Weihnachtsschmerzen

„Der Fassadenkratzer – einer der wenigen Blogger, die man trotz der üppigen Länge seiner Beiträge immer wieder gerne liest“, lautete jüngst ein freundlich-kritischer Hinweis in einem anderen Blog. Eine gewisse Länge entsteht dann, wenn man nicht nur feststellen und behaupten, sondern die Gedanken zu einer Thematik mit der notwendigen Breite und möglichst auch Tiefe nachvollziehbar entwickeln und begründen will. Weiterlesen „Weihnachtsschmerzen“

Offenbare Geheimnisse um die Geburtsgeschichten Jesu

Das bevorstehende Weihnachtsfest mag Anlass sein, etwas hinter seine gewohnte Oberfläche zu blicken. Das Fest der Geburt Jesu ist fester Bestandteil des Jahreslaufs im öffentlichen Leben, aber vielfach zu einer kitschigen Geschenk- und Konsumorgie veräußerlicht. Immer mehr Menschen können mit seinem eigentlichen spirituellen Sinn nichts mehr anfangen und halten nur noch aus Tradition als an einem großen Familienfest daran fest. Weiterlesen „Offenbare Geheimnisse um die Geburtsgeschichten Jesu“

Die Deutschen und die Obrigkeit – Heinrich Heines ach so aktuelle Kritik

„Der Himmel erhalte dich, wackres Volk,
Er segne deine Saaten,
Bewahre dich vor Krieg und Ruhm,
Vor Helden und Heldentaten.“
Heinrich Heine

Wie kaum ein anderer hat Heinrich Heine (1797 – 1856) die Deutschen gleichermaßen so heiß geliebt, wie heftig kritisiert und mit beißendem Spott übergossen. Er liebte das Land, litt mit dem einfachen Volk, war ein Verehrer der deutschen Geistesgrößen in Literatur und Philosophie, deren Gedankenflüge er bewunderte, und er hasste die „preußischen Junker“, die gesamte dekadente adelige Obrigkeit, deren Unterdrückungsherrschaft er unermüdlich mit allen Künsten seiner spitzen Feder bekämpfte. Weiterlesen „Die Deutschen und die Obrigkeit – Heinrich Heines ach so aktuelle Kritik“

Deutscher Geist und deutsche Seele – verkannt, verdrängt, verleumdet

Das Grundgesetz hat sich noch selbstverständlich dem Wohl des deutschen Volkes verpflichtet. Der Bundespräsident, formaler Repräsentant und kraft Amtseid moralische Wächtergestalt über das Wohl des deutschen Volkes, verwendete in seiner Ansprache zum Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober 2015 das Wort Volk bezeichnenderweise kein einziges Mal. Weiterlesen „Deutscher Geist und deutsche Seele – verkannt, verdrängt, verleumdet“

Volk oder Bevölkerung? – Von den Quellen der deutschen Kultur

„Denk ich an Deutschland in der Nacht,
Dann bin ich um den Schlaf gebracht..“
Heinrich Heine   

Die Begriffe Volk und Volksgemeinschaft sind durch die nationalsozialistische Ideologie als blutsgebundenes Kollektiv einer auserwählten Rasse missbraucht worden, das einen übergeordneten personellen Gesamtwillen besitze, der durch den Führer repräsentiert und ausgeführt werde. Damit war auch der Begriff Volksgeist diskreditiert, der als Zusammenfassung dessen verstanden wird, was als seelisch-geistige Besonderheit ein Volk charakterisiert. Weiterlesen „Volk oder Bevölkerung? – Von den Quellen der deutschen Kultur“

Der Mensch als Maß der Gesellschaft

„Demokratie ist der Wille des Volkes. Jeden Morgen lese ich überrascht in der Zeitung, was ich will“, bemerkte ein holländischer Komiker. Diese alltägliche Komik bemerken offenbar nur noch die Komiker. Die Berufs-Demokraten, die einschlägigen Wissenschaftler und die Medien-Abhängigen bleiben an der Oberfläche der unaufhörlich eingravierten demokratischen Phrasen kleben, die glauben machen sollen, eine vormundschaftliche Herrschaft bestehe nicht, wenn man den Vormund selber wählen kann. Weiterlesen „Der Mensch als Maß der Gesellschaft“

Wo sind Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit?

Die Formen der Gesellschaft sind immer Ausdruck dessen, was im Menschen lebt und in der Begegnung mit den Anderen nach Entfaltung drängt. Die Frage ist nur, ob es das reine Wesen des Menschen ist, das sich ihm angemessene Strukturen schaffen kann, oder ob sich Kräfte durchsetzen, die seine freie Entfaltung beeinträchtigen und verhindern. Als in der Französischen Revolution der Ruf von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit die Welt durchtönte, fühlte sich jeder strebende Mensch davon in seinem Inneren angesprochen und begeistert. Diese Ideale haben etwas mit der Entfaltung des reinen Menschen in der Gesellschaft zu tun. Doch wo sind sie geblieben? Weiterlesen „Wo sind Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit?“

Die verkannte Freiheit – oder warum viele Menschen Unfreiheit hinnehmen

 „Die Weltgeschichte ist der Fortschritt im Bewusstsein der Freiheit“
(G.W.F. Hegel: Philosophie der Geschichte)

Es scheint ein soziologisches Gesetz zu sein: Je mehr von einer Sache geredet wird, desto weniger wird sie verstanden. Alle wollen Freiheit, diskutieren über sie und fordern ihre Verwirklichung oder meinen, sie schon zu besitzen. Die westliche Demokratie beansprucht, die Freiheit der in ihr lebenden Menschen realisiert zu haben. Sie propagiert Freiheit als die freie Wahl von Vertretern, welche die Gesetze machen und die Regierungsgeschäfte besorgen. Weiterlesen „Die verkannte Freiheit – oder warum viele Menschen Unfreiheit hinnehmen“

Islam und Gewalt – Gehört der Islamismus zum Islam?

Innenminister Thomas de Maizière äußerte am 17. 5. 2010 gegenüber der Süddeutschen Zeitung, der Islam sei im Gegensatz zum Islamismus bei uns willkommen. Die Zeitung „Die Welt“ fasste am 31. 1. 2015 Angela Merkels im Interview gemachte Aussage über Islam und Islamismus in der Schlagzeile zusammen: „Der Islam gehört zu Deutschland, der Islamismus nicht.“ Gewalt und Terror, durch die radikale Strömungen im Namen des Islam die Errichtung einer religiös legitimierten Gesellschafts- und Staatsordnung anstreben, werden vom eigentlichen Islam getrennt, der als friedliche Religion damit nichts zu tun habe, sondern ideologisch missbraucht werde. Der Islam gehöre wie Judentum und Christentum inzwischen auch zu Europa und Deutschland und sei eine Bereicherung für die Kultur des Landes. Weiterlesen „Islam und Gewalt – Gehört der Islamismus zum Islam?“

Religion als Krieg oder Frieden stiftende Kraft

„Ist es nicht sonderbar, dass die Menschen so gern für ihre Religion fechten und so ungern nach ihren Vorschriften leben?“   Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799)

Religiös motivierte Gewalt

Die drei monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam führen auch in der Gegenwart kein nur stilles kulturbildendes Dasein, wie es eigentlich dem inneren Wesen der Religion entsprechen sollte, sondern wirken stark motivierend und antreibend in den staatlich-militärischen Komplex der Macht- und Gewaltausübung hinein. Weiterlesen „Religion als Krieg oder Frieden stiftende Kraft“