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Selbst schuld – Gedenkkultur in Pforzheim

20. Februar 2017

 „Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein!“
Johannes 8, 7

Der jährliche Gedenktag der Stadt Pforzheim an die verheerende britische Bombardierung der Stadt am 23. Februar 1945, bei der in ca. 20 Minuten mehr als 17.600 Menschen den Tod fanden, ist seit Jahren durch zwei sich konträr gegenüberstehende Ereignisse gekennzeichnet: die offiziellen Gedenkfeiern der Stadt auf dem Hauptfriedhof bzw. dem Marktplatz und die Fackel-Mahnwache des als rechtsextrem eingestuften Freundeskreises „Ein Herz für Deutschland“ auf dem Wartberg. Das Gedenken der Stadt stellt das nationalsozialistische Deutschland in den Mittelpunkt, das die alleinige Schuld am 2. Weltkrieg trage und letztlich diese Bombardierung herbeigeführt habe. Die Veranstalter der Fackel-Mahnwache sehen die Toten als Opfer des kriegsverbrecherischen alliierten Bombenterrors.

Es ist natürlich richtig, diese Feiern mit einem mahnenden Gedenken an das menschenverachtende Terror-Regime des Nationalsozialismus zu verbinden. Doch es ist einseitig. Es ist aber auch richtig, dass diese furchtbare Bombardierung Pforzheims durch britische Bomberverbände, die sich auf die barbarische Vernichtung der Zivilbevölkerung richtete, objektiv ein Kriegsverbrechen war. Doch alleine nur daran zu erinnern, ist ebenfalls einseitig. Beides gehört in eine Feier. Und würde die Stadt beider Faktoren zugleich gedenken, wäre dem Aufmarsch der Fackelträger, die als Bürger der Stadt zu Recht die mahnende Erinnerung an die Verbrechen der Briten erwarten, weitgehend der Boden entzogen.

Relativierung

Durch die Erinnerung daran, dass die Bombardierung ein Kriegsverbrechen der Briten war, werden die Verbrechen des Nationalsozialismus nicht „relativiert“, wie oft oberflächlich argumentiert wird, wobei dem Begriff „relativieren“ die negative Bedeutung „verharmlosen“ untergeschoben wird.

„Relativieren“ (von lat. relatio = Beziehung) heißt: etwas in Beziehung zu etwas anderem setzen. Denn nichts besteht isoliert für sich, sondern alles in der Welt steht mit vielem anderen in Beziehung. Eine isolierte Betrachtung ist künstlich einseitig, reißt etwas aus dem Zusammenhang, in dem es in der Wirklichkeit steht. Mit ihm muss man es wieder in Beziehung setzen. Dadurch wird die absolute Geltung einer Sache, die es nicht gibt, auf das Maß zurückgeführt, das ihr im Gesamtzusammenhang zukommt, eben relativiert, und in ihrer tatsächlichen Bedeutung erkannt. Auf  „The Free Dictionary“ im Internet heißt es treffend: „etwas (durch etwas) relativieren: etwas in einem größeren Zusammenhang und meist so in der richtigen Perspektive sehen: Alte wissenschaftliche Erkenntnisse werden durch neue meist nicht aufgehoben, sondern relativiert“. (Vgl. Geschichtsverständnis und Politik)

„Relativierung“ ist also eine wissenschaftliche Notwendigkeit. Wer sie bekämpft, bekämpft die Erkenntnis der Wahrheit. Denn „nur das Ganze ist die Wahrheit“, wie Hegel immer wieder betonte. Die Raffinesse besteht darin, dass dem Namen des eigentlichen Begriffs „Relativierung“ die negative Bedeutung des Begriffes „rechtslastige Verharmlosung“ untergeschoben, er insofern diskreditiert, und, mit diesem Virus besetzt, in seiner eigentlichen positiven Wirksamkeit ausgeschaltet wird. Umgekehrt werden durch die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus aber auch die Verbrechen der Briten nicht verharmlost.

Kriegsverbrechen

Die Bombardierungen auf die deutschen Städte hatten mindestens ab Herbst 1944, als der Krieg praktisch entschieden war, nicht primär militärische Objekte zum Ziel. „Der rationale Bombenkrieg, geführt mit dem Ziel, die deutsche Rüstungsindustrie zu treffen, Verkehrsadern zu durchtrennen und die Lufthoheit über dem Kriegsgebiet zu erringen, war zumindest auf britischer Seite in ein militärisch unsinniges, verbrecherisches Abschlachten von Zivilbevölkerung übergegangen“, schrieb Peter Carstens am 24.2.2015 in der FAZ. Die gebürtige Pforzheimer Historikerin Ursula Moessner-Heckner belegt in ihrem Buch „Pforzheim – Code Yellowfin“ nach intensiven Studien

der einschlägigen Dokumente in Militärarchiven von London und Washington und anderen wichtigen Archiven Englands und der USA …, dass weder Vergeltung, noch die Pforzheimer Rüstungsindustrie die ausschlaggebenden Gründe für den Angriff der Alliierten waren. … Aus alliierter Perspektive gesehen war Pforzheim militärisch und rüstungs-wirtschaftlich von geringer Bedeutung. … Die alliierten Zielkommitees gaben Pforzheims Industrien die niedrigste industrielle Einstufung, nämlich Stufe drei – , die Industrien von geringer Wichtigkeit für die deutsche Rüstungsindustrie bezeichnete.“ 1

Und wörtlich schrieb die Wissenschaftlerin:
„Ich fand, dass die Wahl Pforzheims, wie auch die anderer Städte, als Ziel der Zerstörung zu diesem Zeitpunkt stark vom Zufall beeinflusst wurde, wie auch von dem Faktor, dass Pforzheim eine ältere Stadt mit engen Straßen und Gassen und einem leicht brandanfälligen Stadtkern, sich gut für einen Flächenangriff eignete. Und letzten Endes musste ich zu dem tragischen Fazit kommen, dass der Angriff ein Terrorangriff war.“ 2

Es ging um die großflächige Vernichtung möglichst vieler deutscher Zivilisten, eine Absicht, die auch aus vielen Äußerungen des britischen Kriegspremiers Winston Churchills spricht:

Kurz nach der Jalta-Konferenz (5.-11. Februar 1945) wiederholte Churchill 1945 zudem öffentlich, was er damals bereits intern gesagt hatte. Deutschland brauche seine Ostgebiete nicht mehr, „da weitere sechs oder sieben Millionen Deutsche im nächsten Jahr umkommen würden.“ 3

Der britische The Telegraph schrieb am 13.2.2015 in einem Artikel:
„Unterstützer von Großbritanniens „Flächenbombardements“ (gegen Zivilisten anstelle von militärischen oder industriellen Zielen) behaupten, dass es ein wichtiger Teil des Krieges war. Churchill schrieb, dass er „absolut verheerende, vernichtende Angriffe durch sehr schwere Bomber dieses Landes auf das Nazi-Heimatland“ wollte. In einem weiteren Brief nannte er es `Terror-Bombing`.“ 4

Eine Sprengbombe trifft immer nur an einem Punkt auf. Eine Großstadt wäre mit Sprengbomben allein nicht mit vertretbarem Aufwand zerstörbar, und viele Menschen kämen noch mit dem Leben davon, fand die britische Führung. Ein Brandbomben-Angriff schafft dagegen ein großes Vernichtungsareal. Millionen abgeregnete Stabbrandbomben erzeugen einen Raum, in dem kaum noch Leben stattfinden kann, in dem die Hitze mit ca. 1.700 ° so stark ist, dass man keine Luft mehr bekommt. Die heiße Luft steigt so rasch nach oben, dass unten ein Vakuum entsteht, in das Luft nicht so schnell nachströmen kann. Der ungeheuren Sog zieht den Sauerstoff aus den Kellern, in denen die Menschen ersticken, und der Sturm, der dadurch entfesselt wird, reißt die Menschen außerhalb mit und schleudert sie wie Puppen hinein in die Flammen.5

Der Historiker Jörg Friedrich, Autor des Buches „Der Brand. Deutschland im Bombenkrieg 1940-1945“, weitet das Szenario noch aus: Britische und amerikanische Jagdflugzeuge gingen ab Herbst 1944 noch speziell „auf eine Menschenjagd“, „auf alles, was sich am Boden bewegte“. Er bringt das Beispiel von Überlebenden der „Gustloff“. Vor der Roten Armee nach Swinemünde geflohen, lagerten sie zusammen mit Tausenden anderen Vertriebenen in den Kurparks des Badeortes. „Und die US-Bomber tun in Swinemünde das, was sie in ganz Deutschland tun. Nicht nur, dass sie den Park bombardieren, sondern sie tauchen auch hinunter und mähen diese Bevölkerung, schwangere Frauen, mit Maschinengewehren nieder.“ 6

Das haben die britischen Alliierten auch in Pforzheim gemacht. Vor ca. 20 Jahren las ich in einer Ausgabe der Pforzheimer Zeitung, dass am Tag nach dem Pforzheimer Feuersturm Überlebende in der Bleichstraße an einem Suppenwagen anstanden, als britische Tiefflieger kamen und viele niedergemäht haben. Ich selbst habe das als Fünfjähriger bei Marburg auf dem Felde mit meinem Großvater auch erlebt. Wir warfen uns in eine Ackerfurche, als Jagdflugzeuge nahten und 10 m über uns hinwegdonnerten. Zum Glück haben sie nicht geschossen. Aber andere Dorfbewohner sind auf dem Feld erschossen worden, und ein Nachbarjunge wurde von einer Maschinengewehrsalve getroffen, als er aus der Tür schaute.

Es waren Kriegsverbrechen und Verbrechen wider die Menschlichkeit, selbst dann, wenn Nazi-Deutschland ähnliche Verbrechen gegen England begangen hat. Gandhi bezeichnete dieses Vorgehen der Alliierten als „HITLER mit seinen Waffen bekämpfen, und das Ende ist, daß sie HITLER mit HITLER übertroffen haben.“ 7 Beide Seiten in einer angeblich christlichen westlichen Welt sind auf demselben moralischen Niveau. Ein edler Hindu wendet sich da ab mit Grausen.

Die Benennung des britischen Kriegsverbrechens ist kein Hass und kein Verzicht auf Versöhnung. Das schonungslose Anschauen der ganzen Wahrheit ist erst die Voraussetzung von Verzeihung und wirklicher Versöhnung. Auf Verzerrung und Lüge lässt sich keine Versöhnung aufbauen, weil im Untergrund Verdrängtes unaufgearbeitet zurückbleibt.

Kriegsschuld

Die Beziehung (Relation) zwischen Großbritannien, bzw. der britischen Elite und dem Nazi-Regime in Deutschland hat noch eine ganz andere historische Dimension. Doch diese wird von der herrschenden Geschichtsversion ausgeblendet. Die Geschichtsschreibung ist der zweite Triumph der Sieger über die Besiegten“, schrieb schon der französische Philosoph Michel de Montaigne aus dem 16. Jahrhundert. Und der britische Feldmarschall Bernard L. Montgomery soll nach dem 2. Weltkrieg fast gleichlautend formuliert haben: „Die Geschichtsschreibung ist immer der zweite Sieg des Siegers über den Besiegten.“

So ist die Geschichtsschreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg im Überleitungsvertrag von 1954, Artikel 7 an die Darstellungen im Urteil des Nürnberger Tribunals gebunden worden. Die beamteten Historiker in den staatlichen Hochschulen müssen sie lehren, wenn sie ihre Stellung nicht verlieren wollen, und die Kultusministerien sind in Bezug auf die Zulassung der Schulbücher darauf verpflichtet. Das hat die „Vereinbarung“ vom 27./28.9. 1990 zum Zwei-plus-Vier-Vertrag verlängert und gilt bis heute.8 Das ist eben den wenigsten bekannt.

Die herrschende Geschichtsschreibung der beiden Weltkriege hat entsprechend mit einem Tunnelblick den Focus fast ausschließlich auf die Taten Deutschlands gerichtet und blendet  weitestgehend aus, was die anderen beteiligten Mächte dazu beigetragen haben und was sich parallel in ihren Ländern bereits im Vorfeld des Krieges abgespielt hat. Das hat mit Wissenschaft natürlich nichts zu tun, sondern mit politischer Tabuisierung bzw. Dogmatisierung. Wissenschaftler werden hier zu willfährigen Knechten der Macht. Wenn man den Anteil jedes Landes zu einem Gesamtbild zusammenträgt, wird nicht das geleugnet oder verkleinert, was auf das Konto Nazi-Deutschlands geht, sondern der Gesamtumfang der Wahrheit in den Blick genommen und in Beziehung zueinander gesetzt. Denn: „Nur das Ganze ist die Wahrheit.“

Historiker, die bisher ausgeklammerte Aspekte und Perspektiven einzubringen versuchen, werden noch immer systematisch rechtsaußen eingeordnet und gesellschaftlich diskreditiert. Unter hohem persönlichem Risiko und Opfer müssen sie ihre Forschungsergebnisse in kleinen Verlagen, wenig beachtet, veröffentlichen. Der britisch-amerikanische Wirtschaftshistoriker Anthony Sutton hat bereits 1976 in seinem Buch „Wall Street und der Aufstieg Hitlers“ auf interessante Zusammenhänge aufmerksam gemacht. In der Verlagsankündigung des im Basler Perseus-Verlag auf Deutsch erschienenen Buches heißt es: „Während die Halbwahrheit, dass der Hitlerismus mit Hilfe der amerikanischen Streitkräfte 1945 besiegt wurde, in alle Köpfe gehämmert wurde, bleibt die andere Hälfte der Wahrheit, dass derselbe Hitlerismus nur mit Hilfe westlicher (britisch-amerikanischer) Kapitalhilfe überhaupt aufgebaut werden konnte, bis heute ein Tabu akademischer Geschichtsschreibung.“9

Sutton belegt, dass Hitler und die NSDAP nicht nur von deutschen Industriellen, sondern auch gezielt in erheblichem Umfang von Wallstreet-Finanziers finanziell unterstützt und gefördert wurden, deren Aufstieg zur Macht sonst nicht möglich gewesen wäre. Auch „der Beitrag des amerikanischen Kapitalismus zu den deutschen Kriegsvorbereitungen vor 1940 kann nur als phänomenal beschrieben werden. Er war mit Sicherheit von entscheidender Bedeutung für die deutschen militärischen Fähigkeiten“, schreibt er (S. 23).

Sutton wird bestätigt und in Bezug auf die Machenschaften der britischen Elite ergänzt durch die Forschungsarbeit des amerikanischen Wissenschaftlers Guido Giacomo Preparata mit dem Titel „Wer Hitler mächtig machte. Wie britisch-amerikanische Finanzeliten dem Dritten Reich den Weg bereiteten“, die 2010 im selben Verlag auf Deutsch erschienen ist. Preparata nimmt im Vorwort das Ergebnis seiner Forschungen vorweg und konstatiert,

„dass sich die angelsächsischen Eliten über einen Zeitraum von fünfzehn Jahren (1919-1933) in die deutsche Politik in der bewussten Absicht einmischten, eine reaktionäre Bewegung hervorzubringen, die sie dann als eine Art Pfand in ihren geopolitischen Intrigen verwenden konnten.Damit soll nicht gesagt werden, dass England die Hitlerbewegung ersonnen hätte; es hat aber (von Versailles an) die Bedingungen geschaffen, unter denen ein solches Phänomen erscheinen konnte, und hat sich in der Folge der Aufgabe gewidmet, die Nationalsozialisten finanziell zu unterstützen und bis an die Zähne zu bewaffnen, in der Erwartung, sie anschließend manipulieren zu können. Ohne diese systematisch und reichlich gewährte ´Protektion` von Seiten der angloamerikanischen Eliten, zusammen mit der Stärkung von Seiten Sowjetrusslands, hätte es keinen Führer und keine Nazibewegung gegeben.“

Wesentliche Linien beider Bücher sind in vorangegangenen Artikeln dieses Blogs dargestellt worden.10  Der Zweite Weltkrieg war nicht die Folge des Nationalsozialismus, sondern dieser war ein von der britischen Elite aufgebautes Instrument, den Krieg glaubhaft herbeizuführen. Die wahren Absichten der Briten lassen z.B. auch die folgenden Äußerungen führender Persönlichkeiten erkennen. So sagte der Historiker und Generalmajor J.F.C. Fuller: „Nicht die politischen Lehren Hitlers haben uns in den Krieg gestürzt. Anlaß war der Erfolg des Wachstums, eine neue Wirtschaft aufzubauen. Die Wurzeln des Krieges waren Neid, Gier und Angst.“11 

Deutschland müsse vernichtet werden, das gehörte zu den Überzeugungen, mit denen Winston Churchill bereits 1934 den emigrierten Heinrich Brüning in England begrüßte.12  Und zu einem Beauftragten des deutschen Widerstandes sagte der Kriegspremier Churchill während des Krieges: „Sie müssen sich darüber klar sein, daß dieser Krieg nicht gegen Hitler oder den Nationalsozialismus geht, sondern gegen die Kraft des deutschen Volkes, die man für immer zerschlagen will, gleichgültig, ob sie in den Händen Hitlers oder eines Jesuitenpaters liegt.“ 13

Als Hitler die deutsche Wehrmacht Polen angreifen ließ, worauf England Deutschland den Krieg erklärte, sagte der britische Außenminister Lord Halifax in London: „Jetzt haben wir Hitler zum Krieg gezwungen, so dass er nicht mehr auf friedlichem Wege ein Stück des Versailler Vertrages nach dem anderen aufheben kann.“ 14

Um es noch einmal zu betonen: Es geht nicht um eine Verharmlosung des verbrecherischen Nazi-Regimes und seiner Machtpolitik. Es kann aber auch nicht um deren Verfälschung und erst recht nicht um eine Verharmlosung der britischen Machtpolitik gehen.

Gedenkkultur in Pforzheim

Auf der Gedenkfeier am 23. Februar 2016 sagte der Oberbürgermeister Pforzheims Gerd Hager (SPD) u.a.:

„Diese Erinnerung ist schmerzlich. Schmerzlich auch, weil wir wissen, was zu diesem 23. Februar geführt hat. Wir wissen, was diesem Tag vorausgegangen ist. Wir wissen, dass dieser Krieg, der im Februar 1945 auch unsere Stadt in der schrecklichsten Weise erreicht hat, von Deutschland ausgegangen ist. Von einem nationalsozialistischen Deutschland, das mit diesem Krieg millionenfachen Mord und Tod, Vertreibung und Elend verursacht hat und mit dem Holocaust ein Menschheitsverbrechen begangen hat, dessen Ausmaß all unsere Vorstellungskraft übersteigt.
Darum tun wir uns immer schwer mit dem Gedenken. Überall in diesem Land – und auch in unserer Heimatstadt Pforzheim. Denn auch hier hat es Menschen gegeben, zu viele Menschen, die das nationalsozialistische Regime – auch schon von Anfang an – unterstützt oder in Kauf genommen haben. Und es hat hier wie andernorts zu wenige gegeben, die sich dagegen gestellt haben. Viel zu wenige.“ 15

Ein deutscher Parteipolitiker hat hier den Tunnelblick der herrschenden Geschichtsschreibung tief verinnerlicht und befolgt ihn politisch korrekt. Das heißt, er lebt nicht in der historischen Wirklichkeit. Von der Komplexität der Geschichte mit ihren verschiedenen Ebenen, Dimensionen und Verflechtungen, ihrer Tragik hat er keine Ahnung. Für ihn gibt es nur die einfache monokausale Linie von Ursache und Wirkung, Schuld und Folge. Und wer Nationalsozialist war, trägt Mitschuld am Kriege. Darum tut er sich schwer mit dem Gedenken. Schmerzlich ist ihm daher die Erinnerung. Etwas später sagt er zwar: „Mit Schuldzuweisungen kommen wir dabei nicht weiter. Wir müssen vielmehr aufpassen, selbst nicht schuldig zu werden.“

Doch unausgesprochen schwingt der Vorwurf mit, die Pforzheimer Bevölkerung sei letztlich selbst schuld an ihrem Untergang gewesen. Er kann sie nicht mit ungeteiltem Schmerz als Opfer barbarischer britischer Verbrechen – die zu erwähnen er auch peinlich vermeidet – beklagen. Sie sind eher Mittäter und Mitläufer nationalsozialistischer Verbrechen, die letztlich die Folgen auch auf sich selbst gezogen haben. Auch ein anderer Parteipolitiker, Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP), sprach vor kurzem dieselbe Gesinnung aus, nur deutlicher: „Dresden war keine unschuldige Stadt, das wurde wissenschaftlich ausgewertet.“ Und: „Es gibt immer noch Versuche, die Geschichte umzudeuten und Dresden in einem Opfermythos dastehen zu lassen.“

Also die Geschichte steht fest, „wissenschaftlich“ festgestellt. Da kann es gar keine anderen Erkenntnisse mehr geben. Wer etwas anderes bringt, will die Geschichte nur umdeuten, also verfälschen. Und das können dann nur unverbesserliche Rechtsaußen sein. –  Aber ein wahrer Geschichtswissenschaftler weiß von dem Vorläufigen, Fragmentarischen, Ergänzungs-, und vielleicht auch Korrekturbedürftigen seiner Forschungen. Er hat es in der Geschichte seiner eigenen Zunft schon zu oft wahrgenommen.

Wo ist die Schuld in den oben skizierten Dimensionen der geschichtlichen Ereignisse? Bei den Briten oder den Deutschen? Natürlich bei beiden. Die Schuld der gigantischen weltpolitischen Intrigen der anglo-amerikanischen Eliten hebt die Schuld der Deutschen nicht auf. Aber diese steht zu jener in einer bestimmten Beziehung (Relation), wird durch sie relativiert. Die eine kann nicht ohne die andere behandelt werden, wenn nicht die Geschichte verfälscht werden soll.

Doch gibt es die Schuld einer ganzen Stadt, weil dort neben Gerechten, Schlafschafen, Gleichgültigen, unschuldigen Kindern, Gefangenen auch stramme Nationalsozialisten lebten? Schuld ist persönlich, individuell, sie ist menschlich, wie alle Schuld. Sie beruht zumeist auf eingeschränkter Sichtweise, auf Irrtum, Unbildung, tragischer Verstrickung, Verführung, Verblendung und Angst, die ein Terror- und Spitzelregime hervorbringt. Karl Jaspers bezeichnete den Nationalsozialismus als den Einbruch des Dämonischen in die Menschenwelt. Dessen suggestiver Überwältigung konnten sich viele nicht entziehen. Zugelassen haben es in erster Linie die geistverlassenen Intellektuellen und Politiker Deutschlands, die die spirituelle Hochkultur der Deutschen der Goethezeit verraten und ein geistiges Vakuum bereitet hatten, in das das Dämonische hineinfahren konnte.

Es ist leicht, aus sicherem Abstand als „Heutige“, die „an den NS-Verbrechen von damals keine persönliche Schuld“ haben, wie der OB anschließend bemerkt, „sich schwer zu tun mit dem Gedenken“. Und da passiert es leicht, dass eine versteckte, in Schmerz gekleidete Selbstgerechtigkeit angesichts der ungeheuren geschichtlichen Tragik nicht umfassendes Mitleid mit den Umgekommenen empfindet, sondern noch nachträglich „mit Steinen wirft“.

————————————-
1   Pforzheimer Zeitung vom 23.2.1995 „Zerstörung Pforzheims war ein
Terrorangriff“
2   zitiert nach Anm. 1
3   Brief Heinrich Brünings 26.10.1945, zitiert nach Stefan Scheil:
Churchill, Hitler und der Antisemitismus 2009, S. 99
4   telegraph.co.uk 13.2.15
5   Vgl. Jörg Friedrich in der WELT vom 21.11.2002
6   webarchiv-server.de
zitate-aphorismen.de
8   Vgl. Gerd Schultze-Rhonhof: Der Krieg, der viele Väter hatte, München, 2. Aufl.,
S. 12-13
9   Anthony Sutton: Wallstreet und der Aufstieg Hitlers, Basel 20147
10   Von der Wegbereitung des Nationalsozialismus
        Das britische Schachspiel
11   Generalmajor J.F.C. Fuller, Historiker, England „Der Zweite Weltkrieg“,
Wien 1950
12   Vgl. Stefan Scheil, Churchill, Hitler und der Antisemitismus, Berlin 2009, S. 105
13   Kleist, Peter „Auch du warst dabei“, Heidelberg, 1952, S. 370
und Emrys Hughes, Winston Churchill – His Career in War and Peace, S. 145
14   „Nation Europa“, Jahrgang 1954, Heft 1, S. 46
Wie es England dazu brachte, siehe:
Zwang England Hitler zum Angriff gegen Polen?
15   pf.webseiten.cc

Die Kommentarfunktion wird sieben Tage nach Veröffentlichung geschlossen.

 

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19 Kommentare
  1. Friedland permalink

    Als ehemaliger Wahl-Pforzheimer möchte ich zu obigen Beitrag kurz Stellung nehmen, obwohl dazu ein mehrseitiger Beitrag notwendig währe.
    Diese Stadt mit ihrer immensen Zerstörung hat mich in der weiteren beruflichen Entwicklung zum Zeithistoriker werden lassen, indem mich seit dem Jahr 1955 und einer damaligen Ausstellung zur Zerstörung Pforzheims im alten Technischen Rathaus dieses Ereignis nicht mehr losgelassen hat.

    Sutton und Preparata haben versuchen mit ihren Darstellungen die eigentlichen Urheber des WK II, die auch die Urheber des WK I sind, zu verschleiern. Um diese Aussage zu verstehen, sollten die faktenreichen und nachprüfbaren Publikationen von Dirk Bavendamm, „Roosevelts Krieg“ und „Israels Geheimvatikan“ von Wolfgang Eggert gelesen werden und zur geplanten Bolschewisierung Gesamteuropas durch Stalin „Deutschland im Visier Stalins“ von B. Schwipper sowie „Stalins verhinderter Erstschlag“ von Viktor Suworow.

    Grundsätzlich war das Deutsche Reich bis 1935 wehrlos gegenüber militärischen Angriffen von außen. Danach begann eine moderate Wiederaufrüstung, da zuvor die Westmächte eine Abrüstung auf das Niveau des Deutschen Reiches abgelehnt hatten. Seit 1935 begann man sich auf britischer Seite auf einen Luftkrieg technisch und im Labor vorzubereiten, um dann zu Beginn des nicht mehr abzuwendenden Krieges leicht brennbare Städte mit kompakten Altstattkern abzufackeln. Dieser Luftkrieg gegen die deutsche Zivilbevölkerung durch die Briten begonnen erfüllt den Tatbestand des Völkermordes.
    Mehrfache (über zwanzig) Bemühungen von deutscher Seite, den Krieg zu beenden, wurden von den Alliierten ignoriert.

    • Marcus Junge permalink

      „Grundsätzlich war das Deutsche Reich bis 1935 wehrlos gegenüber militärischen Angriffen von außen. Danach begann eine moderate Wiederaufrüstung, da zuvor die Westmächte eine Abrüstung auf das Niveau des Deutschen Reiches abgelehnt hatten.“

      Es (die historischen Fakten) ist sogar noch schlimmer, als Sie es beschreiben.

      Das Diktat von Versailles verpflichtete Deutschland zur totalen Abrüstung. Die Abrüstung wurde vom Völkerbund überwacht und 1928 vermeldete dieser, ja, Deutschland hat ja so abgerüstet, wie es Versailles vorsieht.

      Es steht aber noch mehr im Versailler Diktat, die Pflichten der Sieger. Nach der bestätigten Abrüstung Deutschlands, hätten diese auch abrüsten müssen. Keiner tat es. Die Weimarer Regierungen versuchten vergeblich die Einhaltung des „Vertrages“ zu erreichen.

      Hitler verhandelte 1933 und 1934 ebenso vergeblich. Er versuchte, als es offensichtlich war, daß die „anderen“ niemals gemäß Versailles abrüsten würden, zumindest Teilabrüstungen, Verbote einzelner Waffenarten und nicht ganz so umfassende Abrüstungen anzubieten. Allen, wie auch einzelnen Feindmächten, wurden solche Vorschläge gemacht, nur das Flottenabkommen mit England wurde dann auch was.

      1935 begann dann die dt. Aufrüstung, die bis 1945 vollendet sein sollte (utopisch, Geld und Friedensproduktionskapazität hätten es nicht erlaubt so früh fertig zu sein). Ziel war es bis 1945 verteidigungsfähig zu sein, da die Reichswehr Weimars den „guten“ Nachbarn im Krieg 1 zu 100 unterlegen war (ohne USA und UdSSR).

      Versailles war „zu Tode ignoriert“ (Zitat, findet sich in vielen Büchern), durch die Sieger des 1.Weltkrieges. Die Kündigung durch Hitler war nur eine Formsache, deshalb rührte sich ja auch keine Sau weiter, als er es machte. Heute verkauft man die Aufkündigung als „Beweis für die Kriegstreiberei“ Hitlers.

      Polen fragte allein 1933, nach der Machtübernahme, mehrfach bei Frankreich an, ob man nicht jetzt Deutschland angreifen wolle. Polen fragte praktisch jedes Jahr bei Frankreich / England deswegen an, „gute“ Nachbarn halt.

      1939 war die Wehrmacht in einem erbärmlichen Zustand, aber „Hitler wollte die Welt erobern“, … . 99,9% glauben es, frei von allen Fakten halt, 72 Jahre Indoktrination zum Selbsthaß machen es möglich.

      • Friedland permalink

        Sehr gute Ergänzung!
        Dazu gehören allerdings auch die Alliierten Kriegspläne gegen das Deutsche Reich, die einen Vierfronten-Krieg vorsahen und die durch den Aktenfund der gesamten Protokolle des Obersten Alliierten Kriegsrates vom 19.06.1940 in einem Eisenbahnwaggon in La Charité bestätigt werden. In einer Reichstagsrede Hitlers vom 19.07.1940 werden dazu von ihm Details genannt.

        Eine weitere Bestätigung der umfassenden Kriegspläne der West-Alliierten und der UdSSR gegen das Deutsche Reich finden sich in einer Militärstudie von Erkki Hautamäki „Finnland im Zentrum des Sturms“. Dort werden Churchills und Stalins Kriegsoperations-Vereinbarung vom 15. Oktober 1939 gegen das Reich behandelt, die sich als Kopie im Nachlaß Marschalls Mannerheim befanden und die durch eine Geheimdienstaktion am 9. Februar 1940 dem Deutschen Reich in die Hände gefallen waren. Teile davon, soweit sie Finnland betrafen, wurden an Mannerheim weitergeleitet.

        Aufgrund der in der Geheimvereinbarung aufgefundenen Zeitpläne für den Vier-Frontenkrieg gegen das Deutsche Reich ergaben sich die deutschen Kriegsplanungen, um den Alliierten Feldzügen zuvorzukommen, wie z. B. in Norwegen, Frankreich, auf dem Balkan oder im Osten. Deutschland war zum Handeln gezwungen und mußte aus schierem Überlebenswillen und bei einer nachweislich personellen und materiellen militärischen Unterlegenheit aus Notwehr als erster handeln.

        Noch am 3. Oktober 1939 (!) wäre es Briten und Franzosen möglich gewesen, diesen Konflikt zu verhindern, der, einhergehend mit der Kriegsplanung Roosevelts, sich dann zum Weltkrieg ausweitete, als durch Fritz Hesse in London das Angebot des Deutschen Reiches überbracht wurde, die Truppen aus Polen zurückzunehmen und für den angerichteten Schaden Reparationen zu leisten. Dieses Angeboten wurde von Seiten der Briten durch Sir Horace Wilson abgelehnt. Begründung: „England kann die Hegemonie einer anderen Macht auf dem Kontinent nicht zulassen, ohne zugrunde zu gehen oder die Grundlagen zu beseitigen, auf denen sein Weltreich und sein Weltprestige beruhen. Wir haben 22 Jahre gegen Napoleon gekämpft, wir werden 100 Jahre gegen Hitler und Deutschland kämpfen, wenn es erforderlich sein sollte (…)“ (Fritz Hesse, Das Vorspiel zum Kriege, S. 187).

        Wer, liebe Leser, möchte nun die Schuld-Kult-Frage neu bewerten?

  2. Michaela Wolff permalink

    „Und würde die Stadt beider Faktoren zugleich gedenken,..“

    Voraussetzung des Gedenkens ist das Denken. Menschliches Denken ist durch Lügen manipulierbar. Es gab schon während WK 1 die Lüge über „die Deutschen“, diese hätten Kindern die Hände abgehackt. Heute weiss man allgemein, dass es sich dabei um englische Kriegspropaganda handelte, um eine Lüge handelte.
    Wäre damals nach dem Krieg diese Lüge aufrechterhalten worden inklusive eines Gesetzes, dass das „Leugnen“ dieser Dinge unter Strafe stellte, wäre die Menschheit leicht zu verdummen.
    Wirkung der Lüge ist ja Unwissenheit bzw. Dummheit derjenigen, die die Lüge mit Wahrheit verwechseln.

    Da wäre ein solches Gesetz, welches das „Leugnen“ dieser“ Grausamkeiten“ unter Strafe stellt, ein Denkverbot. Denn zwischen Leugnen der bloss behaupteten Offenkundigkeit einer Tatsache und dem Bestreiten dieser angeblichen Offenkundigkeit besteht ein grosser Unterschied.
    Leugnen ist ein Lügen, weil das Leugnen voraussetzt, dass jemand wider eigenen besseren Wissens etwas bestreitet.

    Das Bestreiten einer auf Propagandalügen beruhenden „Offenkundigkeit“ ist ein Dienst an der Wahrheit, der der Wahrheit ermöglicht, ins allgemeine Bewusstsein zu kommen.
    Wenn man nun per Gesetz verbietet, diese Lüge zu hinterfragen, ist es ein Denkverbot, das genau genommen jedes Ge – denken zur blossen Farce macht. Es gibt kein wahrhaftiges wirkliches Ge-denken ohne freies, nicht vom Staat bevormundetes menschliches Denken, das eben auch ein Hinterfragen ist. Das Hinterfragen ist ein Forschen, ist Recherchieren.
    Wenn der Staat verbietet, dasjenige zu hinterfragen, was der Staat selber als „offenkundig“ hinstellt, erteilt er Denkverbote. Wer dem Menschen das Denken verbietet, verbietet dadurch dem Menschen, Mensch zu sein, weil zum Menschsein das Denken zugehörig ist.
    Bis 1990 glaubten viele Menschen noch, dass das Massaker von Katyn z.B. von Deutschen verübt worden sei. Wie schön, dass da eine geschichtliche Revision gemacht wurde !
    Thema „Churchill“: Die wirkliche Schande besteht meiner Meinung nach darin, dass man diesem antideutschen Kriegsverbrecher auch noch den Karlspreis verliehen hat.
    Wenn es etwas aus der Geschichte zu lernen gibt, dann ist die Lehre doch die, dass es auch zuerst darum gehen muss, die Wissenschaft von der staatlichen Bevormundung zu befreien.
    Leicht gesagt, schwer getan, nicht wahr ?

  3. Das Drama der „Kultur der Lüge“ (dem Gegenstück zu einem „freien Geistesleben“) findet die tägliche Fortsetzung darin, dass ein solcher Artikel von H.W.Ludwig nicht an vorderster Stelle in der Presse erscheinen kann….
    Zitat M.Wolff: „Wenn es etwas aus der Geschichte zu lernen gibt, dann ist die Lehre doch die, dass es auch zuerst darum gehen muss, die Wissenschaft von der staatlichen Bevormundung zu befreien.“ Die Bevormundung ist nicht bloß „staatlich“ – die ist längst „internalisiert“, die Wissenschaft selber lebt aus solchen Selbst-Bevormundungen. Die Macht einer wirklichen „Wissenschaft“ gegenüber den staatlichen Stellen könnte vieles in Bewegung bringen ?

    • Michaela Wolff permalink

      @ Peter Wyssling: “ …Wissenschaft lebt aus solchen Selbst-Bevormundungen. Die Macht einer wirklichen „Wissenschaft“ gegenüber staatlichen Stellen könnte vieles in Bewegung bringen ?“

      Ja, Sie haben meiner Meinung nach ganz Recht, auf dieses „Drama der „Kultur der Lüge““ hinzuweisen. Vielleicht ist es für verbeamtete Lehrer einfach bequemer, im voraus eilenden Gehorsam gegenüber dem Staat/der Politik sich selbst den Maulkorb zu geben ? Ansonsten liefen sie Gefahr, ihre Pensionen zu verlieren. Das ist mittlerweile schon „internalisiert“, verinnerlichter Reflex des allgemeinen Beamten. Nur ein Beispiel aus dem wirklichen Leben:
      Im Februar 2016 kam eine Lehrerin mich besuchen, die sagte, sie habe ein „Staatsexamen“ abgelegt. Sie sprach dann über Politik, sagte in dem Zusammenhang, sie würde keine der Parteien wählen. Doch dann fügte sie hinzu: „Aber ich muss natürlich als Lehrerin meinen Schülern sagen, dass die selber wählen müssen.“ Ihre Meinung als Mensch darf sie dort nicht frei äussern.

      Aber wie verrückt müsste Mensch denn sein, um ausgerechnet der Wissenschaft das Joch der Knechtschaft des politischen „demokratischen“ Parteibeamtentumes auflegen zu wollen ?
      Wissenschaft stimmt ja nicht „demokratisch“ darüber ab, „ob“ es die Südseee „wirklich gibt“.
      Es wird auch nicht „demokratisch“ darüber abgestimmt, „ob zweimal zwei vier ergibt“, oder,“ob“ Lackmuspapier sich unter gewissen Bedingungen verfärbt. Usw.
      Ebensowenig stimmt man „demokratisch“ darüber ab, „ob“ Napoleon Bonaparte „wirklich lebte“.
      Sie schrieben: „Die Macht einer wirklichen „Wissenschaft“ gegenüber staatlichen Stellen..“
      Ob diese „BRD“ wirklich ein „Staat“ ist, hat ja z.B. Sigmar Gabriel (SPD) selber im Bundestag infrage gestellt. Der behauptete, Frau Merkel sei „Geschäftsführerin der BRD GmbH“, einer NGO.
      Und Jürgen Trittin (Grüne) sprach öffentlich über diesen „Staat“ als „die Firma“.
      Seit wann ist denn eine Firma dazu befugt, Gesetze zu erlassen, die für uns alle gelten sollen ?
      Hat sich der Schwachsinn vielleicht schon zur Epedemie entwickelt ?
      Die Franzosen haben 1789 mit anderen Despoten kurzen Prozess gemacht.
      Und sie hatten auch wohl kaum eine andere Wahl gehabt. Heute sind es die Krämerseelen, welche die ganze Welt bevormunden wollen.Churchill gab ja selbst zu, dass es beim WK 2 um wirtschaftliche Hintergründe ging. Die Macht liegt bei diesem Krämerseelen und längst nicht mehr bei den Regierungen bzw. NGO s, oder wie sehen Sie das ?

  4. Hat dies auf Manfred O. rebloggt.

  5. a. Rath permalink

    Als junger Mann , hatte ich die Bibel ( altes u. neues Testament ) gelesen.
    Dabei stieß ich auf Kommentare über die Geschichtsschreibung bis hin vor 3000 Jahren , man
    müsse diese Niederschriften mit Sorgfalt betrachten , da die früheren Herrscher meist nur positive
    Berichte der Geschichtsschreiber akzeptierten . Bei wahrheitsgerechten Niederschriften wurden
    diese Schreiber nicht sehr alt.
    Bis vor einigen Jahren , dachte ich, das so etwas in Demokratien nicht möglich sei !
    Weit gefehlt ;
    Heute werden diese menschlichen , religiösen, politischen Manipulationen und Hinter-listen,
    mit Gehirnwäsche durch Presse, TV , Schulbücher usw. durch die Macht des Stärkeren bestimmt.
    ( Erfolgreichste Gehirnwäsche im 20ten Jahrhundert , wie das Unterbewusstsein eines Volkes
    manipuliert wird ,und die Mehrheit ist immer noch von einer funktionierenden Demokratie über –
    zeugt) !
    Wahrheit kann man nicht vernichten , genau so wenig wie Energie , sie lässt sich nur umwandeln,
    und das wurde zu allen Zeiten versucht !
    Ich bin 1948 geboren , habe also nichts mit einem 3. Reich zutun , schon gar nichts mit einem
    Holocaust .
    Und dennoch , bei den Nürnberger Prozessen , wurde zementiert , das der Holocaust nicht geleugnet werden darf ! Selbst wenn viele , viele Berichte über dieses Thema angezweifelt
    werden müssen und einer aufklärenden Diskussion bedürfen.
    Deshalb informiere und nehme Berichte gern von Betroffenen , die in der Zeit lebten und in
    Wahrheit berichten !!!!!!!!!
    Ich denke da an die Ursachen des ersten Weltkrieges ( Balfour – Deklaration )
    den 2. Weltkrieg , Rede von Benjamin Freeman ( USA )

    Und besonders empfehlenswert , und im Internet nach zu schlagen , das Buch zur Aufklärung
    des 3. Reiches von Gerard Menuhin ( Sohn des berühmten jüdischen Stargeigers , Yehudi Menuhin) ……….. Wahrheit sagen , Teufel jagen …….!
    Das Buch scheint geschichtlich so interessant zu sein , das es kein Verlag in Deutschland wagt
    zu drucken. Und hier wird wieder sichtbar , wer die Mächtigen sind !

    Übrigens auch interessant , babylonische Gefangenschaft und ägyptische Sklaverei …………!

    Meine Überzeugung ist : Solange Menschen durch das alte Testament , den Talmud und
    den Koran von Kleinkind an indoktriniert werden und das Vergeltungsdogma : Auge um Auge
    und Zahn um Zahn eingebläut bekommen, wird es keinen Frieden geben !
    Um das zu erfüllen und zu erneuern gab es einen Jesus Christus , der von Liebe, Vergebung
    und Barmherzigkeit predigte.
    Er jagte die Händler und Schriftgelehrten aus dem Tempel .
    Oh hätte dieser Jesus heute viel zu tun !
    Leider wird der von genannten Religionen nicht anerkannt !

    Interessant , 2017 ist ja das jüdische Jahr , in dem der jüdische Messias kommen muss !
    Und wenn nichts passiert , dann sollte man sich mal über die israelische
    Opferstellung ernsthaft unterhalten.

    Und jetzt wiederhole ich den Titel des Buches und schließe mich dem Titel an :
    Wahrheit sagen , Teufel jagen.

    Grüße
    A.R.

  6. Michaela Wolff permalink

    „Lord Halifax in London: „Jetzt haben wir Hitler zum Krieg gezwungen,..“

    Dazu passt, dass Churchill im März 1946 gegenüber US Präsident Truman erklärte:“ Der Krieg ging nicht allein um die Beseitigung des Faschismus, sondern um Erringung der Absatzmärkte.
    Wir hätten, wenn wir gewollt hätten, ohne einen Schuss zu tun, verhindern können, dass der Krieg ausbrach, aber wir wollten nicht..“ Quelle: “ Der grosse Wendig“, Band 1, S.640 oben.
    Kapitel: “ Gescheiterte Friedensinitiativen August 1939 bis Ende 1941″

    Wer Hitler zum Krieg gezwungen hat, der ist auch selbst für diesen Krieg verantwortlich.
    Und der Ausbruch des WK 2 hatte ja eine Vorgeschichte, die in den staatl. Schulen gar nicht vorkommt. Es gab nämlich in Polen antijüdische und auch antideutsche Pogrome.
    Viele Juden wanderten deswegen nach Deutschland aus, und man hat denjenigen Deutschen, die in Polen lebten, mit der Axt den Schädel gespalten und hat Jagd auf Deutsche gemacht.
    Und es hatte bereits im Frühjahr 1933 eine antideutsche Hetze gegeben, worauf der frühere Reichskanzler Heinrich Brüning in seinem Buch: “ Briefe und Gespräche 1934-1945″ Bezug nahm.
    Der Berliner Korrespondent eines New Yorker Blattes hatte die Lüge gekabelt, dass die Spree angefüllt sei mit treibenden Leichen der von Nazis ermordeten Juden. 1933 !!!
    DARAUFHIN – auf diese Lüge hin – kam es dann zum „Abwehrboykott“ am ersten April (!) 1933.
    In der englischen „Daily Express“ vom 24.März 1933 erschien die Kriegserklärung der Zionisten gegen Deutschland: “ JUDEA DECLARES WAR ON GERMANY“.
    Benjamin Freedman, ein Insider und zum Christentum konvertierter Ex-Zionist, hat die wahren Hintergründe des WK 2 en détail beschrieben durch seine Rede im Willard Hotel, worauf ja „a.Rath“ sich in seinem Kommentar bezieht.
    Deutschland sollte um seine wirtschaftliche Existenz gebracht werden. Es war ( und ist ) eine wirtschaftliche Konkurrenz dieser angloamerikanischen „Brüder“, die überhaupt nur durch Lügen Erfolge haben konnten. Damals schlossen Engländer mit Polen ein Bündnis gegen Deutschland. Und heutzutage sind es dieselben Kreise, die einen „Cordon Sanitaire“ zwischen Russland (Absatzmarkt) und Deutschland (Produzent) aufbauen. Es ist „dasselbe in Grün“, nur scheint die Wahrheit kaum jemand zu interessieren.

    @a.Rath „Leider wird der von genannten Religionen nicht anerkannt.“ Voraussetzung irgendeines „Anerkennens“ ist das Erkennen. Den Religionen geht es aber nicht um das Erkennen. Sondern denen geht es um Glauben. Glaubenssysteme sind wie Häusermakler. Der Makler kennt die genaue Adresse des Hausverkäufers. Dem Hauskäufer gegenüber verheimlicht er diese so lange, bis der Käufer dem Makler die Provision zahlt. So lange muss der Käufer eben glauben, dass der Makler die Adresse kennt.
    Kirche macht – bildhaft ausgedrückt – einen „Exklusivvertrag“ mit dem Gläubigen und sagt: Nur durch mich kommst du zu Gott. Würde jemand an solchem „Makler“ vorbei als Käufer mit dem Verkäufer zusammenkommen, könnte sein, dass die Kirche leer ausginge.
    So gesehen fürchten diese Glaubensdogmatiker die wahre Esoterik, bei der es um die Frage geht: „Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?“

  7. jacky permalink

    @ Michaela Wolff

    Danke für Ihre Ausführungen.
    In diesem Vortrag von Prof. Mausfeld wird klar, wie heute manipuliert wird und mit welchem Ergebnis über gedankliche Sperrgebiete.

    • Michaela Wolff permalink

      @ jacky Dankeschön für den sehr informativen Link zu Prof.Mausfeld.

      Habe beim Zuhören Begriffe notiert und kam zu drei mir wesentlich erscheinenden Begriffen: Aufgabe der Medien sei es, „Hass“ zu erzeugen. Besagten „Eliten“ – in Wahrheit ist es eine Räuberbande – gehe es darum, „Angst“ zu verbreiten. Und dann sprach Prof. Mausfeld auch über einen „Wortaberglauben“ und „Orwell`sche Fachwörter“ o.ä.. Der Sinn, solchen „Wortaberglauben“ zu realisieren, könnte darin liegen, Zweifel am Geist zu verbreiten.
      So gesehen geht es um Angst, Hass und Zweifel am Geist.

      Ich will vermeiden, dem Prof.Mausfeld etwas zu unterstellen. Er ist ein staatlich (!) ausgebildeter Psychologe. Es könnte sein, dass er als jemand, der sich vom „Rechtspopulismus“ abgrenzen will oder muss, einem Materialismus die Schleppe hinterherträgt, der ja die Basis für linkspopulistische Ideologie ist, die dem Geistigen, dem Spirituellen gegenüber dogmatisch auftritt.
      Solche linken Dogmatiker sind oft päpstlicher als der Papst und sind Antitheisten.
      Sie sind selber die Kinder des römischen Katholizismus, ohne das zu durchschauen.

      In der wahren Esoterik geht es um „drei Tiere“, welche Mensch zu überwinden hat: Angst; Hass und Zweifel am Geist. Der Begriff „Psyche“ entstammt dem Griechischen und bedeutet: Hauch, Atemkraft.

      Nun zum „Exzeptionalismus“ der USA: Wer an andere einen anderen moralischen Mass-Stab anlegen will als den, mit dem er seine eigene Moral misst, ist ein Betrüger oder ein betreffs Moral Unwissender. Worum es da wirklich geht, ist, einen EINZIGEN Nationalismus allen anderen Nationen überzustülpen, und das ist der angloamerikanische Nationalismus.
      Da sind die „Zentren der Macht unsichtbar“, wie Prof.Mausfeld ganz richtig erkennt, denn diese Zentren der Macht sind die Geheimgesellschaften. Denen geht es darum, diese von Prof. Mausfeld erwähnten „Denkmöglichkeiten“ – also Freiheit des Geistes – abzuschaffen.
      Da geben sich diejenigen Nationalisten die Klinke in die Hand, welche man als eine „Familie“ benennen kann: Angloamerikanisch – zionistische Nationalisten.
      Geistig sind die mit dem römischen Jesuitismus verwandt.
      Da ist der Papst der Stellvertreter (!) des wahren geistigen Hirten. Dessen Stellvertreter ist eifrig darum bemüht, goetheanisches Denken und wahre Esoterik abzuschaffen. Damit nur ja keiner den wahren Hirten erkennen kann, der vermag, Wölfe in Hütehunde zu verwandeln.
      Die EDDA erzählt uns etwas darüber, mit welchem Band der Wolf gefangen wurde. Es besteht aus sechs Dingen: Ton des Katzentritts, Bart der Weiber, Wurzeln der Berge, Sehnen der Bärenleiber, Atem der Fische, Speichel der Vögel `gar – all das ist heut`verschwunden, drum scheint die Sage wahr.

  8. Michaela Wolff permalink

    Verzeihung bitte, falls ich zuviel schrieb. Dies ist mein letzter Kommentar, bevor nicht jemand anders etwas sagt, gemeint als P.S. zu „jacky“:

    Der „Wolf“, von dem die EDDA besingt, wie der gefangen wurde, ist ein Tier mit langer Schnauze, und er ist so gesehen das Urbild des lügenhaften Pinoccio mit der langen Nase.
    Wenn eine Sage „wahr scheint“, muss sie nicht wahr sein. Zwischen Wahrscheinlichkeit und Wahrheit klafft das Maul jenen „Wolfes“, da macht „Schein“ den Unterschied.
    Moderne Intellektuelle betreiben gerne Wahrscheinlichkeitsrechnungen. Aber ob sie mit Wahrheit rechnen, sei einmal dahingestellt.

    Wenn nicht das bloss verstandesmässige Suchen sich unter ein Suchen nach Weisheit unterordnet, die der Liebe dient, führt solches Denken in den Abgrund, wo der Pinocciowolf uns seine lange Nase zeigt. Das ist, was ich hatte sagen wollen.

    Lassen wir uns nicht blenden von verbeamteten Intellektuellen, die nur schein-bar die Hand beissen, welche sie füttert. Aeusserlich sind sie Lämmer. Innerlich sind sie reissende Wölfe, welche uns das Spirituelle ent-reissen wollen. Wölfe betrachten den guten Hirten, der für seine Schafe sein Leben lässt, als Konkurrenz. Pferde scheuen die Wölfe, aber der Esel hat Mut genug, sie anzugreifen und zu vertreiben, weswegen Schafhirten auch Esel integrieren.
    Vergessen wir nicht den guten Hirten, der auf einer Eselin ritt, die ein Füllen hatte, wenn wir über die Frage der Lämmer und Hirten nachdenken.

  9. Rudolf permalink

    Sehr interessante Ausführungen.
    Es ist sicher so, dass das Aufstellen von Antithesen zu etwas, das man nicht teilt, die Gefahr beinhaltet, dasjenige was man eigentlich bekämpfen möchte, indirekt festigt und in seiner Existenzberechtigung stützt.
    Weiters macht man sich oft selbst – als meist unbewusster Miterbauer einer Synthese – mitschuldig am Entstehen dieser aus dem Zusammenprall von These und Antithese entstehenden Synthese, welche ja, wenn dies nicht beabsichtigt ist, kaum mit der eigenen Idealvorstellung, also der eigenen Antithese, dem eigentlichen in diesem Fall moralisch gerechtfertigten und transparenten Ziel übereinstimmen kann.

    Wenn man also erkennt, wie die „linken Dogmatiker“ im Grunde nur dasjenige, was sie vorgeben zu bekämpfen, in Wahrheit stützen, müsste man im selben Augenblick erkennen, wie das bloße sich Einlassen auf beispielweise „geschichtsrevisionistische“ Positionen, niemals dazu beitragen kann, noch nicht ans Tageslicht gekommene Wahrheiten aus ihrer Versenkung zu holen und zu etablieren. Deswegen verlaufen derartige Versuche auch regelmäßig im Sande.

    Linker Dogmatismus ist heute sozusagen die – wenn auch verkappte – Antithese zur Freiheit. Natürlich auch der rechte, denn die traditionelle Rechte wie auch schon der Nationalsozialismus waren und sind nur eine besonders perfide Spielart alles Linken, eines angeblichen Sozialismus, welcher im Sinne eines Korporativismus – in der Regel verkleidet als soziale und auf die Gefühlsebene ausgerichtete völkische Politik – zusätzlich noch einige sehr negative Aspekte eines nicht freien aber mit dem Staatswesen verquickten kapitalistischen Unternehmertums verknüpft.

    Heutige Politik ist weder demokratisch, noch freiheitlich und weder offen noch transparent. Sie ist nicht der linke Dogmatismus an sich, aber weitgehend von ihm durchsetzt und beeinflusst. Hinter den gehissten Fahnen der Demokratie und Freiheit verbirgt sich der angesprochene Dogmatismus als Mittel zur Herrschaftsausübung.

    Eine wahre Opposition zu heutiger dogmatisch links ausgerichteter Politik kann nicht von denjenigen ausgehen, welche lediglich meinen, dass in den Institutionen nur jeweils die falschen Leute sitzen, so wie heute eben die Populisten und schon gar nicht von den Rechten oder auch nur den Populisten selbst.
    Denn die halten es mit der Freiheit genauso wenig, wie die „linken Dogmatiker“.

    • Michaela Wolff permalink

      @ Rudolf: “ Denn die halten es mit der Freiheit genauso wenig, wie die „linken Dogmatiker““

      Lieben Dank für den hochwertigen scharfsinnigen Beitrag. Sie sehen dieses Dreifache des Hegelianismus: These, Antithese und Synthese. Manche sehen nur den Dualismus von These und Antithese.
      WER hält es denn Ihrer Meinung nach dann „mit der Freiheit“ im Sinne auch von einem Willen zum weitestgehenden Freilassen Andersdenkender usw ? Bitte antworten, ja ?

      Worauf ich selber hinauswill, ist, diesen Hegelianismus durch Spiritualisierung des Denkens zu überwinden.
      Wenn man – wie Sie das tun – eigene Gedanken kraftvoll macht, kann man sie auch versuchen, zu veranschaulichen. Sozusagen durch Bilderschrift das Wesentliche „malen“. Da kommt ein künstlerisches Element dazu. Aber dann ist das erst ein selbst gemaltes Bild, das sich vor etwas hinstellt und es verbirgt. Ein Beispiel: Man könnte z.B. den von Ihnen erwähnten rechten Dogmatismus als „braunen Stier“ imaginieren und den linken Dogmatismus als „rotes Tuch“ vorstellen, das den Torero verbirgt. Der Torero ist dann Bild für die Geheimgesellschaften und Kriegstreiber, welche die Synthese: Ausbeutung der durch Krieg zerstörten Kulturen usw. herbeiführen, indem sie den Stier töten und das rote Tuch zerfetzen – oder – sich weiter dahinter verbergen. Bild für WK 2. und „kalten Krieg“ etc.

      Nun kann man einen radikalen Schritt vollziehen, indem man diese selbst „gemalten“Bilder und Vorstellungen, also IMAGINATIONEN komplett AUSBLENDET. Das erfordert eine Devotion im Sinne von der Idee: Die Bilder, welche ich als Mensch mir selber von der Lebenswirklichkeit mache, sind noch nicht die volle Lebenswirklichkeit selber. Wenn ich nach INSPIRATION aus höheren Welten suche, muss ich alle meine eigenen Gottes- und Selbstbilder und bloss menschliche Gedankenvorstellungen ausblenden. (Das oben erwähnte „Band“, wodurch der „Wolf“ gefangen wurde, trägt in der EDDA den Namen BLENDUNG) Das auszublenden, bis man in einen wachen Zustand des leeren Bewusstseins kommt, erfordert intellektuelle Bescheidenheit. Doch wenn man im leeren Bewusstseinszustand sich wach halten kann, dann kann es zur INTUITION kommen. Zum geistigen Wahrnehmen der Region des Willens.
      Die Ideen, die dieser Region entstammen, sind nicht an das materielle Gehirn gebunden.
      Durch IMAGINATION, INSPIRATION (im leeren Bewusstsein, das zum Gefäss wird) und INTUITION (die das Gefäss füllt) wird leibfreies Denken möglich. Spiritualisierung des Denken, das auch ein Wollen ist.
      Wenn wahr ist, was Prof.Mausfeld über die „Eliten“ sinngemäss sagte, dass diese so eine Art von Superpsychologen seien, die uns besser durchschauen können als wir „Schafe“ es selber können, dass sie deswegen vermögen, unseren Willen zu lähmen, WER sind dann Ihrer Auffassung nach unsere Verbündeten im Kampf um die Freiheit des Geistes ?
      Der Einzelne vermag ja, durch meditative Selbsterziehung sich zu entwickeln und zu befreien, wenn er die dabei den Boden unter den Füssen behält. Aber es geht ja nicht nur um einen selber im Geschäftlichen und in der Politik. Würde mich mal sehr interessieren, wie Sie das beurteilen.

  10. Rudolf permalink

    @ Michaela,

    die Verbündeten im Kampf um die Freiheit des Geistes können nur diejenigen sein, die die absolute Freiheit des Geistes als Grundsatz anerkennen und im Gegenüber das Gemeinsame erblicken auch wenn es einzelne oder auch viele unterschiedliche Standpunkte gibt. Sofort durchfallen lassen würde ich diejenigen, die einen als „rechten“ schimpfen nur weil man für die größtmögliche geistige und sonstige Freiheit eintritt. Denn damit entlarven sie sich als die „linken Dogmatiker“ die unsere Freiheit einschränken, während sie scheinbar für diese eintreten.

    Die Spiritualisierung des Denkens beginnt mit der Anerkennung des Prinzips der Freiheit. Unfreiheit beginnt mit der Klassifizierung eines Menschen als „links“, „rechts“ oder auch keines von beiden.
    Denn jeder Mensch wird irgendwann mal einen linken oder auch linken Standpunkt vertreten wie womöglich einen rechten oder auch rechten, bzw. wird niemals in der Lage sein sich immer und überall von solchen Standpunkten ganz klar zu distanzieren. Wenn schon, können und sollen wir linke oder auch rechte Standpunkte umschreiben.

    Wunderbar der Vergleich mit dem Torero der ja nicht wirklich die Antithese zum Stier einnehmen kann. Denn die Torero-Seite hegt und pflegt ja den Stier bis zu dem Augenblick wo er in den Kampf geschickt wird. Der Torero steht ja hinter dem roten Tuch gleichermaßen wie dem braunen Stier, die in der Regel ja beide das Nachsehen haben, während er selber nur in sehr seltenen Fällen zu schaden kommt, die dann als Unfall bezeichnet werden. Er ist der Trickbetrüger, der hinter der scheinbaren These und Antithese steht.

    • Michaela Wolff permalink

      @ Rudolf: Thema: „Selbst schuld – Gedenkkultur in Pforzheim“

      Schön, wie Sie das klar sehen “ …die Torero-Seite hegt und pflegt ja den Stier bis zu dem Augenblick..“
      Hatte das selber noch nicht so direkt gesehen, aber es ist wahr. Und die Veranstalter dieses archaischen Spektakels machen auch dann Kasse – oder vielleicht sogar noch mehr Kasse – wenn mal ein Torero vom Horn durchbohrt wird.

      Meine, dass es weder Sinn ergibt, irgendeinem Volk, noch einem Rindviech eine „Schuld“ zuzuweisen. Wenn z.B. vor siebzig Jahren ein Herr Kunz eine Frau Hinz erschlagen hatte, weil dem Herrn Kunz nichts besseres einfiel, als die mit der Bratpfanne kalt zu machen, dann ist Herr Kunz selber schuld. Denn statt Frau Hinz mit der Bratpfanne kalt zu machen, hätte der besser ein gut abgehangenes Rinder-Filet in der Bratpfanne heiss machen können.

      Wenn aber dann siebzig Jahre später noch jemand sagen würde: Herr Kunz war ja ein Deutscher gewesen. Deswegen präsentieren wir noch siebzig Jahre später dem deutschen Volk die Rechnung für diese Untat, Deswegen müssen Rudolf und Herr Ludwig und so weiter und Michaela Wiedergutmachung bezahlen – wären wir da nicht selbst schuld, wenn wir denen nicht sagen würden: Ihr seid Trickbetrüger. Kollektivschuld war vorgestern. Macht euch vom Acker ihr Diebsgesindel ! ?

      • Rudolf permalink

        @ Michaela,

        Ja genau, 70 Jahre später immer noch dem Volk der Deutschen die Rechnung für Untaten, welche von einer absoluten Minderheit ihrer Mithlieder begangen wurden, zu präsentieren, ist ein geistiges Verbrechen. Eine Art geistiger Sippenhaft, noch dazu ohne zeitliches Ende auf die Enkel und Urenkel der ohnehin grossteils unschuldigen, aber alle nach 70 Jahren immer nicht im gleichen Topf schmorenden „Täter“.

        Das völkische und nationale Element als Zugehörigkeits- und Identifikationsgebilde soll ja beute angeblich nicht mehr wirksam und in der Menschheit massgebend sein, nach dem Reden der Apologeten der Verunglimpfer der Deutschen wegen der Verbrechen ihrer Urenkel.
        Hier wirkt es aber munter weiter, ein schon sehr markanter Widerspruch.

        Wenn es darum geht und offensichtlich nur wenn es darum geht (was für ein Widerspruch), die Deutschen nach 70 Jahren immer noch geistig in Sippenhaft zu nehmen, wir wissen alle, was das bedeutet, eben gerade nicht das Andenken und die Ehrung der unschuldigen Opfer sondern die Instrumentalisierung der 70 Jahre zurückliegenden Verbrechen einer deutschen Minderheit im Sinne heutiger geopolitischer weltweiter Agenden, dann ist der deutsche Volksgeist in den Augen der sich als fortschrittlich gebenden Vertreter dieser alles Nationale und Völkische weit hinter sich zu lassen glaubenden heutigen geistigen Usurpatoren, anscheinend immer noch quicklebendig.

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  1. News 20.02.2017 | Krisenfrei

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