eine passende Erklärung unter Zuhilfenahme seiner persönlichen Weltsicht einbringt. Z.B. Luther mit seiner Wortkreation „Nächstenliebe“ oder das unterschiedliches Gefühl auslösende englische „Mind“ vs. dem deutschen Geist. So las ich die Übersetzungen aus dem Aramäischen von Günther Schwarz und das Vater unser von Daniel Klotz, in dem der Vater richtigerweise geschlechtslos übersetzt „Atmendes Leben“ ist (Die Quelle/Gott ist Geist) .

        Die erwähnten Evangelien kamen jedenfalls erst zustande, nachdem bereits die ersten Streitigkeiten, wer denn nun Vertreter Gottes auf dem Thron werden darf Einzug hielt. Nicht von ungefähr fingen sodann die Verfolgungen an, weil diese Lehre gefährlich wurde. Das waren keine Interpretationsprobleme wie man uns weismachen will, sondern handfeste Auseinandersetzungen um die Macht und Deutungshoheit, die um 64 n.Chr. so langsam begann und mit der Machtübernahme der späteren Katholiken im geschwächten Rom wenige hundert Jahre später (so um 380 n.Chr. mit Siricius) ihren vorläufigen Höhepunkt fand. Das sollte doch nachdenklich und neugierig machen.

        Wir wissen heute unter Zuhilfenahme der fortentwickelten Mathematik, Physik, Chemie und Biologie, dass die wahrscheinlichste Variante unseres Daseins, ein immerwährender Kreislauf des Sterbens und Auferstehens ist. Wir wissen auch, dass dieser ewige Kreislauf intelligent gesteuert sein muss. Das lässt sich gut auch ohne Esoterik erklären. Wir finden in allem Leben die Fibonacci Folge wieder, wir sehen das die Eulersche Zahl einen immer wiederkehrenden Einfluss auf die materielle Konstruktion, ja sogar in Schwingungskurven hat. Wir können Schwingungen, Frequenzen und Elektrizität berechnen und finden immer neue Gesetzmäßigkeiten, die uns Wissen verleihen, um immer näher an die Quelle an Gott zu kommen. Wir stellen aus Licht Materie her und sitzen vor einem Ganzen aber erkennen nur die einzelnen Puzzle, weil wir mit dem Materialismus den Kompass verloren. Die Rückführung von weißer esoterischer Philosophie in die moderner Wissenschaft (bzw. umgekehrt) sollte hier Abhilfe schaffen können.
        https://www.weltderphysik.de/gebiet/teilchen/news/2014/licht-zu-materie/

        Das zu seiner Zeit überirdische Jesus Konzept interpretiere ich aufgrund meiner von religiösen Überlegungen gelösten Sichtweise in großen Teilen anders, als es ein Thomas von Aquin, ein Rudolf Steiner oder Immanuel Kant es taten, die sich allesamt nicht von vorher implizierten Vorstellungen vollständig lösen konnten und ihre Philosophien unter Beibehalt von vorgefundenen Dogmen zwar neu erarbeiteten, deren Überprüfung nach dem späteren Fund vieler zeitgenössischer Dokumente aber nie erfolgten. Selbst eine als Okkultistin verschriene Blavatski lehne ich nicht grundlegend ab, sondern suche in den interessanten hermetischen Gesetzen Ableitungen, die mit heutigen ergebnisneutralen wissenschaftlichen Erkenntnissen und der Logik weitgehend kompatibel sind. Und vieles ist es. So auch Rudolf Steiner, bei dem mich z.B. in „Philosophie der Freiheit“ die Verwendung schwer greifbarer Worte stört. Unterrassen, Empfindungsseele, Bewusstseinsseele usw; sie verlangen ein ständiges Umdenken, während Kant mit klaren Worten glaubt einen Kern des Christentums zu erkennen: „Handle so, dass du jederzeit wollen kannst, die Maxime deines Handelns solle allgemeines Gesetz werden.“
        Dabei war es nur ein erste Schritt, um das christliche Konzept zu verstehen. Und Thomas v. Aquin mit der auf der aristotelischen Grundlage entwickelten Idee des „Unbewegten Bewegers“ küsste der Allgeist, um gleich wieder mit seiner Theorie zur besten Staatsform der Monarchie zu beweisen, dass er Jesus nicht verstanden haben kann. Jeder sollte sich selbst Gedanken machen und sich immer das Ganze vergegenwärtigen und begreifen, dass die großen Menschen aus der Frühzeit auch nur Menschen waren, mit allen Fehlern. Jesus sagte nicht von ungefähr sinngemäß: Jeder kann werden wie ich. Nur ganz ohne Eigenarbeit geht es sicher nicht.

        1. Zunächst einmal: Es gibt von keinem antiken Autoren irgend eine erhalten gebliebene Urschrift. Wenn es hier um die Quellenlage geht, dann stehen die Schriften des Neuen Testaments einzigartig dar. Denn von ihnen gibt es tausende von Handschriften, die teilweise aus dem zweiten Jahrhundert stammen. Mehr noch: Wahrscheinlich gibt es sogar Papyri, wie bspw. das in Qumran gefundene 7Q4 (d.h. 1.Thess 3,16+4,1-3), die sogar schon im ersten Jahrhundert entstanden sein müssen. Zum Vergleich: Die erhaltenen Schriften von Gajus Julius Caesar sind wesentlich jünger und die ältesten erhaltenen vollständigen Abschriften entstanden sogar erst 1.000 Jahre nach dem verlorgen gegangenen Orginal. Ähnlich sieht es mit anderen antiken Autoren aus. Bspw. vom „Germania“ des Tacitus gibt es nur eine Handschrift, die in der frühen Neuzeit in einem Kloster entdeckt wurde.

          Darüber hinaus gibt es das apokryphe Protoevangelium des Jakobus, welches beide in Mt und in Lk enthaltenen Geburtsgeschichten vereint und sogar mit weiteren Details und Zusatzinformationen ergänzt.
          Hinzu kommt die Tatsache, daß viele historische Angaben, besonders bei Lukas (Lk+Apg), inzwischen bestätigt werden konnten. Carsten Peter Thiede, der sich als Papyrologe intensiv mit der Urzeit des Christentums auseinander gesetzt hat, kommt in seinem Buch „Ein Fisch für den römischen Kaiser“ zum Ergebnis, daß Mt und Mk um 45 AD publiziert wurden. Lk kam um 55 AD auf den Markt, während Joh erst Anfang der 60’iger AD veröffentlicht wurde. Zu der Zeit kann von einem Prioritätsstreit nicht gesprochen werden, da damals die Zeit der Christenverfolgung begann.

          In seinem erst nach seinem Tod veröffentlichten Buch „Der unbequeme Messias“ stellt Carsten Peter Thiede fest, daß bis Ende des 18ten Jahrhunderts niemand im Abendland auf die Idee kam, historische Angaben des NTs zu bezweifeln. Das galt sogar für prominente antike Kritiker des Christentums wie Celsus. Denn der behauptete, Jesus hätte deswegen soviele „Wunder“ vollbringen können, weil er diese Kunst bei den ägyptischen Magiern gelernt habe. Damit aber geht er davon aus, daß die heilige Familie wirklich vor Herodes Zorn nach Ägypten flohen – ganz so, wie das in Mt 2 geschildert wird.

          Spannend nun finde ich die moderene Disziplin der Quantenphilosophie. Denn sie kommt zum Ergebnis, daß der Materialismus in keinster Weise in der Lage ist, die Wirklichkeit richtig zu erfassen. Mehr noch: Der Placebo- bzw. der Nocebo-Effekt hängt vom Glauben des Patienten ab, womit die mehrfach in den Evangelien enthaltene Aussage Jeus „Dein Glaube hat dir geholfen“ eine wissenschaftliche Bestätigung gefunden hat.
          All das sind lediglich Indizien, die die Glaubwürdigkeit der biblischen Angaben untermauern. Doch der ganz zentrale Punkt ist dieser: Wer ist der biblische Jesus FÜR DICH!? An dieser Stelle wird es ziemlich unwichtig, was die Mathematik, die Physik, die Naturwissenschaft, die Philosophie, die Archäologie, die Geschichtswissenschaft oder auch die Theologie dazu zu sagen hat. Denn das ist eine Frage an jedes einzelne Individuum, die jeder einzelne für sich selbst alleine zu beantworten hat.

          Eines jedenfalls kann ich bestätigen: Das Wort der Bibel wird erst dann lebendig, wenn man danach ernsthaft trachtet es im eigenen Leben umzusetzen. Und genau das hat der biblische Jesus (Joh 7,16f) auch versprochen: Sojemand wird zur Klarheit kommen, wen er mit Jesus und seinem Wort wirklich vor sich hat.

        2. @ hubi Stendahl
          „Ein Zirkelschluss…, denn diese umstrittenen Evangelien als Beweisführung vorzulegen, ist ja auch nichts anderes als Glaubenssätze zu Beweisen umzuformatieren. Insofern sehe ich keinerlei Grund, die Inhalte oder die Authentizität dieser Evangelien beweisen zu müssen.“

          Das ist kein Zirkelschluss. Es geht ja in meinen Artikeln darum, dass die Kirchen sich mit ihrer Weihnachts-Version auf die überlieferten Evangelien berufen, während sich aus eben diesen Evangelien etwas anderes ergibt, nämlich dass es zwei Jesus-Knaben gegeben hat. Wenn man das bestreitet, muss man die Falschheit begründen, ob aus den Evangelien oder anderen Quellen.
          Auf die Authenzität der Evangelien will ich hier nicht weiter eingehen, das ist ja ein eigenes großes Thema. Jedenfalls kann man nicht sagen, dass sie aus „unbekannter Feder“ stammten. Es besteht die verbreitete Auffassung, dass Johannes und Matthäus zu den 12 Jüngern gehörten, währen Lukas und Markus Schüler des Paulus, bzw. Petrus gewesen sind. (Vgl. Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten)
          Deshalb gibt es oder gab es auch zeitgenössische Urschriften, die aber fast alle auf Griechisch verfasst wurden, mit Ausnahme des Matthäus-Evangeliums, das in Hebräisch geschrieben wurde.

          „… keine Logik in seltsamen Gleichnissen wie „Wer seinen Vater und seine Mutter nicht hasst, kann nicht mein Jünger sein“ suchte und nicht in einem VERNÜNFTIGEN Gesamtkontext bringt …“

          „Hasst“ ist hier auch eine problematische und irreführende Übersetzung Luthers. E. Bock, der auch aus dem Griechischen übertragen hat, übersetzt diesen Passus folgendermaßen:
          „Wenn jemand zu mir kommt und sich nicht frei machen (also innerlich lösen, distanzieren) kann von seinem Vater und seiner Mutter, von seinem Weibe und seinen Kindern, von Brüdern und Schwestern, ja sogar von seiner eigenen Seele, der kann nicht mein Jünger sein.“ (Lukas 14, 25-26)
          Christus gibt hier ein Bild für den Blutszusammenhang, in denen jeder Mensch noch stand und heute viele auch noch stehen, in dem er Teil einer Gruppenseele war bzw. ist, die ihn bestimmt. Aus allen Blutsbindungen muss sich der Mensch jedoch lösen, ja auch von dem, was er durch sie bisher seelisch geworden ist. Er muss sich zu seinem innersten Wesen erheben, seiner geistigen Individualität, seinem Ich, das rein menschlich ist, in dem er mit allen Menschen gleich und brüderlich verbunden ist und in dem er sich durch die Erkenntnis von allen Bindungen frei machen kann.
          Also hier kommt gerade der Wille Christi zum Ausdruck, den einzelnen Menschen geistig auf sich selbst zu stellen.

          „Das zu seiner Zeit überirdische Jesus Konzept interpretiere ich aufgrund meiner von religiösen Überlegungen gelösten Sichtweise in großen Teilen anders, als es ein Thomas von Aquin, ein Rudolf Steiner oder Immanuel Kant es taten, die sich allesamt nicht von vorher implizierten Vorstellungen vollständig lösen konnten und ihre Philosophien unter Beibehalt von vorgefundenen Dogmen zwar neu erarbeiteten, deren Überprüfung nach dem späteren Fund vieler zeitgenössischer Dokumente aber nie erfolgten.“

          Sie verkennen Rudolf Steiner grundsätzlich. Er hat über alle vier Evangelien je einen Vortragszyklus gehalten, in dem er nicht mit irgendwelchen angelernten Vorstellungen an das Evangelium herangegangen ist, nach denen er es interpretiert hätte. Er hat immer wieder betont, dass er das, was dem einzelnen Evangelium jeweils zugrunde liegt, ganz unabhängig vom Evangelien-Text rein geistig, übersinnlich erforscht hat und dann mit dem überlieferten Text vergleicht. Ja selbst wenn alle Evangelien verloren gegangen wären, könnte er den von den Evangelisten damals verfassten Text wieder aus den geistigen Quellen heraus erfassen.
          Damit sind wir wieder beim entscheidenden Punkt der bahnbrechenden Stellung Rudolf Steiners in der Geistesgeschichte der Menschheit. Er hat einen wissenschaftlichen Weg eröffnet, die Erkenntnis von der Erfassung der physisch-materiellen Welt in die dahinter stehende geistige Welt, aus der alles Materielle hervorgeht, hinein zu führen, nicht irgendwie mystisch verschwommen, sondern in aller wissenschaftlichen Klarheit und Exaktheit. Daher bezeichnet er die Anthroposophie als Geistes-Wissenschaft.
          Alle Erkenntnis beruht auf einer Wahrnehmung, die an den Menschen herandringt, und ihrer gedanklichen, begrifflichen Durchdringung. Das gilt auch für die geistige Erkenntnis. Nur müssen die Wahrnehmungsorgane, die für die Sinneserkenntnis von Natur aus vorhanden sind, zum Erfassen übersinnlicher Wahrnehmungen erst durch Schulung ent-wickelt, ausgebildet werden. In dem Maße, wie sie vorhanden sind, können übersinnliche „Gegenstände“ und Wesen, wahrgenommen und ihre Erscheinung gedanklich zur vollen klaren Erkenntnis durchdrungen werden.

          Wenn Steiner in seiner Theosophie von Empfindungsseele, Bewusstseinsseele usw. spricht, dann sind das eben Beschreibungen übersinnlicher Glieder des Menschen, von denen es ja nicht verwunderlich ist, dass diese dem an das Metarielle gewöhnten Verstand zunächst schwer fassbar sind.

        3. ZITAT @ Herakleios:
          „Es gibt von keinem antiken Autoren irgend eine erhalten gebliebene Urschrift“

          Und je brisanter die Aussagen in Richtung Wahrheit gehen & je mächtiger die Beweise & die Logik – umso schneller setzen die Fälschungen & die vorsätzlich falsch gelegten Spuren ein – um die Menschheit in eine sorgfältig organisierte Verwirrung zu führen, die es der ewig gleichen, amtierenden Macht, die wir den „deep state“ oder den „Tiefen Staat“ nennen erlaubt, ALLES aus dem Weg zu räumen, was ihre ewig gleichen Machtansprüche auch nur im entferntesten gefährden könnte.
          (…)
          Wer heute glaubt, daß die Psychopathen der amtierenden Macht in früheren Zeiten weniger skrupellos mit den Werken von JESUS von NAZARETH & allen Anderen umgegangen sind – und ihre Bürger weniger kriminell belogen haben, als das heute üblich ist – der sollte bei Sherlok Holmes in die Abendschule gehen, oder von Columbo lernen, wie man Gangster erkennt & überführt.

          Titel:
          „Columbo, trailer.“

        4. @hwludwig

          „Es besteht die verbreitete Auffassung, dass Johannes und Matthäus zu den 12 Jüngern gehörten, währen Lukas und Markus Schüler des Paulus, bzw. Petrus gewesen sind. “

          Das behauptet eine immer kleiner werdende Minderheit, vornehmlich aus religiösen Kreisen, da sonst ihr Werk zusammenbrechen würde. Denn Historiker und Religionswissenschaftler gehen heute von einem Entstehungsdatum um 100 n.Chr. und später aus. Die Mehrheit geht vermutet, dass das älteste Werk von „Markus“ stammt und um 50 n.Chr. redigiert sein soll. Einen historischen Apostel mit beweisbaren Hinterlassenschaften kann es also gar nicht gegeben haben, es sei denn man glaubt. Das gilt auch für die frühen außerchristlichen Zeugen die gerne zum Existenz-Beweis genommen werden, wie den jüdischen Flavius Josephus, Tatitus über den Brand von Rom und die neronische Christenverfolgung und dem Bericht des römischen Statthalters Plinius d.J.in einem Brief an den Kaiser Trajan und dessen Antwort. Wer sie, die Nichtchristen liest und sie mit den Evagelien vergleicht sieht sofort, dass es den historischen Jesus nach stilisierter katholisch religiöser Lesart nie gegeben hat. Hier am Beispiel des Flavius Josephus, ein mehrfach später von Christen redaktionell bearbeitetes „Testimonium Flavianum“ aus dem 18.Buch, das die Kirchen gerne als Beweis anführen:

          https://de.wikipedia.org/wiki/Testimonium_Flavianum

          Glaubhafter ist deshalb, dass die Evangelien (außer Johannes) sich einer Urquelle aus 50 n.Chr. oder etwas früher bedienten, die vielfach schriftlich mit allen möglichen Verdrehungen mehrfach umlief und verloren ging und als koptische Abschrift in Nag Hammadi gefunden wurde. Es ist als Urschrift unter der Bezeichnung Thomas Evangelium bekannt und fügt sich nahtlos in die Entwicklung des Christentums aus dem Judentum heraus nach Qumran-Beschreibungen, Tanach und Nag Hammadi KONZEPTIONELL LOGISCH ein. Das erklärt dann die ohne jeden Zweifel vorhandenen Widersprüche, redaktionellen Bearbeitungen und Unterlassungen in allen Evangelien (gute Nachrichten), auf die sich die Fürsten der christlichen Kirchen ja selbst nur noch beziehen, wenn nötig. Der Katholizismus aber auch das Protestantentum sind im freien Fall. Und das ist m.E. gut so. Denn die Wahrheit muss in der folgenden Zeitenwende ans Licht.

          Es ist leicht die Kritiken an den kolportierten Geschichten damit abzutun, man solle sich erst einmal auf die geistige Ebene begeben, dann würde man es schon irgendwann begreifen. Ich aber stehe auf dem Standpunkt, dass nur das Verständnis für das Zusammenwirken von geistiger und materieller Ebene zielführend sein kann. Deshalb verwende ich nach der jahrzehntelangen Beschäftigung mit diesem Thema die Begriffe Wirklichkeit und Realität, wobei die unabänderliche Wirklichkeit (die geistige nichtstoffliche Ebene), nicht etwa der materiellen Realität gegenübersteht, sondern im ständigen rhythmisch harmonischen Miteinander nach Ausgleich sucht. Für die Erreichung ist also das Verstehen des Ganzen, der geistigen wie materiellen Ebene von grundlegender Bedeutung. Wer das eine negiert, wird das andere nicht verstehen.

          Im Übergangsstadium vom Judentum zur Erneuerung zum Christentum, sind z.B. so viele buddhistische Elemente enthalten, dass es auf der Suche sogar sträflich ist, diesen seinerzeitigen Verlauf auf ein paar Quadratkilometer des Planeten zu begrenzen und dem verfälschten Christentum eine Alleinstellung gegenüber allen anderen Ideen auf dem Planeten zuzugestehen. Zwar ist das geniale Jesus-Konzept, eingeschlossen die Nag Hammadi und Qumran-Funde, notwendig gewordene Zeitenwende schlechthin, gleich ob es sich um eine Gruppe wie die Gnostiker oder eine Inkarnation handelte, vor allem weil der Buddhismus sich an den einzelnen Menschen wendete, während Jesus stets die Gruppe in den Vordergrund stellte (werdet Vorübergehende); andererseits ist es wenig hilfreich, wenn Rudolf Steiner mit seinen Wortkreationen den Lesern oder Zuhörern den Einstieg in seine geistige Welt erschwert, in dem er zwar eine hochinteressante Idee mitbringt, sich aber den Zugang zu größeren Bevölkerungsanteilen damit automatisch verschließt. Gibt es eine Schwelle zur geistigen Welt? NATÜRLICH NICHT! Die geistige Welt kann sich jeder ohne Guru selbst (wieder) erschließen, wenn er es nur wirklich will. Der Anfang ist auch das Ende, heißt es in den Jesus Überlieferungen:

          Jünger: Sage uns, wie unser Ende sein wird?

          „Habt ihr denn schon den Anfang entdeckt, dass ihr nach dem Ende fragt? Denn dort wo der Anfang ist, ist auch das Ende! Selig (gut) ist, wer am Anfang steht, denn er wird das Ende erkennen und den (geistigen) Tod nicht schmecken.“ (Anm. in Klammern). Zum besseren Verständnis können Grundkenntnisse der Quantenphysik nicht schaden.

          In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und den Mitforisten ein besseres Jahr 2021.

        5. @ hubi Stendahl
          „Denn Historiker und Religionswissenschaftler gehen heute von einem Entstehungsdatum um 100 n.Chr. und später aus. Die Mehrheit vermutet, dass das älteste Werk von „Markus“ stammt und um 50 n.Chr. redigiert sein soll. Einen historischen Apostel mit beweisbaren Hinterlassenschaften kann es also gar nicht gegeben haben, es sei denn man glaubt.“
          Sie „gehen davon aus“, „vermuten“, „sein soll“, deshalb „kann es nicht“ gegeben haben? Das „kann nicht“ kann nur auf eine sichere Erkenntnis folgen und nicht auf vermuten. Sie halten anderen vor zu glauben und begründen das mit Ihrem Glauben.

          Glaubhafter ist deshalb, dass die Evangelien (außer Johannes) sich einer Urquelle aus 50 n.Chr. oder etwas früher bedienten …“
          Sie breiten hier, lieber Herr Stendahl, auch nur Ihr – materialistisch tingiertes – Glaubensbekenntnis aus.

          „Ich aber stehe auf dem Standpunkt, dass nur das Verständnis für das Zusammenwirken von geistiger und materieller Ebene zielführend sein kann. Deshalb verwende ich nach der jahrzehntelangen Beschäftigung mit diesem Thema die Begriffe Wirklichkeit und Realität, wobei die unabänderliche Wirklichkeit (die geistige nichtstoffliche Ebene), nicht etwa der materiellen Realität gegenübersteht, sondern im ständigen rhythmisch harmonischen Miteinander nach Ausgleich sucht.“
          Schön, aber dazu müssen Sie doch zuvor konkret wahrnehmende Erkenntnisse der geistigen Ebene haben, um konkret, detailliert, z.B. an einer Pflanze, beschreiben zu können, wie „die geistige nichtstoffliche Ebene nicht etwa der materiellen Realität gegenübersteht, sondern im ständig rhythmisch harmonischem Miteinander nach Ausgleich sucht.“ So ist das doch nur schönes Wörterrauschen, eine abstrakte Theorie, die überhaupt nicht weiterbringt, wenn Sie nicht nach einer konkreten Erkenntnis – nicht eines allgemeinen Geistes -, sondern des konkret in den Dingen und Wesen wirkenden unterschiedlichen Geistes suchen.

          „Gibt es eine Schwelle zur geistigen Welt? NATÜRLICH NICHT! Die geistige Welt kann sich jeder ohne Guru selbst (wieder) erschließen, wenn er es nur wirklich will.“
          Woher wissen Sie das, was Sie hier so fest behaupten? Es ist doch nur eine Vermutung, die sich als trotzige Behauptung geltend macht. Jeder kann sich die geistige Welt erschließen, ja, aber jeder Kundige weiß, dass ihm das nur dann gelingt, wenn er die Bedingungen erfüllt, die dafür notwendig sind und er sich durch Läuterung seiner Seele ihrer würdig gemacht hat. Sonst weist ihn „der Hüter der Schwelle“ zurück.
          Darüber können wir aber erst dann weiter reden, wenn Sie mal die Schrift eines Kundigen, Rudolf Steiners „Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten“ studiert haben.

        6. @hwludwig

          So 2.000 Seiten Steiner – vornehmlich Vorträge – habe ich schon studiert, um mir ein erstes Bild zu machen. Ganz unbelesen bin ich also nicht. Und der „Bauch“ sollte und liest auch bei mir immer mit.

          Zitat:
          „Darüber können wir aber erst dann weiter reden, wenn Sie mal die Schrift eines Kundigen, Rudolf Steiners „Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten“ studiert haben.“

          Was im Umkehrschluss bedeutet, dass ich bisher nur „Unkundige“ gelesen habe?
          Ich wills mal, Ihr Einverständnis vorausgesetzt, vorläufig abschließen mit einem Wunsch eines Pfarrers aus Münster A.D.1883, das ich im Netz gefunden habe.

          Neujahrsgebet des Pfarrers von St. Lamberti zu Münster aus dem Jahre 1883:

          Herr, setze dem Überfluss Grenzen
          und lasse die Grenzen überflüssig werden.
          Lasse die Leute kein falsches Geld machen
          und auch das Geld keine falschen Leute.
          Nimm den Ehefrauen das letzte Wort
          und erinnere die Männer an ihr erstes.
          Schenke unseren Freunden mehr Wahrheit
          und der Wahrheit mehr Freunde.
          Bessere solche Beamte, Geschäfts- und Arbeitsleute,
          die wohl tätig, aber nicht wohltätig sind.
          Gib den Regierenden gute Deutsche
          und den Deutschen eine gute Regierung.
          Herr, sorge dafür, dass wir alle in den Himmel kommen
          aber nicht sofort.

        7. @ hubi Stendahl vs. hwludwig

          hs: „Gibt es eine Schwelle zur geistigen Welt? NATÜRLICH NICHT! Die geistige Welt kann sich jeder ohne Guru selbst (wieder) erschließen, wenn er es nur wirklich will.“ 

          hl: „Jeder kann sich die geistige Welt erschließen, ja, aber jeder Kundige weiß, dass ihm das nur dann gelingt, wenn er die Bedingungen erfüllt, die dafür notwendig sind, und er sich durch Läuterung seiner Seele ihrer würdig gemacht hat. Sonst weist ihn ‚der Hüter der Schwelle‘ zurück.“

          NATÜRLICH gibt es – objektiv betrachtet – keine Schwelle zur geistigen Welt, da geistige und materielle Welt (und alle Ebenen dazwischen) letztlich ein einheitliches Ganzes bilden. Aber – subjektiv betrachtet – gibt es NATÜRLICH eine solche Schwelle zur geistigen Welt, und diese Schwelle ergibt sich (sozusagen automatisch) aus dem individuellen Bewusstseinsstand des einzelnen Menschen. Das Bewusstsein des Einzelnen bildet die NATÜRLICHE Grenze zur geistigen Welt, die sich nur jenen öffnen bzw. erschließen kann, die sich ihrer würdig erweisen – durch Erkenntnis, Reue und Vergebung. Ohne diese drei Aspekte der Läuterung gibt es kein NATÜRLICHES Vorbeikommen am „Hüter der Schwelle“.

          Die Frage ist nun: Wie kann der Einzelne sich die geistige Welt ohne Guru (wieder) erschließen, wenn er es nur wirklich will?
          Die Antwort lautet: Durch eine positive Einstellung gegenüber der Wahrheit. In dem Moment, in dem der Mensch sagt: „JA, ICH WILL die Wahrheit erkennen“, setzt er das kosmische Gesetz der Anziehung der Gleichart zu seinen Gunsten in Gang – und von diesem Moment an sorgt die WAHRHEIT SELBST dafür, dass er genau die Wahrheit erhält, die seinem individuellen Bewusstseinsstand entspricht und die er braucht, um weiter voran schreiten bzw. empor steigen zu können auf seinem Weg zum Licht. Mit seiner zum Positiven hin veränderten Einstellung gegenüber der Wahrheit geht er den ersten Schritt in Richtung „chymischer Hochzeit“: in Richtung Vereinigung mit dem Christus-Bewusstsein.

  3. Fragt sich der Autor das alles all das ernsthaft? Ist doch logisch, dass die Kirche die Wahrheit nicht will, denn Glaube ist keine Wissenschaft. Die tatsächliche Wahrheit liegt im historischen Dunkeln, und sie ans Licht zu holen, würde eine wissenschaftliche Herangehensweise erfordern. Dieser Ansatz stünde aber diametral der Intention der Kirche entgegen. Zweifel bedeutet Schwäche. Die Kirche braucht aber einfache, starke Bilder statt Selbstzweifel, sonst hätte sie nicht >2000 Jahre überlebt. Wen kümmert da schon die Wahrheit? Mit anderen Worten: Die Kirche ist eine gut eingeölte Marketing- und Propagandamaschine, die ihr Narrativ um jeden Preis aufrechterhalten will.

  4. Der Verdacht der freien Erfindung liegt einfach nahe, wenn man weiß, dass schon in grauer Vorzeit welche versucht haben, sich alle anderen untertanig zu machen. Wer mal in den Fängen einer Religion war und deren „Alleinwahrheitsvertretungsanspruch“ genießen durfte, kennt das ja aus eigenem Erleben. Ganz extrem praktizierte diese Methode ein Heerführer M., dessen menschenverachtende Vorgaben seine Schäfchen bis heute in Kadavergehorsam ausführen und dabei jegliche neuzeitlichen Gesetze einfach ignorieren. Sicher auch in Zukunft. Wohl bekomms!

  5. Ockham prägte den als „Rasiermesser“ bezeichneten Satz, man solle die Anzahl der für wirklich gehaltenen Phänomene nicht ohne Notwendigkeit vergrößern, also nicht Begriffe für außerhalb unseres Denkens wirkliche Gebilde halten. Dagegen glauben Ideologen, Moralisten, Fromme und andere Normendiener, ihre Ideen und Begriffe gäbe es nicht bloß in ihrem Kopf, sondern auch außerhalb. In ihrem Licht erscheinen bestimmte menschliche Verhaltensweisen als tugendhaft und richtig, andere als Untugenden oder Sünden. Alle Ideen, die er sprachlich zu einem Substantiv aufblähen konnte, hielt Platon für wirkliche Wesenheiten. Auch die Scholastik verteidigte ihre vom Menschen unabhängige Existenz.
    Im mittelalterlichen Universalienstreit bezog sie mit diesem neuplatonischen Ideenrealismus Position gegen Ockhams Nominalismus. Den Inbegriff der normativen Bestandteile ihrer Ordnung nannte sie ihr Gutes, und den Inbegriff des ihr Widersprechenden ihr Böses. Weil dieses Gute und Böse aber nichts als substantiierte Adjektive auf hoher Abstraktionsebene sind, findet sie der Normendiener nur in seinem Kopf vor. Trotzdem glaubt er heftig daran, sie seien nicht bloß für ihn wirklich vorhanden. Dieser Glaube an die reale Wesenheit bloßer Eigenschaften, ist sein untrügliches Erkennungszeichen. Der Idealismus ist die erkenntnistheoretische Grundlage des Normativisten. Er ist von seiner Idee begeistert, weil er an transzendente Geister glaubt, an Ideen, Ideale, Ideologien und andere Spukgebilde. Er denkt sich wahlweise einen ganzen Himmel von ihnen, angeführt vom großen Geist seines Gottes, oder eine Mutter Natur, deren göttliche Seele alles Irdische erfüllt.

    Natürlich gibt es Ideen tatsächlich. Nur: wo befinden sie sich, und wer erzeugt sie? Idealisten wie Platon sehen sie an einem „Ort jenseits des Himmels“, der Nominalist bloß im Kopf: Ohne Erzeuger, ohne einen Kopf, der sie sich denkt, endet das Sein aller dieser schönen Worte wie das Licht, wenn die Glühbirne kaputt geht. Es gibt keinen Geist und keine Geister, sondern nur Menschen, die fühlen und denken. Wenn wir abstrakte Ideen wertschätzen, sind sie zwar als unsere Werte wirklich vorhanden, aber eben nur in uns. Sie sind existentiell von uns abhängig, und darum sollen wir sie beherrschen und benutzen und nicht zu ihren Dienern werden. Wer um das Gute einen Heiligenschein malt und sich davorkniet, hat das ebensowenig begriffen wie der Verlierer eines Prozesses, der im Gerichtsflur die Figur der Justitia verflucht, weil sie verbundene Augen hat.
    Wer wie Ockham Begriffe als bloße gedankliche Abstraktionsleistungen erkennt, benutzt Prinzipien pragmatisch, wie sie sich ihm eben anbieten. Er käme aber niemals auf die Idee, etwa für eine abstrakte „gute Sache“ zu sterben. Menschen schreiben Ideen auf ihre Fahnen, und mit den sie tragenden Menschen kann man diese Ideen überwinden. In der konkreten Wirklichkeit des politischen Seins, formulierte Schmitt, kämpfen keine abstrakten Ordnungen und Normenreihen, sondern immer nur konkrete Menschen oder Verbände gegen andere. „Das Leben kämpft nicht mit dem Tod und der Geist nicht mit der Geistlosigkeit. Geist kämpft gegen Geist, Leben gegen Leben.“Es gibt keine Werte außer in unseren Köpfen, und es kämpfen auch keine Werte gegeneinander, sondern es kämpfen nur konkrete Menschen im Namen von Werten gegeneinander.

    Klaus Kunze, Mut zur Freiheit – Ruf zur Ordnung

  6. Zitat Herbert Ludwig: “Was liegt diesem Vorenthalten wesentlicher Wahrheiten zugrunde?”

    Kleriker, Politiker und Philosophen aller Couleur, versuchen seit jeher dem Menschen die Grenzen der Erkenntnis aufzuzeigen. Wo sich diese Grenzen befinden, entscheiden natürlich die vorgenannten “Autoritäten”. Diese Leute schreiben sogar dicke Bücher, um ihren Schäflein die eigenen Scheuklappen aufzusetzen, oder sie im schlimmsten Falle bewusst in die Irre zu leiten. Beispiele gibt es zuhauf! Derzeit kann dieses Phänomen besonders gut beobachtet werden.

    Breite Bevölkerungsteile sollen nichts von den neuen Quellen des Wissens und den Methoden des Forschens erfahren, denn dann würde ihnen nach und nach bewusst werden, dass das Erkenntnisvermögen unendlich gesteigert werden kann. Indische Yogis waren bereits vor fünftausend Jahren in der Lage, zu einer wahren Erforschung der Dinge zu kommen, die sich hinter den sinnlichen Erscheinungen befinden. Nur der moderne Mensch, der dem Zeitalter der Aufklärung entspringt, will von diesen Dingen nichts mehr wissen.

    Das Wahrnehmungsvermögen Rudolf Steiners, war ebenfalls soweit entwickelt, dass er in der universalen Chronik lesen konnte. In dieser Akasha-Chronik ist die Menschheitsgeschichte, seit Anbeginn der Schöpfung verzeichnet.

    1. @ edmundotto
      Wir werfen nicht „Gott über Bord“, sondern die vormundschaftliche Kirche, die sich zwischen uns und Gott gestellt hat, um uns einen eigenen individuellen Erkenntniszugang zur göttlichen Welt zu versprerren.

      1. @hwludwig
        Die christliche Kirche wird nicht untergehen. Ganz im Gegenteil, sie wird erneuert werden. Das wird einer der Lehrer von Rudolf Steiner vollbringen.
        Die Anthroposophische Gesellschaft hat eine spezielle Aufgabe. Ihre Aufgabe liegt in der Zukunft. Entsprechend ist auch ihre Lehre nicht für die Masse geeignet.
        Die Menschheit braucht heute eine einfache vorgelebte Spiritualität. Das wird nicht die Theosophie sein.
        In den Schriften von Mexiko befindet sich diese klare und einfache Lehre.
        Das einfache Volk kann heute die wissenschaftliche geistige Forschung eines Rudolf Steiners über die zwei Jesusknaben nicht nachvollziehen.

        Dafür wird es aber das Thema der Wundmale Christi sehr schnell erfahren und verstehen können.
        Das Blut Christi fließt aus der Herzwunde bis der letzte Verlorene heimkehrt ist. Das dürfen wir alle bald schauen.

        1. Die Ablehnung der Liebe Gottes durch die Menschheit erzeugt die Wundmale Christi.
          Das Heil der Menschheit liegt aber gerade in der Annahme dieser Liebe.
          Beten heißt Gott zu lieben. Das erste Gebot.
          Weil aber der Wille des Menschen das Geschenk Gottes (die Liebe) verschmäht wird Gott die gesamte Menschheit warnen und ihr eine Chance zur Korrektur ihres Willens geben, in dem er allen seine Liebe erfahrbar macht.

      2. Werter Herr Ludwig – meine Fragestellung richtet sich mehr an diejenigen, die sich in Anbetracht der Geschehnisse auf Planet Erde die gleichen Fragen stellen, wie seinerzeit der alte Epikur. Was dieser dabei wohl übersah, ist die Frage nach der Ursache, nach der Herkunft der Übel. Es ist der Mensch, der für sämtliche Übel verantwortlich ist. Wir erleben lediglich die Folgen unseres Denkens, unseres Tuns und darauf sollten sich unsere Zweifel richten, nicht auf Gott.

    2. Wir sind gerade dabei Gott über Bord zu werfen. Die Illuminaten, nicht die, die man glaubt zu kennen, das sind Pseudoilluminatenorden, geduldete Ableger von dem wahren Orden gestattet, der sehr alt ist und nur zu einem Zwecke gegründet wurde – die Menschheit als formbares und dienstbares Sklavenmaterial zur Verfügung zu stellen.
      Der Krieg entfaltet sich mehr und mehr auf die grobstoffliche Ebene. 2021 wird völlig anders.

      Dublin 2004 Richtlinien der Kategorie IX: u.a. Immer neue Krankheiten (SARS, BSE, AIDS) erfinden, neue Krankheitsrichtwerte aufstellen usw.

    3. Immer das eigene Gewissen – das ist das wahre Regulat des ALL-EINEN als Ganzes wie in allen seinen Teil-Persönlichkeiten/Teilwesen. Das Gewissen hat seinen Sitz im Herzen wie auch die Seele, die Weisheit. – Dieses lässt sich nicht betrügen. – Dafür braucht es keinen GOTT und sonst keine autoritäre Instanz – nur das genaue Hinhören nach innen in das eigene Herz, die eigene Seele, das eigene Gewissen und diese sprechen leise und ohne Worte aus der und in Liebe und Wahrheit.

      1. @mahdian,
        Sie befinden sich in einer Selbsttäuschung.
        Das Gewissen läßt sich sehr wohl betrügen. Ein Blick in die Geschichte und in die Gegenwart bestätigt diese einfache Tatsache milliardenfach.
        Auch hubi stendahl ist gefangen in seiner Selbsttäuschung.
        Es gibt in den unsichtbaren Welten extrem böse Wesenheiten, welche die allergrößte Freude an Menschen haben, welche der Meinung sind, daß sie mit ihrem Verstand „das Ganze“ begreifen könnten.

        Dieses ganze esoterische NWO-Geschwafel von „Du bist selbst Gott“ oder „Du bist der Schöpfer“ kommt von satanischen Wesen und wird durch Menschen wie Neale D. Walsh auf der Welt verbreitet (seine Bücher sind Bestseller, die Botschaft darin ist satanisch).
        Die Wahrheit ist, daß kein Mensch jemals Gott sein wird. Schöpfer und Geschöpf werden in alle Ewigkeit nicht gleich sein.
        Wer sich Gott annähern will, muß mit dem Sündigen aufhören.
        Er muß das Sündigen sein lassen … und das wollen 99,999999999999 Prozent aller Menschen auf keinen Fall. Sie sind deshalb alle Sklaven der Sünde.
        Wenn sich solch ein Sklave einredet – weil das so ein schönes Gefühl erzeugt – er sei frei und er sei selbst Gott, wird er in seiner Selbsttäuschung bleiben und sie noch verstärken.

        Wenn jemand verkündet, daß er ohne einen verwirklichten Meister in der geistigen Welt vorwärts kommen kann, dann ist er ein Blinder, denn jeder, der auch nur die kleinste Ahnung von der geistigen Welt hat, weiß mit Sicherheit, daß es ohne Meister nicht geht.
        Ausgerechnet die am meisten Verblendeten, die sich aber für sehr weit fortgeschritten halten, reagieren auf solche Hinweise sehr aggressiv.
        Ich habe früher schon auf die Heilige Matrona von Moskau hingewiesen, die ohne Augäpfel geboren wurde.
        Ein Ärgernis für geistig Blinde. Wie kann der „liebe Gott“ so etwas zulassen?
        Im Vergleich zu all diesen geistig Blinden steht Matrona selbst nach ihrem Tod anders dar. Seit Jahren muß man 15 Stunden Schlange stehen, um zum Sarg von Matrona zu gelangen, denn Matrona vollbringt so viele Wunder (sie starb 1953), daß die Menschen von allen Ecken der Welt zu ihr kommen in der Hoffnung auf Hilfe oder zum Danken für erhörte Gebete.

        Heute werde ich diese Provokation dieser Philosophen (geistig Blinde) und Spekulanten fortsetzen mit dem Hinweis auf den Heiligen Lukas von der Krim.
        Was er in seinem Leben an Verfolgung, an Leiden, an Folter durch Kommunisten, an Ungerechtigkeiten, Hunger und Verbannung erlebt hat, sprengt die menschliche Vorstellungskraft.
        Muß ich noch erwähnen, daß durch ihn schon während seiner Lebzeiten Wunder geschahen?
        Und daß ungezählte Wunder seit seinem Tod (1961) geschehen?

        Wer mehr über den Heiligen Lukas von der Krim erfahren möchte, kann auf google die folgenden Worte eingeben:
        Ich liebte das Martyrium, das auf so wunderbare Weise die Seele reinigt
        Da kommt an erster Stelle der link zu einem Vortrag eines griechischen Priesters, der die Augen öffnet für den wahren Gott, der nichts mit dem philosophischen Unsinn zu tun hat, den Einige verbreiten.

  7. R.S.: „Die Einfalt ist heute nicht auf Seiten der katholischen Kirche, die Einfalt ist auf Seiten ihrer Gegner.“

    Wer diese Gegner sind und wie sie denken, können wir erleben, wenn wir den Text von @ gunst01 lesen. Dieser Zweizeiler ist ein Ergebnis, das die katholische Kirche mit anderen Brüdern anstrebt, zu realisieren. Nur würde sie das niemals offen sagen, sondern sie würde eher gunst01 für den Mangel an “ Glauben“ kritisieren. So geht die Lüge – intelligenterweise – vor. Menschen ohne den Geist, ohne das Ichbewusstsein sind leicht lenkbar.
    (…)
    „Wer um das Gute einen Heiligenschein malt und sich davor niederkniet, …“ @Gustav
    Wer das Hellsehen der Menschen bildhaft darstellen wollte, musste auch das geistig Geschaute bildlich darstellen. Es wird als Heiligenschein bezeichnet von Leuten, die vom Hellsehen nichts kennen und glauben, nur Heilige hätten solchen „Schein“.
    NEIN. Sondern sogar Pflanzen haben den ätherischen Leib, der DAS LEBEN ist.
    WER ist der Weg, die Wahrheit und das Leben ?

  8. Gott ist ALLES, außer Gott gibt es nichts. Deshalb hat Gott auch keine Eigenschaften, denn es gibt nichts mit welchem Gott verglichen werden könnte. Wir sind in Gott und Gott ist in uns. Wir sind in Gott und bestehen aus Gott.
    In den abrahamischen “Religionen” wird “Gott” so dargestellt, als gäbe es eine Trennung zwischen Gott und den Menschen (Schöpfung). Gäbe es diese Trennung zwischen uns und Gott aber tatsächlich, wäre Gott limitiert und nicht ALLES. Vergesst also das dämliche alte Denken. Lasst uns Jerusalem endlich verlassen um erst einmal zum Studieren nach Athen zu wandern. Vergessen wir Rom. Nach Athen kommt die Welt. Wer hat Angst vor der Freiheit?

    Die Kirchen und das ganze Brimborium ist natürlich auch nur ein Phänomen innerhalb dieses “Alles”.
    Ebenso alle Vorstellungen, Mythen und nicht zuletzt auch alle Lügen. Die Menschen benötigen keine Kirchen und sie benötigen auch keine Religionen als Autorität, die ihnen Vorschriften machen kann. Wir Menschen benötigen keine Kirchen, aber die Kirchen benötigen Menschen, denn ohne sie wären sie nichts. Lasst uns die Nahrung, die bisher das Pfaffenpack versorgte lieber für unser eigenes Wohl verwenden. Für die jeweils eigene, freie Erkenntnisarbeit.

    1. Hazrat Inayat Khan:

      „Ich habe gut und böse gekannt,
      Sünde und Tugend, Recht und Unrecht;
      ich habe gerichtet und bin gerichtet worden;
      ich bin durch Geburt und Tod gegangen,
      Freude und Leid, Himmel und Hölle;
      und am Ende erkannte ich,
      dass ich in allem bin
      und alles in mir ist.“

  9. „Seit Jahrhunderten lehren die Katholische und die Evangelische Kirche eine ganz bestimmte Version des Weihnachtsgeschehens, wie es angeblich in den Evangelien des Neuen Testamentes geschildert werde.“
    „Was liegt diesem Vorenthalten wesentlicher Wahrheiten zugrunde?“

    Nun, da wird es wohl viele gute Gründe dafür geben. Sie sind auch bei Rudolf Steiner zu finden.
    So wie ich in meinen letzten Beiträgen nie das Unvollkommene (Böse) verdammt habe, so werde ich auch heute bei diesen Thema lieber wieder auf das Gute schauen. Ist schon sehr einsam hier.

    1. ZITAT @ Lothar:
      „Ist schon sehr einsam hier.“

      DAS passiert selbst mit dem besten Navigationsgerät & nennt sich „Depression“, aber man sollte den eigenen Fehler erkennen und einen ANDEREN Kurs einschlagen und zwar genau sooooo lange, bis wieder echtes, freudiges & liebendes Leben in Sicht ist!
      Denn wenn man, statt sein Leben zu ÄNDERN, lieber zum Onkel Doktor läuft, der ein extrem lukratives, aber total satanisches Monopol auf die reine Materie, also rein auf den KÖRPER aus Fleisch & Blut betreibt – dann ist man auf ewig als Sklave in diesem, seinem eigenen Körper gefangen.
      SARS-CoV-2 /Covid-19 ist nur das letzte „Modell“ in einer ewigen Reihe der Betrügereien, um den Planeten zu dominieren & auszupressen – und der ge-PLAN-te Impf-Terror ist nur der „goldene Schuß“ in diese ewige Abhängigkeit von BIG PHARMA, dem Gold-Esel der ANGST-Psychopathen, die andere Menschen nur unter totaler Kontrolle, nur in totaler Versklavung ertragen.

      DAS ALLES ist nicht neu!
      Neu ist die TOTALE ZENSUR auf YouTube, facebook, Twitter, Google etc. & den kleinen Mitläufern wie Stern, Spiegel, FAZ, SZ etc., die es nur so leicht wie noch nie macht, diese IRREN, als die einzigen ECHTEN Hasser der Freiheit & damit als echte Psychopathen zu entlarven!
      Neu ist auch unsere bisher erstmalige Chance auf Telegram & auf vielen unbekannten, weil NICHT zensierten Aufklärungsseiuten in JEDEM Land der Welt, weiter in Kontakt mit allen ehrlichen Aufklärern dieser Welt zu bleiben, denn täglich werden es mehr, die wach werden und Fragen stellen, die wir beantworten sollten!
      Wenn wir diese Chance verpassen, dann sorgen die Psychopathen an der Macht für eine totale IMPF-KONTROLLE, denn die angeblichen Viren basteln sie inzwischen erfolgreich selbst, in ihren MEGA-BIO-WAFFEN-LABOREN mit genau dosierbaren Todes-Raten, die als vertuschte „Nebenwirkung“ in Wahrheit das satanische ZIEL oder die satanische „Endlösung“ sind, wie auch unser deutscher Hexenmeister sein zynisches Spiel zur unterwürfigen Erbauung vieler Deutscher nannte.

      Psychopathen kämpfen seit jeher mit extrem variabler & flexibler TARNUNG gegen die Wahrheit des Lebens – und das Leben ist nun einmal etwas GEISTIGES – und satanische Sklaverei kann nicht funktionieren, wenn man die Lügen der Psychopathen durchschaut, die alle dem einen Ziel dienen:
      Uns freie Wesen in DIE Materie, oder in DER Materie einzusperren – was nur mit MEGA-LÜGEN, mit MEGA-DROGEN & mit MEGA-GEWALT wie zum Beispiel der derzeitigen Dauer-Hypnose durch die als „Stockholm-Syndrom“ erstmals decodierte & entlarvte Unterwerfung von Menschen durch die tägliche Corona-Hypnose, also die tägliche Corona-Gehirnwäsche funktioniert!
      Und wenn man sich freischwimmt von diesem Schwachsinn rund um das goldene Kalb der „Materie“, dann öffnet sich die geistige Welt von ganz allein, und dann kann man auch als einsamer „Lothar“ Gott plötzlich wieder treffen, owohl er die ganze Zeit über, in der wir fast alle blind umhertasteten, eigentlich auch immer da war.

      1. Hallo Herr Möllmann,

        aus dem Weihnachtsurlaub zurück? Was haben wir Sie und Ihre Psychopathen- und, vor allen Dingen Ihre, das Thema nicht berücksichtigenden Kommentare vermisst. Aber nun ist der Urlaub ja vorbei und WILD KILL BILL und Consorten mischen wieder mit.

        1. Zitat Herr Ludwig: „Was liegt diesem Vorenthalten wesentlicher Wahrheiten zugrunde?“
          @ Fehmarnbellt
          Ihre Position hierbei wuerde mich viel mehr interessieren als Ihr Anspringen auf Herrn Moellmann, wonach man schon den Wecker stellen kann.
          „@ Fehmarnsagt“(?) zu dem sehr interessanten Artikel, der hier einen sehr wichtigen Punkt anspricht: „Dadurch erreicht man, dass man untergräbt dasjenige, was als Individual-Bewusstsein seit der Mitte des 15. Jahrhunderts in den Menschenseelen herauf will. Und es ist eine grenzenlos grandiose Unternehmung …, denn dadurch erreicht man es, die Menschen nicht kommen zu lassen zu dem, wozu sie sich entwickeln sollen seit der Mitte des 15. Jahrhunderts.“
          Welcher Prioritaet folgt Ihr Individual-Bewusstsein
          @ Fehmarn-bellt?

          Gutes Neues 2021, besonders fuer alle, die den „Entwicklungsgeheimnissen der Menschheit“ (danke Hr. Ludwig) mit dem Kronenchakra & dem Herzchakra auf der Spur sind.

  10. „…ausgeschlossen anzunehmen, die Kirchen wüssten diese Wahrheiten nicht. Doch warum verbergen sie sie…?“

    Um die wahre Identität des Jesus Christus zu verschleiern, wie jemand die wahre Identität eines Kontoinhabers verbirgt, um selber dran zu kommen.
    Wir können nach dem wahren Grund für die Kreuzigung fragen. WARUM wurde denn jemand, der nur Gutes aus LIEBE tat, zum Tode verurteilt? Von wem?
    Wer nahm sich das „Recht“ raus, einen Unschuldigen zu töten?
    Sogar Pontius Pilatus, der Beamte des römischen Kaisers, wusch seine Hände in Unschuld.
    Sofern nur jemand meditativ an-schaut, was denn Jesus Christus verraten hat, reicht aus, sein Erdenleben von der Fusswaschung bis zur Kreuzigung und Auferstehung zu betrachten, und hat das „Verbrechen“ vor sich: Verrat der Mysterien.
    Eigentliche Aufgabe der Kirchen wäre gewesen, den WILLEN des CHRISTUS zu TUN, doch was tut EINER der ZWEI Päpste derzeit? Er überbetont das Jesus-Prinzip, als Jesuit, der er ist. Die Mysterien, die Jesus Christus auch für das Volk neu eröffnete – gemäss Erweckung des Lazarus, bei der auch das Volk zusehen durfte – waren der Grund für die Kreuzigung.

    1. @Michael

      „….Verrat der Mysterien. Eigentliche Aufgabe der Kirchen wäre gewesen, den WILLEN des CHRISTUS zu TUN….“

      Da es eine extrem unsichere Faktenlage hinsichtlich Mysterien und den Willen Christus gibt, müssen wir uns bei Forderungen an Dritte wohl auf den Kern der Botschaften zurückziehen, die unwiderlegbar sind. Eines der gesicherten Botschaften ist, dass die Jesus-Bewegung keine materiell errichtete äußere Kirche, sondern ein Umdenken, eine innere Kirche erreichen wollte. Das ist bis heute ein Wunschtraum geblieben, weil der Kern – die wichtigsten Botschaften – in den Kirchen bereits in der Frühzeit unter einem Berg von Schutt und Asche (Spaltung, Trinität usw) vergraben wurden. Ausgenommen ein paar versprengte Gruppen, die heute aus diesem Berg heraus versuchen, die Essenz der Mysterien herauszufiltern.

      Eine sich selbst ernannte Vertretung die völlig andere Ziele verfolgt, kann sich mithin weder dem Gemeinwohl verschreiben, noch kann sie sich abschaffen. Sie muss wachsen wie alle anderen Firmen und Konzerne auf dieser Welt und damit Kriege führen, bis ALLGEMEIN verstanden wird, dass eine der Kernbotschaften ist, dass der beste Nutzen des Einzelnen in der Prosperität der Gemeinschaft zu finden ist. Kant hat es mal unvollständig zusammengefasst.
      Können die das?

      1. @ hubi Stendahl:“Können die das ?“

        Das Rotkäppchen und der Wolf üben Zeichensprache. Hätten die zwei Männer Cowboyhüte auf ihren Köpfen, zwei Flaschen Jim Beam auf dem Tisch, während eine bildschöne Serviererin sie begrüsst, könnte man doch glatt die Zwei für Rinderzüchter aus dem Wilden Westen halten, die zeigen, wie Zigaretten gedreht werden.
        Hat denn die Braut des Kant dem Kant bei der Trauung den Schleier vor die Füsse geworfen und ist mit dem Priester durchgebrannt?
        Kant ging es um die PFLICHT zuerst. Falls der Priester bei der Trauung den Kant gefragt hätte: „Willst du …“, ist denkbar, dass dem armen Kerl – nach Blick auf seine Mutter – rausrutsche: „Ja, ich soll…“

  11. Meiner „gefühlten“ Meinung sind die Evangelien „nicht richtig“. Interessant im Zusammenhang zum historischen Jesus sind die Darstellungen der Táltos, Magyaren, Ungarn. Die wissen bescheid…

    1. Meiner bescheidenen Erkenntnis nach, kann nur jener wirklich “bescheid wissen”, der die sinnlichen, übersinnlichen und untersinnlichen Bereiche des menschlichen Daseins erforschen kann, die dem normalen Wahrnehmungsvermögen des Menschen, vor allem den Historikern und Religionswissenschaftlern, verborgen bleiben. Ein Mensch mit normalem Wahrnehmungsvermögen, wird immer nur an der Oberfläche schwimmen, weil er nicht in der Lage ist, so tief zu tauchen, wie ein Wissenschaftler des Okkultismus, um es mit einem Bild auszudrücken.
      Ein erstes Ziel dieses Wissenschaftlers des Okkultismus, sprich Geisteswissenschaftlers, ist es daher, die geistig-seelischen Fähigkeiten soweit zu entwickeln, bis er in geistig-astralen Welten forschen kann. Der Schreiber des Markus-Evangeliums besaß, im Gegensatz zu den Religionswissenschaftlern und Historikern, derartige Fähigkeiten
      und ist deshalb auch als ein “Eingeweihter” zu bezeichnen.

      Agrippa von Nettesheim schrieb in “Magische Werke” über diese Wissenschaft des Okkultismus folgendes:
      “Die magische Wissenschaft, der so viele Kräfte zu Gebot stehen, und die eine Fülle der erhabensten Mysterien besitzt, umfasst die tiefste Betrachtung der verborgensten Dinge, das Wesen, die Macht, die Beschaffenheit, den Stoff, die Kraft und die Kenntnis der ganzen Natur. Die Wissenschaft ist daher die höchste und vollkommenste, sie ist eine erhabene und heilige Philosophie.”

      1. @Zitrone – wie kommt denn die Erkenntnis zu dem Markus Evangelium – immerhin war dieses Evangelium zuerst anonym verfasst und erst später kam die Überschrift „Markus“ dazu.

        Ich kenne Agrippa von Nettesheim. Vielleicht kann mir mal jemand die Astrologie etwas näher bringen. Schon die Dimensionen Beschreibungen waren „eine Nummer“ für sich. Und wir sehen an dieser Literatur, daß in der Antike wohl noch eher die Anbindung „an drüben“ vorhanden war.
        Was ich mit den Ungarn meinte, es scheint ein wesentlich älteres Jesusbild zu geben, als wir über Evangelien übermittelt bekommen haben. Nur mal so eine Frage: was wird herauskommen, wenn heute in 30Jahren jemand über Merkel schreibt? Das ist immerhin eine Generation…

      2. @ Zitrone:“Betrachtung der verborgensten Dinge“

        An der Eingangstür zum Haus ist eine Schwelle, die jeder zu überschreiten hat, der ins Haus kommen möchte, ausgenommen er wäre ein Vogel und könnte fliegen.
        Dann könnte er durchs offene Fenster flattern. Hin und Her. Rein und Raus.
        Nun gibt es aber eine verborgene Schwelle zwischen Welten des Wachens und des Träumens. Jemand träumt, er könne fliegen. Urplötzlich wird er wach und realisiert, dass es ein Traum gewesen ist. Dass er die Schwelle des Hauses überschreiten muss, um in den Garten zu kommen. Ja ?? Federn sind ihm noch nicht gewachsen.
        Auch wenn jemand eine Nahtoderfahrung wie z.B. die Erweckung (!) des Lazarus sie beschreibt, durchmacht, ist er plötzlich HELLWACH und wird gewahr, dass er die Gewänder zu wechseln hat. Das bemerkt er erst im ERWACHEN.
        Und zu dem verborgensten Ding gehört eben diese Schwelle zwischen der geistigen Welt und der materiellen Welt. Denn die Zeit läuft wie verkehrt herum in der geistigen Welt. Wer hinein gerät, wird JÜNGER, und die ZAHLEN erscheinen umgedreht. Aus der 13 wird eine 31. U.s.w.
        Alles, was LEBT, LEUCHTET wie Wolken voller winziger Blitze. Ein Gerichtsprozess wird umgedreht in der Zeit durchgemacht. Zuerst die Vollstreckung des Todesurteils, dann der Prozess ; und die Begnadigung ist die Erweckung.
        Es braucht eigene Aktivität, um sich aus dem Schlafzustand zu befreien.
        Lieben Dank für den Hinweis auf Agrippa von Nettesheim !
        Der könnte das heutige Volk von Schlafmützen helfen zu erwecken.
        Die Russen feiern Weihnachten am 6. und 7. Januar. Im Neuen Jahr 2021.
        Frohes Neues 2021 !

      3. @ die schwarze 13.

        Alle Evangelien haben übersinnliche Quellen, die mit den Ereignissen des Urchristentums Hand in Hand gehen. Wenn Sie mehr erfahren wollen, empfehle ich Ihnen für den Einstieg “Das Evangelium – Betrachtungen zum Neuen Testament”, von Emil Bock.

        Lieber Michael,
        wie sie höchste geistige Wahrheiten mit Bildern der Realität in einer verständliche Sprache verknüpfen, erstaunt mich immer wieder. Deshalb lese ich Ihre Kommentare auch sehr gerne. Wer sich in die verborgensten Dinge hineinarbeiten will, wird wohl bis zu seinem Lebensende ausreichend beschäftigt sein. Bin heute sehr müde, deshalb schieße ich mit einem Gedicht von Christian Morgenstern und wünsche allen hier Versammelten
        ein gutes, neues Jahr!

        Wer vom Ziel nicht weiß,
        kann den Weg nicht haben,
        wird im selben Kreis
        all sein Leben traben;

        kommt am Ende hin,
        wo er hergerückt,
        hat der Menge Sinn
        nur noch mehr zerstückt.

        Wer vom Ziel nichts kennt,
        kann’s doch heut erfahren;
        wenn es ihn nur brennt
        nach dem Göttlich-Wahren;

        wenn in Eitelkeit
        er nicht ganz versunken
        und vom Wein der Zeit
        nicht bis oben trunken.

        Denn zu fragen ist
        nach den stillen Dingen,
        und zu wagen ist,
        will man Licht erringen;

        wer nicht suchen kann,
        wie nur je ein Freier,
        bleibt im Trugesbann
        siebenfacher Schleier.

  12. at hubi Stendahl
    „Zum besseren Verständnis können Grundkenntnisse der Quantenphysik nicht schaden.“
    Löst man die Materie bis in ihre letzten Bestandteile auf, gelangen wir einerseits zum Atomos, zum Ungeteilten. In der lateinischen Lehnübersetzung des griechischen „atomos“ gelangen wir andererseits zum „Individuum“, das ebenfalls das Ungeteilte bzw. Unteilbare bedeutet.
    Unterhalb des „Atomos“ (des Individuums) löst sich die Materie vollständig in Energie auf. Beim Zertrümmern der Atome erhalten wir zwar einige eigenartige subatomaren Bestandteile, die aber nur von sehr flüchtigem, phantomhaftem Charakter sind. Ihr erstaunliches Merkmal ist, daß sie vom Bewußtsein, den Erwartungen und Zielen des „Messenden“, d.h. des Beobachters abhängig sind. Daher verlassen sie die „objektive“ materielle Ebene und werden Bestandteil seines bzw. unseres subjektiven Wollens. Hier Schopenhauers Idee der ,,Welt als Wille und Vorstellung“ .
    Wenn daher etwas wirklich ist in dieser Welt (Wirk-lichkeit), dann ist es der Beobachter. Und die Welt, die er wahrnimmt, ist in letzter Konsequenz das Spiegelbild seines Selbst bzw. dessen, was in ihm ist. Mit anderen Worten, das was innen ist, ist außen. Denn wenn es nicht im Innern wäre, könnte es im Außen nicht erscheinen.
    Also fragt der Erleuchtete nicht nach dem Schicksal, sondern befragt seinen Willen. Das Fremde ist ihm abhold und er stützt sich auf das Eigene, d.h. das ihm eigentümlich Wesenhafte. Das kann nicht anders sein und das muß er auch. Denn sein Schicksal ist er selbst.
    Wenn es also die Illusion gibt, dann gibt es auch die Wirklichkeit und deren Schöpfer sind wir selbst. Damit kommt man zu der Selbstverantwortung. Dieser Verantwortung kann niemand entkommen. Auch dem Schicksal gegenüber bleiben wir in der Selbstverantwortung, so der einzelne Mensch geistig auf sich selbst gestellt ist.
    Die Freiheit beginnt in sich selbst. Die Rettung erscheint Eigenen. Und die Retter im Äußeren gesellen sich dem zu, der es wagt, diese Selbstverantwortung zu übernehmen.
    Geist zieht Substanz an und aus Substanz entsteht die Materie, die sichtbare Welt.
    Man kann die Dinge sich selbst überlassen; dann werden sie natürlich von anderen Subjekten gesteuert.

    ,,Wie innen, so außen“ ist einer der hermetischen Grundsätze. Goethe hat diesen bekannten Grundsatz in folgender Form abgewandelt:

    „Wollet beim Naturbetrachten,
    Eines für das Andere achten:
    Nichts ist drinnen,
    nichts ist draußen,
    denn was innen ist,
    ist außen.“

    1. @neland: interressant – das könnte erklären, warum es für den Menschen so schwierig ist, Wahrheit von Lüge zu unterscheiden. Es kommt auf den Standpunkt und das vorhandene Wissen an.

    2. @m.neland:“Schöpfer sind wir selbst.“

      Welches „Wir“ ist gemeint und wer gehört nicht zu dem „Wir“???
      Ist es der Christus, der in den Leib des 30 jährigen Jesus bei der Jordantaufe stieg und dessen Körper kurz vor der Kreuzigung verliess, weswegen Jesus rief: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen“? Nach einem „Wir“ fragte er nicht.
      Er fragte nach dem Geist, der das Ichbewusstsein erst ermöglicht über den Tod hinaus.
      Deswegen betont Rudolf Steiner: „Wenn wir frei sein wollen, müssen wir das Opfer bringen, die Freiheit dem Christus zu verdanken.“
      Die Schöpfer eigener Freiheit sind wir nicht selber.

Kommentare sind geschlossen.