Katalonien z. B. und die Krux mit dem Selbstbestimmungsrecht

Der Unabhängigkeitsversuch Kataloniens, der Spanien in Atem hält, ist kein singuläres Ereignis. „Was dort in Spanien geschieht, hat das Potenzial, ganz Europa nachhaltig zu erschüttern“, schreibt Günther Lachmann auf „Geolitico“, „allerorten streben Regionen nach Autonomie.“ Nicht nur schwele der nach wie vor ungelöste Unabhängigkeitskonflikt in Südtirol, „in Italien rufen die Lombardei und Venetien nach mehr Autonomie, viele Schotten wollen raus aus Großbritannien. Bald werden vielleicht die Korsen ins gleiche Horn stoßen.“ 1 Und der jahrzehntelange gewaltdurchsetzte Baskenkonflikt, muss man hinzufügen, ist nur mühsam befriedet worden.

Und G. Lachmann beklagt zu Recht, dass die Berichte der Medien an der Oberfläche bleiben; die Frage nach den Ursachen, die in den spezifischen kulturellen Werten und Traditionen dieser Volksgruppen liegen könnten, in denen die Menschen gegenüber der zunehmenden Globalisierung ihre Wurzeln und ihre Identität suchen, werde kaum gestellt. Wie bei der Weltfinanzkrise 2007 und der Euro-Krise 2010 blieben „die im tiefen Innern brodelnden Kräfte“ ausgeblendet. –
Doch es fragt sich, ob diese im tiefen Innern brodelnden Kräfte, die in diesen Bestrebungen nach Selbständigkeit eruptiv hervorbrechen, nicht primär in den regionalen Gemeinschaften, sondern unabhängig davon noch tiefer im einzelnen Menschen selbst liegen.

Die europäische Entwicklung zur Freiheit

Der europäischen Geschichte liegt seit dem Griechentum das unbewusste und immer bewusster werdende Streben der Menschen zur freien, sich selbst erkennenden und sich selbst bestimmenden Individualität zugrunde. Es ist letztlich dieser Impuls, der als gegen alle Widerstände gärende Kraft die ganze geistige und gesellschaftliche Entwicklung der europäischen Völker in der neueren Zeit verändernd bestimmt und vorangetrieben hat. Er bedeutet, dass heute der einzelne Mensch nicht mehr wie früher für die Gemeinschaft da ist, die über ihm steht, sondern die Gemeinschaft für den Einzelnen da sein muss, also dafür, die Entwicklung des Einzelnen zu Freiheit und Selbstbestimmung zu fördern.

Dies ist in den westlichen Demokratien erst teilweise erreicht. In der Französischen Revolution wurde die absolutistische Macht vom Thron gestoßen, aber Freiheit nur als Freiheit vom Joch der Königs- und Adelsherrschaft verstanden. An deren Stelle trat die „Herrschaft des Volkes“ bzw. die Herrschaft einer gewählten Gruppe von Volksvertretern, einer Oligarchie. Damit ist die Befreiung des Menschen auf halbem Wege stecken geblieben, bis heute. Denn es geht darum, die Herrschaft eines oder mehrerer Einzelner in eine Herrschaft aller Einzelnen umzuwandeln, d. h. durch das Selbstbestimmungsrecht des einzelnen Bürgers den obrigkeitsstaatlichen Fremdbestimmungsanspruch überhaupt abzulösen.

In den alten theokratischen Hochkulturen war es die dem Einzelnen übergeordnete Gemeinschaft, die ihn unter der Führung des Herrschers geistig leitete, umfassend wirtschaftlich versorgte und staatlich schützte. Dies wird auch im heutigen demokratischen Einheitsstaat noch immer weitgehend in bürokratisch perfektionierter Form fortgeführt. Erstarrte Denkstrukturen realisieren nicht, dass es nicht mehr Anliegen des Staates sein kann, über seine Sicherheits-Aufgaben hinaus zentral die wirtschaftliche Versorgung und die geistig-kulturelle Entwicklung der Menschen irgendwie inhaltlich zu lenken oder zu bestimmen. Denn unter der Führung der jetzt „demokratisch“ Herrschenden wird dadurch „von oben“ die Freiheit und Selbstbestimmung der einzelnen Menschen gerade ausgeschaltet. Ein „Oben“ darf es in der Gleichheit der Freien überhaupt nicht mehr geben. Es bringt immer ein „Unten“ mit sich, das untergeben, untertan ist und Freiheit wie Gleichheit aufhebt.

Die zentrale Lenkung

Spanien ist eine zentral regierte parlamentarische Monarchie, die sich in 17 Autonome Gemeinschaften oder Regionen gliedert. Diese haben zwar keine Eigenstaatlichkeit wie die Länder eines Bundesstaates, verfügen aber dennoch über einen Kompetenzumfang, der etwa dem der deutschen Länder vergleichbar ist. Katalonien gehört neben dem Baskenland, Galicien und Navarra zu den eigenwilligsten Regionen, was darin zum Ausdruck kommt, dass sie als „historische“ Autonome Gemeinschaften durch ein besonders hohes Maß an eigenen Befugnissen in Gesetzgebung und Verwaltung hervorragen. „Unter anderem verfügt Katalonien über eine eigene Polizeieinheit, die Mossos d’Esquadra, die nach und nach die Aufgaben der spanischen Polizei auf katalanischem Gebiet übernimmt. Auch in zahlreichen anderen Politikfeldern, so etwa der Bildungs-, der Gesundheits- und der Wirtschaftspolitik, verfügt Katalonien über weitreichende Kompetenzen.“ (Wikipedia)

Die eigene Sprache und die Besonderheiten der eigenen Kultur sind also, nach langen Kämpfen, respektiert und insbesondere mit dem Bildungswesen in eigener Hand. Das Unabhängigkeitsstreben der Katalanen kann daher nicht darin seine Ursache haben, dass die eigene Kultur unterdrückt wäre und befreit werden müsste, um darin ihre Identität zu finden oder zu bewahren. Trotzdem sind sie gegen jede zentrale Reglementierung aus Madrid überaus empfindlich.

Katalonien ist die wirtschaftsstärkste Autonome Gemeinschaft Spaniens. Es zählt (wie auch das Baskenland) zu den am frühesten und intensivsten industrialisierten Regionen Spaniens. Entsprechend hoch sind seine innerstaatlichen Transferleistungen nach Madrid. Viele Katalanen sehen darin den „Grund für die hohe Verschuldung der wirtschaftsstarken Region. Dieser Nettotransfer betrage jährlich bis zu 16 Milliarden Euro, das sind acht Prozent des katalanischen Bruttoinlandsprodukts (BIP). Dieser Anteil sei etwa zehnmal so hoch wie der, den die Hauptzahler im deutschen Länderfinanzausgleich abführen“ (Wikipedia).

An der hohen Verschuldung, die insbesondere mit dem Platzen der irrsinnigen Immobilienblase zusammenhängt, hat auch Katalonien selbst seinen Anteil. Und außerdem werden diese Zahlen „von anderer Seite in Zweifel gezogen, so sei der Nettobeitrag Kataloniens überschätzt worden, bzw. sei kleiner als der Beitrag der Region Madrid und habe 2015 bei nur 3,2 Milliarden gelegen.“ Stein des Anstoßes sind also überhaupt die Gesetze der Zentralmacht, durch die die Früchte des eigenen Fleißes für andere abgeschöpft werden..

Es sind Unwille und Empörung des Menschen gegen jede Reglementierung von außen, die in den Katalanen aufgrund ihrer historisch umkämpften Eigenheit besonders ausgeprägt sind. Die Lösung sehen sie nur in der Befreiung von Madrid, bemerken aber (noch) nicht, dass die gesetzliche Reglementierung des Menschen von außen in der kleineren Einheit Katalonien ebenso stattfindet, nur dass sie an den Entscheidungsträgern näher dran sind. Aber eine Fremdbestimmung des Menschen herrscht in jedem parlamentarischen System, insofern es historisch unreflektiert eine obrigkeitsstaatliche Regelungskompetenz aller Lebensgebiete, also auch die der Kultur, der Bildung und des Wirtschaftslebens behauptet.

Die Wirkungen des Selbstbestimmungsrechts der Völker

Viele Katalanen beanspruchen, eine eigene Nation zu sein und berufen sich auf das „Selbstbestimmungsrecht der Völker“, das allgemein als geltende Norm des Völkerrechts anerkannt ist. Danach kann ein Volk frei über seinen politischen Status, seine Staats- und Regierungsform und seine wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung entscheiden. Das klingt eingängig freiheitlich. Es ist ein „Kollektivrecht“, mit dem das Selbstbestimmungsrecht, das sonst dem Einzelnen zusteht, auf eine Menschengruppe übertragen wird, hier jedoch nicht mehr ein Recht einzelner Bürger, sondern das der Gesamtheit als einer überpersönlichen Gemeinschaft sein soll. Aber jemand muss es bestimmen, diejenigen, die das Ganze zu repräsentieren beanspruchen. Damit wird das Selbstbestimmungsrecht zur Verlockung für Usurpatoren, die es nach zwei Richtungen instrumentalisieren: Entweder unterdrücken Mehrheiten, die sich für das Volk erklären, die Rechte von Minderheiten oder vertreiben sie; oder Minderheiten schließen sich ab und sprengen die bisherige Gemeinsamkeit, die das nicht hinnehmen will.

Es ist nicht definiert, was ein Volk ist, und so bleibt „in einem Nebel nützlicher Unbestimmtheit“ (Ralf Dahrendorf), welche Gemeinschaften es geltend machen können. Die Völker leben auch vielfach nicht schön abgegrenzt nebeneinander, sondern durchmischt. Insbesondere in Ost- und Südosteuropa gibt es viele Enklaven anderer Völker oder Durchmischungen, die Familienangehörige zu Teilen von zwei oder drei Völkern machen. Katalanen leben auch in Valencia, auf den Balearen, im französischen Roussillon, in Andorra und in Alghero auf Sardinien. Welch fürchterliche soziale Sprengkraft lag und liegt überall in der Konsequenz dieses „Kollektivrechtes“.

„Der Begriff Selbstbestimmungsrecht der Völker entstand im 19. Jahrhundert als nationalistische Kampfparole. Im Ersten Weltkrieg wurde sie propagandistisch benutzt. Das geschah auch von deutscher Seite, um die baltischen und die ukrainischen Nationalbewegungen gegen Russland aufzuwiegeln; an führender Stelle verfochten jedoch Lenin und US-Präsident Wilson dieses Prinzip.2 Wilson suchte ein Prinzip, Österreich-Ungarn in seine Bestandteile aufzulösen.

„Wenige Wochen nach dem Ende 1918 geschlossenen Waffenstillstand machte sich US-Außenminister Robert Lansing Gedanken, welchen gefährlichen Geist sein Präsident aus der Flasche gelassen habe: ´Das ganze Wort „Selbstbestimmung“ ist bis zum Rand mit Dynamit geladen. Welch ein Verhängnis, dass dies Wort je geprägt wurde! Welches Elend wird es über die Menschen bringen! Welche Wirkung wird diese Formel zum Beispiel auf die Iren, die Inder, die Ägypter und die Burennationalisten haben? Werden sich nicht die Mohammedaner in Syrien und Palästina und womöglich auch in Marokko und Tripolis darauf berufen? Wie lässt sich dieses Prinzip mit dem Zionismus in Einklang bringen?` Lansing befürchtete, die so freiheitlich anmutende Formel werde Völkerhass, Diskriminierung, ja Mord und Totschlag befeuern und viele Volksgruppen anstecken. Der Mann behielt recht.“ 2

Das Pariser Friedensdiktat führte – unter Missachtung des Selbstbestimmungsrechts der Deutschen und Österreicher – zur Gründung Polens, der Tschechoslowakei und Jugoslawiens, zu zahlreichen Abstimmungen über strittige Gebiete, begleitet von unzähligen Gewaltakten. Es ist „ein Kampfbegriff um die Etablierung von Macht“, wie Ralf Dahrendorf pointiert formuliert. Das Volk, dessen Egoismus angestachelt wird, ist oft nur notwendiges Instrument der Machtergreifung. Dieses kollektive Recht diente in aller Regel der Unterwerfung von Menschen, nicht ihrer Befreiung. Es ist eines der großen Irrtümer und Ursachen der Katastrophen des 20. Jahrhunderts, „ein Instrument der Entzivilisierung und Barbarisierung“, „ein Zeugnis der Unfähigkeit zur Freiheit in Vielfalt. Es wird Zeit, dass es aus dem Wortschatz der internationalen Politik verschwindet.“ 3

Auch den Machthabern in Katalonien gehe es nur um die eigene Macht, berichtete der 37 Jahre in Barcelona lebende Luis Espiga, überhaupt nicht um die Selbstbestimmung der in Katalonien lebenden Menschen selbst, die im Übrigen nur zu ca. 40 % Katalanen seien. Für eine Abspaltung bestehe überhaupt kein Grund, da man eine weitreichende kulturelle und auch wirtschaftliche Autonomie habe. Bezeichnend für die z. T. nationalistisch sich abschließenden Tendenzen sei, dass Schulen nur finanziell unterstützt würden, wenn sie einsprachig Katalanisch unterrichten und nicht auch noch Spanisch. Letztlich handele es sich einen Machtkampf zwischen den Machthabern in Katalonien und den Machthabern in Madrid.4

Ein unsinniger Rechtsbegriff

„Selbstbestimmungsrecht der Völker“ ist ein unsinniger Rechtsbegriff. Nur die einzelnen Menschen können ein Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung haben, die sie wie die anderen Menschenrechte vor Eingriffen der Macht insbesondere schützen sollen. Treffend schreibt Ralf Dahrendorf: „Rechte, Bürgerrechte zumal, sind ein wertvolles Erbe der großen Revolution vor 200 Jahren. Dabei geht es stets um Rechte des Einzelnen: das Recht auf Unversehrtheit der Person, das Recht auf freie Meinungsäußerung. Der oder die Einzelne hat solche Rechte gegenüber allen, die sie zu beschränken suchen, und insbesondere gegenüber Machthabern. Bürgerrechte weisen immer die Mächtigen in ihre Schranken.“ 5

In dem Maße, in dem das Recht auf Selbstbestimmung und Freiheit der einzelnen Menschen gegen die Herrschenden durchgesetzt und realisiert ist, ist auch das Volk frei und „selbstbestimmt“.  Rudolf Steiner übte schon während und nach dem Ersten Weltkrieg die heftigste Kritik an der vom Westen ausgehenden Parole vom Selbstbestimmungsrecht der Völker. „Man redet da von Völkerfreiheit und meint dabei nicht die wirkliche Freiheit der Menschen, sondern eine schimärische Kollektivfreiheit von Menschenzusammenhängen, wie sie sich in den westeuropäischen Staaten und in Amerika herausgebildet haben.“ 6 Die „Kollektivfreiheit der Völker“ könne nur aus den allgemeinmenschlichen Impulsen der individuellen Freiheit hervorgehen. „Die Völkerbefreiung ist möglich. Sie kann aber nur das Ergebnis, nicht die Grundlage der Menschenbefreiung sein. Sind die Menschen befreit, so werden es durch sie die Völker.“ 7

In einem Vortrag brachte er, um die vernebelnde Begrifflichkeit zu klären, einen Vergleich mit der grünen Wiese, bei der wir uns bewusst sind, dass es nur die einzelnen Pflanzen sind, die grün sind. Die Grünheit der Wiese besteht in der Grünheit der einzelnen Pflanzen. Wollte ich die Grünheit der Wiese ohne das konkrete Grün der einzelnen Pflanzen, „da müsste ich die Wiese grün anstreichen, dann wäre sie aber wahrhaftig nicht eine grüne Wiese.“  Ich darf also nicht so verworren denken, als ob die Grünheit der Wiese dem Ganzen zukommen könnte. Die Grünheit der Wiese ist ein Abstraktum, „welches zusammenfasst die einzelnen Konkreta, die grünen Pflanzen.“ 8

Diese Klarheit der Begriffsbildung muss auch herrschen in Bezug auf „Freiheit“ und „Recht“, die „konkret nur anzuwenden sind in Bezug auf den einzelnen Menschen, wie die Grünheit konkret auf die einzelnen Pflanzen, und dass, wenn ich von Recht und Freiheit der Völker spreche, ich nur meinen kann ein Abstraktum, so wie die Grünheit der Wiese. Heute aber wird die verlogenste Devise, die es geben kann, fast über die halbe Welt hin gestreut, indem geredet wird von etwas, was man erkämpfen will im Namen von Recht und Freiheit der Völker, was solch ein Unsinn, eine solche Torheit ist, wie die Grünheit der Wiese eine Torheit ist, wenn man meint, man könne die ganzen Pflanzen der Wiese anstreichen, statt dass die Wiese grün ist durch die einzelnen Pflanzenindividuen. Dennoch wird durch die heutige Benebelung der Völker mit dem falschen Nationalitätsprinzip geredet von dieser törichten Devise: Recht und Freiheit der Völker.“ 8

Vom seelisch-geistigen Gesichtspunkt aus kann man auch sagen: Das „Volk“ ist kein konkretes persönliches Wesen mit einem Ich, einem „Selbst“, wie der Mensch. Das Volk hat kein „Selbst“, das sich bestimmen könnte. Selbstbestimmung bezieht sich dem Begriffe nach stets auf den einzelnen Menschen. Sie bedeutet die Unabhängigkeit von jeder Art von Fremdbestimmung und die Bestimmung des Handelns nur aus dem eigenen Selbst, aus dessen eigener Erkenntnis und Kompetenz. Das Volk besteht aus einzelnen Menschen, die in einer gemeinsamen Kultur miteinander verbunden sind. Und wenn einzelne Menschen oder eine Mehrheit „für das Volk“ bestimmen, entscheiden sie über andere Menschen und schließen deren Selbstbestimmungsrecht aus.

Realisierung der Selbstbestimmung des Menschen

Nicht nur die Katalanen und Basken, alle Spanier brauchen Freiheit und Unabhängigkeit von Gesetzen, die ihre individuelle Selbstbestimmung aufheben, ob sie im Zentrum Madrid oder in Barcelona, in Vitoria-Gasteiz im Baskenland oder in anderen regionalen Hauptstädten gemacht werden. Und so ist es überall in Europa, wo der aus obrigkeitsstaatlichen Verhältnissen überkommene omnipotente Einheitsstaat – gleichgültig ob totalitär, monarchisch, republikanisch oder demokratisch verfasst – , der noch im EU-Superstaat überhöht wird, alle Lebensgebiete gesetzlich reglementiert.

Der Staat muss von der Selbstbestimmung des Menschen her konsequent neu gedacht werden. Die Herrschenden greifen heute noch tief in die Autonomie und Selbstbestimmung des Bürgers ein, wenn sie ihn z. B. in staatliche Kranken-Versicherungen zwingen, in denen zudem bestimmte Therapierichtungen begünstigt und andere benachteiligt werden. Dies ist obrigkeitsstaatliches
Denken, das ebenso im staatlich gelenkten Bildungssystem, in Staatstheatern, öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehsendern, in vielen gezielten Eingriffen in das Wirtschaftsleben und nicht zuletzt im Machtinstrument des staatlichen Geldsystems seine Fortsetzung findet.

Man muss sich klarmachen, dass diese unterdrückende Fremdbestimmung durch den Staat nur dadurch beendet werden kann, dass der Staat auf seine eigentliche Aufgabe, für ein menschenwürdiges Rechtsleben zu sorgen, reduziert und ihm die inhaltliche Gesetzgebungskompetenz für die Kultur, einschließlich Bildung, und das Wirtschaftsleben entzogen wird. Diese müssen als vom Staat unabhängige Lebensbereiche konstituiert werden, die sich aus sich selbst heraus, aus ihrer eigenen geistigen Kompetenz, d.h. aus der Erkenntnis- und Gestaltungsfähigkeit der dort sachkundig handelnden Menschen  – horizontal koordinierend – selbst organisieren und verwalten. Nur so kann die Selbstbestimmung der dort tätigen Menschen gesichert werden. Eine solche Aufgliederung des Staates hat Rudolf Steiner bereits vor 100 Jahren unter dem Begriff „Dreigliederung des sozialen Organismus“ gefordert.

Sie ist auf diesem Blog schon von verschiedenen Seiten beschrieben worden, so dass zur Vertiefung insbesondere auf folgende Artikel verwiesen sei:

–  Die Grenzen der Wirksamkeit des Staates – Zum 250. Geburtstag W. v. H.
–  Macht macht untertan – Die  Unvereinbarkeit von staatlicher Macht und …
–  Wo sind Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit?
–  Der Mensch als Maß der Gesellschaft
————————————
1   Geolitico.de 5.11.2017
2   Götz Aly in berliner-zeitung.de 24.3.2014
3   Ralf Dahrendorf in zeit.de 28.4.1989
4   am 20.11.17 in einem Vortrag im Forum3 in Stuttgart
5   Ralf Dahrendorf a.a.O.
6   Rudolf Steiner: Aufsätze …  GA 24, Dornach 1961, S. 344, 345
7   a.a.O. S. 359
8   Rudolf Steiner, Vortrag vom 11.9.1916 in Gesamt-Ausg. Nr. 272, S. 317

 

 

 

 

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28 Kommentare zu „Katalonien z. B. und die Krux mit dem Selbstbestimmungsrecht“

  1. Dieser Artikel müsste in a l l e n Tageszeitungen Europas zwischen Ural u. Gibraltar erscheinen, in alle Sprachen übersetzt, in allen Schulen verteilt.. !! Eine wahre Erlösung aus den Krallen des agitativen „Selbstbestimmungsrechtes der Völker“ !

    Der nächste Schritt wäre festzustellen, w a s genau zum „Rechtsleben“ gehört. Sind es nur Sicherheits-/Militär-/Polizei-Aufgaben, nebst hygienischen Grundregeln, oder gehört dazu z.B. auch die Festsetzung von Mindest- (und Maximal-) Einkommen? (Nicht zu verwechseln mit dem „Grundeinkommen“ – die Z a h l u n g von Einkommen kann natürlich nicht Aufgabe des Rechtslebens sein. )

    Aus meiner Sicht ist „Europa“ eine Frage des Rechtslebens, also nicht des Wirtschafts- oder Kulturlebens. Wobei dazu eben die Frage nach den Zuständigkeiten des Rechtslebens geklärt werden muss. Wirtschaftsangelegenheiten betreffen Komsumtion und Produktion, aber nicht die falschen MÄrkte wie Immobilien, Kapital, „Arbeit“, etc. Wirtschaftströme sind längst global geworden.. Kulturleben ist ebenfalls keine Angelegenheit „Europas“, sondern eher kleinerer Regionen – hier gilt wohl der „Föderalismus“ als richtiger Ansatz ?

  2. „“Selbstbestimmung der Völker“ ist ein unsinniger Rechtsbegriff.“ Leuchtet mir ganz ein.
    Dahrendorf: “ Bürgerrechte weisen immer die Mächtigen in ihre Schranken.“
    Schön gesagt, nur stimmt das mit der heutigen Lebenswirklichkeit kaum zusammen, weil das heutige sogenannte „Rechtsleben“ durch das heutige sogenannte „Wirtschaftsleben“ dazu ferngesteuert wird, mehr und mehr Freiheit des Einzelnen abzuschaffen. Geld ist ja ein Machtmittel. Und das sog. Rechtsleben bzw. die Politik ist doch längst nur noch verlängerter Arm der Mächtigen.

    Um Dahrendorf gedanklich zu folgen, müsste ich denken: “ Der verlängerte Arm der Mächtigen weist die Mächtigen in ihre Schranken.“ Das wäre ein ganz unsinniger Gedanke.
    Denn welche Mächtigen entmachten sich selber ? Auch Macht ist eine Form von Freiheit, und welcher Einzelne nimmt sich schon die eigene Freiheit weg ?

    @ Peter Wyssling: “ Dieser Artikel müsste in a l l e n Tageszeitungen Europas zwischen Ural u. Gibraltar erscheinen, in alle Sprachen übersetzt, in allen Schulen verteilt !!“
    Grundproblem scheint mir zu sein, dass Schulen durch das sogenannte „Rechtsleben“ verwaltet werden. Schulen werden verwaltet durch solches „Rechtsleben“, das wiederum fremdbestimmt wird durch diese Mächtigen. Freiheit (bzw. Macht) kommt vor dem Recht. Beispiel Gentechnik. Gentechnik kam zuerst. Gesetze und Verordnungen folgten.
    Wenn ich sehe, wie wenig Menschen hier ihr Interesse zeigen, indem sie kommentieren, wie gross das allgemeine Interesse an den idiotischsten Blogs und Videos ist, frage ich mich, ob all das auf fruchtbaren Boden fällt ?

  3. Danke, liebe Michaela Wolff !

    natürlich ist kaum Interesse da für eine „soziale Zukunft“, das Leben im totalen materiellen Überfluss verhindert dies. Bezüglich der „Dreigliederung“ erklärte R.St. den Arbeitern am G. schon 1920, dass die Zeit der sozialpolitischen „Chance“ für lange vorbei sei ; dass man nur noch in gewissen “ L ö c h e r n “ (!!!) arbeiten könne: eben was man später als „anth. Initiativen“ etc. bekannt wurde, also innerhalb gewissen Nischen von Landwirtschaft, Pädagogik, Medizin, etc etc.
    Die jetzigen Erben haben sich in diesen „Löchern“ etabliert; das Löcherwerk ist im sozialen Chaos als solches nicht erkennbar.
    Bleibt für den Wissenden nur die Arbeit an den Begriffen, Gedanken der gegliederten Sozialgestaltung. Irgendwann und irgendwo – nach Jahrhunderten vielleicht – wird das schon Früchte tragen. Wobei die Gedankenarbeit a n s i c h schon eine Realität ist, eine Beglückung..
    Deshalb zb oben meine Frage: was gehört eigentlich in den Bereich des „Rechtslebens“, wenn man vom heutigen System total absieht (was nicht so einfach ist..) Zb ist die Rechtsschöpfung, auch zb die Geldschöpfung, eine Sache des Geisteslebens.
    Wie wird in einem sozial gesunden Organismus die Einkommensfrage gelöst? Wird im Rechtsbereich die Höhe des Normaleinkommens festgelegt, ober eben im Bereich der „Forschung“, – wobei dann im Rechtsbereich diese Festlegungen als „Gesetz“ festgeschrieben werden – das Einkommen aber im Wirtschaftsbereich erwirtschaftet und beglichen wird ?? Wie soll man das d e n k e n ?

    1. Lieber Peter Wyssling, die Frage: “ Wie soll man das d e n k e n ?“ treibt mich genauso um.
      „Zb ist die Rechtsschöpfung, auch zb die Geldschöpfung, eine Sache des Geisteslebens.“
      Es sollte zumindest so sein. Würde aber die Freiheit dieses Geisteslebens gegenüber Staat und Wirtschaft voraussetzen. Rudimentär ist das heute ja schon dadurch gegeben, dass z.B. ein Richter in speziellen Rechtsfragen eine Begutachtung durch das Geistesleben (Hochschulen) in Auftrag gibt.
      Da ist diese „Rechtsschöpfung“ z.T. zumindest auch mit eine Sache des Geisteslebens.
      Aber die „Geldschöpfung“ ? Wenn man dem Geld ein Verfallsdatum mitgibt, würde Geld natürlich nicht so festgehalten werden, wie es heute festgehalten und aufgestaut wird.
      Steiner geht ja von einem „Wirtschaftsleben“ aus, das auf Basis der „Brüderlichkeit“ steht.
      Heute steht das auf Basis geplanter Obsoleszenz und auf Basis des Konkurrenzkampfes, der in Kriege ausartet. Ich gebe die o. g. Frage mal an Herrn Ludwig u.a. weiter, weil auch mich die Antwort interessiert. Wer weiss da mehr ?

      1. @Michaela Wolff, @Peter Wyssling
        Ich sehe die Sache so:
        Die Dreigliederung der Gesellschaft ist keine räumlich abgegrenzte, sondern eine funktionale. Jeder Bereich hat aber jeweils seinen Schwerpunkt und sein organisatorisches Zentrum, durchdringt jedoch auch die beiden anderen.Bereiche.

        Fabriken z. B. gehören organisatorisch dem Wirtschaftsleben an, weil es ihr vorherrschender Zweck ist, mit bestimmten Waren Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen. Sie haben auch ein eigenes betriebliches Wirtschaftsleben, in dem die Bedürfnisse nach Rohstoffen und Produktionsmitteln sowie die Bedürfnisse der Betriebsangehörigen für ihren Lebensunterhalt brüderlich zu befriedigen sind. Aber es entfaltet sich im Betrieb mit all den spezifischen Fähigkeiten der Mitarbeiter, die zur Funktion des Betriebes benötigt werden, auch ein eigenes Geistesleben, in dem jeder im Rahmen des gemeinsamen Zieles der Freiheit bedarf. Ebenso bilden die Betriebsverfassung und die einzelnen Arbeitsverträge ein eigenes, nach dem Prinzip der Gleichheit zu ordnendes Rechtsleben.

        So ist das Geldsystem eine Aufgabe der Organe der Organisation Wirtschaftsleben, geht aber innerhalb dieser aus den geistigen Fähigkeiten, also dem funktionalen Geistesleben der dort tätigen Menschen hervor. Indem ein bestimmtes Geldsystem und seine Verwaltung vertraglich vereinbart wird, ist dies eine Sache des funktionnalen Rechtslebens im Wirtschaftsleben.

        Die richterliche Tätigkeit ist überhaupt eine Sache der Organisation Geistesleben. Erst die rechtliche Verbindlichkeit und Vollstreckung der rechtskräftigen Urteile und Beschlüsse sind Aufgabe des Rechtslebens. Die Legislative ist Sache der Organisation Rechtsleben, innerhalb dessen die Gesetze natürlich aus den geistigen Fähigkeiten der Abgeordneten, also aus dem funktionalen Geistesleben im Rechtsleben hervorgehen.

        Das Einkommen muss natürlich in jedem Unternehmen selbst vereinbart werden, d. h. im funktionalen Rechtsleben der Betriebe, setzt allerdings eine rechtliche Gleichheit und keine einseitige Abhängigkeit der „Arbeitnehmer“ voraus, wofür die Organisation Rechtsleben (Legislative) zu sorgen hat. Die Frage eines Mindesteinkommens ist eine gesetzliche Angelegenheit der Organisation Rechtsleben, das insoweit Rahmen setzend in das funktionale Rechtsleben des Wirtschaftslebens hereinragt.

      2. Ketzerisch: Na, dann haben wir ja eine Antwort – und jetzt ist alles gut ???

        Ich möchte hier folgendes zu bedenken geben:
        Hat das Wirtschaftleben wirklich etwas mit Geld (oder Einkommen) zu tun?
        Ist Geld nicht viel mehr als eine Eintrichterung einer „geistigen Macht“ in das menschliche Bewußtsein – ein Dämon, einmal darin Fuß gefaßt ständig von letzteren ernährt?
        Siehe hierzu evtl. auch Goethes Faust 2 Kaiser / Mephistopheles und Geldschöpfung …

        Das Wesen des Geldes ist nichts und nur deshalb kann es alles sein. EBen war es Brot, zuvor ein Autoreifen, eine Dienstleistung, meine Rente …
        Es spricht: das bin ich, das bin ich. Aber es ist nichts davon. Es ist ein Schein. Es ist ein Gespinst, eine Lüge.
        Es stellt sich dem originären Bedürfnisstrom dazwischen, um ihn für die eigenen Zwecke zu instrumentalisieren, ein Vamp – ein Transistorprinzip: das Zünglein auf der Waage – damit kann ich Riesen steuern ohne selbst etwas zu sein. Eigentlich genial und ein Ich-Prinzip aber in die Materie verrutscht zur größten Gefahr für die Menschheit…
        Und der Menschensohn wurde nicht umsonst mit 30 Silberlingen verraten …

        Bitte einmal weniger denken dafür aber mehr in die Energien hineinspüren. Das könnte erhellender sein …

        In dem Maße, wo wir wieder in das Herz kommen, gelangen wir in das Vertrauen und es wird geschehen, so wie die Schöpfung ist: ohne Bezahlung!

      3. @Jürgen Elsen
        Wer sagt, dass damit alles gut sein sollte? Es ist als Antwort auf die aufgeworfenen Fragen ein Ansatz zur Durchdringung des Ineinanderspiels der verschiedenen Funktionsebenen des dreigleidrigen Organismus.

        Vor dem bösen Geld in eine reine Welt zu entfliehen, bedeutet Flucht vor der Wirklichkeit, die die Nöte nicht löst. Das war nicht die Intention Rudolf Steiners. Ihm ging es darum, das Geld, auf das im irdischen sozialen Leben nicht verzichtet werden kann, so in gesunde wirtschaftliche Vorgänge einzubinden, dass die mephistophelische Suggestion, sprich der egoistische Missbrauch, weitgehend verhindert wird. Dies wäre die Aufgabe eines selbstverwalteten Wirtschaftslebens.

        1. @Peter Wyssling
          >Wie wird in einem sozial gesunden Organismus die Einkommensfrage gelöst? Wird im Rechtsbereich die Höhe des Normaleinkommens festgelegt, ober eben im Bereich der „Forschung“, – wobei dann im Rechtsbereich diese Festlegungen als „Gesetz“ festgeschrieben werden – das Einkommen aber im Wirtschaftsbereich erwirtschaftet und beglichen wird ?? Wie soll man das d e n k e n ? Wie soll man das d e n k e n?
          @Michaela Wolff
          >die Frage: “ Wie soll man das d e n k e n ?“ treibt mich genauso um…. Ich gebe die o. g. Frage mal an Herrn Ludwig u.a. weiter
          [es folgt meines Erachtens eine sehr gute Kurzfassung von Herrn Ludwig – als Antwort auf die Frage, worauf:]
          @Jürgen Elsen
          >Ketzerisch: Na, dann haben wir ja eine Antwort – und jetzt ist alles gut ???
          @hwludwig
          >Wer sagt, dass damit alles gut sein sollte?

          Ich hätte die Frage auch anders stellen können: und was ist dadurch besser geworden?
          Immerhin geht die soziale Dreigliederung (
          gegen die ich ja auch gar nicht habe – im Gegenteil 😉 ja schon etwa 100 Jahre hausieren … darf ich dann eben einmal fragen: und, wo sind Ergebnisse oder Verbesserungen – ist etwas besser geworden?
          Ist das etwa nicht eine berechtigte Frage insbesondere auf dem bestehenden Hintergrund der aktuellen Leidschaffung durch die Geldsteuerung, die tägliche Tausende in den Tod treibt?

          In dem ich die Frage stelle: und jetzt ist alles gut ??? – unterstelle ich niemandem gesagt zu haben, daß damit alles gut sein sollte …

          >@hwludwig
          Vor dem bösen Geld in eine reine Welt zu entfliehen, bedeutet Flucht vor der Wirklichkeit, …

          Ich habe versucht auf die Energie des Geldes hinzuweisen. Die kann man wahrnehmen oder auch nicht. Jedenfalls verhält es sich mit ihr so, wie mit dem Wasser: wer reinspringt wird naß!
          Wer mit Geld umgeht, kann sich dieser Energie nicht entziehen. Und wer meint, man könne das Geld reinwaschen, der irrt: wir können es nur weniger schädlich machen.
          Und zur Zeit ist es so, daß es kaum schädlicher gemacht werden kann …

          Lange Zeit hat die Menschheit ohne Geld gelebt – und dies tun immer noch und auch wieder einige Menschen (man mag sie ja für zurückgeblieben halten 😉
          Es wird aber eine Zeit kommen, in der die Menschheit sich wieder gänzlich vom Geld lösen kann.
          Wie immer passiert dies nicht per Schalter, sondern wie immer gibt es Pioniere, die diese Entwicklung vorleben und Prototypen erschaffen (man mag sie für lächerlich halten, wenn man daran glaubt, es ginge nie und nimmer ohne Geld …)

          Ja, Geld ist böse. Wer aber spricht von Flucht? Doch: könnte Flucht vor einem Fluch nicht auch eine Lösung sein?
          Könnte der Wald vor dem Feuer fliehen, dann würde es sehr schnell ausgehen! Flucht kann eine Lösung sein! – davon also einmal abgesehen (würde ich Flucht nicht als generell negativ bewerten) …

          Die Richtigkeit der transitiven Relation ihres Verstandes bezweifle ich:
          a: Geldflucht = b: Wirklichkeitsflucht ^ c: Steiner gegen Wirklichkeitsflucht
          => c: Steiner gegen Wirklichkeitsflucht = a: Steiner gegen Geldflucht

          >@hwludwig
          Ihm (Steiner) ging es darum, das Geld, auf das im irdischen sozialen Leben nicht verzichtet werden kann, …

          Ist das Ihr Ernst: auf Geld kann im irdischen sozialen Leben nicht verzichtet werden ???
          Das stimmt nur im Sinne einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung: wenn die meisten Menschen das glauben, dann tritt ein, was sie glauben …

          Und ich bezweifle auch, daß Steiner dieser Überzeugung – die Sie ihm ja unterstellen – ist. Natürlich kann man zunächst nur mit den Gegebenheiten umgehen und es wird ein Übergang mit Übergangsstrukturen geben, bevor wir Menschen wieder vom Geld los kommen …

          Wirtschaftliche Vorgänge: sind naturgemäß gesund! – was sie krank macht ist ja gerade das Geldsystem … welches sie Wesens- und Bedürfnisfremd entarten läßt.

          Ein selbstverwaltetes Wirtschaftsleben kann in letzter Konsequenz nur ein geldloses sein, da Geld als Lüge immer Verhältnisse schafft, die sich negativ in eine Selbstverwaltung einmischen.

          Wenn man einmal davon ausgeht, daß eine Familie auch ein irdisch soziales Leben darstellt – wieso bezahlen dann eigentlich die Kinder nicht ihre Eltern, oder warum kostet Mamas Kuchen nichts (in der Familie?)

          Weil man sich vertraut! Und was würde passieren, wenn Sie in der Familie Geld einführen – egal welches System?

          Was würde dann sozial in der Familie passieren?

          Genau das, was in der Familie Menschheit passierte …

          Wir, in dieser Gesellschaft, „müssen“ heute noch mit Geld leben – aber deswegen an’s Geld zu glauben, an seine Unabdingbarkeit usw.

          Puh, das finde ich heftig …

  4. Naja, hab des jetzt nur überflogen, aber schon beim „8fachen des Länderfinanzausgleiches“ stehen mir die Haare zu Berge. Ihnen ist doch sicher klar, wohin welche Steuern und Abgaben in Deutschland fließen und dieser „Ausgleich“ eher symbolischen Charakter hat (und z.B. über die EEG Solarbetrügereien oder GEZ erpresste „Sportrechte“ konterkariert wird. Wie auch z,B jede cash flow Analyse ein ganz anderes „Deutschland“ zu tage fördern würde als das derzeitige).

    Sympathisch sind Sie mir ja, die Katalanen. Aber dieser Versuch sich dem korrupten EU Moloch direkt anzuschließen? Was die dann verzapft haben um dahin zu gelangen ist so dämlich das man nur schreien kann. Hatten Sie vor ein Remake des Warschauer Pakt Dioramas Dubcêk vor Sowjetpanzer zu inszenieren? Oder war es doch eher eine „möchten täten wir schon wollen,aber dürfen haben wir uns nicht mal halb getraut“ Dromolette?

    Das Gelaber über irgendwelche Rechte und Strukturen kann man bei so etwas auch getrost in der Pfeife rauchen. Was zählt, ist die nackte Macht. Recht oder Unrecht hat noch niemanden interessiert, nirgends. Weder in Syrien noch in Libyen noch in Andorra oder Vatikanstadt. bestenfalls die Angst vor Vergeltung und das es die eigene Mischpoke trifft statt „Wähler und Konsumenten“. Was zählt sind Interessen. Warum das eine weg muss und das andere bleiben soll, der eine in Den Haag verreckt und der andere aus dem Peace- einen Piss-Price macht ist von der jeweiligen Menge abhängig welche die eine Seite bei der anderen umbringen kann.

    Wir sind weit hinter die Tiere zurückgefallen, da helfen auch keine Sontagsreden und buntbedruckte Papierchen.

    Es ist blanker Wahnsinn so eine Sezesson in derzeitiger Situation anzufangen und diese auch noch derart dilettantisch durchzuziehen.

  5. Wenn man das Thema der Freiheit behandeln will, so kann man dies nur zusammen mit dem Thema Verantwortung betrachten. Wie es z.B. Rudolf Steiner mit den geistigen Begegnungen des kleinen und des großen Hüters der Schwelle zum Ausdruck gebracht hat und sich auch astrologisch durch die Abfolge der Zeichen Steinbock (=Verantwortung) und Wassermann (=Freiheit) zum Ausdruck bringt.

    Die absolute Freiheit gibt es aus meiner Sicht nicht, auch auf den geistigen Ebenen ist dies nicht der Fall. Es ist ein gegenseitiger Durchdringungsprozess von individueller Freiheit und gesellschaftlicher Verantwortung, letztlich ein individueller geistiger Entwicklungs- und Willenbildungsprozess. Vor der irdischen Geburt verbindet sich das individuelle Wesen mit dem Volksgeist des Landes, in dem es sich inkarnieren möchte. Daher hat jede Inkarnation auch mit den vorgefundenen gesellschaftlichen Verhältnisse zu tun, bzw. einen Weg zu finden, wie diese zu verbessern sind.

    Mit der sozialen Dreigliederung hat R.S. einen Weg aufgezeigt, wie dies gelingen könnte. Wilfried Heidt hat durch seinen Entwurf der dreistufigen Volksgesetzgebung einen gangbaren Weg aufgezeigt, wie diese in der heutigen Zeit stufenweise umgesetzt werden könnte. Die Einführung der direkten Demokratie wird derzeit nur von der AfD gefordert.

    Deswegen ist das Selbstbestimmungsrecht eines Volkes aus meiner Sicht keine Utopie, sondern erfordert einen schrittweisen gesellschaftlichen Umgestaltungsprozess durch jeden einzelnen von uns. Das Selbstbestimmungsrecht eines Volkes und die geistige individuelle Freiheit durchdringen sich in ihrer gegenseitigen Wechselwirkung und verstärken sich im positiven Fall gegenseitig.

    Hier schließt sich der Kreis, denn man arbeitet auf der irdischen Ebene nicht nur an der eigenen Entwicklung (=Löwe-Prinzip), sondern auch auf der gesellschaftlichen Ebene (=Wassermann-Prinzip opp Löwe), die man vielleicht im nächsten Erdenleben antreffen möchte.

  6. „Sind die Menschen befreit, so werden es durch sie die Völker.“

    Das scheint mir eine Frage des Reifegrades der Menschen zu sein. Als Kinder brauchen wir noch die Autorität der Eltern. Wenn wir heranreifen, kommt dann die Zeit, in der wir in uns selbst die Autorität bzw. den Wegweiser finden müssen. Eine Art von „innerem Kompass“. Würden wir an der Gesinnung festhalten, dass wir die „Untertanen“ einer „Obrigkeit“ seien, wären wir wie Kinder, welche eine natürliche Autorität noch brauchen.
    Je reifer und freier der einzelne Mensch ist, desto überflüssiger wird eine „Obrigkeit“. Aber ist das nicht zuerst eine moralische Frage ? Wir brauchen. nur deswegen noch Polizeigewalt, weil unter uns Leute sind, die z.B. mit Lastwagen in Menschenmengen rein fahren oder Bomben legen. Es gibt Knallköpfe, welche die Freiheit des einzelnen Menschen nicht achten wollen.
    Und die sind es, welche – indirekt zumindest – nach Polizeigewalt schreien, wie Kleinkinder nach der Mutter schreien.
    Es wird zwar niemals das Ideal verwirklicht werden, dass niemand mehr Verbrechen begeht, aber wäre dem so, wäre Obrigkeit überflüssig wie ein Kropf. Es liegt also an der Unmoral Einzelner, dass wir staatliche Gewalt brauchen.

    @ Jürgen Elsen:“ Ja, Geld ist böse.“ Das sehe ich ganz anders. Geld ist ein lebloses materielles Ding, wie ein Kartoffelschälmesser ein lebloses materielles Ding ist. Beides ist weder gut noch böse. Es liegt am Menschen, wie sie oder er diese Dinge anwendet. Und es gibt auch Geld, das aus Edelmetall besteht. In früherer Zeit legte man Silbermünzen in die Milchkannen, weil vom Silber eine antibakterielle usw. Wirkung ausgeht. Die Milch blieb so länger frisch.
    Auch Gold hat medizinisches Potential. Aber heutzutage sagen manche Leute, das Gold sei der grösste Feind des Geldes.

    1. Katalonien z. B. und die Krux mit dem Selbstbestimmungsrecht
      Interessant daß bei diesem Ausgangsthema das Geld so stark in den Fokus kommt!
      Das ist doch ein Phänomen.

      Anscheinend hat es wohl etwas mit »Selbstbestimmung« zu tun ?!

      Und in der Tat, wir werden bei den Bewegungen, die jetzt demnächst vollzogen werden im Zusammenhang mit Katalonien, feststellen müssen, daß diese Bewegungen urständen in »finanziellen Bewegungen« und die Finanzen wiederum nur das Mittel sind, Macht auszüben, die Masse steuern zu können – was also entgegen jeder Selbstbestimmung ist.

      Unser Verstand, der selbst so ziemlich das Toteste ist, was die Natur hervorgebracht hat, unterstellt uns (Identifikation), daß Dinge wie Geld (oder auch nur die elektronischen Stellvertreter) tot seien.

      Und das die Dinge also kein Wesen haben und es nur an uns liegt wie wir sie benutzen.
      Diesbezüglich verweise ich gerne auf das sogenannte Bratpfannenargument, welches z.B. der ex-Google-CEO Eric Schmidt gerne im Zusammenhang mit K.I anwendet: wieso soll K.I schlecht sein?
      Mit einer Bratpfanne kann man Spiegeleier machen oder einem den Schädel einschlagen.
      Das ist aber Verhalten und hat mit der Pfanne nichts zu tun …

      Also K.I., Atombombe, Geld, Auto, PC usw. das ist alles neutral tot …

      Ich nehme allerdings die Dinge nicht als tot wahr. Zum Beispiel kann ich mit dem »Auto-Geist« kommunizieren. Der hat mich neulich übrigens, als ich mich (oder meinen Körper) etwas eilig hineinsetzen wollte, darauf gebracht, mir vorher das linke Hinterrad anzuschauen. Und siehe: dort war eine Schraube drin, die ich aber noch ohne Schaden entnehmen konnte!

      Nun ist so etwas für einen Schamanen überhaupt kein Problem. Denn er bedient sich eines gänzlich anderen Bewußtseins, als daß des Verstandes (das kommt dann später noch hinzu).

      Aber selbst, wenn wir nur auf die Funktion eines »toten Dinges« einmal schauen, so müssen wir feststellen: das Messer ist dadurch ein Messer, daß es eine Härte, einen sehr scharfen Grat und irgendwie auch einen Griff hat, der es HANDhabbar werden läßt.
      Sein »Wesen« geht mit der Funktion einher, daß nämlich EGAL wie man es einsetzt, es immer DASSELBE macht – seinem Wesen nach: es wird weichere Dinge teilen in Stücke!

      Und genauso könnte ich nun einmal das Geld fragen: was machst Du?
      Die Antworten darauf habe ich in meinen vorigen Ausführungen gegeben:
      ich gebe mich für etwas anderes aus! Ich ersetze die Qualtiät durch die Quantität!
      ich wirke wie ein Krebsgeschwür: was ich berühre, verliert seinen Wert und ich gebe ihn meinen!
      ich bewerte und entwerte: nicht mehr ist es das andere Wesen mit seinem eigenen Wert!
      ich kann nur durch anderes sein und deswegen brauche ich die Kontrolle über das andere!

      Das Messer wird immer schneiden und das Geld wird immer dies oben genannte tun!
      Und weil es das tut, berührt es immens die Selbstbestimmung.
      Und weil das so ist, haben die Menschen hier auch den Fokus auf das Geld gelenkt.

      Das ist alles hier phänomenologisch zu erkennen …

      Jedes Wesen ist übrigens auch eine Idee. Geld ebenso …aber welche eben !!!

      1. @ Jürgen Elsen: „Katalonien“

        Vielleicht sehen einfach viele Katalanen, dass die spanische Regierung genauso in die Verschuldung getrieben wurde wie andere „EU“ – Staaten, und das Aufbegehren gegen diese Dinge ist auch eines gegen die Sozialisierung der Schulden ? Zumindest hat das mal jemand behauptet. Zuletzt sind es ja wir Privaten, denen diese höchst verschuldete Politik in die Taschen greift.
        Man sagt zwar: “ Wer Schulden hat, wird immer gegrüsst.“ Das muss aber nicht bedeuten, dass auch diejenigen gegrüsst werden, die für die Schulden aufkommen sollen.

        „…, und das Geld wird immer dies oben genannte tun.“

        Haben Sie schon jemals Geld irgendetwas „tun“ sehen ? Ich nicht. Genauso könnte auch kein lebloses Mineral irgendwas „tun“. Materielle Dinge lagern einfach ganz passiv. Sie können sich nicht von selbst bewegen. Erst im lebendigen Reich der Pflanzen, der Tiere und der Erdenmenschen ist es anders. Da geschieht Fortpflanzung. Geld vermehrt sich ja nicht wirklich von selber. Lebenskraft ist doch Voraussetzung dafür, dass Vermehrung stattfindet.
        Geben Sie ein lebendiges Senfkorn in die Erde, und Sie erhalten später das Vielfache an Saatgut zurück. Es besteht doch ein Unterschied zwischen einem leblosen Kieselstein und einer lebendigen Pflanze. Die lebendige Pflanze überwindet die Schwerkraft, indem sie aus der Erde empordringt ! Ein Küchenmesser „macht“ überhaupt gar nichts von sich aus. Macher ist der lebendige Mensch !
        „Das Messer wird immer schneiden“ – wenn der Mensch es seiner Bestimmung zuführt, sonst nicht.
        Ob das wirklich der „Auto-Geist“ ist, mit dem Sie kommunizieren können, sei einmal dahin gestellt. Auch mir sind solche Dinge erlebbar. Z.B. darf oder muss ich manchmal wissen, ob an einem bestimmten Tag Post kommt. Usw. Aber ich schliesse nicht daraus, dass es der „Postwagen-.Geist“ ist, der mir das eingibt. Könnte das bei Ihnen nicht auch Ihr Engel sein ?

      2. @ Michaela Wolff »Haben Sie schon jemals Geld irgendetwas „tun“ sehen ? Ich nicht. «

        Dem Wort »tun« können unterschiedliche Begrifflichkeiten zugewiesen werden.

        Ich habe mich nicht auf das Tun bezogen, welches wir Menschen mit Lebewesen in Verbindung bringen – auf dessen Aspekt Sie sich beziehen (und ihn wohl als allein gültigen betrachten ??)

        Die Bedeutung von Tun fasse ich weiter im Sinne der Wirksamkeit:
        alles Existierende hat eine Wirksamkeit – allein notwendig durch die Existenz selbst.

        Beispiel: Es gibt ja auch z.B. Menschen, die ihren Kindern Bernsteinketten um den Hals hängen. Was sollen die denn da TUN???

        Wenn es irgendein Exisistierenden gäbe, was nichts tut – dann bedeutet dies: es steht in keinem Verhältnis und in keinem Bezug zu etwas anderem!

        Kann das sein???

        Das war jetzt nur für den Verstand geschrieben …

        Mir geht es aber gerade um die Wahrnehmung der Wesen selbst, in der z.B. Worte wie Qualität, Funktion, Relation, Sinn mit deren dazu intuierten Begrifflichkeiten relevant sein können.

        Dies, die Wirksamkeit eines Dinges, scheinen Sie ja vehemmt von sich zu weisen (es kann aber nur ihr Verstand sein, der dies tut, denn von ihrer Wesensseite aus ist ihr Wesen ja mit ganz Vielem verbunden, von dem ihr Verstand behauptet, diese Dinge seien tot und würden gar nichts tun)

        Und als ein Beispiel habe ich die Begebenheit des »Autogeistes« erwähnt in der ich zugegen war und nicht Sie.
        Und deshalb haben Sie diesbezüglich auch weder Wahrnehmung noch Qualitätserfassung.
        Daher finde ich es schon etwas seltsam, daß Sie (es ist auch hier nur ihr Verstand) auf die Idee mit dem Engel kommen, statt meine Wahrnehmung erst einmal zu akzeptieren …

        Für Verstand: könnte es nicht sein, daß die Aufgabenverteilung bei den Engeln etwas anders aussieht, als nach Schrauben zu sehen, die in Autoreifen stecken?
        Könnte es sein, daß es eine elementarische Welt gibt, die mit dem menschlichen Bewußtsein kommunizieren will und daß es dazu nicht unbedingt auch immer eines Engels bedarf???

        Was meine Engelwahrnehmung betrifft kann ich nur sagen: das ist eine gänzlich andere Qualität – und wenn Sie zum Beispiel an gewisse Engelsbeschreibungen auch aus der Bibel anknüpfen, dann ist doch meistens darin eine unglaubliche Wucht erkennbar (fürchtet euch nicht!!!) – die Wucht oder Erhabenheit ist so groß, daß der Menschenverstand damit erst einmal ein Problem hat und deswegen die beruhigende Info zum Verstand …

        Trotzdem sind Engelbotschaften absolut freilassend. Das erscheint dem Verstand jetzt paradox – möchte ich hier aber nicht weiter ausführen …

        Die Botschaften von Elementarwesen sind viel »einffältiger« in dem Sinne, daß sie sich auf direkt Wahrnehmbares beziehen. So haben z.B. Stunt-Leute eine hervorragende Beziehung zu diesen Elementarwesen (meist unbewußt). Durch diese Verbundenheit sind sie zu Aktionen fähig im Umgang mit der Umgebung, den »toten Sachen«, die für andere tödlich enden würden …

        Vielleicht ist es ja jetzt ihrem Verstand etwas eher zugänglich, daß »tote Dinge« doch etwas tun und zwar auch unabhänigig davon, ob ein Lebewesen es bewegt, anfaßt oder nicht …

        Und wenn man das einmal zuläßt, dann ist es sehr aufschlußreich auf »Geld« zu schauen, und wahrzunehmen, was Geld aus sich selbst heraus tut …

  7. Geld ist natürlich vor allem eine Idee, eine gewaltige I d e e ! Je nach Intention kann die Idee gut oder schlecht sein, im sozialen Zusammenhang. Geld zu bekämpfen , ist so unsinnig wie zb Transportmittel zu bekämpfen. Man muss sie sinnvoll e i n s e t z e n ..

    Geld hat drei Gesichter, Funktionsebenen, „Naturen“: Kaufgeld, Kreditgeld, freies Geld (Schenkungsgeld)
    So wie der menschl. Körper in drei Ebenen funktioniert, die sie innigst durchdringen – so funktioniert der soziale Körper auch in drei „Arten“ – und zwar symmetrisch „überkreuzt“ zum physiologischen Einzelkörper des Menschen.
    Es gibt Abbauvorgänge (Nervensystem, / Wirtschaftssystem)
    Es gibt Aufbauvorgänge (Stoffwechselsystem, / Geistessystem bzw. -leben)
    Es gibt dazwischen rythmische Vorgänge (Blutkreislauf, Atmung / Rechtssystem bzw. -leben)

    Der Geldkreislauf organisiert diese drei Systeme. Man muss also radikal von drei Sorten „Geld“ ausgehen, die sich in der Realität natürlich überall kreuzen. Deshalb: es gibt „neues“ Geld, auch „altes“ Geld – das Geld ist einem Alterungsprozess unterworfen. (Heute kaschiert durch Hypertrophie , Inflation, etc.)

    Das ist auch heute so, nur ist für die drei Sorten Geld keine Begrifflichkeit, keine Sprache da – und dazu gibt es kein soziales „Geistesleben“, nur Anklänge an ein solches – (davon ist die (dekandente) Kirche ein Beispiel, sodann die Universitäten etc. – sofern diese Institutionen nicht von Staat oder /und dem Kommerz eingenommen sind)

    Eigentlich ist das Bankenwesen (das heutige) eine Art Karrikatur des freien Geisteslebens als eigenständiger sozialer Entität – es ist ja auch großenteils meta-national, also nicht an die Einzelstaaten gebunden. Bloß dient das Bankenwesen i .d. Regel der Eigenvermehrung des Geldes, also eine Art parasitäre Wucherung im Sozialkörper, ohne Sinn u. Zweck , außer eben der Machtvergrößerung der internationalen „Großen“ und deren globaler Zielsetzungen. Also eine Karrikatur der tatsächlich richtigen Zielsetzung des GEisteslebens (der Zukunft): der Bildung eines über-staatlichen „spirituellen“ Bewusstseins der Menschen als Teilnehmer an einem kosmischen Entwicklungsprozess. (Früher hieß das „Christentum“, als noch ein Wissen um die Geist-Fähigkeit des Einzelmenschen lebte. Seit Jahrhunderten gibt’s an dieser Stelle nur den Glauben an den fiktiven „Gott“ und eine „Psychologie“ als kirchliches Seelen-Erbstück,als Startup der „Wissenschaft“..

    Das Geld abschaffen… wollte übrigens Che Guevara zur Zeit seines Wirtschaftsministeriums im jungen Kuba, als noch revolutionärer Geist in der Bevölkerung zu finden war. Ging aber gleich schief… .also ist Jürg Elsen vielleicht auf der falschen Spur, wobei der Ansatz (Vergleich mit der geldlos funktionierenden Familie, so sie denn heutzutage noch funktioniert….) sehr gut ist ! Man kann sich als Gedankenexperiment mal eine gesunde Gesellschaft ohne Geld denken, – um diese aber umzusetzen eine Art „gerechten“ Geldkreislauf gedanklich einzuführen – so kann man in die Richtung „gesunder organischer Geldkreislauf“ v o r a u s d e n k e n .

    ps an hwLudwig, zu dem Gedanken oben, Zitat „So ist das Geldsystem eine Aufgabe der Organe der Organisation Wirtschaftsleben, geht aber innerhalb dieser aus den geistigen Fähigkeiten, also dem funktionalen Geistesleben der dort tätigen Menschen hervor.“
    bin unsicher… ich glaube das Geldsystem hat die Quelle im reinen Geistesleben, dem es letztlich zu dienen hat. Das GEldsystem der Organisation „Wirtschaftsleben“ muss man als einen T e i l dieses übergeordneten „Geldorganismus“ denken. Die Frage der Entlöhnung, hmm – ich denke das Rechtssystem legt das Normaleinkommen fest, also nicht die „Rechts-Leute“ innerhalb der Betriebe. Diese legen vielleicht Modifikationen davon fest. Somit wäre das Normaleinkommen eine Sache, die dem Wirtschaftsleben von außen vorgegeben wird – damit die „Arbeit“ völlig aus dem Wirtschaftsbereich befreit wird.

  8. @ Jürgen Elsen: „die Wirksamkeit eines Dinges scheinen Sie ja vehemmt von sich zu weisen“

    Ich glaube zumindest, Sie wollten „vehement“ hinschreiben. Nein, nein Herr Elsen, die Wirksamkeit von Dingen weise ich gar nicht von mir. Habe nämlich die Wirksamkeit gewisser Dinge erforscht.
    Es geht doch hier u.a. auch um die Freiheit bzw. Selbstbestimmung des einzelnen Menschen und speziell um die der Katalanen, und wo es um die Freiheit geht, da geht es auch um die Verantwortung. Die Verantwortung liegt immer beim Menschen und nicht bei Stoffen.

    Diese Selbstverantwortung hängt doch mit dem Tun oder Unterlassen des Menschen zusammen. Das setzt waches Ichbewusstsein voraus.
    Und ich sehe, wie allgemein die Politik da Dinge verwischt, indem sie z.B. behauptet, diese oder jene Substanz „mache“ Menschen „abhängig“. Das ist eine Phrase, weil es die Menschen selber sind, welche MIT gewissen Stoffen etwas TUN und sich so selbst stoffgebundenen Wirkungen aussetzen, die wiederum Abhängigkeit oder sogar „Blackout“ nach sich ziehen. Die Verantwortung liegt da beim Menschen und nicht bei leblosen Substanzen, die angeblich laut Politik etwas „machen“. Das wollte ich herausarbeiten. Und was Geld betrifft, so sind manche davon besessen, während andere es besitzen.

    Thema „Elementarwesen“: Ja, es gibt eine elementarische Welt. Und die Elementarwesen sind wiederum Helferwesen von höher stehenden Mondenwesen. Die Elementarwesen haben grosses Interesse an menschlichen Körperausstrahlungen. Die Elementarwesen sind wie ein „Kamerateam“, das uns fortwährend „scannt“, aufnimmt, Ergebnis ist die Akasha Chronik. Aber die grosse Gefahr liegt darin, dass die Elementarwesen Besessenheit bewirken können, wenn das wache Ichbewusstsein des Menschen herabgedämpft wird. Bildhaft ausgedrückt schlüpft da der „Kameramann“ (das Elementarwesen) ins Gehirn des Hauptdarstellers (Mensch), wo im Wachbewusstsein das Ich des Menschen tätig sein sollte, und übernimmt die Führung. Er verlässt sozusagen „seine Kamera“ und will selbst „ins Bild“ kommen.
    Der Mensch ist dann in Trance und erlebt Gedächtnisverlust, wodurch die Akasha Chronik (Weltgedächtnis) stellenweise ruiniert wird.
    Wenn Hinz & Kunz einen Blackout erleben, ist das vielleicht nicht so folgenreich für uns alle, aber wenn das bei Politikern geschieht in Momenten, wo es darauf ankommt, dass die ganz bei sich sind, kann das viel weitreichendere Folgen nach sich ziehen.

  9. @Jürgen Elsen, @Michaela Wolff
    Ich bitte um Verständnis für meine Bitte, nun nicht mehr in anthroposophische Spezialthemen abzuschweifen und zum Thema des Artikels zurückzukehren.

  10. @ hwludwig: Ja, geht klar. Die Dinge hängen zwar alle auch miteinander zusammen, aber Thema ist die Krux mit dem Selbstbestimmungsrecht und speziell Katalonien.

    „Selbstbestimmungsrecht“ ist ja schon ein vermischter unreiner Begriff. Das eine ist die Selbstbestimmung, und das andere ist das sogenannte Recht.
    Wenn meine Selbstbestimmung davon abhängen sollte, dass andere mir erst ein Recht auf sie geben müssten, wäre meine Selbstbestimmung – imaginativ ausgedrückt – „Kind des Rechtes“.
    Es ist aber genau umgekehrt im wirklichen Leben. Zuerst ist da ein selbständiges freies Denken, ohne das kein Rechtsleben entstehen und werden könnte. So herum betrachtet ist das Rechtsleben das Kind des freien Geisteslebens.
    Ein Staat, der sich anmasst, jemand ein „Recht auf Leben“ z.B. zu geben, könnte sich selber fragen, was wohl zuerst da war: Das Leben Selbst oder das Recht ??
    Das Leben fragt nicht zuerst beim Staat nach Existenzberechtigung.
    Es ist die Politik, die sich andauernd in unser Leben einmischt, als sei sie selber die Quelle des Lebens und der Selbstbestimmung. In Wirklichkeit sind diese EU usw. Politiker Bettler um Kredite.
    Und diese unsinnigen Kredite sind wie Blutegel an den Volkskörpern.
    Der einzelne Mensch ist „die Sicherheit“ gegenüber den Bankherren, welche diese Kredite an Regierungen geben. Das Pfand für diese politischen Flaschen sollen wir selber sein. Und wenn wir nicht höllisch aufpassen, demnächst bargeldlos und gechippt wie ein Strassenköter.

    1. Gut präzisiert, danke! Man plappert so vieles einfach nach, ohne zu hinterfragen. Aber wie genau stellen Sie sich das „aufpassen“ vor?

      1. @ neuertomcat75: „Aber wie genau stellen Sie sich das „aufpassen“ vor?“

        Danke der Nachfrage ! Wir leben in unsicheren Zeiten. Auch Katalonien ist ein Indiz dafür, dass sehr viele Menschen in Europa unzufrieden sind. Haben wir hierzulande derzeit noch eine funktionierende Regierung ? Kann die Polizei uns noch schützen ? Wird ein Bankencrash kommen, wo dann über Nacht unsere Konten rasiert werden ?

        Wenn man kleinere Einheiten (Münzen) Gold in einem guten Versteck hat, etwa Sovereign, Maple Leaf und Krugerrand, ist man relativ unabhängig gegenüber den Banken. Selbst wenn jemand eine Unze Krugerrand durchsägt, kann er eine Hälfte der Münze noch verkaufen oder gegen Waren eintauschen.

        Für den Fall, dass die Polizei uns nicht mehr schützen kann, kann man auch irgendwie Vorsorge treffen. Zur akuten Not reicht vielleicht eine solide Mistforke in der Garage.
        Regieren kann man sich zur Not auch selber, sofern man sich unabhängig macht.
        Ich weiss zwar, wie ich mich selber derzeit unabhängig halte, aber da muss jeder einzelne Mensch wohl seinen eigenen Weg selber finden, und dann muss er aufpassen, sich legal zu halten, weil sie oder er sonst wieder Angriffspunkte bieten müsste.
        Man muss zur „Kugel“ werden, weil die kaum Angriffspunkte hergibt und ins Ziel trifft.
        Die Frage kann man vielleicht nicht allgemein beantworten, ja ?

  11. zitat, hwLudwig:
    „Der Staat muss von der Selbstbestimmung des Menschen her konsequent neu gedacht werden………..Man muss sich klarmachen, dass diese unterdrückende Fremdbestimmung durch den Staat nur dadurch beendet werden kann, dass der Staat auf seine eigentliche Aufgabe, für ein menschenwürdiges Rechtsleben zu sorgen, reduziert und….“

    Ich stelle mir die Frage, ob man das Glied namens „Rechtsleben“ noch S t a a t nennen sollte. Namen tun wenig zur Sache, aber die damit verknüpften heutigen Lebensrealitäten wecken bei diesem Namen ganz andere Vorstellungen als die eines „bereinigten Rechtslebens“. Das Chaos „Staat“ ist dermaßen perfekt, dass es im Vergleich zur Physiologie des Körpers – je nachdem, ob Ost- oder West-Staat etc. – einen verkrüppelten, verformten Organismus darstellt. Soll man also den Namen dieser Krüppel für ein künftiges, oder vorauszudenkendes, Rechtsleben weiterverwenden? Bei R.St. ist z.T. vom „sozialen Territorium“ die Rede?

    ausserdem, die Frage: gibt es eigentlich heute ein „Geistesleben“ als – wie soll man sagen – „emanzipierbare“, „autarkie-fähige“ Größe, als autarkie-fordernde, autarkie-willige Entität ?
    Man kann ja nur „befreien“, was den Drang danach in sich trägt.
    Wollen denn z.Bsp. die Bildungsinstitute, Unis, Schulen aller Art etc. vom „Staat“ frei sein? Was sagen die dort tätigen, realen Leute dazu ? Wollen sie die Selbst-Bestimmung , können sie damit überhaupt was anfangen? Oder andersrum: IN welchem Maße sind eigentlich die heutigen INstitutionen der Kultur, Bildung, Presse etc.etc… nicht tatsächlich schon frei, oder wenigstens so frei, wie sie es sich wünschen? Innerhalb der heutigen Staatsorganisationen, Staats-Chaos-Varianten, gibt es ja durchaus + – unabhängige Ministerien, die sich nicht beeinflussen lassen müssten von anderen als den eigenen Kriterien, grob gesagt ? dies nur als Gedanke…

    (NB Am Beispiel Katalonien kann man studieren, dass das Gebiet eines gegliederten Organismus keinesfalls geografisch – in seinen drei Gliedern – einheitlich sein muss. Katalonien könnte ja kulturell völlig unabhängig sein, ist es ja offenbar auch weitgehend, innerhalb Spaniens… worum geht’s hier also ?)

    noch was: die Vorstellung eines dreigegliederten Sozialgebietes… muss sich diese heute, 100 Jahre nach der Kampagne in Baden-W. , nicht mindestens auf ganz Europa erstrecken ?? IN wirtschaftlicher Hinsicht wäre sogar dies ein Fehler? Da kann nur noch global gedacht werden?

  12. @ Peter Wyssling: „…worum geht`s hier also ?“

    Glaube, dass mehr und mehr Menschen sich der Tatsache bewusst werden, dass wir allesamt in der ganz grossen Lüge leben. Diese betrifft das Fiat Money-System, betrifft alles Soziale, betrifft die geistigen Hintergründe des WK 1 u. WK 2, betrifft Geo-Engeneering und betrifft auch die Schulmedizin.
    „Katalonien könnte ja kulturell völlig unabhängig sein, ist es ja offenbar auch weitgehend,..“
    Ich will von „Kulturen“ gar nicht mehr sprechen, weil offenbar der europäische usw. Kulturtod bereits stattfindet. Europa scheint mir die angloamerikanische Palliativstation zu sein.
    „Da kann doch nur noch global gedacht werden?“
    Das Wirtschaftliche müssen wir natürlich global denken, weil es ein Fehler wäre, es nicht im Gesamtzusammenhang zu betrachten. Aber was das Handeln betrifft, gilt da nicht die Devise, dass man zwar global denken kann, dass wir aber nur lokal handeln können ?
    Ob wir hierzulande noch einen „Staat“ haben ? Man kann das Gebilde auch durchaus als eine Firma benennen. Das ist nicht meine Behauptung, sondern das behaupten ja längst schon Politiker selber: Jürgen Trittin z.B. und Sigmar Gabriel sprechen von der „Firma“.
    „Man kann ja nur „befreien“, was den Drang danach in sich trägt.“ Ein „Geistesleben“, das solchen Drang nicht in sich trüge, müssten wir konsequent in die Tonne treten. Wir sind doch selber das Geistesleben, lieber Herr Wyssling. Wem geht es denn nicht im Leben um Freiheit, Selbständigkeit, Unabhängigkeit ? Wenn wir nicht fühlen, was z.B. durch den Song „Ruby Tuesday“ zum Ausdruck kommt: „Don`t question why she needs to be so free, she`ll tell you it`s the only way to be“, dann dürften wir weder behaupten, Christen zu sein, noch dürften wir behaupten, eine lebendige Kultur zu entwickeln, und schon gar nicht dürften wir dann mehr uns als selbstverantwortlich handelnde Menschen betrachten. Wäre nicht ohne die Freiheit alles nichts ? Liebe braucht Freiheit, lässt sich nicht erzwingen.

    1. @ Michaela Wolff – ja, gewiss sind w i r, jeder Einzelne , das Geistesleben, das sich-Befreiende… aber hier geht es ja um die Frage, wie denn ein „soziales Territorium“ (ich nenn das Ganze lieber nicht mehr „Staat“, der Begriff ist zu belastet) zu gestalten, organisieren, ist.
      damit tritt das Geistesleben aus dem rein Persönlichen heraus, wird zu einem „System“ innerhalb des sozialen Ganzen – zu einer Art eigenem „Staat“, bzw. zu etwas ganz Neuen, das wir uns noch nicht richtig vorstellen können.
      Ebenso sind wir, jeder Einzelne, im Rechtsleben u. im Wirtschaftsleben. Auch diese müssen – im Hinblick auf eine sozialen „Zukunft“, völlig neu gedacht werden, dürfen nicht am heutigen Staatschaos (Firma) orientiert werden. Alles eben eine Frage der richtigen Wissenschaft oder „Sozialwissenschaft“ – es geht um Dinge, die vielleicht erst in ferner Zukunft – leider – realisiert werden, die aber jetzt schon vorgedacht, konzipiert werden müssen. Sonst wird nix.
      Ebenso muss das Geldsystem – darum ging‘ s hier ja auch, oben – in diesen sozialen „Oranismus“ hineingedacht werden. Es gibt drei Sorten Geld, der jeweiligen Funktion angemessen. Dadurch wird das Geld „gut“, es wird aus dem monistisch-dualistischen Staats-/Wirtschaftsdenken befreit.
      tönt alles utopistisch, klar – das tut aber nichts zur Sache, wenn es um „Wissenschaft“ geht: wir müssen , so wie Marx einen „wissenschaftlichen“ Sozialismus vorausdachte, einen „(geistes-)wissenschaftlichen Sozialorganismus konzipieren, vorausdenken, – natürlich nicht als spinnerte Utopie, sondern als „Grundidee“, die sich jeweils an bestimmte Bedingungen anpassen kann. – sozusagen im Sinne des Goetheschen „Urphänomens“..

      auch Rechtsleben u. Wirtschaftsleben müssen völlig neu gedacht werden, unabhängig vom jetzigen Klump-chaos konzipiert werden. Die Welt ist doch am zerbröckeln, die große Lüge hält nicht ewig. – Selbst wenn es um die jetzige Situation geht, muss zweck sinnvoller „Feuerwehrmaßnahmen“ das Ziel im Hintergrund „schweben“. zb – die Frage nach Katalonien….
      nur dies grad…

  13. ps mit drei Sorten Geld meinte ich natürlich nicht drei Sorten „Währungen“ oder Geldscheine, natürlich gibts nur „ein“ Geld, so wie es nur „ein“ Blut gibt, aber dort eben arterielles, venöses, etc. so gibt es „junges“ u. „altes“ Geld, – irgendwo oben hatte ich das angetönt. Geld muss innerhalb des Geisteslebens „entstehen“, es sickert von dort aus in die versch. gesellschaftlichen Bereiche,
    Aber das sind noch offene Fragen, schwer vorauszudenken, weil heute kein Geistes- oder Kulturleben besteht – nur Karrikaturen davon. so zb. ist die EZB ein Karrikatur des Geisteslebens, das es noch nicht gibt.
    Ich weiß auch nicht, ob und in welcher Art Europa überhaupt noch eine Chance hat, vielleicht gibts dort auf lange Jahrhundert n u r Chaos und Zerfall. Da muss man sich schon einbunkern…

  14. Katalonie wird von Finanzinstituten und einigen großen Unternehmen erpresst. Die Beteiligten drohen mit Umzug aus Katalonien in andere Regionen, sollte Katalonie sich von Spanien abspalten.

    Die neuen Herren der Weltwirtschaft
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=41340

    Viele von Ihnen werden sicher wissen, wer oder was JPMorgan Chase, BlackRock, die Credit Suisse oder die UBS sind. Aber nur die Allerwenigsten werden mit Namen wie State Street, Vanguard, Capital Group, Harris Associates, Natixis, Wellington, Fidelity, Dodge&Cox oder Amundi etwas anfangen können. Dabei sind diese Unternehmen, deren Geschäft man früher wohl etwas verklärend als „Vermögensverwaltung“ umschrieben hätte, die neuen Herren der Weltwirtschaft. Es gibt kaum große Aktiengesellschaften in den westlichen Ländern, bei denen keines dieser Unternehmen größter Einzelaktionär ist. Und in der Summe beherrschen diese „institutionellen Investoren“ Wall Street, City of London und den Frankfurter Finanzdistrikt. Doch seltsamerweise sind uns nicht nur die Namen der neuen Herren unbekannt, auch ihr Treiben findet abseits der Öffentlichkeit statt, da die großen Medien einen großen Bogen um dieses Thema machen und die Politik sich ebenfalls versteckt. Kein Wunder, wirft der Siegeszug der neuen Herren doch Fragen auf, wohin unser neoliberales System uns noch führen soll. Von Jens Berger………..

  15. Ein jeder Mensch, der mit einem ‚ Ich bin ‚ begabt ist, hat einen Doppelgänger.
    Ob ‚ er ‚ von ihm weiß, ist eine Frage seiner eigenen Bewusstseinsarbeit.

    Diesbezügliche Aufklärung(-sarbeit) ist ein nicht eben besonders stark gepflegtes Gut unserer momentanen kulturellen Verfasstheit.

    Menschen, die sich menschenkundlich selbst nicht durchschauen, sind aber auf jeden Fall wesentlich leichter durch´s Leben zu dirigieren; ein staatliches Interesse an solchen Fragen ist von daher systemisch eher gering ausgeprägt.

    Das (wahre) Ich-bin ist eines jeden Menschen Kapital.
    Und dieses hat auch einen Doppelgänger.
    Das ist das Geld.
    Das Geld ist ‚ nichts weiter ‚ als der Doppelgänger des wahren Kapitals.
    Keinesfalls ist Geld der Repräsentant des ‚ Ich bin ‚!

    1. Bei meiner Erforschung des „Wesens Geld“ bin ich genau auch an diesen Aspekt gestoßen:
      im Geld ist als „Doppelgänger“ sichtbar ein Wesenszug des Ich bin: durch die Identität mit sich selbst kann Ich alles sein und bin aber auch nichts von dem.
      Das „Geld“ gibt vor alles sein zu können und ist nichts (kein Wert – und damit u.a. eine Lüge).
      Jeder Mensch, der in der Urkraft seiner selbst steht, wird gewahr, dass Geld ein Irrspiegel des Ich ist.
      Jeder Rückbezug auf das tatsächliche Wesen – so auch der eigenen Kultur oder des Volkes, Sprache usw. -, ist eine Gefahr für diejenigen, deren Macht mit dem Geld verknüpft ist.
      Lüge kann nur in Fragmentation gedeihen und führt zu einem Brei der gleich(geschalteten)artigen Teilchen…

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