Die tiefere Kultur Russlands – Eine Besinnung in Zeiten des Hasses

Im Rahmen der imperialistischen Geostrategie der USA ist durch die US-geführte NATO die Einkreisung Russlands immer mehr vorangetrieben worden mit dem Ziel, das riesige Land als selbständige Macht auszuschalten und unter die ökonomische Herrschaft des Westens zu bringen. Durch die Überschwemmung mit dem oberflächlichen westlichen Materialismus wird aber auch die innere Kultur des russischen Volkes gefährdet, die mit ihrer tiefen Verbindung zum Christentum unbedingt zum Kulturkreis Europas gehört und eigentlich erst noch auf ihre Entfaltung wartet. Die Gegenwarts-Ereignisse sollten Anlass sein, im permanent aufgestachelten Hass gegen Russland sich auf die kulturelle Bedeutung des europäischen Brudervolkes im Osten zu besinnen.

Im russischen Volk lebt eine tief innerliche Verbindung zum auferstandenen Christus. Ostern ist das höchste Fest für den russischen Menschen, an dem man den Anderen mit den Worten begrüßt: „Christus ist auferstanden!“ und dieser bekräftigend antwortet: „Er ist wahrhaftig auferstanden!“ Vielfach besteht der Brauch, bei feierlichen Zusammenkünften einen Stuhl für den Auferstandenen freizuhalten, als äußeres Zeichen dafür, wie sehr man seine seelisch-geistige Gegenwart ersehnt und erwartet. Die Bezeichnung für den Bauern, den ehemals vorherrschenden Typus des russischen Menschen, war „Chrestschanin“, was Christ bedeutet.

Es sollen nachfolgend wesentliche Aussagen über das russische Volk aus der groß angelegten Untersuchung des Kultur-Historikers Hans Erhard Lauer über „Die Volksseelen Europas“ 1 zitiert werden. Sie mögen zum bevorstehenden Osterfest Anregung sein, sich mit solchen Frieden-stiftenden Ideen näher zu befassen:

Innige Beziehung zum Christentum

„Es bildet nun wiederum ein Spezifikum gerade des Russentums, dass es in besonderem Maße dazu veranlagt ist, die geistige Gegenwart des Christus zu erleben. Die russische Philosophie ist in den meisten ihrer Vertreter eine Christosophie und hat als solche ihren großartigsten Ausdruck gefunden in den ´Zwölf Vorlesungen über das Gottmenschentum` von Wladimir Solowiew.

Aber auch die revolutionäre Bewegung war bis in unser Jahrhundert herein von christlichen Ideen impulsiert. In dem am 9. Januar abgehaltenen friedlichen Demonstrationszug vieler Tausende von Arbeitern zum Winterpalais des Zaren in Petersburg, mit dem das Revolutionsjahr von 1905 begann und dessen Teilnehmer vom Militär zusammengeschossen wurden, wurden unter Führung des  Priesters Gapon noch Heiligenbilder (Ikonen) mitgetragen.

Und selbst in der bolschewistischen Revolution von 1917 leuchtete noch vereinzelt vor dem Geistesblick der Seelen das Bild Christi auf. Von dem Dichter Alexander Block, der bald darauf starb, berichtet W.Berg-Papendick in dem Buche ´Rossija`(S. 285 f.):

´Die Auswirkungen der Oktobertage rissen Block in ihren Strudel. Er fror und hungerte wie alle andern, saß im Dunkeln wie sie und legte täglich durch Schnee und Sturm weite Strecken zu Fuß zurück, weil keine Elektrischen fuhren. Er nahm alles in sich auf, was draußen vorging, und seine ungeheure seelische Spannung entlud sich im Januar 1918 in einer letzten dichterischen Eruption – in den ´Zwölf`: Furchtbare Schneestürme durchbrausen bei starkem Frost die Stadt. Vom Winde gestoßen, fallen Menschen auf eisbedeckten Straßen und Plätzen. Alle sind erregt, jeder äußert es in seiner Art. Ein altes Mütterchen jammert über die Stoffverschwendung eines vom Winde gepeitschten großen Plakats mit der Aufschrift: ´Der kostituierenden Versammlung alle Gewalt!` Ein Redner flüstert scheu: ´Rußland ist tot!` Eine Dame im Persianerpelz klagt einer anderen ihr Leid. Ein Pope schleicht scheu um einen großen Schneehaufen. Dirnen rufen sich ihre neuen Tarife zu. Ein Bourgeois steht stumm an der Straßenecke, ein ausgehungerter räudiger Hund drängelt sich an ihn.

Plötzlich ziehen zwölf bewaffnete, verwahrloste Männer, die eigentlich ins Zuchthaus gehören, vorüber – Rotgardisten. Sie suchen nach Beute, durchstechen die Schneehaufen, schreien, schießen; plötzlich sehen sie etwas an den Häuserreihen dahingleiten, sie rufen, gebieten Halt und schießen wieder und wieder, während der Sturmwind sein langes Lachen in den Schnee verströmt. Wuchtigen Schrittes stapfen sie weiter, hinter ihnen hinkt der Hund, vorn aber

schreitet leicht durch Wirbelwehen,
durch der Flocken Perlensäen,
weißen Rosenkranz im Haar,
Jesus Christus vor der Schar.

Diese aus zwölf Teilen bestehende Komposition enthält Marschrhythmen, Harmonikaweisen, Gassenhauer, Prosafetzen und Verse von klassisch gebändigter Prägung.

Als sie bald nach der Entstehung im Druck erschien, gab es einen Skandal: ´Eine Blasphemie!` empörten sich Mereschkowskis und kündigten Block mit ihrem Anhang die Freundschaft.
´Block gehört zu uns, er lässt ja seinen Christus an der Spitze der Rotgardisten marschieren!` triumphierten die Bolschewiken.
´Die bissigste Zeitsatire`, erklärte Maxim Gorki.
´Block ist kein Bolschewik, aber seine ´Zwölf` werden bleiben, entschied Trotzki.
´Christus am Ende der Zwölf ist nur ein literarischer Effekt`, behauptete Gumiljov in einem öffentlichen Vortrag, dem auch Block beiwohnte.

´Warum Christus?`, wurde Block immer wieder von allen Seiten gefragt. Er wusste es nicht und konnte nur sagen, daß beim Schreiben jemand durch ihn spricht. Er wusste es selber nicht und sagte einem Bekannten nach Gumiljovs Vortrag: ´Als ich die ´Zwölf` fertig hatte, war ich selbst erstaunt: warum Christus? Je mehr ich mich aber in das Bild vertiefe, umso deutlicher sah ich Christus!`“ 2

Verkörperung des Christentums

Mit dieser innigen Verbindung zum Christus, so führt H.E. Lauer an anderer  Stelle aus3, hänge eine weitere Eigentümlichkeit des russischen Volkes zusammen:

„ … (Es) vertritt das Russentum auch in nationaler Beziehung einen Kollektivismus in dem Sinne, dass ihm nicht das Eigenleben des einzelnen Volkes, sondern der Zusammenschluss der ganzen Menschheit zu einer brüderlichen Gemeinschaft als das höchste Daseinsziel erscheint. Der Russe ist am meisten unter allen Europäern dazu veranlagt, in jedem Menschen, gleichgültig welchem Volk er angehört, unmittelbar den Menschenbruder zu sehen. Hierin fällt seine Volksveranlagung in eins zusammen mit dem, was … durch das Christentum der Menschheit als Keim einer das ganze Menschengeschlecht umfassenden Gemeinschaft eingepflanzt worden ist. Und wie mit der von ihm gelehrten allgemeinmenschlichen Liebe das Christentum den Impuls zur Überwindung des einzelmenschlichen Egoismus begründet hat, so erblickt der Russe auch für die Völker das höchste Strebensziel in der Überwindung des nationalen Egoismus. (…)

Selbstverständlich soll damit nicht behauptet werden, dass es selbst nicht auch schon seit geraumer Zeit kräftig vom Nationalismus angekränkelt sei. Wir leben eben seit anderthalb Jahrhunderten (1965) in der Ära des Nationalismus. Dies ist aber kein Gegenbeweis dagegen, dass dieses Laster gerade dem russischen Volk am allerungemäßesten ist, haben dies doch seine bedeutendsten Vertreter selbst ausgesprochen.

Wenn wir hier einige Sätze aus der berühmten Rede anführen, die Dostojewskij 1880 anlässlich der Enthüllung des Puschkin-Denkmals in Moskau gehalten hat, so ist für sie bezeichnend, dass trotz der übertriebenen und stark nationalistisch gefärbten Art, in der Puschkin da gefeiert wird, doch als das Wesenselement des Russentums gerade seine Veranlagung für das Übernational-Menschheitliche gekennzeichnet wird:

´Es hat noch keinen Dichter gegeben, der so wie Puschkin die ganze Welt in sich aufgenommen hätte. Doch nicht die Aufnahmefähigkeit im allgemeinen ist hier das Erstaunliche, sondern seine ganz unglaubliche Tiefe, das vollständige Sichhineinversetzen seines Geistes in den Geist fremder Völker, die fast vollkommene und deshalb so erstaunliche Verwandlung, eine Erscheinung, die sich bei keinem einzigen anderen Dichter wiederholt hat. In der Tat finden wir sie nur bei Puschkin, und in diesem Sinne ist er eine noch nie dagewesene Erscheinung und unserer Meinung nach eine prophetische; denn eben darin hat sich am stärksten seine nationale russische Kraft geäußert, das nationale Moment unserer Zukunft, das in der Gegenwart noch nicht an den Tag getreten ist und das sich hier prophetisch geäußert hat. Denn wo läge sonst die Kraft des russischen Volksgeistes, wenn nicht in seinem Streben nach Universalität und nach Allmenschlichkeit?

Denn was bedeutet für uns die Reform Peters des Großen? Sie war nicht nur eine äußerliche Aneignung europäischer Kleider, Sitten, Erfindungen und der europäischen Wissenschaft. …
Da setze dann mit einem Mal dieses Streben ein: zur lebendigen Wiedervereinigung der Menschen, zu einer, sagen wir, universellen Einigung! Nicht feindlich, sondern freundschaftlich, mit ganzer Liebe nahmen wir das Genie, den Schöpfergeist der fremden Völker, in unsere Seele auf, aller Völker, so viel es ihrer nur gab, ohne Rassenunterschiede zu machen und die einen den anderen vorzuziehen …
Ja, die Bestimmung des russischen Menschen ist unstreitig eine universale. Ein ech­ter, ein ganzer Russe werden, heißt vielleicht nur ein Bruder aller Menschen werden, ein Allmensch, wenn Sie wollen. … Einem echten Russen ist Europa und das Geschick der ganzen großen arischen Rasse ebenso teuer wie Russland selbst, weil eben unsere Bestimmung die Verkörperung der Einheitsidee auf Erden ist, und zwar nicht einer durch das Schwert errungenen, sondern durch die Macht der brüderlichen Liebe und unseres brüderlichen Strebens …`

Klarer, reiner, nüchterner und kritischer als Dostojewskij hat Solowiew, der größte russische Philosoph, in seinen politischen Schriften die Aufgabe Russlands dargestellt. Wir zitieren einige Sätze aus seiner Schrift über ´Die nationale Frage in Russland` (1888):

´Vom Gesichtspunkte des nationalen, heute in der Politik durchaus herrschenden Egoismus aus ist ein Volk ein besonderes, sein Genüge in sich selbst findendes Ganzes, dem das eigene Interesse höchstes Gesetz ist. Die moralische Pflicht fordert von einem Volk vor allem, dass es sich dieses nationalen Egoismus entäußere, seine natürlichen Schranken überwinde und aus seinem Sondersein heraustrete. Ein Volk muss sich als das erkennen, was es in Wirklichkeit ist, nämlich als ein Teil des Weltganzen. Es soll seine Solidarität mit allen anderen lebensvollen Teilen dieses Ganzen, d.i. seine Solidarität mit allen in bezug auf die höchsten Menschheitsinteressen voll erfassen, und es soll nicht den eigenen, sondern eben diesen Interessen dienen nach Maßgabe seiner nationalen Kräfte.
Eine solche  moralische Selbstentäußerung eines Volkes kann sich keinesfalls mit einem Male und plötzlich vollziehen …

So bietet uns die Vergangenheit des russischen Volkes zwei Hauptmomente nationaler  Selbstverleugnung, nämlich die Berufung der Warjäger und die Reformen Peters des Großen. Diese beiden großen Ereignisse, die nur für die äußere Ordnung des Staates und für die äußere Kultur Bedeutung hatten, waren lediglich die Vorbereitung für die entscheidende, vollkommen bewusste Tat nationaler Selbstentäußerung, die sich in der Zukunft vollziehen soll …
Gewiss, die Früchte, die ein Staatswesen der Warjäger und eine Petersburger Kultur gezeitigt haben, sie sind nicht etwas Endgültiges und absolut Wertvolles, denn weder die Begründung eines machtvollen Staates noch dichterisches Schaffen können das Leben eines christlichen Volkes ausfüllen. Die Ziele
Russlands sind hier nicht zu finden, sondern in einer viel unmittelbareren und umfassenderen Tätigkeit im Dienste des Christentums, dem der Staat und eine äußere Kultur nur Mittel zum Zweck sein können. Wir glauben daran, dass Russland in der Welt eine religiöse Aufgabe zu erfüllen hat … Für ein christliches Volk ist das höchste Heil die Verkörperung des Christentums im Leben selbst, die Schaffung einer die ganze Menschheit umfassenden christlichen Kultur. Diesem Werke zu dienen ist unsere Pflicht als Christen und als Patrioten …`“

Menschheits-Gemeinschaft

„Kommen wir schließlich ein letztes Mal auf das Russentum zurück 4, so wird nach all dem, was in früheren Kapiteln über dieses schon ausgeführt wurde, wohl nicht mehr weiter begründet werden müssen, dass der Beitrag, den es seiner Anlage nach zur Menschheitskultur der Zukunft zu leisten berufen ist, sich auf die Gestaltung des Gemeinschaftslebens bezieht. (…)
Es ist dazu veranlagt, sich als Volksgemeinschaft hinzuopfern und in den Tod zu gehen, um aus diesem als eine nicht mehr nationale, sondern rein und allmenschliche Gemeinschaft aufzuerstehen, deren Glieder allein verbunden sind durch jene allmenschliche Bruderliebe, die Christus gelehrt und dargelebt hat. Denn allein in dieser Liebe kann diejenige geistig-moralische Kraft bestehen, welche das Band einer solchen erdumspannenden Gemeinschaft bildet.

Es drängt sich durch all dies eine besondere Beziehung auf zu der Gestalt Christi, – nicht allein durch den Impuls der Liebe, den er in die Menschheit gepflanzt, sondern auch durch den Umstand, dass auch er in dem aus einem bestimmten Volkstum hervorgegangenen Leibe, den er zunächst an sich trug, den Opfertod starb, um in einem verklärten, von allen nationalen Merkmalen befreiten Leibe aufzuerstehen, in welchem er sich erst in vollem Glanze als der der ganzen Menschheit gesandte Erlöser offenbarte. Diese Beziehung hat sich dem Russentum denn auch schon seit langem aufgedrängt. Es fühlte sich deshalb in besonderem Sinne als das ´Christus-Volk`, – bedeutet doch auch die russische Bezeichnung für den Bauern, der ehemals der russische Nationaltypus war: Chrestschanin – den Christen schlechthin.

Darum empfindet das Russentum seine Mission auch als eine messianische. Wie der Christus der Messias der einzelnen Menschen war, der sie von der Erbsünde erlöste, so fühlt sich das Russentum zum Messias der Völker erwählt, der dazu berufen ist, durch sein Selbstopfer als Nation die anderen Völker von der Sünde des Nationalismus zu erlösen und zu einer allmenschlichen Liebesgemeinschaft zu vereinigen. Hierin mag der Grund liegen, warum das Russentum seit vielen Jahrhunderten mit einer so einzigartigen Innigkeit das Osterfest gefeiert hat. Im Erleben des Opfertodes und der Auferstehung Christi hat es immer zugleich das Geheimnis seines eigenen Wesens, seiner eigenen Bestimmung miterlebt.

Nun ist aber mit all dem erst auf einen Aspekt der allmenschlichen Zukunftsgemeinschaft hingedeutet. Ein anderer Aspekt ist durch die strukturelle Gliederung bezeichnet, welche sie aufweisen wird. Wir geben im Folgenden die Auffassung wieder, welche der größte Denker Russlands, Wladimir Solowiew, hinsichtlich dieser Gliederung entwickelt hat. Er hat in seinen moralphilosophischen und politischen Schriften am klarsten und reinsten, frei von jeder nationalistischen Trübung des Blickes, die geschichtliche Sendung seines Volkes und auch alle mit ihr verbundenen Probleme zur Darstellung gebracht. Freilich gilt auch von vielen seiner diesbezüglichen Darstellungen, dass sich in ihnen nur wie wetterleuchtend eine noch ferne Zukunft prophetisch vorankündigt.

Der Grundgedanke nun, den Solowiew in dieser Hinsicht entwickelt hat – in breiter Ausführung in seinem moralphilosophischen Hauptwerk ´Die Rechtfertigung des Guten`, in kürzeren Zusammenfassungen in seinen verschiedenen politischen Schriften – ist der folgende:
Wie die leibliche Schöpfung bzw. Menschwerdung des Menschen darin ihren Ausdruck gefunden hat, dass er seiner Leibesgestalt nach zum Ebenbild Gottes geformt wurde, so wird die seelisch-geistige Menschwerdung der Menschheit, zu der die Erscheinung des Gottmenschen Christus den Grund gelegt hat, darin zum Ausdruck kommen, dass die menschliche Kultur sich zum Abbilde der Gottheit gestalten wird. Da die Gottheit ihrer Totalität nach aber eine trinitarische, in Vater, Sohn und Geist gegliedert ist, so wird auch die menschliche Kultur schließlich eine trinitarische Gliederung erfahren müssen, in deren Teilen die verschiedenen Personen der Gottheit ihr menschheitliches Abbild finden werden.

In diesem Sinne unterscheidet Solowiew hinsichtlich jener Zukunftskultur drei Bereiche, die er als die umfassende christliche Weltkirche (Abbild des Vaters), die universelle Staatengemeinschaft (Abbild des Sohnes) und die universelle ´Gesellschaft` als wirtschaftliche-soziale Ordnung (Abbild des Geistes) kennzeichnet: eine Gliederung also, welche an jene soziale Dreigliederung erinnert, von der an früheren Stellen dieses Buches die Rede war. (Gemeint ist die von Rudolf Steiner als notwendig dargestellte Dreigliederung des sozialen Organismus in ein freies Geistesleben, ein gleiches staatliches Rechtsleben und ein brüderliches Wirtschaftsleben. hl) Es braucht hier nicht auf die Einzelheiten eingegangen zu werden, in welche hinein er (Solowiew) das Bild dieser drei Organisationen ausmalt. Wesentlich ist, dass, in dem er auf einen Zukunftszustand der Menschheit hinblickt, der durch deren vollkommene ´Durchchristung` gekennzeichnet sein wird, ihm das Bild einer dreigegliederten Gemeinschaftsordnung entgegenleuchtet, die aus der Menschheit heraus das Geheimnis der göttlichen Trinität offenbaren wird.

In seiner Schrift ´Russlands geistige Bestimmung` fasst er diese Gedanken über die geschichtliche Sendung seines Volkes in die Sätze zusammen:

´Das russische Volk ist ein christliches Volk, und will man die wahre russische Idee ken­nenlernen, darf man nicht fragen, was Russland durch sich allein und für sich selbst tun wird, sondern was es im Namen des christlichen Prinzips, das es erkannt hat, und für das Wohl des Weltchristentums, dem es pflichtgemäß angehört, tun muss. Es muss, um seine Aufgabe wirklich zu erfüllen, sich dem gemeinsamen christlichen Leben der Welt mit Leib und Seele ergeben und alle seine nationalen Kräfte darauf verwenden, die vollkommene und weltumfassende Einigkeit des Menschengeschlechts im Verein mit al­len anderen Völkern zu verwirklichen, diese Einigkeit, deren unverrückbare Grundlage in der Kirche Christi gegeben ist.

Vor 900 Jahren sind wir durch den hl. Wladimir getauft worden im Namen der segenbringenden Dreifaltigkeit und nicht im Namen einer unfruchtbaren Einheit. Die Idee Russlands besteht nicht darin, unsere Taufe zu verleugnen. Vielmehr verlangt diese Idee oder die historische Aufgabe Russlands von  uns, dass wir uns als solidarisch erkennen mit der universellen Familie des Christus und dass wir alle unsere nationalen Fähigkeiten darauf verwenden, ebenso wie die ganze Macht unseres Reiches, die vollständige soziale Dreiheit zu verwirklichen. In ihr ist dann jede der drei organisatorischen Haupteinheiten, die Kirche, der Staat und die Gesellschaft, absolut frei und selbständig, aber nicht so, dass sich jede von der andern trennt, sie aufsaugt und zerstört, sondern so, dass sie die vollkommene Einheitlichkeit mit ihr betont. Auf Erden dieses getreue Abbild der göttlichen Dreieinigkeit herzustellen, das ist die russische Idee.`“

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Nachbemerkung

Nimmt man das Christentum ernst, dass ein hohes göttliches Wesen in die Geschichte der Menschheit eingegriffen hat, indem es selber Mensch geworden und durch den Opfertod gegangen ist, bedeutet dies natürlich ein gewaltiges Zeichen dafür, dass die gesamte Menschheitsentwicklung aus einem göttlichen Plan intendiert und impulsiert wird. So sind auch die Völker mit ihren unterschiedlichen kulturellen Veranlagungen kein Zufall, sondern haben zur Gesamtentwicklung der Menschheit einen wichtigen Beitrag zu leisten. Wir haben gesehen, dass die zitierten Repräsentanten des russischen Kulturlebens, das sie so eng mit dem übersinnlichen Wirken des auferstandenen Christus verbunden sehen, von dieser Gewissheit durchdrungen sind.

Russland gehört zum Kreis der Völker Europas und hat zur europäischen Gesamtkultur, die ohne die Impulse des Christentums nicht zu denken ist, einen wesentlichen Beitrag zu leisten, der nicht verlorengehen darf.5

Daraus werden die oben ausgeführten Aussagen russischer Dichter und Denker verständlich, die für manche materialistische Ohren des Westens weltfremd und phantastisch klingen mögen. Aber darauf kommt es nicht an, sondern auf die geistige Wirklichkeit, die sich nicht mit kurzatmig-oberflächlicher Informationssuche erreichen lässt.

Das Osterfest ruft dazu auf, sich auf die wesentlichen existenziellen Fragen des menschlichen Lebens zu besinnen.

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Artikel auch zum Hören –
Sprecher: Nikolas Gerdell:


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Anmerkungen:
1   Hans Erhard Lauer: Die Volksseelen Europas, Stuttgart 1965
2   a.a.O. S.225 – 226
3   a.a.O. S. 63 f., 65 f.
4   a.a.O. S. 265 f.
5   Siehe näher: Das eigentliche Europa …

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Siehe zu Ostern auch: Der stille Rebell

21 Kommentare zu „Die tiefere Kultur Russlands – Eine Besinnung in Zeiten des Hasses“

  1. Diesen Artikel durchdringt der Wunsch, dass der Christusgedanke die Russen im Grunde gute Menschen sein lässt.

    Es ist wie überall. Die Frauen sind diejenigen, die behüten und beschützen wollen. Die Russin ist sich ihrer Weiblichkeit sehr wohl bewusst. Wenn sie auch eine sehr gläubige Ader hat und in die orthodoxe Kirche geht, um zu beten und eine Kerze anzuzünden. Vor dem Christentum waren auch die Russen Heiden. Waren sie damals bessere oder schlechtere Menschen?
    Ich denke, dass die Menschen erst schlecht wurden, als die Genetik zu ihren Ungunsten manipuliert und verändert wurde. Es wird bis zuletzt immer übersehen, dass es um Menschen geht, die aufeinandergehetzt werden, dass der Hass Ideologien entspringt. Hier ein anschauliches Bild:
    https://www.watson.ch/imgdb/767c/Qx,E,0,156,1031,651,0,156,99,99/645753632699283

    Wer baut diese Mauer? Wer bewacht sie? Wie werden die Menschen dazu gebracht, gegen eigen Fleisch und Blut zu schießen? Psychopathen finden immer einen Grund.
    https://de.sott.net/article/1019-Der-Psychopath-Teil-6-Wie-man-mit-Psychopathen-umgeht?msclkid=d067271dbcd511ec92c31eebf8127549

  2. Die russischen Filme geben, genau wie bei uns, in gewisser Weise die Wünsche und Sehnsüchte der Konsumenten wieder. Die Liebesfilme sind mehr Krimi aus unserer westlichen Sicht. Die russischen Krimis sind derartig schockierend, dass sie kaum anzusehen sind, wie etwa die Serie: Der Professor. Hier eher harmlose Kostproben des russischen Fernsehprogramms:

    Ihr müsst nur den Button „Untertitel“ anklicken, um deutsche Untertitel zu bekommen.

  3. Solowiew: „Das russische Volk ist ein christliches Volk, und will man die wahre russische Idee kennenlernen, darf man nicht fragen, was Russland durch sich allein und für sich selbst tun wird, sondern was es im Namen des christlichen Prinzips, das es erkannt hat, und für das Wohl des Weltchristentums, dem es pflichtgemäss angehört, tun muss.“

    Nun dürfen wir – wenn wir Weltchristentum richtig verstehen wollen, sinngemäß verstehen wollen, um das Gesagte beurteilen zu können – davon scharf abtrennen das Jesuitentum. Denn das Jesuitentum blendet genau den Geist aus, um den es dem Weltchristentums geht.
    Diesem Weltchristentum geht es um ein Miteinander statt Gegeneinander, was ja eine Voraussetzung für die Dreigliederung des sozialen Organismus betreffs Wirtschaftsleben ist.
    Das Miteinander Deutschlands & Rußlands ist wem nicht genehm?

    Wer schon seit Jahrhunderten einen Krieg nach dem anderen führt, z.B. um Opium in Indien anbauen zu können, um die Chinesen abhängig und dumm-schläferig zu machen, wer ist der Global Dealer, der 2022 Waffen nach Osteuropa liefert, um „über Bande“ ein christliches Deutschland abzuschaffen?
    War Gandhi ein besserer Christ, als wir Deutschen heute sind?
    Er ist ein wahrer Weltchrist und zeigte den Engländern, wo das Salz und ihr Rückweg zu finden ist.

  4. Nun – in folgendem Artikel offenbart sich m. E. der wahre Hintergrund der Motivation Sölönskis und Konsorten:
    de.rt.com/meinung/136195-warum-selenskijs-vision-fur-ukraine/

    Alttestamentarische/r Hass – und Rache einer der 3 abrahamitischen sog. Röligionen, die im alttestamentarischen „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ steckengeblieben sind, während nur das Christentum davon den Absprung zur Vergebungslehre Christi geschafft hat.

    Der 2. WK ist nun am 08.05.2022 genau 77 Jahre vorbei. 77 – zweimal die heilende Zahl der 7, die im Tarot „Der Wagen“ ist, der die Säule, die Verbindung zwischen Himmel und Erde symbolisiert und dazu aufruft, alles alte Schädliche hinter sich zu lassen und im positiven Sinne zur Bewusstseinsheilung und damit Heilung von allem aufzubrechen.
    2 x 7 = 14 = Quersumme 5 und die 5 ist die Zahl der Liebe, der Quinta Essentia allen Seins, allen Lebens, der Atem des Lebens. Im Tarot die Karte des „Hohepriesters“, der in diesem Sinne zum Lernen, zum Bewusstwerden aufruft, dass wir alle Teilwesen des einen einzigen lebendigen Wesens sind, das das ALL selbst ist, das Leben selbst, das ich das ALL-EINE nenne und es daher weder einen „Gott“ noch „Auserwählte“ gibt – nur das ALL-EINE, das nur von sich selbst getrennt ist durch seine urtraumabasierte Ur-Bewusstseins- und Persönlichkeitsspaltung, die es zu Dr. Jekyll und Mr. Hyde werden ließ.
    Diese gilt es jetzt oben wie unten (2 mal die 7, die uns zur bewussten Rückverbindung/ Wiederverbindung durch bewusste Heilung dieser Spaltungskrankheit des ALL-EINEN aufruft) zu heilen und uns alle im Bewusstsein der 5, der Quelle, der Liebe, zu EINEN als die Teilwesen des ALL-EINEN, das alles ist, was je war, ist und sein wird.

    Wer an diesem alttestamentarischen Hass- und Rachekreislauf weiterhin festhält, erzeugt indessen weiteren Hass, weitere Rache, weil die einstigen Opfer nun selbst zu Tätern an Unschuldigen werden.
    Es sind heute nur noch wenige Dt. dieser Zeit am Leben und diese waren Kinder und Jugendliche zu dieser Zeit, die von einem auf Befehlshörigkeit getrimmten Armee- und Pölizieapparat im Auftrag dieses damaligen Diktators und ggfs. derer, die ihn möglicherweise als ihre Marionette installierten, in diesen Krieg gegen ihren Willen gezwungen wurden wie die Mehrheit auch der erwachsenen Dt..

    Überall in der Vergangenheit wie heute beschließen die Mächtigsten derer, die einfach keinen Frieden und keine Vergebung kennen, die Kriege, in die sie dann ihre V.lker zwingen mittels ihrem Gewaltapparat hinter sich, während sie selbst in sicheren Bunkern oder gar im Ausland oder sonstwo sicher sitzen, nur um sie ihrem Hass, ihrer Rache zu opfern, die sie einfach nicht zu überwinden und loszulassen bereit sind.
    Sie tun sich letztlich alles selbst an als ebenfalls Teilwesen des ALL-EINEN, denn es fällt aus diesem Grunde auf sie zurück – wenn vielleicht auch in einem späteren Leben, aber es holt sie garantiert ein – sie können nicht vor sich selbst und ihrer Verantwortung davonlaufen.
    Es ist jetzt höchste, allerhöchste Zeit, endlich diesen uralten Hass, diesen uralten alttestamentarischen wenn nicht noch älteren Hass- und Rachekreislauf zu beenden – und es keinesfalls P.tin, der diesen Hass, diese Rache in sich trägt – es ist Sölönski und Konsorten.

    Ich war schonmal klinisch tot und hatte eine sog. (Nah)toderfahrung. – Ich erfuhr, dass ich im letzten Leben Jude war und gerade noch in die VSA flüchten konnte, wo ich mich aber nie heimisch gefühlt hatte – ich liebte meine Heimat Dtl..
    Nun bin ich in diesem Leben in eine christliche Familie in Dtl. wieder reinkarniert und habe inzwischen alle sog. Religionen durch meine Erkenntnisse hinter mir gelassen, die alle von AN-fang an nur Glaubenskriege etc. gegeneinander geführt und unsagbares Leid erzeugt haben – untereinander wie gegeneinander.

    Nun bin ich nichtj.dische Deutsche, die inzwischen sich nur noch mit der „Großen Mutter“, dem Leben und der Liebe, dem Atem des Lebens, der sog. Quelle, verbindet und so sind vielleicht viele andere einstige J.den in ihrem heutigen Leben wieder als Nichtj.den in Dtl. und werden jetzt mit diesem alttestamentarischen Hass konfrontiert.
    Das ist wie mit diesen jahrhundertealten Familienfehden, die jeden Frieden verhindern, weil sie jeder weiteren Generation erneut in die Wiege gelegt wird – wie soll da dieser ewige Hass, diese ewige Rache, dieser immer wiederkehrende Krieg beendet werden und wahrer Frieden einkehren?

    Es ist jetzt allerhöchste Zeit dazu, wenn das ganze ALL-EINE im Ganzen wie in allen seinen Teilwesen nochmal wirkliche Glückseligkeit, wahren Frieden, wahre Freiheit (die die Freiheit des/der anderen achtet), Freude, Schönheit und nur noch Güte mit sich erlangen will für alle Zeit und Ewigkeit, statt im Ganzen wie in allen seinen Teilwesen für alle Zeit und Ewigkeit in seiner eigenen Hass- und Rache- Gewalt- Hölle zu versinken und darin um und gegen sich selbst zu routieren um die eigene Achse seiner Gewaltspirale gegen sich selbst – denn es ist nichts und niemand da außer ihm selbst – das gilt es eben auch end-lich sich bewusst zu machen.

    Meiner Erkenntnis nach.

    1. @mahdian: Kennen Sie Ernest Becker und seine Philosophie, die darauf besteht, dass jede Handlung, die Menschen in ihrem Leben unternehmen, letztlich darauf abzielt, das schreckliche Wissen auszulöschen, das in ihren Köpfen verborgen ist, dass sie eines Tages sterben werden und dass fast alles, was sie jemals getan haben – mit Ausnahme der Kinder, die sie gezeugt haben -, letztlich ohne Bedeutung sein wird.

  5. Danke für diesen Beitrag. Ich habe mich in den letzten Tagen öfters gefragt, woher der abgrundtiefe Hass, vor allem der Führenden der westlichen Länder, auf alle Russen und alles Russische herrührt. Und eigentlich findet man gar keinen wirklichen oder äusseren Grund, ausser dem Hass auf alles Geistige oder Spirituelle, der sich jetzt auf ein Volk oder eine Kultur richtet. „Und die Menschen werden die Besinnung verlieren vor Furcht und Erwartung dessen, was über den Erdkreis hereinbricht.“ (Luk. 21, 26)

  6. „Christus ist auferstanden!“ und dieser bekräftigend antwortet: „Er ist wahrhaftig auferstanden!“
    Merkt ihr nichts? Da spricht das Böse. Unter dem Zeichen Christi, der PAX Christi, führen sie heute Kriege.
    Der Nazarener -> http://endederrevolutionen.de/docs/geistwesen.html ist nicht auferstanden. Auferstanden ist eine christliche Politik, die vom Bösen ist. Es gibt nur einen Weg. Jeder kommt, wenn er seinen Intellekt benutzt und logisch zu denken gelernt hat, zu diesem Punkt, an dem er auf diesem absolut geraden Weg sich entscheiden muss: „De libero arbitrio“, also den Weg der Friedfertigen nach rechts, oder den Weg der Friedensverfertigen, den Mao gegangen ist, „De servo arbitrio“, nach links. Es kann keine anderen katholischen (weltumfassend) Wege geben. Er wird nicht auferstehen: Wir müssen aufstehen und uns entscheiden.

    1. @ Michael Schwegler
      Die Auerstehung Christi hängt nicht davon ab, was Sie darüber denken, sondern ob sie von Christus in der Realität vollzogen worden ist.
      Wenn Sie behaupten, er sei nicht auferstanden, müssen Sie sich selbst auch fragen, ob da nicht das Böse spricht. Wir sind alle den Inspirationen des Bösen ausgesetzt.

      1. Was meinen wir mit „Auferstehung“? Meinen wir ein toter Körper, der durch ein „Wunder“ wieder zum Leben erweckt wird? Nach den Gesetzen der Natur ist das nicht möglich! Was aber möglich ist, wenn wir von unserer rein materialistisch-naturwissenschaftlichen Sicht absehen, ist, daß die Biologie des Körpers ungeahnte Mittel und Wege der Selbstheilung hat, selbst nach einer ungeheuren Tortur, wie einer Kreuzigung. Das würde zusammengehen mit dem, was immer mehr Menschen in der Zeit dieses Corona-Wahnsinns zu begreifen anfangen, nämlich das unsere materialistisch-naturwissenschaftlichen Sicht, aus der sich die Schulmedizin konstituiert, im höchsten Maße fragwürdig ist. Ich finde diese Sicht wesentlich glaubwürdiger und hilfreicher als der von den Kirchen propagierte Glaube an ein Wunder.

        Ich beziehe mich hier auf die Ausführungen von Abd-ru-shin (Oskar Bernhardt), dem Verfasser der Gralsbotschaft „Im Lichte der Wahrheit“, der sehr überzeugend klar macht, dass die Schöpfung aus unumstößlichen Gesätzen besteht und der Schöpfer niemals seine eigenen Gesätze übertreten würde.

        Danke Herr Ludwig für Ihre hervorragende Arbeit und ein schönes Osterfest an alle!

          1. Wahrlich, ein sehr guter Artikel und wird bestimmt in der Zukunft oft gelesen und weitergereicht werden.
            Nun, die Menschen werden ja viele Fragen in der Zukunft wegen der „Entrückung“ haben, da sie ihre Lieben nicht mehr auf der Erde finden können.
            Matthäus – Kapitel 24, 37 Wie es aber in den Tagen Noahs war, so wird es auch bei der Wiederkunft des Menschensohnes sein. ….Dann werden zwei auf dem Felde sein; einer wird genommen, und der andere wird zurückgelassen. …. Zwei werden auf der Mühle mahlen; eine wird genommen und die andere wird zurückgelassen.

  7. Dass dieser Artikel es sogar schafft, eine Verbindung zur Dreigliederung herzustellen! Das werde ich mir noch ein paar Mal durchlesen, bevor ich mich dazu äußern kann. Zwei Anmerkungen: Die Sowjetunion hat sehr viele Soldaten geopfert, um den Nationalsozialismus in D zu beenden (Kampf um Berlin z.B.). Ein Beitrag, der über rein sowjetische Interessen weit hinaus ging.

    Und durch die vorausgehenden Kommentare wird mir wieder Mal bewusst, dass sich viele Menschen ein Christentum zurechtdenken, mit dem sie sich dann identifizieren oder das sie ablehnen. Aber die Bedeutung der Geschehnisse von Golgatha, als sich der Christusgeist mit der Erde verbunden hat – was dies für die Menschheit bedeutet, darüber herrscht noch viel Unklarheit.

    Ein wunderbarer Osterartikel, vielen Dank, Herr Ludwig!

  8. „Das Osterfest ruft dazu auf, sich auf die wesentlichen existenziellen Fragen des menschlichen Lebens zu besinnen.“

    Lobe den Herrn, meine Seele, und alles, was in mir ist, lobe seinen heiligen Namen.
    Segne den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht all seine Wohltaten:
    Er vergibt dir alle deine Missetaten,
    Er erlöst dein Leben vom Verderben,
    Er krönt dich mit liebevoller Güte und zärtlichem Erbarmen,
    Er sättigt dich mit guten Dingen, so dass deine Jugend erneuert wird wie die eines Adlers.

  9. „Die tiefere Kultur Russlands – Eine Besinnung in Zeiten des Hasses“

    Erstmal ein fröhliches Osterfest all denen, die an die Auferstehung zumindest glauben. Davon eine Erkenntnis haben zu dürfen, ist ja nicht jedem gegeben. Paulus wußte es, und er mußte sein gesamtes Leben umkrempeln, um den Beginn einer gesamtmenschheitlichen Lehre begründen zu können.
    Die russische Kultur ist nicht so flach abgepackt wie unsere jesuitisch gedachte es ist, die wie ein Stoffpäckchen oder Sofakissen voller Risse aussieht, das jemand umdreht, um die zerrissene Seite zu verbergen.

    Die tiefere Kultur Rußlands ist paulinisch geprägt, und Paulus sagte sinngemäß,daß ein Glaube NICHTS wäre, der nicht die Auferstehung bejahen kann. Ein „Christentum“ ohne Auferstehung wäre wie eine Nuß-Schale ohne Inhalt. Oder wie ein Kern einer Sonnenblume, den ein Eichhörnchen frißt und nur die äußere Hülle zurücklässt.
    Wer uns Europäern solche Hüllen verkaufen will, um uns um den eßbaren Inhalt zu betrügen, betrügt wen um welches Öl auf welcher Lampe?

    Besinnen wir uns darauf, daß in Zeiten des Hasses einfach der Mut zum Leben und zur Liebe fehlt. Angst vor dem Tod haben nur Materialisten, die das irdische Leben für das einzige Leben halten.

  10. Dieser aus niederen Instinkten weitergetriebene und verlogene Boulevard-Journalismus auf unterster Ebene, diesmal gegen Russland und die russische Bevölkerung, ist nur noch zum Erbrechen. Jeder aufmerksame Beobachter hat hier das beste Beispiel aus der Gegenwart, wie Hass geschürt werden kann, ohne dass der/die Hasserfüllte überhaupt Russland, geschweige denn seine Bevölkerung je im Leben gesehen und erlebt hat. Neuestens geht man an Putins Privatleben ran und frägt, wie viele Kinder er mit wie vielen Frauen hat – ganz nach dem Motto: Sex sells. Was interessiert mich das??? Hoffentlich hat Putin noch ein paar Bereiche neben seinem schwierigen Berufsalltag, wo er sich Erholung verschaffen und Freude geniessen kann. Viel Zeit dafür wird er – eingekesselt zwischen Bodyguards und sonstigen Geheimnis-Wächtern – nicht haben.

    Wie können sich die Menschen mit Lügen, Verdrehungen und Falschaussagen nur so gegen unbekannte Nationen und Kulturen aufhetzen lassen??? Wo bleibt der Sachverstand? Vor 14 Tagen erlebte ich in einem Kurs, wie die Leiterin lauthals durch die Runde schrie, den zum Kaffee angebotenen «Russenzopf» esse sie nicht – ganz in der Meinung, alle seien damit voll einverstanden – waren sie nicht, der Russenzopf wurde genüsslich vertilgt. Aber so tief sind wir gesunken!!! Von Rassismus hat diese Dame noch nie etwas gehört. Nach genauerem Fragen meinerseits, kennt sie keine russische Person, will auch nichts von solchen wissen, nach Russland würde sie nie gehen. Sie realisiert nicht einmal, was diese tägliche Propaganda im Mainstream mit ihr macht.

    Ich kenne Russland – leider – nicht sehr gut. Aber das Wenige, das mir vertraut ist, gestattet mir die Sichtweise, dass Russland kulturell, wissenschaftlich, technisch und auch von der Religion her tief-verwurzelte Verbindungen mit dem übrigen Europa hat. Neben der schwergewichtig orthodox-katholischen Kirche hat Russland auch islamische und buddhistische Völkerschaften. Diesbezüglich ist Russland den Europäern weit voraus. Und sie leben friedlich miteinander.

    Allein Russland’s Künste in Oper und Ballett lassen uns Europäern den Atem vor Bewunderung stocken. Seine oft tief getragene klassische Musik lässt die Melancholie der unvorstellbaren Weiten dieses Landes spüren, die Kraft in diesem Land kommt mit grandiosen Toneinlagen und Kompositionen zum Zug und sein Temperament lässt unverkennbar den Takt der Freude und Lebensbejahung mitschwingen. Die Namen seiner Literatur-Autoren klingen höchst vertraulich in unseren Ohren. Technisch-Wissenschaftlich haben die Russen erstaunlich aufgeholt und dem Westen auch in diesen Gebieten eine Menge zu bieten. Russland ist parat, mit West- und Mittel-Europa – auf Augenhöhe – zusammenzuarbeiten. Das hat Russland zu einem guten Stück Putin zu verdanken. Die einzigen, die das nicht wollen, das sind die US-Regierenden, die sich noch so gerne als Alleinherrscher des Globus sehen. Sie können nicht genug lügen und verzerren, um Russland in ein schlechtes Licht zu rücken.
    Schon vor dem WK1 und vor dem WK2 betätigten sich USA und Britannien hintenherum – dannzumal gegen Deutschland – als Kriegshetzer, als Waffenlieferer zu Freund und Feind in beiden Kriegen und logen über die Presse die Völker an. Und heute setzen die gleichen Mächte wieder alles daran, diese Zusammenarbeit zu verhindern. Bleibt zu wünschen, dass das nicht noch einmal gelingen wird.

  11. Wladimir Solowiew – 16. Januar 1853 † 31. Juli 1900 war ein russischer Religionsphilosoph und Dichter. Ihm war es (durch die Gnade einer früheren Geburt) erspart geblieben, die Irrungen und Wirrungen und das grausame Verbrechertum der ca. 70 Jahre anhaltenden Sowjet-Zeit in Russland, mit ihren xxx Millionen verbrecherisch ermordeten Menschen, zu erleben – von den damit einhergehenden außerordentlichen menschlichen/ seelischen Verwerfungen und den verbrecherischen Maßnahmen des sowjetisch-stalinistischen Ideologie-getriebenen Partei- & Maßnahmestaates, speziell gegen die russisch orthodoxe Kirche, ganz zu schweigen.
    Aus Kirchen und Klöstern wurden u.a. Ställe, Gefängnisse und Schlachthäuser. Die viel beschriebene russische Seele wurde – in dieser schweren Zeit – bis zur Unkenntlichkeit deformiert und bis auf eine kleine Minderheit machten fast alle „SowjetBürger“ – mehr oder weniger in die Verbrechen Lenins/Stalins u. Co. verstrickt – bei diesem Irrsinn mit. Viele auch verblendet von der wirksamen ideologischen Propaganda des sowjetischen Staates und seiner führenden Partei, der KPdSU.
    Ansonsten hätte sich dieses „Gulag-System einer Sowjetunion“ nicht so lange halten und so irre weit auf der Welt auch noch ausbreiten können. Die russisch orthodoxe Kirche lebte nur noch (grob formuliert) in den Köpfen alter Mütterchen und in alten Büchern – daran hatte der Geheimdienst KGB, den auch der heutige Präsident Russlands, seine Exzellenz Wladimir Putin, als Offizier im Besatzungsgebiet der DDR (SBZ-sowjetisch besetzte Zone) angehörte, keinen unerheblichen Anteil. Wo waren da die jeweiligen Kirchen? Abgetaucht in Servilität und Konformismus nach allen Himmelsrichtungen!

    Das alles ist mittlerweile Geschichte und der Putin hat sich als STABILOKRAT erwiesen und sein Russland als kapitalistischen Staat „renoviert“. Das Vorgenannte kann und soll also die heute wieder im Westen praktizierte RussoPhobie, die man in fast jeder hiesigen Zeitung findet, in keiner Weise entschuldigen – diese ist ein Produkt der allgemeinen Verblödung und wird ebenso gesteuert und gebraucht, wie für Rassenideologien und allgemeine SchreckensBilder Macht-missbraucht.
    Wenn heute z.B. der russisch orthodoxen Kirche „imperiales Sendungsbewusstsein“ von europ. Kirchenvertretern unterstellt wird, ist das nichts anderes als dem Gegner und Konkurrenten das vorzuwerfen, was man selbst macht – es geht den Kirchen um die Herrschaft im Glauben, letztendlich um die Herrschaft über die Köpfe und die „Herde“, während man der jeweils herrschenden Obrigkeit überall und jederzeit dienstbar ist – und das alles scheinheilig als: im Interesse der Menschen! …darstellt. Aber wenn die Menschen wirklich Hilfe und seelischen Beistand benötigen … wird ihnen die Spritze empfohlen/ erpresst???
    Darin sehe ich den gleichen Geist, der bereits vor über 2000 Jahren unseren Gott, unseren Herrn Jesus Christus ans Kreuz nageln ließ.

    Zitat: „Das Vatikanische Institut hat den Jesuitendekan für den Widerstand gegen COVID-Stöße bestraft: Bericht. Fr. Massimo Pampaloni, SJ, wurde laut Church Militant nach Brasilien verlegt, weil er die abtreibungsverseuchten COVID-Impfungen abgelehnt hatte. Die Aktion des POI gegen Fr. Pampaloni kommt, nachdem Papst Franziskus diesen Monat Bischof Daniel Fernández Torres aus der Diözese Arecibo, Puerto Rico, entlassen hatte, nachdem der Bischof öffentlich Gewissenseinwände gegen COVID-19-Schüsse verteidigt und sich geweigert hatte, Gemeindemitglieder aufgrund des Jab-Status zu trennen.
    https://www.lifesitenews.com/news/vatican-inst/?utm_source=top_news&utm_campaign=usa

    Zitat: „Die christlichen Kirchen sind die Sklavenhalter für den Großfaschismus … Die Antifaschisten sind die niedrigsten Sklaven des kommenden Großfaschismus, der sich in Amerika und Russland DEMOKRATIE nennt.“ (Martin Heidegger)

    Zitat Robert Kennedy Jr.: „Faschismus ist übrigens definiert… Mussolini definierte ihn als die Verschmelzung von Staats- und Unternehmensmacht“,…
    https://uncutnews.ch/das-sind-kriminelle-unternehmen-robert-f-kennedy-jr-brillante-abrechnung-mit-big-pharma-die-einen-medialen-feuersturm-ausloeste/

  12. Schade, dass dieser Artikel mit Propaganda-Plattheiten beginnt.
    Es ist doch nicht nötig, hier mit dem Sound der 70er Jahre KPD/ML-Sprüchen zu beginnen. Ein sachlicher Einstieg ist immer glaubwürdiger als eine mit abgelutschten Worthülsen.

    Dass NATO-Beiträge mit „Der Angriffskrieg der völkermordenden Russen …“ beginnen, rechtfertigt das nicht.

    1. @ Nordlicht
      Das sind keine „Propaganda-Plattheiten“, sondern die Andeutung der politischen Situation, welche die tiefere Volkskultur überlagert. Diese Diskrepanz zu bezeichnen, halte ich schon für wichtig.

  13. Ich wünsche Herrn Ludwig und allen Lesern dieses Blogs ein frohes, gesegnetes und friedliches Osterfest!
    Amen.
    Hier ein wunderschönes Gebet:

    Eurer Charlie

  14. Ein sehr guter Artikel den man all jenen Menschen ans Herz legen sollte die sich ihren gesunden Menschenverstand bewahrt haben. Russland ist das Herzchakra im neuen Paradigma, dem sogenannten goldenen Zeitalter. Meiner Meinung nach ist der Erlöser in einer menschlichen Inkarnation bereits hier mit der mächtigsten Allianz des Lichts die es je auf einem Planeten gegeben hat. Diesesmal gibt es für die gefallenen Engel keine Gnade mehr. Gar keine! Alle Menschen die nicht in der Liebe angekommen sind werden diesen Planeten verlassen um auf anderen Planeten ihre weitere Entwicklung fortzusetzen. Dieses Ereignis wird vom gesamten Universum mit größter Aufmerksamkeit verfolgt, da die Erde der erste Planet sein wird der den Gottmenschen trägt. Gaia wird dadurch der funkelnste Edelstein des geamten Universums und eine vielbesuchte Universität durch unsere auserirdischen Sternengeschwister. Das geschieht nicht irgendwann sondern jetzt.

    1. @Oliver Haug
      Ich halte es für einen schweren Irrtum zu glauben, Christus werde wieder in einer „menschlichen Inkarnation“ erscheinen. Seine damalige Inkarnation war einmalig, in der er alles erreicht hat, was notwendig war: den Auferstehungsleib, von dem nach Paulus jeder Mensch allmählich ein Abbild „anziehen“ kann, wenn er sich mit Christus verbindet. In diesem geistigen Auferstehungsleib wird er allerdings immer mehr Menschen erscheinen: das scheint mir die in der Bibel vorausgesagte Wiederkunft Christi zu bedeuten.

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