Skip to content

Islam und Religionsfreiheit – Der totalitäre Kuckuck im Ei der Religion

18. Juli 2016

Für die politischen und medialen Eliten in Deutschland gehört der Islam ganz selbstverständlich gleichberechtigt in die Reihe der anderen Religionen; wie jede Religion sei auch er durch das Grundrecht der Religionsfreiheit des Grundgesetzes geschützt. Und angesichts der Millionen Muslime im Lande und des unaufhörlich fließenden Zuzugs weiterer Millionen tönt es aus höchstem und allerhöchstem Munde: Der Islam gehört zu Deutschland. Hamburg und Bremen haben mit den dort ansässigen Islam-Verbänden bereits Staatsverträge geschlossen. In Niedersachsen ist einer in Vorbereitung, der die Erlaubnis islamischer Schulen und die Anerkennung des Rechtes der islamischen Religionsgemeinschaften auf Erteilung des Religionsunterrichts in allen Schulen nach Artikel 7 Absatz 3 Grundgesetz (GG) vorsieht.1

Als kürzlich die AfD in ihrem Grundsatzprogramm beschloss, „einer islamischen Glaubenspraxis, die sich gegen die freiheitlichdemokratische Grundordnung, unsere Gesetze und gegen die jüdischchristlichen und humanistischen Grundlagen unserer Kultur richtet“, entgegenzutreten und feststellte, dass „die Rechtsvorschriften der Scharia mit unserer Rechtsordnung und unseren Werten unvereinbar“ seien und schließlich daraus folgerte: „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“ 2, ging ein Sturm der Empörung durch die Mainstreammedien. Auch die christlichen Kirchen stimmten volltönend ein. Der stramme Kölner Kardinal Woelki sagte scharf, wer die grundgesetzlich garantierte Glaubens- und Religionsfreiheit infrage stelle, müsse sich selbst fragen, ob er mit seinen „angstschürenden Forderungen den Boden des Grundgesetzes nicht längst verlassen“ habe.Die evangelischen Mennoniten und Methodisten verwiesen auf das in Artikel 4 des Grundgesetzes verankerte Recht auf Religionsfreiheit. Dies gelte auch für Angehörige des Islam, deren Recht auf freie Religionsausübung nicht beschränkt werden dürfe.4

Was ist Religionsfreiheit?

Der frühere Richter am Bundesverfassungsgericht Dieter Grimm hält der AfD entgegen, sie fordere, dass der Islam mit dem Grundgesetz vereinbar sein müsse. Das Grundgesetz verlange das aber nicht.

 „Wenn die Glaubensinhalte einer Religion mit dem Grundgesetz vereinbar sein müssten, hätte es auch das Christentum in Deutschland schwer. Wie viele andere Religionen beansprucht es für die gottgegebene Lehre allgemeine, nicht nur religionsinterne Gültigkeit. Dürften die christlichen Konfessionen ihren Anspruch, dem wahren Gott zu dienen, vor dem alle anderen Götter nur Götzen sind, nicht aufrechterhalten, müssten sie dem ersten Gebot abschwören. Der Katholizismus wäre unvereinbar mit dem Grundgesetz, weil die Kirche das Priesteramt Männern vorbehält und die Heirat von Priestern mit einem Berufsverbot belegt. Eine auf göttliche Wahrheit gegründete Religionsgemeinschaft wie das Christentum lässt sich auch nicht auf demokratische Grundsätze festlegen. Weltreligionen wären gar nicht mehr möglich, wenn sie ihren Glaubensinhalt nach den jeweiligen Staatsverfassungen auszurichten hätten.“ 5

Das geht an der Sache vorbei. Die AfD fordert gar nicht, dass „die Glaubensinhalte“ des Islam mit dem Grundgesetz vereinbar sein müssen, auch nicht, dass das Innenleben der islamischen Religionsgemeinschaften nach demokratischen Grundsätzen festzulegen sei. Sie „bekennt sich uneingeschränkt zur Glaubens-, Gewissens- und Bekenntnisfreiheit, … fordert jedoch, der Religionsausübung durch die staatlichen Gesetze, die Menschenrechte und unsere Werte Schranken zu setzen.“ 2 Zur Religionsausübung gehört für den Islam die Gestaltung des gesellschaftlichen und staatlichen Lebens nach dem göttlichen Recht der Scharia, das eindeutig gegen die Freiheit des Individuums und die freiheitlich-demokratische Grundordnung gerichtet ist. Politischer Gestaltungs- Anspruch gehört aber nach den Errungenschaften der aufgeklärten Zivilisationsentwicklung des Abendlandes, in dem Religion und Staat, Glaube und Recht strikt getrennt sind, nicht mehr zur Religionsausübung, mag sie auch religiös begründet werden. Das ist der entscheidende Punkt. Und den alleinigen Wahrheits- und Geltungsanspruch, der jeder Religion innewohnt, beansprucht der Islam nicht in der freien geistigen Auseinandersetzung, sondern durch irdisches Recht und weltliche Macht durchzusetzen. Er wendet sich in seinem totalitären Geltungsanspruch gerade gegen die Religionsfreiheit, der er seine Wirkungsmöglichkeit in Deutschland verdankt. Man kann der AfD allenfalls vorwerfen, diese Unterscheidung nicht klar genug formuliert zu haben.

Der Islam unterscheidet sich von allen anderen Religionen dadurch, dass er diesen quasi-theokratischen Gesamtgestaltungswillen aller Lebensbereiche des Menschen hat.6  Er greift reaktionär zurück in längst überwundene Kulturepochen. Eine buddhistische theokratische Priesterherrschaft gab es zuletzt noch in Tibet, die von China brutal zerschlagen wurde. Und im Bereich des Christentums bildet der Vatikanstaat den grotesken Rest eines verkrampften theokratischen Gebildes, das noch immer den in der Geschichte mühsam zurückgedrängten Machtanspruch der katholischen Kirche symbolisiert, der mit dem Urchristentum nichts zu tun hat. Der Islam ist aber von vorneherein nicht nur Religion im engeren Sinne, sondern wesentlich ein sich religiös legitimierendes totalitäres Herrschaftssystem.

Man kann daher schwerlich sagen, der Islam sei eine Weltreligion wie andere auch und stehe gleichberechtigt wie diese unter dem Schutz der Religionsfreiheit des Art. 4 GG. Er ist eben nicht eine Religion wie die anderen, die in ihrem Kern einen solch aggressiven politischen Gestaltunganspruch nicht in sich tragen. Er wäre den anderen nur gleich, wenn die Muslime ebenfalls die Trennung von Religion und Staat, das staatliche Gewaltmonopol und die Gleichberechtigung der Frau anerkennen.

Die sich an eine transzendente Welt wendende Religion des Islam selbst ist durch das Grundrecht der Religionsfreiheit geschützt, nicht aber der theokratisch-totalitäre Gestaltungsanspruch des irdischen Lebens, der den Willen zur Beseitigung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung in sich schließt. „Darüber hilft kein Gleichberechtigungsprinzip hinweg, weil es kein Recht gibt, die Rechtlichkeit des Gemeinwesens, also die freiheitliche demokratische Grundordnung, zu bekämpfen oder auch nur abzulehnen.“ 7

Die Interpretation des Bundesverfassungsgerichts

Das Grundgesetz formuliert in Art. 4 Abs. 1 und 2 drei allgemeine Religionsgrundrechte: die Freiheit des Glaubens, die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses, die als unverletzlich bezeichnet werden, und die Gewährleistung der ungestörten Religionsausübung. Diese Grundrechte fasst das Bundesverfassungsgericht in ständiger Rechtsprechung zu dem Grundrecht der Religionsfreiheit zusammen. Es interpretiert dabei den Begriff der Religionsausübung so, dass diese das Recht bedeute, so zu leben und zu handeln, wie die Religion es gebiete. Damit wird der selbstverständliche Schutz des religiösen, also des kultischen, seelsorgerischen, caritativen und lehrenden Handelns aber auch auf das in die gesellschaftlich staatliche Sphäre hineinwirkende Handeln ausgedehnt, das die islamische Religion gebietet. Aber es wird ignoriert, dass die Religion hier gebietet, den Bereich der eigentlichen Religion zu verlassen und in die Sphäre der rechtlichen Gestaltung der irdischen Gesellschaft einzugreifen.

Dadurch wandelt das Gericht die Grundrechte, welche die religiöse Welt schützen, in ein Grundrecht der politischen Welt. Die vermeintliche Religionsfreiheit wird zur stärksten politischen Bastion des Islam.“ 8

Damit wird aber die Grenze der Religionsgrundrechte, die sich eben nur auf die Religion beziehen, verlassen und die Interpretation des Bundesverfassungsgerichts selbst verfassungswidrig. Zugleich erhebt es diese „Religionsfreiheit“, die prinzipiell auch das Recht beinhaltet, im Namen der Religion in die rechtliche Gestaltung der Gesellschaft hineinzuwirken, zu einem vorbehaltlosen Grundrecht, dem lediglich andere Grundrechte des GG entgegenstehen könnten, mit denen ein abwägender Ausgleich gefunden werden müsse. Nicht aber könne es, da es nach dem Wortlaut des Grundgesetzes „unverletzlich“ sei, durch einfache Gesetze eingeschränkt werden. Damit wird aber die Geltung von Gesetzen eingeschränkt, und das Gericht schiebt – im Gegensatz zum Bundesverwaltungsgericht – Art. 136 Abs. 1 der Weimarer Reichsverfassung (WRV) einfach beiseite, der durch Art. 140 GG in das Grundgesetz inkorporiert ist und vorschreibt: „Die bürgerlichen und staatsbürgerlichen Rechte und Pflichten werden durch die Ausübung der Religionsfreiheit weder bedingt noch beschränkt.“ 8

So schreibt der Ex-Verfassungsrichter Dieter Grimm, Grenzen seien dem Grundrecht, nach den Geboten des Glaubens zu leben, nur durch die unaufgebbaren Grundprinzipien des Grundgesetzes gezogen, allen voran die Menschenwürde. Religiös begründete Verhaltensanforderungen, die mit diesen Prinzipien kollidieren, könnten selbst im Innenverhältnis nicht geduldet werden.

„Außerhalb des Bereichs der unaufgebbaren Prinzipien kann man dagegen nachgiebiger sein, wenn Glaubensanforderungen mit allgemein geltenden Gesetzen kollidieren. Eine solche Kollision kann weder einseitig zugunsten der allgemeinen Gesetze aufgelöst werden, denn die Verfassung anerkennt die Religionsfreiheit; noch kann sie einseitig zugunsten der Religionsfreiheit aufgelöst werden, denn diese ist weder das einzige noch das oberste Grundrecht. Sie unterliegt wie alle Grundrechte gewissen Schranken. Wo glaubensgeleitetes Verhalten in Widerspruch zu den allgemein geltenden Gesetzen gerät, sind daher Abwägungen zwischen den im Gesetz zum Ausdruck kommenden Belangen der Allgemeinheit und dem Grundrecht auf Religionsfreiheit nötig, die manchmal zur Durchsetzung der allgemeinen Gesetze, manchmal zum Dispens von ihnen aus Rücksicht auf die Religion führen.“ 5

Auf dieser herrschenden Lehre ist es begründet, dass deutsche Gerichte, wie jetzt das Oberlandesgericht Bamberg, die in Syrien geschlossene Ehe zwischen einem erwachsenen Mann und einem 14-jährigen Mädchen für rechtsgültig erklären, obwohl sie dem deutschen Recht widerspricht.9 Ebenso werden islamische Ehen mit mehreren Frauen anerkannt. So heißt es in einem Faltblatt des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages: „Nach der Scharia ist die Mehrehe mit bis zu vier Frauen erlaubt. In Deutschland ist es verboten, eine Mehrehe zu schließen. Im Sozialrecht ist sie insofern anerkannt, als eine im Ausland wirksam geschlossene Mehrehe Ansprüche mehrerer Ehegatten auf Witwenrente oder Witwerrente nach dem Sozialgesetzbuch begründet.“ 10  Ausländische Universitätsabschlüsse werden dagegen in Deutschland vielfach nicht anerkannt, wenn das wissenschaftliche Niveau nicht ausreicht. Das niedrige kulturelle Niveau der islamischen Scharia wird aber importiert.

Das Verwaltungsgericht Augsburg hob jetzt (aber noch nicht rechtskräftig) das bisher praktizierte Kopftuchverbot für Rechtsreferendarinnen im Gerichtssaal, da „es für einen solchen Eingriff in die Religions- und Ausbildungsfreiheit … keine gesetzliche Grundlage“ gebe.11  Vom OLG München hatte die betreffende Referendarin zuvor noch die Auflage erhalten, „dass bei der Ausübung einer hoheitlichen Tätigkeit mit Außenwirkung keine Kleidungsstücke, Symbole oder andere Merkmale getragen werden dürfen, die objektiv geeignet sind, das Vertrauen in die religiös-weltanschauliche Neutralität der Dienstausübung einzuschränken.“ Nun hat der Islam Vorrang. Und wenn eine Muslimin Richterin wird und mit der Scharia im Hintergrund und dem islamischen Symbol auf dem Kopf deutsches Recht sprechen soll? Es ist grotesk.

Dazu passt die Äußerung einer anderen muslimischen Rechtsreferendarin nach dem gescheiterten  oder inszenierten Putsch in der Türkei, die der Journalist Nikolaus Fest auf seinem Blog mitteilt: „Die Berliner Rechtsreferendarin Betül Ulusoy war 2015 dadurch bekannt geworden, dass sie das Recht erstritt, den juristischen Vorbereitungsdienst mit Kopftuch auszuüben. Nun kommentierte sie auf Twitter den Staatsstreich mit den Worten: „Der ‚Putsch‘ geht zu Ende, noch bevor er begonnen hat. Alles hat doch sein Gutes: zumindest kann jetzt die Säuberung vom Schmutz erfolgen. Und jeder bekommt das, was er verdient. Wir geben es nicht mehr so schnell her, mit Gottes Hilfe.“ 11a  Man stelle sich sie als deutsche Richterin vor. (Ergänzt am 20.7.16)

Eine Frankfurter Familienrichterin entschied vor Jahren, ein Moslem dürfe von dem im Koran verbürgten Züchtigungsrecht an seinen Frauen auch in Deutschland Gebrauch machen. Diese Entscheidung hatte allerdings damals keinen Bestand, das deutsche Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit nach Art. 2 Abs. 2 GG und die Würde des Menschen waren noch eine zu starke Konkurrenz zur „Religionsfreiheit“. Heute gibt es vielfach mildernde Umstände und mildere Strafen für Muslime. So urteilte das Landgericht Wiesbaden über einen 24 jährigen Afghanen, der seine deutsche Freundin ermordet hatte, weil sie von ihm schwanger war und nicht abtreiben wollte: Der Mann habe sich wegen „seiner kulturellen und religiösen Herkunft in einer Zwangslage befunden.“ 12

Das Recht, seine Religion frei auszuüben und nach seinen Glaubensvorschriften zu handeln, auch auf religiös motiviertes politisches und rechtliches Handeln zuzulassen, halte ich für einen verhängnisvoller Fehler der deutschen Rechtsprechung. Ein einfacher Gesetzesvorbehalt des bürgerlichen Rechts schränkt die Religionsausübung überhaupt nicht ein, wenn diese auf die Religion selbst beschränkt bleibt. Das Recht zur Religionsausübung kann kein Recht sein, das bürgerliche Recht des Staates einzuschränken. „Nicht nur der Staat hat den Religionen gegenüber Neutralität zu wahren, sondern auch die Gläubigen dem Staat gegenüber. Die Bürger müssen in der Republik bürgerlich sein, und die Republik darf das Religiöse nicht in die Politik eindringen lassen.“ 8

Verfassungswidrige Vereinigungen

Der Islam kennt kein von Menschen geschöpftes Recht und keine vertraglich vereinbarte demokratische Ordnung an. Für ihn gibt es nur das göttliche Recht Allahs, das sein Prophet den Menschen vermittelt hat, und einen Gottesstaat, den seine Beauftragten, wie Mohammed, durchzusetzen und zu verwalten haben. Dieser die Grenzen der Religion überschreitende und in die diesseitige irdische Welt hineinwirkende gesellschaftliche Gestaltungsanspruch ist gegen Freiheit und Demokratie gerichtet. Ihre Beseitigung anzustreben, ist ein dem Islam immanentes Gebot für die Muslime, dessen Realisierbarkeit in dem Maße zunimmt, in dem ihre Anzahl wächst. Bezeichnend ist, dass Erdogan, der eine Unterscheidung von Islamismus und Islam als Beleidigung des Islam bezeichnete, als früherer Bürgermeister von Istanbul sagte: „Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.“ 13 Man darf doch nicht glauben, das sei nur die Ansicht eines einzelnen fanatischen Sultans.

Dabei hat ja das Grundgesetz weitere Vorsorge getroffen. Vereinigungen nämlich, die sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung, also die freiheitliche demokratische Grundordnung richten, sind durch Art. 9 Abs.2 GG verboten. Dies gilt auch für religiöse Vereinigungen, die frei zu bilden Art. 140/ Art. 137 WRV ergänzend gewährleisten; sie müssen sich aber „innerhalb der Schranken des für alle geltenden Gesetzes“  bewegen.

Religionsgesellschaften, welche den Schutz des Grundrechts des Art. 4 Abs. 2 GG genießen, können keine Vereinigungen sein, die durch Art.9 Abs. 2 GG verboten sind; denn derartige Religionsgesellschaften bewegen sich nicht in den Schutzgrenzen des Grundrechts, das die ungestörte Religionsausübung gewährleistet.“ 14

Vereinigungen von Muslimen sind religiöse Vereine, die wegen ihrer Glaubensvorschriften, insoweit sie politisch gegen das deutsche Recht und die freiheitliche Demokratie gerichtet sind, nach Art. 9 Abs.2 GG verboten sind. Und wenn die Muslime eine islamisch ausgerichtete Partei gründen, fällt diese unter den noch spezielleren Art. 21 Abs. 2 GG, nach dem Parteien, „die nach ihren Zielen oder nach dem Verhalten ihrer Anhänger darauf ausgehen, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen“, verfassungswidrig sind.

Wehrhafte Demokratie

All dies ist Ausdruck einer „streitbaren, wehrhaften Demokratie“, ein Begriff, den das BVerfG. in mehreren früheren Entscheidungen geprägt hat. Das Grundgesetz schütze eine Ordnung, die Gegner dieser Ordnung, sogenannte Verfassungsfeinde, abzuwehren aufgebe. Es „erwartet von den Bürgern die Verteidigung der freiheitlichen Ordnung“ und „nimmt den Missbrauch der Grundrechte zum Kampf gegen diese Ordnung nicht hin“.15  Karl Albrecht Schachtschneider fasst diese Rechtsprechung zusammen:

„Unabhängig von den Grundrechtsverwirkungs- und den Parteiverbotsvoraussetzungen ergeben die Verfassungsschutzregelungen ein allgemeines Grundprinzip des Grundgesetzes, nämlich die freiheitliche demokratische Grundordnung. Die Wahrung und Verteidigung dieser Ordnung ist Pflicht des Staates in allen seinen Einrichtungen. Handlungen, richtigerweise auch nur Zielsetzungen, also Politiken, welche darauf gerichtet sind, diese Ordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen, sind verfassungswidrig. … Wenn schon ´gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, alle Deutschen das Recht zum Widerstand haben, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist` (Art. 20 Abs. 4 GG), muss der Staat erst recht Abhilfe gegen solche Unternehmen leisten, d.h. diese unterbinden. … Kein Grundrecht vermag in der streitbaren Demokratie den Kampf gegen deren Ordnung zu rechtfertigen.“ 16

Konsequenzen

Es gibt Muslime in Europa, die nicht islamisch leben und gegen eine Säkularisierung nichts hätten, aber die Entwicklung des Islam bestimmen nicht sie, sondern die Umma, die Gemeinschaft aller Gläubigen der Welt. Eine aufklärerische Entwicklung ist hier nicht erkennbar, im Gegenteil. Auf die politische Verbindlichkeit ihrer Religion wird auch von den Islam-Verbänden in Deutschland nicht verzichtet und mit den lügenhaften Phrasen von „Toleranz“ und „Frieden“ davon abgelenkt.

Der rechtliche und politische Gestaltungsanspruch des Islam wird in den Moscheen gepredigt. Und die Gebete sind die stetige Unterwerfung unter den Koran und die Scharia und stellen diese über die freiheitliche demokratische Ordnung. In den Minaretten wird die totale Herrschaft Allahs nicht nur symbolisiert, sondern im Muezzinruf auch laut vom Lande eingefordert. Burka und Naqib machen die gleichheitswidrige Unterordnung der Frau unter den Mann im Islam augenfällig sichtbar. „Alle diese Bauten, Kleidungen und Handlungen sind Unternehmungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung des Grundgesetzes und finden deswegen keinen Schutz im Grundrecht der ungestörten Religionsausübung des Art. 4 Abs.2 GG, aber auch nicht in anderen Grundrechten. Sie propagieren und postulieren religiös ein politisches System, welches mit der Verfassung der Deutschen … unvereinbar ist.“ 17

Ohne verpflichtende Säkularisierung ist der Islam keine des Grundrechtsschutzes fähige Religion.

Von A. Einstein stammt der Satz: Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“  Doch ist es wirklich Dummheit der politischen Klasse, die den totalitären Kuckuck im Ei der Religion des Islam nicht sieht? Auch wenn man schon viel gewöhnt ist, an so viel Dummheit kann man nicht glauben. Doch was ist es dann?

Es zeichnet sich mit der demographischen Entwicklung die Aussicht ab: Der Kuckuck wird, bewusst staatlich gehegt, unaufhörlich wachsen und die Deutschen mitsamt ihrer anfänglichen freiheitlichen Ordnung sukzessive aus dem eigenen Nest drängen. Und ein – obwohl grundgesetzlich garantiert – zu spät kommender Widerstand muss zu permanenten Bürgerkriegszuständen führen. Es ist wie in einem schlechten utopischen Film, aus dem es aber ein furchtbares Erwachen geben wird.

———————————————–
1   Anabel Schunke 29.6.16 
2   AfD-Grundsatzprogramm
3   Express.de 24.6.16
4   Mennonews.de 8.5.16
5   faz.net 22.4.16
6   Näher: Islam und Gewalt
7  Karl Albrecht Schachtschneider: Grenzen der Religionsfreiheit
am Beispiel des Islam, Berlin 2011, S. 101
8   Schachtschneider 2010
9   The European.de 11.6.16
10   Zitiert nach Udo Ulfkotte: Mekka Deutschland, Rottenburg 2015, S. 31
11   Legal Tribune Online 30.6.16
11a http://nicolaus-fest.de/
12   Zitiert nach Udo Ulfkotte a.a.O, S. 53, 54
13   Zitiert nach Schachtschneider wie Anm. 7, dort S. 78 u. 88
14   Anm. 7 a. a. O., S. 46 f.
15   Zitiert nach Schachtschneider wie Anm.7, S. 93
16   Schachtschneider S. 94, 95
17   a. a. O. S. 122

 

 

 

 

Advertisements
125 Kommentare
  1. Michaela Wolff permalink

    @ Frank „Thema des eigentlichen Posts“ Christus spricht auch: “ Ich und der Vater sind eins.“
    Das Thema des Posts ist doch der „Kuckuck im Ei der Religion“. Wenn wir bildhaft vorstellen, dass alle Religionen wie Eier in einem Nest sind und ein Ei den Kuckuck in sich birgt, dann ist das ein Bild für Gefahr. Denn der Kuckuck kann nicht anders, als alle anderen Kücken aus dem Nest zu werfen, sobald er schlüpft. Er imitiert sogar mehrere andere Kücken, weil er sehr viel Futter braucht. Ein ganz schlauer Vogel. Er tut so, als sei er ein „Wir“.

    Der Islam ist wie ein solcher Kuckuck, weil er Individualismus unterdrückt zugunsten eines Kollektives. Und das Vakuum hier im Westen, das diesen Islam ansaugt, ist die allgemeine Unwissenheit betreffs christlicher Esoterik.
    Der einzig wahre Name des Christus ist: ICH BIN. Wenn dieser Christus in Ihnen lebt, dann leben zwei Ichheiten in Ihnen. Eine höhere namens: ICH BIN. Und das bloss menschliche Ich bin.

    Und wenn Sie das erleben und dieses direkte Wissen vom Christus bekommen haben und Sie kommen mit Ihrer Mutter und Ihrem Vater irgendwie im Leben zusammen, dann fühlen Sie gegenüber Ihren Eltern: Das sind meine Kinder. Da wird der Vater zum Sohn. Esoterisch betrachtet ist dann Ihr Vater Ihr Sohn. Trotzdem wissen Sie durch Ihren Verstand, dass es Ihr Vater ist.
    Aber in Ihnen lebt ein ICH BIN, das schon IST, bevor Ihr leiblicher Vater war.

    Der Islam bestreitet die Möglichkeit/Freiheit der Gottessohnschaft. Und die christliche Exoterik ist zu unwissend und zu schwach, um diesen „Kuckuck“ aus dem Nest zu werfen.
    Einzig die christliche Esoterik kann den Islam als solchen „Kuckuck“ erkennen.

    @ Schwan Das ist für mich höchst interessant, dass auch Sie einen Nahtod durchlebten.
    Das kann ja eine Prüfung sein. Da geht es zunächst darum geprüft zu werden, erforscht zu werden, bevor man selbst voll bewusst die ätherische Welt erforschen kann.
    Bei mir war es so, dass auch ich DURCH eine solche Erfahrung die geistige Welt erlebte und Mantren empfing und erst später im Leben wissen durfte, dass Steiner genau diese Mantren schon lehrte, als ich noch nicht auf der Welt war.
    Sie schrieben ja, dass sich letztlich jeder selber fragen muss, was er tun kann, und, dass es eine „Bewusstseinsfrage“ ist.
    Genau diese Antwort habe auch ich einer Akademikerin aus Hamburg gegeben, die gefragt hatte, was zu tun ist. Sie sagte, wir seien zwar „vernetzt“, aber solchen Friedensmarsch, wie ihn andere hinbekommen, die nach Kiew unterwegs sind, würden wir trotz der besseren Vernetzung nicht auf die Beine stellen.
    Wollen Sie vielleicht etwas über Ihre Erfahrung des berührt worden-Seins mitteilen ? Oder wäre das zu intim-persönlich ?

    • Singvogel permalink

      Hier liegt ein Irrtum vor. In dem Nest, in dem wir alle sitzen, liegen eine ganze Reihe von Kuckuckseiern, genannt Religionen. Einige davon (Christentum) waren schon früher ausgebrütet worden und verrichteten da ihr Kuckuckswerk. Die Eier, die sie nachgelegt haben, scheinen nicht Recht ausbrüten zu wollen. Daneben liegt allerdings das größere Islam-Ei, aus dem bereits Geräusche eines an der Schale pickenden Kückens zu hören sind. Summa summarum: Jedes Kuckucksei birgt eine potentielle Gefahr. Besonders „reife Eier“.

  2. Schwan permalink

    @ Michaela Wolff

    „Wollen Sie vielleicht etwas über Ihre Erfahrung des Berührt-worden-Seins mitteilen? Oder wäre das zu intim-persönlich ?“

    Sagen wir mal so: Ich kann inzwischen auch etwas darüber mitteilen, das über das allzu Persönlich-Intime hinausgeht. Mir scheint es auch nicht ohne Bedeutung für die SACHE zu sein, wenn man sich offen darüber mitteilen kann und dabei das Gefühl haben kann, damit verstanden zu werden.

    Dass Sie selber auch solche Erfahrungen hatten, finde ich ebenfalls interessant. Hatte auch oben schon darüber gelesen. Wie steht es für sie selbst mit dem Mitteilen?

    Vielleicht sollten wir e-mailadressen austauschen…

  3. Schwan permalink

    @hwludwig

    herzlichen Dank ihnen, für die klare Antwort

  4. Schwan permalink

    @ Frank,

    nun denn,
    alles Gute auf ihrem weiteren Wege

  5. Michaela Wolff permalink

    @ Schwan: „Vielleicht sollten wir e-mailadressen austauschen…“ Wir können von mir aus auch gerne e-mailadressen austauschen. Wie soll das gehen ? Ueber Herrn Ludwig ?
    Was meine Erlebnisse betrifft, hatte ich mal ein kleines Büchlein geschrieben. Allerdings unter Pseudonym und ohne ISBN Nummer. Manuskriptdruck für Freunde , Bekannte und Interessierte.
    Das entstand aufgrund Aufforderung meiner Tochter und einer guten Freundin und Bekannter.
    90 Seiten.
    Wenn Sie interessiert, das zu lesen, würde ich es gerne kostenfrei irgendwie zukommen lassen.

    Am Ende des Buches Steiner-Zitate aus GA 118.

  6. Schwan permalink

    @ Michaela Wolff

    „Wie soll das gehen ? Ueber Herrn Ludwig ?“

    wäre wohl am besten.

    „Wenn Sie interessiert, das zu lesen, “

    Sehr gerne! Bei mir steht es immer noch an, es aufzuschreiben… vielleicht wird es noch in diesem Leben..

    GA 118 kenne ich übrigens gut. Der darin enthaltene Vortrag vom 18.4.1910 ist der einzige den Rudolf Steiner in meiner Geburtsstadt gehalten hat. Der Inhalt desselben ist zum zentralen Thema meines Lebens geworden

  7. GeorgP permalink

    Lieber Herr Ludwig,

    teilweise schätze ich Ihre Artikel sehr, da Sie oft sachlich nüchtern Hintergründiges schildern und damit zur Aufklärung beitragen und zum Nachdenken anregen. Was Ihre Beiträge über den Islam angeht, habe ich jedoch das Gefühl, dass Sie tendenziell aus einer (unreflektierten?) Angst heraus geschrieben sind (und diese schüren), was in Sätzen zum Ausdruck kommt, wie: „Es ist wie in einem schlechten utopischen Film, aus dem es aber ein furchtbares Erwachen geben wird.“ Oder „Damit sind Konflikte vorprogrammiert, wenn Familien aus solchen Ländern (der islamischen Völker) nach Europa auswandern“. Es klingt bei Ihnen oft an, als blickte man gegenüber einer möglichen Ausbreitung des Islam in eine UNAUSWEICHLICH düstere Zukunft, die aus der Sache selbst (dem Islam) herausbrechen will und mit aller Notwendigkeit auch herausbrechen wird.

    Demgegenüber schreiben Sie: „Es gibt Muslime in Europa, die nicht islamisch leben und gegen eine Säkularisierung nichts hätten…“ Und weiter: „Eine aufklärerische Entwicklung ist hier nicht erkennbar, im Gegenteil.“

    Nun, woher kommt es denn, dass eine aufklärerische Entwicklung nicht erkennbar ist?

    Dazu muss man auf den Umgang des „Westens“ – genauer gesagt der USA und ihren Verbündeten – mit den arabischen Ländern blicken und sich z.B. einmal fragen, in welchem Land mit moslemischer Bevölkerung die USA eigentlich noch KEINEN Krieg geführt hat?

    Stellen Sie sich dazu vor, es wäre umgekehrt: Europa, vielleicht auch Deutschland (um es sich noch deutlicher zu machen), würde permanent kriegerisch von einem wirtschaftlich und kulturell starkem islamischen Land, sagen wir Saudi Arabien bedrängt werden. Es würden Kriege auf deutschem Boden von Saudi Arabien geführt werden, Hunderttausende von Menschen würden sterben und im Elend versinken, Städte zerstört und dies mit allen Methoden der Kriegsführung – kurzum – Europa würde von einem Land fremder Kultur politisch, kulturell und wirtschaftlich unterdrückt werden. Stellen Sie sich das bildlich vor. Was wäre die Folge? Die Folge wäre, dass man sich in Europa auf das, was man dann noch hat – nämlich die eigene kulturelle Identität, die eigenen Wurzeln, die Vergangenheit (die einem niemand nehmen kann) – zurückziehen würde. Und man würde beginnen, diese Wurzeln zu (be)nutzen, um Verbündete zu suchen, die bereit sind, gewaltsam gegen die Unterdrücker vorzugehen. Man würde also geradezu dasjenige in den eigenen Wurzeln suchen, was taugt, GEMEINSAM gegen die Unterdrücker mit ebensolcher Gewalt vorzugehen. Und Menschen, die den echten Willen verspüren, die Verhältnisse zu ändern, würden dort hingehen, wo sie sehen, dass wirklich etwas gegen die Unterdrücker GETAN wird und nicht nur geredet wird. Extremismus wäre die Folge.

    Was ich damit sagen will: Der „Westen“ hat NATÜRLICH eine erhebliche Mitverantwortung für die Entwicklung eines friedlichen Islam, bzw. umgekehrt eine erheblich Schuld an der Militarisierung des Islam.

    EIN richtiger Schritt (von vielen notwendigen) kann es daher nur sein, kulturelle Selbstbestimmung für ALLE Menschen möglich zu machen – denn in der Kultur hat die Freiheit ihren berechtigten Platz. Und dazu gehört natürlich auch das Schulwesen. Warum z.B. darf man kein Abitur in Türkisch machen, dafür aber in Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch? Weil bestimmte Menschen meinen (sie werden hier oft als Eliten bezeichnet), Vorrechte gegenüber anderen zu haben. Solcher Beispiele könnten noch viele hinzugefügt werden.
    Wer es also mit der Freiheit ernst meint, muss erst einmal selbst mit gutem Beispiel voran gehen. Eine wirklich (vor)gelebte Freiheit in Europa und ein wahres Interesse am anderen Menschen als deren Ausdruck, könnte als Folge einen Moslimen dazu anstecken, sich auf die positiven Seiten seiner Religion (die wirklich religiösen) zu konzentrieren, ihn ggf. auch zu reformieren, anstatt sich an alte Werte zu klammern. Kurzum, sich als freier Mensch entwickeln – denn das Bedürfnis nach individueller Entwicklung (in Freiheit) ist in JEDEM Menschen veranlagt, nicht nur in den in Europa lebenden. Ein tolles Beispiel dafür ist der auch von Ihnen genannte „Duran Adam“.

    Grundlagen für einen wirklich religiösen Islam stecken beispielsweise im Sufismus. Daran wird es also nicht scheitern.

    Was Mohammed vor 1.400 Jahren tat (seine kriegerischen Aktivitäten), ist längst Geschichte. Wer hat der islamischen Welt jedoch HEUTE die Gewalt, den Missbrauch und die Vereinnahmung von Idealen und Ideen gelehrt? Schauen Sie sich zur Zeit mal an Bushaltestellen in Deutschland um. Dort findet sich auf Plakaten zur Rekrutierung von Soldaten für die Bundeswehr: „Wir kämpfen für die Freiheit und für Medaillen“. Das und natürlich noch vieles mehr verdeutlicht unsere so oft von Ihnen hochgehaltene christliche / abendländische Kultur. Sie ist eine Perversion. Wie soll diese nun zur Befruchtung einer menschlichen, auf wirklicher Freiheit basierenden Kultur (zu der u.a. wahres, religiöses Leben zählt) führen? Eine solche WELTKULTUR jedoch zu inspirieren ist meiner Ansicht nach die Aufgabe Mitteleuropas.

    • Frank permalink

      @GeorgP

      Wieder gibt es nur zwei Möglichkeiten:

      – Entweder es gilt der Satz „Herr vergib ihm, denn er weiß nicht wovon er redet/schreibt“, d.h. Sie haben wirklich keinerlei Ahnung vom Geist des Koran und der satanischen Scharia, aber das halte ich für weniger wahrscheinlich

      – Oder Sie gehören zu den vielen nicht nur braunen (= rotgrün) Wirklichkeits-Verweigerern, die Fakten ignorieren und sich die Welt denken, wie sie sie gern hätten, eben Pipi Langstrumpf.

      Ihr Aussagen strotzen nur so vor entweder Lügen oder Ingnoranz der Fakten, aber meine Lebenszeit ist mir zu schade, um mit einem solchen wie Ihnen per Fakten „aufzuräumen“.

      Lesen Sie einfach die Kommentare hier gründlich, informieren Sie sich über die kriegerische Grundhaltung des Islam und dann denken Sie noch mal gründlich nach.

      Ach ja: Und legen Sie zuvor die Schuldgefühle ab, denn wir Deutsche (ethnisch, nicht politisch gemein) haben NullKommaGarNichts an Schuld des „Westens“ (= Jahwe-Leute), wir sind selbst das größte Opfer, denn bevor diese ganzen Krege im Mittleren Osten begonnen konnten, mußten unsere beiden deutschen Kaiserreiche von eben diesen Jahwe-Leuten beseitigt werden.

    • Ich stimme Ihnen ja weitgehend zu. Aber meine Beiträge über den Islam sind nicht aus einer Angst, sondern aus der Beobachtung heraus geschrieben. Wenn der Islam in seiner Gesamtheit, also einschließlich seines Gestaltungsanspruches der Gesellschaft (Scharia, Theokratie) weiter so von der Religionsfreiheit gedeckt – und darum geht es in diesem Artikel – und nicht auf die reine Religionsausübung staatlich verpflichtend reduziert wird, sehe ich die Zukunft düster. So lange das nicht geschehen ist, böte kulturelle Freiheit für den Islam einschließlich eigener Schulen usw. der gesamtgesellschaftlichen Ideologie des Islam gerade die Möglichkeit, sich gegen die Kultur zu entwickeln, die ihm diese Freiheit einräumt.

      Also unser Recht muss erst durchgesetzt werden und den Rahmen bilden, in dem sich ein freies Geistesleben, auch für einen aber säkularisierten Islam, entfalten kann. Freies Geistesleben ist ohne ein auf der Gleichheit beruhendes Rechtsleben eine Illusion. Gleichheit und Freiheit sind aber dem herrschenden Islam weitgehend fremd. Da müsste also erst einmal noch viel geschehen, worauf aber von den herrschenden Eliten überhaupt nicht gedrungen wird. Das ist das Problem.

      Der Anteil des Westens, insbesondere natürlich des US-Imperialismus, an der Radikalisierung des Islam ist ja offensichtlich und von mir auch schon teilweise thematisiert worden. Weitere, noch zentralere Artikel sind in Vorbereitung.

      • Frank permalink

        @Herr Ludwig

        Der von Ihnen ausgesprochene Kern unserer deutschen Kultur (Alter Fritz, „Facon selig“ und andere) sagt, daß die Freiheit immer nur so weit geht, wie sie nicht die Freiheit anderer einschränkt.

        Genau darum hat sich der Islam ebenso wenig gekümmert wie jede Form der Sozialisten (ob rot oder braun, macht wieder mal keinerlei Unterschied außer in der Dauer und Anzahl der Verbrechen, da liegen die Roten weit vorn) oder heute die Rot-Grünen, die sich erfrechen bestimmen zu wollen, was „Haßrede“ sein solle, die Kritik und Ablehnung zu „Haß“ umlügen.

        All das sind totalitäre Systeme – allen voran der Islam, die nur darauf aus sind, die Freiheit der Menschen nach Gutdünken zu beschränken. Auch die berühmte Aussage der Jüdin Rosa Luxemburg im Geiste des Satanisten Mordechai Levy (aka Tarnname Marx) bezog sich NUR auf die eigenen Genossen, nicht auf wirklich Andersdenkende.

        Das widerspricht total deutscher Kultur. Beweis: Weder die Habsburger noch die Hohenzollern haben die Menschen nicht-deutscher Zunge jemals versucht zu Deutschen zu machen (so wie Frankreich im Elsaß und anderswo die Muttersprache unterdrückt). Sonst spräche heute niemand mehr Polnisch, Teschechisch, Slowakisch oder Ungarisch.

        Das meine ich mit: WIR sind das größte Opfer. Und wenn dem satanischen System des Massenmörders, Kinderschänders, Betrügers und pädophilen Analphabeten Mohammed nicht bald grundlegend ein totaler Halt geboten wird, wird der keineswegs vergessene kriegerische Charakter des Islam uns unterwerfen.

        Was von Anfang an dessen und deren Ziel war und unverändert ist.

        Nochmals: „WIR“ Deutsche (ethnisch gemeint) haben keinerlei Mit-Schuld an den Verbrechen des „Westens“, denn das ist allein „Anglo-Zion“.

      • @Frank
        Ja, natürlich, das ist das, was ich die Durchsetzung des Rechtssystems genannt habe. Wenn das geschehen würde, bliebe vom Islam hier nur noch die reine Religion über, die natürlich immer noch dem europäischen Individualismus widerspricht, aber das ist dann eine reine Frage der friedlichen kulturellen Auseinandersetzung. Die Durchsetzung des Rechts würde ja eine radikale Trennung der Spreu vom Weizen, die gründliche Beseitigung aller Parallelgesellschaften und viele Ausweisungen bedeuten.

  8. Frank permalink

    @hwludiwg

    Freut mich zu lesen. Dann haben wir uns richtig verstanden!

    Jedoch fürchte ich, daß der Haß der Kollektivisten (und das sind sehr viele Kategorien) gegen die reine Lehre des strikt individualistischen Christentums (aber ungleich den Kirchen) viel zu stark ist, um das Individuum vor dem Kollektivismus zu schützen.

    Hier sehen diese verblendeten Kollektivisten (inkl. der Lahwe-Leute) den Islam als Werkzeug, um die rein auf die Selbstentwicklung der einzelnen Seele ausgerichtete Lehre des Christus auszumerzen. Die Jahwe-Leute versuchen das seit >2.000 Jahren und haben über Kriege deshalb Hunderte von Millionen umgebracht.

  9. Singvogel permalink

    @Georgp Die Beschreibung dessen, was im umgekehrten Fall passieren würde überzeugt mich nicht. Im umgekehrten Falle, stelle ich mir eher vor, dass sich die Bevölkerungen schnellstens unterwerfen würden, um dann zu versuchen innerhalb dieses Systems Karriere zu machen.
    Das hat schließlich Tradition.

  10. Hat dies auf Manfred O. rebloggt.

  11. GeorgP permalink

    Lieber Herr Ludwig,

    ich danke für Ihre Antwort. Sie schreiben, so lange der Islam nicht auf die reine Religionsausübung staatlich verpflichtend reduziert wird, „böte kulturelle Freiheit für den Islam einschließlich eigener Schulen usw. der gesamtgesellschaftlichen Ideologie des Islam gerade die Möglichkeit, sich gegen die Kultur zu entwickeln, die ihm diese Freiheit einräumt.“
    Für mein Verständnis wird bei dieser Formulierung erneut sichtbar: Sie sehen im Islam so etwas wie eine Gewalt, ein Wesen, das sich unausweichlich und mit verheerender Wirkung GEGEN die Freiheit und Rechtsstaatlichkeit und gezwungener Maßen nur in seinen ihm immanenten „alten Bahnen“ ausbreiten kann und wird. Diese Tendenzen sind unter den von mir skizzierten Bedingungen natürlich vorhanden und lassen sich auch beobachten. Sie müssen es geradezu – das sehe ich eigentlich auch so. Nur warum müssen sie es? Weil der Islam ist, was er ist, oder weil ihn die äußeren (pervertierten) Bedingungen dazu drängen?

    Beobachten lässt sich nun jedoch auch der individuelle Mensch, wie er sich nicht nur in Europa, sondern überall in der Welt auf den Weg macht. Und mein Eindruck ist, dass Sie mit diesem nicht wirklich rechnen. Sie sprechen eben vom Islam an sich – wo bleibt dabei der Einzelne, der ein jeweils ganz individuelles Verhältnis zum Islam, zur Scharia und zur Religiosität haben kann und auch hat. Da ich mit einer Türkin befreundet bin, kann ich diesbezüglich aus Erfahrung sprechen. In der Türkei beispielsweise kümmert sich in dem Umfeld, welches ich kenne (auch unter durchaus religiösen Moslems), kaum jemand um die Scharia. Ebenso ist es auch nicht unüblich, kritisch über den Islam zu sprechen, zu hinterfragen. Es hängt vom Bildungsstand ab. In den Universitäten z.B. wird kritisches Denken durchaus geübt – das prägt dann die Lebenshaltung eines Menschen enorm – auch gegenüber einer Religion wie dem Islam.

    Wenn wir hier in Europa uns also bemühen würden, Menschen in und zur Freiheit zu erziehen – und dazu zählen auch die unfreiwilligen und freiwillig nach Europa gekommenen mehr oder weniger „gläubigen“ Migranten, würden sich die Probleme (religiöser Extremismus etc.) möglicher Weise bald in Luft auflösen, zumindest aber abgemildert werden – reformistische Ideen würden dadurch gestärkt werden. Ein Duran Adam hatte eben vor seiner Aktion auf dem Taksim Platz in Deutschland studiert. Die Freiheit kann meiner Ansicht nach nicht von anderen eingefordert werden, sie muss von den Europäern praktiziert und vorgelebt werden, so dass sie andere befruchtet.

    Natürlich muss darüber hinaus der Staat die Rechtsstaatlichkeit im Sinne allgemeiner Menschenrechte in jedem Fall mit seiner Gewalt verteidigen. Allerdings müssen diese (allgemeinen Menschenrechte) auch bei uns erst einmal geschaffen werden, denn unser Rechtssystem ist ja vor allem ein VORRECHS-System. Es hat mit Gleichheit noch nicht viel zu tun. Und so lange es um Vorrechte geht, anstatt um allgemeine Menschenrechte, wird auch ein Gruppe von Moslems sich so formieren, dass sie in diesem Felde für sich selber kämpft, anstatt sich für allgemeine Menschheitsfragen zu begeistern und sich somit selbst hinterfragen zu können.

    @Singvogel
    ja, kann ich mir eigentlich auch gut vorstellen 😉

    • @GeorgP

      Nehmen sie es bitte nicht persönlich.
      Ihre Argumentation und Sichtweise sind für mich erschreckend. Nicht wegen Ihnen. Sondern wegen der Tatsache, dass diese naive Sichtweise eine große Mehrheit vertritt. Jene Mehrheit die hinterher verdutzt in die Wäsche schaut, wenn sie von den Egoismen andersdenkender überrannt wurden.
      Ihre Differenzierungen zum Islam und Hinweise auf Defizite in unserem Rechtsstaat sind für sich genommen diskutabel gehen jedoch um Meilen am obigen Thema vorbei.
      Ich bin mir sicher das Sie zu meinem Kommentar Erwiderungen haben. Ich gestehe ihnen die zu, aber ich werde mich nicht darauf einlassen. Denn sie gehören zu jenen, die immer was drauf setzen können. Und das erinnert mich an Politiker und Narren. DAS ist wirklich nicht persönlich gemeint sondern die Erfahrung aus 65 Lebensjahren.

    • herman permalink

      Ja GeorgP,dein „wissen“ reicht nicht aus

  12. Ranma permalink

    Irgendwelche religiösen Regeln sind für die Rechtspraxis völlig irrelevant! Im Ausland geschlossene Ehen werden in Deutschland anerkannt, weil das in vielen bilateralen Verträgen, auch mit muslimischen Ländern, explizit so festgelegt wurde! Genauso ist eine Hochzeitszeremonie in einer christlichen Kirche ist völlig irrelevant, für das Recht zählt nur die Eheschließung im Standesamt. So viel mal zur Anerkennung von Ehen.

    Um sich auf Religionsfreiheit zu berufen, muß die Religion als solche von der Bundesregierung anerkannt worden sein. Die Prozedur dafür ist zwar nicht schwierig, aber Religionsgemeinschaften tun sich damit trotzdem oft sehr schwer, weil sie sich damit auf eine Definition und Regeln ihrer Religion einigen müssen. Man kann nicht einfach so dahergelaufenkommen und sagen: „Meine Religion verlangt dieses und jenes und darum mache ich das.“ So geht das nach geltendem Recht wirklich nicht!

  13. Ranma permalink

    Eines habe ich glatt vergessen: Schließe deine Ehe im Ausland, dann gelten auch für dich die ausländischen Gesetze und wenn du dir ein Land mit entsprechendem völkerrechtlichem Vertrag mit Deutschland/Österreich ausgesucht hast, dann muß auch deine Ehe mit den gleichen im Ausland geltenden Regeln hier anerkannt werden! Es gibt also garkeinen Grund für den hier gezeigten Neid! (Außer du schließt deine Ehe in Malaysia, denn dort wird beim Eherecht tatsächlich nach Religionszugehörigkeit diskriminiert. Dort dürfen nur Muslime vier Ehefrauen haben, aber Christen nur eine.) Wenn ein EU-Land aufgrund eines bilateralen völkerrechtlichen Vertrages eine Ehe anerkennt, dann muß die wegen der Gleichstellungsregeln natürlich auch in den übrigen EU-Ländern akzeptiert werden. Es geht also noch einiges mehr als allein die bilateralen, völkerrechtlich bindenden Verträge Deutschlands mit anderen Ländern zuließen.

Kommentare sind geschlossen.

%d Bloggern gefällt das: