Verantwortungseigentum am Unternehmen – Oder wie man dem Kapital den antisozialen Stachel zieht

Das unbeschränkte Verfügungsrecht der Eigentümer über Unternehmen und Gewinn ist das zentrale Agens der kapitalistischen Wirtschaft. Die sich darauf gründende unternehmerische Initiative hat einen enormen technischen Fortschritt hervorgebracht, aber auch Ausbeutung der abhängigen Mitarbeiter, der großen Masse der Bevölkerung. Zudem ermöglicht das Eigentumsrecht, mit dem Gewinn Kapital und wirtschaftliche Macht immens zu vergrößern und damit vielfach die politische Macht von sich abhängig zu machen und zu bestimmen. Die entscheidende Frage ist, wie das individuelle Verfügungsrecht über das Kapital erhalten, ihm aber der antisoziale Stachel gezogen werden kann.

Das heutige Eigentumsrecht geht so weit, dass ein Unternehmen wie eine private Sache mit allem Drum und Dran und riesigem Gewinn verkauft werden kann. Doch ein Wirtschaftsunternehmen ist keine Sache, die dem privaten, persönlichen Gebrauch des Eigentümers dient, etwa wie ein Anzug oder ein Auto, die er ohne Schaden für andere auch wegwerfen könnte. Es dient nicht nur der eigenen, sondern auch der Einkommenssicherung aller notwendigen Mitarbeiter und der Bedürfnisbefriedigung vieler anderer Menschen.
Die unbegrenzte Verfügungsbefugnis über Produktionsmittel, Finanzkapital und Gewinn oder gar der Verkauf des ganzen Unternehmens hat enorme soziale Auswirkungen für andere Menschen. Da die Arbeitnehmer eines Betriebes heute de facto ebenfalls Produktionsmittel sind, werden sie bei einer Veräußerung wie eine Sache gleichsam mitverkauft und je nach Verschlankung, Aufteilung, Fusion oder Zerschlagung des Unternehmens durch den Käufer mitverschoben oder entsorgt. Sie sind mit ihrer wirtschaftlichen Existenz Macht und Willkür des Eigentümers weitgehend hilflos ausgeliefert.

Eines der häufigsten Argumente für das unbegrenzte Privateigentum an Kapital und Gewinn behauptet, dass nur ein Unternehmen, das einem selbst gehöre und das man zum persönlichen Vorteil mehren könne, zu größtem Engagement ansporne. Ohne Egoismus als Antrieb gerate man in den Sozialismus. Doch im modernen Kapitalismus üben heute, vor allem in den Kapital-Gesellschaften, die Unternehmerfunktion zu allermeist angestellte Manager aus, die dafür ein hohes Einkommen beziehen. (Vgl. näher hier Kap. „Das unternehmerische Motiv“)

Und nicht wenige Unternehmen zeigen bereits mit neuen Eigentumsformen, in denen das Fließen des Gewinnes in die privaten Taschen der Eigentümer ausgeschlossen wird, dass unternehmerische Initiativen nicht von egoistischem Gewinnstreben abhängig sind, sondern ihre Intentionen aus der Freude an nützlichen Produkten für andere Menschen beziehen können.

Verantwortungseigentum

Schon vor 130 Jahren machte der Physikprofessor Ernst Abbe, Teilhaber der Optischen Werke Carl Zeiss in Jena, nach dem Tod von Carl Zeiss eine Stiftung zur Eigentümerin des Unternehmens. Dass es nun weder externe private Eigentümer, noch solche als tätige Unternehmer gab, in deren private Taschen die Gewinne flossen, behinderte oder verhinderte keinesfalls die ungeheure Expansion des Unternehmens in den Händen am Gemeinwohl orientierter Führungskräfte (siehe genauer hier). Auch das Glasunternehmen Schott ging etwas später in das Eigentum der Carl Zeiss Stiftung über.

Etwa 200 Unternehmen mit rund 1,2 Millionen Mitarbeiter und 270 Mrd. Euro Umsatz gibt es inzwischen in Deutschland, die sich in Verantwortungseigentum befinden. Dazu gehören, außer Zeiss, Unternehmen wie Bosch, der weltweit fünftgrößte Automobilzulieferer ZF- Friedrichshafen, der große Autozulieferer Mahle in Stuttgart, die Internet-Suchmaschine Ecosia.org, die Warenhaus- und Fachmarktkette Globus oder Alnatura.
Heute wird diese Eigentumsform von immer mehr Neugründungen und Mittelstandsfirmen gewählt.
Denn sie bietet neue Möglichkeiten für die Nachfolge und ermöglicht Neustartern, leichter Vertrauen in Sinn und Ziel ihres Unternehmens zu gewinnen, da das Unternehmensvermögen im Unternehmen verbleibt.

Viele Unternehmen, wie z. B. Zeiss oder Alnatura, nutzen gemeinnützige Stiftungen, um Verantwortungseigentum zu realisieren, wovon man jedoch Stiftungsunternehmen abgrenzen muss, deren Stiftungen nicht gemeinnützig sind bzw. die Vermögenseigentümer und nicht Verantwortungseigentümer haben. Heute stehen Unternehmen, die Verantwortungseigentum umsetzen möchten, nur begrenzte rechtliche Möglichkeiten zur Verfügung. Das geltende Gesellschaftsrecht kennt nur Privatvermögen, wirkliches Verantwortungseigentum ist nur durch komplexe rechtliche Umwege zu erreichen. Deswegen fordern viele Unternehmer eine neue spezielle Rechtsform für Unternehmen mit Verantwortungseigentum.

So gründeten am 25.11.2019 in Berlin über 30 Unternehmen die „Stiftung Verantwortungseigentum“, die dieser neuen Unternehmensform eine gemeinsame Stimme geben und die Bildung einer eigenen Rechtsform vorantreiben soll. Aus der Presseerklärung der Stiftung vom 26.11.2019 gehen wesentliche Motive der Beteiligten hervorgehen. Darin heißt es u.a.:

„´Unternehmen in Verantwortungseigentum funktionieren eigentlich wie Familienunternehmen, nur wird das Unternehmen nicht automatisch an genetisch Verwandte weitergegeben, sondern an Werte- und Fähigkeitsverwandte. Damit bleibt das Unternehmen auch unabhängig von der Familie selbständig und werte-orientiert erhalten´,
betont Thomas Bruch, Verantwortungseigentümer der Baumarkt- und SB-Warenhauskette GLOBUS (45.000 Mitarbeiter, 8 Mrd. Euro Umsatz). Er ist Gründungsvorstand der Stiftung und hat sein Unternehmen – ein Familienunternehmen in fünfter Generation – nur in Verantwortungseigentum aufgestellt.

Die Gründungsvorständin und leitende Mitarbeiterin der Suchmaschine Ecosia.org, Genica Schäfgen, fügt hinzu: ´Diese Unternehmen setzen eine Vermögensbindung um, die sicherstellt: Keine Generation von Verantwortungseigentümern kann ein Unternehmen leerräumen und Vermögen entnehmen. In diesem Sinne gehört das Unternehmen sich selbst, es dient nicht den Sharholdern, sondern seinem Zweck. Bei Ecosia hilft uns das, Kunden und Mitarbeitern versprechen zu können: Dieses Unternehmen ist für Sie alle da.´

In Dänemark machen Unternehmen in Verantwortungseigentum 60 % des Wertes des dänischen Aktienindexes aus. Der führende Forscher zu Unternehmen in Stiftungshand, bzw. in Verantwortungseigentum, Prof. Dr. Stehen Thomsen von der Copenhagen Business School, berichtet auf der Veranstaltung über den Erfolg und die essentielle Rolle, die diese Unternehmen in Dänemark spielen: „Die Unternehmen sind nicht nur genauso erfolgreich wie andere, nach 40 Jahren haben sie auch eine über sechsmal höhere Überlebenswahrscheinlichkeit, weil sie so langfristig agieren. Mitarbeiter dort werden im Schnitt besser bezahlt und bleiben länger.´

Der führend Finanz-Forscher und langjährige Dekan der Business Scholl der Universität Oxford, Prof. Dr. Colin Mayer, fragt nach der Zukunft des Unternehmertums. Dabei betont er die zentrale Rolle der Zweckbindung des Unternehmensvermögens, die so zentral für Verantwortungseigentum ist: ´Der Zweck eines Unternehmens ist die Erfüllung von Aufgaben, die dem Wohl der Gemeinschaften, der Gesellschaft und den Kunden dienen. Im Zuge dessen werden für die Eigentümer (das Unternehmen) Gewinne generiert, was aber nicht das eigentliche Ziel des Unternehmens sein sollte.´

Start-Up Gründern, die Verantwortungseigentum umsetzen möchten, wie Waldemar Zeiler von der Kondom-Marke Einhorn oder Denis Bartelt von der größten Crowdfunding (Gruppenfinanzierung) –Plattform Deutschlands Start-Next bis zu Pionieren wie Prof. Götz Rehm (Gründer der Lebensmittelmarke Alnatura) betonen als Mitgründer der Stiftung, dass es heute zu schwierig sei, Verantwortungseigentum umzusetzen – sie fordern eine neue Rechtsform. ´6 Jahre Kampf mit Finanzamt und Stiftungsbehörden und 200.000 Euro Kosten für Notare, Steuerberater, Anwälte usw. – das muss einfacher gehen, da liegen uns heute zu viele Steine im Weg`, sagt Michael Hetzer von Elobau, Weltmarktführer von klimaneutralen Sensorik-Produkten, Bedienelementen und Systemen.

Armin Steuernagel, Unternehmer und Gründungsvorstand der Stiftung betont: ´Die gute Nachricht ist: Die Steine ließen sich leicht aus dem Weg räumen. Das Einzige, was es dazu braucht, ist eine entsprechende Rechtsform oder Wahloption bei vorhandenen Rechtsformen, die zwei Prinzipien von Verantwortungseigentum rechtlich verbindlich sicherstellen kann.
1.  Vermögensbindung: Das Unternehmensvermögen ist nicht personalisierbar, sondern dient dem Zweck des Unternehmens („asset lock“).
2. 
Selbstbestimmung: Die Gesellschaftsfunktion ist weder vererblich noch verkäuflich, sondern bleibt, wie bei einer Anwaltskanzlei, bei den mit dem Unternehmen verbundenen Menschen.`

Til Wagner, ebenfalls Gründungsvorstand, fügt hinzu: ´Mit einer solchen Rechtsform könnte vielen mittelständischen Unternehmen geholfen werden. Denn viele Unternehmer möchten heute in treuhänderischer Weise an familienexterne Nachfolger übergeben, schrecken aber vor der Kompliziertheit der Stiftungslösungen für Verantwortungseigentum zurück.´

Die Stiftungsgründung wurde auch von einflussreichen Ökonomen wie dem Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Prof. Michael Hüther und dem Präsidenten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Prof. Marcel Fratzscher begrüßt und in Grußworten gewürdigt.“
(Quelle: Pressemitteilung der Stiftung Verantwortungseigentums vom 26.11.2019)

Zusammenfassender Begriff

Wikipedia bringt im entsprechenden Artikel eine gute Zusammenfassung dessen, was Verantwortungseigentum im Wesentlichen ausmachen soll:

Verantwortungseigentum stellt zwei Dinge rechtlich sicher:

1.  Eigenständigkeit: Die Kontrolle über das Unternehmen (Mehrheit der Stimmrechte) bleibt immer in den Händen von Menschen, die mit dem Unternehmen innerlich verbunden sind und die Werte des Unternehmens im Sinne seiner langfristigen Entwicklung tragen. Es gibt keine automatische Vererbung und das Unternehmen kann nicht mehr als Spekulationsgut gehandelt werden. Es bleibt in der „Werte-Familie“.
2. 
Asset-Lock: Gewinne werden nicht als Selbstzweck, sondern als Mittel zum Zweck angesehen: Verantwortungseigentum verankert rechtlich verbindlich, dass das Unternehmensvermögen nicht persönliches Vermögen der Verantwortungseigentümer ist. Gewinne und Vermögen des Unternehmens werden dadurch weitestgehend für die Unternehmensentwicklung freigehalten – sie dienen dem Unternehmenszweck, werden reinvestiert oder gemeinnützig gespendet. Die „Verantwortungseigentümer“ sind eben nicht „Vermögenseigentümer“.

Im Kern kommt Verantwortungseigentum damit einer Erweiterung des Familienunternehmen-Verständnisses gleich, mit dem Unterschied, dass der Wert der Eigenständigkeit und die Langfristigkeit der Unternehmensverantwortung nun nicht mehr an eine genetische Eigentümerfamilie gebunden ist, sondern vor allem an „Fähigkeiten- und Werte-Verwandtschaft“, kurz: an die Verantwortungseigentümer.“

Jüngste Internationale Konferenz

Unter dem Motto „Verantwortungseigentum in einer Wirtschaft im Wandel“ fand am 5. u. 6. September 2022 in Berlin die jüngste Internationale Konferenz der Stiftung Verantwortungseigentum statt. 450 Unternehmerinnen und Gründer aus insgesamt 19 Ländern weltweit sowie Fachleute aus Wirtschaft, Wissenschaft und Finanzierungswelt waren zusammengekommen.

Besonderes Interesse fand der Vortrag von Bionade-Gründer Peter Kowalsky, für den von Anfang an  Werte-Orientierung und Langfristigkeit Teil seines Geschäftsmodells gewesen seien, der aber im bestehenden System scheiterte.
Er erzählte laut Pressemitteilung der Stiftung vom 6.9.2022, „wie er durch die Beteiligung eines Geschäftspartners an der Bionade-Vertriebs-GmbH nach und nach die Kontrolle im eigenen Unternehmen verlor – bis er gezwungen wurde, in seinen eigenen Augen falsche Entscheidungen zu treffen und Bionade schließlich ganz aufzugeben. ´Wir waren zum Schluss ohnmächtig, und wir haben auch nur noch zugeguckt, was mit uns passiert ist. Dieser Ohnmacht muss man etwas entgegensetzen, weil das Geld – und ich sage mal auch die normalen Investoren – überhaupt kein Interesse an langfristigen Gedanken haben.` Deswegen unterstütze er Verantwortungseigentum und habe die Forderung nach einer neuen Rechtsform, die die Selbstständigkeit eines Unternehmens rechtlich absichert, unterschrieben.“
Heute würde er Bionade in Verantwortungseigentum gründen.

„Zum Beginn der Konferenz erläuterte die international renommierte Juristin Katharina Pistor, Professorin an der Law School der Columbia University in New York, die rechtlichen Grundlagen eines Wirtschaftssystems, in dem Unternehmen zunehmend zu Finanzobjekten gemacht worden seien. Dies verursache – wie zum Beispiel in der Finanzkrise – Kosten, die letztlich die Gesellschaft tragen müsse. Es gelte, Unternehmen wieder zu entfinanzialisieren.“
Es sei heute essentiell, neue Unternehmensformen zu schaffen. Auch müssten die heutigen Kapitalgesellschaften wieder entfinanzialisiert werden. Es gehe nicht nur darum, die höchsten Profite zu erwirtschaften.

„Für große Aufmerksamkeit sorgte der Auftritt von Meredith Whittaker, Vorständin der Signal Foundation des gleichnamigen Messenger-Dienstes. De facto ist die Messenger-App ein Unternehmen in Verantwortungseigentum: Es gehört zu 100 Prozent der Signal Foundation, einer Non-Profit-Organisation, und kann somit nicht zum Spekulationsgut werden. Whittaker hatte eine Neuigkeit im Gepäck: Sie wird ab sofort als Präsidentin der Signal Foundation die Geschicke der Messenger App an entscheidender Stelle lenken – neben Gründer Brian Acton, der schon als Co-Gründer von WhatsApp bekannt geworden war.“

„Spannung ebenso beim Auftritt des niederländischen Historikers Rutger Bregman, der mit Büchern wie ´Im Grunde gut` oder ´Utopien für Realisten` international bekannt geworden ist. Im Gespräch mit Armin Steuernagel, Mitgründer der Purpose Stiftung sowie Vorstand der Stiftung Verantwortungseigentum, erläuterte Bregman seine Perspektive auf Verantwortungseigentum: ´Was ist das Besondere von Verantwortungseigentum? Nun, es stärkt den Sinn für eine moralische Bestrebung. Etwas Gutes zu machen. Werte zu schaffen, für die Welt, für die Gesellschaft.`  Was er der deutschen Politik raten würde? `Ich würde raten, das sehr ernst zu nehmen.`“

Da sich einige Politiker der Ampelkoalition positiv zum Verantwortungseigentum geäußert und eine neue Rechtsform per Gesetz versprochen haben, ging man mit großen Hoffnungen auseinander. Doch wer den Wert der Zusagen unserer Parteipolitiker kennt, ist da skeptisch.

Mögliche neue Unternehmens-Rechtsform

Die Zeitschrift „Sozialimpulse“ März 2020 bringt den „Entwurf eines Gesetzes über die Einführung einer neuen Rechtsform für Unternehmen“, den eine „Arbeitsgemeinschaft Unternehmen in Verantwortungseigentum“ erarbeitet hat. Einige wesentliche Bestimmungen daraus, die besonders die mögliche praktische Umsetzung deutlich machen, sollen hier zitiert werden:

§ 1 Zweck
In Verwirklichung des Auftrags aus Artikel 14 Absatz 2 Grundgesetz, wonach Eigentum verpflichtet und sein Gebrauch zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen soll, ermöglicht die (neue) Gesellschaft, unternehmerische Tätigkeit jeder gesetzlich zulässigen Art, indem sie individuelle Freiheit und soziale Verantwortung verbindet.

§ 2 Errichtung
Die Gesellschaft wird von einem oder mehreren Gesellschaftern durch notariell beurkundeten und von sämtlichen Gesellschaftern unterschriebenen Gesellschaftsvertrag sowie durch Eintragung im Register errichtet.

§ 3 Rechtsfähigkeit und Prozessfähigkeit
Als privatrechtliche Körperschaft hat die Gesellschaft selbständig ihre Rechte und Pflichten und kann selber klagen und verklagt werden.

§ 4 Haftung
Gegenüber den Gläubigern der Gesellschaft haftet nur das Gesellschaftsvermögen.

§ 8 Organe der Gesellschaft
Organe der Gesellschaft sind zumindest die Gesellschafterversammlung und das Kuratorium

§ 11 Vertretung
Die Gesellschaft wird von der Gesellschafterversammlung vertreten, wenn der Gesellschaftsvertrag nichts anderes bestimmt. Die Vertretungsmacht kann auf einen oder mehrere Gesellschafter oder andere natürliche Personen übertragen werden. Die Übertragung ist im Register einzutragen. (…)

§ 13 Geschäftsführung
Die Gesellschafterversammlung führt die Geschäfte der Gesellschaft, soweit der Gesellschaftsvertrag nichts anderes bestimmt. Die Geschäftsführungsbefugnis kann auf einzelne Gesellschafter oder andere natürliche Personen übertragen werden.

§ 14 Gewinnverwendung
Über die Gewinnverwendung der Gesellschaft beschließt die Gesellschafterversammlung. Der Gewinn dient der Gesellschaft. Eine Ausschüttung kann nur zu gemeinnützigen Zwecken erfolgen. Eine Ausschüttung an die Gesellschafter erfolgt nicht.

§ 15 Gesellschafter
Gesellschafter kann nur eine natürliche, unbeschränkt geschäftsfähige Person oder eine andere Gesellschaft dieser Rechtsform sein. Diesbezügliche Rechte entstehen mit der Eintragung im Register und erlöschen mit dem Austritt aus der Gesellschaft.
Die Rechte der Gesellschaft sind nicht vererblich und nur insoweit übertragbar, wie dieses Gesetz es ausdrücklich zulässt.
Über die Aufnahme als Gesellschafter beschließt die Gesellschafterversammlung. (…)

§ 16 Vergütung
Die Vergütung, die die Gesellschafter aufgrund ihrer Dienste für die Gesellschaft erhalten, darf die marktübliche Vergütung nicht übersteigen.
Eine als verdeckte Gewinnausschüttung zu wertende Vergütung oder Zuwendung ist unzulässig. (…)

§ 17 Anspruch auf Erstattung
Mit dem Austritt aus der Gesellschaft hat der Gesellschafter einen Anspruch auf Erstattung gegenüber der Gesellschaft, der die Höhe der von ihm geleisteten Einlage einschließlich einer entsprechenden Verzinsung von 2 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz nicht übersteigt.
Der Anspruch besteht nicht, solange die Auszahlung zu einer Unterschreitung des Mindestkapitals nach § 5 führen würde.“

Resümee

Wenn sich die Unternehmensform in Verantwortungseigentum immer weiter ausbreitet – was wohl erst in größerem Maße geschehen kann, sobald eine eigene Rechtsform gesetzlich eingeführt ist – könnte dies nach meiner Überzeugung eine langsame evolutionär-revolutionäre Veränderung des heutigen Raubtier-Kapitalismus von innen in Gang setzen. Mit der grundsätzlichen Verhinderung, dass der Gewinn automatisch und ungerechtfertigt als leistungsloses Einkommen in die privaten Taschen der Eigentümer fließt, würde eine wesentliche Quelle des ungeheuren Reichtums weniger versiegen, der die ständig auseinander gehende Schere zwischen Arm und Reich bewirkt und den wenigen Reichen wirtschaftliche und gesellschaftliche Macht über die anderen verleiht.

Damit wären noch nicht alle Probleme sozialen Elends und ungerechtfertigter Benachteiligung der mitarbeitenden Bevölkerung gelöst, die der bisherige Kapitalismus hervorgebracht hat und ständig hervorbringt. Aber es wäre eine Entwicklung in Gang gesetzt, die sich von einer zukunftsorientierten Basis aus immer weiter ausbauen ließe.

 ———————  

Artikel auch zum Hören –
Sprecher: Nikolas Gerdell:

27 Kommentare zu „Verantwortungseigentum am Unternehmen – Oder wie man dem Kapital den antisozialen Stachel zieht“

  1. Wenn die uralten & teilweise ewigen Gesetze für ALLE gelten würden – bräuchten wir nicht noch mehr neue & hoch komplizierte Verwaltungs-Strukturen – um endlich auch die ECHTEN weil „gekauften“ MAFIOSI aus den REGIERUNGEN, aus den MEDIEN & aus der WISSENSCHAFT, aus den UNTERNEHMEN & aus den KIRCHEN zur Verantwortung zu ziehen!

    Frei nach dem Motto der Straße:
    „Die KLEINEN hängt man – die GROSSEN lässt man laufen!“

    Erst DAS dürfte man dann erstmals eine ECHTE Demokratie per Definition nennen!

      1. @ Kalle Möllmann
        „Die (aus Deutschland stammenden) Rothschild’s ermordeten mindestens SIEBEN (7!) US-Präsidenten.“

        – Um das in Klammer gesetzte zu befreien:
        „Sind die Rothschilds Deutsche? Rothschild ist der Name einer jüdischen Familie, deren Stammreihe sich in Deutschland ab 1500 urkundlich belegen lässt. Ihre Mitglieder sind seit dem 18. Jahrhundert vor allem als Bankiers bekannt geworden.
        https://de.m.wikipedia.org › wiki Rothschild (Familie)“ – Quelle: Google.

        Meiner Ansicht nach haben die sogenannten ‚Rothschilds‘ weder mit dem Sinn von Verantwortungseigentum, noch mit dem Geist der Deutschen zu tun & ganz sicher rein gar nix mit der deutschen Volksseele. Diese Buchhalter-Familie des Vatikans gehört nicht zu den Stämmen die man ‚die Deutschen‘ nennt. Daraus ergibt sich als logischer Schluss, dass die Kosher Nostra mit dem Rothschild-Paten SIEBEN (7!) US-Praesidenten, ihrer Quelle zur Folge, umgebracht haben.
        D.h. SIE, diese jued. Familie sind Psychopathen der Macht, Wahnsinnige mit wahnsinnigen Zielen, wie sie John Lennon benannte. Es wird Zeit, sie zur Verantwortung zu ziehen, wie hier im Artikel formuliert:
        „In Verwirklichung des Auftrags aus Artikel 14 Absatz 2 Grundgesetz, wonach Eigentum verpflichtet und sein Gebrauch zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen soll, …“ und in vielen weiteren Punkten, gemäß dem Geschriebenen von Ihnen: „VERANTWORTUNG:
        Verursachung zugeben – sich selbst zurückhalten können!“
        – Ein schwerer Weg für DIE Psychopathen der Macht / des Geldes.

        1. @hardystapf
          Dazu dieser Artikel über das kürzliche Ableben von Sir Evelyn de Rothschild:
          https://www.pravda-tv.com/2022/11/britischer-bankier-sir-evelyn-de-rothschild-gestorben-blutmond-ein-omen-fuer-den-sturz-des-koenigs/

          Aus dem Text hebe ich folgendes hervor:
          „Familien, die an diesen Knotenpunkt der Täuschung angeschlossen sind, glauben ernsthaft, dass sie dazu bestimmt sind, eine uralte Abstammungslinie der Weltherrschaft zu erfüllen, weil ihnen ein okkultes Märchen über die Kaiser des Heiligen Römischen Reiches erzählt wurde, welche sich angeblich aus 13 bis 15 Familien mit „blauem Blut“ rekrutierten.
          Zu diesen Nachkommen gehören Rothschild, Kuhn, Loeb, Lehman, Rockefeller, Sach, Warburg, Oppenheimer, Lazard, Seaf, Goldman, Schiff, Morgan, Schroeder, Bush und Harriman, die in ihrem Handeln auf der Weltbühne allesamt psychopathischen Prinzipien folgen.“

          Ich nehme mal als Beispiel, dass diese vermeintliche uralte Abstammungslinie offenbar wirklich nur deren Einbildung entspringt, die R.ckefellers heraus, deren Biografie m. E. allein schon dafür den Beweis darstellt:
          https://de.wikipedia.org/wiki/Rockefeller
          Bereits der Inhalt des ersten Satzes macht diese angeblich uralte Abstammung höchst unwahrscheinlich:
          „Die Familie Rockefeller wurde durch den Unternehmer John D. Rockefeller und seinen Bruder William Rockefeller bekannt. Diese beiden Brüder waren die Söhne von William Avery Rockefeller (1810–1906), einem Hausierer und Quacksalber, und dessen Frau Eliza Davison Rockefeller (1813–1889). “

          Hausierer und Quacksalber – das sagt m. E. schon alles und m. E. sind sie es immer noch von ihrem Charakter her, nur heute betreiben siem. E. es als Ph.rm.unternehmen im großen Stil.
          Wie aus dem weiteren Text hervorgeht, stammen sie aus dem heutigen Neuwied/Rhein, damals „Fahr“ und dort offenbar aus der Siedlung „Rockenfeld“. In Wahrheit hießen sie Thiell, doch änderten sie bei ihrer Auswanderung ihren Namen zu „Rockefeller“ nach dem Siedlungsgebiet „Rockenfeld“.

          Hier der Abschnitt aus dem Text:
          „Der erste belegte Vorfahre der Rockefellers ist Goddard (bzw. Gotthart) Rockenfeller (* 1590 in Fahr, heute Neuwied). Der Name ist eine Herkunftsbezeichnung, die sich von dem Namen der Siedlung Rockenfeld ableitet (1280 erstmals urkundlich erwähnt als Rukenvelt, wegen der Lage auf dem ersten Höhenrücken zwischen Rhein und Westerwald). Heute gehört Rockenfeld zum Neuwieder Stadtteil Feldkirchen (Rheinland-Pfalz); der Ort wurde aufgegeben und 1995 das letzte Haus abgerissen. Der Familienname Rockenfeller ist in Neuwied bis heute relativ häufig zu finden.
          Goddards Enkel Johann Peter (1682–1763) und sein Urenkel Johann Thiell (1695–1769) wanderten mit ihren Familien nach New Jersey und New York aus. Dort nannten sie sich Rockefeller. “

          Es erhebt sich die Frage, warum sie ihren Namen änderten? – Dazu mal was zu Quacksalbern von Wiki:
          https://de.wikipedia.org/wiki/Quacksalber
          „Quacksalber ist ein volkstümlicher Ausdruck für jemanden, der ohne die nötige Qualifikation und Befugnis die Heilkunde ausübt. In anderen Worten ist so jemand ein Pfuscher (bzw. Medikaster)[1] oder Kurpfuscher;[2][3] oder auch jemand mit dubiosen Heilmitteln und -methoden.“

          Es ist noch aus der Vergangenheit bekannt, dass Hausierer und Quacksalber gewöhnlich mit dem Pferdewagen durch die Lande reisten und den Leuten ihre zweifelhaften und oftmals nicht nur nutzlosen, sondern schädlichen Mittelchen für teures Geld andrehten. Bis die Leute das merkten und den Schaden hatten, waren die Hausierer und Quacksalber schon über alle Berge auf dem Weg zu ihren nächsten Opfern in einem anderen Ort.
          Vielleicht waren ihnen ja schon die P.lizei und/oder Geschädigte auf den Fersen, so dass sie sich mittels Auswanderung vom Acker machten und ihren Namen änderten, damit sie niemand mehr ausfindig machen konnte in diesen damaligen Zeiten ohne die heutigen Möglichkeiten.
          Als dann später die Namensänderung herauskam, lebten die damaligen P.lizisten und Geschädigten vermutlich nicht mehr oder sie hatten bereits genug Macht, ihre Missetaten in der Versenkung verschwinden zu lassen.
          Kann man nicht beweisen, aber warum sonst sollten sie ihren Namen geändert haben?!

          Jedenfalls beweist das in meinen Augen, dass die sich -wie vermutlich die andern Genannten auch- diese Bestimmung dieser uralten Abstammungslinie zur Weltherrschaft nur einbilden in ihrem m. E. selbstherrlichen Größenw.hn.
          Meines Erachtens.

          (Was hat das alles mit dem Artikel zu tun!? hl)

  2. Das „zentrale Agens der kapitalistischen Wirtschaft“ ist mE die weitgehende Entkopplung des Kapitalmarktes von der Realwirtschaft. Dies ist Ursache der Krisen der letzte 100 Jahre

    Verfügung über ihre Werkstatt und Mitarbeiter hatten auch die Handwerksmeister im Mittelalter.

    1. BINGO!

      Bedeutet im Klartext:
      ZOCKEN, WETTEN, BETRÜGEN & MANIPULATIONEN aller Art mit GELD – aber OHNE jede DIENST-Leistung & OHNE jedes WIRTSCHAFTS-Produkt – sind längst dramatisch MÄCHTIGER als alle ECHTEN Leistungen!

      Auch HIER „funktioniert“ diese MAFIA nur durch erfolgreiches GEHEIM-halten des „WEGLASSENS“ jeglicher ECHTER Gegen-Leistung!!! So „arbeitet“ SKLAVEREI, KORRUPTION, KRIEG & JEDE ART VON VERBRECHEN! DAS alles ist die DEFINITION des ANTI-sozialen Verhaltens:
      „NEHMEN ohne GEBEN“ – aber auch die perfide Variante des „bedingungslosen Grundeinkommens“, dem wir mit der Korruption der Massen, dem „Bürgergeld“ einen großen Schritt näher kommen – dem „GEBEN ohne NEHMEN“.

      In BEIDEN Fällen ist das Ergebnis gleich : KRIMINALITÄT – weil GEBEN & NEHMEN nicht in Harmonie sind – ein Staat, der dieses System fördert – zerstört am Ende die ganze Gesellschaft!

      MENTALE Gesundheit achtet auf perfekt & individuell ausgewogene & ehrlich ausbalancierte LEISTUNG & GEGENLEISTUNG. MENTALE Gesundheit ist ein wesentliches Fundament der KÖRPERLICHEN Gesundheit.

      1. @hardystapf
        Ergänzung: Wie bekannt, haften die Kapitalgesellschaften auch nur mit begrenzter Haftung – Vollhaftung gibt es bei ihnen sozusagen nicht, so dass dies deren Verantwortungslosigkeit zusätzlich noch fördert.

        Während in den Personengesellschaften die Vollhafter Investitionen mit mindestens 75 % Eigenkapital und max. 25 % Fremdkapital finanzierten und vorwiegend durch Rücklagenbildung abdeckten, hat sich dieses bei den Kapitalgesellschaften quasi umgekehrt – dort wurde es usus, Investitionen mit mindestens 75 % Fremdkapital und max. 25 % Eigenkapital und oftmals sogar mit 100 % Fremdkapital zu tätigen. – Wo holten sie sich wiederum diese riesigen Summen Investionskapital? – Bei den Investmentunternehmen, die sich täuschend Banken schimpften und schimpfen. – So wiederum kam es, dass diese Investmentunternehmen alias Banken zu den Großaktionären dieser Kapitalgesellschaften/Konzerne wurden und damit zum Mehrheitseigner mit den meisten Aktionärstimmen und damit Einfluss auf das Unternehmensgeschehen, so dass ihnen im Grunde diese Konzerne gehören, über dies sie wiederum als Lobbyisten die Politik steuern in ihrem Interesse.

        Der größte Coup dabei ist, dass die ihnen gegenüber verschuldeten R.gierungen diese Schulden mit den Steuern der Bürger (als m. E. Zwangsbürgen – daher m. E. Bürger) tilgen und diese bis hin zu kalten bis direkten Enteignungen zwecks angeblicher Bankenrettung dieser Investmentunternehmen alias Banken schröpfen können bis auf’s Blüt.

        Diese Investmentunternehmen sind in Wahrheit eben Unternehmen, die mit der Ware „Kapital“ handeln und als Unternehmen müssten sie auch behandelt werden, in dem sie für ihre eigenen Risiken selbst haften, statt dass Bürger zwecks angeblicher Bankenrettung das Risiko für Fehl- bzw. Negativgeschäfte zu tragen gezwungen werden bzw. es ihnen einfach aufoktroyiert wird.

        Das ist der Trick, warum die sie Banken nennen – sie sind keine Banken. Sie sind private Unternehmen, die statt mit Waschmaschinen oder Nudeln mit Kapital handeln und daher genau wie andere Unternehmen, die Waschmaschinen, Autos, Nudeln, Reisekoffer, etc. zu behandeln wären, ginge das alles richtig und legal zu.

        Meines Erachtens.

    2. @Nordlicht
      So schaut’s auch m. E. aus. – Indem das Kapital selbst zur Handelsware gemacht wurde in Investmentunternehmen, die eben dann mit der Ware Kapital handelten und immer noch handeln, sich aber als Banken deklarieren, die dann an R.gierungen Geld zu horrenden Zinsen verleihen und sie damit in ihre Abhängigkeit treiben, um darüber wiederum Einfluss auf deren Politik im Sinne dieser Investmentunternehmen, die sich fälschlicherweise Banken schimpfen, massiven Einfluss zu nehmen bis hin zur kompletten Steuerung dieser R.gierungen durch diese Investmentunternehmen alias Banken.

      Ein weiterer Punkt ist der Wechsel von den damals einzig üblichen Personengesellschaften mit vollhaftenden Eigentümern bzw. Gesellschaftern wie bei der OHG z. B., bei Einzelunternehmern hafteten diese ohnehin alleine mit ihrem gesamten Privat- und Geschäftsvermögen, hin zu den Kapitalgesellschaften, die dann nur noch im Interesse ihrer Aktionäre hinsichtlich deren Aktiengewinne sowie im Interesse der m. E. völlig überbezahlten Vorstände und Aufsichtsräte handelten mit entsprechender Distanz und Verantwortungslosigkeit gegenüber den Mitarbeitern der unteren Etagen sowie ihren Kunden gegenüber.

      Die vollhaftenden Eigentümer der früheren Personengesellschaften mussten schon im eigenen Interesse gut für ihre Angestellten sorgen, die meistens deshalb auch bei guter Qualifikation eine Lebensstellung in den Unternehmen hatten. Weiterhin war eine gute zuverlässige Qualität ihrer Waren für sie überlebenswichtig, die ihnen zahlreiche Stammkunden verschaffte. Daran wurde dann auch die Kostenkalkulation wie die Gewinnkalkulation gemessen, die beide in einem vernünftigen gesunden Verhältnis zueinander stehen mussten und ein gesundes Preis-Leistungs-Verhältnis garantierten.

      Mit der Anonymität der Kapitalgesellschaften und der Befriedigung der Gier der Aktionäre wie der Vorstandsmitglieder und Aufsichtsräte wurde das Minimax-Prinzip eingeführt, was bedeutete, minimale Kosten und maximaler Gewinn, was natürlich zulasten der Qualität ging, was wiederum zur sog. Wegwerfgesellschaft führte – es wurde nichts mehr repariert, sondern weggeworfen und neu gekauft, weil die Ware in Massenproduktion preislich niedriger kalkuliert werden konnte als die Preise für die Reparaturen der nun minderwertigeren Waren, was wiederum die Müllberge wachsen ließ, etc. etc. etc. – ein Negativkreislauf zu Lasten der Menschen und der Umwelt.

      Meines Erachtens.

  3. Zu diesem Thema empfehle ich den aktuellen Artikel von Leo Hohmann:
    https://leohohmann.com/2022/11/10/john-kerry-spills-the-beans-at-u-n-s-cop27-meeting-they-want-to-replace-capitalism-with-a-new-economic-system/#more-11848

    (John Kerry plaudert auf der COP27-Konferenz der Vereinten Nationen aus dem Nähkästchen: Sie wollen den Kapitalismus durch ein neues Wirtschaftssystem ersetzen)
    Die Schlussbemerkung aus diesem Artikel:

    „…Dem Independent Sentinel zufolge will Franziskus, dass die UNO – der Club der Diktatoren – die Welt mit diesem neuen System anführt, das sehr nach dem System des Weltwirtschaftsforums klingt“.

    Das liegt daran, dass es sich um dasselbe tyrannische System handelt, das derzeit von der vierbeinigen Bestie gefördert wird – der politischen, der wirtschaftlichen/korporativen, der akademischen/medialen und der religiösen/spirituellen Sphäre.“
    Ende des Auszugs

    Das Unternehmertum, und ich spreche hier vom Mittelstand, stirbt aus, wenn meiner Meinung nach die globalen faschistischen Eliten ihre Ziele umsetzen sollten. Eigentum ist der Eckpfeiler einer freiheilich orientierten Gesellschaft. Und diese freiheitlich orientierte Gesellschaft ist im Begriff zerstört zu werden sowie deren christlichen Werte bzw.was davon noch übrig ist. Der Mittelstand ist genauso verblendet wie die Massen und folgen dem Sirenengesang der Nachhaltigkeit.
    Freiheit geht mit Verantwortung einher. Es ist kein Raubtierkapitalismus, sondern ein globaler kommunistischer Putsch ist im Gange wo alle Freiheiten und Eigentum beseitigt werden sollen (Great Reset), damit die globale faschistische Elite Gott spielen will. Nicht mehr und nicht weniger.

  4. Diese technischen Fragen sind auch wichtig, erfordern aber zu einer heilsamen Entwicklung die Einbindung in eine Sozialreform, die Rudolf Steiner „Soziale Dreigliederung“ nannte – die dann auch Akteure benötigt, die sich um
    zeitgemäß-christliche spirituelle Schulung bemühen.
    Das klingt sehr nach „Gordischer Knoten“.
    Dieses Problembündel wird sich nur gemeinsam mit schöpfergottverbundenen Engeln schrittweise lösen lassen.
    Zur erforderlichen Bewußtseins-Entwicklung gibt das Werk Rudolf Steiners reiche Anregung.

  5. „Ich bin ein Teil des Teils, der anfangs alles war,
    ein Teil der Finsternis, die sich das Licht gebar,
    das stolze Licht, das nun der Mutter Nacht
    den alten Rang, den Raum ihr streitig macht.
    Und doch gelingst ihm nicht, da es, soviel es strebt,
    verhaftet an den Körpern klebt:
    Von Körpern strömts, die Körper macht es schön,
    ein Körper hemmt’s auf seinem Gange;
    so, hoff ich, dauert es nicht lange,
    und mit den Körpern wirds zugrunde gehn.“
    Faust 1, Studierzimmer. (Mephistopheles)

    ex nihilo nihil fit = nichts ist aus nichts gemacht. Das traf bis zur Verselbständigung und anschließender „Monopolisierung“ der Geld- und Finanzwirtschaft (und weltweiten Wettbüro’s, d.h. Banken und deren Wetten auf ALLES) auf alle Menschen zu. Heute – in einer Zeit, wo LuftGeld immer neues LuftGeld gebiert und die Realwirtschaft wie ein tödliches Gift durchseucht und abwürgt, scheint dieses – dem Göttlichem vorbehaltene – Gesetz auch dem Menschen möglich. Leider ein Irrtum der Geblendeten und der ums Goldene Kalb Tanzenden. Gott schuf Leben, der Mensch versucht das nur – immer verrückter angestachelt von Ahriman, der jeder göttlichen Schöpfung seine eigene Kreatur entgegensetzen WILL und scheinbar MUSS – bisher (Gott sei gedankt) vergeblich. Und die Aussichten sind trübe, dass er dies erreicht, bevor er unumkehrbares Unheil in Gang setzt und sich selbst dadurch ausrottet. Wie will man das Leben beherrschen, wenn man nicht einmal in der Lage ist, das Zusammenleben menschlich zu organisieren – und den Frieden immer hemmungsloser mit dem Kriege sichern will? Syrien, Ukraine, Taiwan u.s.w. lassen grüßen.

    Zwei wesentliche Hindernisse stehen der Vergesellschaftung und produktiver ReInvestition der Unternehmer-Gewinne im Wege, mithin dieser Entwicklung diametral entgegen und sind schrittweise zu überwunden:
    1. Der Staat als Beute und Vollstrecker von parasitären ParteienKlüngeln, die zu LobbyVereinen eines SYSTEM’s von Supperreichen und FinanzMonopolisten geworden sind. Bsp. Public Private Partnerships = PPP und »Sänk ju for Liederschipp, Bill«- also einer immer stärkeren Verknüpfung von staatlicher mit OligarchenMacht (Finanz-& WirtschaftsMacht), was in etwa die Definition des Faschisten-Führers Mussolini für seinen Faschismus darstellte. Auch sei die Frage gestellt: Warum verkommen Parteien und Gewerkschaften regelmäßig im Bonzentum?
    2. Das Schuldgeld- und Zinssystem, welches die unermeßliche Anhäufung von Geld zum Hauptziel hat und dabei den produktiven Sektor immer schneller abtötet und die sozialen Strukturen der modernen Staaten „entlaubt“, d.h. privatisiert hat. Es herrscht allenthalben das Gesetz subjektiver MACHT, das Gesetz der OLIGARCHEN: gib mir mehr. Arbeitsplätze???, Klima???, Moral??? – alles nur Hindernisse für die Subjektität, die überwunden werden müssen – und in ihrer zweckentfremdeten und hemmungslosen „Benutzung“ (Vortäuschung edler Motive) immer stärker missbraucht werden und als Mittel zum Zweck völlig ausgehöhlt sind. Herausragende Beispiele dafür sind: Das Geschäft mit dem Kampf gegen den internationalen Terror, das Geschäft mit Covid-19 und die Spike-Impfungen und das Geschäft mit dem Klima-Wahnsinn.

    Zitat Michael Hudson: „…Der Finanzkapitalismus hat im Grunde versucht, die gesamte öffentliche Infrastruktur abzubauen. Die meisten Finanzvermögen und finanziellen Reichtümer in der Geschichte wurden genau auf die von Zola beschriebene Art und Weise erwirtschaftet, nämlich durch Diebstähle aus dem öffentlichen Bereich.“
    Aber der Finanzkapitalismus sagt nicht… Man muss es nicht stehlen, man macht es zu seiner Politik, indem man den Finanzbereich verschenkt, so wie Präsident Jelzin alle natürlichen Ressourcen Russlands verschenkt hat, die öffentlichen Versorgungsbetriebe, die Elektrizitätswerke, alles, was eine wirtschaftliche Rente abwirft, die einfaches Einkommen ohne jegliche Investition sein kann. Und Sie finanzieren es.
    Das ist sogar die ausdrückliche Politik der Federal Reserve in den Vereinigten Staaten. Sie überlässt dem Bankensystem die zentrale Planung, um den Preis für Wohnraum mit staatlich garantierten Hypotheken in die Höhe zu treiben, bis zu dem Punkt, an dem der Kauf eines Hauses staatlich garantiert ist und 43 % des Einkommens des Kreditnehmers absorbiert.
    Nimmt man diese 43 %, nimmt man die Lohnabzüge für die Sozialversicherung und das Gesundheitswesen, nimmt man die Steuern, schrumpft der Binnenmarkt. Und die Strategie des Finanzkapitals ist genau die gleiche wie heute in den Vereinigten Staaten und in Europa. Man schiebt das ganze Geld von den Gewinnen des Industriekapitals weg, die in die Herstellung neuer Produktionsmittel reinvestiert werden. Die Expansion des Kapitals in eine schrumpfende Wirtschaft, in der der Finanzsektor mehr und mehr in die Wirtschaft der Produktion und des Konsums eindringt und die Wirtschaft schrumpfen lässt.
    Der Rest des Buches beschreibt, wie es zu dieser Transformation vom Industriekapitalismus zum Finanzkapitalismus kam und wie der Kampf zwischen den Vereinigten Staaten und Russland, China, Irak, Iran und Indien – es ist wirklich ein Konflikt der Wirtschaftssysteme. Es gibt keine Rivalität, weil sie nicht versuchen, das Gleiche zu tun. Die Ziele der USA und Europas sind völlig anders als die wirtschaftlichen Ziele Eurasiens. Es ist ein Krieg der Wirtschaftssysteme. Und deshalb versuchen die Vereinigten Staaten zu verhindern, dass andere Länder denselben Weg zu industriellem Wohlstand einschlagen, der die Vereinigten Staaten, Deutschland und andere Länder ursprünglich reich gemacht hat…“
    https://uncutnews.ch/das-reale-progressive-interview-mit-michael-hudson-ins-deutsche-uebersetzt/

    1. @ vier
      Diese weiten Ausflüge in gesellschaftliche Zusammenhänge sind doch immer wieder verlockend, können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass auf das engere Thema des Artikels selbst, die künftige Gestaltung des Eigentumsrechtes an Unternehmen, für sich schon schwer genug, nicht eingegangen wird.

  6. Das erste Problem haben wir mit dem Begriff „Vorständin“, diesen woken Neusprech gibt es ebensowenig wie z.B. „Feuerwehrmännin“.
    Der Artikel übersieht, dass seit dem Merkantilismus ein echter Kapitalismus in Europa niemals bestanden hat; während in den USA nahezu reine kapitalistische Strukturen in den ca. ersten 100 Jahren nach der Unabhängigkeit herrschte. Dieser Kapitalismus bildete überhaupt die Grundlage der demokratischen Gesellschaft und ihrer erfolgreichen Republik.
    Die Probleme unserer Wirtschaft entstanden einzig durch staatliche Interventionen und Regularien – zur Kontrolle, für politische Ziele der Regierungen und sozialen Manipulation der Parteien.
    Der Kern eines freiheitlichen (libertären?) Rechtsstaates ist das uneingeschränktes Recht auf Eigentum und die Resultate persönlicher Produktivität.
    Das Entscheidende ist die freie Wahl der Unternehmensstruktur; die Suche nach Alternativen, zeigt nur das Scheitern des Interventionismus.

  7. Ich meine, die Idee existiert schon in der Form von Genossenschaften, die fuer z.B. Banken, Agrarwirtschaft und Handel schon vorhanden sind. Verantwortungseigentum ist ggf. nur ein sozialistischer Terminus dafuer. Ich kenne mich juristisch dazu nicht genuegend aus, um die Unterschiede oder Probleme auseinander zu halten. Womoeglich spielte in Deutschland die Zentralisierung in besagten 12 Jahren eine Rolle. Allerdings sehe ich ernsthafte Probleme dies als Allgemeinloesung fuer alle Probleme des Kapitalismus zu deklarieren. Aber das beduerfte einer eingehenden Analyse, die einen Kommentar sprengt.

    Generell wuerde ich konstatieren, das jemand, der weder eine eigene mittelstaendische Firma betrieb oder zumindest eine Geschaeftsfuehrerposition inne hatte, darueber zu wenig weiss, um Urteile abgeben zu koennen. Ebenfalls generell wuerde ich sagen, dass die Verbundenheit mit dem Unternehmen, die Motivation usw. steigt, wenn die sog. Angestellten in einem Unternehmen direkt am Unternehmenserfolg beteiligt sind (nicht durch oft willkuerliche Boni).
    Es ist auch wichtig den Geldgebern (oft den Banken) eine Motivation zu geben, die vereinbarten Kreditlinien einzuhalten.
    Drittens bin ich der Meinung, dass man „leistungsloses Einkommen“ nicht so verallgemeinern kann. Ich bin selbst fast ausschliesslich ‚Investor`. Das kann man als Schmarotzerklasse sehen, oder als den Eingriff weiser Kapitalgeber in ein Wirtschaftssystem, welches aus Erfahrungswerten gelenkt wird.

  8. ***wie man dem Kapital den antisozialen Stachel zieht***

    Vorab: Antwort in aller Kürze:
    Durch punktgenaue Rechtsvorschriften, die es dem Kapital unmöglich machen, sich wie „ein scheues Reh“ zu verhalten, und in Länder mit den niedrigsten Steuersätzen bzw. Steueroasen zu entfleuchen. Die gesamte Finanzindustrie streng regulieren, u.a. Hochfrequenzhandel und Leerverkäufe verbieten, eine Finanztransaktionssteuer einführen, Kapital wie Arbeit besteuern – sowie große Vermögen > 100 Mio zur Gegenfinanzierung der Bankenrettung, der Corona-Krise, sowie der Energie-Krise mit einer „Piketty-Steuer“ belegen.

    Fragen, denen sich die Gesamt-Gesellschaft stellen müsste:
    Warum kann sich das Kapital „antisozial“ verhalten, obwohl in Art 20 GG sowie Art 28 GG der Begriff „sozialer Staat“ festgeschrieben ist?
    Hans Herbert von Arnim schrieb 1995: „Alle Staatsgewalt hat dem Wohl des Volkes zu dienen. Das gehört zu den Grundvoraussetzungen der Demokratie. Der Staat ist kein Selbstzweck, und schon gar nicht darf er von den Regierenden für ihre Zwecke instrumentalisiert werden.“

    Was also ist das „Wohl des Volkes“, woraus kann dieser Begriff abgeleitet werden und wie kann es (nachhaltig) vollzogen sowie gemehrt werden?
    Einen Ansatz findet man im Grundgesetz Art 56: Der Bundespräsident leistet bei seinem Amtsantritt vor den versammelten Mitgliedern des Bundestages und des Bundesrates folgenden Eid: „Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe.“
    Desweiteren findet man den Begriff des Gemeinwohls in allen Kulturen: als Begriff und Bestandteil der Philosophie, Ethik, Staatstheorie und Ökonomie zieht er sich von Beginn an durch die Geschichte der abendländischen Kultur.
    340 – 300 V. CHR.: GRIECHISCHE ANTIKE

    Platon schreibt in der Politeia: „Das Gemeinwohl stellt dabei die Funktion und das Ziel der politischen Gemeinschaft dar, in ihm verwirklichen sich die Bedürfnisse, die Interessen und das Glück aller Bürger durch ein tugendhaftes und gerechtes Leben.“
    Aristoteles formuliert in Politik: „Bei allen Wissenschaften und Künsten ist ein Gut der Zweck; das höchste Gut ist in höchstem Grade Zweck in der allerhöchsten, d. h. in der Staatskunst. Das staatliche Gut aber ist das Recht, und dieses wiederum das Gemeinwohl.“ (Politik, III 12).

    106 – 43 V. CHR. CICERO
    „Das Wohl des Volkes soll oberstes Gesetz sein.“
    (De legibus III, 3, 8)

    13. JHDT.: THOMAS v. AQUIN
    Thomas v. Aquin prägte in der Summa teologica den Satz: „Bonum commune melius quam bonus unus.“ Damit legt er den Grundstein für die Karriere des Gemeinwohl-Begriffs in der christlichen Soziallehre.

    1690: John Locke „Two Treatises of Government“
    ∘ Der Zweck der Regierung ist das Wohl der Menschheit. Was ist aber nun am besten für die Menschheit: dass das Volk immer dem schrankenlosen Willen der Tyrannei preisgegeben ist? Oder dass die Herrscher zuweilen mit Widerstand rechnen müssen, wenn sie im Gebrauch ihrer Gewalt maßlos werden und sie zum Verderben ihres Volkes anwenden?
    ∘ Wann immer die Gesetzgeber bestrebt sind, dem Volk sein Eigentum zu nehmen oder das Volk in Sklaverei unter ihre willkürliche Gewalt zu bringen, versetzen sie sich dem Volk gegenüber in einen Kriegszustand. Die Legislative verwirkt durch einen solchen Vertrauensbruch die Macht. Die Macht fällt an das Volk zurück, das dann ein Recht hat, seine ursprüngliche Freiheit wiederaufzunehmen und durch die Errichtung neuer Legislative für seine eigene Wohlfahrt und Sicherheit zu sorgen.

    1712 – 1778: JEAN-JACQUES ROUSSEAU
    Rousseau führte in seinem Hauptwerk „Vom Gesellschaftsvertrag oder Prinzipien des Staatsrechtes“ aus, dass die alleinige Grundlage legitimer politischer Macht nur der Gemeinwille sein kann, der immer das Gemeinwohl anstrebt.

    1946: VERFASSUNG BAYERNS
    Die Verfassung Bayerns wird 1946 in einer Volksabstimmung angenommen. Artikel 151 besagt: „Die gesamte wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl.“

    Eine weitere Ansatzmöglichkeit findet sich bei Stephan Lessenich: „Neben uns die Sintflut“ – wie unsere profitgetriebene industrielle Gesellschaft durch die Externalisierung der Kosten die negativen Effekte unserer Lebensweise systematisch anderen zuschiebt.

    Der gesellschaftliche Sprengstoff dieser Diskussion ist nicht zu unterschätzen.

  9. „Wenn sich die Unternehmensform in Verantwortungseigentum immer weiter ausbreitet – was wohl erst in größerem Maße geschehen kann, sobald eine eigene Rechtsform gesetzlich eingeführt ist – könnte dies nach meiner Überzeugung eine langsame evolutionär-revolutionäre Veränderung des heutigen Raubtier-Kapitalismus von innen in Gang setzen.“

    Erst wenn das „Herz der Menschheit“ sich ändert, kommen alle guten Erneuerungen. Das Herz wird als erstes erobert. (Max Heindel) Dann kann alles Gute folgen und auch gelingen. Das Herz wird auf die göttliche Liebe reagieren, wenn Himmel und Erde sich durchdringen. Dann werden auch die Apostel der Endzeit dieses Zeitalters vollendet zubereitet sein und unter himmlischer Führung alles Böse besiegen und dabei eine auf den Kopf stehende Welt wieder auf die Füße stellen.
    Wenn der Herr nicht das Haus baut, bauen die Bauleute umsonst.
    Man nehme mir bitte diese deutlichen Worte nich übel. Sie widersprechen auch nicht den Gedanken, das sich das Herz an besseren Zuständen erfreut und erbaut.

  10. Raumschiff

    Eine Szene in der Serie „Startreck“ gibt zu denken. Ein junger Techniker stellte ein Gerät vor, die Plasmainjektion zu verbessern. Der Kapitän zeigte sich hoch erfreut und gab die Anweisung, das Gerät gleich einzubauen. Ein älterer Technikoffizier bat den Erfinder um Erlaubnis, zum Thema schreiben und veröffentlichen zu dürfen. Das wurde positiv beschieden. Ergebnis: Der Erfinder hatte sich und die Gemeinschaft verbessert. Eigenwohl korreliert mit Gemeinwohl. Wenn man auf einem Raumschiff durch das All rauscht, bekommt jeder seine Existenzmittel und wird frei in seiner Kreativität. Unterbleibt dies, dann ziehen einige wenige Vorteil aus der Kreativität der Menschheit und die Gemeinschaft verbessert sich insgesamt kaum. Die Erde ist ein Raumschiff. Wir haben kein anderes.

  11. Ein ziemlich weitgefasstes Thema, das man ohne eine grundlegende Änderung in allen Bereichen der Wirtschaft nicht unter einen Hut bekommen kann. Zu viele Diebe in diesem System verhindern das.
    Das uneingeschränkte Recht der Eigentümer über den Gewinn ihrer Firma ist niemals zu beanstanden, solange zur Gründung ihrer Firma kein Fremdkapital aus der Gemeinschaft beigesteuert wurde, denn den Gewinn hat ja jeder Firmenangehörige erwirtschaftet, nachdem eventuelles Fremdkapital von allen bezahlt wurde. Weshalb sollte ein Geschäftsmodell also dazu führen, dass man den Gewinn der Firma an die Gemeinschaft abzuführen hätte. Das ist auf keinen Fall etwas neues, sondern höchstens eine weitere Variante leistungslos Mehreinnahmen zu generieren für eine Verwaltung, die aus Steuergeldern bereits per Gehalt bezahlt wird.
    Wenn also ein Bauer Korn erntet, dann kann er diese Tätigkeit nur in Form seiner geleisteten Arbeitszeit, die er benötigte bis zur Ernte, dem Müller (…) seine bis dahin investierte Energie in Rechnung stellen – mehr geht einfach nicht, denn selbst das erste Korn gehört ihm nicht und er kann dem Müller nicht verkaufen, was ihm nicht gehört. Der Müller kann dem Bäcker auch nur seine Arbeitskraft, die er brauchte, um Mehl zu mahlen, in Rechnung stellen, denn er ist auch nicht Eigentümer des gekauften Mehls, der Bäcker, der das Mehl erwirbt und Brote backt, veredelt das Produkt des Müllers nur für das er anschließend seine Arbeitskraft an den Kunden verkauft.

    Wir können alle Gewerke nehmen, es gibt da keine Ausnahme, weltweit nicht.
    Dumm, wie ich bin, habe ich unsere Justiz mal gefragt, wie sie dazu kommen, für jedes Verfahren eine Forderung zu schreiben, wenn ihr euer Gehalt jeden Monat bereits erhalten habt. Selbstverständlich habe ich keine Antwort bekommen. Aber das nur am Rande. Übrigens kann man damit jede Verwaltungsfirma anschreiben.
    Das Grundübel dieser Gesellschaft ist die gewollte Vermischung von Privat und öffentlich-rechtlichen Geldern neben der Zusammenarbeit bestimmter Gruppen, die diese Spiele zu ihren Gunsten drehen. Und keine Sorge, die Justiz gehört neben der Finanzindustrie ebenfalls dazu.

    1. @ wei
      „Dumm, wie ich bin, habe ich unsere Justiz mal gefragt, wie sie dazu kommen, für jedes Verfahren eine Forderung zu schreiben, wenn ihr euer Gehalt jeden Monat bereits erhalten habt. Selbstverständlich habe ich keine Antwort bekommen.“

      Die Gerichtskosten bringen insgesamt keine großen Einnahmen. Sie dienen nicht dazu, die Gehälter zu bezahlen, sondern sind primär eine Hürde, um eine mögliche Prozessflut zu verhindern. Denn wenn es nichts kostet, kann jeder wegen jedem Dreck das Gericht beschäftigen.

Kommentare sind geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: