Anpassung und Unterordnung in China – Der Einzelne in der übermächtigen Gemeinschaft

China spielt eine immer größere wirtschaftliche und militärische Rolle im globalen Geschehen. Es ist daher für friedliche Beziehungen von großer Wichtigkeit, die Kultur und vor allem die Mentalität der Chinesen zu kennen und zu verstehen, die der des Westens diametral entgegengesetzt ist. Während bei uns der einzelne Mensch nach Selbstbestimmung und Freiheit strebt, ist er dort bis heute in hierarchische Strukturen der Gemeinschaften und des Staates eingeordnet, deren unselbständiger Bestandteil er ist und deren Regeln er lebenslang Gehorsam schuldet. Weiterlesen „Anpassung und Unterordnung in China – Der Einzelne in der übermächtigen Gemeinschaft“

Das Gute zwischen dem zweifachen Bösen

Das Böse ist allgegenwärtig. Ist es auch das Gute? Während das Böse in allerlei Gestalt ungerufen an uns herandringt, muss das Gute aber immer wieder errungen werden. Was Wilhelm Busch in das Bild brachte: „Gute Tiere muss man züchten, muss man kaufen, doch die Ratten und die Mäuse kommen ganz von selbst gelaufen.“ Haben wir es nur mit bösen Gedanken, Gefühlen und Willensimpulsen der Menschen zu tun, oder auch mit unbemerkt dahinter stehenden mächtigen geistigen Wesenheiten? Weiterlesen „Das Gute zwischen dem zweifachen Bösen“

Das Rätsel der zwei verschiedenen Geburtsgeschichten Jesu*

Das Fest der Geburt Jesu ist fester Bestandteil des Jahreslaufs im öffentlichen Leben, aber es ist vielfach zu einer kitschigen Geschenk- und Konsumorgie veräußerlicht. Immer weniger Menschen können seinen eigentlichen spirituellen Sinn noch erfassen und halten nur aus Tradition in Form eines großen Familientreffens daran fest. Dabei birgt Weihnachten noch tiefe Menschheits-Geheimnisse, die dem allgemeinen Bewusstsein verloren gegangen sind. Nur durch eine vertiefte Erkenntnis wird es möglich sein, die große Bedeutung des Weihnachtsfestes für das menschliche Gemüt zurückzugewinnen.

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Die Heilige Nacht

Die Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag unterscheidet sich von allen Nächten des Jahres. Es wohnt ihr objektiv ein besonderer Zauber inne – nicht weil die Menschen ihr erwartungsvoll entgegenleben, sondern sie leben ihr entgegen, weil sie diesen Zauber hat. Man macht sich das nur nicht ganz klar. Zwar ist Weihnachten zumeist zu einem Familienfest reduziert. Aber die Einsamkeit in dieser Nacht macht eben auch krassen Materialisten und Ungläubigen zu schaffen. Denn was sich in ihr abspielt, lässt sich nur voll in der Gemeinschaft mit anderen Menschen erleben – oder auch zudecken. Weiterlesen „Die Heilige Nacht“

Das Kollektiv jagt die Individualität – oder Christenverfolgung weltweit

Weit über 200 Millionen Christen sind gegenwärtig weltweit Verfolgungen ausgesetzt, wie das christliche Hilfswerk Open Doors ermittelt hat, das sich in über 60 Ländern der Welt für Christen einsetzt. Es sei „die größte Christenverfolgung aller Zeiten“. Christen werden wegen ihres Glaubens diskriminiert, ausgegrenzt, inhaftiert, gefoltert und getötet. Auffallend ist, dass die Verfolger Kulturen und Religionen angehören, in denen noch das Kollektiv der Blutsverwandtschaft das Leben des Einzelnen bestimmt. Es ist im Grunde ein Kampf gegen die freie Individualität, die freiheitliche Entwicklung der Menschheit. Weiterlesen „Das Kollektiv jagt die Individualität – oder Christenverfolgung weltweit“

Der verdrängte Tod

„Die Kultur eines Volkes erkennt man daran,
wie es mit seinen Toten umgeht.“
                                   Perikles, 493-429 v. Chr.

Ob sich die Existenz des Menschen nach dem Tode fortsetzt, ist die zentrale Frage jedes denkenden Menschen. Doch wie viel denkende Menschen gibt es noch, die diese entscheidende Lebensfrage nicht verdrängen? – Wie leer oder erfüllt sind die Toten-Gedenktage im November, wenn nach einer Statistik von 2017 in Deutschland nur noch 35 % an ein Weiterleben nach dem Tode glauben? 37 % glauben nicht daran, und 26 % sind unentschieden.1 Sind unsere Verstorbenen geistig lebendig; stehen sie mit uns in Verbindung und bilden mit uns eine höhere Gemeinschaft, die aber wegen unsrer materialistischen Beschränktheit nicht fruchtbar werden kann? Weiterlesen „Der verdrängte Tod“

Der unsichtbare Mensch

Was ist der Mensch, also was bin ich selbst für ein Wesen? Jeder trägt bewusst oder unbewusst eine subjektive Vorstellung vom Wesen des Menschen in sich. Dieses Bild gilt als so selbstverständlich, dass es kaum infrage gestellt wird. Es prägt aber die eigene Vorstellung vom Ziel und Sinn des Lebens und die damit verbundene Lebensstimmung. Für das Leben ist es daher von wesentlicher Bedeutung, dieses subjektive Menschenbild nicht unreflektiert im Unbewussten zu lassen, sondern es einer kritischen Prüfung zu unterziehen. Denn nur die Wahrheit kann positiv wirken.

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Leben nach der Geburt

Gibt es ein Leben nach der Geburt? – So blödsinnig, wie die Frage zunächst erscheint, ist sie nicht. Denn es kommt immer auf die Perspektive des Menschen an, in der er sich gerade befindet. Uns, die wir nach der Geburt leben und auf den Tod zugehen, ist es ein großes Rätsel, ob es ein Leben nach dem Tode gibt. Aber versetzt man sich in die Situation von ungeborenen Kindern im Mutterleib, so könnte für sie die entsprechende Rätselfrage sein, was nach der Geburt kommt; ob es überhaupt ein Leben nach der Geburt gibt. Damit befasst sich die folgende Parabel nach Henri Nouwen.* Weiterlesen „Leben nach der Geburt“

Wer ist der Sünder?

Ein chinesisches Märchen

Etwas Nachdenkliches zwischendurch zum Wochenende:
Die Märchen aller Völker sind oft voll tiefer Weisheit. Das folgende kleine chinesische Märchen stammt aus mündlicher Überlieferung. Es lebt also im Erzählschatz des Volkes, das sich in einer höheren Gerechtigkeit eingebettet empfindet.
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Pfingsten, die freie Individualität und die antichristliche Kraft des Islam

Das Christentum ist größer als eine Religion. Es ist zentrales Ereignis menschheitlicher Geistesentwicklung, ob man daran glaubt oder nicht. So steht das Pfingstgeschehen in einem tiefen Zusammenhang mit der europäischen Entwicklung des Menschen zur freien, sich selbst bestimmenden Individualität, die sich zunehmend einem antichristlichen religiösen Totalitarismus ausgesetzt sieht, der in seinem eigenen Hause bedrohlich heranwächst. Eine notwendige Besinnung in den Zeiten der Geistverwirrung und der Herrschaft des Unrechts.

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