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Der folgsame Mensch – Weshalb können die Medien das Bewusstsein lenken?

14. November 2014

Durch die heutigen Massenmedien Presse, Radio und Fernsehen wird nahezu flächendeckend das öffentliche Bewusstsein  der Menschen beeinflusst und geprägt. Gedanken, Vorstellungen, Gefühle und Urteile, die die meisten in sich tragen, sind von den Medien in sie eingeflossen und bestimmen weitgehend unbemerkt ihre gesellschaftlichen Einstellungen und Handlungen. Der Inhalt ihres gesellschaftlichen Bewusstseins wird nur zum geringen Teil von ihnen selbst aktiv gebildet, der größte Teil ist von äußeren Instanzen sozusagen industriell vorgefertigt, wofür H. M. Enzensberger den treffenden Begriff Bewusstseinsindustrie geprägt hat. Wer die Produktion dieser Industrie direkt oder indirekt bestimmt, kann die Menschen in seinem Sinne lenken.

Hier stellt sich die wichtige Frage: Wie kommt es, dass die Inhalte der Medien kaum gefiltert in das Bewusstsein vieler Menschen eindringen und solche Lenkungswirkung haben können? Warum lassen diese sich von ihnen so stark beeinflussen? Dazu müssen wir uns den Vorgang genauer ansehen.

Wahrnehmungen müssen begriffen werden

Alle Wahrnehmungen, die uns von außen durch unsere Sinne entgegenkommen, müssen wir von innen mit unserem Denken durchdringen, wenn sie uns verständlich werden sollen. Wir müssen sie gedanklich begreifen, die ihnen entsprechenden Begriffe finden. Dadurch wachsen wir erkennend erst in die volle Wirklichkeit hinein. Würden wir uns willentlich des Denkens ganz enthalten, blieben uns die Wahrnehmungen völlig unverständlich. Wir befänden uns in einem träumenden, herabgedämpften Bewusstsein außerhalb der Realität.

Blitzschnell und ohne besondere Anstrengung geschieht die Verbindung von Wahrnehmung und Begriff gegenüber den gewohnten und vertrauten Dingen des Alltags. Wenn es sich jedoch um völlig neue, ungewohnte Wahrnehmungen handelt oder, wie in der Wissenschaft, Naturphänomene in ihren tieferen Zusammenhängen erforscht werden sollen, ist eine starke Gedankenanstrengung notwendig, um die zum Verstehen führenden Begriffe aufzufinden. Die Begriffe sind hier das Endergebnis eines längeren Bildungsprozesses und daher isoliert nicht ohne weiteres verständlich, sondern erst dann, wenn der Studierende diesen Entwicklungsprozess der Begriffe nachvollzieht, so ihren inneren Entstehungszusammenhang durchschaut und damit weiß, was mit dem Begriff gemeint ist.

Unbegriffene Begriffe

Wir müssen also zwischen Begriffen, die wir selbst denkend hervorbringen und durchschauen, und solchen, die wir von außen aufnehmen, streng unterscheiden. Letztere haben andere produziert, und sie kommen uns, durch die Sprache transportiert, von außen entgegen. Wir haben sie nicht gedacht, sondern nehmen sie lesend oder hörend wahr. Diese Begriffe haben, obwohl sie ihrer inneren Natur nach Begriffe sind, für uns zunächst Wahrnehmungscharakter. Das bedeutet, wir müssen sie, wie andere Wahrnehmungen auch, erst mit unserem eigenen Denken begrifflich durchdringen, um sie zu verstehen. Sonst sind sie unbegriffene Begriffe. Dessen ist man sich im allgemeinen nicht bewusst. Denn bei den akustischen, optischen, Geschmacks- oder Geruchs-Wahrnehmungen z. B., erleben wir meist unmittelbar, dass sie der gedanklichen Durchdringung bedürfen. Gedanken dagegen haben, weil sie eben Begriffe sind, den Anschein begrifflichen Verständnisses, obwohl sie noch nicht wirklich verstanden sein können. Das sind sie erst, wenn wir sie „hinterfragt“, also den Zusammenhang ihrer Entstehung denkend nachvollzogen haben, aus dem sie als Ergebnis hervorgegangen sind.

Der Verständnisanschein, den die wahrgenommenen Begriffe an sich tragen, verführt dazu, sich mit ihrer Aufnahme zu begnügen und es für überflüssig zu halten, über sie weiter nachzudenken. Man nimmt sie wahr und glaubt sie zu verstehen. Doch damit sind wir prinzipiell in der gleichen Lage wie bei den anderen Wahrnehmungen, bei denen wir auf das Nachdenken verzichten würden:  Wir befinden uns ihnen gegenüber in einer Art träumendem, herabgedämpftem Bewusstsein. Denn diese Begriffe sind uns in Wirklichkeit dunkel; wir haben sie und die Realität, auf die sie sich beziehen sollen, nicht mit dem Licht unseres eigenen Denkens durchdrungen.

Damit ist die Situation der am Tropf der Medien hängenden meisten Menschen gekennzeichnet. Ihr Bewusstsein wird von außen mit vorgefertigten Begriffen gespeist, die sie wie eigene in ihren Begriffsschatz aufnehmen, ohne sie aber selbst gedanklich durchleuchtet zu haben. Danach bilden sich dann ihre Einstellungen. Und es hat den Anschein, und sie leben auch in dem Glauben, dass sie selbst es seien, die denken und handeln. In Wahrheit werden sie aber durch die aufgenommenen Begriffe und Vorstellungen gelenkt. Sie sind nicht Herr ihres eigenen Bewusstseins. Das ist von „feindlichen Unterseebooten“ besetzt, die sie gedankenlos hereingelassen haben und die ihr Handeln bestimmen. Sie handeln im Grunde nicht selbst. Ihr Wille geht Wege, die von ihrem eigenen Denken und damit von ihrem eigenen Ich nicht gedeckt und verantwortet sind. Denn dieses ist stillgelegt, nicht aktiv, ausgeschaltet. Sie handeln gedankenverloren wie lebendige Automaten auf ein von außen in sie hineingesendetes Signal. Die Individualität des Menschen gibt sich gewissermaßen insoweit auf und wird zum Bestandteil einer lenkbaren Masse.

Lenkungs-Vokabeln

Betrachten wir einige Beispiele. Eine der wirksamsten Lenkungs-Vokabeln ist „Demokratie“, womit immer „freiheitliche Demokratie“ gemeint, meist auch mit diesem Attribut gebraucht wird. Das Denken der Masse steht hier still, weil man zu wissen glaubt, was Demokratie ist. Man lebt ja zum Glück darin und genießt die Freiheit und die demokratische Mitwirkung am Geschick des Landes  –  so die allseits von außen vermittelte Vorstellung.

Doch suchen wir kurz den Entstehungszusammenhang des Begriffes auf: Nachdem der Adel mit seiner angemaßten Macht vom Thron gestoßen war, wurde Freiheit nur als Freiheit von dessen Joch verstanden. An dessen Stelle trat die „Volksherrschaft“ bzw. die Herrschaft von Volksvertretern, die aber das Volk ebenso in allen Lebensgebieten von oben lenken. Die eine Herrschaftsform wurde durch eine andere ersetzt, die dadurch, dass man die Machthaber unter mehreren wählen kann, die dumpfe Illusion von Freiheit suggeriert. „Wählen bedeutet die Illusion des Einflusses im Austausch gegen den Verlust der Freiheit“, wie holländische Kritiker treffend formulierten (vgl. Macht macht untertan). Natürlich hat diese Herrschaftsform eine größere Sicherheit vor Willkür gebracht, aber diese Errungenschaft wird als die große Freiheit gefeiert und zur Verschleierung der tatsächlichen Fremdbestimmung durch die Macht weniger missbraucht. – Nur das eigene Denken kann im öffentlichen Lügengeflecht zu dieser Erkenntnis führen. Dazu erhebt sich die Masse aber nicht, sondern geht folgsam zum hochstilisierten Wahlritual, um den sich selbst erneuernden Vormündern die Scheinlegitimation ihrer Macht zu geben.

Um die Gemeinschaft mit den USA zu beschwören, wird immer wieder auf die „gemeinsamen Werte“ hingewiesen, die es unter Führung „unserer starken amerikanischen Freunde“ zu verteidigen gelte. Dumpf schwimmen die meisten da mit, denn sie glauben zu wissen, dass das schon irgendwie stimmt. Es wird uns ja auch oft genug versichert, dass es so sei. Aber wer nur ein wenig denkend das Weltgeschehen verfolgt, erkennt, dass die Eliten der USA nicht unsere Freunde, sondern unsere Besatzer und Herren sind, in deren Geostrategie zur vollständigen Weltherrschaft wir nur einer der vielen Vasallen sind. Ihre Werte der ununterbrochenen militärischen Interventionen in andere Staaten – stets unter einem erlogenen Vorwand -, der geheimdienstlich gesteuerten Putsche, des Guantanamo-Konzentrationslagers, der gegenwärtig unaufhörlichen vom Präsidenten angeordneten Drohnenmorde usw. usw. sind nicht unsere Werte.

Besonders raffinierte Lenkungs-Vokabeln sind solche, die positive Begriffe enthalten, denen aber eine abwertende Bedeutung unterlegt wird. Ein Beispiel von vielen: Geschichts-Revisionismus. Eine Revision (von lat. revidere – wieder anschauen) ist eine erneute Überprüfung, die bei der menschlichen Irrtumsanfälligkeit immer notwendig ist. Sie ist eine wissenschaftliche Tugend, die vor allem in der Geschichtswissenschaft unabdingbar ist. Indem man die offensichtliche Geschichtsklitterung von Rechtsextremen als „Revisionismus“ bezeichnet, dem damit die Bedeutung „Geschichtsfälschung von unverbesserlichen Rechtsextremen“ unterlegt wird, schafft man eine Diskriminierungs-Keule gegenüber allen ernsthaften wissenschaftlichen Revisionen, um dadurch das geltende Geschichtsbild der Herrschenden abzuschotten (s. Geschichtserkenntnis).

Neuerdings wurde das öffentliche Bewusstsein mit „Putin-Versteher“ verseucht. Sich gegenseitig zu verstehen ist die Grundlage friedlichen Zusammenlebens. Verstehen bedeutet nicht, dem anderen in allem zuzustimmen, aber es schafft die Voraussetzung, Kompromisse zu finden, in denen auch die berechtigten Gesichtspunkte des anderen berücksichtigt werden. Einem „Putin-Versteher“ wird aber unterschoben, einseitig Partei für Putin zu ergreifen, quasi sein Gefolgsmann zu sein. Der sozial elementar wichtige Begriff des Verstehens wird so diskreditiert. Das ist unterschwellige Hetze zum Konflikt, der zum Krieg führt. Wer nicht über den von außen aufgenommenen Unbegriff „Putin-Versteher“ selber nachdenkt, wird in die gewollte Russland-feindliche Stimmung suggestiv hineingezogen. So werden Menschen zu Feinden gemacht.

Suggestive Bilder

Eine noch größere einschläfernde Wirkung als unverstandene Begriffe üben Bilder, Vergleiche aus, denen in ihrer Abfolge eine scheinbar unausweichliche logische Konsequenz innewohnt, in die man leicht hineingezogen wird. In der ZEIT vom 6.9.2012 operierten die Journalisten Mark Schieritz und Heinrich Wefing zur Eurokrise unter dem Titel „Die große Illusion“ mit einem solchen Instrument:

Wir glauben gern, dass wir die Macht erkennen können. An ihren Symbolen zum Beispiel oder daran, wie sie ausgeübt wird. Aber das ist ein Irrtum. Manchmal ist die Macht unsichtbar, manchmal entfaltet sie sich im Verborgenen, dort, wo wir sie nicht vermuten, hinter dem Rücken der Entscheider, jenseits der etablierten Prozeduren.

So wie im Moment, bei der Rettung des Euro. Die Macht, so viel ist sicher, hat sich verlagert, wohin genau, ist schwer zu sagen. Klar ist nur, wo sie nicht mehr ist. Nicht beim Bundestag, der vorwiegend nachvollzieht, was anderswo beschlossen wurde. Nicht bei der Bundesbank, die nur noch eine Zentralbank unter anderen ist. Und wohl nicht einmal mehr beim Bundesverfassungsgericht, das eigentlich als das mächtigste Gericht der Welt gilt.

Alle Institutionen arbeiten noch, alle spielen weiter ihre Rolle, aber zu glauben, sie hätten noch substanziell etwas zu entscheiden, das ist eine Illusion. … Der Eindruck, irgendwer könnte den Euro-Rettungsplan noch umsteuern oder gar stoppen, trügt. Viel zu viel steht mittlerweile auf dem Spiel, zu viel politisches Kapital wurde investiert, zu viele Milliarden wurden angehäuft, niemand kann mehr Nein sagen. Und niemand wird es tun. …

So wie eine Lawine aus einem Schneeball entstehen kann und immer breiter wird, größer, mitreißender, bis sie irgendwann unaufhaltsam ins Tal donnert, so ist auch die Politik der Euro-Rettung aus kleinen Anfängen entstanden, mit bescheidenen Rettungssummen, die immer gigantischer wurden, die immer höhere Einsätze erforderten, bis es schließlich kein Halten mehr gab. Unklar ist nur, ob diese Lawine am Ende Erlösung bringt oder Zerstörung.

Es ist ein eisiger, unbarmherziger Konsequentialismus, dem sich niemand entziehen kann, der alles einebnet, die Differenzen zwischen Regierung und Opposition, die Teilung der Gewalten, die hergebrachten Institutionen.

Früher nannte man eine solche Umwälzung der Verhältnisse eine Revolution. Einst brannten dann Barrikaden, rollten Köpfe, stürzten Staaten. Heute vollzieht sich die Revolution langsam, wie in Zeitlupe, und geräuschlos. Erst wenn die Krise vorbei ist, werden wir sehen, wie fundamental sich diese Republik und der Kontinent verändert haben.

Man kommt hier zunächst den Euro- und Macht-Kritikern entgegen, gibt ihnen irgendwie Recht, stellt aber die Sache als eine unausweichliche Naturgewalt von Sachzwängen dar, die aus einem nicht greifbaren Hintergrund wirkt und der wir alle hilflos ausgeliefert seien. Das Ganze sei wie eine Lawine, die aus einem Schneeball entsteht, immer breiter und größer wird und alles mitreißend unaufhaltsam ins Tal donnert. So sei auch die Euro-Rettung aus bescheidenen Summen entstanden, die immer gigantischer wurden, bis es schließlich kein Halten mehr gab. – Der Vergleich stimmt natürlich nicht. Der Euro ist keine Naturgewalt, sondern von Menschen gemacht und kann auch von Menschen gestoppt und geändert werden. Aber das Bild wirkt, wenn man einfach lesend nur mitschwimmt, ungeheuer suggestiv. Es fließt unbewusst in uns hinein und dämpft das Bewusstsein ab – wenn man sich dem nicht durch das eigene Denken entzieht.

Die Wirkung von Radio und Fernsehen auf das Bewusstsein

Die gedankliche Passivität der Konsumenten steigert sich gegenüber den Printmedien noch bei den Radiosendungen, da diese nicht angehalten werden können, um nachzufragen oder über bestimmte Mitteilungen nachzudenken, bevor man sich dem Nachfolgenden widmet. Die Stimme spricht immer weiter, d. h. immer neue Wahrnehmungen von Begriffen dringen auf uns ein. Wir können bei keinem verweilen, wenn wir die ständig neuen nicht verpassen wollen. Es gehört eine starke Anstrengung dazu, das Ganze hinterher bis in die wichtigen Einzelheiten zu erinnern, um es mit eigenen Begriffen zu durchdringen, wozu oft intensive Nachforschungen gehören. Dazu schwingen sich die wenigsten auf. So bleiben nur die aufgenommenen Begriffe prägend im Bewusstsein zurück, sinken unter und wirken als halbbewusste Einstellungen und Stimmungen weiter.

Die größte Passivität und Herabdämpfung des Bewusstseins findet aber beim Fernsehen statt, bei dem zur Wahrnehmung der Sprache noch die laufenden Bilder als eigene Ausdrucksmittel hinzutreten, die sich gegenüber dem Ton immer in den Vordergrund des Bewusstseins drängen und ihn überlagern. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass die teilnehmenden Personen von den Bildern so mitgenommen, um nicht zu sagen mitgerissen werden, dass sie den dazugehörigen Text nur wenig zur Kenntnis nehmen. Die Bilder-Folge suggeriert bereits ein ausreichendes „Verstehen“, das aber bei näherer Überprüfung nicht vorhanden ist. (1)   Hinzu kommt, dass nur ein geringer Prozentsatz der Bilder vom Bewusstsein verarbeitet wird. Der größte Teil versinkt sofort in Regionen unterhalb der Bewusstseinsschwelle. Die Informationen gelangen zwar ins Gehirn, aber nachdenken oder sich leicht an sie erinnern kann man nicht. (2)

„Fordert man einen Zuschauer auf, nach einem Abend vor der Mattscheibe detailliert zu berichten, was er gesehen habe, so stellt sich heraus, dass selbst ein hochgebildeter Mensch nur einen Bruchteil dessen erinnern kann, was er faktisch gesehen hat.“ Dabei sind „die Versuchspersonen selbst in der Regel vom Gegenteil überzeugt“ und „halten es für ausgeschlossen, dass ihnen Wesentliches entgangen sei.“ Doch sind sie „objektiv nicht in der Lage, auch nur die Hälfte der gesehenen Bilder und Informationen aus dem Gedächtnis heraufzurufen.“ (3)

Damit hängt zusammen, dass die Nachrichtensendungen des Fernsehens entgegen den offiziellen Ansprüchen so wenig politische Bildung vermitteln. „Die Bekanntheit der führenden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens hat zugenommen. Politische Zusammenhänge erfassen kann jedoch nur eine Minderheit, die trotz steigender Ausbreitung des Fernsehens konstant klein bleibt.“ (4)  An die Stelle des Verstehens tritt die Autorität, vor allem der öffentlich rechtlichen Sender. Befragungen ergaben, dass das Fernsehen unter den Medien die größte Glaubwürdigkeit genießt, mit der Begründung: „Bilder können nicht lügen, das Fernsehen kann sich nur an Tatsachen orientieren, das Fernsehen ist so etwas wie eine amtliche, gut kontrollierte Einrichtung, der das Lügen verboten ist. Aktualität und Unmittelbarkeit der Berichterstattung verstärken die Glaubwürdigkeit.“ (5)

Wirft man den Blick „auf den Programmauftrag und die Programmrichtlinien, dann wird deutlich, welch riesige Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit liegt. Da soll der Norddeutsche Rundfunk die internationale Verständigung fördern, zum Frieden und zur sozialen Gerechtigkeit mahnen, die demokratischen Freiheiten verteidigen und nur der Wahrheit verpflichtet sein. Immer wieder ist die Rede davon, dass die Sendungen die eigene Urteilsbildung befördern sollen, wobei das Zweite Deutsche Fernsehen gerade im Hinblick auf Informationssendungen ausdrücklich alle Suggestivmethoden ablehnt. – In Wirklichkeit sind die Nachrichtensendungen des Fernsehens Veranstaltungen zur Verhinderung eigener Urteilsbildung, wie man sie sich wirksamer wohl kaum denken kann.“ (6)

Das in besonderer Weise beim Fernsehen herabgesetzte Bewusstsein hängt zudem mit der elektronischen Technik der Bildübertragung zusammen, die unabhängig vom Inhalt der Bilder und ihres manipulativen Einsatzes wirkt. Dies ist noch extra zu betrachten.

Es zeigt sich, dass wir es mit den modernen Medien mit einem gewaltigen sozialpathologischen Problem zu tun haben, das nur aufgrund einer allgemeinen Bewusstwerdung gelöst werden kann.

—————————————

(1)   Vgl. Rainer Patzlaff: Der gefrorene Blick, Stuttgart 2000, S. 48 f.

(2)   Vgl. Rainer Patzlaff: Bildschirmtechnik und Bewusstseinsmanipulation, Stuttgart 1985, S. 63

(3)   a. a. O. S.  63, 64

(4)   Heinz Buddemeier: Illusion und Manipulation, Stuttgart 1987, S. 143

(5)   a. a. O. S. 153

(6)   a. a. O. S. 160

 

 

 

 

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35 Kommentare
  1. „Weshalb können die Medien das Bewusstsein lenken?“:

    Ist wirklich „weshalb“ gemeint oder eher „wieso“ / „warum“?

    Die Ursache dafür, daß man die zivilisierten Menschen so gut manipulieren kann, ist jedenfalls ihre „pathologische Unreife“ – so die Diagnose, die durch Moses im „Tanz um das goldene Kalb“ nahegelegt wird. Jesus vom Kreuz herab sagt dazu: „… denn sie wissen nicht, was sie tun.“
    Was bedeutet das?
    Daß seine Mitmenschen, die „Gesellschaft“, krankhaft fehlgeleitet, desorientiert, geistig verirrt / verwirrt sind.
    Im Johannes-Evangelium steht es noch deutlicher: „… hat ihre Augen verblendet und ihre Herzen verstockt, auf dass sie nicht sehen und ich sie heile.“

    Das sind – in heutiger Sprache und unter Zuhilfenahme der Terminologie der Psychologie usw. – „Wahrnehmungs- / Erkenntnis-Störung“ bzw. „Seelische Störung“ – incl. der (auch) bei NEUROSE typischen „Krankheitsuneinsichtigkeit“ / „Non-Compliance“.

    Und um so etwas handelt es sich im vorliegenden Fall. Die Soziologie kennt das Phänomen unter dem Namen „Kollektive Neurose“. Ich nenne es seit 1992 (die) „Kollektive ZIVILISATIONS-Neurose“ und habe herausgefunden, daß und WIE sie in jedem Einzelfall grundlegend heilbar ist.

    Wenn sie nicht geheilt wird, verläuft sie immer häufiger tödlich – letztlich für ALLE.

    Herzlichen Gruß!

    Wolfgang Heuer
    http://www.Seelen-Oeffner.de

  2. cource permalink

    alles quatsch, sollst mal sehen wie schnell die lohnsklaven auf ihren boss einschlagen wenn er denn am boden liegt – der kleine mann weiß sehr wohl wie lang seine leine ist warum sollte er sich einen kopf über die tagespolitik machen wenn er eh nichts ausrichten kann

    • Vorher haben sie durch das unkritische Konsumieren der Medien ständig die Politiker gewählt, die sie durch entsprechende Gesetze zu Lohnsklaven gemacht haben und bis heute darin festhalten. Es gilt leider der alte Spruch: „Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber.“

  3. Hat dies auf kantodeaschrift rebloggt.

  4. Habnix permalink

    Dieser Artikel hier setzt genau das voraus und ist für die meisten leider undurch dringlich,weil zu mühselig und ungewohnt.

    @cource

    Das Verständnis der Dinge lässt aber einen erblicken, das man sehr wohl etwas tun kann und hätte längst tun müssen.

    Hier folgt zum Beispiel ein Ding wo man hätte zum Streik aufrufen müssen, es wurde aber nicht getan,weil es nicht erkannt wurde und das scheinbar mit Absicht auch von der Gewerschaft, die es hätte erkennen müssen.Die Gewerkschaft die sich doch sonst immer auch als Anwalt der Arbeitnehmer und Lohnabhängigen sieht und auch in der Wirklichkeit dem Gewerkschaftsmitglied einen Anwalt zu kommen lässt.

    Achtung ein wenig festhalten das Beispiel folgt:

    Lohnabhängig und ohne Lohntüte und nur ein Konto bei einer Bank ohne Bankgeheimnis, dann ist das so als wenn mein Portmonnaie bei der Bank irgend ein X-beliebigen Dritter hat, den ich nicht kenne und jeder Gangster sieht rein ob noch was zu holen ist.

    Am 1. April 2005 verschwand das Bankgeheimnis in Deutschland nun vollständig.

    Hauptbetroffene sind Rentner, Erben, Studierende, Empfänger von ALG I+II, Sozialgeld, BAföG, Kindergeld und Wohngeld.

    Ein Anfangsverdacht oder ein richterlicher Beschluss sind dann nicht mehr nötig.

    Fünf Tage vor Weihnachten, am 19. Dezember 2004 wurde dieses Gesetz heimlich still und leise von Hans Eichel im Bundestag eingebracht und vollzogen.

    Wenn damals nur mit der Lohnabhängigkeit A. H. alles machte, um wieviel mehr lässt sich mit der Kontoabhängigkeit für Regierungen erreichen?

    Wir hatten wohl alle zugesehen wie wir unser Portmonnaie abgeben mussten und keiner hat ohne wirkliche Bedrohung etwas dagegen getan. Sind wir nicht mehr ganz Dicht?

    Nicht die Gewerkschaft und nicht die Kirche oder sonstwer. Keiner hat was dagegen gemacht.
    Was werden wir tun ohne unser Portmonnaie – fort laufen? Uns in den nächsten Zug und auf das nächste Schiff flüchten das uns in Sicherheit bringt? Wir Lohnabhängige(Sklaven) können nicht mehr fort laufen.Es ist zu spät.

    Die Zukunft und die Gegenwart in der die Katastrophe schon längst läuft.

    Werden wir uns verdammt noch mal bewusst das wir unsere Portmonnaie abgegeben haben, wie ein Kind es den Eltern abgibt.Nur Regierungen sind keine Eltern.Regierungen haben kein Gewissen und daher haben sie auch mit Atombomben werfen lassen,wie im Zweiten Weltkrieg 1945 auf die Japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki und sie tun noch vielmehr,weil ohne Gewissen.Hinter allem der angebliche höhere Zweck der Konzern-Lobbyisten und der Finanz-Konzerne die auf Wachstum hoffen und den Menschen dafür dem Mamon opfern .

    Das beste wäre jetzt ein Streik und zumindest die Lohntüte zu fordern.Lohntüte ist Bargeld.Und dann muss jeder bestrebt sein sich zum Selbstversorger zu machen so gut es geht.Strom und Nahrung so gut es geht selbst zu machen, um aus der Lohnabhängigkeit heraus zu kommen und um künftige Tragödien erheblich zu erschweren bis unmöglich zu machen.

    War der Zweite Weltkrieg nicht ein bloser Raubmord an den Konkurrent und möglichen Konkurrent dem Arbeitnehmer?

  5. Habnix permalink

    Ein harmloses Beispiel für einen Begriff der von den meisten angewendet wird ohne das sie wissen was das ist,ist der Begriff Sateliten Receiver(Sateliten Empfänger) obwohl man damit keinen Sateliten empfangen kann, sondern nur die Signale eines Sateliten, die der Receiver in Fernseher taugliche Signale umwandelt.

  6. Die Medien sind nur ein winziges Detail im Puzzle der Matrix….

    Die Bewußtseinsbeeinflussung vollzieht sich auf allen Ebenen der irdischen Existenz.
    Von immer mehr erwachenden Menschen wird nicht nur diese mediale Beeinflussung erkannt.
    Die Auflagenzahlen der MSM und die Clicks auf ihren Portalen sinken unaufhörlich.

    Deswegen hätte ich aus meiner Sicht die folgende Überschrift gewählt:

    Der (un)folgsame Mensch – Weshalb können die Medien (noch) das Bewusstsein lenken?

    • Die erwachenden Menschen sind immer noch eine, wenn auch Gott sei Dank wachsende Minderheit. Ich halte die große Masse der schlafenden Medien-Hörigen, die durch ihre Wahlzettel den Machtsüchtigen noch immer die scheindemokratische Legitimation geben, für das Hauptproblem, das man noch nicht vernachlässigen kann.

      • Aber selbst für diesen Fall aller Fälle hat die Matrix schon vorgesorgt…

        Es gibt keine prozentuelle Untergrenze für die Wahlbeteiligung. Selbst wenn nur die zur Wahl gehen, die sich selbst wählen, wäre diese Wahl rein rechtens gültig.

        Außerdem ist es politisches Kalkül, das immer mehr ihrer Mitmenschen von staatlichen Tranferleistungen abhängig sind und werden.

    • @ Astrosoph

      „Von immer mehr erwachenden Menschen wird nicht nur diese mediale Beeinflussung erkannt.
      Die Auflagenzahlen der MSM und die Clicks auf ihren Portalen sinken unaufhörlich.“:

      Ist das wirklich DAS „Erwachen“, das die entfremdeten Menschen brauchen / bräuchten?
      Das Erwachen zu sich selbst – zum WAHREN („höheren“) Selbst?
      Ich denke: Nein. Da braucht es mehr als nur das Erkennen der Mangelhaftigkeit der (Massen-)Medien.

      Die „Mangelhaftigkeit“ steckt ja ÜBERALL in der zivilisieren Gesellschaft; in all ihren Aspekten / Facetten. Die „Zivilisation“ ist ja eine Auswirkung eines ursächlichen Mangels, ein Versuch der Kompensation eines vor Jahrtausenden eingetretenen Mangels (in der Bewußtseins-Entwicklung eines Teils der Menschheit).
      Die Soziologie weiß davon und nennt das Phänomen „Kollektive Neurose“. Leider können die allermeisten, die davon wissen, nicht die wahre Tiefe / Schwere / Tragweite der Störung / Krankheit erkennen.
      Ich hatte das Glück, einen Lebensweg zu nehmen, der mir die Erkenntnis ermöglicht hat. Und ich kläre seit 1992 darüber auf. Ich gab der Krankheit den Namen (die) „Kollektive ZIVILISATIONS-Neurose“ (KZN) – und fand heraus, daß und wie sie in jedem Einzelfall grundlegend heilbar ist.

      Der Begriff „Erwachen“ hört sich – für mein Ohr – so an, als ginge es um etwas völlig Natürliches, wie das „Erwachen“ zum Atmen nach der Geburt oder das Erwachen des „ICH“(-Bewußtseins) im Menschen um das 2. Lebensjahr.

      Aus der KZN „erwacht“ man nicht, sondern man muß BEWUSST / gezielt den Weg der grundlegenden Heilung beschließen und gehen. Zuvor muß man erkennen, daß ein Mangel vorliegt, ein Problem, das eine Lösung braucht. Jeder Arzt / Psychiater weiß das: ohne Krankheitseinsicht gibt es keine Bereitschaft für eine Behandlung.

      Herzlichen Gruß!

      Wolfgang Heuer
      http://www.Seelen-Oeffner.de

      • Germania2013 permalink

        Man kommt aus der kollektiven Neurose auch nicht raus, es sei denn, man geht alleine.

        Ich hatte ebenfalls das Glück, zu erkennen. Medien sind schon lange kein Thema mehr für mich. Ich schätze mich als relativ unbeeinflussbar und autark ein.

        Durch Eigenerfahrung und Lernen weiß ich, wie das menschl. Gehirn, wie Entfremdung vom Selbst schon in der Kindheit beginnt, und auch bewusst so „durchgezogen wird“, von der Gesellschaft mit dem Ziel: Der genormte Mensch.
        Der Mensch muss genormt werden, das ist ein Teil der Matrix.

        Die Normung funktioniert auch. Nur sind die Menschen dann alle sich selbst entfremdet, ihr Ego beherrscht sie und ein menschliches Miteinander ist schwer möglich, mit überhaupt auch nur einem von den Vielen, die da draußen rumlaufen.
        Es scheint zwar zu funktionieren, auf einer oberflächlichen Ebene, aber sobald man tiefer geht, merkt man die von Ihnen treffend benannte „kollektive Neurose“.

        Deshalb kann ich nur raten: Alleine gehen. Und: in die Natur. Nur dort ist man unbeeinflußt und hat die Chance, zu sich selbst zu finden.

      • @ Germania2013

        Herzlichen Glückwunsch zur Erkenntnis!
        Klingt alles sehr zutreffend, was du schreibst.

        Und der „erwachte“ / GANZE, geheilte, Mensch KANN auch „alleine gehen“. So fühlt sich das für mich an und tue das auch.

        Herzlichen Gruß!

      • Germania2013 permalink

        Danke schön, heureka47, und herzlichen Gruß zurück!

  7. Rovcanin Boban permalink

    Leider gibt es für die meisten unerer Mitmenschen kein Erwachen mehr, woraus er erwachen soll und wo rein ist ihnen, nach Jahrzehner Manipulation, so wie in diesem sehr guten Bericht und den meisten Kommentaren sehr gut beschrieben, total unbekannt, fremd und sehr angsteinflüsend.
    Habe mich selber mit ca. 16 Jahren entschieden nie zu Wahlen zu gehen solange sie in diesem System stattfinden, was ich jetz mit 48 nie bereut habe und jeden Tag durch „unsere Medien“ und „unserer Führer“ auf`s Neue darin gefestigt werde.
    Ich beobachte seit einigen Jahren (was auf die Dauer sehr deprimierend ist) meine Mitmenschen um mich herum und versuche eine befriedigende Antwort darauf zu finden warum sie z.B. zerfetzte Kinderkörper sehen aber, einige Augenblicke später die zu diesen grauenhaften und eigentlich sehr wahren Bildern, die Wörter Demokratie und Freiheit hören und das gesehene Leid auch darunter abspeichern. Das ist nur ein Beispiel unter vielen wie tief und leider bei den Meisten, unumkehrbar die Manipulation wirkt und sie in diesem Leben nie im Stande sein werden die Realität zu erfassen oder auch nach ihr zu Denken und Handeln.
    Meine einzige Hoffnung ist dass, nach dem ganz großen Krieg oder wenn die Natur genug von uns hat, einige überleben und darunter mehr „Wache“ als manipulierte sein werden die es nie wieder zu so einem Sytem kommen lassen werden, damit die Menscheit und Natur eine zweite Chance bekommen und nutzen!
    LG an alle!

    • @ Rovcanin Boban

      „nach dem ganz großen Krieg oder wenn die Natur genug von uns hat,“:

      Sicher: Das gehört zu den Möglichkeiten. Aber ebenso die grundlegende Heilung DAVOR.

      Ich werbe seit 1992 dafür, die Wahrheit bezüglich der Ursache UND der grundlegenden Heilung zu erkennen und darüber zu kommunizieren, so daß die Chance steigt, DIESE Alternative wahr werden zu lassen.

      Herzlichen Gruß!

      • Rovcanin Boban permalink

        Seltsamer Weise habe ich zu genau dieser Zeit auch angefangen den Mitmenschen mitzuteilen dass sie von den Medien in den nächsten Krieg gelenkt werden. Mein Antrieb dazu waren meine Erlebnisse als Soldat in der jugoslawischen Volksarmee im sogenannte Bürgerkrieg 1991. Als ich damals das erte mal mit eigenen Augen miterleben durfte welcher Kontrolle die Medien hier unterliegen und der bis heute andauernde Kampf dagegen, lassen leider nur ein Schluß zu, nähmlich den dass nur tiefgreifende Ereignisse die komplett verdummten Opfer dieser medialen Kriegsmaschine ihnen die Augen öffnen können und, wenn das Schicksal es so will, auch werden.
        Seit 23 Jahren hoffe ich wie jeder andere Mensch auf eine gute Wendung aber, leider musste ich feststellen das einerseits die Politik, und die Machthaber hinter ihnen, jeden Respekt vor der Natur und vor anderen Menschenleben verloren haben, und für ihren Profit mittlerweilen ganze Länder in Schutt und Asche legen. Zu Anderem haben sich unsere Mitmenschen, wie in meinem Kommentar schon erwähnt, zu sehr vom „Menschsein“ entfernt, als dass sie begreifen könnten dass es noch eine Chance auf eine friedliche Wende gibt.
        Ich möchte dir weder den Mut noch die Freude nehmen aber, mach deine eigenen Beobachtungen und denke lange darüber nach wohin die Menschen hier mit ihrem Verhalten hin steuern.
        Auch wenn es sehr schmerzt den Tatsachen in die Augen zu sehen, darf die Tatsache dass in naher Zukunft den Großteil unserer Mitmenschen auf sehr harte und tragische Weise die Augen geöffnet werden, nicht verleugnet werden. Die Frage lautet nicht wird es auch für uns hier einen Krieg geben sondern wann und wie wird er hier ankommen? Viele andere Ziele sind nicht mehr übrig.
        Ich selbst werde meiner Natur folgen und IMMER für die wahre Freiheit der Menschen weiterkämpfen und immer und überall meinen Mund dafür auf machen, vielleicht wendet sich das Blatt doch noch?
        LG

      • @ Rovcanin Boban

        Es freut mich sehr, deine Zeilen zu lesen.
        Endlich mal wieder ein Mensch, der mehr sieht als die große Mehrheit!

        Sicher: Die Lage ist bedrohlich. Aber ich weiß auch, daß es die reale Möglichkeit gibt, daß sich alles sehr kurzfristig ändern kann. Wie es auch in Fällen von Krankheit einzelner Menschen plötzlich – und manchmal erst „im letzten Augenblick“ eine Kehrtwende geben kann, eine „Spontan-Remission / -Heilung“.

        Ich bin zwar kein Wissenschaftler oder Therapeut oder ähnliches – ich habe also nicht beruflich mit den Themen zu tun, mit denen ich mich befasse, sondern ich bin in dieser Hinsicht Laie; befasse mich aber schon sehr lange und sehr ganzheitlich mit den Ursachen von Krankheit und Gesundheit und eben auch mit den Ursachen der Krankheit der zivilisierten Gesellschaft.

        Wichtig ist aus meiner Sicht, daß es verschiedene Faktoren, Kräfte und Wirkmechanismen gibt, die eine grundlegende Heilung auch der ganzen zivilisierten Gesellschaft möglich machen.

        Das will ich hier jetzt nicht alles ausbreiten. Ich will damit nur sagen, daß ich sehr überzeugt bin und aus heutiger Sicht mich auch bis zum eventuellen „letzten Augenblick“ für die Wende zum Guten einsetzen werde.

        Ob ich ein Buch dazu schreibe, weiß ich noch nicht. Das würde mich viel Kraft kosten. Bisher hoffte ich, meine Veröffentlichungen im Internet könnten etwas in meinem Sinne bewirken.

        Ich bin 67 und lebe in Hamburg. Wo lebst du?

        Herzlichen Gruß!

        Wolfgang Heuer

        Beiträge im Internet zu ergoogeln unter „heureka47“
        oder mit Stichwort „Kollektive Zivilisations-Neurose“.
        meine HP: http://www.Seelen-Oeffner.de

  8. Hat dies auf Gegen den Strom rebloggt.

  9. Hat dies auf Freiheit, Familie und Recht rebloggt und kommentierte:
    Um das Bewusstsein der Menschen zu lenken, müssen die Menschen die Informationen der Medien ohne Vorbehalte aufnehmen. Wer aber die Wahrheit erfahren will, muss unterscheiden lernen, wer die Wahrheit sagt und wer lügt.

  10. kosh permalink

    – Hier stellt sich die wichtige Frage: Wie kommt es, dass die Inhalte der Medien kaum gefiltert in das Bewusstsein vieler Menschen eindringen und solche Lenkungswirkung haben können?

    Die Frage ist sicherlich interessant, wichtig ist sie nur bedingt. Wirtschaftspollitisch wichtig ist einzig, dass es funktioniert. Mehr braucht die PRaktische PRopaganda weder verstehen noch “begreifen”.

    – … Situation der am Tropf der Medien hängenden meisten Menschen …

    Umgekehrt wird ein Schuh draus: Medien hängen am Tropf der Menschen, und zwar auf Heller und Pfennig am Tropf der sie finanzierenden Menschen. Genau deshalb braucht sich PRaktische PRopaganda nicht um Fragen des “wie” oder “warum” zu kümmern: PRopaganda wird finanziert = nachgefragt.
    PRaktische PRopaganda braucht also keine Psychologisierung um zu nachzuvollziehen, dass es funktioniert. Die Geschäftsberichte der Medien-Unternehmen repräsentieren die Funktionstauglichkeit des Geschäftsmodells. Jede Bilanz übersetzt die Sprache der Psychologie der MASSEn in eine auch für den Homo sapiens lesbare Form. Darauf basierend entscheiden Unternehmer über das weitere Vorgehen.

    Jeder Dollar Umsatz steht für einen Homo sapiens, der 1 Dollar aus seiner Tasche in das Medium investiert hat – real und de facto: Kunde hat bezahlt, d.h. Unternehmen hat alles richtig gemacht, Änderungen am Geschäftsmodell nicht erwünscht.
    Sicher, jeder Kunde hätte intelligenter investieren können, aber er hat es nicht getan und nur das zählt. PRaktische PRopaganda interessiert sich noch nicht mal dafür, ob der Homo sapiens intelligenter investieren könnte oder nicht. Solange er sich für PRopaganda entscheidet, funktioniert das Geschäftsmodell und signalisiert: Alternativlos weiter so.

    – Sie handeln im Grunde nicht selbst.

    Eben gerade doch und das “im Grunde” weil die Entscheidung ein Medium zu konsumieren nicht Medienunternehmen fällen, sondern die Konsumenten indem sie investieren, d.h. eine Investition “handeln”. Wie sie die Investition für sich nutzen ist nicht Teil des Kaufvertrags und genau das ist das Geschäftsmodell: Es ist zum Haare raufen, ob Kritiker will oder nicht, es funkioniert und nur das ist ausschlaggebend.

    Aber es kommt noch besser, Kritiker mögen es wahrhaben oder nicht, die Freie Marktwirtschaft liefert nicht nur besagtes Geschäftsmodell, sondern darüber hinaus sogar das Geschäftsmodell gegen besagtes Geschäftsmodell, also die Antwort auf sich selbst: Wer nicht will, dass es funktioniert, entzieht besagtem Geschäftsmodell die Energie, indem er seine Nachfrage storniert und den frei werdenden Dollar in intelligentere Angebote investiert. Jede gewünscht Reaktion ist systemimmanent bereits vorhanden, sie braucht nur realisiert zu werden. Wird sie es nicht, ist sie nicht erwünscht, genauso wenig wie z.B. meine Ausführungen 🙂

    Von wegen “Auflagenzahlen der MSM und die Clicks auf ihren Portalen sinken unaufhörlich” im Kommentarteil. Richtig, und die Clicks auf Kugel / Zwitscher / Fratzenbuch steigen unaufhörlich. Selbst die Marken-“Begriffe” liefern Steilpass um Steilpass in den PRopagandahimmel. Zwitscher ist nichts weiter als die digitale Globalisierung des Dorfgetratsches, wo jeder über jeden herzieht – zwitschert – das Fratzenbuch die digitale Globalisierung des Exhibitionismus – die MASSE als selbst organisierendes Freiwilligencorps des gläsernen Konsumentenbetriebs. In allen Fällen organisieren MASSEn ihre Desinformation durch Informations-Inflation. Der Tisch war schon reichlich gedeckt, aber die MASSE schmeisst Fleisch aufs Desinformationsgeschirr als gäb’s kein morgen. Ganz genau wie die Zentralbanken schmeissen sie schlechtem Geld noch gutes hinterher, damit auch das noch schlecht wird.

    Kann sich PRopaganda noch mehr wünschen? Die Kosten für besagtes Geschäftsmodell verlagern sich – von den alten zu den neuen Medien – und, wovon jeder Investor träumt, die Kosten sinken!!!

    Ich behaupte sogar, die gegenwärtigen Entwicklungen zeugen vom nächsten Perfektionierungsschub, um die MASSEn zu manipulieren: Je länger desto mehr überlässt man die Manipulation der MASSE der MASSE selbst, weil sie das so wünscht, finanziert, nachfragt.

    Wir leben stärker als je zuvor in einem Zeitalter der offenkundigen Selbstmanipulation. Das Desinteresse der gläsernen Bürger für ihre eigene Transparenz haben wohl nur wenige Science-Ficiton-Autoren in diesem Ausmass vorausgesehen. Es ist schlicht und einfach phänomenal, wie sich das System Homo sapiens zuverlässig bestätigt.

    Als Beobachter und geflissentlich Ignorierter fühle ich mich zwar ungewollt, aber bestens unterhalten: Weiter so, dann bleiben auch …

    … die Amis auf Kurs
    Grüsse
    kosh

    PS: Man tut was man kann und man kann was man tut.

    • Es geht mir in dem Artikel nicht darum, was wirtschaftspolitisch wichtig ist, sondern darum, die Vorgänge im Bewusstsein offen zu legen, die erklärbar machen, warum die Medien so gut als Herrschaftsinstrument taugen. Der Artikel schließt damit an den vorigen an. Insofern geht Ihr Beitrag etwas am Thema meines Artikels vorbei.

      • kosh permalink

        Natürlich geht mein Beitrag am Thema vorbei, andererseits aber auch nicht, denn das Thema ist ein rein theoretisches, das bestenfalls – man verzeihe mir bitte den Rückgriff – die Fassade zu kratzen vermag: Die Theorie taugt nicht für die PRaxis.

        Die Amis auf Kurs
        Grüsse
        kosh

        PS: Man tut was man kann und man kann was man tut.

      • kosh permalink

        Immer wieder interessant aus 1. Hand zu erleben, wie viele Systemkritiker sich in Zensur – im vorliegenden Fall geschätzt >90% gekappt – üben um heiklen Themen auszuweichen. Welches Signal Du damit an Deine Leser aussendest, dürfte Dir hoffentlich klar sein, oder?

        Zu Deiner Rehabilitation biete ich Dir an, mir ehrlich ins Gesicht zu schreiben, dass ich hier nicht erwünscht bin. Ich bin der Erste, und das beileibe nicht zum ersten Mal, der sich sofort aus dem Staub macht um seine Zelte dort aufzuschlagen, wo er etwas dazu lernen kann.

        Die Amis auf Kurs
        kosh

        PS: Man tut was man kann und man kann was man tut.

  11. @ kosh
    Dies ist kein allgemeines Forum, in das jeder Beiträge nach Belieben reinstellen kann, sondern ein Blog, in dem ich Artikel veröffentliche, zu deren Inhalt Kommentare möglich sind, so dass sich evtl. eine sachbezogene Diskussion entwickelt. Die Kommentare müssen sich aber wirklich inhaltlich auf den Artikel beziehen, und nicht darf der Artikel nur der Anlass sein, über etwas ganz anderes zu schreiben.

    Das Problem hatten wir beide bei dem Artikel „Macht macht untertan…“ schon einmal. Wenn ich da eingreife und Kommentare kürze oder gar nicht bringe, ist das etwas, womit jeder von vorneherein rechnen muss, wenn er sich nicht an die Intention des Blogs hält, die in meiner Verantwortung liegt. Das hat mit Zensur nichts zu tun und auch damit nicht, dass jemand hier nicht willkommen wäre, Willkommen sind keine Kommentare, die mit dem Inhalt des jeweiligen Artikels nichts zu tun haben. Da sind ja die Grenzen nicht immer leicht zu ziehen. Aber ich glaube, dass ich das schon recht großzügig handhabe.

  12. johannes3v16 permalink

    Hat dies auf John3v16 rebloggt und kommentierte:
    Edward Bernays – Der Vater der Massenmanipulation

    Edward Bernays ist in Deutschland weitgehend unbekannt. Doch der Propagandaexperte hat in seinen über hundert Lebensjahren die Welt der „westlichen Werte“ entscheidend vorgedacht und geprägt.

    Hermann Ploppa

    „Die bewußte und intelligente Manipulation der organisierten Gewohnheiten und Meinungen der Massen stellt ein wichtiges Element in der demokratischen Gesellschaft dar. Jene Leute, die diesen unbeachteten Mechanismus der Gesellschaft manipulieren, bilden eine unsichtbare Regierung, die die tatsächlich herrschende Macht in unserem Lande darstellt.

    Wir werden regiert, unser Verstand wird modelliert, unser Geschmack geprägt, unsere Vorstellungen werden vorgegeben weitgehend von Männern, von denen wir noch nie etwas gehört haben. Das ist das logische Ergebnis der Art und Weise, wie unsere demokratische Gesellschaft organisiert wird. Eine gewaltige Menge von Menschen muß in dieser Weise zusammenarbeiten, wenn sie als eine reibungslos funktionierende Gesellschaft zusammenleben soll.“

    Starke Worte. So eröffnet Edward Bernays 1928 sein wichtigstes Buch, das den offenherzigen Titel „Propaganda“ trägt . Das ist das Gute an Bernays, daß er nie um den heißen Brei herumredet. Schließlich enthüllt sich hier einer der erfolgreichsten Public-Relations-Unternehmer aller Zeiten. Wenn er sich selber mit dem Wörtchen „wir“ in die Reihe der Manipulierten und klammheimlich Überrumpelten stellt, so ist das natürlich nur gekonnte Rhetorik. Lediglich eingeführt, um die Leser mitzunehmen.

    Wenn wir – jetzt meine ich tatsächlich uns, das manipulierte gemeine Volk – im Fernsehen Götz George mit einem auffällig unauffällig in Position gebrachten Auto der Marke BMW durch den Bildschirm brettern sehen, dann nennt man das: Product Placement. Eine Erfindung von Edward Bernays. Wenn ganze Familien sonntags in die Verkaufshallen der örtlichen Autohändler wallfahrten und voll religiöser Erbebung vor einem Offroader mit vorgeschraubtem Kuhfänger innehalten: dann hat diese religiöse Verehrung vor einem unwirtschaftlichen Blechhaufen Mister Bernays auf dem Gewissen.

    Und wenn wir jetzt – nach über achtzig Jahren – Rauchergesetze erleben, die endlich anerkennen, daß Nikotin ein todbringendes Gift ist, dann verdanken wir die effektvolle Hinauszögerung dieser Erkenntnis ebenfalls – Edward Bernays. Und wenn sich Kulturdezernenten nackt vorkommen, falls sie nicht mehrmals im Jahr ihre Bürger mithilfe von „Events“ auf die Fußgängermeile scheuchen, nur, damit irgendwelche Geschäftsleute ihre neuesten, gänzlich nutzlosen Gimmicks verkloppen können; dann erweisen sich die Stadtväter als gelehrige Schüler von Bernays. Ohne es zu wissen, versteht sich.

    Also: ein wichtiger Mann. Ein Mann, der in seinem Leben 435 Firmen PR-technisch betreut hat. Zu ihnen gehören einige der weltweit größten Konzerne.

    Bernays wurde 1891 in Wien geboren. Seine Mutter ist die Schwester des Über-Vaters der Psychoanalyse, Professor Sigmund Freud. Familie Bernays wandert bald in die USA aus. Bis zum ersten Weltkrieg vermarktet Edward Bernays erfolgreiche Tourneen durch die USA mit Startenor Enrico Caruso oder auch mit der russischen Ballettruppe von Sergej Djagilew, nebst legendärem Tänzer Vaslav Nijinski. Als die USA in den Ersten Weltkrieg eintreten, heuert Bernays beim halbstaatlichen Council on Public Information an. Der Council soll die kriegsunwillige Bevölkerung der USA aus dem Stand in einen chauvinistisch-blutrünstigen Taumel versetzen. Diese Bemühungen sind nur mäßig erfolgreich.

  13. Giuseppe permalink

    Wer sich für den am Anfang dargestellten Zusammenhang von Wahrnehmung und Begriff interessiert, dem sei Rudolf Steiner ‚Philosophie der Freiheit‘ empfohlen.

  14. Noris permalink

    Schon 1925(?) hat Henry Ford gesagt: den meisten Menschen ist es unangenehm zu denken, sie haben es nicht gelernt.

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